DE1069204B - Schaltungsanordnung zur Aufrechterhalttung von an Steuerklemmen liegenden Potentialen, insbesondere in Anlagen der Fernmeldetechnik; Zus. z. Pait. 1034 704 - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Aufrechterhalttung von an Steuerklemmen liegenden Potentialen, insbesondere in Anlagen der Fernmeldetechnik; Zus. z. Pait. 1034 704

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DE1069204B
DE1069204B DENDAT1069204D DE1069204DA DE1069204B DE 1069204 B DE1069204 B DE 1069204B DE NDAT1069204 D DENDAT1069204 D DE NDAT1069204D DE 1069204D A DE1069204D A DE 1069204DA DE 1069204 B DE1069204 B DE 1069204B
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relay
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DENDAT1069204D
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English (en)
Inventor
München Dipl.-Ing. Georg Freymadl und Günter Edler
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Siemens and Halske AG
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Siemens and Halske AG
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Publication of DE1069204B publication Critical patent/DE1069204B/de
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

Gegenstand des Patentes 1 034 704 ist eine Schaltungsanordnung zur Aufrechterhaltung von an Steuerklemmen liegenden Potentialen. Die Steuerklemmen sind dazu bestimmt, mit Hilfe der an ihnen liegenden Potentiale dort angeschlossene Einrichtungen zu steuern. Damit dies ohne Schwierigkeiten vor sich geht, wird meistens wegen der technischen Eigenschaften der angeschlossenen Einrichtungen gefordert, daß während der Auswertung der jeweiligen Potentialverteilung an den Steuerklemmen, während der z. B. ein Schaltvorgang in einer angeschlossenen Einrichtung stattfindet, sich die Potentialverteilung an den Steuerklemmen nicht ändert. Gemäß dem genannten Patent wird dies dadurch erreicht, daß von jeder Steuerklemme ein Fixierrelais betrieben wird, welches mit einem seiner Kontakte ein das Potential der Steuerklemme vertretendes Potential an jeweils eine weitere Steuerklemme anlegt, und daß während des Auswertevorganges eine Fixierspannung geliefert wird, welche entweder bereits angesprochene Fixierrelais über einen Selbsthaltekontakt unter Haltestrom hält oder das Ansprechen der Fixierrelais verhindert. Hierbei wird jedes Fixierrelais von der zugehörigen Steuerklemme über eine erste Wicklung betrieben. Die Fixierspannung verhindert dann das Ansprechen der Fixierrelais über ihre erste Wicklung und hält bereits angesprochene Fixierrelais über eine zweite Wicklung unter Haltestrom.
Durch die Erfindung wird nun eine Variante und zugleich eine weitere Ausbildung dieser Schaltungsanordnung geschaffen. In bestimmten Fällen kann es nämlich erforderlich sein, daß das an einer Steuerklemme angeschlossene Fixierrelais sehr hochohmig sein soll, z. B. um dort eine möglichst geringe Belastung hervorzurufen, weil der Steuerklemme nur eine geringe Leistung entnommen werden darf. Gleichzeitig wird meistens gefordert, daß zur Ausführung seiner Steueraufgaben das Fixierrelais mehrere Kontakte zu tragen und auch zu betätigen hat. In diesen Fällen ist es nun hinderlich, wenn statt einer Wickking zwei getrennte Wicklungen auf dem Fixierrelais vorgesehen werden müssen, wobei jeweils über eine einzige Wicklung das Ansprechen des Fixierrelais erzielt werden muß, da wegen dieser Bedingung unter sonst gleichen Verhältnissen ein größerer Ansprechstrom als beim Vorhandensein einer einzigen Wicklung erforderlich ist.
