DE112031C - - Google Patents

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DE112031C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B25/00Packaging other articles presenting special problems
    • B65B25/14Packaging paper or like sheets, envelopes, or newspapers, in flat, folded, or rolled form
    • B65B25/146Packaging paper or like sheets, envelopes, or newspapers, in flat, folded, or rolled form packaging rolled-up articles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

KAISERLICHES .Jk
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 81 a.
Streifen auf einen Packstreifen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Februar 1899 ab.
Um Blattgold und andere Blattmetalle in die für den Handel bestimmten Packete zu verpacken, war es üblich, die Metallblätter zwischen die Papierblätter eines Buches zu legen, jedoch bedingt der Gebrauch von in Buchform verpacktem Blattmetall bedeutenden Zeitverlust und Vergeudung von Blattmetall beim Auftragen desselben auf die zu vergoldenden Flächen. Daher wurden die für .Ausschmückungszwecke bestimmten Blattmetallstreifen von der für den jeweiligen Fall erforderlichen genauen Breite zusammen mit einem Papierstreifen in Rollenform aufgewickelt, so dafs das Auftragen mit grofser Schnelligkeit unter erheblicher Ersparnifs an Blattmetall bewirkt werden konnte. Durch Erfahrung ergab es sich, dafs der Goldschläger die Metallblätter, statt zwischen die Blätter eines gewöhnlichen Buches, ungefähr zu demselben Preise einander überlappend auf einen langen Papierstreifen legen kann, wobei jedoch der Goldschläger das sofortige Auftragen der Metallblätter auf den Papierstreifen nicht leicht und richtig bewirken kann, wenn die Oberfläche des Papierstreifens bereits mit einem Ueberzuge versehen ist, um das Anhaften des Blattmetalls zu verursachen , wie es erwünscht ist, wenn die Rollen beim Arbeiten im Freien oder in offenen Räumen verwendet werden sollen. Daher mufs zuerst eine Rolle von grofsem Durchmesser vom Goldschläger ungefähr mit derselben Schnelligkeit, mit welcher er Blattmetall in gleicher Menge zwischen die Blätter von Büchern legt, hergestellt werden, indem die Metallblätter einander überlappend auf einen glatten Papierstreifen gelegt werden. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine, auf welcher der vom Goldschläger in dieser Weise aufgewickelte Blattmetallstreifen rasch abgewickelt, vom glatten Papierstreifen getrennt und auf einen mit Wachs überzogenen Papierstreifen übertragen werden kann, um durch Aufwickeln in Rollen verwandelt zu werden, welche zum Auftragen des Blattmetalls auf die zu bearbeitenden Flächen geeignet sind. Die Erfindung besteht in einer Maschine, durch welche der zarte Blattmetallstreifen von dem ersten als Unterlage dienenden Papierstreifen auf einen gewachsten Verpackungspapierstreifen übertragen und mit demselben zu einer Rolle aufgewickelt wird.
Fig. ι beiliegender Zeichnung zeigt die Seiten- ansicht der Maschine,
Fig. 2 die "Vorderansicht derselben, Fig. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 der
Fig· 3, Fig. 4 einen Schnitt nach Linie 4-4 der"
Fig- 3, ' - .
Fig. 5 eine Einzelansicht des nachgiebigen Lagers einer der den Metallstreifen auf den Packstreifen drückenden Walze, und
Fig. 6 eine Einzelansicht der Antriebsvorrichtung für die Wachsrolle, welche den Klebstoff auf den Packstreifen überträgt.
