DE1127252B - Handgranatenzuender - Google Patents

Handgranatenzuender

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DE1127252B
DE1127252B DEA36268A DEA0036268A DE1127252B DE 1127252 B DE1127252 B DE 1127252B DE A36268 A DEA36268 A DE A36268A DE A0036268 A DEA0036268 A DE A0036268A DE 1127252 B DE1127252 B DE 1127252B
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DE
Germany
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delay
detonator
hand grenade
igniter
firing pin
Prior art date
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Pending
Application number
DEA36268A
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English (en)
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HANS ASSMANN DIPL ING
Original Assignee
HANS ASSMANN DIPL ING
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Publication date
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Publication of DE1127252B publication Critical patent/DE1127252B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C14/00Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type
    • F42C14/02Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type for hand grenades
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/14Double fuzes; Multiple fuzes
    • F42C9/142Double fuzes; Multiple fuzes combined time and percussion fuzes in which the timing is caused by combustion

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

  • Handgranatenzünder Die Erfindung bezieht sich auf einen Handgranatenzünder mit Aufschlagzündvorrichtung und einem mit einer gemeinsamen Zündpille zusammenwirkenden Verzögerungsbrennsatz, wobei die Aufschlagzündvorrichtung wahlweise sperrbar ist.
  • Derartige bekannte Zünder haben den Vorteil, daß die Aufschlagzündvorrichtung wahlweise gesperrt werden kann, wobei dann die Explosion der Handgranate nur durch einen Verzögerungsbrennsatz ausgelöst wird. Bei einem eventuellen Versagen der Schlagzündung wirkt der Verzögerungsbrennsatz blindgängerverhütend.
  • Bei den verschiedenen bekannten Ausführungen dient entweder die Verzögerungsvorrichtung dem Schlagzünder als Sperre, wobei erst nach Betätigung der Verzögerungsvorrichtung der Schlagzünder scharf ist, oder ein Verzögerungsröhrchen bildet mit der Sprengkapsel eine gegenüber dem Schlagzünder verschiebbare Einheit. Die Entsicherung des Schlagzünders erfolgt erst bei der Verschiebung der Sprengkapsel mit dem Verzögerungsröhrchen. Auch ist die Anordnung eines ringförmigen Verzögerungssatzes bekannt, der wiederum mit einer ringförmigen Zündkapsel in Verbindung steht.
  • Es ist auch bekannt, im Handgranatengehäuse von der Anstichstelle weg, zum Sprengstoff hin, einen eigenen Kanal mit einem Verzögerungsbrennsatz anzuordnen.
  • Die Erfindung soll durch eine wesentliche Vereinfachung der Konstruktion eine besondere Funktionssicherheit .des Handgranatenzünders gewährleisten und durch einen einfachen Handgriff vor dem Abwurf die wahlweise Einstellung auf Verzögerung allein oder auf Aufschlag mit blindgängerverhütender Verzögerung gestatten.
  • Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, daß in das Gehäuse des rohrförmigen, mit dem Verzögerungsbrennsatz gefüllten Schlagbolzens ein solches Sicherungsorgan eingreift, das wahlweise einstellbar ist auf andauernde Fixierung des Schlagbolzens oder auf dessen Freigabe, wobei im letztgenannten Fälledas Sicherungsorgan durch den Abbrand des Verzögerungssatzes beeinflußbar ist.
  • Bei einer bevorzugten Ausführung besteht das Sicherungsorgan aus einem einen hohlen Bolzen tragenden und in dessen Verlängerung eine Bohrung aufweisenden Sicherungsstöpsel, der mit einem gegenüber dem Sicherungsstöpsel verdrehbaren Träger einer Hilfszündpille verbunden ist, wobei durch dessen Verdrehung die flfszündpille entweder in der Verlängerung der im Sicherungsstöpsel angeordneten Bohrung oder von dieser abgetrennt zu liegen kommt. Der erfindungsgemäße Handgranatenzünder und dessen Wirkungsweise ist in der Zeichnung an einer beispielsweisen Ausführung veranschaulicht und erläutert.
  • Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Handgranate, und Fig. 2 stellt im Schaubild eine Einzelheit dar.
  • Die Handgranate ist von einem Kunststoffgehäuse 1 umgeben, in dessen unterem Teil der Sprengstoff 2, eine Hülse 3 mit dem Detonator 4 und die Sprengkapsel 5 mit der Zündpille 6 angeordnet sind. Der Sicherungshebel 7- hält den federgespannten Schläger E und wird durch den aus dem Ring und einem Splint bestehenden Vorstecker 9 gesichert.
  • Der über der Zündpille 6 angeordnete Schlagbolzen 10 reicht bis an das obere Ende der Handgranate und steht durch die Druckfeder 11 unter Spannung. Im Inneren des rohrförmigen Schlagbolzens 10 ist ein Verzögerungsbrennsatz 12 mit beispielsweise vier Sekunden Brennzeit -angeordnet. An- seinen beiden Enden befindet sich einerseits die Initiatorpille 13 und -andererseits die übertragungspille 14. Der Schlagbolzen 10 ist von einem Kunststoffgehäuse 15 umgeben, das ungefähr in zwei Drittel der Höhe eine Ausnehmung 17 aufweist, die mit dem Verzögerungsbrenn.satz 12 in Verbindung steht.
  • Die Aufschlagzündvorrichtung ist mit 16 bezeichnet. Dabei handelt es sich bei diesem Ausführungsbeispiel um spezifisch schwere Kugeln, die zwischen Aufschlagflächen gelagert sind, wobei ein Teil der Flächen starr und der andere Teil mit dem Schlagbolzengehäuse 15 drehbar angeordnet sind. Die Auslösung des entsicherten Schlagbolzens erfolgt durch Drehung derselben. Auf eine eingehende Beschreibung der Aufschlagzündvorrichtung kann verzichtet werden, da jede beliebige Aufschlagzündvorrichtung verwendet werden kann, durch deren Funktion der entsicherte Schlagbolzen 10 beim Aufschlag gegen die Zündpille 6 geschleudert wird.
  • In die Ausnehmung 17 des Schlagbolzengehäuses 15 greift ein hohler Bolzen 18 des Sicherungsorgans ein, das in Fig.;2 schäubiidlich dargestellt ist. Das Sicherungsorgan besteht aus dem Sicherungsstöpsel 19, an dem der hohle Bolzen 18 angeordnet ist und der in dessen Verlängerung eine Bohrung 20 aufweist. Mit dem Sicherungsstöpse119 ist, mittels der Hohlniete 23 der Träger 21 einer in ihm gelagerten Hilfszündpille 22 drehbar verbunden. Auf dem stutzenförmigen Ansatz des Trägers 21 der Hilfszündpille ist eine beispielsweise aus weichem Polyäthylen bestehende Abdichtkappe 24 verbindend aufgeschoben, an der der Betätigungshebel 25 angeordnet ist. Die Abdichtkappe 24 schließt die zur Aufnahme des Sicherungsorgans in der Handgranate vorgesehene Ausnehmung nach außen ab.
  • Die Wirkungsweise der Einzelteile der Handgranate ist folgende: Durch einen Zug am Vorsteckerring 9 wird der Sicherungshebel ? freigegeben, der bis zum Abwurf mit der Hand an die Handgranatenhülle 1 gedrückt wird. Nach dem Abwurf der Handgranate fällt der Sicherungshebel? ab und gibt den Schläger 8 frei, der sich auf dem strichliert gezeichneten Weg gegen die Zündpille 1.3 bewegt und diese ansticht, wodurch der Verzögerungsbrennsatz 12 in Brand gesetzt wird.
  • Je nachdem, ob die Handgranate durch Aufschlag oder nur mittels des Verzögerungsbrennsatzes zur Explosion gebracht werden soll, wird vor dem Abwurf durch den Betätigungshebel 25 der Träger 21 der Hilfszündpille gegen den Sicherungsstöpse119 derart verdreht, daß im ersten Fall die Hilfszündpille 22 in der Verlängerung der Bohrung 20 zu liegen kommt, während im zweiten Fall, also bei der Einstellung nur auf Verzögerung, die Hilfszündpille 22 mit der -Bohrung 20 nicht in Verbindung zu stehen kommt (Fig. 2).
