DE1055152B - Schaltanordnung zur Funkenerosion mit pulsierendem Gleichstrom - Google Patents

Schaltanordnung zur Funkenerosion mit pulsierendem Gleichstrom

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DE1055152B
DE1055152B DEG22759A DEG0022759A DE1055152B DE 1055152 B DE1055152 B DE 1055152B DE G22759 A DEG22759 A DE G22759A DE G0022759 A DEG0022759 A DE G0022759A DE 1055152 B DE1055152 B DE 1055152B
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capacitor
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discharge
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DEG22759A
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English (en)
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Michael John Harris
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23HWORKING OF METAL BY THE ACTION OF A HIGH CONCENTRATION OF ELECTRIC CURRENT ON A WORKPIECE USING AN ELECTRODE WHICH TAKES THE PLACE OF A TOOL; SUCH WORKING COMBINED WITH OTHER FORMS OF WORKING OF METAL
    • B23H1/00Electrical discharge machining, i.e. removing metal with a series of rapidly recurring electrical discharges between an electrode and a workpiece in the presence of a fluid dielectric
    • B23H1/02Electric circuits specially adapted therefor, e.g. power supply, control, preventing short circuits or other abnormal discharges
    • B23H1/022Electric circuits specially adapted therefor, e.g. power supply, control, preventing short circuits or other abnormal discharges for shaping the discharge pulse train

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT 1 055 AN MELDETAG:
BEKANNTMACHUNG DERANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT:
AUSGABE DER PATENTSCHRIFT:
kl. 21h 30/02
INTERNAT. KL. H 05 b
16. AUGUST 1957
16. APRIL 1959
24.AUGUST 1961
WEICHT AB VON
AUSLEGESCHRIFT
(G 22759 VIIId /21h)
Die Erfindung betrifft eine Schaltanordnung zur Funkenerosion mit pulsierendem Gleichstrom mit einem Kondensator als Speichermktel und mit einem durch die elektrischen Größen am Funkenspalt automatisch geregelten Elektrodenvorschub, weiterhin mit Mitteln zur Unterdrückung einer Lichtbogenentladung unter Vermeidung von Schaltelementen im Entladekreis.
Eine der Schwierigkeiten, um ein zufriedenstellendes Arbeiten einer Vorrichtung dieser Art zu erreichen, besteht darin, daß die elektrische Entladung zwischen der Werkzeugelektrode und dem Werkstück nach dem Überschlagen eines Funkens dazu neigt, in eine Lichtbogenentladung überzugehen, weil durch das Überschlagen des Funkens die Funkenstrecke ionisiert wird. Diese Lichtbogenbildung ist aus einer Reihe von Gründen nachteilig. Einer dieser Gründe ist, daß die Energie im Lichtbogen selbst im wesentlichen als Wärmeenergie frei wird, anstatt daß sie Arbeit durch Zerreißen des Werkstoffs des Werkstücks leistet.
Selbst wenn eine Lichtbogenbildung nur während eines Teils der Arbeitszeit der Vorrichtung eintritt und während eines anderen Teils der Arbeitszeit die gewünschte Funkenentladung erreicht wird, beeinträchtigt die Lichtbogenbildung die Arbeitsgenauigkeit und die Oberflächenbeschaffenheit des bearbeiteten Teils des Werkstücks in erheblichem Maße.
Die Erfindung bezweckt vor allem, die Neigung zur Lichtbogenbildung zu verringern und dadurch die Bearbeitungsgenauigkeit und die Güte der Oberfläche des in Bearbeitung befindlichen Werkstücks zu verbessern.
Es sind bereits Schaltanordnungen bekannt, bei denen die Lichtbogenbildung im Funkenspalt verhindert wird durch Anordnung von Schaltelementen im Entladekreis des Speichers, wobei Schwingkreise in Reihe mit dem Speicher liegen; diese Schwingkreise dienen jedoch lediglich dem Zweck, daß Stromstöße mit etwa rechtwinkligen Flanken der Spannungskurve erzeugt werden. Demgegenüber arbeitet die Schaltanordnung gemäß der Erfindung ohne Schaltelemente im Entladekreis. .
