DE108762C - - Google Patents

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DE108762C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/02Treatment of water, waste water, or sewage by heating

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53: Nahrungsmittel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Oktober 1898 ab.
Mittels dieser Vorrichtung soll bei Wassersterilisirapparaten sowohl der Wasserzufiufs als auch die Wärmezufuhr in der Weise geregelt werden, dafs eine völlig selbstthätige Arbeit des Apparates erzielt wird. Die Regelung der Wärmezufuhr und die Regelung des Wasserzuflusses bezw. Durchflusses wird durch ein und dasselbe Organ bewirkt, welches bei Bewegung in der einen Richtung auf eine Drosselvorrichtung für das Heizmedium, bei Bewegung in der anderen Richtung auf eine Drosselvorrichtung für das ausfliefsende, d. h. sterilisirte Wasser einwirkt, so dafs demnach die Durchflufsgeschwindigkeit des Wassers durch den mit dieser Regelvorrichtung versehenen Apparat von der Stellung des vorerwähnten Drosselorganes abhängt. Die Stellung dieses Organes ist wieder abhängig von der Temperatur des erhitzten Wassers und es erfolgt nun hierbei die Regelung in der Weise, dafs bei steigender Temperatur des Wassers eine Drosselung des Heizmediums eintritt, wohingegen bei sinkender Temperatur der Wasserausflufs gedrosselt wird, so dafs ein langsamerer Durchflufs erfolgt, wodurch eine bessere Wärmeaufnahme, also eine stärkere Erhitzung des Wassers, d. h. eine Erhitzung bis zur Sterilisirtemperatur eintritt.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Regelvorrichtung bei einem Wassersterilisirapparat gezeigt. Der Haupttheil dieses Apparates ist in Fig. 1 dargestellt, wohingegen Fig. 2 die Regelvorrichtung selbst in vergröfsertem Mafsstabe zeigt. Die Regelvorrichtung ist bei dieser Ausführungsform folgendermafsen beschaffen. Es sind zwei Teller Ic1Ji2 vorhanden, die jeder von einer zweckmäfsig gewellten Membran überspannt sind, vorzugsweise einer solchen, wie man sie bei Aneroidbarometern verwendet. Diese Membranen wirken auf Hebel A3 A4, die in der Weise unter der Einwirkung von Federn stehen, dafs diese Federn dem unter den Membranen vorhandenen Druck entgegen wirken. Die Hebel k'6 k* ruhen mit ihren freien Enden auf der Spindel eines in einem Gehäuse L (Fig. 2) enthaltenen Tellerventiles L1, und zwar ist dieses Gehäuse bei / an das obere Ende Z1 eines verticalen Rohres b (Fig. 1) angeschlossen, während es bei Z2 (Fig. 1 und 2) nach aufsen mündet bezw. hier das Abflufsrohr Z2 besitzt. Der Hebel ks ist oben mit einer Blattfeder versehen, die beim Aufsteigen des Hebels gegen eine Ventilspindel wirkt, deren Ventil sich in dem Gehäuse M befindet und den Hindurchtritt des Gases von dem Rohr m nach dem Brennerrohr ml des Brenners G (Fig. 1) regelt. Der Teller k1 ist mittels des Rohres η an einen in dem Erhitzungsgefäfs A befindlichen Cylinder N angeschlossen, in dem sich eine geringe Menge Wasser befindet. Dieses Wasser entwickelt Dampf und es wird durch diesen Dampf ein Druck auf die Membran des Tellers A:1 ausgeübt, so dafs, sobald dieser Druck eine gewisse Spannung erreicht bezw. übersteigt, ein Anheben des Hebels k3 eintritt, dieser nun in entsprechendem Grade auf das Gasventil wirkt und hierdurch eine Verkleinerung der Flamme herbeiführt. Damit die Flamme niemals ganz erlöschen kann, sondern mindestens immer noch eine Art Zündflamme vorhanden bleibt, ist der Ventilteller mit einem nicht dargestellten kleinen Schlitz bezw. einer
Bohrung versehen, durch die eine geringe Menge Gas auch dann hindurchströmen kann, wenn das Ventil durch den Hebel k3 vielleicht gänzlich geschlossen worden sein sollte.
