DE1108640B - Aus mehreren Sektionen zusammengesetzter Bohrmotor fuer Erdtiefbohrungen - Google Patents

Aus mehreren Sektionen zusammengesetzter Bohrmotor fuer Erdtiefbohrungen

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DE1108640B
DE1108640B DEV17582A DEV0017582A DE1108640B DE 1108640 B DE1108640 B DE 1108640B DE V17582 A DEV17582 A DE V17582A DE V0017582 A DEV0017582 A DE V0017582A DE 1108640 B DE1108640 B DE 1108640B
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Description

  • Aus mehreren Sektionen zusammengesetzter Bohrmotor für Erdtiefbohrungen Die Erfindung bezieht sich auf einen im Bohrloch unmittelbar über dem Bohrwerkzeug angeordneten, aus mehreren Sektionen zusammengesetzten Drehbohrmotor für Erdtiefbohrungen, mit in einem rohrförmigen Gehäuse drehbar gelagerter Antriebswelle für das Bohrwerkzeug.
  • Bekanntlich haftet dem Rotary-Bohren der grundsätzliche Nachteil an, daß die Antriebsleistung mit einem geringen Wirkungsgrad von übertägigen# Motoren über ein langes, als Welle dienendes Bohrgestänge dem Bohrwerkzeug auf der Sohle zugeführt wird. Um diese verfahrensbedingte Unzulänglichkeit in der Übertragung der Antriebsleistung auszuschalten, ist während der letzten dreißig Jahre ein Bohrverfahren entwickelt worden, bei dem der Antrieb von einem elektrisch oder hydraulisch angetriebenen Drehbohrmotor (Turbine) aus erfolgt, der im Bohrloch selbst unmittelbar über dem Meißel am Gestänge angebracht wird. Bei de-i- hydraulischen Turbine durchfließt der Spülungsstrom die Laufkanäle der Turbine und versetzt ihren Rotorteil und damit das Bohrwerkzeug in Umdrehung. Um ein für bestimmte Anforderungen optimales Verhältnis zwischen Drehmoment und Drehzahl zu erreichen, werden in jüngster Zeit diese #;ogenannten Bohrturbinen aus mehreren Sektionen zusammengesetzt, wodurch eine erhebliche Steigerung der Bohrleistung erzielt wird.
  • Hierzu wurde auch schon vorgeschlagen, für das ce (Y zielte oder gerichtete Bohren, das insbesondere in den Fällen angewandt wird, bei denen es nicht möglich ist, die zu erbohrende Stelle unter Tage mittels einer einfachen vertikalen Bohruno, zu erreichen, beispielsweise, wenn diese Stelle sich up.' er einem See, unte- Wohnsiedluncren, unter Industrieanlagen od. dgl. befindet, über der Turbine am unteren Ende des Gegänges ein gekrümmtes Gestängerohr oder übergangsstück anzuordnen, das an der Abweichunosstelle von der Vertikalen gegen die Bohrlochwandunor anliegt, wodurch das Bohrwerkzeuo, gegen die gegenüberliegende Wand geführt wird, so daß der Meißel allmählich in der gewünschten, von der Vertikalen abweichenden Richtung ins Gebirge eindringt. Bei dieser Einrichtung ist aber infolge der relativ großen Länge g der Bohrturbine der Abstand zwischen dem Meißel und der Stelle, an der das gekrümmte Geuängerohr oder übergangsstück an der Bohrlochwand anliegt, verhältnismäßig groß und daher die Führung des Bohrwerkzeuges ungenügend, so daß insbesondere bei ungleichmäßiger Härte des Gebirges die Ablenkung des Meißels in die gewünschte Richtung nicht im gewünschten Ausmaß g gegeben ist.
  • Gemäß einem anderen bekannten Vorschlag ist am unteren Teil der Turbine über dem Meißel ein Gleitschuh angeordnet, der sich geg.,en die Bohrlochwand abstützt und dadurch eine konstante, zur Bohrlochachse senkrecht stehende Kraft auf den Meißel ausübt, die den Meißel in der gewünschten Richtung von der Vertikalen ablenken soll. Infolge der mit gerader Achse ausgebildeten verhältnismäßig langen Bohrturbine muß der Ablenkwinkel aus derVertikalen verhältnismäßig klein gehalten werden bzw. muß, um ein eventuell die Wirkung, der Turbine beeinträchti-"endes, Cr zu starkes Durchbiegen derselben zu vermei den, das Bohrloch mit wesentlich größerem Duzchmesser als der Durchmesser der Turbine ausgebildet werden.
