DE1104100B - Verfahren zur Herstellung koerniger, mittels Sieben abtrennbarer Addukte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung koerniger, mittels Sieben abtrennbarer Addukte

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DE1104100B
DE1104100B DEE17879A DEE0017879A DE1104100B DE 1104100 B DE1104100 B DE 1104100B DE E17879 A DEE17879 A DE E17879A DE E0017879 A DEE0017879 A DE E0017879A DE 1104100 B DE1104100 B DE 1104100B
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adduct
adducts
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DEE17879A
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Dr Hermann Franz
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Edeleanu GmbH
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Edeleanu GmbH
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Description

  • Verfahren zur Herstellung körniger, mittels Sieben abtrennbarer Addukte Gegenstand der Patentanmeldung E 16414 IV c123 b ist ein Verfahren zur Herstellung mittels Sieben leicht abtrennbarer Addukte aus Harnstoff und gradkettigen Kohlenwasserstoffen, das darin besteht, daß man zunächst den Bereich ermittelt, innerhalb dessen das Addukt in körniger, siebfähiger Form vorliegt, indem man die Faktoren, von denen der Kornbereich abhängig ist, nämlich Harnstoff löser, Öllöser, Konzentration der Harnstofflösung, Menge der Harnstofflösung und die Temperatur der Adduktbildung, auf das Kohlenwasserstofföl abstimmt und dann unter den so ermittelten Bedingungen die Adduktbildung vornimmt oder diese Bedingungen nach erfolgter Adduktbildung einstellt.
  • Es wurde nun gefunden, daß der Zusatz oberflächenaktiver Stoffe zum Gemisch der adduktbildenden Stoffe die Entstehung körniger, leicht abtrennbarer Addukte begünstigt. Diese Begünstigung besteht darin, daß der Zusatz oberflächenaktiver Stoffe die Bildung körniger, siebfähiger Addukte in manchen Fällen überhaupt erst ermöglicht und in anderen Fällen, wenn ein Kornbereich bereits existiert, die siebfähigen Addukte unter Voraussetzungen entstehen läßt, unter denen sie in Abwesenheit der oberflächenaktiven Stoffe nicht existieren. Der Zusatz der oberflächenaktiven Stoffe kann vor, während oder nach beendeter Adduktbildung erfolgen.
  • Es ist zwar bekannt, die Harnstoffbehandlung organischer Verbindungen in Gegenwart oberflächenaktiver Stoffe vorzunehmen, die eine Benetzung des Adduktes durch die wäßrige Harnstofflösung bewirken und es in der wäßrigen Phase in Suspension halten. Sinn dieser Maßnahme ist, das Addukt in die wäßrige Phase zu ziehen und es nicht in der organischen Phase zu belassen, in der es verbleiben würde, wenn die Adduktbildung in Abwesenheit von Netzmitteln erfolgen würde.
  • Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich hiervon dadurch, daß eine wäßrige Phase nach der Adduktbildung nicht mehr erhalten und daß lediglich die Adduktstrüktur durch die oberflächenaktiven Stoffe beeinflußt wird. Dies geht besonders aus der Tatsache hervor, daß ein mit Sieben nicht abtrennbares, z. B. feinpulvriges Addukt nach beendeter Adduktbildung, wenn man zu einer Dispersion des Adduktes in einem Ölloser erfindungsgemäß oberflächenaktive Stoffe zusetzt, seine Struktur so vergröbert, daß es mit Hilfe von Sieben abfiltriert werden kann.
  • Körnige, siebfähige Addukte lassen sich im allgemeinen leicht aus Benzin-, Kerosen-, Gasöl- und Spindelölfraktionen erhalten, wenn die in Patentanmeldung E 16414IVc/23b genannten Bedingungen eingehalten werden. Höhermolekulare Kohlenwasserstofföle, beispielsweise Maschinenöle mit der Engler-Viskosität E°5o°c=29@ ergaben bei der Behandlung mit Harnstoff fast immer schmierige, klebrige Addukte, deren Abtrennung sehr schwierig ist. Setzt man nun entsprechend der Erfindung oberflächenaktive Agenzien zu dem Gemisch der adduktbildenden Stoffe, dann erhält man auch bei diesen Fraktionen körnige, siebfähige Addukte.
  • Für die Abtrennbarkeit des Adduktkornes mittels Sieben ist die Maschenweite des Siebes entscheidend. Hier wird ein Addukt als »siebfähig« bezeichnet, wenn der Durchmesser des Adduktkornes sich zwischen 0,2 bis 4 mm bewegt.
