DE1119C - Schlagrad zum pulverisiren und mischen feuchter oder nicht sehr harter Materialien - Google Patents

Schlagrad zum pulverisiren und mischen feuchter oder nicht sehr harter Materialien

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DE1119C
DE1119C DE000000001119DA DE1119DA DE1119C DE 1119 C DE1119 C DE 1119C DE 000000001119D A DE000000001119D A DE 000000001119DA DE 1119D A DE1119D A DE 1119DA DE 1119 C DE1119 C DE 1119C
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H und E Albert
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  • Crushing And Pulverization Processes (AREA)
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Description

1877.
cn
H. & E. ALBERT in BIEBRICH a. Rh. Schlagrad zum Pulverisiren und Mischen feuchter oder nicht sehr harter Materialien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. October 1877 ab.
Diese Erfindung, ein eisernes Schlagrad, dient sehr zweckentsprechend zur Pulverisirung und Mischung nicht sehr harter oder feuchter Rohstoffe und Fabrikate, welche, wie Superphosphate, viele Salze chemischer Production, Kohlen, Erden, Mineralien, durch starke Schläge genügend zerkleinert werden. Sie basirt darauf, dafs ein Rad, mit eisernen Stäben an der Peripherie durchsetzt, in schneller Umdrehung die auf der aufwärts treibenden Seite eingeworfenen Körper aufwärts centrifugal fortschlägt, gegen einen übergelegten Halbdeckel schleudert, sie neuerdings wiederholt mehrfach trifft und endlich pulverisirt am Ende des Dfeckels zu Boden fallen läfst. Die Einfallstelle des Materials mufs sich auf derjenigen Seite neben der Axe des einseitig getragenen Rades befinden, an welcher die Stäbe aufwärts kreisen.
Die Maschine ersetzt in einfachster Weise, auf einer leichten Axe ruhend, den Desintegrator von Carr, welcher vier Schläge in entgegengesetzter Richtung ertheilt, zwei ineinander laufende, sich in entgegengesetzter Richtung bewegende Axen und Scheiben, letztere ebenfalls mit Schlagstäben durchsetzt, zu bewegen hat, dabei viel gröfseren Kraftaufwand, kostspielige Fundamentirung erfordert, nur fast trockene Körper verarbeitet und ohne Auseinanderlegung kaum gründlich zu reinigen ist.
Das Diagramm von Carr's Desintegrator von 1,20 m ist in Fig. 5 dargestellt.
Die. Schläge erfolgen in den von den Pfeilen angegebenen Richtungen bei 400 Drehungen mit eingezeichneter Geschwindigkeit pro Secunde in Metern für jede Stabreihe. Das Diagramm des Schlagrades ist in Fig. 6 dargestellt.
Innerhalb des Deckels H wird das durch die Oeffnung A einfallende Material getroffen, gegen den Deckel geschleudert und kommt zurückfallend noch viermal zum Abprall und Schlag.
Bei 450 Drehungen eines Rades von 1,50 m Durchmesser ist die Geschwindigkeit der Schläge aufsen 34 m pro Secunde. Man ersieht hieraus die ebenso grofse Wirkung der Schläge unserer Maschine, welche je nach der Gröfse des Rades, der angewendeten Geschwindigkeit und der Härte der Körper vermehrt und vermindert werden kann. Das gut ausgeglichene Schlagrad bedarf nur einer sehr geringen Fundamentirung und kann leicht auf jedes Balkenwerk der oberen Fabrikstockwerke gesetzt werden, was bei Carr's Desintegrator nicht angeht.
Zur Zerkleinerung härterer Körper dient das nach dem Diagramm (Fig. 7) construirte Doppelrad. Die vom ersten Rade mit dessen Geschwindigkeit vorwärts geschleuderten Körper erhalten bei A' heftige Schläge in entgegengesetzter Richtung, bis sie bei B zu Boden fallen. Auch hier ist die Wirkung kräftiger und weniger Kraft erfordernd, als bei Carr's Desintegrator.
Die beiliegende Zeichnung stellt in Fig. 2, 3 und 4 ein Schlagrad von 1,50 m Durchmesser dar. Auf eine horizontal gelegte, in zwei Lagern laufende Axe. C ist eine Gufsscheibe F aufgekeilt, welcher über der Peripherie ein schmiedeiserner Ring heifs aufgelegt ist. Unterhalb dieses Ringes sind im Kreise vertheilt zwölf an dem Ende verjüngte eiserne Querstäbe von 3 cm Dicke angeschraubt, welche .gegenüber stabil mit einem eisernen Blechring verschraubt sind und diesen tragen; ferner sind noch in zwei Entfernungen von 12 cm nach der Mitte zu je vier Schlagstäbe vertheilt und verschraubt. Auf diese Weise wird von der Tragscheibe F aus ein 30 cm hohl getragener Radkranz angeschraubt, welchen zwanzig Schlagstäbe durchsetzen.
Die Radaxe ruht in einem vierseitigen Gufsrahmen mit seitwärts ca. 3 cm, vorn und hinten 10 bis 12 cm Abstand; auf diesen legt sich ein Eisenblechdeckel H mit 10 bis 12 cm Abstand von der Peripherie des Radkreises auf und deckt etwas über die obere Hälfte des Rades. Bei L erhält der Deckel einen Ausschnitt von 25 bis 30 cm Weite für einen Trichter zum Einleiten der zu zerkleinernden Brocken in das Innere des Radkranzes. Dieser Trichter befindet sich an der Seite, auf welcher die Drehung nach aufwärts gerichtet ist. Gegenüber an der Axe befindet sich die Triebscheibe.
Das Rad kann statt in der Gufsscheibe F auch auf 12 mm dicke Blechscheiben, welche auf einer kleineren Gufsscheibe an der Axe befestigt sind, construirt werden und geben wir diesen den Vorzug bei kleinerem Durchmesser als 1,50 und bei schnelleren Drehungen.
Die Geschwindigkeit, welche dem Schlagrad ertheilt werden mufs, richtet sich nach der Härte der Körper und dem Durchmesser des Rades;

