DE112288C - - Google Patents
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- DE112288C DE112288C DENDAT112288D DE112288DA DE112288C DE 112288 C DE112288 C DE 112288C DE NDAT112288 D DENDAT112288 D DE NDAT112288D DE 112288D A DE112288D A DE 112288DA DE 112288 C DE112288 C DE 112288C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L21/00—Station blocking between signal boxes in one yard
- B61L21/06—Vehicle-on-line indication; Monitoring locking and release of the route
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 2Oi.
zu machen.
Den Gegenstand vorliegenden Patentes bildet eine Anordnung im Eisenbahnsicherungswesen,
welche bestimmt ist, die gebräuchlichen Abhängigkeiten im Stellwerke weiter zu vervollkommnen,
indem nicht nur die Reihenfolge für die Bedienung der verschiedenen zu einer Fahrstrafse gehörigen Hebel vorgeschrieben,
sondern auch die Entriegelung einer Fahrstrafse davon abhängig gemacht wird, ob sie auch wirklich von dem fälligen Zuge durchfahren
wurde. Das wird nach der vorliegenden Erfindung im Wesentlichen dadurch erzielt,
dafs im Stellwerk ein besonderer Sperrschienenhebel vorgesehen ist, welcher nach Festlegung
der eingestellten Weichenstrafse mittelst des Fahrstrafsenhebels zu ziehen ist, um einerseits
den Fahrstrafsenhebel festzulegen und den Signalhebel freizugeben, andererseits einen
Taster, der in Verbindung mit einer Sperrschiene bekannter Anordnung steht, beim Auf-
und Niederbewegen der Sperrschiene in eine das Zurücklegen des Sperrschienenhebels verhindernde
Stellung zu bringen, bis die erste Achse des durchfahrenden Zuges den Taster niedergedrückt hat. Dann aber tritt die Sperrschiene
in Wirksamkeit· und verhindert die Bewegung des Sperrschienenhebels, bis der
ganze Zug die Fahrstrafse verlassen hat.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind beispielsweise zwei Ausführungsformen von Sperrtastern
dargestellt, welche in Verbindung mit Sperrschienen bekannter Art zur Ausführung
des vorliegenden Verfahrens geeignet sind.
Das entsprechend verlängerte Antriebsgestänge α (Fig. ι bis 6) der Sperrschiene
wirkt auf den um Bolzen b an dem festen Lager η schwingenden Taster c mittelst der
drehbar gelagerten Klinke d ein, welche bei einer Bewegung des Gestänges nach links aus
der Ruhelage der Fig. 1 bis 4 den Taster c dadurch anhebt, dafs ihre Zunge unter den
am Taster befestigten Stift e fafst und ihn nach oben drängt. Nach Erreichung der
höchsten Lage (Fig. 5) gleitet der Stift e waagrecht über den Ansatz 0 des am Gestänge
α sitzenden Lagers ρ'hinweg, indem gleichzeitig der in demselben Lager ρ unter
Federwirkung stehende Bolzen q zurückgedrängt wird.
Sobald der Stift e des Tasters c den Ansatz 0 verlassen hat, senkt sich der Taster c,
bis der Stift e zur An- und Auflage an der schrägen Fläche des unter Federdruck stehenden
Gleitstückes f kommt (Fig. 6). In diesem Augenblicke wird der Bolzen q frei und durch
seine Feder nach vorn gedrückt, so dafs jetzt der Stift e zwischen dem Ansatz 0, dem Gleitstück
f und dem Bolzen q festgelegt ist. Der Taster ist nunmehr zum Niederdrücken durch
die_ erste anlangende Achse bereit, während eine Rückbewegung des Gestänges α und damit
ein Zurücklegen des Sperrschienenhebels dadurch ausgeschlossen ist, dafs der Ansatz ο
des im Gestänge α sitzenden Lagers ρ den Stift e des Tasters c sperrt.
Um ein Anheben des Tasters c durch Unbefugte aus der Ruhelage der Fig. 1 zu verhindern,
ist am Gestänge α ein Haken h an-
gebracht, während in angehobener Stellung des Tasters (Fig. 5), und zwar in der Zeit,
wo sich das Gestänge α bewegt, der .Stift i
und in der gesperrten Stellung des Tasters c (s. Fig. 6) der Bolzen q ein weiteres unbefugtes
Anheben des Tasters c unmöglich macht.
Beim Befahren durch die erste Achse des ankommenden Zuges wird der Taster herabgedrückt,
Stift e gleitet unter Zurückdrückung des Gleitstückes f an demselben entlang, bis e
auf der am Gestänge α sitzenden Führung k bezw.- bis Taster c auf dem Widerlager r zur
Auflage kommt.
Das Gestänge α kann nunmehr zurückbewegt und damit der Sperrschienenhebel in
seine Ruhelage umgelegt werden, vorausgesetzt, dafs sich auf der Sperrschiene selbst eine Achse
des Zuges nicht mehr befindet.
