DE1055152B - Schaltanordnung zur Funkenerosion mit pulsierendem Gleichstrom - Google Patents
Schaltanordnung zur Funkenerosion mit pulsierendem GleichstromInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
BEKANNTMACHUNG
DERANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
AUSGABE DER
PATENTSCHRIFT:
kl. 21h 30/02
INTERNAT. KL. H 05 b
16. AUGUST 1957
16. APRIL 1959
24.AUGUST 1961
WEICHT AB VON
(G 22759 VIIId /21h)
Die Erfindung betrifft eine Schaltanordnung zur Funkenerosion mit pulsierendem Gleichstrom mit
einem Kondensator als Speichermktel und mit einem durch die elektrischen Größen am Funkenspalt automatisch
geregelten Elektrodenvorschub, weiterhin mit Mitteln zur Unterdrückung einer Lichtbogenentladung
unter Vermeidung von Schaltelementen im Entladekreis.
Eine der Schwierigkeiten, um ein zufriedenstellendes Arbeiten einer Vorrichtung dieser Art zu erreichen,
besteht darin, daß die elektrische Entladung zwischen der Werkzeugelektrode und dem Werkstück
nach dem Überschlagen eines Funkens dazu neigt, in eine Lichtbogenentladung überzugehen, weil durch
das Überschlagen des Funkens die Funkenstrecke ionisiert wird. Diese Lichtbogenbildung ist aus einer
Reihe von Gründen nachteilig. Einer dieser Gründe ist, daß die Energie im Lichtbogen selbst im wesentlichen
als Wärmeenergie frei wird, anstatt daß sie Arbeit durch Zerreißen des Werkstoffs des Werkstücks
leistet.
Selbst wenn eine Lichtbogenbildung nur während eines Teils der Arbeitszeit der Vorrichtung eintritt
und während eines anderen Teils der Arbeitszeit die gewünschte Funkenentladung erreicht wird, beeinträchtigt
die Lichtbogenbildung die Arbeitsgenauigkeit und die Oberflächenbeschaffenheit des bearbeiteten
Teils des Werkstücks in erheblichem Maße.
Die Erfindung bezweckt vor allem, die Neigung zur Lichtbogenbildung zu verringern und dadurch die
Bearbeitungsgenauigkeit und die Güte der Oberfläche des in Bearbeitung befindlichen Werkstücks zu verbessern.
Es sind bereits Schaltanordnungen bekannt, bei denen die Lichtbogenbildung im Funkenspalt verhindert
wird durch Anordnung von Schaltelementen im Entladekreis des Speichers, wobei Schwingkreise
in Reihe mit dem Speicher liegen; diese Schwingkreise dienen jedoch lediglich dem Zweck, daß Stromstöße
mit etwa rechtwinkligen Flanken der Spannungskurve erzeugt werden. Demgegenüber arbeitet die Schaltanordnung
gemäß der Erfindung ohne Schaltelemente im Entladekreis. .
Die Erfindung besteht darin, daß in an sich bekannter Weise ein Schwingkreis, der mit einem Zweigstromkreis
im Entladestromkreis des Kondensators liegt oder mit diesem Entladestromkreis gekoppelt ist,
in Reihe mit dem Kondensator im Entlade- bzw. Ladestromkreis vorgesehen ist, weiterhin daß die
Schwingspannung des Schwingkreises der nach der Funkenentladung am Kondensator liegenden Aufladespannung
derart bemessen und überlagert wird, daß sich dadurch eine resultierende, am Funkenspalt liegende
Spannung ergibt, die während des der Funkenent-
IO Schaltanordnung zur Funkenerosion mit pulsierendem Gleichstrom
Patentiert für:
G. K. N. Group Services Limited, Smethwick, Stafford (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität: Großbritannien vom 16. August 1956
Michael John Harris, Smethwick,
Stafford (Großbritannien), ist als Erfinder genannt worden
20 ladung folgenden Zeitraums mehrmals auf einen Wert unterhalb der Lichtbogenlöschspannung absinkt.