Die Erfindung zeigt nun einen Weg, wie man hinsichtlich dieses Umstandes eine Verbesserung vornehmen kann. Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist dadurch gekennzeichnet, daß jedes Fixierrelais mit einer einzigen als Ansprech- und Haltewicklung dienenden Wicklung versehen ist und daß die Fixierspannung über einen von diesen Fixier-Schaltungsanordnung
zur Aufrechterhaltung
von an Steuerklemmen liegenden
Potentialen,
insbesondere in Anlagen
der Fernmeldetechnik
Zusatz zum Patent 1 034 704
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Georg Freymadl und Günter Edler, München, 2_ sind als Erfinder genannt worden
relais betätigten und zugleich als Selbsthaltekontakt wirkenden Umschaltekontakt jeweils an einen Wicklungsanschluß des Fixierrelais gelegt wird.
Bei einem derartigen Aufbau der Schaltungsanordnung erzielt man zunächst den Vorteil, daß das Fixierrelais nur eine einzige Wicklung aufzuweisen hat. Dies ist auch für sich bereits insofern ein Vorteil, als die Herstellung eines Relais mit nur einer anstatt von zwei Wicklungen billiger ist. Außerdem läßt sich die Wicklung bei gegebenen Betriebsbedingungen sehr hochohmig machen, da unter sonst gleichen A^erhältnissen ein geringerer Ansprechstrom als beim Vorhandensein von zwei Wicklungen erforderlich ist, wodurch unter Umständen sonst nicht erfüllbare Anforderungen an die Eigenschaften des Fixierrelais überhaupt erst erfüllt werden können.
Die Fig. 1 stellt ein Beispiel für die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung dar, bei der die Steuerklemmen jeweils durch den Ausgang einer aus Richtleitern aufgebauten »Und«-Schaltung gebildet werden. Die Fig. 2 stellt eine weitere Ausgestaltung dieser Schaltungsanordnung dar, die bei besonders strengen Betriebsbedingungen anzuwenden ist.
Es wird nun zunächst die Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 beschrieben. Es sind hier die beiden Steuerklemmen Sl und 6*2 vorhanden. An der Steuerklemme
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3 4
.Tl ist zunächst über den Richtleiter G12 der an der Strom über die Widerstände W11 der betreffenden negativen Spannung — £ liegende Widerstand WIl anderen Kontakte, die zugehörigen Richtleiter G12. und über den Arbeitskontakt α 1 der an Masse liegende das Relais A'l und den Widerstand W13, der das An-Widerstand M'12 angeschlossen. Der Widerstand JF12 sprechen des Relais A'l bewirkt. Die Stärke dieses ist dabei klein gegen den Widerstand WIl. Wenn der 5 Ansprechstromes ist übrigens um so weniger abhän-Arbeitskontakt al geöffnet ist, liegt am Richtleiter gig von der Anzahl der jeweils geschlossenen Kondie negative Spannung —E, und wenn der Kontakt al takte al, je hochohmiger das Fixierrelais KX im Vergeschlossen ist, liegt dagegen am Richtleiter Masse- hältnis zu dem Widerstand F-FIl ist. Um zweckspannung, wenn man von dem Spannungsabfall ab- mäßige Betriebsbedingungen für das Fixierrelais Ä'l sieht, der von dem durch die Widerstände WIl und io einhalten zu können, ist es nun notwendig, daß sich iF12 fließenden Ouerstrom erzeugt wird. Durch das dieser Ansprechstrom nicht zu sehr ändert, weshalb Vielfachschaltungszeichen an der Klemme 5" 1 wird das Fixierrelais K1 hochohmig zu sein hat. Mit dem nun angegeben, daß dort mehrere derartige Gruppen Ansprechen betätigt das Fixierrelais A'l auch seinen von Schaltelementen angeschlossen sind. Diese bilden Umschaltekontakt k 12, wodurch der Kontakt f über insgesamt in an sich bekannter Weise eine »Und«- 15 den Entkoppelrichtleiter G11 mit der Steuerklemme Schaltung mit der Eigenschaft, daß an der Klemme Sl verbunden wird. Wenn nun während eines Aus-.91 die Spannung — E so lange vorhanden ist, wie Wertevorganges der Kontakt/ geschlossen wird, so nicht alle Kontakte σ 1 geschlossen sind, andernfalls gelangt als Fixierspannung die Spannung — £ auch wirkt sich dort Massespannung aus. über die Kontakte / und k 12 an die Steuerklemme 6"I.
