DE1069658B - Belüftungsanordnung für unterirdische Verkehrstunnels - Google Patents

Belüftungsanordnung für unterirdische Verkehrstunnels

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DE1069658B
DE1069658B DENDAT1069658D DE1069658DA DE1069658B DE 1069658 B DE1069658 B DE 1069658B DE NDAT1069658 D DENDAT1069658 D DE NDAT1069658D DE 1069658D A DE1069658D A DE 1069658DA DE 1069658 B DE1069658 B DE 1069658B
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DE
Germany
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tunnel
fresh air
ventilation
air duct
exhaust
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DENDAT1069658D
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Voith VZST GmbH
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JM Voith GmbH Heidenheim an der Brenz
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Publication of DE1069658B publication Critical patent/DE1069658B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F1/00Ventilation of mines or tunnels; Distribution of ventilating currents
    • E21F1/003Ventilation of traffic tunnels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Ventilation (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine mit Gebläsen betriebene Belüftungsanordnung für unterirdische Verkehrstunnels mit parallel zur Tunnelachse verlaufenden, an einer Tunnelseite übereinanderliegenden Kanälen für Frischluft und Abluft, von denen ein Kanal nahe der Tunneldecke bzw. nahe der Tunnelsohle mit dem Tunnelverkehrsraum durch unmittelbar in der Trennwand zwischen Tunnel und diesem Kanal angeordnete und über die Tunnellänge verteilte Öffnungen direkt in Verbindung steht.
Bei unterirdischen Tunnels, bei denen eine natürliche Belüftung von einem Tunnelende zum anderen durch Luftströmung nicht ausreicht, ist es bekannt, die von den Fahrzeugen anfallenden Abgase durch besondere Belüftungsanordnungen abzuziehen. Hierbei wird die Frischluft durch in gleichmäßigen Abständen entlang der ganzen Tunnellänge angeordnete Öffnungen von beiden Tunnelseiten her nahe der Tunnelsohle senkrecht zur Tunnelachse in den Tunnelverkehrsraum eingeführt und die Abluft ebenfalls durch in Abständen entlang der ganzen Tunnellänge angeordnete Öffnungen an oder nahe der Tunneldecke in Richtung senkrecht zur Tunnelachse abgezogen. Auf diese Weise kommt es zu einer quer zum Tunnel gerichteten sogenannten Querbelüftung. Bei den vorstehend genannten Ausführungen ist der Frischluftkanal entweder unter der Tunnelsohle oder an einer Tunnelseite, der Abluftkanal oberhalb der Tunneldecke oder an der anderen Tunnelseite untergebracht.
Es ist ferner als Sonderform der Querbelüftung die sogenannte Diagonalbelüftung bekannt, bei der die Frischluft an einer Tunnelseite nahe der Tunnelsohle zugeführt, die Abluft an der im Tunnelquerschnitt diagonal gegenüberliegenden Stelle nahe der Tunneldecke abgeführt wird. Bei dieser Belüftungsart sind die Frischluftkanäle auf der einen Seite, die Abluftkanäle auf der anderen Seite angeordnet.