Die Erfindung besteht darin, daß in an sich bekannter Weise ein Schwingkreis, der mit einem Zweigstromkreis im Entladestromkreis des Kondensators liegt oder mit diesem Entladestromkreis gekoppelt ist, in Reihe mit dem Kondensator im Entlade- bzw. Ladestromkreis vorgesehen ist, weiterhin daß die Schwingspannung des Schwingkreises der nach der Funkenentladung am Kondensator liegenden Aufladespannung derart bemessen und überlagert wird, daß sich dadurch eine resultierende, am Funkenspalt liegende Spannung ergibt, die während des der Funkenent-
IO Schaltanordnung zur Funkenerosion mit pulsierendem Gleichstrom
Patentiert für:
G. K. N. Group Services Limited, Smethwick, Stafford (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität: Großbritannien vom 16. August 1956
Michael John Harris, Smethwick,
Stafford (Großbritannien), ist als Erfinder genannt worden
20 ladung folgenden Zeitraums mehrmals auf einen Wert unterhalb der Lichtbogenlöschspannung absinkt.
Der Ladestromkreis des Kondensators ist so ausgelegt, daß die Ladespannung periodisch auf Null oder zumindest bis auf einen Wert unterhalb der Lichtbogenlösdhspannung absinkt. Bekannt und üb-Hch ist eine Anordnung, bei der der LadestromkTeis von einem Gleichrichter in Brückenschaltung gespeist wird, der einen ungeglätteten Gleichstrom liefert.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird der Schwingkreis induktiv mit dem Funkenent-
ladestromkreis gekoppelt, indem ein Ring oder eine Schleife aus magnetisch leitendem Material um den Stromweg zum Kondensator liegt und eine Wicklung trägt, welche die Induktanz des Oszillatorkreises darstellt. , ,.
Dabei wird vorzugsweise der Ring oder die Schleife im Wellenberg und den Wellentälern der an der Funkenstrecke auftretenden resultierenden Spannungswellenform in gesättigten Zustand versetzt. Um eine genaue Bearbeitung und eine hohe Werkstoffabhebegeschwindigkeit zu erreichen, ist es auch wichtig, daß die Funkenstrecke zwischen der Werkzeugelektrode und dem Werkstück eine bestimmte Länge beibehält. Wenn diese Strecke zu kurz ist, findet die Funkenentladung bei einer niedrigeren Spannung statt, und die Ladungsmenge am Kondensator, welche während der Entladung durch die Funkenstrecke geht, wird demgemäß verringert und die Erosionswirkung des Funkens herabgesetzt, wobei gleichzeitig eher auch eine Möglichkeit zur Lichtbogenbildung
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vorhanden ist. Andererseits wird, wenn die Funkenstrecke zu lang ist, überhaupt kein Funkenüberschlag eintreten, oder die Wiederholungsfrequenz der Funkenentladung wird so verringert werden (da ein Funkenüberschlag erst nach einem längeren und allmählichen Spannungsanstieg gegen Ende der normalen Exponentialaufladung des Kondensators eintritt), daß durch die kleinere Anzahl der in einem bestimmten Zeitraum auftretenden Überschläge trotz der bei jedem * Funkenüberschlag frei werdenden größeren Energiemenge die Geschwindigkeit der Werkstoffabhebung· vom Werkstück kleiner wird.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird die Vorschubregelung der Elektrode auf die zweckmäßige Funkenlänge in einfacher und wirkungsvoller Weise erzielt; sie besteht darin, daß die Ankerwicklung des Vorschubmotors einerseits mit dem einen Pol des Kondensators und andererseits über eine Drossel mit dem Mittelpunkt der Sekundärwicklung des Transformators verbunden ist, welclhe über einen Gleichrichter den Erosionsstrom liefert, wobei der durch die Wicklung geschlossene- Stromkreis einen genügend geringen Gleichstromwidierstand hat, um beim Fließen eines Gleichstroms durch die Wicklung ■ eine Weiterbewegung des Läufers so zu beschränken, daß die Länge der Funkenstrecke etwa konstant gehalten wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an Hand von Zeichnungen erläutert. Von den Zeichnungen ist
Fig. 1 ein Sohaubild einer Schaltung gemäß der Erfindung,
Fig. 2 ein Schaubild einer weiteren Schaltung gemäß der Erfindung und
Fig. 3 ein Kurvenbild, aus dem die Wellenform der Wiederkehrspannung am Kondensator und an der Funkenstrecke nach einer Funkenentladung" zu ersehen ist.
