DE1105331B - Verfahren zur Herstellung eines lagerbestaendigen Gipsschlacken-zementes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines lagerbestaendigen Gipsschlacken-zementes

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DE1105331B
DE1105331B DER9518A DER0009518A DE1105331B DE 1105331 B DE1105331 B DE 1105331B DE R9518 A DER9518 A DE R9518A DE R0009518 A DER0009518 A DE R0009518A DE 1105331 B DE1105331 B DE 1105331B
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slag cement
slag
blast furnace
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DER9518A
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English (en)
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Hermann Richard Ern Weibelzahl
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ROBASIT BINDEMITTEL GmbH
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ROBASIT BINDEMITTEL GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
    • C04B28/08Slag cements
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/91Use of waste materials as fillers for mortars or concrete

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines lagerbeständigen Gipsschlackenzementes Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines lagerbeständigen Gipsschlackenzements.
  • Es ist bekannt, da,ß Gipsschlackenzement gebräuchlicher Herstellung eine schlechte Lagerbeständigkeit besitzt, wodurch seine Brauchbarkeit beeinträchtigt wird. Die Verschlechterung der Reaktionsfähigkeit des Zements bei längerer Lagerung ist darauf zurückzuführen, daß die Kohlensäure der Luft einen Teil des in der Schlacke enthaltenen Kalkes in Calciumcarbonat umsetzt, wodurch er für die Reaktionsfähigkeit verlorengeht. Der Versuch, dadurch Abhilfe zu schaffen, daß dem Gipsschlackenzement gewisse Mengen von Branntkalk beigefügt werden, hat kein befriedigendes Ergebnis erbracht. Es wird dadurch nur erreicht, daß die Kohlensäure nicht an den in der Schlacke enthaltenen, sondern an den freien Branntkalk gebunden, wird. Die Schutzwirkung der Branntkalkbeimengung ist aber unzuverlässig, weil der Branntkalk infolge unvermeidlicher Wechsel in der Branntführung verschieden hohe Gehalte an ungebranntem Kalk aufweist.
  • Deshalb geht der Erfindungsvorschlag dahin, die Unzuverlässigkeit in der Zusammensetzung des Branntkalkes zu vermeiden. Dies geschieht vorteilhafterweise dadurch, daß zur Herstellung eines lagerbeständigen Gipsschlackenzementes aus Hochofenschlacke, Gips. und Kalk der Hochofenschlacke vor ihrer Vermischung mit den übrigen Bestandteilen eine aus 0,5- bis 3"/oiger Kalkbrühe und einem Trägerstoff, wie Ziegelmehl oder Kieselgur, angezeigte Paste nach deren Trocknung zugesetzt wird.
  • Die angezeigte Paste wird entweder einer Lufttrocknung ausgesetzt oder bei mäßiger Lufttemperatur in einer Trockentrommel getrocknet. Das Trockenprodukt darf einen Feuchtigkeitsgehalt von ungefähr 5"/o aufweisen.
  • Die zur Verwendung kommende Hochofenschlacke wird vorzugsweise vor der Vermahlung, aber nach Vortrocknung bei 3501° C während 14 Minuten Trokkenzeit mit Wasser, welches 1 bis 5 0/a Salzsäure enthalten kann, angefeuchtet. An. Stelle der ungemahlenen Hochofenschlacke kann auch feingemahlene Schlacke mit der beschriebenen Lösung angeteigt und dann getrocknet und erneut gemahlen werden.
  • Es können selbstverständlich auch bei diesem Verfahren die Festigkeitswerte steigernde und/oder die Abbindung fördernde Zuschläge beigefügt werden. Als besonders vorteilhaft hat sich eine Beimischung von ungefähr 1,5 %Flugstaubzusatz (bezogen auf die Hochofenschlacke) erwiesen. Vorzugsweise wird dabei Flugstaub verarbeitet, wie er bei der Herstellung von Kalkstickstoff oder von Carbid anfällt.
  • Unter Berücksichtigung dieser Erfindungsvorschläge erweist sich folgende Spezialrezeptur, wie Versuche ergaben, als besonders empfehlenswert: Hochofenschlacke, gegebenenfalls unter Tränkung mit vorzugsweise 5%-iger Salzsäure ....................... 85% Estrichgips, vorzugsweise bei 1000° C kurz gebrannt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10,511/o Kieselgur mit Tränkung in 0,5- bis 3"/oiger Kalkbrühe bis zur Sättigung 2% Flugstaub .... ..................... 1,5°/0 Die Schlackentränkung mit Salzsäure führt zur Bildung von Chlorcalzium unter gleichzeitiger Obe:rflächenanätz.ung, wodurch der Erhärtungsverlauf wesentlich begünstigt wird.
  • Durch das kurze Brennen des Gipses bei etwa 1000° C wird seine Reaktionsfähigkeit mit der Schlacke, wie Versuche zeigen; auf ein Optimum gebracht.
  • Zur Festigkeitssteigerung kann es sich empfehlen, 1 '0/a Kaliumsilikat und 1% Eisensulfat zusätzlich beizugeben, gegebenenfalls auch 1/4 bis 1/2 % Kaliumbisulfat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines lagerbeständigen Gipsschlackenzementes aus Hochofenschlacke, Gips und Kalk, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochofenschlacke vor ihrer Vermischung mit den übrigen Bestandteilen eine aus 0,5- bis 3°/aiger Kalkbrühe und einem Trägerstoff, wie Ziegelmehl oder Kieselgur, angeteigte Paste nach deren Trocknung zugesetzt wird. In Betracht gezogene Druckschriften Deutsche Patentschriften Nr. 833 474, 195 603; »Zement-Chemie« von H. Kühl, Bd. 1I, 1951, S. 6:12 ff.
DER9518A 1952-07-21 1952-07-21 Verfahren zur Herstellung eines lagerbestaendigen Gipsschlacken-zementes Pending DE1105331B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE195603C (de) *
DE833474C (de) * 1949-01-22 1952-03-10 Paul Kloeckner Herstellung eines hydraulischen Bindemittels

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE195603C (de) *
DE833474C (de) * 1949-01-22 1952-03-10 Paul Kloeckner Herstellung eines hydraulischen Bindemittels

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