An der Steuerklemme S2 ist eine in gleicher Weise 20 Wenn während des Auswertevorganges alle Kontakte
aufgebaute »Und«-Schaltung angeschlossen, von der al geschlossen werden, so ist demnach an der Steuer-
der Richtleiter G22 und die Widerstände W21 und klemmeSl die Fixierspannung —E auch weiterhin
W22 sowie der Kontakt «2 dargestellt sind. vorhanden und bewirkt, daß das Fixierrelais A'l
Während des Betriebes tritt an den beiden Steuer- weiterhin im Ansprechzustand bleibt. Der Umschalteklemmen Sl und S2 also entweder die Spannung — £ 25 kontakt k 12 wirkt also in diesem Betriebsfall als oder Massespannung auf. Zu den Steuerklemmen Sl Selbsthaltekontakt für das Fixierrelais. Der Richt- und S2 gehören nun noch die weiteren Steuerklemmen leiter G12 und die entsprechenden verhindern, daß SIl und 5"2I, durch welche sie bei der Steuerung der die Fixierspannungsquelle über die Kontakte al und angeschlossenen Einrichtungen vertreten werden. Die die Widerstände W12 belastet wird, wodurch die weitere Steuerklemme SIl wird zu diesem Zweck 30 Fixierspannung zusammenbrechen könnte oder ein über den Umschaltekontakt Ml an die Spannung — £ unerwünschter Strom über den Kontakt/ fließen oder an Masse gelegt. In entsprechender Weise wird könnte. Das Fixierrelais bleibt so lange im Ansprechdie weitere Steuerklemme .921 über den Kontakt/"21 zustand, wie der Kontakt/ geschlossen bleibt, also so mit Spannung versorgt. lange, wie der Auswertevorgang dauert. Wenn der
An die Steuerklemme Sl ist die Reihenschaltung 35 Kontakt / geöffnet wird, so wird das Fixierrelais Al aus dem Fixierrelais Al und dem Widerstand W13 stromlos, und der Umschaltekontakt M2 kommt wieangeschlossen, wobei der Widerstand WXZ mit seinem der in seine Ruhelage.
dem Fixierrelais A'l abgewandten Ende an Masse Beim zweiten Betriebsfall sind zunächst alle Konliegt. Als Fixierspannung wird hier dieSpannung—£ takte al geschlossen, weshalb das Fixierrelais Al verwendet. Sie wird im gegebenen Fall über den 4° stromlos ist. Der Umschaltekontakt £12 befindet sich Kontakt /, der z. B. zu einer angeschlossenen Einrich- in Ruhelage. Wenn dann während des Auswertevortung gehören möge, und über den Entkoppelrichtleiter ganges der Kontakt / geschlossen wird, ändert sich GIl an die Mittelfeder des zu dem Relais ATl gehö- der Betriebszustand des Fixierrelais Al nicht. Über renden Umschaltekontaktes £12 gelegt, dessen An- das Fixierrelais Al, die Richtleiter G12, die geschlüsse mit den Enden der einzigen Wicklung des 45 schlossenen Kontakte al und die Widerstände W12 Fixierrelais A'l verbunden sind. Über den Kontakt/ fließt dann nämlich ein Strom, der die Richtleiter G12 werden noch andere derartige Fixierrelais, die ande- in Sperrichtung beansprucht und daher durch die ren Steuerklemmen, wie der Steuerklemme .92, züge- Sperrwiderstände dieser Richtleiter so niedrig geordnet sind, mit