In Fig. 1 sind die Arbeitselektrode und das Werkstück durch die Bezugsbudhstaben t und w angedeutet. Einer dieser Teile, vorzugsweise die Arbeitselektrode, wird von einem Vorsdhubmotor m über ein Getriebe bewegt.
Der Motor m besteht aus einem Läufer mit einer Wicklung von geringem Widerstand: von beispielsweise bis zu 20 Ohm, deren eines Ende mit dem Entladestromkreis zweckmäßig am Verbindungspunkt von Widerstand Rl, Kondensator Cl und Werkstück w und deren anderes Ende über eine induktive Impedanz L2 zum Abgreifpunkt 63 im Mittelpunkt der Sekundärwicklung des Transformators Tl verbunden ist.
Die Feldwicklung f des Motors kann durch eine geeignete Gleichstromquelle erregt werden. Sie kann beispielsweise parallel zu den Entnahmeklemmen des Brückengleichrichiters hinter dem Widerstand R1 geschaltet sein. Andererseits kann aber ein Motor mit permanentmagnetischem Feld verwendet werden.
Die Wellenform der zwischen der Arbeitselektrode t und dem Werkstück w und audh zwischen dem oberen Ende des Kondensators Cl und dem unteren Ende des Kondensators C 2 auftretenden Spannung besteht aus einer Reihe von an ihren Flanken senkrechten oder sehr steilen Entladewellen mit dazwischenliegenden exponentiell verlaufenden Aufladewellenflanken, wie sie beim Aufladen eines Kondensators über den mit einem Widerstand versehenen Zweig eines Ladestromkreises bekannt sind. Durch Herstellung einer Verbindung von dem oberen Ende des Kondensators C1 durch die Läuferwicklung des Motors m zum Abgreifpunkt b3 des Transformators Tl liegen am Läufer eine Wechselspannungskomponente (die sich aus der Wellenform des oben beschriebenen Entladestromkreises ergibt) und eine Gleichspannungskomponente, die von der unmittelbar vor der Entladung erreichten Spitzenspannung abhängt. Es ist ersichtliclh, daß für einen bestimmten Wert dieser Spitzenspannung die von der Wellenform der Spannung oberhalb einer die Gleiohstromspannung am Abgreifpunkt b 3 darstellenden Abszisse gleich der von der Wellenform unterhalb dieser Abszisse umschlossenen Fläche sein wird. Dies stellt den Gleichgewichtszustand dar, in welchem keine Gleichstromkomponente am Läufer des Motors liegt, der dann stillsteht, wobei die vorerwähnte Spitzenspannung die Spannung ist, die das Überspringen eines Funkens über eine Funkenstrecke. der gewünschten Länge verursacht. Die von der Wechselspannung herrührende Werihselstromkomponente wird durch die Induktanz L 2 unterdrückt bzw. auf einen sehr geringen Wert gesenkt
Wenn die Länge der Funkenstrecke durch Abhebung von Werkstoff vom Werkstück zunimmt, wächst die Spannung, welche vor dem Überspringen 'eines Funkens an der Funkenstrecke vorhanden sein muß, und der Strom fließt durch den Läufer des Motors m in einer solchen Richtung, daß dieser die Halterung der Arbeitselektrode so bewegt, daß die Funkenstrecke kleiner wird.
