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Kupplungsgehäuse Die Erfindung bezieht sich auf ein Kupplungsgehäuse,
insbesondere für die Kupplung eines Geländekraftwagens. Bei Antriebsvorrichtungen,
bei denen ein Zweitaktmotor, ein Ausgleichgetriebe und ein Schaltgetriebe in einem
Gehäuseblock vereint sind, ist die Kupplung auf beiden Seiten von Lager tragenden
Wänden eingeschlossen. Die eine Wand trägt das Kurbelwellenlager, die andere Wand
das Lager für die Getriebewelle. Weder das Kurbelwellenlager noch das Lager der
Getriebewelle sind auf die Dauer völlig dicht zu halten. Es ist dann das kleinere
übel, wenn Öl aus dem Kurbelgehäuse bzw. aus dem Ausgleichgetriebegehäuse in das
Kupplungsgehäuse eintritt, weil bei umgekehrten Druckverhältnissen durch den Unterdruck
in dem Kurbelgehäuse bzw. im Wechselgetriebegehäuse schädliche Verunreinigungen
in die Lager gesaugt werden würden. Bei üblichen Kraftfahrzeugen sickert dieses
Leeköl durch eine unten im Kupplungsgehäuse angebrachte Öffnung weg. Ebenso kann
die Luft, die beim Kupplungsvorgang erwärmt wird und sich ausdehnt, durch diese
Öffnung austreten, ohne in schädlicher Weise mit überdruck auf die Lager zu wirken.
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Bei Kraftfahrzeugen, die im Gelände verwendet werden und also auch
durch Wasser oder Schlamm waten können, ist die unten im Kupplungsgehäuse angebrachte
Öffnung verschlossen, damit nicht Wasser oder Schlamm eintreten können. Dagegen
ist im Oberteil des Kupplungsgehäuses eine Öffnung angebracht, die zum Einstellen
der Zündung verwendet wird. Sie ist mit einem Gummipfropfen, der eine Ausgleichbohrung
trägt, verschlossen. Wird die untere Öffnung nicht, wie vorgeschrieben, in regelmäßigen
Abständen zur Entleerung des Kupplungsgehäuses geöffnet, dann können die Kupplung
und der in das Kupplungsgehäuse ragende Anlasser durch Lecköl und Kondenswasser
in ihrer Arbeitsweise gestört werden oder vorzeitigem Altern ausgesetzt sein.
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An Bord von Schiffen sind zwar schon Entlüftungsventile für die Öltanks
üblich, bei denen eine gegebenenfalls durch das überkommende Wasser anzuhebende
Kugel das Eintreten von Wasser in den Brennstofftank verhindert. Der Aufbau dieser
Ventile ist jedoch verhältnismäßig kompliziert. So sind besondere Einsätze zum Tragen
der Kugeln, Führungen, um beim Anheben der Kugel durch das Wasser die Bahn der Kugel
festzulegen, besondere Ventilsitze, Gehäuse mit Schraubverschlüssen usw. notwendig.
Derartige Ventile sind in den Abmessungen den Armaturen im Schiffsbau entsprechend
groß und liegen so, daß sie bei einer Überwachung und Instandhaltung bequem zugänglich
sind. Aufgabe der Erfindung ist eine die Wartung des Kraftfahrzeuges vereinfachende
Vorrichtung, durch die sich eine dauernde Wartung der Leckbohrung im Kupplungsgehäuse
erübrigt.
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Die Erfindung geht aus von einem Kupplungsgehäuse, insbesondere für
die Kupplung eines Geländekraftwagens, mit einer unten angebrachten Öffnung für
Lecköl. Das Neue besteht darin, daß diese Öffnung in an sich bekannter Weise durch
einen kugelförmigen, in einem Gummigehäuse gelagerten Hohlkörper verschließbar ist.
