DE1124000B - Selbsterregte Leuchtflaeche - Google Patents

Selbsterregte Leuchtflaeche

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DE1124000B
DE1124000B DED21581A DED0021581A DE1124000B DE 1124000 B DE1124000 B DE 1124000B DE D21581 A DED21581 A DE D21581A DE D0021581 A DED0021581 A DE D0021581A DE 1124000 B DE1124000 B DE 1124000B
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DE
Germany
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luminescent
luminous surface
substances
radioactive
mixture
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Pending
Application number
DED21581A
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English (en)
Inventor
Dr Georg Kilian
Dipl-Ing Fritz Krueger
Dr Guenter Rodloff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DETAG
Flachglas Wernberg GmbH
Original Assignee
DETAG
Flachglas Wernberg GmbH
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent
    • C09K11/04Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing natural or artificial radioactive elements or unspecified radioactive elements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Illuminated Signs And Luminous Advertising (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Selbsterregte Leuchtfläche Die Erfindung betrifft selbsterregte Leuchtflächen, insbesondere zum Ausleuchten von Räumen oder für Anzeigeschilder, mit einem in eine Scheibe aus lichtdurchlässigem Werkstoff eingebetteten Gemisch aus lumineszierenden Stoffen mit radioaktiven Substanzen.
  • Es ist bereits bekannt, derartige Gemische auf Zifferblättern von Uhren anzuordnen, und zwar gewöhnlich in der Weise, daß an den einzelnen Stundenangaben entsprechende Markierungen vorgesehen sind. Außerdem werden die mit entsprechenden Hohlräumen versehenen Zeiger mit diesem Gemisch ausgestrichen. Die Verwendung dieser in der Regel aus Zinksulfid und Radiumisotopen bestehenden Gemische ist aber bisher auf dieses Anwendungsgebiet beschränkt worden. In derartige Gemische können nur radioaktive Stoffe mit verhältnismäßig schwacher Korpuskularstrahlung und damit beschränkter Leuchtkraft eingebracht werden.
  • Andererseits ist auch schon vorgeschlagen worden, fremderregte, d. h. durch Tageslicht oder UV-Strahlung angeregte lumineszierende Leuchtfarbenschilder zur Erhöhung der Wetterbeständigkeit mit einer Platte aus Glas oder Kunststoff abzudecken. Es ist ferner bekannt, Leuchtfarben, welche nach L e n a r d aus einer lichtempfindlichen Grundsubstanz aus Sulfiden, einem Schmelzmittel und Spuren eines Schwermetalls bestehen und deren Sulfide sich unter dem Einfluß der Luftfeuchtigkeit allmählich zersetzen, zum Schutze mit einer luftabsperrenden durchsichtigen Lackschicht zu überziehen, wie dies bei den im zweiten Weltkrieg verwendeten Leuchtplaketten üblich war.
  • Von der Herstellung und Verwendung größerer selbsterregter flächenhafter Leuchtquellen mußte man bisher absehen, weil man das Problem eines die Leuchtkraft des Leuchtgemisches nicht wesentlich herabsetzenden und wirtschaftlich tragbaren Strahlenschutzes als nicht lösbar ansah. Es wurde nämlich festgestellt, daß als radioaktive Substanzen insbesondere y-Strahler geeignet sind, weil sie infolge ihrer Langlebigkeit eine entsprechend lange Leuchtdauer gewährleisten. Im Gegensatz zur Korpuskalarstrahlung - wie sie von den obengenannten, für Uhren verwendeten Leuchtgemischen ausgesandt werden - ist die y-Strahlung verhältnismäßig durchdringend und erfordert besondere Maßnahmen für den Strahlungsschutz.