Es sind aber bei Diagonalbelüftung auch schon Ausführungen bekannt, bei denen Frischluft- und Abluftkanal an nur einer Tunnelseite und übereinander verlegt sind. Wegen der durch die Diagonalbelüftung bedingten Ausmündung der Frischluftzuführung auf der dem Frischluftkanal entgegengesetzten Tunnelseite sind Verbindungsleitungen — sogenannte Stichkanäle — in der Tunnelsohle über deren ganzen Breite erforderlich.
Alle diese Anordnungen verursachen bei ihrer Her-Stellung durch die schwierige Ausgestaltung der die Frischluft- und Abluftkanäle mit dem Tunnelverkehrsraum verbindenden Stichkanäle einen großen Arbeitsaufwand. Außerdem rufen die Stichkanäle während des Betriebes, insbesondere in ihren Krümmungen ständig große Druckverluste hervor, die, wenn sie ausgeglichen werden sollen, stärker bemessene Gebläse Belüftungsanordnung
für unterirdische Verkehrstunnels
Anmelder:
J. M. Voith G. m. b. H.,
Heidenheim/Brenz
erforderlich machen. Die Druckverluste könnten zwar auch durch ein größeres Bemessen der Stichkanaldurchmesser herabgesetzt werden, aber dadurch würde entweder die Tunnelsohle oder die Tunneldecke noch stärker ausfallen als sie an und für sich schon ist. Denn die Stichkanäle dürfen weder den zügigen Verlauf der Betonbewehrung stören, noch dürfen sie die Tunnelsohle bzw. die Tunneldecke schwächen. Demzufolge müssen Tunnelsohle oder Tunneldecke bei Verwendung von Stichkanälen etwa um deren Gesamthöhe stärker ausgeführt werden, wozu es eines größeren Materialaufwandes bedarf. Schließlich können bei den relativ langen und engen Stichkanälen Verstopfungen eintreten, die unerwünschte Betriebsstörungen hervorrufen, und die nicht immer leicht beseitigt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorerwähnten Nachteile bei Tunnels der eingangs erwähnten Art unter Anwendung einfacher Mittel zu beheben. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß nicht nur der eine, sondern beide übereinander an der einen Tunnelseite liegenden Kanäle für die Frischluft und Abluft durch in der Trennwand zwischen ihnen und dem Tunnelverkehrsraum liegende Öffnungen, die in Abständen entlang der ganzen Kanallänge verteilt sind, mit dem Tunnelverkehrsraum direkt verbunden sind. Auf diese Weise werden alle innerhalb der Tunnelsohle und Tunneldecke sonst erforderlichen Stichkanäle entbehrlich. Es liegen sonach sowohl die Öffnungen für den Einlaß der Frischluft aus dem Frischluftkanal in den Tunnel als auch die für den Austritt der Abluft aus dem Tunnel in den Abluftkanal übereinander auf einer Tunnelseite. Die Querbelüftung nimmt dabei den Verlauf eines auf der Seite liegenden U an. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind die aus dem Frischluftkanal zum Tunnelverkehrsraum führenden Frischluftzuführungen schwach nach unten geneigt.
909 650/10