  • Die Erfindung, gibt nun für einen zwischen Gestänge und Bohrwerkzeug angeordneten, aus mehreren Sektionen zusammengesetzten Bohrmotor, mit in einem rohrförmigen Gehäuse drehbar gelagerter Welle eine neue Lösung an, die eine sichere Führung des Bohrwerkzeuges gewährleistet und bei verhältnismäßig nur wenig größerem Durchmesser des Bohrloches gegenüber dem Durchmesser des Bohn-notors einen verhältnismäßig großen Ablenkwinkel zuläßt, und besteht in dem Vorschlag, das Gehäuse und/oder die Welle im Bereich des Antriebsaggregates wenigstens einfach abzuwinkeln. Dabei kann der Bohrmotor eine vielstufige hydraulische Bohrturbine oder auch ein elektrischer Motor sein. Für einen beispielsweise als hydraulische Bohrturbine ausgebildeten Bohrmotor mit abgewinkeltem Gehäuse und abgewinkelter Welle wird in zweckmäßiger Ausbildung der Erfindung vorgeschlagen, die Abwinkelung an der Verbindungsstelle oder im Bereich der Verbindungsstelle zweier mit Lauf- und Leitradbeschaufelung versehener sogenannter Motorsektionen vorzunehmen. Ebenso-ut kann die Abwinkelung aber auch an der Verbindungsstelle oder im Bereich der Verbindungsstelle der beiden untersten Sektionen erfolgen. Dabei kann die unterste Sektion mit der gesamten Spurlagerung als sogenannte Lagersektion ausgebildet sein. Es ist aber auch denkbar, daß die Abwinkelung etwa in der Mitte der Motor-oder Lagersektion vorgenommen wird.
  • Eine zweckmäßi-e und einfache Ausbildun- der erfindungsgemäßen Einrichtung läßt sich dadurch erreichen, daß wenigstens zwei aufeinanderfolgende Sektionen des Bohrmotors mittels eines besonderen Zwischenstücks miteinander verbunden werden und daß das Gehäuse und die Welle an wenigstens einer der beiden Verbindungsstellen mit den anschließenden Sektionen im Bereich dieses Zwischenstücks selbst abeewinkelt wird. Eine besonders einfache Ausbildung ergibt sich beispielsweise dann, wenn das Zwischenstück etwa als kurzes gerades Rohrstück ausgebildet wird, das an wenigstens einer Stimfläche schräg abgeschnitten ist. Dabei brauchen dann die einzelnen Wellenstücke nur etwa mittels einer einfachen winkelbeweglichen Steck- oder Zahnkupplung miteinander verbunden werden, um auch die gewünschte Abwinkelung der Welle zu erreichen.
  • Bei starker Knick-ung der Welle ist es vorteilhaft, oberhalb der Knick-stelle der Welle zur Aufnahme des Achsschubes und unterhalb zur Aufnahme des axialen Bohrdruckes Axiallager anzuordnen, so daß die Sektionen von Biegeschwingungen entlastet werden.
  • Eine Möglichkeit, die gewünschte Ablenkung des Bohrwerkzeuges zu erreichen, ergibt sich auch für einen Bohrmotor mit nur abaewinkelter Welle. Hierzu wird vorgeschlagen, die Welle an der Verbindungsstelle oder im vorzugsweise unmittelbaren Bereich der Verbindungsstelle der untersten Sektion, die etwa als Lagersektion ausgebildet sein kann, mit der zweituntersten, etwa als Turbinensektion ausgebildeten Sektion oder aber im Bereich der Verbindungsstelle der untersten Sektion mit dem Bohrwerkzeug einfach abzuwinkeln. Hierzu ist im Gehäuse der Sektion eine besondere schrägeingesetzte Führung bzw. Lagerung erforderlich, so daß die Gehäuse- und die Wellenachse dieser Sektion einen Winkel von wenigen Grad miteinander einschließen. Als zweckmäßig kann es sich erweisen, an der untersten Sektion auf der der Ablenkrichtung entgegengesetzten Seite noch eine Führungsleiste od. dgl. vorzusehen, wodurch sich eine noch bessere Führung des Bohrwerkzeuges in der ge-C wünschten Ablenkrichtun erzielen läßt.