Fixierspannung versorgt. Der Ent- halten wird, daß das Fixierrelais ATl nicht anspricht, koppelrichtleiter GIl dient dazu, um zu vermeiden, 50 Auch wenn einer oder mehrere der Kontakte al gedaß, falls am Fixierrelais Al eine von der Steuer- öffnet werden, so ändert sich der Betriebszustand des klemme 5*1 herrührende negative Spannung auftritt, Fixierrelais A'l noch nicht, da dann beide Enden diese negative Spannung zu anderen Fixierrelais wei- seiner Wicklung unter dem Einfluß des gleichen Pols tergeleitet wird. Er ist dementsprechend gepolt. Bei der Betriebsspannungsquelle liegen, nämlich des Pols diesen anderen Fixierrelais soll nämlich nur dann 55 mit der Spannung —E. Die Fixierspannung erfüllt eine negative Spannung wirksam werden, wenn der also auch in diesem Falle ihre Aufgabe. Das Vorhan-Kontakt/ geschlossen ist. Bei dem Fixierrelais A2 densein des Widerstandes W13 verhindert, daß über ist für den entsprechenden Zweck der Entkoppelricht- den Umschaltekontakt k 12 ein Kurzschluß der Beleiter G21 vorgesehen. triebsspannungsquelle eintritt. Wenn nun mit dem
Der Umschaltekontakt k 12 ist derart in die Zulei- 60 Ende des Auswertevorganges der Kontakt / geöffnet
tung zum Fixierrelais Al eingefügt, daß er in Ar- wird, so verschwindet am Verbindungspunkt zwi-
beitslage die eventuell vorhandene Fixierspannung an sehen dem Fixierrelais Al und dem Widerstand W13
dasjenige Ende der Wicklung des Fixierrelais Al die Fixierspannung — E. Statt dessen wirkt sich
anlegt, welches an die SteuerklemmeSl angeschlossen dort über den Widerstand W13 Massespannung aus.
ist. Entsprechend ist der Umschaltekontakt k22 für 65 Infolgedessen wird das Fixierrelais A1 zum Anspre-
das Fixierrelais A2 in die betreffende Zuleitung ein- clien gebracht, wie es auch dem Betriebszustand der
gefügt. Kontakte a 1, von denen mindestens einer geöffnet ist,
Für die Arbeitsweise des Fixierrelais Al gibt es entspricht.
nun zwei verschiedene Fälle. Beim ersten Fall, wenn Damit ist gezeigt, daß die Schaltung gemäß Fig. 1
nicht alle Kontakte a 1 geschlossen sind, fließt ein 7° die vorgesehene Aufgabe erfüllt. Diese Schaltungs-
anordnung kann auch an Steuerklemmen angeschlossen werden, deren Spannungsversorgung in anderer Weise als hier vorgenommen wird. Beispiele dafür sind in dem Patent 1 034 704 angegeben.
Bei der in Fig. 2 gezeigten weiteren Ausgestaltung dieser Schaltungsanordnung sind im wesentlichen nur eine Steuerklemme und die dazugehörenden Schaltelemente als Auszug aus einer umfangreicheren Schaltungsanordnung gezeigt. Es ist hier zusätzlich ein Hilfsrelais mit einem eigenen Stromkreis verwendet, welches zwischen Steuerklemme und Fixierrelais eingefügt ist und mit dessen Hilfe eine Verstärkung der an der Steuerklemme entnehmbaren Steuerleistung stattfindet. Das Hilfsrelais ist dabei hochohmig zu machen. Es braucht hier nur zwei Kontakte zu tragen.
