DE1140468B - Schalt- und Kupplungsvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Schalt- und Kupplungsvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge

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Description

  • Schalt- und Kupplungsvorrichtung für Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine Schalt- und Kupplungsvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit einer Reibungshauptkupplung und einem Wechselgetriebe mit synchronisierten Getrieberädern.
  • Es sind bereits Sehalt- und Kupplungsvorrichtungen bekannt, bei denen durch Längsverschieben oder Schwenken eines Schalthebels nacheinander entkuppelt und das Wechselgetriebe geschaltet wird. Es ist auch bekannt, den Schalthebel zur Kupplungsbetätigung mit einem zweiten Handgriffteil zu versehen, der mit dem ersten Handgriffteil zusammen am Schalthebel schwenkbar gelagert ist, wobei die Hauptkupplung im Verlauf eines ersten Bewegungsweges ausgerückt und das Wechselgetriebe im Verlauf des restlichen Bewegungsweges geschaltet wird.
  • Diese bekannten Vorrichtungen weisen jedoch im allgemeinen zwischen dem Schalthebel und der Hauptkupplung eine hydraulische oder elektrische Verbindung auf und erfordern zwei Bewegungen, nämlich das Zusammendrücken oder Anziehen eines Handgriffes an dem Schalthebel und anschließend die Be-, wegung des Schalthebels, oder sie erfordern die Betätigung einer komplizierten Vorrichtung, um nacheinander das Einwirken auf die Hauptkupplung und das Wechselgetriebe und dann die Rückführung in die Einkupplungsstellung zu ermöglichen.
  • Demgegenüber soll durch die Erfindung eine mechanische Schalt- und Kupplungsvorrichtung mit einer Reibungshauptkupplung und einem Wechselgetriebe mit synchronisierten Getrieberädern geschaffen werden, bei der diese Nachteile vermieden sind und der beim Synchronisieren der Getrieberäder auftretende Widerstand der Synchronisiervorrichtung als Stützkraft für die allein erforderliche Bewegung des Schalthebels zur Kupplungsbetätigung ausgenutzt wird.
  • Demgemäß bestehen bei einer solchen Schalt- und Kupplungsvorrichtung die wesentlichen Merkmale der Erfindung darin, daß an dem Schalthebel ein in an sich bekannter Weise mit einer Entkupplungsvorrichtung verbundener Handgriffteil derart angelenkt ist, daß die Reibungskupplung durch eine Relativbewegung dieses Handgriffteiles gegenüber dem Schalthebel ausgerückt wird, wenn der Schalthebel seinem Verschieben oder Verschwenken einen Widerstand entgegensetzt, der durch die in an sich bekannter Weise mit Sperrsynchronisierung arbeitende Synchronisiervorrichtung des Getriebes hervorgerufen wird.
  • Bei einer auf diese Weise ausgebildeten Schalt- und Kupplungsvorrichtung wird mit einfachen Mitteln, ; ohne daß hydraulische oder elektrische übertragungsvorrichtungen oder komplizierte mechanische Zwischenvorrichtungen angewendet werden müssen, erreicht, daß zur Betätigung der Hauptkupplung und zum Schalten des Wechselgetriebes nur ein einziger Vorgang, nämlich die Betätigung des Schalthebels erforderlich ist, wobei jedoch im Gegensatz zu bekannten Schalt- und Kupplungsvorrichtungen, bei denen die Hauptkupplung zwangläufig vor dem Schaltvorgang erfolgt, die Ausbildung derart ist, daß das Entkuppeln nur erfolgt, wenn es notwendig ist, d. h. wenn die in Eingriff zu bringenden Getrieberäder sich nicht mit der gleichen Geschwindigkeit drehen und es erforderlich ist, sie zu synchronisieren. Wenn die Geschwindigkeit dieser Getrieberäder dagegen gleich ist und die Zähne sich gegenüber den entsprechenden Zahnlücken befinden, so entsteht der zur Kupplungsbetätigung erforderliche Widerstand nicht, so daß in diesem Fall die Hauptkupplung nicht betätigt wird.