  • Die einzelnen Sektionen des Bohrinotors sind, wie bekannt, als voneinander trennbare und einzeln ein-und ausbaubare Sektionen ausgebildet, so daß sie, leicht auswechselbar sind und dadurch die Möglichkeit gegeben ist, den Bohrmotor immer leicht an die gegebenen Verhältnisse anzupassen, insbesondere dann, wenn sie auch noch als selbständig einsatzfähige und unter sich austauschbare Sektionen ausgebildet sind. Die sichere Verbindung zwischen dei einzelnen Sektionen erfolgt dabei zweckmäßig mittels einfacher bekannter Verriegelung. Die Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt. Es zeigt Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines aus vier S2ktionen zusammengesetzten, im Bereich der Verbindungsstelle zwischen zwei Sektionen abgewinkeiten Drehbohrmotors, Fig. 2 in einem Ausschnitt aus Fig. 1 den Bereich der Abwinkelung in einem Ausführungsbeispiel in vergrößertem Maßstab im Schnitt, Fig. 3 in einem Ausschnitt aus Fig. 1 den Bereich der Abwinkelung in einem weiteren Ausführungsbelspiel in vergrößertem Maßstab im Schnitt, Fio,. 4 schematisch ein Ausführungsbeispiel eines aus vier Sektionen zusammengesetzten, mittels eines zwischen zwei Sektionen angeordneten Zwischenstückes abgewinkelten Drehbohrmotors, Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel des Zwischenstückes gemäß Fig. 4 in vergrößertem Maßstab im Schnitt, Fig. 6 die schematische Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels des Zwischenstückes gemäß Fig. 4, Fig. 7 die schematische Darstellung eines weitere.-1 Ausführungsbeispiels des Zwischenstückes gemäß Fig. 4, Fig. 8 schematisch ein Ausführungsbeispiel eines aus vier Sektionen zusammengesetzten, mittels eines zwischen zwei Sektionen angeordneten, als kurzes gerades Rohrstück ausgebildeten Zwischenstückes einfach abgewinkelten Drehbohrmotors, Fig. 9 in einem weiteren Ausführungsbeispiel einen Drehbohnnotor mit nur abgewinkelter Welle und einer Führunggsleiste an der untersten Sektion des geraden Gehäuses.
  • Nach Fig. 1 schließt der aus den vier Sektionen 2 bis 5 zusammengesetzte Bohrmotor an das Bohr-P Cr stänge 1 an und weist an seinem unteren Ende das Bohrwerkzeug 6 auf. Das Bohrmotorgehäuse ist im Bereich der Verbindung zwischen den Sektionen 2 und 3 einfach abgewinkelt. Es könnte aber auch im Bereich der Verbindung zwischen zwei beliebigen anderen Sektionen einfach oder im Bereich mehrerer Verbindungen zwischen je zwei Sektionen, also mehrfach abgewinkelt werden.
