DE1136823B - Verfahren zum Herstellen von glasfaserverstaerkten Formteilen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von glasfaserverstaerkten Formteilen

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DE1136823B
DE1136823B DEF30521A DEF0030521A DE1136823B DE 1136823 B DE1136823 B DE 1136823B DE F30521 A DEF30521 A DE F30521A DE F0030521 A DEF0030521 A DE F0030521A DE 1136823 B DE1136823 B DE 1136823B
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DE
Germany
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glass fiber
fiber reinforced
molded parts
plastics
production
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DEF30521A
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English (en)
Inventor
Dr Erich Fahrbach
Wilhelm Heling
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Carl Freudenberg KG
Original Assignee
Carl Freudenberg KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J5/00Manufacture of articles or shaped materials containing macromolecular substances
    • C08J5/24Impregnating materials with prepolymers which can be polymerised in situ, e.g. manufacture of prepregs
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L67/00Compositions of polyesters obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L67/06Unsaturated polyesters
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2367/00Characterised by the use of polyesters obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain; Derivatives of such polymers
    • C08J2367/06Unsaturated polyesters

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Description

  • Verfahren zum Herstellen von glasfaserverstärkten Formteilen Glasfaserverstärkte Formteile oder » Reinforced Plastics « stellen neue Werkstoffe dar, die für verschiedene technische Anwendungen vielversprechende und oft auch einzigartige Eigenschaften aufweisen.
  • Durch Schrumpfen oder Abrieb werden aber oft Glasfasern an der Oberfläche solcher Formteile freigelegt. Dies ist nicht nur deswegen unerwünscht, weil die Oberfläche dadurch in Glätte, Glanz und Aussehen beeinträchtigt wird, sondern weil an den Stellen, an denen die Glasfasern aus dem Formteil heraustreten, Angriffspunkte für Erosion und Korrosion entstehen, die die mechanischen Eigenschaften des Körpers (Biegefähigkeit, Stabilität) nachteilig verändern.
  • Um das Heraustreten von Glasfasern aus der Formteiloberfläche zu unterdrücken, kann man letztere nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2 830 925 oben mit Cellulose-Acetatfasern abdecken.
  • Es zeigt sich jedoch, daß auf diese Weise nur ein geringer Oberflächenschutz erzielt wird.
  • Die USA.-Patentschrift 2 875 474 beschreibt ein Verfahren, die zur Verstärkung des Formteiles dienenden Glasfasern vor ihrer Einarbeitung miteinander zu vernadeln. Man erhält hierbei zunächst eine ziemlich glatte Oberfläche. Beim anschließenden Schrumpfen des Formteils, also z. B. des Polyesters, treten jedoch wieder Glasfasern aus der Oberfläche.
  • Eine weitere Schwierigkeit beim Abdecken der Oberflächen glasfaserverstärkter Kunststoffe besteht darin, daß das Overlay infolge schlechter Benetzung zwischen Kunststoff und Fasern schlecht auf der Oberfläche haftet.
  • Man hat daher bereits vorgeschlagen, diese Overlays mit einem » Harz « vorzutränken, um auf diese Weise die Verbindung zwischen glasfaserverstärktem Kunststoff und Overlay zu verbessern. Dabei kann das Overlay mit der polymeren Verbindung abgebunden werden, aus der der abzudeckende Formteil aufgebaut ist (s.) >Reinforced Polyesters « in Modern Plastics, 27, vom Oktober 1949, S. 69 bis 76 ; » Laminated Plastics «, London, 1951, S. 24 bis 29 ; » Fiberglas Reinforced Plastics «, New York, 1954, S. 23 und 24, und » Glas Reinforced Plastics «, London, 1954, S. 48).