Der Ladestromkreis des Kondensators ist so ausgelegt, daß die Ladespannung periodisch auf Null
oder zumindest bis auf einen Wert unterhalb der Lichtbogenlösdhspannung absinkt. Bekannt und üb-Hch
ist eine Anordnung, bei der der LadestromkTeis von einem Gleichrichter in Brückenschaltung gespeist
wird, der einen ungeglätteten Gleichstrom liefert.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird der Schwingkreis induktiv mit dem Funkenent-
ladestromkreis gekoppelt, indem ein Ring oder eine Schleife aus magnetisch leitendem Material um den
Stromweg zum Kondensator liegt und eine Wicklung trägt, welche die Induktanz des Oszillatorkreises darstellt.
, ,.
Dabei wird vorzugsweise der Ring oder die
Schleife im Wellenberg und den Wellentälern der an der Funkenstrecke auftretenden resultierenden Spannungswellenform
in gesättigten Zustand versetzt. Um eine genaue Bearbeitung und eine hohe Werkstoffabhebegeschwindigkeit
zu erreichen, ist es auch wichtig, daß die Funkenstrecke zwischen der Werkzeugelektrode
und dem Werkstück eine bestimmte Länge beibehält. Wenn diese Strecke zu kurz ist, findet die
Funkenentladung bei einer niedrigeren Spannung statt, und die Ladungsmenge am Kondensator, welche
während der Entladung durch die Funkenstrecke geht, wird demgemäß verringert und die Erosionswirkung des Funkens herabgesetzt, wobei gleichzeitig
eher auch eine Möglichkeit zur Lichtbogenbildung
109 646/500
vorhanden ist. Andererseits wird, wenn die Funkenstrecke
zu lang ist, überhaupt kein Funkenüberschlag eintreten, oder die Wiederholungsfrequenz der Funkenentladung
wird so verringert werden (da ein Funkenüberschlag erst nach einem längeren und allmählichen
Spannungsanstieg gegen Ende der normalen Exponentialaufladung
des Kondensators eintritt), daß durch die kleinere Anzahl der in einem bestimmten
Zeitraum auftretenden Überschläge trotz der bei jedem * Funkenüberschlag frei werdenden größeren
Energiemenge die Geschwindigkeit der Werkstoffabhebung·
vom Werkstück kleiner wird.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird die Vorschubregelung der Elektrode auf die
zweckmäßige Funkenlänge in einfacher und wirkungsvoller Weise erzielt; sie besteht darin, daß die Ankerwicklung
des Vorschubmotors einerseits mit dem einen Pol des Kondensators und andererseits über
eine Drossel mit dem Mittelpunkt der Sekundärwicklung des Transformators verbunden ist, welclhe über
einen Gleichrichter den Erosionsstrom liefert, wobei der durch die Wicklung geschlossene- Stromkreis
einen genügend geringen Gleichstromwidierstand hat, um beim Fließen eines Gleichstroms durch die Wicklung
■ eine Weiterbewegung des Läufers so zu beschränken, daß die Länge der Funkenstrecke etwa
konstant gehalten wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an Hand von Zeichnungen erläutert. Von
den Zeichnungen ist
Fig. 1 ein Sohaubild einer Schaltung gemäß der Erfindung,
Fig. 2 ein Schaubild einer weiteren Schaltung gemäß der Erfindung und
Fig. 3 ein Kurvenbild, aus dem die Wellenform der Wiederkehrspannung am Kondensator und an der
Funkenstrecke nach einer Funkenentladung" zu ersehen ist.
In Fig. 1 sind die Arbeitselektrode und das Werkstück
durch die Bezugsbudhstaben t und w angedeutet.
Einer dieser Teile, vorzugsweise die Arbeitselektrode, wird von einem Vorsdhubmotor m über ein Getriebe
bewegt.
Der Motor m besteht aus einem Läufer mit einer
Wicklung von geringem Widerstand: von beispielsweise bis zu 20 Ohm, deren eines Ende mit dem Entladestromkreis
zweckmäßig am Verbindungspunkt von Widerstand Rl, Kondensator Cl und Werkstück
w und deren anderes Ende über eine induktive Impedanz L2 zum Abgreifpunkt 63 im Mittelpunkt
der Sekundärwicklung des Transformators Tl verbunden ist.
Die Feldwicklung f des Motors kann durch eine geeignete
Gleichstromquelle erregt werden. Sie kann beispielsweise parallel zu den Entnahmeklemmen des
Brückengleichrichiters hinter dem Widerstand R1 geschaltet
sein. Andererseits kann aber ein Motor mit permanentmagnetischem Feld verwendet werden.
