DE1105117B - Verfahren zur Herstellung von Straengen, insbesondere aus Glasfaeden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Straengen, insbesondere aus Glasfaeden

Info

Publication number
DE1105117B
DE1105117B DEO5222A DEO0005222A DE1105117B DE 1105117 B DE1105117 B DE 1105117B DE O5222 A DEO5222 A DE O5222A DE O0005222 A DEO0005222 A DE O0005222A DE 1105117 B DE1105117 B DE 1105117B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
strand
threads
advancing
glass
roller
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEO5222A
Other languages
English (en)
Inventor
John A Waugh
Remus F Caroselli
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Owens Corning
Original Assignee
Owens Corning Fiberglas Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Owens Corning Fiberglas Corp filed Critical Owens Corning Fiberglas Corp
Publication of DE1105117B publication Critical patent/DE1105117B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C25/00Surface treatment of fibres or filaments made from glass, minerals or slags
    • C03C25/10Coating
    • C03C25/12General methods of coating; Devices therefor

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Surface Treatment Of Glass Fibres Or Filaments (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Strängen, insbesondere aus Glasfaden, durch Zuführung geschmolzener Glasströme aus einem Schmelzgutvorrat und Ausziehen der Ströme in Fäden sowie Sammeln der Fäden zu einem einzigen, vorrückenden Strang.
Das Kennzeichen der Erfindung wird darin gesehen, daß die Fäden kurz nach ihrer Bildung mit einem Überzugsmaterial benetzt und zu einem einzigen, zusammenhängenden, durch die Benetzung gegen gegenseitigen Abrieb der Fäden geschützten Strang, in dem im wesentlichen alle Fäden mit einem oder mehreren anderen Fäden in Berührung stehen, vereinigt werden, daß der zusammenhängende, vorrückende Strang mit einer vorrückenden, bogenförmigen Fläche in Berührung gebracht wird, welche dem Strang eine Bewegung mitteilt, und daß in den Strang auf der bogenförmigen Fläche ein Strahl gerichtet und der Strang dadurch zwangsweise von der bogenförmigen Fläche abgelöst wird und die Einzelfäden innerhalb des Stranges unter Bildung eines aufgelockerten Erzeugnisses voneinander getrennt werden.
Es ist bereits eine Vorrichtung bekannt, bei der ein aus vielen parallel verlaufenden Fäden bestehendes Kabel in einem sich konisch verbreiternden, flachen Behälter unter Einwirkung in diesen konischen Behälter einmündender Luftströme zu einem flachen Band umgeformt wird, dessen Einzelfäden gleichfalls parallel nebeneinander verlaufen. Bei dieser Vorrichtung wird also nicht eine Auflockerung des Gutes beabsichtigt, sondern lediglich eine Umformung von Kabelform, d. h. einem kreisförmigen Querschnitt zu einem flachen Band, d. h. einem flachrechteckigen Querschnitt.
Bei dieser Vorrichtung ist keine vorrückende Fläche vorgesehen, die dem Strang oder Kabel ihre Bewegung aufprägt, sondern der Blasvorgang spielt sich innerhalb des feststehenden, flachen, konisch sich verbreiternden Rohres ab. Demgegenüber wird beim Erfindungsgegenstand angestrebt, den mehrfädigen Strang lediglich in sich aufzulockern, wobei der insgesamt kreisförmige Querschnitt aufrechterhalten bleiben soll.
Ein flaches Band ist für den erfindungsgemäßen Zweck unbrauchbar. Zudem ist die gesamte Durchwirbelung und Trennung der Einzelfasern des Stranges viel intensiver und erfolgreicher, wenn das aufzulockernde Gut von der vorrückenden, bogenförmigen Fläche frei in die umgebende Atmosphäre abgelöst wird, während bei dem bekannten Verfahren immer die fest angeordnete Bodenfläche des flachen Rohres einer solch intensiven Durchwirbelung und Trennung im Wege steht.
Außerdem ist die erfindungsgemäße Anordnung der vorrückenden, bogenförmigen Fläche, die ihre Bewe-Verfahren zur Herstellung von Strängen, insbesondere aus Glasfaden
Anmelder:
Owens-Corning Fiberglas Corporation,
Toledo, Ohio (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. H. Bahr
und Dipl.-Phys. E. Betzier, Patentanwälte,
Herne, Freiligrathstr. 19
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 22. Dezember 1955
John A. Waugh, Anderson, S. C,
und Remus F. Caroselli, Manville, R. I. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
gung dem Strang mitteilt, besonders einfach und erspart besondere Förderorgane für den Strang.
