DE1058554B - Bistabiler Multivibrator - Google Patents
Bistabiler MultivibratorInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine bistabile Multivibratorschaltung mit einem Paar Transistoren.
Eine Schaltung der im folgenden zur Erläuterung beschriebenen Art weist zwei stabile Zustände auf,
die durch das ausgangsseitige Auftreten von zwei bestimmten Spannungspegeln gekennzeichnet sind. Derartige
Schaltungen werden allgemein als bistabile Multivibratoren oder Flip-Flop-Kreise bezeichnet
und werden allgemein in Wählschaltungen, Zählschaltungen, Torschaltungen und ähnlichen Schaltungen
verwendet. Ein bistabiler Multivibrator ist im allgemeinen eine Schaltung, die durch Anlegen eines
Kippimpulses abwechslungsweise von einem stabilen Zustand in den anderen gekippt werden kann.
Wünschenswerte Eigenschaften dieser Schaltung sind, daß sie stabil und von relativ einfachem und gedrängtem
Aufbau ist, rasch auf die Kippimpulse anspricht und nur sehr geringe Leistung zur Erzeugung von
Ausgangssignalen ausreichender Amplitude benötigt, um die damit verbundenen Lastkreise auszusteuern.
In Verfolgung dieser Ziele wurden bistabile Multivibratorschaltungen aufgebaut, die zwei Halbleitervorrichtungen
(Transistoren) mit je einer Basis, einem Emitter und einem Kollektor verwenden. Im allgemeinen
sind die beiden Transistoren kreuzweise über Widerstands - Kondensator - Netzwerke miteinander
verbunden und sind durch eine Vorspannungspotentialquelle derart vorgespannt, daß dann, wenn eine
Vorrichtung im leitenden Zustand ist, die andere im Sperrzustand oder im Zustand geringer Leitfähigkeit
gehalten wird. Die Notwendigkeit, eine getrennte Potentialquelle oder Vorspannungspotentialquellen
vorzusehen, kann für viele Anwendungsbereiche von Transistor-Multivibratoren zu umständlich sein.
In einer bekannten Art von Transistor-Flip-Flop-Schaltungen sind z. B. gesonderte Vorspannungspotentialquellen
vorgesehen, die für den Emitter des Transistors, dessen Zustand vom leitenden in den
nichtleitenden übergeht, ein Spern'orspannungspotential liefern, um den Transistor während seiner Sperrzeit
zu unterstützen und noch besser abzuschalten. Da der eben abgeschaltete Transistor während der Zeit,
in der er eingeschaltet ist, kräftig gesättigt wird, weist die Basis einen Überschuß von Minderheitsladungsträgern auf, die ausgeräumt werden müssen,
bevor der Transistor in der Flip-Flop-Schaltung ordnungsgemäß arbeiten kann. In einem PNP-Transistor
z. B. ergibt die Sperrspannung während der Sperrzeit des Transistors einen Strom in Sper-richtung in die
Basis, um das Abführen der überschüssigen Träger zu beschleunigen und auch die Umschaltzeit des Flip-Flop-Kreises
zu verkürzen.
Zusätzlich zu den Nachteilen, die sich aus der Notwendigkeit gesonderter Vorspannungsquellen in solchen
Anmelder:
Western Electric Company, Incorporated, New York, N.Y. (V.St.A.)
Vertreter: Dr.-Ing. K. Boehmert
und Dipl.-Ing. A. Boehmert, Patentanwälte,
Bremen, Feldstr. 24
und Dipl.-Ing. A. Boehmert, Patentanwälte,
Bremen, Feldstr. 24
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 7. September 1955
V. St. v. Amerika vom 7. September 1955
Eric Eden Sumner, North Caldwell, Ν. J. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Schaltungen und aus den Rückstell - Zeitkonstanten ergeben, die ein Arbeiten mit hoher Geschwindigkeit
ausschließen können, kann sich beim Arbeiten mit Transistor - Flip - Flop - Schaltungen eine andere
Schwierigkeit dadurch einstellen, daß einzelne Arten solcher Schaltungen keine Ausgangssignale mit ausreichend
hoher Amplitude erzeugen können, um eine fortgesetzte zuverlässige Steuerung der Lastkreise
und der mit der Flip-Flop-Schaltung verbundenen Vorrichtungen sicherzustellen. Bisher bekannte Schaltungen
versuchen dieses Problem dadurch zu lösen, daß eine erhöhte Ausgangsspannung erreicht wird,
was jedoch nur auf Kosten der Schaltgeschwindigkeit möglich ist.