Die Wellenform der zwischen der Arbeitselektrode t
und dem Werkstück w und audh zwischen dem oberen Ende des Kondensators Cl und dem unteren Ende
des Kondensators C 2 auftretenden Spannung besteht aus einer Reihe von an ihren Flanken senkrechten
oder sehr steilen Entladewellen mit dazwischenliegenden exponentiell verlaufenden Aufladewellenflanken,
wie sie beim Aufladen eines Kondensators über den mit einem Widerstand versehenen Zweig eines Ladestromkreises
bekannt sind. Durch Herstellung einer Verbindung von dem oberen Ende des Kondensators
C1 durch die Läuferwicklung des Motors m zum Abgreifpunkt
b3 des Transformators Tl liegen am Läufer eine Wechselspannungskomponente (die sich
aus der Wellenform des oben beschriebenen Entladestromkreises ergibt) und eine Gleichspannungskomponente,
die von der unmittelbar vor der Entladung erreichten Spitzenspannung abhängt. Es ist ersichtliclh,
daß für einen bestimmten Wert dieser Spitzenspannung die von der Wellenform der Spannung
oberhalb einer die Gleiohstromspannung am Abgreifpunkt
b 3 darstellenden Abszisse gleich der von der Wellenform unterhalb dieser Abszisse umschlossenen
Fläche sein wird. Dies stellt den Gleichgewichtszustand
dar, in welchem keine Gleichstromkomponente am Läufer des Motors liegt, der dann stillsteht, wobei
die vorerwähnte Spitzenspannung die Spannung ist, die das Überspringen eines Funkens über eine
Funkenstrecke. der gewünschten Länge verursacht. Die von der Wechselspannung herrührende Werihselstromkomponente
wird durch die Induktanz L 2 unterdrückt bzw. auf einen sehr geringen Wert gesenkt
Wenn die Länge der Funkenstrecke durch Abhebung von Werkstoff vom Werkstück zunimmt, wächst
die Spannung, welche vor dem Überspringen 'eines Funkens an der Funkenstrecke vorhanden sein muß,
und der Strom fließt durch den Läufer des Motors m in einer solchen Richtung, daß dieser die Halterung
der Arbeitselektrode so bewegt, daß die Funkenstrecke kleiner wird.
Jede Bewegung des Läufers über den Punkt hinaus,
an welchem die Gleichstromkomponente durch den Läufer auf Null absinkt, ruft einen Steuer- oder
Bremsstrom hervor, dessen Größe der Drehgeschwindigkeit
des Läufers bei seiner Annäherung an die Null- oder Gleichgewichtsstellung entspricht. Der
Neigung des Motors, sich weiter als erwünscht zu drehen, wird also dadurch sehr wirksam entgegengetreten,
daß die Bremskraft automatisch ansteigt, wenn die eine Weiterbewegung verursachenden Faktoren
(d. h. eine hohe Drehgeschwindigkeit des Läufers bei seiner Annäherung an die Null- oder
Gleichgewichtsstellung) größer werden.
Der Gleichstromwiderstand in dem die Läuferwkklung enthaltenden Stromkreis ' besteht aus den
Widerständen der Sekundärwicklung des TransformatorsTl,
der Induktanz L 2, des Gleichrichters wl bis. w4 und des Widerstandes Rl. Von diesen
Schaltelementen begrenzt nur das letztgenannte den Strom in beträchtlichem Maße, und es. ist ersichtlich,
daß die Leitfähigkeit in der Funkenstrecke zwischen der Arbeitselektrode und dem Werkstück einen
wirksamen, parallel zu Rl liegenden Widerstand darstellt, der dessen strombegrenzende Wirkung verringert.
Die Anordnung für die Schaltung und Speisung des Ankers m sind den beiden in Fig. 1 und 2 gezeigten
Stromkreisarten gemeinsam.
