DE1044404B - Verfahren zur Herstellung polyfunktioneller anionaktiver hochmolekularer Polyurethane - Google Patents

Verfahren zur Herstellung polyfunktioneller anionaktiver hochmolekularer Polyurethane

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DE1044404B
DE1044404B DEF22418A DEF0022418A DE1044404B DE 1044404 B DE1044404 B DE 1044404B DE F22418 A DEF22418 A DE F22418A DE F0022418 A DEF0022418 A DE F0022418A DE 1044404 B DE1044404 B DE 1044404B
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DE
Germany
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benzene
water
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polyurethane
ecm
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Application number
DEF22418A
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English (en)
Inventor
Dr Rudolf Reuber
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Hoechst AG
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Hoechst AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L75/00Compositions of polyureas or polyurethanes; Compositions of derivatives of such polymers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es wurde gefunden, daß man zu neuartigen polyfunktionellen anionaktiven hochmolekularen Polyurethanen gelangt, wenn man Bis-chlorkohlensäureester, z. B. l.'l-Butandiol-bis-chlorkohlensäureester, Diäthylenglykol - bis - chlorkohlensäureester, 2 - Methylhexandiol-1,4 - bis - chlorkohlensäureester, Hydrochinon - bis - chlorkohlensäureester, 4,4' - Dioxydiphenylpropan - bis - chlorkohlensäureester, mit Diaminsulfonsäuren, wie 1,4-Diaminobenzol-2 -sulfonsäure, 2,5 -Diaminotoluol-4-sulfonsäure, 1,4 - Diarninobenzol - 2,6 - disulfonsäure, 1,8 - Diamino-naphthalin-4-sulfonsäure, 2,7-Diamino-naphthalin-3,6-disulfonsäure, und/oder Alkali- oder Ammoniumsalzen von Diaminosulfonsäuren nach dem in der deutschen Patentschrift 912 863 beschriebenen Verfahren zu Polyurethan-polysulfonsäuren umsetzt.
Man kann bei der Herstellung der neuartigen polyfunktionellen anionaktiven hochmolekularen Polyurethane Diaminosulfonsäuren, gegebenenfalls in Anwesenheit von Diaminocarbonsäuren, auch in Kombination mit Diaminen, wie Hydrazin, Hexamethylendiamin, Piperazin, mit Dichlorkohlensäureestern umsetzen. Auf diese Weise lassen sich die Eigenschaften der Polyurethane, insbesondere ihre Hydrophilie, in mannigfacher Weise variieren.
Polyurethan-polysulfonsäuren, bei deren Herstellung als Diaminkomponente(n) ausschließlich Diaminosulfonsäuren verwendet werden, zeichnen sich von allen bisher bekannten Polyurethanen durch ihre Löslichkeit in Wasser aus. Jedoch kann man durch Kombination sulfonierter Diamine mit unsulfonierten Diaminen die Hydrophilie der resultierenden hochmolekularen PoIyurethansulfonsäuren auch so weit herabsetzen, daß Polyurethansulfonsäuren entstehen, die in Wasser nur noch quellbar sind.
Die gemäß vorliegender Erfindung zugänglich gewordenen neuartigen polyfunktionellen anionaktiven hochmolekularen Polyurethane können z. B. als Verdickungsmittel, Imprägniermittel, als Emulgatoren, Schutzkolloide, als Veredelungsmittel für Textilien, als Gerbmittel sowie als Zusatzstoffe zu natürlichen oder künstlichen Hochmolekularen, z. B. zur Erzielung einer gewissen Hydrophilie, als Imprägnierungsmittel für chromatographische Zwecke sowie für therapeutische und biochemische Zwecke Verwendung finden.
Die neuartigen polyfunktionellen anionaktiven hochmolekularen Polyurethane bilden beim Zusammentreffen mit mehrwertigen Metallionen, z. B. denen des Magnesiums, Calciums, Zinks, des zwei- und dreiwertigen Eisens, des Kupfers, Bleis, Aluminiums, unlösliche Verbindungen. Man kann sie daher aus ihrer wäßrigen HN —/' "■■>— C H = C H —/ V- N H Verfahren zur Herstellung
polyfunktioneller anionaktiver
hochmolekularer Polyurethane
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning,
Frankfurt/M., Brüningstr. 45
Dr. Rudolf Reuber, Frankfurt/M.-Eschersheim,
ist als Erfinder genannt worden
so Lösung durch mehrwertige Metallionen fällen oder umgekehrt mehrwertige Metallionen aus wäßrigen Lösungen mit Hilfe der gemäß vorliegender Erfindung zugänglichen polyfunktionellen anionaktiven hochmolekularen Polyurethane entfernen, woraus sich die Eignung der erfindungsgemäßen Produkte als Ionenaustauscher ergibt. Hochmolekulare Polyurethan-polysulfonsäuren der gemäß vorliegender Erfindung gekennzeichneten Art mit freien SO3H-Gruppen eignen sich auch als Katalysatoren, z. B. bei Veresterungsreaktion.
Beispiel 1
23,1 g Diäthylenglykol-bis-chlorkohlensäureester werden mit 100 ml Benzol und 95 ml destilliertem Wasser nach Zusatz von 8 ml einer 10°/0igen wäßrigen Lösung eines emulgierend wirkenden Alkyl-sulfonates emulgiert. In die lebhaft gerührte Emulsion läßt man bei etwa 8° C eine Lösung von 41,4 g 4,4'-Diamino-stilben-2,2-disulfonsaurem Natrium, 8,2 g Natriumhydroxyd und 0,8 g eines emulgierend wirkenden Alkyl-alkalisulfonates in 170 ml destilliertem Wasser in einer Stunde eintropfen. Dann läßt man unter weiterem Rühren die Temperatur der entstandenen Polyurethan-polysulfonatpaste innerhalb von 30 Minuten auf 80° C steigen und hält sie auf dieser Höhe, bis alles Benzol und etwa die Hälfte des Wassers über einen absteigenden Kühler abdestilliert ist.
Aus der anfallenden chlornatriumhaltigen Polyurethan-polysulfonatpaste wird das NaCl durch Dialysieren und anschließend das Wasser entfernt. Es werden 57 g eines hochmolekularen Polysulfonates der Formel
-C-O-CH9-CH2-O-CH2-CH2-O-C-
SOoNa
SOoNa
η
809 679/436

