DE1106C - Bewegungsmechanismus für Strohschüttler - Google Patents
Bewegungsmechanismus für StrohschüttlerInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F12/00—Parts or details of threshing apparatus
- A01F12/30—Straw separators, i.e. straw walkers, for separating residual grain from the straw
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Jigging Conveyors (AREA)
Description
1877.
Klasse 45.
H. LANZ in MANNHEIM. Bewegungsmechanismus für Strohschüttler.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. October 1877 ab.
Die Bewegung der Strohschüttler geschieht bis jetzt:
1. durch eine Kurbelwelle, wobei die Enden vermittelst Gelenkstützen auf gemeinsamen oder
getrennten festen Stützpunkten oder auch auf Hänge- und Stützfedern befestigt sind, die ebenfalls
einen festen, unbeweglichen Stützpunkt haben;
2. durch zwei an den Enden der Schüttler sitzende Kurbelwellen.
Die Verbesserung dieses Strohschüttlers besteht darin, dafs die unter 1 genannten Gelenke
einen getrennten und beweglichen Stützpunkt haben, dafs diese Bewegung beliebig verstellbar
gemacht werden kann, und dafs sie gleichzeitig zum Betriebe anderer Einrichtungen dienen
können, welche ebenfalls eine schüttelnde Bewegung haben müssen.
Der Strohschüttler, zwei, drei oder mehrtheilig, wird an ..dem einen Ende durch eine Kurbelwelle
angetrieben, auf deren äufserem Ende eine Kurbel α festgekeilt ist, die vermittelst
einer Schubstange b einen auf der Welle c sitzenden Hebel d in schwingende Bewegung
setzt. Auf dieser Welle c sitzen nach innen zwei Doppelhebel e e\ die an ihren Enden durch
Drehbolzen / und /' quer miteinander verbunden sind, auf welche die Schüttlerenden
durch die Gelenkstützen g und h abwechselnd aufgesetzt sind.
Der Bewegungsvorgang ist nun folgender: Die Kurbelwelle hebt und senkt die einzelnen
, Strohschüttlertheile, bezw. schiebt dieselben vor und zurück, so dafs eine schüttelnde und zugleich
transportirende Bewegung stattfindet. Die Kurbel α mit der Schubstange b zieht den
Hebel d hin und her, wodurch die beiden Doppelhebel e e' mit ihren Bolzen / und /'
auf- und abbewegt werden, und da mit diesen die Schüttlerenden gelenkartig durch g und h verbunden
sind, so werden diese gleichzeitig gehoben und gesenkt.
Nach Fig. 1 sind nun die Bewegungstheile so gestellt, dafs, wenn die Schüttler hinten
(Kurbelwelle) in die höchste bezw. tiefste Lage gekommen sind, sie vorn (Gelenke) entgegengesetzt
ihre niederste bezw. höchste Lage haben.
Das von der Trommel kommende Stroh gelangt auf den hinteren Theil des Schüttlers,
wird -hier aufgeworfen (gelockert) und sowohl durch Schüttler, als durch anderes, aus der
Trommel kommendes, nachschiebendes Stroh vorwärts geschoben; in Mitte der Schüttler ist
das Stroh gezwungen, von der einen Lage in die andere nächst höhere oder tiefere Lage
überzugehen (sogen. Wendepunkt), und vorn tritt durch die jeweilige Aufwärtsbewegung der
einzelnen Schüttlertheile eine Hemmung, eine Art Wendung des Strohes ein, welche den
Vortheil hat, dafs das Stroh nicht zu rasch über den Schüttler hinweggeht und ganz gründlich
ausgeschüttelt wird, indem sich diese Bewegungen 200 bis 240 mal in der Minute wiederholen (Fig. 1, Stellung α und ß).
Durch Umsetzen des Hebels d in eine von 1 entgegengesetzte Richtung (Fig. 2) wird selbstverständlich
auch der Bewegungssinn im vorderen Strohschüttlertheil ein der ersteren entgegengesetzter,
und es arbeiten dann die Schüttler ähnlich den zwei Kurbelwellen, d. h. haben die
Schüttlertheile hinten ihre höchste bezw. tiefste Lage, so haben sie es auch vorn. Das Stroh
wird nun rascher über den Schüttler hinweggeführt und weniger gründlich ausgeschüttelt,
als bei Bewegung 1; es genügt aber bei manchen Getreidearten dennoch, und es wird dann
weniger Kleinstroh mit den Körnern durch die Schüttler fallen, die Reinigung der Körner folglich
eine leichter zu bewerkstelligende werden.
Die Bewegung der vorderen Strohschüttlertheile kann auch in anderer Hinsicht verstellt
werden, indem man durch Verlängerung oder Verkürzung des Hebels d dem Doppelhebel e e'
eine gröfsere oder kleinere Bewegung giebt, so dafs die Auf- und Abwärtsbewegung der Schüttler
gröfser oder kleiner wird, je nachdem es die Art des gedroschenen Getreides oder Samens
wünschenswerth macht.
Durch Aufkeilen anderer Hebel in verticaler Richtung auf die Welle c ist gleichzeitig die
Bewegung für die Schüttelsiebe in der Dreschmaschine erreicht:
Die Vortheile dieses neuen Bewegungs-Mechanismus sind folgende:
1. Vollkommenes Schütteln an den Strohschüttlerenden.
2. Verstellbarkeit des Schüttlers daselbst.
3. Umkehrung der Bewegungsrichtung.
4. Verkürzung der Schüttler bezw. des ganzen Baues der Maschine.
5. Einfachheit in . der Construction, geringe Reibung und alle Theile leicht zugängig und
ersetzbar.
6. Gleichzeitiger Betrieb von Schüttelsieben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1106T | 1877-10-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1106C true DE1106C (de) |
Family
ID=70976874
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1106DA Expired - Lifetime DE1106C (de) | 1877-10-04 | 1877-10-04 | Bewegungsmechanismus für Strohschüttler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1106C (de) |
-
1877
- 1877-10-04 DE DE1106DA patent/DE1106C/de not_active Expired - Lifetime
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