  • Zur Verminderung der auf den Handgriffteil des Schalthebels auszuübenden Kraft kann dabei eine sich bei eingerückter Reibungshauptkupplung in labiler Gleichgewichtslage befindliche, an sich bekannte Hilfsvorrichtung vorgesehen sein, die zwischen dem Kupplungshebel und einem festen Widerstand angeordnet ist und ein im Sinne des Entkuppelns wirkendes Drehmoment liefert. Bei einer solchen bekannten Hilfsfeder im Kupplungsgestänge ist diese einer Kniehebelanordnung zugeordnet, die sich in der eingerückten Stellung in nahezu gestreckter Lage befindet. Ferner kann die Ausbildung derart sein, daß der Handgrifteil des Schalthebels mit einem zweiten Handgriffteil zusammen an dem Schalthebel schwenkbar gelagert ist und beide Handgriffteile derart miteinander verbunden sind, daß die Bewegung des einen Handgriffteiles in dem einen Schwenksinne eine Bewegung des anderen Handgriffteiles im entgegengesetzten Schwenksinne hervorruft.
  • Es ist an sich eine Schalt- und Kupplungsvorrichtung bekannt, bei der am oberen Ende des Handschalthebels zwei Handgriffteile an einer gemeinsamen Achse schwenkbar gelagert sind und an deren Verlängerungen nach unten das Seil bzw. die Hülle eines Bowdenzuges zum Betätigen der Hauptkupplung abgestützt sind. Zum Auskuppeln müssen die beiden Handgriffteile gemeinsam umfaßt und voneinander gedrückt werden. Zu zwangläufig gegensinniger Bewegung sind die beiden Handgriffteile nicht gekuppelt. Um das Auskuppeln vor dem Gangschalten sicherzustellen, sind die Gangeinschaltstellungen durch einen Sperrstift am kugeligen Lager des Handschalthebels fixiert. Der Sperrstift wird durch eine am Kupplungsseil feste Keilbahn beim Auskuppeln ausgerastet, so daß anschließend das Umschalten möglich ist. Das Zusammenwirken von Kupplungs- und Gangbetätigung verläuft somit anders als nach der Erfindung.
  • Zur allmählichen Rückführung der Kupplungsteile in die Einkupplungsstellung, die selbsttätig erfolgt, wenn der neue Gang geschaltet ist und der Schalthebel losgelassen wird, kann vorzugsweise zwischen dem Kupplungshebel und einem festen Widerlager eine pneumatische Dämpfungsvorrichtung angeordnet sein.
  • Derartige mit Drosseln arbeitende Dämpfungsvorrichtungen sind bei Betätigungsvorrichtungen für Reibungshauptkupplungen bekannt.
  • Schließlich sieht die Erfindung für die Bedienung bei geringer Geschwindigkeit oder zum Halten eine Anordnung vor, bei der die Hauptkupplung durch ein den üblichen Handbremshebel ersetzendes Hilfsbremspedal betätigt wird, das mit dem Kupplungshebel in an sich bekannter Weise derart verbunden ist, daß es im ersten Teil seiner Bewegungsbahn auf die Reibungshauptkupplung einwirkt, ohne die , Bremse zu betätigen, bei weiterer Bewegung dagegen nur auf die Bremse einwirkt.
  • In der Zeichnung sind nachfolgend erläuterte Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
  • Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Aus- ; führungsform mit einem zwei Handgriffteile aufweisenden Schalthebel; Fig. 2 stellt eine Teilansicht bzw. einen Teilschnitt einer Ausführungsform mit einem nur einen Handgriffteil besitzenden Schalthebel dar; Fig. 3 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere, mit einer Dämpfungsvorrichtung versehene Ausführungsform; Fig. 4 zeigt ebenfalls in schematischer Darstellung eine der Fig. 3 entsprechende Ausführungsform, die mit einem Fußhebel für eine Hilfsbremse versehen ist.