  • Erfindungsgemäß wird dieses Problem nur dadurch gelöst, daß die die selbsterregte Leuchtfläche bildende Scheibe aus lichtdurchlässigem Leuchtstoff, in die das Gemisch aus lumineszierenden Stoffen mit radioaktiven Substanzen, insbesondere y-Strahlern, eingebettet ist, zugleich aus einem gegen radioaktive Strahlung schützenden Material besteht. Auf diese Weise erfüllt die erfindungsgemäße Scheibe gleichzeitig zwei verschiedene Aufgaben: Sie dient erstens als Träger der selbsterregten Leuchtsubstanz, legt also die Form der Leuchtquelle und durch die Einbettung des Leuchtgemisches auch in gewissem Umfange die Intensität des ausgesendeten sichtbaren Lichtes fest und bildet gleichzeitig ohne wesentliche Beeinträchtigung der Leuchtkraft des Leuchtgemisches den Strahlenschutz für die radioaktiven Substanzen, was wiederum die Voraussetzung dafür ist, daß überhaupt die in Frage kommenden selbsterregten Leuchtgemische für größere Leuchtquellen verwendet werden können. Dabei ist die Stärke der Scheibe so bemessen, daß keine oberhalb der Toleranzbasis liegenden Strahlungsmengen austreten können.
  • Die radioaktiven Substanzen können sowohl in dem Scheibenwerkstoff selbst als auch in eine Zwischenschicht oder in den lumineszierenden Stoffen eingebettet sein.
  • Die neue Leuchtfläche kann beispielsweise aus einer Scheibe aus organischem Glas bestehen, in der das Gemisch von lumineszierenden und radioaktiven Stoffen gleichmäßig oder ungleichmäßig verteilt ist. Werden radioaktive Stoffe von geringerer Durehdxingungsfähigkeit der Strahlung, also insbesondere a- und ß-Strahler, verwendet, so kann das Gemisch gleichmäßig im organischen Glas verteilt sein. Bei radioaktiven Präparaten mit größerer Durehdringungsfähigkeit empfiehlt es sich, das Gemisch in einer mittleren Schicht der Scheibe anzuordnen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die neuen Leuchtflächen als Verbund-Sicherheitsglasscheiben ausgebildet, wobei das Leuchtgemisch in der Mitte der Scheibe, vorzugsweise in deren Zwischenschicht, eingebettet ist. Die Ausgestaltung kann dabei auch so getroffen sein, daß entweder der lumineszierende oder der radioaktive Stoff in der Zwischenschicht, der zweite Stoff des Gemisches dagegen an der Oberfläche einer oder beider Deckenscheiben öder auf der Oberfläche der Zwischenschicht z. B. durch einen Druckvorgang angeordnet ist. Selbstverständlich kann auch das Gemisch der lumineszierenden und- radioaktiven Stoffe auf der inneren Oberfläche einer oder beider Deckscheiben oder auf der Oberfläche der Zwischenschicht z. B. durch einen Druckvorgang angeordnet sein. Durch die Anordnung der radioaktiven Stoffe in der Mitte einer Mehrschiahtensicherheitsglasscheibe wird ein Austreten der Strahlung aus der Scheibe selbst bei einer Verletzung der Scheibe unter Rißbildung weitgehend vermieden, was insbesondere bei Verwendung von y-Strahlem höherer Durchdringungsfähigkeit wesentlich ist.
  • Eine vereinfachte Ausführungsform der neuen Mehrschichtenglasscheibe besteht aus einer klebfähigen Schicht und lediglich aus. einer beim Gebrauch dem Beschauer zugekehrten Glasscheibe.
  • Zur praktischen Ausführung der Erfindung kann entweder das Glas und/oder das Zwischenschichtmaterial selbst radioaktiv sein. Weiter können die lumineszierenden Stoffe durch Einbau eines oder mehrerer radioaktiver Atomkerne radioaktiv gemacht sein. Schließlich können auch getrennte radioaktive Stoffe in das Glas und/oder das Zwischenschichtmaterial eingebracht sein.