Claims (1)

  1. bei wenig, rjaiie^^Salz, Superphosphat u. s. w. nehmen wir" 45 ο Drehungen bei 1,50 m Durchmesser, bei Chamottsteinen 1000 Drehungen bei ΐ,ΐο Durchmesser. ;
    Die Wirkung ist aus den gezeichneten Diagrammen leicht sichtbar. Bei 450 Drehungen passiren 150 Schlagstäbe pro Secunde die Einwurfstelle in verschiedener Höhe, treffen das Material und schlagen es aufwärts über der Axenhöhe centrifugal an den Deckel; hier abgewiesen und zurückfallend in die äufseren Stäbe, erhält es noch viermal in gleicher Weise Schläge nach vorwärts, bis es am Ende des Deckels zu Boden geschleudert wird. An der Einwurfstelle kann nichts zu Boden fallen, alles wird getroffen und dem Deckel entlang gestofsen; der durch den schnellen Gang erzeugte Wind trägt das feinere Pulver dem Deckel entlang, ohne es zurückfallen zu lassen, während die gröberen Theile abprallend neue, zertrümmernde Schläge empfangen.
    Bei sehr hartem Material können im Innern des Deckels noch etwa 4 cm vorstehende Eisenrippen angenietet werden, von welchen das Material abprallt, um mit. stärkerem Stofse neu fortgeschlagen zu werden.
    Mit geringer Reibung in kleinen Lagern ist die Leistungsfähigkeit des Schlagrades sehr bedeutend und können in 10 Stunden leicht 50000 kg durch dasselbe^ passiren. Der gleichmäfsige Schwung einer gut ausgeglichenen Maschine ermöglicht ihre Aufstellung auf den oberen Balkenböden, wodurch häufig der doppelte Transport aufgespeicherter Massen erspart wird. Der Preis der einfachen Maschine ist ein niedriger, die Verwendung kopfgrofser Körper zum Einwerfen, die Pulverisirung noch feuchter, schmieriger und faseriger Körper, welche in jeder anderen Maschine Stockung erzeugt, geht indieser gut vor sich, welche in einer Richtung schlägt und gut ventilirt ist. Der weite Deckel verstopft sich nicht leicht, und wenn, kann er leicht abgehoben und ebenso, wie die ganze Maschine schnell gereinigt werden.
    Durch Ersparung der Trocknung der Superphosphate haben die Erfinder mit Hülfe von . sechs solcher Maschinen ihre Production verdoppeln können ohne Vermehrung der Arbeiterzahl; die Mischung der verschiedenen Düngesalze geschieht dabei gleichzeitig in vollkommenster Weise und wird das Schlagrad jedenfalls noch vielfach Verwendung in der Praxis finden.
    Patent-Anspruch: Ein Schlagrad zum Pulverisiren und Mischen feuchter und nicht sehr harter Körper, wobei Schlagstäbe im Kreise aufwärts bewegt, bei genügender Geschwindigkeit das eingeworfene Material nach oben centrifugal an den Deckel werfen, von welchem abfallend dasselbe wiederholt mehrfach getroffen, angeschleudert, im Kreise vorwärts bewegt und am Ende des Deckels als Pulver herausgeschleudert wird.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE000000001119DA 1877-10-16 1877-10-16 Schlagrad zum pulverisiren und mischen feuchter oder nicht sehr harter Materialien Expired - Lifetime DE1119C (de)

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DE000000001119DA Expired - Lifetime DE1119C (de) 1877-10-16 1877-10-16 Schlagrad zum pulverisiren und mischen feuchter oder nicht sehr harter Materialien

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DE (1) DE1119C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2644644A (en) * 1951-06-08 1953-07-07 Pennsylvania Crusher Co Two stage hammer mill
DE1062528B (de) * 1954-08-10 1959-07-30 Sigismond Wilman Maschine zum Kaltbiegen von Rohren
  • 1877

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2644644A (en) * 1951-06-08 1953-07-07 Pennsylvania Crusher Co Two stage hammer mill
DE1062528B (de) * 1954-08-10 1959-07-30 Sigismond Wilman Maschine zum Kaltbiegen von Rohren

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