DE108680C - Elektrischer Fernöffner für Gaslampen. - Google Patents
Elektrischer Fernöffner für Gaslampen.Info
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- DE108680C DE108680C DE1899108680D DE108680DA DE108680C DE 108680 C DE108680 C DE 108680C DE 1899108680 D DE1899108680 D DE 1899108680D DE 108680D A DE108680D A DE 108680DA DE 108680 C DE108680 C DE 108680C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q3/00—Igniters using electrically-produced sparks
- F23Q3/008—Structurally associated with fluid-fuel burners
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Feeding And Controlling Fuel (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
ATENTSCHRIFT
KLASSE 26: Gasbereitung und -Beleuchtung.
Elektrischer Fernöffner für Gaslampen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Mai 1899 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein elektrischer Fernöffner für Gasbeleuchtung, bei
dem das Oeffnen und Schliefsen der Gasleitung zum Brenner durch einen Zweiweghahn
bewirkt wird, "der unter Vermittelung eines mit ihm verbundenen Zahnrades durch
den Anker eines oder mehrerer Elektromagnete nach ein und derselben Richtung periodisch
gedreht wird, während diese Drehung sowohl für die Offen- als auch für die Schlufsstellung
durch eine Arretirung begrenzt ist.
Diese Fernöffner genügen nun zwar im Allgemeinen, was die Sicherheit des Betriebes betrifft,
den zu stellenden Anforderungen; sie haben aber alle einen Mangel, der in dem erhöhten
Stromverbrauch liegt.
Ohne Sicherung der periodischen Endstellung des Hahnes arbeitet ein Fernöffner nicht
genügend sicher, da dann der sich leicht drehende Hahn, dessen Gaswege nur sehr
geringe lichte Weite haben, durch den ihn stofsweise betätigenden Anker der Elektromagnete
leicht zu weit gedreht wird und dann entweder den Gaszuflufs nicht genügend
weit offen oder nicht richtig verschlossen hält. Die Bethätigung dieses nothwendigen Sicherungsorganes
erfordert natürlich Kraft, und diese ist bei den bekannten Constructionen (vergl. die Patentschrift Nr. 72775) eine, verhältnifsmäfsig
so grofse, dafs hierdurch bisher die Anwendung entsprechend starker Batterien erforderlich
war.
Der erhöhte Kraftverbrauch gegenüber den Fernöffnern ohne Sicherung der Hahnstellung
ist darin zu erblicken, dafs der den Hahn drehende Anker noch mit der Vorrichtung
zum Sichern der Hahnstellung belastet ist.
Die magnetische Kraft nimmt bekanntlich quadratisch zu der Entfernung des Ankers ab,
so dafs sie bei gegebener Stromstä'rke im Moment des Anziehens des Ankers am geringsten
ist, also auch die Mehrbelastung des Ankers eine erhöhte Stromstärke erfordert. Bei
dem neuen Fernöffner wird nun dieser Uebelstand dadurch beseitigt, dafs das Sicherungsorgan einerseits nicht dem Anker angefügt ist,
ihn also auch nicht belastet, andererseits erst dann bethätigt wird, wenn der Anker bereits
angezogen wird, sich also den Spulenkernen nähert und somit durch die Verkürzung des
Ankerabstandes von den Spulenkernen die magnetische Kraft bereits so weit verstärkt ist, dafs
nunmehr die Arbeitsleistung zur Bethätigung des Sicherungsorganes keinen Einflufs auf die
zur Verfügung stehende Stromstä'rke ausübt.
Aus beiliegender Zeichnung ist der neue Fernöffner beispielsweise dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen den Fernöffner an einem Gasblaubrenner in der vorderen Ansicht, Fig. 3
in der Seitenansicht, während die Fig. 4 und 5 Constructionseinzelheiten zeigen.
In das Gaszuleitungsrohr ist der bekannte Zweiweghahn k (Fig. 4) eingeschaltet, der auf
seiner Stirnseite mit dem Zahnrade α ausgestattet ist und zwischen den beiden Elektromagneten
b c liegt, welche in bekannter Weise mit einer elektrischen Stromquelle verbunden
sind.
