DE11404C - Kombinirter Kartoffelstärke - Extraktions-Apparat - Google Patents
Kombinirter Kartoffelstärke - Extraktions-ApparatInfo
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- DE11404C DE11404C DENDAT11404D DE11404DA DE11404C DE 11404 C DE11404 C DE 11404C DE NDAT11404 D DENDAT11404 D DE NDAT11404D DE 11404D A DE11404D A DE 11404DA DE 11404 C DE11404 C DE 11404C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
- C08B30/00—Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
- C08B30/04—Extraction or purification
- C08B30/048—Extraction or purification from potatoes
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- Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)
Description
1880.
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I . „..
1 J /"V 1 Λ Α }
asse 89.
ACTIEN-FABRIK LANDWIRTHSCHAFTLICHER MASCHINEN
und ACKERGERÄTHE in REGENWALDE.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. März 1880 ab.
■ Der in den beiliegenden Zeichnungen, Blatt I und II, dargestellte Apparat hat den Zweck,
in Kartoffelstärke-Fabriken aus dem Kartoffelreibsel die in demselben enthaltene Stärke in
gröfstmöglicher Menge und möglichst schlammfrei zu extrahiren.
Statt der sonst üblichen Bürstencylinder ist ein Paar über einander liegender sogenannter
Sie me ns'scher Schüttelsiebe mit dazwischen functionirender Reibselmühle in neuer und eigenthümlicher
Combination angeordnet worden. Der Apparat besteht somit aus drei Haupttheilen:
1. dem oberen Siemens'schen Schüttelsieb A mit unten daran sitzendem glatten Siebe A' und
darunter befindlicher Rinne A";
2. der Reibselmühle C;
3. dem unteren Siemens'schen Schüttelsieb
B mit unten daran sitzendem Sieb B1, darunter befindlicher Rinne B".
Die Reibselmühle, mit deutschen Steinen arbeitend, ist nach dem bekannten Säulensystem
construirt und hat einen besonderen Steinboden.
Dieser Steinboden wird aus einem Bretterbelag auf den Querträgern i und den Längsträgern
e gebildet. Die Längsträger sind auf Consolknaggen des Säulengestelles der Reibselmühle
und auf Consolknaggen der beiden besonderen Säulen f aufgeschraubt. Durch diesen
Steinboden werden die beiden Schüttelsiebe von einander getrennt, wie auch die Träger desselben
die Montirung der beiden Siebe ermöglichen.
Das obere Sieb wird in den sechs Stützpunkten k durch die sechs Schwungstützen k'
getragen; das untere Sieb ist durch die sechs Pendel /' in den sechs Drehpunkten / aufgehängt.
Die obere Holzrinne A" ist fest verbunden mit den beiden Säulen f und der Mühltonne,
die untere Holzrinne B" hängt in den Hängestangen m an den Längsträgern.
Das ganze Gerüst steht auf cementirtem Mauerfundament n, welches zugleich die Umfassungswände
der Pülpegrube ο bilden kann.
Der Antrieb der ganzen Maschine erfolgt durch die Riemscheibe ρ auf der Welle b.
Durch die konischen Räder q und r erfolgt in üblicher Weise die Bewegung der Reibselmühle,
durch die Riemenbetriebe t u und υ w werden die Kurbelwellen g' und h' gedreht,
und hierdurch die Schüttelsiebe A und B durch die Schüttelstangen g" und h" in Bewegung
gesetzt.
Mit jedem der beiden Siemens'schen Schüttelsiebe
ist ein unter demselben sitzendes, flaches Sieb verbunden, welche Combination eine wesentliche
Neuerung bildet.
Jedes der beiden Schüttelsiebe ist mit einem senkrecht zur Längsrichtung derselben oscillirenden
Wassersprührohr a' und b' versehen. Die Bewegung derselben erfolgt durch das konische
Räderpaar χ und y, Fig. 1, von der Kurbelwelle h1 des unteren Schüttelsiebes durch Kurbel α
und die Zahnstange (3, welche an dem Hebel γ angreift, der auf der Axe δ festsitzt. Auf der
Axe δ sitzen auch die Doppelhebel ε, die durch Stangen ζ mit den Siebrohren a' und b' verbunden
sind (Fig. 2 und 3).
Die Sprührohre a' und b' sind durch Ansatzstücke mit Gummischläuchen verbunden, an
denen sie pendeln. Den Schläuchen wird durch Rohrleitungen λ Wasser zugeführt. Jedes Sprührohr
ist mit drei Reihen feiner Löcher versehen, aus welchen sich bei der oscillirenden
Bewegung das Wasser in gleichmäfsigen Strahlen über die ganze Breite der Siebe vertheilt.
Durch diese Bewässerung sowie durch die schnelle Bewegung der Schüttelsiebe (150 Touren
in der Minute) wird eine energische Auswaschung des Kartoffelreibsels hervorgerufen, umsomehr
als die Bewegungsrichtungen von Sieb und Sprührohr sich kreuzen.