  • Beispiel 1 Ein Maschinenöldestillat, d20=0,926, E°5o,c=29, wurde mit Harnstoff in der Weise behandelt, daß sowohl die Menge der Harnstofflösung als auch deren Konzentration und die Temperatur der Adduktbildung im Sinne der Patentanmeldung E 16414IVc/23b variiert wurden. Immer hatte das anfallende Addukt eine schmierige Beschaffenheit. In einer neuen Versuchsreihe wurde dann der wäßrigen Harnstofflösung 0,13 Gewichtsprozent (bezogen auf Harnstofflösung) eines handelsüblichen oberflächenaktiven Stoffes zugesetzt. Bei der Verwendung von Methylenchlorid als Ölloser, von Wasser als Aktivator und einem Einsatz von 100 Volumprozent Harnstofflösung (bezogen auf eingesetztes Kohlenwasserstofföl) ergab sich für Harnstofflösungen der Sättigung bei 60, 70 und 80° C folgender Kornbereich: Tabelle 1 Kornbereich der Addukte aus leichtem Maschinenöl in Gegenwart von Methylenchlorid bei Verwendung von 100 Volumprozent wäßriger Harnstofflösung, die bei 60, 70 und 80° C mit Harnstoff gesättigt worden war, unter Zusatz von 0,13 Gewichtsprozent eines oberflächenaktiven Stoffes
    Sättigung der Harnstoff-
    lösung bei ° C
    60 I 70 i 80
    Übergang von Brei zu Korn
    (obere Grenze), ° C ...... -f-24 -f-27 -I-30
    Übergang von Korn zu Pulver
    (untere Grenze), "' C ...... -1-16 -f-13 +l0
    Ob sich Addukte körniger Beschaffenheit bilden, hängt wesentlich von der Art des Einsatzöles, d. h. vom Molekulargewicht, von dem relativen Verhältnis der anwesenden adduktbildenden Komponenten zu den nicht adduktbildenden Anteilen und davon ab, ob der paraffinische Kohlenwasserstoff nur leicht oder stärker verzweigt ist. Eindeutige Richtlinien lassen sich hierfür nicht angeben. Es existieren höhermolekulare Kohlenwasserstofföle vom Siedebereich der Maschinenöle, die ohne Zusatz von oberflächenaktiven Agenzien bei der Behandlung mit Harnstoff körnige Addukte ergeben. Bei der weit überwiegenden Menge solcher Destillate erhält man die gewünschten körnigen Addukte nur unter --#%litverwendung der oberflächenaktiven Stoffe.
  • Nicht nur die Überführung von Addukten klebriger, schmieriger Beschaffenheit in eine gewissermaßen »trockene« Form wird entsprechend der Erfindung ermöglicht, auch eine Vergröberung der Addukte aus solchen feinkristalliner, pulvriger Struktur läßt sich durch Zusatz oberflächenaktiver Mittel herbeiführen. Beispiel 2 Ein Plattformat vom -spezifischen Gewicht d2o.c = 0,783 und vom Siedebereich 65 bis 155° C ergab bei der Behandlung mit 65 Volumprozent bei 100° C gesättigter wäßriger Harnstofflösung ein feinpulvriges Addukt. Dem Gemisch wurde 0,1 Gewichtsprozent einer oberflächenaktiven Substanz zugegeben. Nach kurzem Verrühren erfolgte ein Übergang zu grobkörnigem Addukt. In den Fällen, in denen bereits Kornbereiche existieren, ermöglicht der Zusatz oberflächenaktiver Stoffe entsprechend der Erfindung eine Verschiebung der Grenzen des Bereichs.
  • Beispiel 3 Behandelt man ein mit Methylenchlorid verdünntes Spindelöl mit 100 Volumprozent wäßriger Harnstofflösung, die bei 70° C gesättigt wurde, dann ist das Adddukt zwischen -!- 25° C und bis oberhalb 40° C (Siedepunkt des Methylenchlorids = 40° C) körnig und siebfähig. Eine Zugabe von 0,3 Gewich=sprozent eines oberflächenaktiven Mittels hat zur Folge, daß sich der Kornbereich nach den Grenzen -;- 7 und -1-25° C verlagert. Wurde die Harnstofflösung bei 60° C gesättigt, reichte der neue Kornbereich von -f- 7 nach -I- 21' C.
  • Beispiel 4 Behandelt man ein Hartparaffin (Schmelzpunkt 73°C) enthaltendes Gemisch mit angefeuchtetem Harnstoff, dann liegt der Kornbereich zwischen + 90 und 100° C. Setzt man 0,2 Gewichtsprozent eines oberflächenaktiven Mittels zu, dann verschieben sich dessen Grenzen auf -I- 25 bis -I- 68° C.
