DE11263C - Heifsluftmaschine - Google Patents
HeifsluftmaschineInfo
- Publication number
- DE11263C DE11263C DENDAT11263D DE11263DA DE11263C DE 11263 C DE11263 C DE 11263C DE NDAT11263 D DENDAT11263 D DE NDAT11263D DE 11263D A DE11263D A DE 11263DA DE 11263 C DE11263 C DE 11263C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- air
- piston
- valve
- cylinder
- open
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims description 7
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims description 7
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 5
- 230000033228 biological regulation Effects 0.000 description 2
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000001050 lubricating effect Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02G—HOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F02G1/00—Hot gas positive-displacement engine plants
- F02G1/04—Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type
- F02G1/043—Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type the engine being operated by expansion and contraction of a mass of working gas which is heated and cooled in one of a plurality of constantly communicating expansible chambers, e.g. Stirling cycle type engines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
Description
1879.
Klasse 46.
EMIL HERMANN NACKE in DRESDEN. Heifsluftmascliine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. December 1879 ab.
Die Neuerungen beziehen sich auf die Cylinderanordnung der Maschine und auf die Steuerung
der Ventile, insbesondere des Lufteinlafsventils.
Während die bisher angewendeten offenen Heifsluftmaschinen zur Erzielung des besten
Nutzeffects Cylinderräume von verschiedener Gröfse für die Verdichtung der aus der Atmosphäre
angesaugten, zu erhitzenden Luft und für die Arbeitsleistung der vom Erhitzer kommenden
erhitzten Luft haben, also verschieden gröfse Räume für Luftpumpe und Arbeitscylinder
besitzen, werden bei diesen Maschinen Cylinderräume von gleicher Gröfse (abgesehen von dem
Volumen einer dünnen Kolbenstange) für Luftpumpe und Arbeitscylinder angewendet, und zur
Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen den Räumen für die kalte und die heifse Luft
ist dem Saugventil eine besondere Steuerung gegeben. Hierdurch wird erreicht, dafs die
offene Luftmaschine dieselbe einfache Anordnung wie eine Dampfmaschine mit Ventilsteuerung
erhält und zugleich die Kolbenreibung der Maschine auf das kleinste Mafs verringert
wird.
In dem Cylinder A1 Fig. 1, bewegt sich ein
Kolben fi, welcher seine Bewegung mittelst Kolbenstange, Geradführung und Lenkstange
auf die Kurbel der Schwungradwelle überträgt.
Der Kolben geht auf beiden Seiten in den Endstellungen so dicht als möglich an die Cylinderdeckel
heran, damit der schädliche Raum möglichst klein bleibe. Auf der der Stopfbüchse
zugekehrten Kolbenseite findet im Cylinder A abwechselnd Einsaugimg frischer atmosphärischer
Luft und Verdichtung und Fortpressung derselben statt, auf der entgegengesetzten
Kolbenseite findet im Cylinder A abwechselnd Eintritt heifser gespannter Luft, sowie Ausdehnung
derselben und beim Rückgang des Kolbens Ausstofsen der verbrauchten Luft oder der Ofengase
statt.
Das Zulafsventil x, Fig. 4, für frische Luft sitzt auf der Stopfbüchsenseite des Cylinders A.
ν ist das Ventil, durch welches die eingesaugte und dann verdichtete Luft nach dem Erhitzer
oder Ofen abgeführt wird. Das Zulafsventil y, Fig. 3, für die vom Erhitzer kommende heifse
und gespannte Luft nach dem Cylinder A, und das Auslafsventil w für die verbrauchte Luft,
welche im Cylinder A sich ausgedehnt und Arbeit verrichtet'hat, sitzen auf der Deckelseite
des Cylinders.
Das Ventil ν ist zweckmäfsigerweise ein selbsttätiges, dagegen wird das Saugventil χ
mit den beiden andern Ventilen y und w von einer gemeinschaftlichen Steuerwelle s aus bewegt.