Auch bei einem anderen bekannten Verfahren findet kein aufgelockerter Strang Verwendung. Vielmehr erfolgt die Auflockerung der Einzelfäden des Stranges durch Auf treffen des Stranges auf Aufprallteller.
Die Zeichnungen zeigen Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, und zwar in Fig. 1 eine Frontansicht einer Vorrichtung zur Herstellung eines zerfaserten Stranges,
Fig. 2 eine Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 der Fig. 1,
Fig. 4 eine Frontansicht einer ähnlichen Vorrichtung, 4S jedoch mit angesetzter Vorrichtung zur Verarbeitung des zerfaserten Stranges,
Fig. 5 eine vergrößerte Ansicht längs der Linie 5-5 der Fig. 4,
Fig. 6 eine Vorderansicht einer weiteren abgeänderten Ausführungsform und
Fig. 7 eine vergrößerte Ansicht längs der Linie 8-8 der Fig. 6.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 weist eine Zuführungsvorrichtung 11, eine Kühlspule 12, eine Schlichteauf-
109'577/95
bringvorrichtung 13, eine Spannrolle 14, eine Zugwalze 15, eine Luftstrahldüse 16, einen Sammelkorb 17 und eine umlaufende Plattform 18 zur Aufnahme des Sammelkorbes 17 auf. Das aus einem geeigneten Schmelzofen oder einem Vorherd oberhalb der Zuführungsvorrichtung 11 kommende geschmolzene Glas fließt durch die Öffnungen 19, 19 in Form von Schmelzglasströmen 21,21 aus. Die Schmelzglasströme 21, 21 werden durch die Zugwalze 15 in Fäden 22, 22 ausgezogen. Die Fäden werden auf einem Graphitschuh 23 der Schlichteaufbringvorrichtung 13 zu einem Strang 24 gesammelt. Der Strang 24 stellt demnach ein Bündel von Einzelfäden dar, die nach unten über die Spannrolle 14 und dann teilweise über den Rand der Zugwalze 15 laufen. Es ist zwar nicht bekannt, welche Kräfte den Strang auf dem Rand der Zugwalze halten, es ist jedoch eine erwiesene Tatsache, daß ein einzelnes Rad oder eine Walze mit einer glatten oder geschlitzten oder gerillten Oberfläche durchaus imstande ist, einen Strang auszuziehen.
Der Schlichteapplikator 13 enthält zusätzlich zu dem Graphitschuh 23 einen Überzugsmaterial vorratsbehälter 25, ein Überzugstransportband 26 und die erforderlichen Antriebsvorrichtungen zum Antrieb des Transportbandes 26 über die Welle 27. Das Transportband 26 läuft um eine Trommel 28 und eine Führungsstange 29, wie man aus Fig. 2 erkennt. Das Transportband 26 erstreckt sich horizontal über das flüssige Überzügsmaterial im Vorratsbehälter, und die Trommel 28 ist so eingestellt, daß ihre Randfläche unter den Spiegel des Überzugsmaterials 31 taucht. Der Spiegel des Überzugsmaterials 31 wird durch ein Wehr 32 aufrechterhalten, das sich quer über den Vorratsbehälter 25 erstreckt. Das Wehr trennt den Behälter in einen Zuführungsraum und einen Überströmraum. Die Zuführung des Überzugsmaterials erfolgt durch die Einlaßleitung 33, während das überschüssige Überzugsmaterial über die Leitung 34 abfließt.
Die Vorderkante des über die Trommel 28 und die Führungsstange 29 laufenden Transportbandes 26 liegt senkrecht oberhalb des Scheitels des V-förmigen Schlitzes 35 des Graphitschuhes 23. Im Betrieb läuft die Trommel 28 mit einer konstanten Geschwindigkeit um, so daß das Transportband 26 durch das Überzugsmaterial 31 wandert und eine Schicht aus Überzugsmaterial auf seiner Oberfläche mitnimmt. Die Überzugsmaterialschicht wird vom Transportband 26 über die Führungsstange 29 mitgenommen, das sich dabei um die Führungsstange 29 in der Bewegungsrichtung der Fäden 22, 22 bewegt. Die Fäden 22, 22 wischen durch die Überzugsmaterialschicht auf dem Transportband 26, so daß eine genau bestimmbare Menge Überzugsmaterial nach der Berührung der Fäden mit dem Transportband 26 auf den Fäden verbleibt. Das Überzugsmaterial ist gewöhnlich eine Schlichtezusammensetzung, wie sie für Textilmaterialien und Glasfaserstränge üblich ist.