Claims (3)

Als besonders zweckmäßig hat sich eine bekannte Anordnung erwiesen, bei welcher der für die Kontrollbegehung des Tunnels erforderliche, gegenüber der Fahrbahn erhöhte Fußweg an der Seite des Frischluftkanals angeordnet ist. Dadurch wird die Trennwand zwischen Frischluftkanal und Tunnelverkehrsraum im Bereich der als Frischluftzuführungsöffnungen dienenden Querkanäle stärker, so daß diese länger ausfallen und eine bessere Richtwirkung auf die austretende Frischluft haben. Durchgeführte Versuche haben gezeigt und bestätigt, daß die erfindungsgemäße Belüftung den an Fahrbahntunnels gestellten Forderungen in bezug auf deren Entlüftung voll gerecht wird. Der Frischluftstrahl streicht von der Öffnung des Frischluftkanals kommend über die Fahrbahn, erfaßt an der Entstehungsstelle die Fahrzeugabgase und wird mit ihnen vermischt an die gegenüberliegende Tunnelseitenwand und von ihr weiter zur Tunneldecke abgelenkt. Dort wird das Gemisch von Luft und Abgasen vom Sog der an den Abluftkaiial angeschlossenen Abluftöffnungen erfaßt und abgezogen. Durch entsprechende Wahl des Gebläsedruckes oder des Querschnittes der in der Trennwand zwischen den Frischluft- und Abluftkanälen und dem Tunnelverkehrsraum vorgesehenen Luftzu- und Luftabführungsöffnungen wird gewährleistet, daß der Frischluftstrahl bzw. die Belüftung sämtliche, auch die entlegensten Punkte des Tunnelprofils erfaßt, ohne daß irgendwelche ins Gewicht fallende Abgasmengen im Tunnelraum unabgeführt zurückbleiben. Mit der Anwendung der Erfindung sind infolge des Fortfalls von längeren Stichkanälen beachtliche Vorteile verknüpft. Neben einer wesentlichen Vereinfachung in der Herstellung des Tunnels wird eine große Materialersparnis erreicht, zumal weder Tunnelsohle noch Tunneldecke nunmehr stärker als unbedingt notwendig ausgeführt zu werden brauchen. Vor allem aber wird — wie die Versuche ergeben haben — bei gleichem Belüftungseffekt des Tunnels eine überraschend kleinere Gebläseleistung benötigt, so daß nunmehr der Belüftungsbetrieb des Tunnels mit wesentlich weniger Gebläsen gleicher Leistung wie früher durchgeführt werden kann. Die erfindungsgemäße Belüftungsanordnung ist in der Zeichnung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch den Tunnel und Fig.2 einen Längsschnitt gemäß Schnittlinie^-^ der Fig. 1. Mit 1 ist der Tunnelverkehrsraum, mit 2 der Abluftkanal und mit 3 der unter diesem angeordnete Frischluftkanal bezeichnet. Die als Frischluftzuführungsöffnungen 5 dienenden Querkanäle sind vorzugsweise nach unten zu geneigt und um etwa die Breite des Fußweges 6 länger als die als Abluftabführungsöffnungen 4 dienenden oberen Querkanäle, die horizontal verlaufen. Für das Wesen der Erfindung ist es ohne Belang, ίο weiche Querschnittsform die Frischluftzuführungen und Abluftabführungen haben. Patentansprüche:
1. Mit Gebläse betriebene Belüftungsanordnung für unterirdische Verkehrstunnels mit parallel zur Tunnelachse verlaufenden, an einer Tunnelseite übereinanderliegenden Kanälen für Frischluft und Abluft, von denen ein Kanal nahe der Tunneldecke bzw. nahe der Tunnelsohle mit dem Tunnelverkehrsraum durch unmittelbar in der Trennwand zwischen Tunnel und diesem Kanal angeordnete und über die Tunnellänge in Abständen verteilte Öffnungen direkt verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß auch der andere Kanal (3 oder 2) unmittelbar durch in der Trennwand zwischen Kanal und Tunnel liegende Öffnungen (5 bzw. 4) mit dem Tunnelverkehrsraum (1) in Verbindung steht.
2. Belüftungsanordnung nach Anspruch 1, bei der der Abluftkanal oben und der Frischluftkanal unten liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Frischluftkanal" (3j zum Tunnelverkehrsraum (1) führenden Frischluftzuführungsöffnungen (5) aus schwach nach unten geneigten Ouerkanälen bestehen.
3. Belüftungsanordnung nach Anspruch 2 für Straßentunnels mit einem gegenüber der Fahrbahn erhöhten, seitlichen Fußweg, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter Weise der Fußweg (6) an der Frischluftkanalseite angeordnet ist und die als Frischluftzuführungsöffnungen (5) dienenden Ouerkanäle unter ihm hindurchgeführt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Zeitschrift »Die Bautechnik«, 32. Jahrgang, 1955,
S. 338 bis 342;
Zeitschrift »Straßen- und Tiefbau«, 11. Jahrgang.
1957, S. 53 bis 63.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 650/10 11. 59
DENDAT1069658D Belüftungsanordnung für unterirdische Verkehrstunnels Pending DE1069658B (de)

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DE1069658B true DE1069658B (de) 1959-11-26

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1081331A1 (de) * 1999-09-02 2001-03-07 Rud. Otto Meyer GmbH & Co. KG Verfahren und Absauganlage zum Entlüften bzw. Rauchgasabsaugen in einem Tunnel
WO2002101198A3 (de) * 2001-06-13 2003-05-01 Thyssenkrupp Hiserv Gmbh Absaugvorrichtung für einen tunnel

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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WO2002101198A3 (de) * 2001-06-13 2003-05-01 Thyssenkrupp Hiserv Gmbh Absaugvorrichtung für einen tunnel

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