Es sei im folgenden auf die Anordnung zur Unterdrückung einer Lichtbogenbildung zwischen der
Arbeitselektrode t (negativ) und dem Werkstück w (positiv), insbesondere in bezug auf die in Fig. 1 gezeigte
Anordnung, eingegangen. Es ist ersichtlich, daß der Kondensator C1 über einen Ladestromkreis
aufgeladen wird, der den Ladewiderstand Rl und die von einer Stromquelle mit Gleichstrom gespeiste Induktanz
L3 enthält. Die Stromquelle besteht aus dem Transformator Tl, dessen Primärklemmen al, a2
and Sekundärklemmen b 1, b2, b3 in der gezeigten
Weise angeordnet sind. Die Sekundärklemmen bl und fr 2 speisen ein Paar von sich diagonal gegenüber Hegenden
Klemmen eines Brückengleichrichters, der
die Gleichrichter α/1, w2, ze/3 und α/4 umfaßt. Der
Ladestromkreis ist an das andere Paar von sich diagonal gegenüberliegenden Klemmen dieses Brückengleichrichters
angeschlossen. Der Brückengleichrichter liefert eine ungeglättete Gleichspannung von einem
geeigneten Wert, beispielsweise von einer Spannung von 250 Volteff. Wenn der Transformator T1 vom
Netz mit 50 Hz gespeist wird, wird die Frequenz der Wechselstromkomponente am Ausgang des Brückengleiahrichters
natürlich 100 Hz betragen.
Im Betrieb der Vorrichtung bewegt der Motor m die die Arbeitselektrode t tragende Halterung in
Richtung auf das Werkstück w, und eine Folge von Funkenentladungen findet zwischen der Arbeitselektrode
und 'dem Werkstück statt. Jede Funkenentladung führt zu einer Entladung des Kondensators C1
und bildet eine senkrechte oder nahezu senkrechte Wellenflanke der Kondensatorentladespannung. Bei
einem Nichtvorhandensein der weiteren Schaltelemente (Kondensator C 2 und Induktanz L1) würde
der Kondensator anfangen, sich wieder aufzuladen, und in bekannter Weise eine exponential anwachsende
Spannung annehmen, bis die Durchschlagspannung an der Funkenstrecke wieder erreicht ist und eine weitere
Funkenentladung stattfindet.
Die gestrichelt gezeichnete Linie 12 zeigt die positive Lichtbogenlöschspannung, die etwa 20 Volt betragen
kann, und die gestrichelte Linie 12' zeigt, die entsprechende negative Löschspannung. Wenn die
Spannung an der Funkenstrecke unterhalb, dieses Wertes bleibt, wird jeder etwa vorhandene Lichtbogen
gelöscht, wenn die Spannung jedoch diesen Wert überschreitet, kann eine Lichtbogenentladung
stattfinden. Dieser Zustand besteht nach einer Funkenentladung während eines gewissen Zeitraums, der zur
Erläuterung der Erfindung durch den zwischen der Funkenentladungswellenf ront 10 und der Ordinate 13
liegenden Raum dargestellt ist. Anschließend wird der vorerwähnte Zustand durch einen Zustand ersetzt, in
dem mangels ausreichender Ionisation des Funkenspalts eine elektrische Entladung nicht stattfinden
kann, bis eine noch höhere Spannung (Zündspannung) erreicht ist. Wie im vorhergehenden bereits ausgeführt
wurde, ist es wünschenswert, während des erwähnten Zeitraums (zwischen der Wellenflanke 10 und der
Ordinate 13) das Auftreten einer Lichtbogenentladung zu verhindern oder eine solche Entladung zu
löschen, wenn sie auftreten sollte, damit die der Zündstrecke zugeführte elektrische Energie völlig
oder in der Hauptsache als für die Bearbeitung des Werkstücks nützliche Funkenentladung verwendet
werden kann.
Die Zeichnung zeigt; daß in dem letzten Teil des zwischen den Linien 10 und 13 liegenden Zeitraums
die Aufladespannung 11 des Kondensators ohne Vorhandensein einer Schaltanordnung zur Unterdrückung
einer Lichtbogenbildung einen erheblich über der den Lichtbogenlöschwert andeutenden Linie 12 liegenden
Wert annehmen würde und daß dann eine Lichtbogenbildung stattfinden, das Laden des Kondensators verhindert
werden und die vorher erwähnten nachteiligen Wirkungen eintreten könnten.
Um dies zu vermeiden, ist erfindungsgemäß ein Oszillatorkreis vorgesehen, der aus der Induktanz L1
und dem Kondensator C 2 besteht und in welchem durch Stoßerregung von der Funkenentladung eine
Oszillatorspannung erzeugt wird, welche in Fig. 3 durch die gestrichelt gezeigte Welle 14 angedeutet ist.