Durch Anwendung eines Hilfsrelais erzielt man mehrere besondere Vorteile, die nachfolgend angegeben werden. Bei der Anwendung einer derartigen Schaltungsanordnung ist es zuweilen erwünscht, daß durch das Fixierrelais nicht nur die Spannungsversorgung einer einzigen weiteren Steuerklemme vorgenommen wird, sondern von mehreren derartigen Steuerklemmen mit voneinander unabhängigen Stromkreisen. Für diesen Zweck muß das Fixierrelais dann mehrere Kontakte besitzen. Diese Anforderung steht mit der bereits erwähnten Anforderung im Widerspruch, daß es sehr hochohmig zu sein hat. Besonders hochohmig hat das Fixierrelais nun in dem Fall zu sein, bei dem auf eine Steuerklemme sehr viele Kontakte, wie der Kontaktal, mit den zugehörigen Widerständen arbeiten. In diesem Fall sieht man nämlich auch vor, die zwischen der Steuerklemme und den Kontakten al liegenden Richtleiter in Form einer Staffelschaltung anzuordnen. Darunter ist zu verstehen, wie es in der Schaltung gemäß Fig. 2 auch angedeutet ist, daß die Kontakte al zunächst gruppenweise über Richtleiter zusammengefaßt sind, von denen der Richtleiter G121 dargestellt ist und von denen die anderen durch das Vielfachschaltungszeichen m angedeutet sind. Die jeweils bei einem derartigen Vielfachschaltungszeichen liegenden Verbindungspunkte von Richtleitern sind dann über weitere Richtleiter, zu denen der Richtleiter G12 gehört, an die Steuerklemme S1 angeschlossen. Die Zusammenfassung dieser letzteren Richtleiter wird durch das Vielfachschaltungszeichen η angedeutet. Durch die Verwendung einer Staffelschaltung an Stelle der im Zusammenhang mit der in Fig. 1 angegebenen Schaltung für die Richtleiter wird erreicht, daß der gegebenenfalls über die Richtleiterschaltung in Sperrichtung fließende Strom kleiner ist. Außerdem wirkt sich der Verlust der Sperreigenschaft, z. B. eines der Richtleiter G121 usw., nicht so aus, daß die Funktion der gesamten an einer Steuerklemme angeschlossenen Richtleiterschaltung gestört ist, sondern nur des Teiles, der zu einem einzigen Vielfachschaltungszeichen, wie es z. B. das Vielfachschaltungszeichen m ist, gehört. Dies ist besonders wichtig, wenn auf die gleiche Steuerklemme sehr viele Kontakte a I arbeiten. Wenn nun eine Staffelschaltung von Richtleitern verwendet wird, so ist es erforderlich, das Fixierrelais besonders hochohmig zu machen, damit der Durchlaßwiderstand der Richtleiter, die hier zum Teil in Reihe geschaltet sind, im Vergleich zum Widerstand des Fixierrelais noch nicht zu groß ist und damit störend wirkt.
Die einander widersprechenden Anforderungen an die Schaltungsanordnung, nämlich, daß das Fixierrelais mehrere Kontakte zu betätigen hat und daß das an der Steuerklemme angeschlossene Relais möglichst hochohmig zu sein hat, lassen sich am besten durch die Verwendung eines Hilfsrelais erfüllen, wie es vorstehend angegeben wurde. Man erreicht dadurch noch einen weiteren Vorteil gegenüber der Schaltung gemäß Fig. 1, nämlich eine kürzere Abfallzeit für das Fixierrelais, was unter Umständen von Bedeutung ist. Dieser Umstand wird jedoch erst nach der Beschreibung der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 2 genauer erläutert.