Das Spannrad 14 ist ein frei umlaufendes Rad mit einer Randrille, wie man insbesondere aus Fig. 2 erkennt. Das Spannrad sitzt in der Nähe der Auszugswalze 15 auf einem in den Zeichnungen nicht dargestellten Rahmen. Die Zugwalze 15 wird durch einen Motor 36 angetrieben, um die Lunte mit Geschwindigkeiten zwischen 3000 und 5000 m/Min, und mehr auszuziehen.
Über dem Zugrad ist eine Luftstrahldüse 16 montiert, die ihren Luftstrahl auf den Rand der Zugwalze 15 richtet. Die Sammelvorrichtung zur Aufnahme des zerfaserten Stranges besteht aus einem Sammelkorb 17, einer umlaufenden Plattform 18 und einem Elektromotor 37, der die umlaufende Plattform über einen Getriebezug 38 antreibt.
Zur Inbetriebnahme dieser Vorrichtung werden die Fäden 22, 22 von Hand erfaßt und nach unten in die V-förmige Rille des Graphitschuhes gelegt. Dann wird der Strang 24 kontinuierlich nach unten und um das Spannrad 14 gezogen. Nunmehr läßt man die Zugwalze 15 anlaufen und legt den Strang um den Rand der Zugwalze. Der Strang läuft, wie man aus Fig. 3
ίο erkennen kann, über einen Teil des Umf anges der Zugwalze und fällt dann von dem Rand der Zugwalze, durch den aus der Düse 16 austretenden Luftstrahl abgeschleudert, ab, wobei die Luft vor dem Anlaufen des Zugvorganges angeschaltet ist. Die aus der Düse austretende und auf den Strang auftreffende Luft entfernt den Strang vom Rand der Zugwalze 15 und zerfasert ihn gleichzeitig, so daß ein voluminöser zerfaserter Strang 39 entsteht, der nach unten in Richtung zur Sammelvorrichtung wandert. Der zerfaserte Strang 39 sammelt sich in Schlingen und Schlaufen in dem Sammelkorb 17. Infolge des Umlaufs des Sammelkorbs bildet sich in diesem ein aus dem Strang bestehendes Nest. Der derart gesammelte zerfaserte Strang läßt sich leicht von einem Ende her aus dieser derart gebildeten Packung entnehmen. Es hat sich gezeigt, daß sich ein einzelnes Ende leichter entnehmen läßt, wenn man eine Schicht aus kleinen, ungefähr bohnengroßen Kugelkörpern auf dem Oberteil der Packung im Sammelkorb 17 vorsieht.
Eine weitere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vorrichtung zeigt Fig. 4. In dieser Figur ist der Sammelkorb 17 durch einen Stiftspinner zur Herstellung einer Lunte angesetzt. Der Stiftspinner 41 weist eine Platte 42 auf, auf der senkrecht stehende Stifte 43, 43 montiert sind. In der Mitte besitzt die Platte 42 eine Öffnung 44, die im wesentlichen den gleichen Innendurchmesser wie die Hohlwelle 45 aufweist, auf der die Platte 42 montiert ist. Der Spinner wird durch einen nicht dargestellten Motor über den Riemen 46 und eine entsprechende, auf der Hohlwelle montierte Riemenscheibe angetrieben. Unter dem Stiftspinner 41 sitzt eine mit konstanter Geschwindigkeit arbeitende Aufwickelvorrichtung 47.