Es ist bereits ein bistabiler Multivibrator mit einem Paar Transistoren bekanntgeworden. Bei dieser bekannten
Schaltung wird eine Diode, und zwar eine sogenannte Zenerdiode, als Vorspannungseinrichtung
verwendet. Diese Diode wird dabei so betrieben, daß eine bestimmte Vorspannung in Sperrichtung anliegt,
und daß durch Überschreiten dieser Sperrvorspannung in negativer Richtung ein Zustand hergestellt
wird, bei dem ein hoher Strom in die Diode fließt, so daß diese gekippt wird. Diese Zenerdioden haben den
Zweck, den im gesperrten Zustand der Transistoren fließenden Strom herabzudrücken.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte, bistabile Multivibratorschaltung mit zwei Halbleitervorrichtungen
zu schaffen, die mit hoher Geschwin-
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digkeit arbeitet und keine gesonderten Vorspannungsquellen benötigt.
Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, eine bistabile Transistor-Multivibrator-Schaltung zu schaffen,
die das Prinzip der Verarmung der Basis verwendet. Genauer gesagt, soll eine bistabile Transistor-Multivibrator-Schaltung
aufgebaut werden, die Schaltmittel enthält, um für die Sperrzeit des Transistors
einen Sperrstrom in die Basis hineinfließen zu lassen und den Basisstrom für die Zeit, während der der
Transistor gesperrt ist, auf einen Kleinstwert herabzudrücken oder abzuschalten, was im folgenden mit
Verarmungswirkung bezeichnet wird.
Zu diesem Zweck wird ein bistabiler Multivibrator mit einem Paar Transistoren, deren Emitter an einem
gemeinsamen Punkt, beispielsweise an Erde, angeschlossen sind und deren Kollektoren an einer beiden
Transistoren gemeinsamen Potentialquelle angeschlossen sind und bei dem außerdem eine Vorspannungseinrichtung
vorgesehen ist, die an den einen Transistor eine Sperrvorspannung liefert, wenn der andere Transistor
gerade leitet, erfindungsgemäß dadurch verbessert, daß diese Vorspannungseinrichtung ein Paar
Halbleiter-Schwellwertdioden der Art enthält, die in Durchlaßrichtung wenig oder gar keinen Strom durchlassen,
bevor nicht ein Potential bestimmter Amplitude über den Dioden angelegt wird, und daß jede
dieser Dioden die Basis des einen Transistors mit dem Kollektor des anderen Transistors koppelt.
Vorteilhafterweise besteht dabei die Basiszone jedes Transistors und die daran angeschlossene Zone der
Schwellwertdiode aus Halbleitermaterial vom entgegengesetzten Leitfähigkeitstyp.
Die erfindungsgemäße Transistor - Multivibrator-Schaltung weist dadurch eine hohe Stromempfindlichkeit
für Kippimpulse auf, daß in den Kopplungswegen Schaltmittel vorgesehen sind, die ein möglichst geringes
Ableiten des Kippstromes von dem zu kippenden Transistor ermöglichen.
Außerdem sind in den Kopplungswegen der bistabilen Transistor-Alultivibrator-Schaltung Einrichtungen
vorgesehen, die eine Vergrößerung der Amplitude des Ausgangssignals bewirken.
Der verbesserte Transistor-Multivibrator benötigt außerdem relativ wenig Schaltelemente und hat daher
den Vorteil des einfachen Aufbaus, niedriger Kosten und geringen Leistungsbedarfs.