Diese Steuerwelle wird von der Schwungradwelle aus vermittelst Kegelräder so angetrieben,
dafs sie gleiche Umdrehungen mit der Schwungradwelle macht.
Auf ί sitzen drei Daumenscheiben fg h, Fig. 2,
3 und 4, welche mittelst Winkelhebel das Oeffnen und Schliefsen der Ventile χ y w bewirken. Zur
Erzielung sicheren Ventilschlusses sind unter die Ventilstangen P'edern i i gelegt, welche die Ventile
gegen die Sitze drücken.
Die Maschine arbeitet in folgender Weise. Beim Hingang des Kolbens in der Pfeilrichtung
steht auf der Deckelseite das Ventil y offen, gespannte . heifse Luft tritt aus dem Erhitzer
hinter den Kolben und treibt denselben arbeitverrichtend vorwärts. Nachdem der Kolben
einen gewissen Weg zurückgelegt hat, wird y geschlossen, und die hinter dem Kolben befindliche
heifse Luft wirkt arbeitend durch Ausdehnung bis zum Ende des Hubes.
Gleichzeitig steht auf der anderen Kolbenseite, wo sich bei Beginn des Hubes kalte Luft
von atmosphärischer Spannung befindet, das Ventil χ anfänglich auch noch offen, so dafs
zuerst ein Wiederausstofsen der eingesaugten Luft stattfindet. Erst wenn der Kolben ein
Stück vorwärts gegangen ist, wird χ geschlossen, und nun beginnt die Verdichtung der im Cylinder
verbliebenen Luft. Ist diese Verdichtung so weit vorgeschritten, dafs die Spannung der
im Erhitzer befindlichen Luft erreicht ist, so hebt sich das Ventil v, und die verdichtete
Luft wird durch dasselbe und durch das Rohr t in den Erhitzer geprefst, um daselbst weiter
erhitzt zu werden. Wenn der Kolben p am Stopfbüchsenende des Cylinders angelangt ist,
somit alle verdichtete Luft nach dem Erhitzer geprefst hat und seinen Rückgang beginnt, werden
die Ventile χ und w gehoben, und der . Kolben saugt auf der kalten Cylinderseite frische
atmosphärische Luft ein und stöfst auf der heifsen Seite die verbrauchten Gase aus, bis
kurz vor Ende des Rücklaufs w wieder geschlossen
wird und die noch in A befindlichen Gase während der letzten Hubstrecke verdichtet
werden, um beim Kolbenwechsel als elastisches Kissen zu dienen. Nachdem der Rückgang beendet
ist, öffnet sich wieder y, es beginnt wieder das Einströmen heifser gespannter Gase
hinter den Kolben und auf der anderen Kolbenseite das Ausstofsen von eingesaugter Luft durch
das offen stehende Ventil χ und damit von neuem der oben beschriebene Kreislauf.
Würde man das Ventil χ wie bei einer gewöhnlichen Luftpumpe am Ende der Saugperiode
sofort schliefsen lassen, so würde die gesammte, dem Kolbenhub entsprechende eingesaugte
Luftmenge beim Vorschub des Kolbens verdichtet und in den Erhitzer geprefst werden.
Dadurch würde aber bei dieser ([zylinderanordnung dem Erhitzer so viel Luft zugeführt, dafs
man die von demselben kommenden heifsen Gase während der Arbeitsperiode im Cylinder A
nur mit wenig Oder gar keiner Ausdehnung arbeiten lassen könnte, keinesfalls könnte man
dann die Triebkraft der heifsen Gase vollständig ausnutzen, sondern müfste sie noch mit beträchtlicher
Spannung durch das Ventil w entweichen lassen.
Um dies zu vermeiden und ohne schädlichen. Kraftaufwand dasjenige Verhältnifs zwischen Verdichtung
der eingesaugten Luft und Ausdehnung der arbeitenden Luft herzustellen, welches den
besten Wirkungsgrad ergiebt, ist es nothwendig, durch das Ventil χ wieder einen Theil der eingesaugten
Luft vor Beginn der Verdichtung auszustofsen. Dasselbe Resultat könnte auch dadurch
erreicht werden, dafs man für dies Ausstofsen überschüssiger Luft ein besonderes Ausstofsventil
anordnete.