Obwohl in Fig. 4 der Ausziehvorgang nicht dargestellt ist, ist es selbstverständlich, daß er im wesentlichen dem Ausziehvorgang nach Fig. 1 und 2 entspricht. Die Aufwickelvorrichtung besteht aus einem Rahmen 48, auf dem die Walze 49 montiert ist, die eine Reibungsfläche, beispielsweise aus Gummi, aufweist. Eine Führungsvorrichtung mit einer Führungsöse 51 ist auf einem im allgemeinen vertikal stehenden Arm 51 montiert. Ferner ist auf der dargestellten Vorrichtung eine Spule 53 vorgesehen. Die Spule 53 sitzt zwischen schwenkbaren Armen 54, so daß die Spule 53 mit der Oberfläche der Walze 49 in Reibungseingriff gebracht werden kann. Da die Walze 49 mit konstanter Geschwindigkeit angetrieben wird, überträgt sie auf die vom Stiftspinner 41 angezogene Lunte 55 eine konstante Abzugsgeschwindigkeit.
Der zerfaserte Strang 39 trifft auf die Stifte 43, 43 des Stiftspinners 41 und bildet, wie aus Fig. 5 ersichtlich, Schlaufen 56. Der Arbeiter steckt durch die Hohlwelle 45 des Stiftspinners 41 einen Aufnehmer und zieht eine der Schlaufen nach unten durch die Hohlwelle, wodurch die Bildung der Lunte einsetzt. Beim Durchziehen der Schlaufen durch die Öffnung 44 werden diese ausgerichtet und im allgemeinen parallel zueinander zu einer Lunte geformt. Die Lunte passiert die Führungsöse 51 und läuft über die Walze
49 und wird schließlich auf die Spule 53 aufgewickelt. Die Führungsvorrichtung besteht aus der Führungsöse 51 und dem Arm 52, der auf den Hülsen 57 und 58 sitzt. Das derart hergestellte Produkt ist eine sperrige, stapelfaserartige Lunte, die aus einem zerfaserten kontinuierlichen Faserstrang besteht.
Eine andere, nur mit einem Rad arbeitende Zugvorrichtung ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt. Die den Strang bildende Vorrichtung besteht aus einer in Fig. 6 nicht dargestellten Zuführungs- und Sammelvorrichtung und aus einer Spannwalze 69 sowie einer Zugwalze 71. Der Strang 72 läuft über die sich frei drehende Spannwalze 69 und dann um den Rand der Zugwalze 71. Die Spannwalze 69 richtet den Strang auf dem Umfang der Zugwalze aus und führt ihn in richtiger Weise auf die Zugwalze zu, so daß er als geschlossener Strang auf dieser ausgezogen wird. Wie man aus Fig. 8 erkennt, weist der Rand der Zugwalze 71 Schlitze auf. Innerhalb der Zugwalze ist eine Luftdüse 43 vorgesehen, die durch die Schlitze 74, 74 der Zugwalze 71 einen Luftstrahl richtet. Der Luftstrahl hat die doppelte Funktion, daß er einmal den Strang vom Rand der Zugwalze abhebt und ihn dadurch frei macht und zum anderen den Strang zur Erzeugung des gewünschten Produktes zerfasert. Der zerfaserte Strang 75 gelangt nach unten in einen Sammelkorb 76, der über Getriebe 78 von einem Elektromotor 77 angetrieben wird. Will man ein Garn erzeugen, daß sich zur Herstellung eines Gewebes eignet, dann wird der zerfaserte Strang verdrillt. Das verdrillte Garn kann mit anderen Garnen verdrillt werden, um es derart gegebenenfalls drehspannungsfrei zu machen. Soll das Garn verwebt werden, dann wird es außerdem zweckmäßig noch gesträhnt. Ein aus dem zerfaserten Garn hergestelltes Gewebe weist ein tieferes Gefüge auf, das mit dem eines Gewebes aus glatten Glasfaden im allgemeinen nicht verglichen werden kann. Das Gewebe besitzt nicht nur ein vollständig neuartiges Aussehen, sondern auch eine Griffigkeit, die sich wesentlich von Geweben aus glatten reinen Glasfaden unterscheidet. Sowohl die Kette als auch der Schuß können dabei aus zerfasertem Garn hergestellt werden. Man kann jedoch auch entweder die Kette oder den Schuß aus üblichen Glasfasergarn oder aus Garnen aus synthetischen oder natürlichen Fasern herstellen.
Die durch Verdrillen und Strähnen hergestellten zerfaserten Stränge oder Garne lassen sich durch Einführen in einen geeigneten wärmefesten Behälter und Unterbringung des das Produkt enthaltenden Behälters in einem Ofen mit einer Temperatur von 370 bis 440° C für genügend lange Zeit in der Wärme absetzen. Ein derartiges Produkt ist flockig und ganz weich.