Da der Oszillatorkreis, der aus der Induktanz L1 und
dem Kondensator C2 bestehi, mit dem vom Kondensator
C1 über die Funkenstrecke zwischen Arbeitselektrode und Werkstück w führenden Entladestromkreis
in Reihe geschaltet ist, wird die Oszillatorspannung 14 der Aufladespannung 11 überlagert, so daß
eine resultierende Spannung erzeugt wird, die durch die voll ausgezogene Wellenform 15 dargestellt ist.
Aus der Zeichnung ist ersichtlich, daß zwischen den Linien 10 und 13 die Welle 15 eineinhalb volle Perioden
der aufgedrückten Oszillatorspannung 14 einschließt. Sie könnte aber auch eine größere Anzahl
von Perioden einschließen, wenn dies wünschenswert ist;'" ■-...·'·'
Die zweite negative Halbwelle- hat eine genügend
große Amplitude, um eine resultierende, durch die voll ausgezogene Linie 15 ,bezeichnete Aufladespannung
zu erzeugen, die Werte erheblich unterhalb der Lichtbogenlöschspannung 12 erreicht, was
besonders aus der Senkung 15 a zu ersehen ist. Obwohl die resultierende Ladespannung 15 während des
Zeitraums zwischen den Linien 10 und 13 die Löschspannung 12 überschreiten kann, hat sie nichtsdestoweniger
zwei ausgesprochen erheblich unterhalb die Löschspannung herunterreichende Teile, von denen
der zweite in der Nähe des Endes des Zeitraums liegt, innerhalb dessen die Funkenstrecke genügend Zeit
zur Deionisierung gehabt hat.
Es ist ferner ersichtlich, daß der dem Kondensator Cl zugeführte wellenförmige Strom periodisch ,zu
Null wird und daß auf Grund der Tatsache, daß die' Wiederholungsf nequenz des Funkenüberschlags
sehr erheblich höher ist als die Frequenz des Ladestroms (typische Werte sind 100 kHz : 100 Hz), eine
Ladespannung, die kleiner als die zwischen Linie 12 bezeichnete Lichtbogenlöschspannung ist, periodisch
auftreten und für einen im Vergleich zu dem durch den Abstand der Linien 10 und 13 dargestellten Zeitraum
sehr großen Zeitraum anhalten wird, wodurch jeder bereits vorher etwa bestehende Lichtbogen
wirksam gelöscht wird.
Bei Verwendung einer Funkenstrecke von ungefähr 0,5 mm und einer Ladespannung von 250' Volteff sowie
einer dielektrischen Flüssigkeit, wie Paraffinöl, kann der Kondensator Cl eine Größe von 0,01 bis
10 Mikrofarad, der Ladewiderstand Ri eine Größe von 10 bis 500 Ohm haben und die Induktanz L 3
etwa 6 Millihenry betragen. Die Induktanz L1 kann
zwischen 1 bis 10 Mikrohenry liegen und der Kondensator C 2 etwa ein- bis viermal so groß sein wie
der Kondensator Cl. Bei größeren Werten für den Kondensator Cl, beispielsweise bei mehr als 0,25 Mikrofarad,
wird vorzugsweise die in Fig. 2 gezeigte Schaltung verwendet. Die der Fig. 1 entsprechenden
Schaltelemente sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Die in Fig. 2 gezeigte Anordnung vermeidet
die Verwendung eines teueren Kondensators von hoher Kapazität, wie C 2.
In dieser weiteren Schaltanordnung besteht der Oszillatorkreis zur Erzeugung der Überlagerungsspannung 14 in Fig. 3 aus einer Induktanz L 4, die
mit einem Kondensator C 3 parallel geschaltet ist. Diese Kombination ist in dem Ladekreis des Kondensators
Cl, zweckmäßig zwischen dem Widerstand Rl und dem Kondensator Cl, in Reihe geschaltet. An
Stelle von 73 'kann ein regelbarer Kondensator verwendet
werden.
Die in diesem Stromkreis erzeugte Oszülatorspannung wird der Ladespannung des Kondensators C1
mittels einer induktiven Verbindung überlagert, die aus einem Ring o< er einer Schleife M aus geeignetem
magnetisch leitendem Material von geringem magne-
tischem Widerstand besteht. Der Ring, auf den die Windungen der Induktanz L 4 gewickelt sind, umgibt
die Leitung zum Kondensator Cl.