  • Gemäß Fig. 1 ist die Schaltvorrichtung für das Wechselgetriebe mit einem Schalthebel mit rohrförmigern Gestänge 1 versehen, das in einem festen Teil des Fahrzeugkastens 2 gleitend geführt ist. Dieses Gestänge ist einerseits mittels eines Krümmers 3 mit einer in einem Kugelgelenk 5 gelagerten Stange 4 zur Betätigung der Schaltgabel 6 und andererseits mittels eines Krümmers 7 mit einem Handgriüteil verbunden. Dieser besteht aus zwei Hebeln 9 und 10, die gewöhnlich im Winkel zueinander stehen und auf dem Krümmer 7 schwenkbar gelagert sind. Sie stehen dabei mittels der gezahnten Abschnitte 11 und 12 im Eingriff miteinander.
  • Der Hebel 9 ist über eine Stange 13 und ein nach Art eines Bowdenzuges ausgebildetes Zugkabel 14 mit dem einen Ende eines doppelarmigen Kupplungshebels 15 verbunden, der an der Stelle 16 schwenkbar gelagert und am Ende seines anderen Armes mit einer Druckscheibe 17 versehen ist. Diese Druck-Scheibe 17 wirkt auf Finger 18 ein, die ihrerseits die bewegliche Reibscheibe 19 der Reibungshauptkupplung entgegen der Wirkung von Federn 20 bei Druck auf die Finger 18 mittels der Druckscheibe 17 vom Reibschluß lösen.
  • Zur Unterstützung der von der Stange 13 auf den Kupplungshebel 15 auszuübenden Zugkraft ist nach Fig. 1 eine Hilfsvorrichtung vorgesehen, die aus einer etwa U-förmig gekrümmten Blattfeder 21 bestehen kann, die mit an ihren freien Enden angebrachten Schneiden 22, 23 unter Spannung zwischen das eine Ende 24 des Kupplungshebels 15 und ein festes Gegenlager 25 eingesetzt ist, das an dem Gehäuse 26 befestigt ist.
  • In Fig. 1 ist vom Wechselgetriebe nur ein Teil mit einem Radsatz und einer Synchronisierschaltkupplung dargestellt, welche Anordnung sich für die anderen Gänge wiederholt. Auf den der Reibungshauptkupplung zu gelegenen Teil der Getriebewelle 27 ist ein Zahnrad 28 lose aufgesetzt, das mit einem mit einer Schräge 30 versehenen Synchronisierritzel 29 fest verbunden ist. Die Synchronisiervorrichtung besteht aus einer Muffe 31, die auf der Getriebewelle 27 in Nuten 32 gleitfähig gelagert und mittels der Schaltgabel 6 verschiebbar ist, sowie aus einem auf der Getriebewelle 27 lose gelagerten Kegel 33.
  • Die Muffe 31 und der Kegel 33 sind mit zusammenarbeitenden Reibflächen 34 und 35 versehen. Der Kegel 33 trägt ferner einen Finger 36, der mit einer der Schrägfläche 30 des Synchronisierritzels 29 entsprechenden Schrägfläche 37 versehen ist. Derartige Ausbildungen sind als sperrsynchronisierte Schaltkupplungen vielfach bekannt und üblich und für sich nicht Gegenstand der Erfindung. Jedoch ist das Vorhandensein derartiger Synchronisierschaltkupplungen Voraussetzung für die Funktion der beschriebenen Schalt- und Kupplungsvorrichtung.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach Fig. 1 ist folgende: Wenn der Fahrer die Übersetzungsstufe ändern will, betätigt er den Handgriffteil, indem er entweder an dem Hebel 9 im Sinne des Pfeiles T zieht oder auf den Hebel 10 im Sinne des Pfeiles P drückt. Da die Kupplungsvorrichtung infolge der Federn 20, die die Reibungshauptkupplung eingekuppelt halten, Widerstand bietet, bewegt sich dabei die Stange 13 nicht, sondern behält ihre Lage bei, und die an dem Handgriff ausgeübte Kraft wirkt sich ganz auf das rohrförmige Gestänge 1 aus, das infolgedessen in seinem Lager verschoben wird. Hierdurch werden zunächst die im Eingriff stehenden Ritzel des Wechselgetriebes voneinander getrennt. Die weitere Verschiebung bewirkt, daß die Ritzel des neuen Ganges in Eingriff zu kommen versuchen. Da indessen ihre Relativgeschwindigkeiten nicht gleich Null sind, erfordert ihr Eingriff eine Zuwachskraft; die Schräge 37 des Fingers 36 legt sich dabei an die entsprechende Schrägfläche 30 des Synchronisierritzels 29, so daß die Verschiebung des Rohres 1 in seinem Lager angehalten wird.