Die mittels der in den Zeichnungen dargestellten Vorrichtungen hergestellten Garne lassen sich zu Tuch oder Kordeln od. dgl. verarbeiten. Das in der Wärme abgesetzte Material eignet sich besonders als Verpackungsmaterial, als Watte oder Polstermaterial, als Auftriebsmaterial für Schwimmwesten und insbesondere als Futtermaterial für Läger u. dgl. Beim Verweben der Garne ergibt sich ein tiefes, reiches Gewebe, das man bisher mit Glasfasergarnen nicht erreichen konnte. Ein geeignetes Material zur Polsterung von Lägern u. dgl. läßt sich auch dadurch erzielen, daß man zerfasertes Garn durch miteinander im Eingriff stehende, jedoch einander nicht berührende Zahnräder schickt, um das zerfaserte Garn zu kräuseln. Dieses gekräuselte Garn wird durch die beim Eingriff der Zahnräder und bei der Erwärmung des Glases bis zum Erweichungspunkt hervorgerufen. Das Glas kühlt sich dann in der gekräuselten Form ab und gibt dem Endprodukt eine zusätzliche Springfähigkeit. Das gekräuselte zerfaserte Garn wird dann in 3 bis 5 cm lange Stränge geschnitten und das Endprodukt durch eine Karde od. dgl. geschickt, um die Einzelfasern voneinander zu trennen.
Auf die nach der Erfindung hergestellten Produkte lassen sich die verschiedensten Behandlungszusammensetzungen aufbringen. So läßt sich beispielsweise auf das Überzugstransportband nach den Fig. 1 und 2 eine Behandlungszusammensetzung aus folgenden Bestandteilen aufbringen und liefert eine zufriedenstellende Schlichte:
Stärke 9,42%
Hydriertes Pflanzenöl 2,14%
Polyoxyäthylen-Sorbitan-Monooleat 0,21 %
Pentastearyl-Tetraäthylen-Pentamin 0,45 %
Gelatine 0,05%
Polyvinylalkohol 0,10%
Man kann auch Wasser allein auf den Strang bei seiner Herstellung oder verschiedene andere Schlichtezusammensetzungen aufbringen. Die Schlichtezusammensetzung soll im allgemeinen einen Filmbildner, ein Schmiermittel, ein oder mehrere Kupplungsmittel oder Kopplungsmittel und Wasser enthalten. Vorzugsweise verwendet man Wassersysteme, jedoch lassen sich auch Lösungsmittelsysteme mit Erfolg anwenden. Beispielsweise kann man die Bestandteile der Behandlungszusammensetzung in einem Lösungsmittel, wie Toluol, Kerosen od. dgl., lösen oder dispergieren.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Strängen, insbesondere aus Glasfäden, durch Zuführung geschmolzener Glasströme aus einem Schmelzgutvorrat und Ausziehen der Ströme in Fäden und Sammeln der Fäden zu einem einzigen, vorrückenden Strang, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden kurz nach ihrer Bildung mit einem Überzugsmaterial benetzt und zu einem einzigen, zusammenhängenden, durch die Benetzung gegen gegenseitigen Abrieb der Fäden geschützten Strang, in dem im wesentlichen alle Fäden mit einem oder mehreren anderen Fäden in Berührung stehen, vereinigt werden, daß der zusammenhängende, vorrückende Strang mit einer vorrückenden, bogenförmigen Fläche in Berührung gebracht wird, welche ihre Bewegung dem Strang mitteilt, und daß in den Strang auf der bogenförmigen Fläche ein Strahl gerichtet und der Strang dadurch zwangsweise von der bogenförmigen Fläche abgelöst wird und die Einzelfäden innerhalb des Stranges unter Bildung eines aufgelockerten Erzeugnisses voneinander getrennt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß gegen den vorrückenden Strang ein ihn öffnender und ablenkender Luftstrahl gerichtet wird, durch den der Strang frei in die umgebende Atmosphäre abgelöst wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstrom den Strang unter einem Winkel von etwa 90° aus seiner ihm durch die vorrückende Fläche aufgeprägten Richtung ablenkt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der von der vorrückenden Fläche abgelöste Strang absatzweise mit im Abstand längs des Strangweges angeordneten Stiften in Berührung gebracht wird, die den Vorschub des Stranges unterbrechen und ihm dabei fortschreitend in meinen parallel zum Strang ausgerichtete Schlaufen umformen.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 928 578, 742 866,