Wenn der gegentheilige Fall vorhanden ist, wenn also das Wasser nicht ausreichend erhitzt wird, so wird die entsprechend gesunkene Dampfspannung von der auf den Hebel k3 wirkenden Feder überwunden werden, so dafs nun eine Rückwirkung auf das Wasserauslafsventil in der Weise eintritt, dafs dieses, der noch vorhandenen Dampfspannung entsprechend, weniger oder mehr geschlossen und in diesem Zustande so lange erhalten wird, bis das nunmehr entsprechend langsamer durch den Apparat fliefsende Wasser infolge dieser Verlangsamung mehr erhitzt wird. Die gleichzeitige Regelung der Wärmezufuhr und des Wasserabflusses wird mithin bereits allein durch den Membranteller k1 und den Hebel k3 bewirkt, indem diese Organe, die selbstverständlich eine verschiedenartige Ausbildung erfahren oder durch äquivalente Organe ersetzt werden können, auf Drosselvorrichtungen von an sich ebenfalls beliebiger Ausführung einwirken.
Der bereits oben erwähnte zweite Membranteller k2 mit dem Hebel k* bewirkt eine Nebenregelung nur des Wasserauslafsventiles unter dem Druck einer Wassersäule, nämlich der durch das Wasser gebildeten Säule, welches in dem Apparat sterilisirt werden soll. Demgemäfs steht der Teller k2 in Verbindung mit dem Wasserzuflufsrohr H (Fig. ι); das Wasser tritt stets unter einem gewissen Druck, beispielsweise von einer hoch gelegenen Cisterne aus, in dieses Rohr hinein. Sollte der Druck geringer werden, als für den Apparat, d. h. für die ordnungsmäfsige Durchflufsgeschwindigkeit des Wassers bestimmt ist, so wird durch die auf den Hebel k* wirkende Spiralfeder ein entsprechendes Senken der Membran des Tellers k2 bewirkt werden, da jetzt der Gegendruck nicht mehr die ausreichende Stärke besitzt, und es wird hierdurch das Ventil in dem Gehäuse L seinem Sitz genähert werden, so dafs das Wasser nur in geringerem Mafse als vorher austritt. Dadurch wird mithin der Eintritt des Wassers durch das Rohr H verringert und es kann sich das Wasser in der Cisterne oder dem sonstigen Behälter erst wieder so weit ansammeln, bis der normale Druck wieder vorhanden ist, worauf dann durch die Einwirkung dieses Druckes auf die Membran des Tellers k2 eine entsprechende Gegenwirkung auf den Hebel k^ ausgeübt wird, so dafs nun die Spindel des Wasserventiles, die ebenfalls unter Federwirkung steht, hierdurch wieder auf die frühere Höhe gehoben wird, sobald dem nicht die von dem Druck unter der Membran k1 abhängige Feder des Hebels &3 entgegenwirkt.
Das durch das Rohr H zufliefsende Wasser gelangt in ein das Rohr b concentrisch umgebendes Rohr b1. Dieses Doppelrohr b b1 bildet weiterhin concentrische Schlangen, in denen sich das Wasser in entgegengesetzter Richtung bewegt, wobei auch die Richtung des Wassers in dem inneren und dem äufseren Rohr entgegengesetzt ist. Am unteren Ende dieser Schlangen trennen sich die Rohre b b1 in die Rohre c d, die nun irgend einen beliebig ausgeführten anderen Apparat durchlaufen, in dem ein völliger Ausgleich der Temperaturen des zu sterilisirenden und des sterilisirten Wassers eintritt, was zum Theil schon in den doppelten Spiralrohren b'2 geschieht. Das Wasser, welches unten aus dem Rohr C austritt, fliefst schliefslich oben durch das Rohr d% wieder zu, um nun in dem Erhitzungsgefäfs A auf die Sterilisirtemperatur gebracht zu werden; es fliefst dann durch das Rohr e2 wieder ab und tritt schliefslich unten durch das Rohr d wieder in die Spiralrohre b'2, und zwar in das innere Rohr über, um schliefslich durch das Rohr b hindurch bei / 1 und I in das Ventilgehäuse L zu gelangen, von wo dann durch I2 der Abflufs des sterilisirten Wassers erfolgt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Regelvorrichtung für Wassersterilisirapparate, gekennzeichnet durch zwei Membranteller (k1 k'2J, von denen der eine (k2) unter dem hydrostatischen Druck des zu sterilisirenden Wassers, der andere (kl) unter einem ,der Temperatur des gerade sterilisirt werdenden Wassers entsprechenden Dampfdruck steht und beide zusammen bei normalen Druckverhältnissen das Auslafsventil (L1) für das sterilisirte Wasser unter Ueberwindung von auf Schlufs dieses Ventiles wirkenden Federn oder dergl. in einer mittleren Spannung erhalten, während bei Druckerniedrigung unter dem ersten oder zweiten Teller eine Verringerung der Ventilöffnung, bei Druckerhöhung nur unter dem zweiten Teller sowohl eine Vergröfserung der Ventilöffnung als auch eine Verhinderung- des Brennstoffzuflusses für das Erhitzungsgefäfs zur Sterilisation des Wassers eintritt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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