Jede Bewegung des Läufers über den Punkt hinaus, an welchem die Gleichstromkomponente durch den Läufer auf Null absinkt, ruft einen Steuer- oder Bremsstrom hervor, dessen Größe der Drehgeschwindigkeit des Läufers bei seiner Annäherung an die Null- oder Gleichgewichtsstellung entspricht. Der Neigung des Motors, sich weiter als erwünscht zu drehen, wird also dadurch sehr wirksam entgegengetreten, daß die Bremskraft automatisch ansteigt, wenn die eine Weiterbewegung verursachenden Faktoren (d. h. eine hohe Drehgeschwindigkeit des Läufers bei seiner Annäherung an die Null- oder Gleichgewichtsstellung) größer werden.
Der Gleichstromwiderstand in dem die Läuferwkklung enthaltenden Stromkreis ' besteht aus den Widerständen der Sekundärwicklung des TransformatorsTl, der Induktanz L 2, des Gleichrichters wl bis. w4 und des Widerstandes Rl. Von diesen Schaltelementen begrenzt nur das letztgenannte den Strom in beträchtlichem Maße, und es. ist ersichtlich, daß die Leitfähigkeit in der Funkenstrecke zwischen der Arbeitselektrode und dem Werkstück einen wirksamen, parallel zu Rl liegenden Widerstand darstellt, der dessen strombegrenzende Wirkung verringert.
Die Anordnung für die Schaltung und Speisung des Ankers m sind den beiden in Fig. 1 und 2 gezeigten Stromkreisarten gemeinsam.
Es sei im folgenden auf die Anordnung zur Unterdrückung einer Lichtbogenbildung zwischen der Arbeitselektrode t (negativ) und dem Werkstück w (positiv), insbesondere in bezug auf die in Fig. 1 gezeigte Anordnung, eingegangen. Es ist ersichtlich, daß der Kondensator C1 über einen Ladestromkreis aufgeladen wird, der den Ladewiderstand Rl und die von einer Stromquelle mit Gleichstrom gespeiste Induktanz L3 enthält. Die Stromquelle besteht aus dem Transformator Tl, dessen Primärklemmen al, a2 and Sekundärklemmen b 1, b2, b3 in der gezeigten Weise angeordnet sind. Die Sekundärklemmen bl und fr 2 speisen ein Paar von sich diagonal gegenüber Hegenden Klemmen eines Brückengleichrichters, der
die Gleichrichter α/1, w2, ze/3 und α/4 umfaßt. Der Ladestromkreis ist an das andere Paar von sich diagonal gegenüberliegenden Klemmen dieses Brückengleichrichters angeschlossen. Der Brückengleichrichter liefert eine ungeglättete Gleichspannung von einem geeigneten Wert, beispielsweise von einer Spannung von 250 Volteff. Wenn der Transformator T1 vom Netz mit 50 Hz gespeist wird, wird die Frequenz der Wechselstromkomponente am Ausgang des Brückengleiahrichters natürlich 100 Hz betragen.
Im Betrieb der Vorrichtung bewegt der Motor m die die Arbeitselektrode t tragende Halterung in Richtung auf das Werkstück w, und eine Folge von Funkenentladungen findet zwischen der Arbeitselektrode und 'dem Werkstück statt. Jede Funkenentladung führt zu einer Entladung des Kondensators C1 und bildet eine senkrechte oder nahezu senkrechte Wellenflanke der Kondensatorentladespannung. Bei einem Nichtvorhandensein der weiteren Schaltelemente (Kondensator C 2 und Induktanz L1) würde der Kondensator anfangen, sich wieder aufzuladen, und in bekannter Weise eine exponential anwachsende Spannung annehmen, bis die Durchschlagspannung an der Funkenstrecke wieder erreicht ist und eine weitere Funkenentladung stattfindet.