  • Die Mengen des Zusatzes an oberflächenaktiven Stoff regeln innerhalb gewisser Grenzen auch noch das Maß für die Verschiebung der Grenzen des Kornbereiches: größere Mengen des Zusatzes verursachen eine weitergehende Verlagerung des Kornbereiches als kleine Mengen des oberflächenaktiven Materials.
  • Tabelle 2 Kerosen, mit Methylenchlorid verdünnt, mit 100 Volumprozent einer bei 80° C gesättigten wäßrigen Harnstoff lösung behandelt, mit verschiedenen Mengen eines oberflächenaktiven Stoffes versetzt
    Menge des ober-
    flächenaktiven Stoffes
    Gewichtsprozent
    0,0 I 0,15 0,3
    Übergang von Brei zu Korn
    (obere Grenze), ° C ...... >40 ' -1-31 -f-20
    Übergang von Korn zu Pulver
    (untere Grenze), ° C ...... -!-2$ + 4 ! -10
    Den gleichen Effekt übten wachsende Mengen des oberflächenaktiven Mittels bei einer Spindelölfraktion aus. Tabelle 3 Mit Methylenchlorid verdünntes Spindelöl, mit 100 Volumprozent wäßriger Harnstofflösung (Sättigung 70° C) und wachsenden Zusätzen eines oberflächenaktiven Mittels behandelt
    Menge des oberflädienaktiven Mittels, Gewichtsprozent
    0,0 I 0,1 I 0,2 0,3 1 0,4
    i
    übergang von Brei zu Korn (obere Grenze), ° C .. >40 >45 -I-40 -f-27 -f-16
    i
    Übergang von Brei zu Korn (obere Grenze), ° C . . -f-25
    -I-9
    -I-6 -(-5 f ±0
    Als oberflächenaktive Materialien gemäß der Erfindung können die bekannten anionaktiven kationenaktiven oder nicht jonogenen Stoffe verwendet werden. Manche von ihnen bewirken nur oder vorzugsweise den Übergang der Adduktstruktur von der schmierigen Beschaffenheit zum Korn, sie sind an der oberen Grenze aktiv, andere dagegen begünstigen die Vergröberung des Adduktes von der pulvrigen zur grobkristallinen Form, sie wirken an der unteren Grenze. Es läßt sich indessen nicht im voraus sagen, welche Aktivität die oberflächenaktiven Stoffe in eben genannten Sinne entwickeln. Es ist aber sehr einfach, an Hand eines Laboratoriumsversuches die Richtung der Aktivität zu ermitteln und die als geeignet befundenen Stoffe im technischen Prozeß einzusetzen.
  • Es ist zwar schon bekannt, die Adduktbildung in Gegenwart oberflächenaktiver Stoffe vorzunehmen. Jedoch handelt es sich dabei lediglich darum, den Kontakt zwischen den adduktbildenden Paraffinen und dem Harnstoff bzw. den Harnstofflösungen zu verbessern. Die vorliegende Erfindung befaßt sich nur mit der Änderung der Kristallstruktur des Adduktes im Rahmen der in der Patentanmeldung E 1641=1 IVc/23b offenbarten Erfindung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung körniger, mittels Sieben abtrennbarer Addukte nach der Patentanmeldung E 16414 IV c/23 b, dadurch gekennzeichnet, daß dem Adduktbildungsgemisch vor, während oder nach beendeter Adduktbildung oberflächenaktive Mittel in Mengen bis zu 1 Gewichtsprozent zugesetzt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1050 770; deutsche Patentschrift Nr. 844445.
DEE17879A 1959-07-02 1959-07-02 Verfahren zur Herstellung koerniger, mittels Sieben abtrennbarer Addukte Pending DE1104100B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE844445C (de) * 1948-07-07 1952-07-21 Shell Refining & Marketing Co Verfahren zur Abscheidung organischer gradkettiger Verbindungen aus deren Mischungenmit verzweigtkettigen Verbindungen
DE1050770B (de) * 1953-07-24 1959-01-19 Henkel &. Cie. G.m.b.H., Düsseldorf Verfahren zur Trennung von Gemischen organischer Verbindungen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE844445C (de) * 1948-07-07 1952-07-21 Shell Refining & Marketing Co Verfahren zur Abscheidung organischer gradkettiger Verbindungen aus deren Mischungenmit verzweigtkettigen Verbindungen
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