Auf der Zeichnung ist io ein Papierstreifen, welcher in Gemeinschaft mit dem darauf zu übertragenden Blattmetallstreifen in einzelne Packrollen verwandelt werden soll, die so eingerichtet sind, dafs das Blattmetall auf die zu schmückende Fläche von ihnen abgetragen werden kann. Dieser Papierstreifen oder »Packstreifen« befindet sich als Rolle ii auf der drehbar gelagerten Spule 12. Auf die eine Seite 13 des Streifens 10 wird mittelst eines Flanellpolsters 14 Pariser Roth, Englisch Roth oder dergl. aufgebracht, worauf der Streifen um die Rolle 15 herum über das Flanellkissen 16 geführt wird, damit das aufgebrachte Pulver gleichmäfsig vertheilt wird. Von hier aus geht der Streifen ι ο über die Rolle 17 und kommt dann in Berührung mit der Wachsrolle 18, die auf ihrem Umfang mit Nuthen 19 versehen ist, wodurch ringförmige Bunde 20 gebildet werden. Von letzteren werden parallele Längsstreifen von Wachs durch Abreiben auf die Oberfläche 21 des Packstreifens 10 übertragen. Die eine Fläche 13 desselben ist also mit dem pulverförmigen Stoff eingerieben, während auf der anderen Fläche 21 sich die Längsstreifen 9 des Klebstoffes befinden. Sodann geht der Packstreifen über die umlaufende Druckwalze 22 nach der Aufwickelspule 23, welche in dem Raum zwischen der Druckwalze 22 und der Rolle 24 gelagert ist, um von der Druckwalze 22 durch Reibung in Umdrehung versetzt zu werden. Die Lager der Rolle 24 sind fest angeordnet, während diejenigen der durch Gewichte 26 belasteten Walze 25 beweglich sind. Durch diese Einrichtung wird es ermöglicht, beim Heben des Gewichtes 26 mit der Rolle 25 die Aufwickelungsspule 23 leicht zwischen die Rollen 24 und 25 einzulegen oder die voll gewickelte Walze 23 herauszunehmen. Zur Drehung der Druckwalze 22 dient, um den Packstreifen vorwärts zu ziehen, ehe er auf die Aufwickelungswalze 23 gelegt werden kann, eine Handkurbel 28 auf der Welle 29, an deren entgegengesetztem Ende das Zahnrad 30 sitzt, welches in das Zahnrad 31 auf der Welle 32 der Druckwalze22 eingreift. Der Antrieb der Rolle 24 erfolgt von der Druckwalze 22 aus durch Vermittelung des Zwischenrades 33. Die Druckwalze 34 kann auf- und abwärts bewegt werden, wie durch die gestrichelten Linien ange-. deutet ist, welche diese Walze in ihrer untersten Lage darstellen. Die Achse 35 der Druckwalze 34 ist in den Gleitblöcken 36 mit den Lagerbüchsen 37 angeordnet, und ihre Auf- und Abwärtsbewegung geschieht, durch die Excenterwelle 38, welche durch die Schlitzöffnungen 39 in den unteren Ansätzen 40 der Blöcke 36 hindurchgreift. Die Lagerbüchsen 37 für die Achse 35 können in den Gleitblöcken 36 gleiten, und sie werden nach oben durch Federn 41 gedrückt, so dafs die Walze 34: gegen die Walze22 nachgiebig angedrückt wird. Auf dem einen Ende der Excenterwelle 38 ist die Handkurbel 42 befestigt, mittelst welcher die Druckwalze 34 gehoben und gesenkt werden kann.
Die Metallblätter werden zuerst einander überlappend auf einen langen Streifen 43 aus Papier oder anderem Stoff gelegt und mit demselben zu einer Rolle 44 auf die Spule 45 aufgewickelt. In Fig. 3 ist das Blattmetall durch/ die gestrichelte Linie 46 dargestellt. Zweckmäfsig wird der Papierstreifen 43 auf beiden Seiten mit Englisch Roth oder dergl. eingerieben, um ein unerwünschtes Anhaften des Blattmetalls zu vermeiden. Die Scheiben 47 der Spule 45 sind auf den entgegengesetzt ge^ neigten Reibungsplatten 48 gelagert, wodurch die Reibung erzeugt wird, welche erforderlich ist, um Papierstreifen und Blattmetall gleichmäfsig von der Rolle 44 abzuziehen.
Wenn der Uebertragungsstreifen 43 mit dem Blattmetallstreifen 46 durch die Druckwalzen 22 und 34 gezogen wird, wird der Blattmetallstreifen gegen die mit Wachsstreifen versehene Seite 21 des Packstreifens ι ο geprefst. Dadurch bleibt der Blattmetallstreifen an der mit Wachsstreifen versehenen Oberfläche 21 des Streifens ι ο haften, so dafs er sich von dem Uebertragungsstreifen 43 trennt und mit dem Packstreifen 10 zur Packrolle 27 auf der Spule 23 aufwickelt.
Der Uebertragungspapierstreifen 43 geht nach der Trennung vom Blattmetallstreifen über den abnehmbaren Tisch 8 und um die Walze 49 herum zu der Spule 50. Um diese in Drehung zu versetzen, ist sie zwischen den Rollen 49, 51 und 52 gelagert, von denen die beiden ersten von der Rolle 24 angetrieben werden mittelst der Getriebe 53, 54, 55 und des Zwischenrades 56. Durch entsprechende Handhabung der belasteten Walze 52 kann die leere Spule 50 zwischen die Rollen eingelegt Werden und die mit dem Uebertragungsstreifen43 voll gewickelte Rolle 57 abgehoben werden.