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Die Verschlußvorrichtung ist sehr einfach herzustellen, da sie nur
aus einem einteiligen Gummigehäuse und dem ebenfalls .einteiligen kugelförmigen
Hohlkörper besteht. Auch die Wartungsarbeiten sind denkbar einfach, da die Kugel
aus dem elastischen Gehäuse mit einem einzigen Handgriff herauszunehmen ist. Es
brauchen also nicht Deckel, Führungen, Federn usw. ausgebaut, gereinigt und wieder
in der richtigen Reihenfolge angebracht zu werden.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist eine Beschädigung des
Gummikörpers beispielsweise durch Steinschlag unwahrscheinlich, da das Gummigehäuse
durch seine Elastizität Schläge aufnehmen kann. Auch macht die Verwendung eines
Gehäuses aus Gummi Klappergeräusche unmöglich.
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Weiterhin ist es vorteilhaft, als Schwimmkörper eine hohle Kunststoffkugel
zu verwenden. Derartige Kugeln werden auch zu anderen Zwecken gebraucht und sind
dementsprechend in den kleinsten Ortschaften und nicht nur in Kraftfahrzeugwerkstätten
als Ersatzteile käuflich.
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Nach einem weiteren Merkmal soll der Durchmesser der Kunststoffkugel
um ein Mehrfaches größer sein als der Durchmesser der Öffnung im Einschraubstutzen.
Die
Auftriebskraft und damit die Schließkraft der Kunststoffkugel ist im Verhältnis
zu der Auflage-oder Dichtfläche der Leckölöffnung groß. Die Kunststoffkugel schließt
infolgedessen bei Wasserdurchfahrten schnell und sicher, während andererseits das
Lecköl und Kondenswasser ohne weiteres entweichen kann. Diese Vorrichtung macht
auch eine zusätzliche Atmungsöffnung zum Entweichen der im Kupplungsgehäuse erwärmten
Luft überflüssig.
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Weiterhin ist es vorteilhaft, eine wulstartige und damit steife Verdickung
an der Innenseite des Gummigehäuses als Ventilsitz zu verwenden. Die Dichtfläche
bleibt so immer kreisförmig und für die Kunststoffkugel passend. Schließlich ist
es ein Merkmal der Erfindung, daß der Flansch an der Unterseite des Gummikörpers
mehrere nach innen gerichtete Zungen als Stützen für die Kunststoffkugel trägt.
Zwischen den Zungen kann das Lecköl absickern, ohne daß die Gefahr eines Festklebens
der Kunststoffkugel im Gummigehäuse entsteht.
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Weitere Einzelheiten gehen aus der Abbildung und der Beschreibung
hervor. Die Abbildung ist eine Schnittzeichnung durch eine beispielsweise Ausführungsform
der Erfindung.
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In dem Kupplungsgehäuse 1 ist ein. Einschraubstutzen 2 befestigt,
der eine Nut 3 trägt, in welche der Bund 4 des Gummigehäuses
5 eingreift. Der verhältnismäßig dünnwandige Hals 6 geht in, eine wulstartige
Verdickung 7 über, an die sich der wiederum dünnere, elastische Mantel 8
anschließt. Nach unten wird das Gummigehäuse 5 durch einen Bund 9 abgeschlossen,
der mit mehreren Zungen 10 die Kunststoffkugel 11 stützt. Das Profil der
Verdickung 7 trägt eine ringförmige Erhöhung 12. An dieser kommt gegebenenfalls
die vom Wasser hochgehobene Kunststoffkugel 11 zum Anliegen.
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Es kann so einerseits Lecköl aus der Öffnung 13 an der Innenwand
14 des Gummigehäuses 5 entlang nach unten absickern und ebenso Luft
aus dem Kupplungsgehäuse 1 ausströmen, während bei Wasserdurchfahrten die Kunststoffkugel
11 hochgetragen wird, bis sie an der ringförmigen Erhöhung 12 anliegt
und damit ein Eindringen von Wasser verhindert. Zwischen der Innenwand 14 und der
Oberfläche der Kunststoffkugel 11 ist genügend Raum vorhanden, um Verformungen des
Gummigehäuses 5 ohne Beschädigungen der Kunststoffkugel 11 zu ermöglichen:
Die Ansprüche 2 bis 6 sind echte Unteransprüche, die nur in Verbindung mit dem Anspruch
1 gelten.