Die Anordnung ist vorzugsweise so gewählt, daß in
der Nähe des Spitzenwert^ des Stroms im Oszillatorkreis
der Ring 1M gesättigt ist, so daß die Wellenberge
und Wellentäler der resultierenden, durch die Linie 15 wiedergegebenen Ladespannung etwas abgeflacht
werden.
Die Induktanz L 4 kann fünfzig Windungen haben, während der Kondensator C 3 einen Wert zwischen
0,01 und 0,10 Mikrofarad haben kann.
Es ist weiter ersichtlich, daß, falls erwünscht, die in den Fig. 1 und 2 gezeigten Oszillatorkreise in
Kombination mit demselben Kondensatorladewiderstand und demselben Funkenstreckenkreis verwendet
werden können.
Anstatt den Kondensator Cl durch einen den Strom begrenzenden, aus dem Widerstand Rl und
der Induktanz L 3 bestehenden Kreis aufzuladen, kann ao
ein reiner Widerstandskreis oder andere Einrichtungen, wie z. B. Stromkreis mit Strombegrenzerröhren,
verwendet werden.
Claims (5)
1. Schaltanordnung zur Funkenerosion mit pulsierendem Gleichstrom, mit einem Kondensator
als Speichermittel und mit einem durch die elektrischen Größen am Funkenspalt automatisch
geregelten Elektrodenvorschub, weiterhin mit Mitteln zur Unterdrückung einer Lichtbogenentladung
unter Vermeidung von Schaltelementen im Entladekreis, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich
bekannter Weise ein Schwingkreis (L 1, C2; L 4,
C 3), der mit einem Zweigstromkreis (L I1 L4) im
Entladestromkreis des Kondensators (Cl) liegt oder mit diesem Entladestromkreis gekoppelt ist,
in Reihe 'mit dem Kondensator (C 1) im Entladestromkreis bzw. im Ladestromkreis vorgesehen ist,
weiterhin daß die Schwingspannung (14) des Schwingkreises (Ll, C2; L4, C3) der nach der
Funkenentladung am Kondensator (Cl) liegenden Aufladespannung (11) derart bemessen und überlagert
wird, daß sich dadurch eine resultierende, am Funkenspalt (w, t) liegende Spannung (15) ergibt,
die während des auf die Funkenentladung folgenden Zeitraums mehrmals auf einen Wert
unterhalb der Lichtbogenlöschspannung absinkt.
2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingkreis (L4, C 3)
induktiv mit dem Funkenentladestromkreis gekoppelt ist, indem ein Ring oder eine Schleife (M)
aus magnetisch leitendem Material um den Stromveg zum Kondensator (C 1) liegt und eine_ Wickung
(L 4) trägt, welche die Induktanz des Osziliatorkreises
darstellt.
3. Schaltanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring oder die
Schleife (M) im Wellenberg und den Wellentälern der an der Funkenstrecke auftretenden resultierenden
Spannungswellenform in gesättigten Zustand versetzt wird.
4. Schaltanordnung nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerwicklung des Vorschubmotors (m) einerseits
mit dem einen Pol des Kondensators (Cl) und andererseits mit dem Mittelpunkt (fo3) der Sekundärwicklung
(bl,b2) des Transformators (Tl) verbunden ist, welche über einen Gleichrichter (Wl
bis W£) den Erosionsstrom liefert, wobei der
durch die Wicklung (m) geschlossene Stromkreis einen genügend geringen Gleichstromwiderstand
hat, um beim Fließen eines Gleichstroms durch die Wicklung eine Weiterbewegung des Läufers so zu
beschränken, daß die Länge der Funkenstrecke etwa konstant gehalten wird.
5. Schaltanordnung nach Anspruch 4, da durch gekennzeichnet, daß in dem Stromkreis der
niederohmigen. Wicklung (z. B. m) außerdem ein
induktiver Blindwiderstand (Drossel L2) liegt, der die in diesem Stromkreis fließende Wechselstromkomponente
begrenzt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentanmeldung M 16152 VIIId/21h (bekanntgemacht am 17. 2. 1955);
»Schriftenreihe des Verlages Technik«, SVT 177, S. 41; SVT 186, S. 22 und 30;
Zeitschrift »Electricite«, November 1955, S. 281 bis 285;
belgische Patentschrift Nr. 515 461.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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