DE10889C - Verfahren und Apparat zur Erzeugung von Ammoniak - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Erzeugung von Ammoniak

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DE10889C
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J. P. RICKMAN in London und J. B. THOMPSON in New-Crofs, Grafschaft Kent
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/04Preparation of ammonia by synthesis

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

1880.
Klasse 75.
J. P. RICKMAN in LONDON und J. B. THOMPSON in NEW-CROSS
(Grafschaft Kent).
Verfahren und Apparat zur Erzeugung von Ammoniak.
Patentirt im Deutschen Reiche vom II. März 1880 ab.
Kohlenstoffhaltige Stoffe werden unter Zutritt von Luft und Wasserdämpfen einer langsamen Verbrennung unterzogen, wobei sich der Stickstoff der Luft mit dem Wasserstoff des Wassers verbindet. Diese Reaction wird nach dem vorliegenden Verfahren entweder zur Erzeugung von Ammoniumchlorid benutzt, welches nachher in Ammoniak oder andere Ammonium - Verbindungen zersetzt werden kann, oder sie dient zur Erzeugung von Ammonium - Sulfat oder -Chlorid oder einer wässerigen Lösung von Ammoniak selbst.
Zur Herstellung von Ammoniumchlorid werden 4 bis 8 pCt. Kochsalz mit zerkleinerter Kohle gemischt. Diese Mischung erleidet in einem den Gaserzeugern ähnlichen Ofen unter beschränktem Luftzutritt und Wasserdampf eine langsame Verbrennung. Mit Hülfe einer Pumpe, eines Exhaustors, Dampfstrahl-Apparates oder Gebläses werden die den Ofen verlassenden Gase durch Wasser in eine Reihe von auf einander folgenden Behältern getrieben. In diesen bildet sich eine Lösung von Ammoniumchlorid. Es 'ist nicht nöthig, das ganze Brennmaterial mit Salz zu mischen, es genügt vielmehr, den Ofen mit einer Lage von Kohle und Coks, über welche eine Schicht einer Mischung von Salz und Kohlenstaub ausgebreitet liegt, zu versehen, nur mufs von Zeit zu Zeit diese obere Schicht im Verhältnifs der Verbrennung erneuert werden. Man kann einen gewöhnlichen Coksofen in dieser Weise anwenden, wenn man Wasserdampf mit der kleinen, gewöhnlich in den Ofen tretenden Luftmenge eintreten läfst. Die Zuführung des Dampfes kann entweder so geschehen, dais man eine Dampfröhre direct in den Aschenfall münden läfst, oder indem man auf eine Metallplatte, welche im Innern des Aschenfalles der von dem Roste ausgestrahlten Hitze ausgesetzt ist, Wasser rieseln läfst.
Statt gewöhnlichen Kochsalzes kann man auch Calciumchlorid oder andere Halo'idsalze mit dem Feuerungsmaterial mischen, doch ist im allgemeinen Kochsalz das billigste Material. Ebenso können statt zerkleinerter Kohle auch andere kohlenstoffhaltige Stoffe verwendet werden.
Ammonium-Sulfat oder -Chlorid kann nach einer Abänderung des Verfahrens dadurch erzeugt werden, dafs man von der Mischung des Brennmaterials mit Salz absieht und die Dämpfe durch eine Lösung von Schwefelsäure oder Chlorwasserstoffsäure leitet. Zu diesem Zwecke dient ein Apparat, wie er Jn der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist.
Fig. ι zeigt einen Längeridurchschnitt des Ofens; Fig. 2 einen Schnitt durch die Condensationsräume mit einer Vorderansicht des Ofens. Der Rost des Ofens besteht aus stufenförmig gelegten Platten A. Unterhalb dieses Rostes befindet sich der Aschenfall mit eiserner Bodenplatte B.
Wasser rieselt durch ein mit einem Hahn versehenes Rohr auf die Platte B, auf welcher es durch die abwärts strahlende Hitze verdampft wird.
Die Luftzuführung wird durch ein Register oder einen Schieber D in der Thür des Aschenfalls so regulirt, dafs eine langsame Verbrennung des Materials auf dem Roste· unterhalten wird. E ist die Feuerungsthür, die grofs genug sein mufs, um eine bequeme Vertheilung des Feuerungsmaterials auf dem Roste zu gestatten. Die Verbrennungsproducte werden vermittelst eines Ventilators oder ähnlicher Vorrichtung durch gebogene Röhren F durch die flüssigkeit in den auf einander folgenden Behältern G gesaugt.
In diese Behälter tritt zum Ersatz für das verdampfende Wasser durch eine Röhre ZT frisches Wasser. An dieser befinden sich mit Hähnen versehene Zweigröhren, die in jeden einzelnen Behälter führen. Durch die Hähne K können diese Behälter entleert werden.
Wenn das zu verwendende Brennmaterial grofse Mengen Schwefel enthält, so ist es von Vortheil, die Behälter G mit Schwefelsäure zu füllen, in welchem Falle sie dann nach Verlauf einiger Zeit Ammoniumsulfat in Lösung enthalten. Wird sehr reines Brennmaterial, wie z. B. Holzkohle, angewendet, so genügt es, die Behälter G mit Wasser zu füllen, in welchem Falle eine wässerige Lösung von Ammoniak erzeugt wird.

Claims (1)

  1. Patent-An Sprüche:
    Die Erzeugung von Ammoniumchlorid durch langsame Verbrennung einer Mischung kohlenstoffhaltiger Stoffe mit gewöhnlichem Kochsalz oder anderen Halo'idsälzeii unter Zutritt von Luft und Wasserdampf und Condensation der durch die langsame Verbrennung erzeugten Dämpfe, indem sie durch' Wasser in mehrere auf einander folgende Behälter geleitet werden.
    Die Combination eines die langsame Verbrennung besorgenden Ofens oder Generators mit einer Anzahl von Condensationsräumen, im wesentlichen zum Zwecke uud wie oben mit Bezug auf beiliegende Zeichnung beschrieben worden ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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