  • Bei den bekannten Overlays, soweit sie aus Papier bestehen, war ein Oberflächenschutz nicht beabsichtigt ; vielmehr waren diese Overlays nur Träger eines Musters, das auf diese Weise auf die Oberfläche des glasfaserverstärkten Kunststoffes aufgebracht wurde.
  • Es wurde nun ein Verfahren gefunden zum Herstellen von glasfaserverstärkten Formteilen mit gIatter, witterungsbeständiger Oberfläche durch Auflegen eines mit ungesättigten Polyestern-die ein Vernetzungsmittel enthalten-getränkten Overlays auf die noch nicht mit Kunststoff imprägnierte Glasmatte und anschließendem Tränken dieses Schichtkörpers mit ungesättigten Polyestern, gegebenenfalls unter Druck und anschließendem Aushärten in der Hitze. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß als Overlay ein Vlies aus Polyesterfasern verwendet wird.
  • Die folgenden Tabellen sollen den technischen Fortschritt der erfindungsgemäß hergestellten Formteile zeigen.
  • Tabelle I
    Durchschlagspannung in kV
    Lfd. Bezeich-
    Anliefe- nach Wärmelagerung bei 150°C
    Nr. nung
    rungs- von
    zustand 1 Woche 2 Wochen 4 Wochen
    1 O 32 3 2, 5
    2 OFM 5 29 16 7 11
    3 T 1784 36 40 38 40
    4 20878 A 18 12 in 14
    5 20878 B 37 10 11 14
    6 20878 C 28-14 9
    7 T 1744 28 21 21 12
    8 T 1710 37 27 29 16
    9 T 17532819 28 14
    10 T 1742L 31 I7 22 20
    Tabelle II
    Wasseraufnahme in mg/cm2
    Lfd. Bezeich-
    Anliefe- nach Wärmelagerung bei 150°C
    rungs- von
    zustand 1 Woche 2 Wochen 4 Wochen
    1 O 0, 54 1, 05 1, 41 1, 20
    2 OFM 5 0, 61 1, 18 0, 95 1, 32
    3 T 1 ? 84 0, 81 0, 61 0, 54 0, 52
    4 20878 A 0, 63 0, 47 0, 47 0, 41
    5 20878 B 0, 55 0, 51 0, 45 0, 45
    6 20878 C 0, 57 0, 51 0, 50 0, 46
    7 T 1744 0, 56 0, 44 0, 39 0, 48
    8 T 1710 0, 42 0, 45 0, 63 0, 63
    9 T 1753 0, 54 0, 44 0, 46 0, 41
    10 T1742L 0,53 0,44 0, 41 0, 38
    Tabelle III
    Dielektrischer Verlustfaktor tan # # 104
    Lagerung in Tagen bei 20° C und 85%
    relativer Luftfeuchtigkeit
    0 l 4 j 8 25 33
    Muster
    012/157... 57 62 66 68 73 74
    012/158... 50 60 73 80 92 100
    012/159... 55 59 67 71 82 84
    012/160... 47 48 53 55 57 59
    012/161... 48 50 51 53 56 58
    Bei der Tabelle I wurde die sogenannte Durchschlagspannung bestimmt.
  • Bei ideal abgedeckten Polyesterplatten konnten sich letztere auch bei längerem Lagern nicht verändern. Zur Durchführung der Versuche wurden die Platten auf zwei 120 mm voneinander entfernte Schneiden aufgelegt und sie wurden in der Mitte mit einer zylinderförmigen Elektrode so auf Biegung belastet, daß sich eine Randdehnung von 0, 29 °/o ergab.
  • Es wurden je zwei Platten im Anlieferungszustand und nach verschieden langer Vorbehandlung bei 150°C unter Normalbedingungen (20°C, 60°/o relative Luftfeuchtigkeit) in Luft an je zwei Stellen geprüft.
  • Die für die Durchschlagspannung ermittelten Einzelwerte streuten zum Teil sehr stark. Damit die Alterungsanfälligkeit aber besser verfolgt werden kann, wurde trotz der großen Streuung ein Mittelwert aus je vier Einzelwerten gebildet und auf die Angabe von Einzelwerten verzichtet. Plattengröße 200-200mm.
  • Die in der Tabelle I mit der laufenden Nummer 1 bezeichnete Probe erhielt überhaupt kein Overlay.
  • Hier sank die Durchschlagspannung von 32 auf 2, 5, also um etwa 92°/o ab. Bei der laufenden Nummer 2 wurde mit einem feintitrigen Glasfaser-Overlay abgedeckt. Hier betrug der Rückgang der Durchschlagspannung etwa 62°/o.
  • Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vliesstoff-Overlays findet praktisch überhaupt kein Abfall statt ; vielmehr ist sogar gelegentlich eine geringe Erhöhung zu beobachten.
  • Die mit den laufenden Nummern 4 bis 10 bezeichneten Proben sind mit verschiedenen Papiervliesen abgedeckt. Im günstigsten Falle bei Nummer 4 betrug dabei der Rückgang etwa 22%, im ungünstigsten Falle bei Nummer 6 etwa 68 °/o.
  • Ein weiteres Maß für die Güte der erfindungsgemäß verwendeten Overlays ist die sogenannte Wasseraufnahme. Diese wurde bestimmt nach DIN 53 472.