Claims (1)

  1. erhalten. 5 g dieses Polysulfonates lösen sich bei 80° C . ., Benzols auf pH ,7,5 bis 8 gehalten. Aus der benzolfreien
    in 300 ml Wasser zu einer beim Abkühlen bei 40° C zu " Suspension kann gegebenenfalls durch Dialyse das NaCl
    einem Gel erstarrenden Lösung. * entfernt werden. Nach dem Entfernen des Wassers
    . ·19 durch Eindampfen wird das Polyurethan-polysulfonat
    .Beispiel I 5 "als pulverisierbares, hell sandfarbiges Produkt erhalten
    Zu einer Emulsion von 64,5 g l^Butandiol-bis-chlor- (96 g).
    kohlensäureester, 300 ecm Benzol, 400 ecm destilliertem Eine Lösung von 2,5 g des Festproduktes in 97,5 g Wasser und 12 ecm einer 10%igen wäßrigen Lösung warmem Wasser erstarrt beim Abkühlen zu einem eines emulgierend wirkenden Alkylsulfonates wird unter dickflüssigen Gelee. Durch Zusatz geeigneter Sublebhaftem Rühren bei etwa 6 bis 14! C in 70 bis 80 Minuten ίο stanzen, z.B. von gleichen Gewichtsteilen (auf festes eine Lösung eingetropft, die aus 650 ecm destilliertem Polyurethan-polysülfonat bezogen) Diäthylaminoätha-Wasser, 56,4 g l.^Diaminobenzol^-sulfonsäure, 36,2 g nol, kann die Verstreichbarkeit der viskosen Lösung Natriumhydroxyd und 1,1 g eines emulgierend wirkenden verbessert werden.
    Alkylsulfonates besteht. . . . .
    Anschließend wird die Temperatur der Lösung bzw. 15 Patentanspruch·
    Suspension des entstandenen Polyurethan-polysulfo-
    nates unter Rühren innerhalb einer Stunde auf 80° C Verfahren zur Herstellung polyfunktioneller anion-
    gesteigert und auf dieser Höhe gehalten, bis das Benzol ■ aktiver hochmolekularer Polyurethane, dadurch ge-
    abdestüliert ist. Die Entfernung des Benzols kann durch kennzeichnet, daß man Bis-chlorkohlensäureester mit
    Destillation unter vermindertem Druck beschleunigt 20 Diaminosulfonsäuren und/oder deren Alkali- oder
    werden. Der Ansatz wird während des Kondensierungs- '^ Ammoniumsalzen, gegebenenfalls in Mischung mit
    Vorganges und der anschließenden Entfernung des Diaminen, zu:Polyurethan-polysulfonsäuren umsetzt.
    11.58
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WO2001017755A1 (de) * 1999-09-08 2001-03-15 Basf Aktiengesellschaft Verfahren zur herstellung von häuten aus polyurethandispersionen

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