Beim Betrieb des Apparates wird das Kartoffelreibsel gewöhnlich mittelst einer Breipumpe auf
das obere Schüttelsieb durch ein Schlitzmundstück von der Breite des Siebes nach η geschafft,
auch werden die Hähne Jr in den Wasserzuführungsrohren
geöffnet, so dafs die Schüttel-
siebe mit der nöthigeh Menge Wasser bebraust werden. , ,,
Das ReibseFwird νοη'η aus durch die rüttelnde
Bewegung des Siebes in der Längsrichtung desselben allmälig weiter und der Reibselmühle zu
bewegt, geht über die Reibselmühle, auf der es nochmals unter Zufiufs von Wasser aus dem
Gummischlauch ψ zerkleinert wird, und fiiefst von dieser bei u auf das untere Schüttelsieb, das
es ebenso wie das obere passirt, um alsdann, nachdem die Stärke vollständig herausgewaschen
ist, als Pulpe durch die Oeffhung r in die Pülpegrube
zu fallen.
Unter jedem der beiden Schüttelsiebe ist noch ein glattes Sieb A' und B' angeordnet; dasselbe
besitzt die doppelte Anzahl Maschen auf die gleiche Flächeneinheit. Diese beiden unteren
feineren Siebe A' und B' dienen hauptsächlich dazu, den so lästigen Schlamm abzusondern,
denn sie sind so fein, dafs sie wohl die Stärke, nicht aber den Schlamm hindurchlassen; letzterer
passirt vielmehr langsam die beiden feinen Siebe und fällt schliefslich von dem oberen durch die
Oeffmmg ξ in den abgegrenzten Theil w der
Holzrinne A", von wo er durch die Oeffhung ρ
nach der Pülpegrube geführt wird; von dem unteren feinen Sieb fällt er direct durch die
Oeffnung σ in die Pülpegrube.
Die Stärke dagegen geht durch die feinen Siebe hindurch und fiiefst von dem oberen
Sieb A' in die Holzrinne A" und von dem unteren Sieb B' in die Holzrinne B", von wo
dieselbe aus den Oeffnungen τ τ' τ" in Blechrohren
nach den Stärkequirlen geleitet wird.
Die Oeffnung τ sowie die Scheidewand bei τ wird nur angebracht, wenn das Albuminwasser
genommen werden soll; es wird alsdann die aus dieser Oeffnung kommende Stärke in einen
besonderen Quirl, den Albuminquirl, geleitet, aus welchem später, wenn sich die Stärke gesetzt
hat, das Albuminwasser für sich gewonnen wird.
Claims (5)
- Patent-AnSprüche:
Bei Kartoffelstärke-Extractionsapparaten:
ι. Die Combination eines glatten, feinmaschigen Siebes mit einem Si em ens'sehen Siebe, an dem es unten angebracht ist, zum Zweck der besseren Abscheidung des Schlammes von der Stärke, wobei die Maschen des betreffenden Siebes so fein sind, dafs nur die Stärke, nicht aber der Schlamm durch sie hindurchpassiren kann. - 2. Die Anordnung zweier über einander liegender Siebverbindungen, wie in i. bezeichnet, und die dadurch bedingte Vermeidung von Bürsten, durch welche die Gaze leicht beschädigt wird, und welche eine so vollständige Gewinnung der Stärke nicht gestatten.
- 3. Die Combination zweier Siebsysteme, wie beschrieben mit einer Reibselmühle, so zwar, dafs das eine oberhalb, das andere unterhalb des Steinbodens derselben angebracht ist.
- 4. Die Anwendung eines schwingenden Wassersprührohres bei dem Siemens'sehen Schüttelsiebe in der Weise, dafs die Bewegungsrichtungen beider Organe sich kreuzen.
- 5. Die Combination zweier mit schwingenden Sprührohren versehenen Doppelsiebe mit gemeinschaftlichen Bewegungsvorrichtungen und mit einer Reibselmühle, das Ganze an einem stabilen Gestell angeordnet, zu einem combinirten Stärke-Extractionsapparat.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE11404C true DE11404C (de) |
Family
ID=288666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT11404D Active DE11404C (de) | Kombinirter Kartoffelstärke - Extraktions-Apparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE11404C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1257549B (de) * | 1956-09-26 | 1967-12-28 | Siemens Ag | Wirbelabscheider fuer Aerosole mit einem zur Drallerzeugung dienenden Hilfsgasstrom |
-
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- DE DENDAT11404D patent/DE11404C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1257549B (de) * | 1956-09-26 | 1967-12-28 | Siemens Ag | Wirbelabscheider fuer Aerosole mit einem zur Drallerzeugung dienenden Hilfsgasstrom |
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