  • Nach Fig. 2 sind das Gehäuse 7 der Sektion 2 und das Gehäuse 8 der Sektion 3 an ihren Enden, dem Zapfen 9 bzw. der Muffe 10, mit leicht konischen Gewinden versehen und mittels dieser ineinander-eschraubt. Während beim Gehäuse 7 die Gewinde achse und die Gehäuseachse miteinander genau übereinstimmen, sind beim Gehäuse 8 die Gewindeachse und die Gehäuseachse um einen der gewünschten Abwinkelung des Bohnnotorgehäuses entsprechenden kleinen Winkel gegeneinander geneigt und ist die Stirnfläche des Gehäuses 8 in einer zur Gewindeachse senkrechten Ebene ausgebildet, wodurch nach dem Zusammenschrauben der Gehäuse 7 und 8 diese leicht gegeneinander geneigt sind, d. h., das Bohrmotorgehäuse in der Berührungsebene 11 in dem gewünschten Maße abgewinkelt ist. Die Abwinkelung der Bohrmotorwelle ist durch die Verbindung der in den Gehäusen 7 und 8 koaxial zu diesen gelagerten Wellenstücke 12 und 13 mittels der auf ihnen be- festigten Kupplungsstücke 14 und 15 bewirkt, welche auch die infolge Umlaufens der Bohrmotorwelle erforderliche Winkelbeweglichkeit der Wellenstücke 12 und 13 gegeneinander zulassen. Durch entsprechcndes Bemessen der Länge der Kupplungsstücke 14 und 15, die hier als einfache Zahnkupplungshälften ausgebildet 0, sind, kann die Knickstelle der Bohrmotor welle an beliebiger Stelle innerhalb der axialen Erstreckung der konischen Gewinde oder auch außerhalb derselben angeordnet werden. Beispielsweise kann dadurch die Knickstelle der Bohrmotorwelle in die Ebene der Knickstelle des Bohrmotorgehäuses, hier also in die Berührungsebene 11, gelegt werden.
  • Nach Fio,. i, die eine weitere Ausführungsmöglichkeit für die Abwinkelung des Bohrmotors gemäß Fig. 1 zeigt, ist der Gewindeteil des Gehäuses 8 der Sektion 3 als besonderes Zapfenstück 8a ausgebildet und die Abwinkelung des Bohrmotorgehäuses unmittelbar unterhalb der Verbindung zwischen den beiden Sektionen 2 und 3 vorgenommen. Das Gehäuse 8 und das Zapfenstück Sa sind mittels der Versatzunclen 16 und 16a zusammengesteckt und miteinander verschweißt. Dabei sind die Flächen der Versatzung 16 des Zapfenstückes 8a in Ebenen senkrecht oder parallel zur Zapfenachse ausgebildet, während die Flächen der Versatzung 16 a des Gehäuses 8 gegenüber den Ebenen senkrecht und parallel zur Gehäuseachse um einen der gewünschten Abwinkelung entsprechent' im den Winkel geneigt sind, wodurch sich nach dem Zusammenfügen und Verschweißen des Gehäuses 8 mit dem Zapfenstück 8a die gewünschte Abwinkelung in der Ebene der Schweißnaht 17 ergibt. Es ist natürlich ohne weiteres möglich, die gegenüber denEbenen senkrecht und parallel zur Achse geneigten Flächen anstatt am Gehäuse 8 am Zapfenstück 8a oder mit je der halben Neigung sowohl am Gehäuse 8 als auch am Zapfenstück Sa auszubilden. Unter Umständen kann es auch schon genügen, insbesondere wenn das Gehäuse 8 und das Zapfenstück 8a ohne Versatzung ausgebildet werden, nur die Stirnfläche des Gehäuses und/oder des Zapfenstückes mit der besagten Neigung auszubilden.
  • Die Abwinkelung der Bohrmotorwelle erfolgt bei der Ausführung nach Fig. 3 in der gleichen Weise wie bei Fig. 2, wobei auch hier die Knickstelle durch entsprechendes Bemessen der Länge der Kupplungsstücke 14 und 15, die wiederum als einfache Zahnkupplungshälften ausgebildet sind, in axialer Richtung an eine andere als die gezeigte Stelle verlegt werden kann, also beispielsweise auch aus der Ebene der Schweißnaht 17 heraus.
  • Der in Fio,. 4 schematisch gezeigte, wiederum aus den vier Sektionen 2 bis 5 zusammengesetzte Bohr-Motor ist mittels eines besonderen Zwischenstückes 18 einfach abgewinkelt. Die Abwinkelung ist nur beispielsweise zwischen den beiden untersten Sektionen 4 und 5 und auch nur beispielsweise etwa in der Mitte des Zwischenstückes gezeigt. Infolge des zusätzlichen Zwischenstückes 18 sind die Sektionen 4 und 5 kürzer ausgeführt als die Sektionen 2 und 3 der gleichen Figur bzw. die Sektionen 2 bis 5 bei Fig. 1. Selbstverständlich könnten sie, sofern sich dies als zweckmäßig oder erforderlich erweisen sollte, etwa im Hinblick auf ein optimales Verhältnis zwischen Drehmoment und Drehzahl, mit derselben Länge wie die übrigen Sektionen oder auch länger als diese ausgeführt werden.