  • Wird die auf den Handgriff ausgeübte Kraft weiter aufrechterhalten, z. B. im Sinne des Pfeiles P, so werden die Hebel 9 und 10 einander genähert, und es wird auf die Stange 13 sowie das Kabel 14 infolge der Übertragung durch die Zahnabschnitte 11 und 12 eine Zugkraft ausgeübt. Hierdurch wird der Kupplungshebel 15 geschwenkt und rückt über die Teile 17, 18, 19 die Reibungshauptkupplung aus. Dadurch ist die Getriebewelle 27 vom Motor getrennt, und der Schaltvorgang kann in üblicher Weise vollzogen werden.
  • Wenn der Gang voll eingeschaltet ist, werden die Hebel 9 und 10 freigegeben, wodurch die Reibungshauptkupplung unter der Wirkung der Kupplungsfedern 20 und gegebenenfalls einer auf den Kupplungshebel 15 einwirkenden, zusätzlichen Hilfsfeder 40 wieder eingerückt wird. Alle Teile haben somit wieder ihre Ausgangsstellung erreicht.
  • Die Blattfeder 21 wirkt beim Umschalten folgendermaßen: In der eingekuppelten Stellung liegen die Stützschneiden 22 und 23 senkrecht übereinander in gestreckter Linie mit dem Lager 16. Sobald diese senkrechte Ausrichtung der Stützlager aufgehoben wird, können sich die Arme der Blattfeder 21 etwas auseinanderspreizen, so daß sich die Blattfeder 21 etwas entspannt, aber mit der verbleibenden Spannung über ihren unteren Arm auf den Kupplungshebel 15 eine Kraft mit dem Hebelarm Z ausübt; das hierdurch entstehende Drehmoment wirkt auf den Kupplungshebel 15 im Sinne der Entkupplung ein und bewirkt so, daß die auf die Hebel 9, 10 auszuübende Kraft kleiner gehalten werden kann. Die Gegenkraft der Blattfeder 21 muß aber in allen Stellungen immer kleiner als die Kraft der Kupplungsfedern 20 sein, die sich beim Loslassen der Handgriffteile 9, 10 zum Einrücken der Hauptkupplung auswirkt.
  • Das übliche Spiel 43 der Kupplungsbetätigung kann mittels eines einstellbaren Widerlagers 39 im Zusammenhang mit der Feder 40 eingeregelt werden, die als Rückführfeder dient, wenn die Feder 20 außer Wirkung ist. Ebenso ermöglicht ein Einstellglied 41 die Wahl des genauen Punktes des Entkupplungsweges, an dem die Blattfeder 21 zur Wirkung kommen soll, während die Spannung dieser Blattfeder 21 mittels der Schraube 42 einstellbar ist.
  • Die Reibungshauptkupplung kann auch allein ohne Umschalten des Wechselgetriebes gelöst werden, wenn die Hebel 9, 10 aufeinander zu bewegt werden.