Diese Luftausstofsung vor der Verdichtung ist nicht zu verwechseln mit der bei Luftmaschinen
üblichen bekannten Regulirmethode der Umlaufsgeschwindigkeit, darin bestehend, dafs man
einen Theil der verdichteten Luft durch ein Ventil ausblasen läfst und somit die Spannung
der Luft im Erhitzer vermindert. Die Regulirung der Geschwindigkeit der Maschine bewirkt der
Erfinder entweder dadurch, dafs er einen Regulator auf eine im Äbstofsrohr für verbrauchte
Luft sitzende Drosselklappe o, Fig. 3, oder ein entsprechendes Drosselventil wirken läfst, oder
indem er das Ventil χ mittelst einer Klinkensteuerung hebt und durch Einwirkung des Regulators
dieselbe früher oder später ausklinkt und somit das Ventil früher oder später schliefsen . läfst,
je nachdem die Maschine, gröfsere oder geringere Leistungen entwickeln soll.
E in Fig. 1 und 2 ist eine Cylinderschmiervorrichtung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:In einer offenen Heifsluftmaschine, in welcher ein gemeinschaftlicher Cylinder und Kolben auf der einen Seite als Kraftmaschine und auf der anderen Seite als Luftpumpe wirkt, die Menge der auf der Luftpumpenseite angesaugten Luft dadurch zu reguliren, dafs man einen Theil derselben nach dem Ende der Saugperiode, ohne dieselbe vorher zu verdichten, wieder ausstöfst, entweder durch verlängerte OfFenhaltung des mechanisch bewegten Saugventils, oder durch ein besonderes Ausstofsventil, welches nur während eines Theils des Hubes offen gehalten und dann wie das vorstehend beschriebene Saugventil mechanisch geschlossen wird, worauf die Verdichtung der im Cylinder verbliebenen Luft beginnt, wie in vorliegender Beschreibung und Zeichnung dargestellt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE11263C true DE11263C (de) |
Family
ID=288532
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT11263D Active DE11263C (de) | Heifsluftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE11263C (de) |
-
0
- DE DENDAT11263D patent/DE11263C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE11263C (de) | Heifsluftmaschine | |
| DE546460C (de) | Doppelt wirkende Zweitaktbrennkraftmaschine | |
| DE415819C (de) | Verfahren zum Bremsen von Verbrennungskraftmaschinen | |
| DE136251C (de) | ||
| DE35640C (de) | Differenziai-Gasmaschine | |
| DE476624C (de) | Viertakt-Dieselmaschine mit Leistungserhoehung | |
| DE36224C (de) | Dampf-Heifsluft-Maschine | |
| DE169351C (de) | ||
| DE249565C (de) | ||
| DE808299C (de) | Zweitakt-Dieselmaschine | |
| DE118006C (de) | ||
| AT138545B (de) | Brennkraftmaschine. | |
| DE58964C (de) | Steuergetriebe für Gasmaschinen | |
| DE95502C (de) | ||
| DE106358C (de) | ||
| DE102551C (de) | ||
| DE255364C (de) | ||
| DE95245C (de) | ||
| AT134893B (de) | Kurbelloser Motorkompressor mit zwei gegenläufigen Freiflugkolben. | |
| DE53623C (de) | Gasmaschine mit doppeltem Arbeitshube für eine Cylinderfüllung | |
| DE416169C (de) | Druckgaserzeuger | |
| DE10116C (de) | Neuerungen an Gasmotoren. Gasmotorenfabrik Deutz in Deutz bei Cöln | |
| DE53906C (de) | Vom Druck im Arbeitscylinder beeinflufste Steuerung für den Auspuff von Gasmaschinen | |
| DE102008016556B4 (de) | Vakuummotor | |
| DE320562C (de) | Explosionsfluessigkeitspumpe ohne Schwungrad mit frei schwingendem Kolben |