  • Ein Ausführunasbeispiel für die mögliche Ausbildung des Zwischenstückes entsprechend der Fig. 4 ist in Fig. 5 in größerem Maßstab und im Schnitt gezeigt. Danach ist das einteilig ausgebildete Gehäuse 19 des Zwischenstückes 18 in der Mitte abgewinkelt, was etwa durch zylindrisches Ausbohren und Außenabdrehen eines zylindrischen Rohrkörpers von seinen beiden Enden her in Richtung zweier unter dem gewünschten Ablenkwinkel sich in der Mitte des Rohrkörpers schneidender Achsen erreicht wird. Die Enden des Gehäuses 19 sind als Muffe 20 bzw. Zapfen 21 mit je einem leicht konischen, achsparallel geschnittenen Gewinde ausgebildet und mittels dieser Gewinde mit den Gehäusen der anschließenden Sektionen 4 und 5 verschraubt. Die Bohrmotorwelle besteht im Bereich des Zwischenstückes 18 aus den beiden Wellenstücken 22 und 22 a. die in der Mitte des Zwischenstückes miteinander und im Bereich der Enden des Zwischenstückes mit den Wellenstücken 23 und 24 der Sektionen 4 bzw. 5 mittels der als einfache Zahnkupplungshälften ausgebildten Kupplungsstücke 25 und 25a, durch die die übertragung der Drehkräfte und der axialen Schubkräfte erfolgt, verbunden sind. Die Achsen der Wellenstücke 22 und 22a stimmen mit je einer der beiden sich schneidenden Gehäuseachsen genau überein, so daß die Bohrmotorwelle in der Mitte des Zwischenstückes 18 geknickt ist, wobei die erforderliche Winkelbeweglichkeit zwischen den beiden Wellenstücken durch die sie verbindende Zahnkupplung25, 25a gewährleistet ist. Beiderseits der Knickstelle sind die Wellenstücke 22 und 22a zur Aufnahme von Drehschwinaungen in im radialen Lagergruppen 26 gelag gert, deren gegenseitiger Abstand durch die Distanzstücke 27 festgelegt ist. Die mit einer Abweisklauenverzahnung 28, 28 a ausgebildeten Ringe 29 und 30 dienen zur Verriegelung des Zwischenstückgehäuses 19 mit den Gehäusen der anschließenden Sektionen 4 bzw. 5. Diese erfolgt nach dem Verschrauben des Zwischenstückes 18 mit dem Gehäuse der Sektion 5 durch Anziehen des im Zapfenkopf des Zwischenstückes 18 angeordneten Spannringes 31, wodurch die mit einer Feinverzahnung oder dergleichen ausgebildeten Stirnseiten des Zapfens 32 der Sektion 5 und des Ringes 30 formschlüssig miteinander verbunden sind. Bei einer Losschraubbewegung der Gewindeverbindung zwischen dem Gehäuse 19 des Zwischenstückes 18 und dem Gehäuse der Sektion 5 läuft die steile Schulter der Abweisklauenverzahnung 28 a am Ring 30 gegen die steile Schulter der Abweisklauenverzahnung 28 des im Zwischenstückgehäuse 19 axial verschiebbar, aber gegen Verdrehen gesichert angeordneten Ringes 29, wodurch ein weiteres Losschrauben verhindert wird. Das Lösen der Gewindeverbindung kann demgemäß erst nach Zurückschrauben des Spannringes 31 um einen der Höhe derAbweisklauen entsprechenden Betrag erfolgen. Sinngemäß erfolgt die Verriegelung des Gehäuses 19 des Zwischenstückes 18 mit dem Gehäuse der Sektion 4, nämlich mittels der im Gehäuse der Sektion 4 angeordneten und ebenfalls mit einer Abweisklauenverzahnung 28, 28 a ausgebildeten Ringe 29a und 30a und eines im Gehäuse der Sektion 4 angeordneten nicht gezeigten Spannringes.