Die gestrichelt gezeichnete Linie 12 zeigt die positive Lichtbogenlöschspannung, die etwa 20 Volt betragen kann, und die gestrichelte Linie 12' zeigt, die entsprechende negative Löschspannung. Wenn die Spannung an der Funkenstrecke unterhalb, dieses Wertes bleibt, wird jeder etwa vorhandene Lichtbogen gelöscht, wenn die Spannung jedoch diesen Wert überschreitet, kann eine Lichtbogenentladung stattfinden. Dieser Zustand besteht nach einer Funkenentladung während eines gewissen Zeitraums, der zur Erläuterung der Erfindung durch den zwischen der Funkenentladungswellenf ront 10 und der Ordinate 13 liegenden Raum dargestellt ist. Anschließend wird der vorerwähnte Zustand durch einen Zustand ersetzt, in dem mangels ausreichender Ionisation des Funkenspalts eine elektrische Entladung nicht stattfinden kann, bis eine noch höhere Spannung (Zündspannung) erreicht ist. Wie im vorhergehenden bereits ausgeführt wurde, ist es wünschenswert, während des erwähnten Zeitraums (zwischen der Wellenflanke 10 und der Ordinate 13) das Auftreten einer Lichtbogenentladung zu verhindern oder eine solche Entladung zu löschen, wenn sie auftreten sollte, damit die der Zündstrecke zugeführte elektrische Energie völlig oder in der Hauptsache als für die Bearbeitung des Werkstücks nützliche Funkenentladung verwendet werden kann.
Die Zeichnung zeigt; daß in dem letzten Teil des zwischen den Linien 10 und 13 liegenden Zeitraums die Aufladespannung 11 des Kondensators ohne Vorhandensein einer Schaltanordnung zur Unterdrückung einer Lichtbogenbildung einen erheblich über der den Lichtbogenlöschwert andeutenden Linie 12 liegenden Wert annehmen würde und daß dann eine Lichtbogenbildung stattfinden, das Laden des Kondensators verhindert werden und die vorher erwähnten nachteiligen Wirkungen eintreten könnten.
Um dies zu vermeiden, ist erfindungsgemäß ein Oszillatorkreis vorgesehen, der aus der Induktanz L1 und dem Kondensator C 2 besteht und in welchem durch Stoßerregung von der Funkenentladung eine Oszillatorspannung erzeugt wird, welche in Fig. 3 durch die gestrichelt gezeigte Welle 14 angedeutet ist. Da der Oszillatorkreis, der aus der Induktanz L1 und dem Kondensator C2 bestehi, mit dem vom Kondensator C1 über die Funkenstrecke zwischen Arbeitselektrode und Werkstück w führenden Entladestromkreis in Reihe geschaltet ist, wird die Oszillatorspannung 14 der Aufladespannung 11 überlagert, so daß eine resultierende Spannung erzeugt wird, die durch die voll ausgezogene Wellenform 15 dargestellt ist. Aus der Zeichnung ist ersichtlich, daß zwischen den Linien 10 und 13 die Welle 15 eineinhalb volle Perioden der aufgedrückten Oszillatorspannung 14 einschließt. Sie könnte aber auch eine größere Anzahl von Perioden einschließen, wenn dies wünschenswert ist;'" ■-...·'·'
Die zweite negative Halbwelle- hat eine genügend große Amplitude, um eine resultierende, durch die voll ausgezogene Linie 15 ,bezeichnete Aufladespannung zu erzeugen, die Werte erheblich unterhalb der Lichtbogenlöschspannung 12 erreicht, was besonders aus der Senkung 15 a zu ersehen ist. Obwohl die resultierende Ladespannung 15 während des Zeitraums zwischen den Linien 10 und 13 die Löschspannung 12 überschreiten kann, hat sie nichtsdestoweniger zwei ausgesprochen erheblich unterhalb die Löschspannung herunterreichende Teile, von denen der zweite in der Nähe des Endes des Zeitraums liegt, innerhalb dessen die Funkenstrecke genügend Zeit zur Deionisierung gehabt hat.