Die erfindungsgemäße Schaltung wird in einem der Erläuterung der Erfindung dienenden Ausführungsbeispiel verwirklicht, das eine bistabile Multivibrator-
schaltung mit zwei Transistoren, zwei Halbleiterdioden und vier Widerständen zeigt. Jeder Transistor
enthält einen Emitter, einen Kollektor und eine Basis und liegt mit seinem Emitter an Erde. Die Basis jedes
Transistors ist über eine Halbleiterdiode, die Vorzugsweise eine Siliziumschichtdiode ist, und einen Widerstand
mit dem Kollektor des anderen Transistors gleichstromgekoppelt. Die einzige, erforderliche Potentialquelle
ist die über geeignete Strombegrenzungswiderstände mit dem Kollektor jedes Transistors verbundene
Potentialquelle, wobei in Schaltungen, die gemäß der Erfindung aufgebaut sind, keine gesonderte
Potentialquelle zur Vorspannungserzeugung benötigt wird.
Beim Betrieb der MultiviLiratorschaltung wechselt der leitende Zustand jedes Transistors jeweils in Abhängigkeit
von den anliegenden Kippimpulsen. Befindet sich der eine Transistor in seinem leitenden Zustand,
dann ist der andere Transistor auf Grund der Eigenschaften der dazwischengeschalteten Silizium-
schichtdiode in Sperrichtung vorgespannt, da sich diese Diode in einem im wesentlichen offenen oder
nichtleitenden Zustand befindet, bis eine Spannung vorbestimmter Größe über ihr angelegt wird. Für
Spannungen unter diesem vorbestimmten Wert verhindert die Vorspannungswirkung jeder Siliziumdiode,
daß ein Strom in den Basiskreis des mit der Diode verbundenen Transistors fließt. Dadurch wird
ein solcher Transistor mit Ausnahme von Leckströmen in seinem Sperrzustand gehalten.
Die dynamische Sperrkennlinie oder Arbeitssperrkennlinie der Siliziumdioden in den Koppelschaltungen
wird dazu verwendet, die Speicherzeit dadurch herabzusetzen, daß für die Dauer der Sperrzeit ein maximaler
Sperrstrom in den Transistor der Flip-Flop-Schaltung fließen kann. Dadurch kommt der Transistor,
der gerade gesperrt wird, viel schneller aus seinem Sättigungsbereich heraus, als dies sonst der Fall
sein würde. Ist der Transistor in seinem nichtleitenden Zustand, dann stellt jedoch die damit verbundene
Siliziumdiode einen hohen Widerstand für den Stromfluß in Sperrichtung dar. Durch die Verarmungswirkung der Siliziumdiode wird der Transistor mit
Sicherheit gesperrt, ohne daß getrennte Vorspannungspotentiale benötigt werden.
Die statische Durchlaßkennlinie einer Siliziumdiode ist derart, daß die Diode für alle Werte einer anliegenden
Durchlaßspannung bis zu einem bestimmten Wert eine hohe Impedanz und anschließend für alle
diesen Wert überschreitende Durchlaßspannungen eine niedere Impedanz darstellt. Daher zieht die
Siliziumdiode in jedem Kopplungsweg so lange keinen Strom, bis eine Spannung vorbestimmter Größe an
ihr angelegt wird. Dieser vorgegebene Wert wird auf die normale Spannungsamplitude am Transistor-Kollektor
aufgestockt und dient dazu, die Amplitude des Ausgangsspannungssignals zu erhöhen, das durch
die Schaltwirkung der Flip-Flop-Anordnung erzeugt wird.
Gemäß einem Merkmal der Erfindung sind zwei Transistoren in einer bistabilen Multivibratorschaltung
über ein Paar Halbleiterdioden miteinander gleichstromgekoppelt.