Der gemeinsame Anker d der Elektromagnete b c ist an dem Ständer e (Fig. 3) drehbar
gelagert (Fig. 5) und mit der federnden Klaue f sowie dem kleinen seitlichen Stift g ausgestattet,
so dafs beim Hochziehen des Ankers d durch die Kerne h h1 der Elektromagnete b c
die Klauey gegen einen der Zähne des Rades e
trifft und so den mit letzterem verbundenen Gashahn um einen Achtelkreis weiter dreht.
Um nun zu verhindern, dafs diese Drehung weiter erfolgt, als beabsichtigt ist, wird die
Klinke i (Fig. 1 und 2) von dem hochgehenden Anker in die Drehungsbahn des Rades a
so- vorgeschoben, dafs sich letzteres stets nur um eine ganz bestimmte Strecke drehen kann.
Zu diesem Zwecke ist an dem Anker d der seitlich vorspringende, bereits erwähnte Stift g
(Fig. 3) befestigt, dessen Wirkungsweise durch Fig. 4 veranschaulicht wird.
Wird Strom durch die Elektromagnete b c geschickt und dadurch der Anker d angezogen,
so trifft zuerst die auf dem Anker befestigte federnde Klaue (Fig. 1 und 5) gegen einen der
Zähne des auf dem Gashahn k (Fig. 4) befestigten Zahnrades und dreht dieses mit dem
Gashahn. Während dieses Vorganges gelangt aber auch der an dem Anker d angeordnete
Stift g gegen die niederhängende Sperrklinke i und bewegt letztere gegen das Zahnrad α (siehe
die punktirte Stellung Fig. 4), so dafs diese die Weiterdrehung des Zahnrades α und damit die
des Hahnes k begrenzt, infolge dessen bei richtiger Ausführung der Gaszuflufs voll geöffnet
ist. \
Wird dann der Strom unterbrochen, so lassen die Elektromagnete los, und da die
Klaue f mit dem Anker d durch Feder / elastisch verbunden ist, so fällt der Anker d
nieder und nimmt wieder seine Anfangsstellung Fig. ι ein. Da hierbei auch der Stift g nach
unten geht, so pendelt die Klinke i wieder in die senkrechte Lage (Fig. 4 ausgezogene Stellung)
zurück; wird dann von Neuem Strom durch die Elektromagnete geschickt, so wird Anker d angezogen, das Rad a um einen
Achtelkreis gedreht, die Klinke i durch den Stift g in die Drehbahn des Zahnrades bewegt
und dadurch die Ueberschreitung der Schlufsstellung des Gashahnes verhindert.
In dem dargestellten Beispiel ist dieser vorstehend geschilderte Fernöffner in bekannter
Weise gleichzeitig als Fernzünder ausgebildet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein elektrischer Fernöffner mit durch den Anker der Elektromagnete periodisch nach derselben Richtung gedrehtem Gashahn, gekennzeichnet durch eine neben dem Zahnrad (a) des Gashahnes (k) niederhängende Sperrklinke (i) und einen an dem Anker (d) angeordneten Stift (g), der sich bei hochgehendem Anker hinter die Sperrklinke (i) legt und diese zwischen die Zähne des Rades (a) schiebt, um so die Drehung desselben zu begrenzen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE108680T | 1899-05-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE108680C true DE108680C (de) | 1900-03-02 |
Family
ID=378641
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1899108680D Expired DE108680C (de) | 1899-05-16 | 1899-05-16 | Elektrischer Fernöffner für Gaslampen. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT4242B (de) |
| DE (1) | DE108680C (de) |
-
1899
- 1899-05-16 DE DE1899108680D patent/DE108680C/de not_active Expired
-
1900
- 1900-01-15 AT AT4242D patent/AT4242B/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT4242B (de) | 1901-05-25 |
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