Es ist ferner ersichtlich, daß der dem Kondensator Cl zugeführte wellenförmige Strom periodisch ,zu Null wird und daß auf Grund der Tatsache, daß die' Wiederholungsf nequenz des Funkenüberschlags sehr erheblich höher ist als die Frequenz des Ladestroms (typische Werte sind 100 kHz : 100 Hz), eine Ladespannung, die kleiner als die zwischen Linie 12 bezeichnete Lichtbogenlöschspannung ist, periodisch auftreten und für einen im Vergleich zu dem durch den Abstand der Linien 10 und 13 dargestellten Zeitraum sehr großen Zeitraum anhalten wird, wodurch jeder bereits vorher etwa bestehende Lichtbogen wirksam gelöscht wird.
Bei Verwendung einer Funkenstrecke von ungefähr 0,5 mm und einer Ladespannung von 250' Volteff sowie einer dielektrischen Flüssigkeit, wie Paraffinöl, kann der Kondensator Cl eine Größe von 0,01 bis 10 Mikrofarad, der Ladewiderstand Ri eine Größe von 10 bis 500 Ohm haben und die Induktanz L 3 etwa 6 Millihenry betragen. Die Induktanz L1 kann zwischen 1 bis 10 Mikrohenry liegen und der Kondensator C 2 etwa ein- bis viermal so groß sein wie der Kondensator Cl. Bei größeren Werten für den Kondensator Cl, beispielsweise bei mehr als 0,25 Mikrofarad, wird vorzugsweise die in Fig. 2 gezeigte Schaltung verwendet. Die der Fig. 1 entsprechenden Schaltelemente sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Die in Fig. 2 gezeigte Anordnung vermeidet die Verwendung eines teueren Kondensators von hoher Kapazität, wie C 2.
In dieser weiteren Schaltanordnung besteht der Oszillatorkreis zur Erzeugung der Überlagerungsspannung 14 in Fig. 3 aus einer Induktanz L 4, die mit einem Kondensator C 3 parallel geschaltet ist. Diese Kombination ist in dem Ladekreis des Kondensators Cl, zweckmäßig zwischen dem Widerstand Rl und dem Kondensator Cl, in Reihe geschaltet. An Stelle von 73 'kann ein regelbarer Kondensator verwendet werden.
Die in diesem Stromkreis erzeugte Oszülatorspannung wird der Ladespannung des Kondensators C1 mittels einer induktiven Verbindung überlagert, die aus einem Ring o< er einer Schleife M aus geeignetem magnetisch leitendem Material von geringem magne-
tischem Widerstand besteht. Der Ring, auf den die Windungen der Induktanz L 4 gewickelt sind, umgibt die Leitung zum Kondensator Cl.
Die Anordnung ist vorzugsweise so gewählt, daß in der Nähe des Spitzenwert^ des Stroms im Oszillatorkreis der Ring 1M gesättigt ist, so daß die Wellenberge und Wellentäler der resultierenden, durch die Linie 15 wiedergegebenen Ladespannung etwas abgeflacht werden.
Die Induktanz L 4 kann fünfzig Windungen haben, während der Kondensator C 3 einen Wert zwischen 0,01 und 0,10 Mikrofarad haben kann.
Es ist weiter ersichtlich, daß, falls erwünscht, die in den Fig. 1 und 2 gezeigten Oszillatorkreise in Kombination mit demselben Kondensatorladewiderstand und demselben Funkenstreckenkreis verwendet werden können.