Ein anderes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß keine getrennten Quellen von Gleichstrom-Vorspannungspotentialen
für die Transistoren des bistabilen Multivibrators benötigt werden.
Ferner stellt es ein Merkmal der Erfindung dar, daß die Schaltzeit eines bistabilen Multivibrators
durch die Verwendung von Halbleiterdioden in den Basiskreisen der Transistoren verkürzt wird, die
während des Übergangs des Transistors in den Sperrzustand einen maximalen Sperrstrom in die Basis
fließen lassen.
Ein anderes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das Ausgangssignal eines gleichstromgekoppelten.
bistabilen Multivibrators durch das Einfügen von zwei Halbleiterdioden in die Koppelschaltungen erhöht
wird.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die dynamische Sperrkennlinie und die statische
Sperrkennlinie der Kopplungsdioden zum Erreichen des vorteilhaften Arbeitens einer bistabilen Transistorschaltung
verwendet werden. Daher fließt nur während der Übergangs- oder Sperrzeit, d. h. wenn
der Transistor seinen Zustand wechselt, ein Strom in die Basis des Transistors, der gerade gesperrt wird,
und zwar auf Grund der dynamischen Sperrkennlinie der Diode. Wenn jedoch ein Transistor gesperrt ist,
kann auf Grund der statischen Sperrkennlinie der Di-
oden kein Strom in Sperrichtung fließen. Ferner fließt gemäß diesem Merkmal der Erfindung der Sperrstrom
nur während des Übergangs in den Sperrzustand des Transistors in die Basis dieses Transistors, wobei
dann der Sperrstrom für die folgenden und anderen Betriebsintervalle der Schaltung verarmt.
Die Erfindung wird zusammen mit den obengenannten und anderen Merkmalen am besten aus
einer Betrachtung der näheren Beschreibung an Hand der Figuren verständlich. Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines bistabilen Multivibrators, die der Erläuterung einer besonderen
Ausführungsform der Erfindung dient, und
Fig. 2 ein Diagramm der statischen Durchlaßkennlinie von Halbleiterdioden, die vorzugsweise in der
Anordnung gemäß der Erfindung verwendet werden können.
Die in Fig. 1 dargestellte, besondere Ausführungsform einer bistabilen Multivibratorschaltung enthält
einen Transistor 1 mit einer Basis 2, einem Emitter 3 und einem Kollektor 4 sowie einen Transistor 5 mit
einer Basis 6, einem Emitter 7 und einem Kollektor 8. Gemäß einem Merkmal der Erfindung können die
Transistoren 1 und 5 vorzugsweise legierte Schichttransistoren üblicher Bauart sein. Die Kollektoren 4
und 8 der Transistoren 1 und 5 sind über Strombegrenzungswiderstände
9 bzw. 10 mit einer einzigen Betriebsspannungsquelle 11 verbunden. Die Emitter 3
und 7 der Transistoren liegen an Masse. Die Basis jedes Transistors ist über eine Halbleiterdiode und
einen Widerstand mit dem Kollektor des anderen Transistors verbunden. Insbesondere ist die Basis 2
von Transistor 1 über eine Halbleiterdiode 12 und einen Widerstand 13 mit dem Kollektor 8 des Transistors
5 und die Basis 6 des Transistors 5 über eine Halbleiterdiode 14 und einen Widerstand 15 mit dem
Kollektor 4 des Transistors 1 gekoppelt.
Vorzugsweise können die Halbleiterdioden 12 und 14 jeweils einen Körper aus halbleitendem Material,
wie z. B. Silizium mit zwei aneinanderstoßenden Teilen entgegengesetzter Leitfähigkeitsart (ein Teil aus
p-leitendem Material, der andere aus η-leitendem Material) und einer dünnen Übergangsschicht eines Materials
an der Zwischenfläche aufweisen, in der eine fortschreitende Änderung nach Grad und Art der
Leitfähigkeitseigenschaft des einen Teiles des Körpers in den Grad und die Art der Leitfähigkeitseigenschaft des anderen Körperteils vor sich geht.