  • In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform des Handgriffteiles zum Umschalten dargestellt. Hierbei endet das hohle Gestänge 1 in einem Kreuzkopf 55, in dem um eine Achse 56 ein Schwenkhebel 57 beweglich gelagert ist, durch dessen Verschwenkung die Hauptkupplung über das Kabel 14 ausgerückt wird. An diesem Schwenkhebel 57 ist ein einziger Handgriffteil 59 mittels der Achse 58 schwenkbar gelagert. Der Schwenkhebel 57 steht unter der Wirkung einer in den Kreuzkopf 55 eingesetzten Feder 61, die über die Druckhülse 62 auf zugleich einen Anschlag 65 bildenden Ansatz des Schwenkhebels 57 einwirkt und ihn entgegen dem Uhrzeigersinn um seine Achse 56 zu schwenken versucht. Diese Schwenkbewegung des Hebels 57 wird indessen durch die Anschläge 63 und i 64 begrenzt, von denen der Anschlag 63 an dem Kreuzkopf 55 und der Anschlag 64 an dem Schwenkhebel 57 angebracht ist. Die Vorrichtung nimmt dabei die in Fig. 2 dargestellte Ruhestellung ein, bei der die Kupplung eingeschaltet ist. Die Wirkungsweise ist folgende: Wenn der zu schaltende Gang eine in der Zeichnung nach links gerichtete Verstellung des Gestänges 1 erfordert, wird der Handgriff 59 nach rechts gezogen, wobei er infolge der Abstützung durch seine Achse 58 und durch den Anschlag 64 mit dem Schwenkhebel 57 einen gemeinsamen Hebel bildet. Die Berührung mit dem Anschlag 63 wird dabei aufgehoben. Da das Gestänge 1, wie vorher in bezug auf Fig. 1 beschrieben, in diesem Augenblick durch die Synchronisiervorrichtung blockiert ist, kann sich die Lage der Achse 56 des Schwenkhebels 57 nicht ändern, so daß dieser um die Achse 56 im Uhrzeigersinn geschwenkt und dadurch über das Entkupplungskabel 14 in Richtung des Pfeiles F die Hauptkupplung gelöst wird.
  • Die Bewegung des Schwenkhebels 57 um seine Achse 56 wird durch die Anschläge 65 und 66 begrenzt.
  • In diesem Augenblick wird bei weiterem Ziehen an dem Handgriff 59 der gewählte Gang geschaltet, sobald Gleichlauf erreicht ist. Wird dann der Handgriff 59 losgelassen, so nehmen die Teile der Vorrichtung unter der Wirkung der Kupplungsfedern 20 und der Feder 61 wieder ihre Ausgangsstellung ein.
  • Erfordert umgekehrt die Schaltung des gewünschten Ganges Verschieben des Gestänges 1 nach rechts, so stützt sich bei Druck nach links der Handgriff 59 gegen den Anschlag 63 ab, während die Berührung mit dem Anschlag 64 aufgehoben wird. Da zunächst der Kreuzkopf 55 und die Achse 56 durch die Gleichlaufvorrichtung im Wechselgetriebe blockiert sind, wird dabei auf den Schwenkhebel 57 unter Mitnahme durch seine Achse 58 eine Zugkraft im Sinne des Lösens der Hauptkupplung ausgeübt, so daß dieselben Vorgänge wie vor eintreten.
  • Zur allmählichen Rückführung der Teile in die Einkupplungsstellung kann die Schaltvorrichtung mit einer diese Bewegung dämpfenden Vorrichtung versehen sein. Zu diesem Zweck ist gemäß Fig. 3 zwischen einem festen Stützlager 45 und einer Verlängerung 46 des Kupplungshebels 15 ein volumenveränderlicher Luftbehälter 47, z. B. mit nach Art eines Faltenbalges ausgebildeter Wand, so angeordnet, daß sich sein Volumen beim Entkuppeln verringert. Er ist mit einem Einwegventil versehen, dessen Verschlußglied durch eine Kugel 49 gebildet ist, die durch ein Gitter 50 zurückgehalten wird. Bei Verkürzen des Luftbehälters 47 läßt dieses Ventil unter abgehobener Kugel 49 die Luft frei ausströmen, während es in umgekehrter Richtung verschlossen ist. Von einer Schraubnadel 51 in einer Öffnung 52 ist außerdem eine einstellbare Drossel für den Luftaustausch zwischen dem Behälter 47 und der Umgebung gebildet.
  • Beim Entkuppeln setzt diese Dämpfungsvorrichtung keinen Widerstand der Bewegung des Kupplungshebels 15 entgegen. Wird hingegen der Handgriff 59 losgelassen, so wird das Volumen des Luftbehälters 47 vergrößert, in den nun bei geschlossenem Einwegventil (Kugel 49) die Luft nur langsam durch die Drosselvorrichtung 51, 52 einströmen kann. Hierdurch wird das Einkuppeln verzögert. Der seitliche Verlauf ist wahlweise mittels der Schraubnadel 51 einstellbar.