Anstatt den Kondensator Cl durch einen den Strom begrenzenden, aus dem Widerstand Rl und der Induktanz L 3 bestehenden Kreis aufzuladen, kann ao ein reiner Widerstandskreis oder andere Einrichtungen, wie z. B. Stromkreis mit Strombegrenzerröhren, verwendet werden.

Claims (5)

Patentansprüche: a5
1. Schaltanordnung zur Funkenerosion mit pulsierendem Gleichstrom, mit einem Kondensator als Speichermittel und mit einem durch die elektrischen Größen am Funkenspalt automatisch geregelten Elektrodenvorschub, weiterhin mit Mitteln zur Unterdrückung einer Lichtbogenentladung unter Vermeidung von Schaltelementen im Entladekreis, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise ein Schwingkreis (L 1, C2; L 4, C 3), der mit einem Zweigstromkreis (L I1 L4) im Entladestromkreis des Kondensators (Cl) liegt oder mit diesem Entladestromkreis gekoppelt ist, in Reihe 'mit dem Kondensator (C 1) im Entladestromkreis bzw. im Ladestromkreis vorgesehen ist, weiterhin daß die Schwingspannung (14) des Schwingkreises (Ll, C2; L4, C3) der nach der Funkenentladung am Kondensator (Cl) liegenden Aufladespannung (11) derart bemessen und überlagert wird, daß sich dadurch eine resultierende, am Funkenspalt (w, t) liegende Spannung (15) ergibt, die während des auf die Funkenentladung folgenden Zeitraums mehrmals auf einen Wert unterhalb der Lichtbogenlöschspannung absinkt.
2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingkreis (L4, C 3) induktiv mit dem Funkenentladestromkreis gekoppelt ist, indem ein Ring oder eine Schleife (M) aus magnetisch leitendem Material um den Stromveg zum Kondensator (C 1) liegt und eine_ Wickung (L 4) trägt, welche die Induktanz des Osziliatorkreises darstellt.
3. Schaltanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring oder die Schleife (M) im Wellenberg und den Wellentälern der an der Funkenstrecke auftretenden resultierenden Spannungswellenform in gesättigten Zustand versetzt wird.
4. Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerwicklung des Vorschubmotors (m) einerseits mit dem einen Pol des Kondensators (Cl) und andererseits mit dem Mittelpunkt (fo3) der Sekundärwicklung (bl,b2) des Transformators (Tl) verbunden ist, welche über einen Gleichrichter (Wl bis W£) den Erosionsstrom liefert, wobei der durch die Wicklung (m) geschlossene Stromkreis einen genügend geringen Gleichstromwiderstand hat, um beim Fließen eines Gleichstroms durch die Wicklung eine Weiterbewegung des Läufers so zu beschränken, daß die Länge der Funkenstrecke etwa konstant gehalten wird.
5. Schaltanordnung nach Anspruch 4, da durch gekennzeichnet, daß in dem Stromkreis der niederohmigen. Wicklung (z. B. m) außerdem ein induktiver Blindwiderstand (Drossel L2) liegt, der die in diesem Stromkreis fließende Wechselstromkomponente begrenzt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentanmeldung M 16152 VIIId/21h (bekanntgemacht am 17. 2. 1955);
»Schriftenreihe des Verlages Technik«, SVT 177, S. 41; SVT 186, S. 22 und 30;
Zeitschrift »Electricite«, November 1955, S. 281 bis 285;
belgische Patentschrift Nr. 515 461.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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DEG22759A 1956-08-16 1957-08-16 Schaltanordnung zur Funkenerosion mit pulsierendem Gleichstrom Pending DE1055152B (de)

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DE1130542B (de) * 1959-12-09 1962-05-30 Agie Ag Ind Elektronik Schaltanordnung fuer die elektrolytische Erosion mit automatischer Lichtbogen- und Funkenunterdrueckung

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