Zwei die Verbindung mit den beiden Teilen des Körpers herstellende Elektroden vervollständigen die Vor- ,
richtung.
Die elektrischen Eigenschaften des Übergangs einer jeden solchen Diode hängen zu einem wesentlichen
Teil von dem Konzentrationsgradienten in der Übergangsschicht ab, d. h. von der besonderen Art, mit der ;
sich die Leitfähigkeit von einem Teil des Körpers zum anderen ändert. Es ist bekannt, daß bei geeigneter
Beziehung zwischen dem Konzentrationsgradienten, der Übergangschicht und der Lebenszeit
der Ladungsträger die Anordnung als Gleichrichter ι wirkt. In der Durchlaßrichtung des Stromes durch
den Übergang ist für Potentiale bis zu einer gegebenen Höhe der Widerstand groß und wird dann klein,
wobei der Strom bei jeder Erhöhung des über den Elektroden liegenden Potentials nach dem üblichen ι
Exponentialgesetz ansteigt. In der umgekehrten oder Sperrichtung ist unter statischen Bedingungen der
Widerstand anfangs hoch, und es tritt nur ein sehr kleiner Strom auf, bis die anliegende Spannung einen
vorbestimmten Wert erreicht hat. Bei diesem Punkt ;
steigt der Strom bei weiteren kleinen Änderungen der Spannung plötzlich stark an. Die Eigenschaften derartiger
Halbleiterdioden sind in allen Einzelheiten in einem Artikel »Transistors and Junction Diodes in
Telephone Power Plants« von F. H. Chase u. a. beschrieben, der in »Bell System Technical Journal«,
Juli 1954, Bd. 33, Nr. 4, S. 827 ff. erschienen ist. Solche Dioden sind auf Grund der oben erläuterten
Sperrkennlinie schon verschiedentlich als Zenerdioden, Schwelldioden, Kippdioden oder Lawinendioden
bezeichnet worden, wobei ein Zustand hoher Leitfähigkeit in der Sperrichtung nur nach Anlegen
von Spannungsamplituden erreicht wird, die einem vorgegebenen Kipp- oder Schwellwert entsprechen.
Obwohl diese im Sperrbereich auftretende Kippwirkung in vielen bekannten Schaltungen als brauchbar
gefunden wurde, so spielt diese Wirkung in der Anordnung gemäß der Erfindung keine Rolle, da der
Bereich der hierbei verwendeten Spannungen vorzugsweise unterhalb des Sperrkippspannungswertes liegt.
Dementsprechend fließt in den Schaltungen gemäß der Erfindung auf Grund der statischen angelegten Spannung
kein Strom in Sperrichtung, obgleich gemäß einem Merkmal der Erfindung ein dynamischer Sperrstrom
fließt, während ein Transistor gerade gesperrt wird.
Wie bereits oben erläutert, sind die statischen Durchlaßkennlinien dieser Halbleiterdioden den statischen
Sperrkennlinien insofern etwas ähnlich, als eine gegebene endliche Spannungsamplitude über der
Diode in Durchlaßrichtung angelegt werden muß, bevor die Stromleitung einsetzt. Auf Grund des relativ
geringen Wertes der erforderlichen kritischen Spannung wurde dieser Durchlaßeffekt, obgleich er an sich
bekannt war, bis jetzt beim Entwurf und Aufbau von bistabilen Multivibratorschaltungen noch nicht verwendet,
da diese Schaltungen im allgemeinen bei Potentialen betrieben werden, die wesentlich größer sind
als diese kritische Spannungsamplitude. Gemäß einem Gesichtspunkt der Erfindung sind die Halbleiterdioden
12 und 14 vorzugsweise in Durchlaßrichtung angeschlossen. In Fig. 2 der Zeichnung ist die statische
Durchlaßspannungs-Strom-Kennlinie einer Siliziumdiode dargestellt, die in der Erfindung vorzugsweise
verwendet werden kann. Man sieht, daß für Durchlaßspannungen bis zu etwa 0,5 Volt der Durchlaßwiderstand
jeder Diode sehr hoch ist, so daß wenig oder gar kein Strom durch die Diode fließt. Nur wenn
die anliegende Durchlaßspannung größer ist als 0,5 Volt, dann beginnt ein merklicher Strom zu
fließen, der im wesentlichen nach einem Exponentialgesetz zunimmt. Daraus ergibt sich klar, daß die Siliziumdiode
für Spannungen von etwa 0,5 Volt oder weniger im wesentlichen gesperrt ist und tatsächlich
in Reihe mit einer Vorspannungsquelle von 0,5 Volt als Gleichrichter wirkt. Ist jedoch, wie bereits oben
ausgeführt, der Transistor nicht in einem seiner beiden stabilen Zustände, sondern geht gerade vom
leitenden zum nichtleitenden Zustand über, so ge-
)o stattet die mit seiner Basis verbundene Siliziumdiode, daß ein Sperrstrom fließt, der als Teil des Speicherphänomens
derartiger Dioden betrachtet werden muß.