  • Im ersten Fall wird nach dem Abbrennen des Verzögerungssatzes 12 bis zur Ausnehmung 17 (nach beispielsweise 1,5 Sekunden) über die Bohrung 20 die Hilfszündpille 22 zur Reaktion gebracht und damit das gesamte Sicherungsorgan ausgeschleudert. Dadurch wird der Schlagbolzen 10, der bisher sowohl gegen Drehung als auch gegen eine Längsbewegung gesichert war, für die Aufschlagzündvorrichtung entsichert. Sollte es vor dem Abbrennen des Verzögerungsbrennsatzes 12 aus irgendwelchen Gründen nicht zur Explosion kommen, sö wird durch die Übertragungspille 14, über eine Öffnung am Ende des Schlagbolzens 10 hindurch, die Zündpille 6 zur Reaktion gebracht und somit das eventuelle Entstehen eines Blindgängers ausgeschaltet. Im zweiten Falle wird die Hilfszündpille 22 über die Bohrung 20 nicht erreicht, die Sicherung des Schlagbolzens 10 bleibt also während der gesamten Brennzeit des Verzögerungssatzes 12 bestehen, daher kommt die Aufschlagzündvorrichtung 16 überhaupt nicht in Funktion. -Die Handgranate explodiert nach der durch den Verzögerungsbrennsatz 12 bestimmten Zeit.
  • Zur wahlweisen Einstellung ist der Betätigungshebel 25 beispielsweise um 90° zwischen Anschlägen drehbar.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Handgranatenzünder mit Aufschlagzündvorrichtung und einem mit einer gemeinsamen Zündpille zusammenwirkenden Verzögerungsbrennsatz, wobei die Aufschlagzündvorrichtung wahlweise sperrbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß in das Gehäuse (15) des rohrförmigen, mit dem Verzögerungsbrennsatz (12) gefüllten Schlagbolzens (10) ein solches Sicherungsorgan (18-25) eingreift, das wahlweise einstellbar ist auf andauernde Fixierung des Schlagbolzens (10) oder auf dessen Freigabe, wobei im letztgenannten Falle das Sicherungsorgan durch den Abbrand des Verzögerungssatzes beeinflußbar ist.
  2. 2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungsorgan aus einem einen hohlen Bolzen (18) tragenden und in dessen Verlängerung eine Bohrung (20) aufweisenden Sicherungsstöpsel (19) besteht, der mit einem gegenüber dem Sicherungsstöpsel (19) verdrehbaren Träger (21) einer Hilfszündpille (22) verbunden ist, wobei durch dessen Verdrehung-die Hilfszündpille (22) entweder in der Verlängerung der im Sicherungsstöpsel (19) angeordneten Bohrung (20) oder von dieser abgetrennt zu liegen kommt.
  3. 3. Zünder nach Anspruch 2., dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (21) der Hilfszündpille (22) mit einer einen Betätigungshebel (25) tragenden Abdichtkappe (24) verbunden ist, die die zur Aufnahme des Sicherungsorgans dienende Ausnehmung an der Handgranate nach außen abschließt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1057 917; USA.-Patentschriften Nr. 2 714 353, 2 763 212. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1099 910.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2447535A1 (fr) * 1979-01-24 1980-08-22 Ruggieri Ets Dispositif de securite pour fusee de mise a feu de charge militaire
FR2567639A1 (fr) * 1984-07-16 1986-01-17 Luchaire Sa Fusee mecanique a armement par emprunt de gaz et a fonctionnement par inertie d'impact
FR2670281A1 (fr) * 1990-12-06 1992-06-12 Alsetex Bouchon allumeur de grenade a main a fonctions percutante et fusante et a securite de lancement chronometrique.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2714353A (en) * 1950-01-20 1955-08-02 Howard W Greer Time-impact fuse for hand grenades
US2763212A (en) * 1950-01-24 1956-09-18 James F Mccaslin Selective time-impact fuze for hand grenades
DE1057917B (de) 1956-06-26 1959-05-21 Andre Losfeld Allseitsaufschlagzuender fuer Handgranaten
DE1099910B (de) 1958-07-11 1961-02-16 Karl Henrik Sunden Handgranatenzuender

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