  • Radioaktive Isotope zur Anregung der lumineszierenden Stoffe stehen in großer Anzahl zur Verfügung, so daß es leicht ist, für jeden Verwendungszweck geeignete Isotope zu finden. Es ist lediglich erforderlich, Isotope von einer Durchschlagsleistung zu wählen, die so groß ist, daß sie durch die jeweils verwendete Träger- bzw. Deckschicht nicht ins Freie treten. Bei Verwendung y-Strahlen höherer Durchschlagsleistung aussendender radioaktiver Stoffe empfiehlt es sich, Bleiglas als Deckscheibe zu verwenden, da ein 4 mm starkes Bleiglas dem Durchschlag von y-Strahlen den gleichen Widerstand entgegensetzt wie eine 1_mm starke Bleifolie.
  • Die neuen Leuchttafeln können durchsichtig oder getrübt ausgebildet sein. Ihre Flächenhelligkeit hängt ; einmal von der Energie des Einzelstrahles der radioaktiven Stoffe und ferner von der in der Flächeneinheit je Zeiteinheit zerfallenden Teilchenzahl ab. Hierbei ist die Lebensdauer (Halbwertszeit) der Flächenhelligkeit umgekehrt proportional. Wenn der Sicherheitsglascharakter der Scheibe aufrechterhalten werden soll, findet der Einbau von radioaktiven und lumineszierenden Stoffen in die Zwischenschicht dann seine Grenze, wenn die Zwischenschicht ihre Klebfähigkeit zu verlieren beginnt.
  • Reicht die dann in die Flächeneinheit einer Zwischenschicht eingebrachte Menge der radioaktiven Stoffe noch nicht aus, so muß die Dicke der Zwischenschicht zur Erhöhung der Lichtintensität vergrößert werden.
  • Für Reklame-, Straßen- oder Autobahnschilder ist eine verhältnismäßig niedrige Flächenhelligkeit erforderlich. Sollen jedoch Räume durch die neuen Leuchttafeln, beispielsweise durch Verkleidung der Wände oder Decken; ausgeleuchtet werden, so muß die Flächenhelligkeit entsprechend verstärkt werden.
  • Sollen für Werbezwecke oder als Straßenverkehrsschilder farbige Leuchttafeln hergestellt werden, so empfiehlt es sich, diese mit einem Gemisch von farbig lumineszierenden Leuchtstoffen und nicht lumineszierenden Farbstoffen der gleichen Farbe herzustellen, die beide gleichzeitig von dem menschlichen Auge gesehen werden. Die Reklame- bzw. Verkehrsschilder zeigen dann bei Tag und Nacht die gleiche Farbe.
  • Die Erfindung ermöglicht auch die Herstellung von gemusterten und beschrifteten Leuchttafeln mit verschiedenen Farben. Die Tafeln können dabei auch durch Zuschneiden erfindungsgemäß eingefärbter Scheiben nachträglich zu Musterungen, Schriften u. dgl. zusammengestellt werden.
  • Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die neuen Leuchttafeln keinerlei Verkabelung erfordern, so daß die Betriebs- und Wartungskosten gering sind.
  • Bei Verwendung der angegebenen neuen Leuchttafeln. aus Sicherheitsglas wird überdies ein Strahlungsschutz auch dann gewährleistet, wenn die Deckscheibe gesprungen ist, weil die einzelnen Teile der Glasdeckscheibe durch die klebfähige Zwischenschicht festgehalten werden.
  • 1. Ausführungsbeispiel Zur Herstellung eines der bekannten dreieckigen, rotumrandeten Straßen-Achtungsschilder gemäß der Erfindung wird der rote Rand durch einen himineszierenden Stoff, z. B. Rhodamin, in das Glas eingebracht. Bei einer Mehrschichtglasscheibe kann das Rhodamin z. B. auf die Innenseite der Glasdeckscheibe aufgedruckt werden. Das schwarze Ausrufungszeichen wird mit normaler Druckfarbe ebenfalls auf das Glas aufgedruckt. Die Zwischenschicht enthält ein Gemisch von weißgelb lumineszierenden und radioaktiven Stoffen. Die zum Aufleuchten des Rhodamins erforderlichen radioaktiven Stoffe können selbstverständlich auch zusammen mit dem Rhodamin auf das Glas gedruckt sein.