Bei der Schaltung gemäß Fig. 2 ist für die Steuerklemme Sl das Fixierrelais K1 und das Hilfsrelais Hl vorgesehen. Der mit dem Fixierrelais K1 in galvanischer Verbindung stehende Teil der Schaltungsanordnung ist fast genauso aufgebaut wie der zur Steuerklemme Sl gehörende Schaltungsteil der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1. Es sind nur die Unterschiede vorhanden, daß das Fixierrelais K1 hier unmittelbar durch einen einzigen Kontakt, nämlich den Kontakt h 11., gesteuert wird, anstatt über eine»Und«- Schaltung, und daß zwischen dem Kontakt f und dem
so Fixierrelais K1 statt einer einfachen Anordnung von Entkoppelrichtleitern eine Staffelschaltung von Entkoppelrichtleitern vorgesehen ist, welche durch die Entkoppelrichtleiter G11 und G111 angedeutet ist. Diese Staffelschaltung ist genauso aufgebaut wie die Staffelschaltung mit den Richtleitern G12 und G121. Der zusätzlich vorhandene Widerstand W 14c und der parallel dazu liegende Arbeitskontakt h 12 seien zunächst als durch einen Kurzschluß ersetzt gedacht. Der Kontakt All wird durch das Hilfsrelais iT 1 betätigt. Das Hilfsrelais Hl ist mit einem Anschluß an die Steuerklemme Sl und mit seinem anderen Anschluß über den Widerstand JF15 an Masse gelegt. Der Widerstand W15 ist durch den Ruhekontakt £13 überbrückt, der vom Fixierrelais K1 betätigt wird.
Von seiner Betätigung möge zunächst abgesehen werden. Das Hilfsrelais H1 trägt hier nur die beiden Kontakte hll und h 12 und kann daher sehr hochohmig sein. Wenn sich an der Steuerklemme Sl die negative Spannung — E auswirkt, so kommt das Hilfsrelais Hl in seinen Ansprechzustand, andernfalls befindet es sich in seinem Ruhezustand. Es bildet auf diese Weise durch seinen Betriebszustand den Spannungbzustaiid der Steuerklemme Sl ab und betätigt dementsprechend seinen Kontakt fell, über den das Fixierrelais A" 1 in ganz ähnlicher Weise beeinflußt wird wie das Fixierrelais Kl der Schaltung gemäß Fig. 1 über die dortige Steuerklemme Sl. Es erübrigt sich daher, die im Zusammenhang mit der Schaltung gemäß Fig. 1 bereits erläuterten beiden Betriebsfälle für die Wirkung der über den Kontakt f zugeführten Betriebsspannung noch einmal im einzelnen zu beschreiben.
Es sei jedoch auf die Vorgänge eingegangen, die sich abspielen, wenn während eines Auswertevorganges die zunächst an der Steuerklemme 611 vorhandene negative Spannung — E verschwindet. Nach Beendigung des Auswertevorganges hat dann das Fixierrelais Kl seinen Ruhezustand wieder einzunehmen, und zwar möglichst bevor ein erneuter Auswertevorgang beginnt, wobei der Kontakt / wieder geschlossen wird. Wenn in der Pause zwischen diesen beiden Auswertevorgängen das Fixierrelais Kl nicht in seine Ruhelage gekommen ist, so wird über seinen in Arbeitslage gebliebenen Umschaltekontakt k 12 bewirkt, daß es sich auch für die Dauer des zweiten Auswertevorganges in Arbeitslage erhält. Dies würde sich bei weiteren folgenden Auswertevorgängen wiederholen. Man muß daher zwischen den aufeinanderfolgenden Auswertevorgängen eine Pause vorsehen, die so lang ist, daß sie ausreicht, um das Abfallen des Fixier-
relais ΑΊ zu ermöglichen. Es ist nun manchmal erwünscht, daß diese Pause möglichst kurz ist. In diesem Fall muß das Abfallen möglichst schnell \-or sich gehen.