Beim Zurückbewegen des Gestänges α geht die gegenseitige Lage (punktirt) der Theile aus
Fig. 6 in Fig. 1 über, wobei der Stift e unter
der Klinke d, welche durch Feder immer gegen die Führung k gedrückt wird, hinwegschlüpft.
Ein Niederdrücken des angehobenen Tasters (Fig. 6) durch Hinauftreten eines Menschen
wird durch Anordnung einer entsprechend starken, auf das Gleitstück f wirkenden Feder
/ unmöglich gemacht. Soll indefs eine etwa schon verriegelte Fahrstrafse wegen Nichteintreffen
des Zuges gelöst und zu diesem Zwecke der Taster aus der gehobenen in seine Ruhelage zurückbewegt werden, so dient hierzu
die in Fig. 6 angedeutete Schrüijselvorrichtung
m, welche zweckmäfsig unter Bleiverschlüfs gehalten wird.
Die Sperrschiene wird hinter der letzten vom Zuge zu durchfahrenden Weiche angebracht
und in ihrer Lage so bemessen, dafs sich selbst bei den gröfsten vorkommenden Achsständen der Fahrzeuge immer eine Achse
des darüber fahrenden Zuges auf der Sperrschiene befindet.
Die Bedienung eines Stellwerkes zur Einstellung einer Fahrstrafse ist nun folgende:
ι. Die Weichenhebel sind für die betreffende Ein-, Aus- oder Durchfahrt des Zuges richtig
zu stellen und durch den Fahrstrafsenhebel in bekannter Weise zu verriegeln.
2. Der Sperrschienenhebel wird gezogen, hierdurch wird:
I. im Stellwerke der Fahrstrafsenhebel selbstthätig festgelegt und der Signalhebel selbstthätig
freigegeben, so dafs nunmehr das Signal für den anfahrenden Zug auf »Fahrt« gestellt
werden kann;
II. die Sperrschiene wird angehoben und wieder gesenkt, wobei der Sperrtaster einerseits
zum Befahren durch den anlangenden Zug bereit gestellt und andererseits die Sperrschiene
selbstthätig so festgelegt wird, dafs der Sperrschienenhebel vorläufig nicht in seine
Ruhelage zurückgebracht ■werden kann, eine Entriegelung der Fahrstrafse also bis auf
Weiteres verhindert ist.
3. Die erste Achse des anlangenden Zuges drückt den Sperrtaster nieder, wobei die Sperrschiene
zwar ausgelöst wird, ihre Bewegung und damit die des Sperrschienenhebels indefs noch so lange verhindert bleibt, als sich eine
Achse des weiterfahrenden Zuges auf der Sperrschiene befindet.
4. Nachdem sich sämmtliche Achsen des Zuges über die Sperrschiene hinweg bewegt
und dementsprechend den Stellwerksbezirk verlassen haben, ist die Sperrschiene zur Bewegung
(Anheben und Senken) durch den Sperrschienenhebel frei geworden, der Sperrschienenhebel
wird zurückgelegt, der Fahrstrafsenhebel wird hierdurch gelöst und die Weichenhebel
lassen sich entriegeln.
Die Ausführungsform der Fig. 7 bis 11 unterscheidet sich von der vorgeführten dadurch,
dafs der Taster nicht um ein festes ' Lager schwingt, sondern an das Ende der Sperrschiene mittelst des Bolzens b angelenkt
ist. ~ Der Arbeitsgang ist ganz ähnlich.
Bei einer Bewegung nach links aus der Ruhelage der Fig. 7 bis 9 hebt das Gestänge
den Taster c mittelst der drehbaren Klinke d dadurch an, dafs ihre Zunge unter den am
Taster befestigten Stift e fafst und ihn nach oben drängt. Nach Erreichen der höchsten
Lage (Fig. 10) gleitet der Stift e waagrecht unter Drehung der Klinke d weiter, bis er bei
Beendigung der Gestängebewegung an der Fläche des an das Gestänge angelenkten, von
der Schraubenfeder Z beeinflufsten Curvenstückes f zur An- und Auflage kommt. In
diesem Augenblicke fällt die frei gewordene Klinke d durch ihr Eigengewicht in ihre Ruhelage
zurück. Der Taster wird durch den zwischen f und der Tasterendfläche g gestützten
Stift e hochgehalten und ist nunmehr zum Niederdrücken durch die erste anlangende
Achse bereit, während eine Rückbewegung des Gestänges α und damit ein Zurücklegen des
Sperrschienenhebels dadurch ausgeschlossen ist, dafs die Klinke d den Stift e sperrt.
Die an der Klinke d angebrachte Nase g dient im Zusammenwirken mit einer Ausklinkung
an dem Curvenstück f dazu, einerseits die richtige Arbeitsweise der Vorrichtung
davon abhängig zu machen, dafs die Feder I das Curvenstück wieder in die Anfangsstellung
zurückgebracht hat, und andererseits ein Mitnehmen der Klinke d durch den Bolzen e infolge
von Reibung zu verhüten.