  • Das in Fig. 6 dargestellte Zwischenstück unterscheidet sich von dem Zwischenstück gemäß Fig. 5 im wesentlichen dadurch, daß die Zwischenwelle 33 einteilig ausgebildet ist. Die erforderliche Winkelbewelichkeit der Zwischenwelle 33 gegenüber den Wellenstücken der anschließenden Sektionen ist hier durch die etwa in der gleichen Weise wie in Fig. 5 ausgebildeten Kupplungen 25, 25a gewährleistet. Während bei dieser Ausführung das Gehäuse des Bohrmotors wiederum einfach abgewinkelt ist, ist die Welle des Bohrmotors zweifach abgewinkelt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel des Zwischenstückes gemäß Fig. 7 ist das Gehäuse 34 des Zwischenstückes zweifach abgewinkelt. Die Zwischenwelle 35 ist wiederum einteilig ausgeführt und entsprechend dem Ab- stand zwischen den beiden Gehäuseknickstellen be- messen. Die Wellenstücke der anschließenden Sektionen sind über die Gehäuse der Sektionen hinaus verlängert ausgeführt und an den Knickstellen des Zwischenstückgehäuses 34 mit der Zwischenwelle 35 etwa m der gleichen Weise wie bei Fig. 6, also mittels der Kupplungen 25, 25a verbunden. Bohrinotorgehäuse und Bohrmotorwelle sind bei dieser Ausführung also je zweifach abgewinkelt.
  • Nach Fig. 8 ist zwischen den Sektionen 3 und 4 des Bohrmotors ein als einfaches gerades Rohrstück 36 ausgebildetes Zwischenstück- angeordnet, dessen eine Stirnfläche schräg abgeschnitten ist, wodurch die gewünschte Abwinkelung des Bohrmotorgehäuses erzielt ist. Die Abwinkelung der Bohrmotorwelle kann mittels einer Zwischenwelle erfolgen, die in der bereits beschriebenen Weise wieder mit den Wellenstücken der anschließenden Sektionen verbunden wird. Es kann aber auch beispielsweise das Wellenstück der einen der beiden anschließenden Sektionen verlängert sein, so daß es bis zur Verbindungsstelle des Rohrstückes 36 mit dem Gehäuse der anderen Sektion reicht, und dann dort direkt mit dem Wellenstück der anderen Sektion gekuppelt sein. Eine besondere Zwischenwelle ist in diesem Fall also nicht erforderlich.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 ist nur die Welle des Bohrmotors abgewinkelt, und zwar an der Verbindungsstelle der untersten Sektion 5a mit der Sektion 4. Die Achse des Gehäuses und des Wellenleiles der Sektion 5a schließen miteinander einen kleinen Winkel (entsprechend der gewünschten Ablenkun- des Bohrwerkzeuges) ein, was selbstverständlich eine entsprechende Lagerung bzw. Führung des Wellenteiles im Gehäuseteil erforderlich macht. Die Verbindung der Gehäuse- und auch der Wellenteile der Sektionen 4 und 5a miteinander kann wiederum in der gleichen Weise vorgenommen werden, wie bei den übrigen Ausführungsbeispielen oder auch auf andere Art. Zur besseren Führuno, des Bohrwerkzeuges 6 ist an der Sektion 5a eine Führungsleiste 37 auf der der gewünschten Ablenkrichtung entgegengesetzten Sehe angeordnet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Zwischen Bohrgestänge und Bohrwerkzeug C angeordneter, aus mehreren Sektionen zusammengesetzter Drehbohrmotor für Erdtiefbohrungen, CI mit in einem rohrförmigen Gehäuse drehbar gelagerter Welle, dadurch gekennzeichnet, daß für das gerichtete Bohren von Bohrlöchern das Gehäuse und/oder die Welle im Bereich des Antriebs-Aggregates wenigstens einfach abgewinkelt ist.