Bei der Schaltung gemäß Fig. 1 fließt nun, wenn das Fixierrelais A'1 sich im Arbeitszustand befindet, während des Auswertevorganges über das Fixierlelais ein Strom von Masse über den Widerstand W13, das Fixierrelais A" 1, den Kontakt k 12, den Gleichrichter G11, den Kontakt f usw. Wenn nach Ende des Auswertevorganges das Fixierrelais abfallen soll, so sind dann alle Kontakte al geschlossen. Beim Ende des Auswertevorganges wird der Kontakt / geöffnet. Es kann nun in diesem Fall über das Fixierrelais A' 1 beim Zusammenfallen seines Magnetfeldes ein Strom in derselben Richtung weiterfließen, nämlich über die Richtleiter G12, die Kontakte a 1, die Widerstände fF 12 und den Widerstand IV13 zurück zum Fixierrelais A'l. Wegen dieses Stromes ist nun eine gewisse Abfallverzögerung vorhanden. Bei der Schaltung gemäß Fig. 2 dagegen ist diese Abfallverzögerung nicht vorhanden, da dort das Fixierrelais A'l dann abzufallen hat, wenn der Kontakt / und der Kontakt Λ11 geöffnet ist. In diesem Fall kann kein Strom mehr über das Fixierrelais A'l fließen, sein Abfall wird daher nicht verzögert.
Es wird nun noch auf die Bedeutung der Kontakte Ji 12 und k 13 in der Schaltung gemäß Fig. 2 hingewiesen. Wenn das Hilfsrelais//1 angesprochen hat und das Fixierrelais Al noch im Ruhezustand, also stromlos ist, so ist sein Kontakt k 13 in Ruhelage, also geschlossen. Dem Hilfsrelais H1 muß über die Steuerklemme 511 ein zum Ansprechen ausreichender Strom zugeführt werden. Nach seinem Ansprechen benötigt es nur noch einen Haltestrom, Ein zum Haiten ausreichender Strom kann auch fließen, wenn der Kontakt k 13 geöffnet ist und die Überbrückung des Widerstandes W15 aufgehoben ist. Der Kontakt k 13 kann also nach dem Ansprechen des Hilf srelais H1 geöffnet werden. Um die Kontaktbestückung des Hilf srelais Hl aus den bereits erwähnten Gründen so gering wie möglich zu halten, ist der Kontakt k 13 auf dem Fixierrelais Al angebracht, welches nach dem Ansprechen des Hilf srelais Hl ebenfalls zum Ansprechen kommt. Die Herabsetzung des durch das Hilfsrelais /71 fließenden Stromes auf einen Haltestrom durch das Vorhandensein des Widerstandes W15 ist dann von besonderer Bedeutung, wenn, wie es bei bestimmten Anwendungen dieser Schaltungsanordnung in der Fernmeldetechnik der Fall ist, der Widerstand i?ll durch ein Relais gebildet wird. Dieses Relais RH hat bei Schließung des zugehörigen Kontaktes a 1 abzufallen, wobei eine Abfallverzögerung wegen eines danach noch fließenden Stromes über das Hilfsrelais Hl zu vermeiden ist. Diese Verzögerung ist um so geringer, je hochohmiger der zugehörige Stromkreis ist. Durch das Vorhandensein des Widerstandes ίΓ 15 wird daher diese Verzögerung auf ein Minimum herabgesetzt.
Der Kontakt Ii 12 hat eine in gewisser Hinsicht ähnliche Funktion. Der Widerstand IF13 wirkt während des Auswertevorganges im Ruhezustand des Fixierrelais A'l als Belastung für die Fixierspannung und sollte daher so hochohmig wie möglich sein. Es ist ihm daher noch der Widerstand W14 vorgeschaltet. Damit jedoch andererseits das Fixierrelais im gegebenen Fall einen zum Ansprechen ausreichenden Strom über den Kontakt h 11 aufnehmen kann, wird vor seinem Ansprechen der Kontakt h 12 durch das Hilfsrelais Hl geschlossen, welches ja vor dem Ansprechen des Fixierrelais K1 selber zum Ansprechen gebracht wird., Der Kontakt hl2 überbrückt dann den Widerstand JF14. Die Reihenschaltung der Widerstände f-F13und W14 kann so hochohmig sein, daß über das Fixierrelais nur ein Haltestrom fließt, wenn der Widerstand W14 nicht überbrückt wird.