untereinander in Verbindung stehende, im allge- 930 343, 1 012 036.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEO5222A 1955-12-22 1956-11-29 Verfahren zur Herstellung von Straengen, insbesondere aus Glasfaeden Pending DE1105117B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1209880XA 1955-12-22 1955-12-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1105117B true DE1105117B (de) 1961-04-20

Family

ID=22393731

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEO5222A Pending DE1105117B (de) 1955-12-22 1956-11-29 Verfahren zur Herstellung von Straengen, insbesondere aus Glasfaeden

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE1105117B (de)
FR (1) FR1209880A (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742866C (de) * 1938-08-07 1943-12-13 Julius Lindenmeyer Dr Ing Verfahren und Vorrichtung zum OEffnen von getrockneten kuenstlichen oder natuerlichen Faden- oder Faserbaendern
DE928578C (de) * 1952-07-28 1955-06-02 Rieter Joh Jacob & Cie Ag Streckwerk
DE930343C (de) * 1950-11-14 1955-07-14 Courtaulds Ltd Vorrichtung zum Ausbreiten eines laufenden nassen Fadenkabels

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742866C (de) * 1938-08-07 1943-12-13 Julius Lindenmeyer Dr Ing Verfahren und Vorrichtung zum OEffnen von getrockneten kuenstlichen oder natuerlichen Faden- oder Faserbaendern
DE930343C (de) * 1950-11-14 1955-07-14 Courtaulds Ltd Vorrichtung zum Ausbreiten eines laufenden nassen Fadenkabels
DE928578C (de) * 1952-07-28 1955-06-02 Rieter Joh Jacob & Cie Ag Streckwerk

Also Published As

Publication number Publication date
FR1209880A (fr) 1960-03-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE911651C (de) Verfahren zur Behandlung von Glasfasern oder -faeden oder von aus Glasstapelfasern bestehenden Lunten oder Garnen
DE726122C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen von Faeden aus anorganischen, in der Hitze plastischen Massen, insbesondere Glas
DE2528127C2 (de) Verfahren zum Schnellspinnen eines Polyamids
DE69620017T2 (de) Mehrlagiges gewebe und verfahren zu seiner herstellung
DE1660204A1 (de) Aus kontinuierlichen Faeden bestehendes Garn
DE3634904C2 (de)
DE3151968A1 (de) Faeden und andere erzeugnisse auf der grundlage von glasfasern und verfahren zu ihrer herstellung"
DE2159510C3 (de)
DE930947C (de) Verfahren zum Schutz der Faeden in einer fortlaufenden Glasfadenlitze
EP0176937A2 (de) Verfahren zum Herstellen von Glattgarn
DE2159510B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines zu Geweben oder Gestricken verarbeitbaren Textilfaserbands
DE69831926T2 (de) Verfahren zur herstellung einer faser und diese faser enthaltende produkte
AT397242B (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von glasfasererzeugnissen, z. b. vliesen, matten, garnen und vorgarnen
DE1241035B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Lunten oder Straengen aus Fasern aus thermoplastischem Material, wie z. B. Glas
DE1105117B (de) Verfahren zur Herstellung von Straengen, insbesondere aus Glasfaeden
DE3039834A1 (de) Verfahren zum impraegnieren von vorgarn und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE1596468A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Faeden aus Glas fuer die Herstellung von Glasfaserkoerpern
DE2129838A1 (de) Verfahren zur Herstellung und Weiterverarbeitung von Glasfaeden
DE1054671B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ausziehen kontinuierlicher mehrfaediger Glasfaserlunten
DE602004004317T2 (de) Glastextilgewebe
DE873068C (de) Glas- oder Mineralfasererzeugnis
DE3818606A1 (de) Verfahren zum herstellen eines multifilen, anorganischen fadens
DE1596663A1 (de) Formrohr fuer Glasfasern
AT218191B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen spinnbarer Glas- oder glasähnlicher Fäden
AT160223B (de) Verfahren zum Herstellen eines Vorgarns aus Glasfasern oder ähnlichen Fasern.