  • Schließlich kann auch die vorbeschriebene Kupplungsvorrichtung mit einem zusätzlichen Fußbremshebel, welcher den üblichen Handbremshebel ersetzt, in der Weise kombiniert werden, daß bei der Betätigung dieses Fußbremshebels immer die Hauptkupplung gelöst wird. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist zu diesem Zweck auf einer Achse 81 ein Hilfsbremspedal 80 schwenkbar gelagert, das über ein Gestänge 82 die Bremse 83 erst nach einem gewis-. sen Leerlauf 84 betätigt, der mittels der in das Gestänge eingesetzten Anschlagschraube 85 einstellbar ist.
  • Das Hilfsbremspedal 80 ist andererseits durch eine an ihm artgelenkte Stange 86 mit dem Kupplungshebel 15 durch eine zugleich einen Anschlag bildende Führung 87 gleitfähig verbunden, in der die Stange 86 geführt ist. Die Stange 86 trägt an ihrem freien Ende eine Anschlagvorrichtung, die aus einem von der Stange 86 axial durchdrungenen zylindrischen Gehäuse 88 und einer in diesem Gehäuse angeordneten Feder 89 besteht. Die Feder 89 hält den inneren Endbund eines Anschlagrohres 90 in Anlage gegen eine einstellbare Schraubhülse 91. Das andere Ende des Anschlagrohres 90 ist durch eine auf das Ende der Stange 86 aufgeschraubte Schraubmutter 92 festgelegt. Eine auf den Fußhebel 80 ausgeübte Kraft wird über die Schraubmutter 92, das Anschlagrohr 90, die Feder 89, das Gehäuse 88 und den Anschlag 87 auf den Kupplungshebel 15 übertragen. Die Anschlagvorrichtung wird zunächst mittels der Schraubhülse 91 derart eingestellt, daß die Feder 89 eine Spannung hat, welche die zum Entkuppeln notwendige Kraft etwas übersteigt. Alsdann wird die Schraubmutter 92 so eiregestellt, daß bei der dargestellten Ruhestellung der Vorrichtung zwischen dem Anschlagende des Gehäuses 88 und dem Anschlag 87 ein kleines Spiel vorhanden ist, so daß das übliche Spiel in der Hauptkupplung nicht aufgehoben wird. Der Anschlag 87 gleitet dann auf der Stange 86. Dieses Spiel ist aber sehr klein, damit der Bewegungsweg des Hilfsbremspedals 80 nicht beeinträchtigt wird.
  • Beim Bremsen nimmt das Hilfsbremspedal 80 zunächst die Stange 86 mit, die den Kupplungshebel 15 so weit verschwenkt und dadurch die Hauptkupplung ausrückt, bis dieser gegen den Anschlag 93 anschlägt. Beim weiteren Niederdrücken wird durch die Stange 86 die Feder 89 infolge der Verschiebung des Anschlagrohres 90 in dem dann festgehaltenen Gehäuse 88 zusammengedrückt. Da nun der Leerlauf 84 überwunden ist, kann das Bremsgestänge betätigt werden.
  • Von den nachfolgenden Ansprüchen sind die Ansprüche 3, 5 und 6 echte Unteransprüche und haben nur in Verbindung mit Anspruch 1 patentrechtliche Bedeutung.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schalt- und Kupplungsvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit einer Reibungshauptkupplung und einem Wechselgetriebe mit synchronisierten Getrieberädern, bei der durch Längsverschieben oder Schwenken eines Schalthebels nacheinander entkuppelt und das Wechselgetriebe geschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schalthebel (1, 7 bzw. 1, 55) ein in an sieh bekannter Weise mit einem Kupplungshebel (15) verbundener Handgriffteil (9,10 bzw. 59) derart artgelenkt ist, daß die Reibungshauptkupplung (18, 19; 20) durch eine Relativbewegung dieses Handgriffeiles gegenüber dem Schalthebel ausgerückt wird, wenn der Schalthebel seinem Verschieben oder Schwenken einen Widerstand entgegensetzt, der durch die in an sich bekannter Weise mit Sperrsynchronisierung arbeitende Synchronisiervorrichtung des Wechselgetriebes hervorgerufen wird.