Um ein Anheben des Tasters durch Unbefugte aus der Ruhelage der Fig. 7 zu verhindern, ist am Gestänge α ein Haken h an-
gebracht. In gehobener Stellung des Tasters wird ein weiteres unbefugtes Anheben durch
den Stift i am Taster unmöglich gemacht.
Beim Befahren durch die erste Achse des ankommenden Zuges wird der Taster unter
Ueberwindung der Feder / herabgedrückt, indem Stift e das Curvenstück f zurückdrängt,
bis er frei auf die am Gestänge α sitzende Führung k herabfallen kann (in Fig. 11 punktirt).
Das Gestänge α kann nunmehr zurückbewegt und damit der Sperrschienenhebel in
seine Ruhelage umgelegt werden, vorausgesetzt, dafs sich auf der Sperrschiene selbst eine Achse
des Zuges nicht mehr befindet.
Beim Zurückbewegen des Gestänges λ geht die gegenseitige Lage der Theile aus Fig. 11
in Fig. 7 über, wobei der Stift e unter der Klinke d hinwegschlüpft.
Ein Niederdrücken des angehobenen Tasters durch Hinauftreten eines Menschen wird durch
Anordnung einer entsprechend starken, auf das Curvenstück f wirkenden Feder / unmöglich
gemacht.
Die Fig. 12 bis 16 veranschaulichen die
Wirkungsweise sowie den Arbeitsgang der Sperrschiene in Vereinigung mit dem Taster
und stellen schematisch den Antrieb vom Stellwerk her beispielsweise dar.
Ein geschlossener Doppeldrahtzug dient dazu, beim Umlegen des Hebels im Stellwerke den
Hebel zu verstellen, welcher das Gestänge a und dadurch sowohl die Sperrschiene als auch
den Taster zu bewegen hat. Die Sperrschiene wird mittelst Curvenschubes bei jedem vollen
Hin- oder Rückgange des Gestänges α gehoben und wieder gesenkt.
In den Fig. 12 und 13 ist die Ruhelage
des Systems dargestellt. Der Sperrschienenhebel im Stellwerke nimmt die Lage I ein, die
Sperrschiene liegt mit ihrer Oberkante unter der Schienenoberkante und der Taster hat die
in Fig. ι und 7 gezeichnete Lage.
Beim Ziehen I, II, III des Sperrschienenhebels wird nun unter Vermittelung des Doppeldrahtzuges
und des Antriebhebels das Gestänge a bewegt, die Sperrschiene zwangläufig gehoben
und gesenkt, sowie der Taster in die Lage der Fig. 6 bezw. 11 gebracht. Hierdurch ist
das Gestänge α festgelegt und damit der Sperrschienenhebel
in Stellung III festgehalten.
Die erste Achse des anlangenden Zuges durchläuft zunächst den Bereich der Sperrschiene
(Fig. 16) und trifft dann den Taster, um ihn herabzudrücken und dadurch die Sperrung
des Gestänges α aufzuheben. Da aber die Länge der Sperrschiene so bemessen ist,
dafs sich stets mindestens eine Achse des weiterfahrenden Zuges auf ihr befindet, so ist
durch die zweite Achse des Zuges vorläufig das Heben der Sperrschiene und damit das
Zurücklegen des Sperrschienenhebels verhindert, und zwar so lange, bis die letzte Achse des
Zuges die Sperrschiene und damit den Stellwerksbezirk verlassen hat.
Claims (3)
1. Verfahren, die Entriegelung einer Fahrstrafse im Stellwerke von der Durchfahrt
des fälligen Zuges abhängig zu machen, dadurch gekennzeichnet, dafs ein Sperrtaster
das Zurücklegen des gezogenen Sperrschienenhebels im Stellwerke so lange verhindert,
bis die erste Achse des Zuges den Taster niedergedrückt hat, worauf die Sperrschiene
selbst wirksam wird, bis der Zug die Fahrstrafse verlassen hat.
2. Eine zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten
Verfahrens geeignete Vorrichtung derart, dafs ein der Sperrschiene vorgelagerter
schwingender Taster, welcher bei der dem Ziehen des Sperrschienenhebels entsprechenden Bewegung des Gestänges
gehoben wird, das Gestänge sperrt, bis er unter Ueberwindung erheblicher Federspannung
herabgedrückt worden ist.
3. Eine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 geeignete Vorrichtung, dadurch
gekennzeichnet, dafs der mit dem Gestänge in Wechselwirkung stehende Taster an das
Ende der Sperrschiene angelenkt ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE112288C true DE112288C (de) |
Family
ID=381956
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT112288D Active DE112288C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE112288C (de) |
-
0
- DE DENDAT112288D patent/DE112288C/de active Active
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