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Wasch- oder Spültischarmatur Zusatz zum Patent 1 101303 Die Erfindung
betrifft eine Wasch- und Spültischarmatur nach Patent 1101303, bestehend
aus einer Mischbatterie mit einem Auslauf zum Becken bzw. zum Spültisch, einem Auslauf
zu einer Schlauchbrause und einer Vorrichtung zum Unterbrechen des Auslaufes zum
Becken, sobald die Schlauchbrause in Benutzung genommen wird. Gemäß dem Hauptpatent
wird aus der Mischkammer der Batterie das Wasser dem einen oder dem andern der beiden
Ausläufe über ein Doppelsitz-Kegelventil zugeführt. Dieses Ventil ist mit einer
Belastungsfeder einerseits und einem Druckstift andererseits in einem Ventilgehäuse
untergebracht, das an einem seiner beiden Enden mit dem Ablauf zum Becken bzw. Spültisch,
am andern Ende mit der Hand- bzw. Schlauchbrause und zwischen seinen beiden Enden
mit der Mischkammer der Batterie verbunden, im übrigen mit einem Brausehalter kombiniert
ist, in den die Brause, solange sie nicht gebraucht wird, mit ihrem Handstück einsteckbar
ist und in den das Doppelsitz-Kegelventil mit seinem Druckstift so hineinragend
ist, daß beim Herausnehmen der Brause aus ihrem Stecksitz das Doppelsitz-Kegelventil
den Wasserfluß zum Becken unterbricht und zur Brause öffnet, ihn beim Wiedereinbringen
der Brause in den Stecksitz jedoch zur Brause unterbricht und zum Becken bzw. Spültisch
öffnet.
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Wie die Erfahrung gelehrt hat, ist es nachteilig, die Dichtungsringe,
die nötig sind, um den Wasserweg von der Mischkammer der Batterie wahlweise entweder
zum Batterieauslauf oder zur Schlauchbrause absperren zu können, unmittelbar auf
dem Doppelsitz-Kegelventil vorzusehen. Es kann bei dieser Anordnung der Dichtungsringe
leicht vorkommen, daß sie die Wasserströmung vom Doppelsitz-Kegelventil herunterspült,
zumal wenn durch das Umsteuern des Wasserflusses, d. h. beim Hin- und Herschieben
des Doppelsitz-Kegelventils die Dichtungsringe aus ihrem Sitz auf dem Doppelsitz-Kegelventilmehroderweniger
herausrollen sollten. Dem zu begegnen, ist Zweck der erfindungsgemäßen weiteren
Ausbildung des Wechselventils.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Wechselventil als ein an
seinen beiden Enden offener Hohlzylinder ausgebildet ist, die von der Mischkammer
der Mischbatterie zum Ventilgehäuse hinführende Leitung koaxial zum Hohlzylinder
in das Ventilgehäuse einmündet und der Abschluß der zum Batterieauslaß und zur Brause
führenden Anschlußstutzen - je nach der Stellung des Wechselventils - dadurch erfolgt,
daß der Hohlzylinder zum einen Mal in einen in der Wandung des Ventilgehäuses gelagerten
Dichtungsring einschiebbar, zum anderen Mal auf einen im Ventilgehäuse gelagerten
Dichtungsring aufschiebbar ist und der aus dem Ventilgehäuse herausstehende Druckstift
in kraftschlüssiger Verbindung mit dem Wechselventil steht.
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Zur näheren Erläuterung der erfindungsgemäßen Weiterverbesserung wird
auf das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel Bezug genommen.
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Das Wechselventil im Ventilgehäuse 8 ist erfindungsgemäß als Hohlzylinder
7 ausgebildet, der - wie aus der Zeichnung deutlich ersichtlich - an seinen beiden
Enden offen ist. Von der Mischkammer 4 der Batterie 1, 2 her ist die über
die Zuleitung 5 erfolgende Wasserzufuhr zum Ventilgehäuse 8 axial und damit
koaxial zumHohlzylinder angeordnet. Wird die Brause 6 aus dem Brausehalter 11 herausgezogen,
so drückt die Feder 9 das Wechselventil in die Stellung zum Absperren des Anschlußstutzens
3" des Wasserwegs 3' zum Batterieauslauf 3. Die Abdichtung erfolgt hierbei dadurch,
daß das Wechselventil ? sich über den im Innern des Ventilgehäuses 8 ortsfest
angeordneten Dichtungsring 7" hinwegschiebt. Wird beim Wiederhineinstecken der Brause
6 in den Brausehalter 11 das Wechselventil durch Vermittlung des Druckstiftes
10 entgegen der Feder 9 wieder in die aus der Zeichnung ersichtliche
Stellung zur Freigabe des Wasserwegs 3' zum Batterieauslauf 3 zurückgeschoben, so
wird das von der Batterie 1, 2 bzw. von deren Mischkammer 4 über die
Zuleitung 5 zum Ventilgehäuse 8
hin und dabei durch den Hohlzylinder
7 hindurchströmende Wasser keinen Beitrag mehr dazu liefern können, den Dichtungsring
7" von seinem erfindungsgemäß im Ventilgehäuse 8 ortsfest vorgesehenen Träger
8' wegzuspülen. Gleiches gilt für den erfindungsgemäß ortsfest im Ventilgehäuse
8 vorgesehenen Dichtungsring
7'. Auch dieser Dichtungsring
kann jetzt aus seinem Sitz nicht mehr herausgeschwemmt werden. Sobald nämlich das
Wechselventil ? beim Herausnehmen der Brause 6 in die Stellung zum Absperren
des Wasserweges zumBatterieauslauf 3 verschoben wird und demzufolge die Dichtwirkung
zwischen 7, 7'
aufhört, bleibt der Dichtungsring 7' von der jetzt zur Brause
6 frei werdenden Wasserströmung praktisch unberührt und somit frei von der
Gefahr, aus der ihm vorgeschriebenen Position herausgespült zu werden.
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Der Träger 8', auf dem der Dichtungsring 7' im Ventilgehäuse
8 ortsfest getragen ist, ist übrigens erfindungsgemäß im Gehäuse um seine
Längsachse A -B
drehbar gelagert, gegen axiale Auswärtsverschiebung bekannterweise
gesichert (z. B. dadurch, daß er, wie bei 8" angedeutet, gegen das Ventilgehäuse
8 geschultert ist) und im übrigen nicht nur als Träger des Dichtungsringes
7", sondern zugleich auch als Träger des Brausehalters 11 nutzbar
gemacht, indem der Brausehalter 11 mit dem Teil 8' z. B. durch eine Mutter 11' verschraubt
ist. Das ist von besonderem Vorteil, weil beim Einbauen des Brausehalters
11 in die Spültischbank Sp das Ventilgehäuse 8 leicht und bequem um
die Längsachse A-B gedreht und die Anschlußstutzen 3", 6" der zur Herstellung der
Wasserwege 3', 5' und 6' erforderlichen Leitungsrohre ausgerichtet werden
können.