Beim Betrieb der Schaltung gemäß der Erfindung sei angenommen, daß der Transistor 1 in seinem Iei-
>5 tenden Zustand und der Transistor 5 in seinem Sperrzustand
ist. Werden geeignete Werte für die Spannung der Stromquelle und die Begrenzungswiderstände gewählt,
z.B. —10 Volt und 1000 Ohm, dann liegen ungefähr — 0,2 Volt am Kollektor 4 des Transistors 1.
ro Da über der mit dem Kollektor 4 des Transistors 1
Claims (6)
1. Bistabiler Multivibrator mit einem Paar Transistoren, deren Emitter an einem gemeinsamen
Punkt, beispielsweise Erde, angeschlossen sind, und deren Kollektoren an einer beiden Transistoren
gemeinsamen Potentialquelle angeschlossen sind, sowie mit einer Vorspannungseinrichtung,
die an den einen Transistor eine Sperrvorspannung liefert, wenn der andere Transistor
gerade leitet, dadurch gekennzeichnet, daß diese Vorspannungseinrichtung ein Paar Halbleiter-Schwellwertdioden
der Art enthält, die in Durchlaßrichtung wenig oder gar keinen Strom durchlassen,
bevor nicht ein Potential bestimmter Amplitude über den Dioden angelegt wird, und daß
jede dieser Dioden die Basis des einen Transistors mit dem Kollektor des anderen Transistors
koppelt.
2. Bistabiler Multivibrator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Basiszone jedes
Transistors und die daran angeschlossene Zone der Schwellwertdiode aus Halbleitermaterial entgegengesetzter
Leitfähigkeitsart besteht.
3. Bistabile Multivibratorschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Potential
vorbestimmter Amplitude etwa 0,5 Volt beträgt.
4. Bistabile Multivibratorschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Halbleiterdiode eine Siliziumschichtdiode ist.
5. Bistabile Multivibratorschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Basisverbindung jedes Transistors von einer Kippimpulsquelle aus über eine
entsprechende Verbindung Kippimpulse angelegt werden können, um den Transistor in einen leitenden
oder gesperrten Zustand zu überführen, während die Halbleiterdioden das Fließen eines
Sperrstromes durch jeden der beiden Transistoren während seines Übergangs in den Sperrzustand
gestatten und den Stromfluß durch jeden der beiden Transistoren sperren, wenn dieser in seinem
Sperrzustand ist.
6. Bistabile Multivibratorschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Halbleiterdiode für geringe
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| FR1077707A (fr) * | 1952-07-22 | 1954-11-10 | Western Electric Co | Circuits bistables contenant des transistors |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB799560A (en) | 1958-08-13 |
| BE549921A (de) | |
| FR1149528A (fr) | 1957-12-27 |
| NL209116A (de) | |
| NL112664C (de) | |
| US2831986A (en) | 1958-04-22 |
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