  2. 2. Bohrmotor nach Anspruch 1 mit abgewinkeltern Gehäuse und abgewinkelter Welle, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse und die Welle an der Verbindungsstelle oder im vorzugsweise unmittelbaren Bereich der Verbindungsstelle zweier Motor- oder Treibsektionen abgewinkelt sind. 3. Bohrmotor nach Anspruch 1 mit abgewinkeltern Gehäuse und abgewinkelter Welle, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse und die Welle wenigstens an der Verbindungsstelle oder im vorzugsweise unmittelbaren Bereich der Verbindungsstelle der Lagersektion und der benachbarten Treibsektion abgewinkelt sind. 4. Bohrmotor nach Anspruch 1 mit abgewinkeltern Gehäuse und abgewinkelter Welle, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei aufeinanderfolgende Sektionen mittels eines besonderen Zwischenstückes miteinander verbunden und das Gehäuse und die Welle an der Verbindungsstelle des in sich ungeknickten Zwischenstückes mit wenigstens der einen der beiden Sektionen abgewinkelt ist. 5. Bohrmotor nach Anspruch 1 mit abgew-inkeltern Gehäuse und abgewinkelter Welle, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei aufeinanderfolgende Sektionen mittels eines besonderen Zwischenstückes miteinander verbunden und das Gehäuse und die Welle im Bereich dieses Zwischenstückes abgewinkelt sind. 6. Bohrmotor nach Anspruch 5, dadurch ge- kennzeichnet, daß das Gehäuse einfach und die Welle wenigstens zweifach abgewinkelt ist. 7. Bohrmotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse und die Welle je zwei- oder mehrfach abgewinkelt sind. 8. Bohrmotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse und die Welle an den Verbindungsstellen oder nahe den Verbindungsstellen des Zwischenstückes mit den Sel,-tionen abgewinkelt sind. 9. Bohrmotor nach Anspruch 1 mit nur abgewinkelter Welle und geradem Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle im Bereich dcr untersten Sektion, vorzugsweise im unmittelbaren Bereich der Verbindungsstelle mit der zweituntersten Sektion oder der Verbindungsstelle mit dem Bohrwerkzeug einfach abgewinkelt ist. 10. Bohrinotor nach Anspruch 9. dadurch gekennzeichnet, daß die Abwinkelung durch eine zur Gehäuseachse schräg angeordnete Lagerung-bzw. Führung festgelegt ist. 11. Bohnnotor nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Knick-stellen der Welle ein Axiallager angeordnet ist. 12. Bohrmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die unterste Sektion auf der der Ablenkrichtung entgegengesetzten Seite eine Führungsleiste od. dgl. auf-ZD weist. 13. Bohrmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Sek- tionen als voneinander trennbare und einzeln ein-und ausbaubare Sektionen ausgebildet sind. 14. Bohrmotor nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Sektionen als selbständig einsatzfähige Sektionen ausgebildet sind. 15. Bohrmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Sektionen bzw. die Sektionen und Zwischenstücke geg ,eneinander verriegelbar sind. 16. Bohrmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen den Wellenteilen mittels winkelbeweglicher Steck- oder Zahnkupplungen erfolgt. 17. Bohrmotor nach Anspruchl oder einem der Anspräche 2 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß er als vielstufige hydraulische Bohrturbine ausgebildet ist. 18. Bohrmotor nach Ansprach 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 16, dadurch gekennzeichnet daß er als elektrischer Motor ausgebildet ist.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3326885C1 (de) * 1983-07-26 1984-08-16 Christensen, Inc., Salt Lake City, Utah Verfahren und Vorrichtung zum Richtungsbohren in unterirdische Gesteinsformationen
DE3406364C1 (de) * 1983-07-26 1984-11-22 Christensen, Inc., Salt Lake City, Utah Verfahren und Vorrichtung zum Richtungsbohren in unterirdische Gesteinsformationen
DE3417743C1 (de) * 1984-05-12 1985-03-28 Norton Christensen, Inc., Salt Lake City, Utah Vorrichtung zum wahlweisen Geradeaus- oder Richtungsbohren in unterirdische Gesteinsformationen
DE3423465C1 (de) * 1984-06-26 1985-05-02 Norton Christensen, Inc., Salt Lake City, Utah Vorrichtungen zum wahlweisen Geradeaus- oder Richtungsbohren in unterirdische Gesteinsformationen

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