  • 50 mm große Proben wurden im Anlieferungszustand und nach 1, 2 und 4 Wochen Wärmelagerung bei 150°C 24 Stunden bei 20° C und 65°/o relativer Luftfeuchtigkeit gelagert. Für jeden Zustand wurde an je zwei Proben die Gewichtszunahme bei anschließender 90stündiger Lagerung in destilliertem Wasser von 20°C gemessen. Die seitlichen Schnittflächen der Proben waren mit Paraffin abgedichtet.
  • Der Mittelwert des Verhältnisses der Gewichtszunahme zu der wasseraufnehmenden Plattenoberfläche ist als Wasseraufnahme in mg/cm2 angegeben.
  • Auch hier ist mit der laufenden Nummer 1 in Tabelle II eine nicht abgedeckte glasfaserverstärkte Polyesterplatte bezeichnet. Nummer 2 ist eine mit einer feintitrigen Glasfaserschicht abgedeckte Polyesterplatte. Die Nummern 4 bis 10 entsprechen den gleichen Nummern in Tabelle I.
  • Hier zeigt sich also, daß Papiervliese den erfindungsgemäßen Overlay-Vliesen aus Polypropylenfasern ungefähr gleichgesetzt werden können. Bei der Beurteilung des Oberflächenschutzes beim längeren Lagern müssen jedoch die Ergebnisse der Tabellen I, II und III beachtet werden.
  • Die in Tabelle III gemessenen Werte wurden unter folgenden Bedingungen ermittelt : Proben.................... je drei Platten 120-120-4 # 12 # 4 mm Elektrodenform............ Schutzringelektrode nach DIN 53 483 Meßspannung ............... 1 V, Frequenz 800 Hz Prüfklima ................. 20°C, 65% relative Luftfeuchtigkeit Vorbehandlung der Proben... 14 Tage Wärmelagerung bei 130°C, anschließend verschieden lange Lagerung bei 20°C und 85°/o relativer Luftfeuchtigkeit Das Muster 012/157 enthält überhaupt kein Overlay.
  • Das Muster 012/158 ist mit einem Glasfaser-Overlay abgedeckt und weist den größten Verlustfaktor auf.
  • Muster 012/159 ist ein Papiervlies, während die beiden letzten Muster 012/160 und 012/161 aus Polyesterfaservliesen bestehen. Es zeigt sich, daß dort der Verlustfaktor am geringsten ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Herstellen von glasfaserverstärkten Formteilen mit glatter, witterungsbeständiger Oberfläche, durch Auflegen eines mit ungesättigten Polyestern-die ein Vernetzungsmittel enthalten-getränkten Overlays auf die noch nicht mit Kunststoff imprägnierte Glasmatte und anschließendem Tränken dieses Schichtkörpers mit ungesättigten Polyester, gegebenenfalls unter Druck und anschließendem Aushärten in der Hitze, dadurch gekennzeichnet, daß als Overlay ein Vlies aus Polyesterfasern verwendet wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften : USA.-Patentschriften Nr. 2 830 925, 2 875 474 ; Modern Plastics, 27 (Oktober 1949), S. 69 bis 76 ; Learmonth, aLaminated Plastics «, London, 1951, S. 25/26 ; Sonneborn, aFiberglas Reinforced Plastics «, New York, 1954, S. 23/24 ; Morgan, aGlassReinforced Plastics «, London, 1954, S. 48.
DEF30521A 1960-02-11 1960-02-11 Verfahren zum Herstellen von glasfaserverstaerkten Formteilen Pending DE1136823B (de)

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CH39361A CH395524A (de) 1960-02-11 1961-01-13 Verfahren zur Oberflächenvergütung glasfaserverstärkter Kunststoffe

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DE (1) DE1136823B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2830925A (en) * 1954-02-24 1958-04-15 Celanese Corp Glass fiber laminates and process of manufacture
US2875474A (en) * 1955-08-02 1959-03-03 Du Pont Process of shaping resin-impregnated filamentary material

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2830925A (en) * 1954-02-24 1958-04-15 Celanese Corp Glass fiber laminates and process of manufacture
US2875474A (en) * 1955-08-02 1959-03-03 Du Pont Process of shaping resin-impregnated filamentary material

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CH395524A (de) 1965-07-15

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