Durch das Vorhandensein des Widerstandes WAA und des Kontaktes h 12 wird auch die Belastung des Kontaktes f verringert, was insbesondere dann von Bedeutung ist, wenn durch einen einzigen Kontakt / eine Schaltungsanordnung für sehr viele Steuerklemmen oder mehrere derartige Schaltungsanordnungen bedient werden. Letzteres ist durch das Vielfachschaltungszeichen w angedeutet. Ebenso können durch ein Fixierrelais jeweils mehrere weitere Steuerklemmen über Kontakte mit Spannung versorgt werden. Derartige weitere Steuerklemmen sind die Steuerklemmen .S1Il und SIv.
Es sei noch auf die Möglichkeit hingewiesen, daß der Kontakt f nicht in einer der von den Steuerklemmen zu beeinflussenden Einrichtungen liegt, sondern in einer dritten Einrichtung, welche sich während des Auswertevorganges mit einer an den Steuerklemmen angeschlossenen Einrichtung verbindet und dabei unter anderem den in ihr liegenden Kontakt / betätigt.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung zur Aufrechterhaltimg von an Steuerklemmen liegenden Potentialen während eines Auswertevorganges, bei der von jeder Steuerklemme ein Fixierrelais betrieben wird, welches mit einem seiner Kontakte ein das Potential der Steuerklemme vertretendes Potential an jeweils eine weitere Steuerklemme anlegt und bei der während des Auswertevorganges eine Fixierspannung geliefert wird, welche entweder bereits angesprochene Fixierrelais über einen Selbsthaltekontakt unter Haltestrom hält oder das Ansprechen der Fixierrelais verhindert, nach Patent 1034 704, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Fixierrelais (Kl, K 2) mit einer einzigen als Ansprech- und Haltewicklung dienenden Wicklung versehen ist und daß die Fixierspannung (-E) über einen von diesem Fixierrelais (Kl, A 2) betätigten und zugleich als Selbsthaltekontakt wirkenden Umschaltekontakt (k 12) jeweils an einen Wicklungsanschluß des Fixierrelais (Al, A2) gelegt wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Steuerklemme (Sl) und Fixierrelais (Al) ein Hilfsrelais (Hl) mit einem eigenen Stromkreis eingefügt ist, mit dessen Hilfe eine Verstärkung der an der Steuerklemme (ST) entnehmbaren Steuerleistung stattfindet.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2 unter Verwendung von Steuerklemmen, die jeweils durch den Ausgang einer aus Richtleitern aufgebauten »Und«-Schaltung gebildet werden, deren Eingänge über Relais wicklungen gespeist werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsrelais (HT) hochohmig sind.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Erregungsstromkreis des Hilfsrelais (HT) während der Erregung des zugehörigen Fixierrelais (A'l) so hochohmig gemacht wird, daß über das Hilfsrelais (Ul)nur noch ein Haltestrom fließt.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Erregungsstromkreis des Fixierrelais (Kl) nur während der Erregung des zugehörigen Hilfsrelais (Hl) so niederohmig gemacht wird, daß nicht nur ein Haltestrom, sondern auch ein Ansprechstrom über das Fixierrelais (Kl) fließen kann.
6. Schaltungsanordnung nachAnspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandsänderung im jeweiligen Erregungsstromkreis eines Relais (Kl, Hl) mit Hilfe eines Kontaktes (h 12, £13) vorgenommen wird, der zum dem betreffenden Relais zugeordneten Relais (Hl, Kl) gehört, welches nicht im jeweiligen Erregungsstromkreis liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DENDAT1069204D Schaltungsanordnung zur Aufrechterhalttung von an Steuerklemmen liegenden Potentialen, insbesondere in Anlagen der Fernmeldetechnik; Zus. z. Pait. 1034 704 Pending DE1069204B (de)

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