  2. 2. Schalt- und Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine bei eingerückter Reibungshauptkupplung in labiler Gleichgewichtslage befindliche, an sich bekannte, durch eine Feder gebildete Hilfsvorrichtung (21); die zwischen dem Kupplungshebel (15) und einem festen Widerlager (25) angeordnet ist und ein im Sinne des Entkuppelns wirkendes Drehmoment liefert.
  3. 3. Schalt- und Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriffteil (9) des Schalthebels mit einem zweiten Handgriffteil (10) zusammen an dem Schalthebel schwenkbar gelagert ist und beide Handgrifffeile (9 und 10) derart miteinander verbunden sind, daß die Bewegung des einen Handgriffteiles (9 bzw. 10) in dem einen Schwenksinne eine Bewegung des anderen Handgriffteiles (10 bzw. 9) im entgegengesetzten Schwenksinne hervorruft.
  4. 4. Schalt und Kupplungsvorrichtung -nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem am Schalthebel befestigten Kreuzkopf (55) ein Schwenkhebel (57) schwenkbar gelagert ist, an dem einerseits die Betätigungsmittel (13) für die Reibungshauptkupplung (18, 19, 20) und andererseits der Handgriffteil (59) artgelenkt sind, dessen Schwenkbewegung durch Anschläge (63 und 64) begrenzt ist, von denen der eine Anschlag (63) an dem Kreuzkopf (55) und der andere Anschlag (64) an dem Schwenkhebel (57) angebracht ist, wobei zwischen dem Kreuzkopf (55) und dem Schwenkhebel (57) eine Druckfeder (61) angeordnet ist, die den Handgriffteil (59) zwischen seinen Anschlägen in Anlage hält und die Ausbildung derart ist, daß infolge des durch die Synchronisiervorrichtung gebildeten Widerstandes das Lösen der Reibungshauptkupplung (18, 19, 20) durch Betätigung des Kupplungsgestänges in einer bestimmten Richtung erfolgt unabhängig davon, ob auf den Handgriffteil (59) eine Zugkraft oder eine Druckkraft ausgeübt wird.
  5. 5. Schalt- und Kupplungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Kupplungshebel (15) und einem festen Widerlager (45) eine Dämpfungsvorrichtung (47) angeordnet ist.
  6. 6. Schalt- und Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungsvorrichtung (47) ein nach Art eines Faltenbalges ausgebildetes Gehäuse aufweist, das mit einem die Luft aus dem Gehäuse frei auslassenden, aber den Lufteintritt hindernden Ventil (49) und mit einer Drosselöffnung (52) versehen ist, deren Größe mittels einer Einstellnadel (51) regelbar ist.
  7. 7. Schalt- und Kupplungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein den üblichen Handbremshebel ersetzendes Hilfsbremspedal (80), das mit dem Kupplungshebel (15) in an sich bekannter Weise derart verbunden ist, daß es im ersten Teil seiner Bewegungsbahn auf die Reibungshauptkupplung (18, 19, 20) einwirkt, ohne die Bremse zu betätigen, bei weiterer Bewegung dagegen nur auf die Bremse einwirkt. B. Schalt- und Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine an dem Bremspedal (80) angelenkte Mitnehmerstange (86) mit dem Kupplungshebel (15) unter Zwischenschaltung eines elastischen Gliedes (89) verbunden ist, dessen Spannung derart einstellbar ist, daß sie etwas größer ist als die zur überwindurig der Reibungshauptkupplung erforderliche Kraft. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 882 801, 922 033; deutsche Patentanmeldung Sch 12404 1I / 63 c (bekanntgemacht am 20. 5. 1954); französische Patentschrift Nr. 468 585; britische Patentschriften Nr. 25 738 aus dem Jahre 1909, 442 843; USA.-Patentschriften Nr. 1513 905, 1804 903.
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