  • 2. Ausführungsbeispiel Zur Herstellung eines rotblauen Haltschildes bei Stoppstraßen werden beispielsweise der rote Rand und der blaue Grund als Leuchtfarbe, das schwarze Wort »Halt!« mit normaler Farbe auf das Glas gedruckt. Die radioaktiven Stoffe, welche die rote und blaue Leuchtfarbe zum Aufleuchten bringen, werdet< der Zwischenschicht einverleibt.
  • 3. Ausfühningsbeispiel Zur Herstellung eines gelb=schwarzen Straßen-Richtungsschildes werden der Rand und die Ortsbezeichnung in normaler schwarzer Druckfarbe auf das Glas gedruckt. Der gelbe Grund in Phosphoreszenzfarbe bzw. Lumineszenzfarbe wird gegebenenfalls ebenfalls aufgedruckt und in die Zwischenschicht dann lediglich die aktiven Isotope eingebracht, oder die gesamte Zwischenschicht wird mit dem Gemisch von gelber Phosphoreszenzfarbe und aktiven Isotopen versetzt. 4. Ausführungsbeispiel Zur Herstellung einer zur Beleuchtung dienenden Leuchttafel wird in die durchsichtige Zwischenschicht einer Mehrschichtenglasscheibe ein Gemisch von einer weißgelb lumineszierenden Leuchtfarbe und von aktiven Isotopen eingebaut. Die Glasscheibe kann dann als Fenster eingebaut werden und läßt das Tageslicht durch, während sie nachts den Raum beleuchtet.
  • 5. Ausführungsbeispiel Zur farbigen Ausleuchtung intimer Räume, z. B. von Tanzlokalen, werden Leuchttafeln aus organischem Glas verwendet, die gleichmäßig oder schichtweise mit einem Gemisch von z. B. roter Leuchtfarbe und radioaktiven Stoffen versetzt sind.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Selbsterregte Leuchtfläche, insbesondere zum Ausleuchten von Räumen oder für Anzeigeschilder, mit einem in eine Scheibe aus lichtdurchlässigem Werkstoff eingebetteten Gemisch aus lumineszierenden Stoffen mit radioaktiven Substanzen, insbesondere y-Strahlern, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe aus einem zugleich gegen radioaktive Strahlung schützenden Material besteht.
  2. 2. Leuchtfläche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die radioaktiven Substanzen in den Scheibenwerkstoff selbst oder in eine Zwischenschicht oder in die lumineszierenden Stoffe eingebettet sind.
  3. 3. Leuchtfläche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe aus einem Verbund-Sicherheitsglas besteht, in deren Mitte, vorzugsweise in deren Zwischenschicht, das Leuchtgemisch eingebettet ist.
  4. 4. Leuchtfläche nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie bei Verwendung von radioaktiven Stoffen, welche y-Strahlen höherer Durchdringungsfähigkeit aussenden, aus Bleiglas besteht.
  5. 5. Leuchtfläche nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie gleichzeitig sichtbare farbig lumineszierende Leuchtstoffe und nicht lumineszierende Farbstoffe der gleichen Farbe enthält, so daß sie tags und nachts die gleiche Farbe zeigt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 837 499, 892 547; schweizerische Patentschrift Nr. 269 007; französische Patentschrift Nr. 554 288; K. E. Zimen, Angewandte Radioaktivität, Berlin-Göttingen-Heidelberg, 1952, S. 81 ff.; Fette und Seifen, 1951, Heft 12, S. 757 ff.; Lichttechnik, 7. Jahrgang, 1955, Heft 9, S. 349.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR554288A (fr) * 1921-12-03 1923-06-08 Panneau phosphorescent pour publicité lumineuse
CH269007A (de) * 1948-02-12 1950-06-15 Meier Max Leuchtkörper.
DE837499C (de) * 1950-10-08 1952-04-28 Kohlenwertstoff Ag Einrichtung zum Betanken von Strassenfahrzeugen
DE892547C (de) * 1951-12-29 1953-10-08 Max Schmidt Werbeartikel

Patent Citations (4)

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