Das Getriebe 53 dient zur genauen Einstellung der zur Aufnahme der Streifen 10 und 43 bestimmten Rollen, wobei die Aufwickelung der Streifen unter gegenseitiger Einwirkung geschieht. Das zusammengesetzte. Getriebe 53 läuft lose auf dem Zapfen 58, wie in Fig. 4 gezeigt ist, und umfafst die Zahnräder 59 und 60, welche durch Reibung an einander gehalten werden. Das Zahnrad 59 ist mit einer verlängerten Nabe 61 versehen, auf der das geriffelte Rad 62 angebracht ist, welches gegen die Seite des Zahnrades 60 geschraubt werden kann. Letzteres sitzt also löse auf der Nabe 61 und mufs sich mit dem Zahnrad 59 drehen unter Vermittelung der aus Leder oder einem anderen passenden Stoffe hergestellten
Reibungsscheibe 63. Das Zahnrad 59 greift in das Zahnrad 64 der Antriebsrolle 24 ein, während das Zahnrad 60 im Eingriff mit dem Zahnrad 54 steht, so dafs die Drehbewegung auf die Rollen 49 und 5 1 übertragen wird.
Damit das Wachs von der Wachswalze 18 gleichmäfsig abgetragen wird, wird letztere in langsame Drehung versetzt auf folgende Weise (Fig. 6): Der Hebel 65 sitzt drehbar auf der Welle 66 der Walze 18 und wird durch das Excenter 67 auf der Welle 32 der Druckwalze 22 und durch die einstellbare Verbindungsstange 68 auf- und niederbewegt. Am freien Ende des Hebels 65 ist die Sperrklinke 69 drehbar gelagert, welche in das Sperrrad 70 auf der Achse 66 der Walze 18 eingreift. Die Rückwärtsdrehung des Sperrrades 70 wird durch die Sperrklinke 71 verhindert. Die Wachswalze 18 ist in einem Rahmen 72 gelagert, der sich um die Zapfen der Rolle 17 dreht und in seiner Stellung zum Packstreifen 10 so eingestellt werden kann, dafs die Wachswalze einen gröfseren oder geringeren Druck auf den Packstreifen ausübt. Dies wird durch die Flügelschraube 73 und den Schlitz 74 in der Seite des Rahmens ermöglicht.
Wird die Druckwalze 34 von der Walze 22 entfernt, so kann das Durchziehen des Endes des Streifens 43 beginnen und die Maschine in Gang gesetzt werden.
Bei der Anwendung einer Wachswalze mit gleichmäfsiger cylindrischer Oberfläche kam es oft 'vor, . dafs einige der Packstreifen auf der Oberfläche ungleichmäfsig mit Wachs überzogen wurden, so dafs auf der einen Seite der mittleren Längsachse des Streifens das Wachs vollständig, auf der anderen Seite, dagegen theilweise oder gar nicht aufgetragen war; ist aber die Walze, wie hier, mit Nuthen versehen , so hat der Packstreifen das Bestreben, sich an die überragenden Bunde der Wachswalze dicht anzuschmiegen, wodurch das Wachs vollständig gleichmäfsig abgetragen wird.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Maschine zum Uebertragen von Metallblättern in Bandform von einem lose damit belegten Streifen auf einen Packstreifen, dadurch gekennzeichnet, dafs der Packstreifen (10, 13) durch eine mit einer Anzahl paralleler Nuthen (19) versehene Walze aus Wachs oder anderem Klebstoff mit parallelen Längsstreifen von Klebstoff versehen wird, worauf die einander an den Rändern überlappenden, auf dem Streifen liegenden Metallblätter (46) mit dem Packstreifen zwischen Druckwalzen (22, 34) vereinigt und dann zu einer Rolle aufgewickelt werden, während der erste Streifen zu erneutem Gebrauche frei wird.
  2. 2. Eine Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die mit Nuthen (19) versehene Wachswalze (18) durch ein Sperrklinkenwerk (69, 70, 71) oder dergl. schrittweise gedreht wird, damit eine gleichmä'fsige Abnutzung eintritt und die Walze (18) rund bleibt.
  3. 3. Eine Maschine nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Excenterwelle (38) oder dergl. in einer solchen Anordnung, dafs der Druck der Walzen (22, 34) auf
    ■ einander unter Vermittelung einer Feder (41) geregelt und die Walzen beim Einführen der Streifen von einander entfernt werden können.
  4. 4. Eine Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 3 mit Zahnrädern zur gleichzeitigen Drehung der aufzuwickelnden Spulen (23, 50), dadurch gekennzeichnet, dafs zur Erzielung einer gleichmäfsigen Spannung der Streifen zwischen jene Triebräder eine Reibungskuppelung (63) eingeschaltet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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