DE103288C - - Google Patents

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DE103288C
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capsules
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61JCONTAINERS SPECIALLY ADAPTED FOR MEDICAL OR PHARMACEUTICAL PURPOSES; DEVICES OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR BRINGING PHARMACEUTICAL PRODUCTS INTO PARTICULAR PHYSICAL OR ADMINISTERING FORMS; DEVICES FOR ADMINISTERING FOOD OR MEDICINES ORALLY; BABY COMFORTERS; DEVICES FOR RECEIVING SPITTLE
    • A61J3/00Devices or methods specially adapted for bringing pharmaceutical products into particular physical or administering forms
    • A61J3/02Devices or methods specially adapted for bringing pharmaceutical products into particular physical or administering forms into the form of powders

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche das Füllen medicinischer Pulverkapseln bedeutend erleichtern und vereinfachen und allen bei den bisherigen Verfahren des Füllens von Hand auftretenden Uebelstä'nden und Unannehmlichkeiten in vollkommenster Weise abhelfen soll.
Bisher verfuhr man beim Füllen von Pulverkapseln in der Weise, dafs man mehrere einmal geknickte Kapseln in die Hand nahm, sie aufblies und dann das in Pulverschiffchen bereit gestellte Pulver hineinschüttete. Dieses Aufblasen der Kapseln ist nicht nur unappetitlich, sondern es verursacht für den Blasenden bei längerer Beschäftigung Kopfschmerzen und kann aufserdem unter Umständen sogar ansteckende Krankheiten übertragen, da es nicht ausgeschlossen ist, dafs Theile des Speichels durch das Blasen in die Kapseln gelangen.
Ein fernerer Uebelstand ist, dafs sich die Kapseln lange Zeit in der Hand des Apothekers befinden. Ferner kann es leicht vorkommen, dafs in ein und dieselbe Kapsel die doppelte Menge Pulver gelangt, während andere Kapseln leer bleiben. Dieser Umstand schliefst z. B. bei der Verabfolgung stark wirkender Arzneimittel eine grofse Gefahr in sich.
Vorliegende Füllvorrichtung dagegen macht das Aufblasen und Anfassen der Kapseln überflüssig, gestattet das gleichzeitige Füllen einer beliebigen Anzahl von Kapseln, wodurch sehr viel Zeit erspart wird, und sichert das Einbringen der bestimmten Menge in die Kapsel.
Beiliegende Zeichnung stellt eine Ausführungsform einer solchen Füllvorrichtung dar, und zwar zeigt Fig. 1 den Apparat in Vorderansicht, Fig. 2 in Seitenansicht. Fig. 3 ist eine Draufsicht, und zwar im Schnitt nach Linie c-d der Fig. 2. Fig. 4 ist ein senkrechter Querschnitt nach Linie a-b der Fig. 1. Fig. 5 zeigt ein mit Mulden zur Aufnahme der in die Kapseln einzuschüttenden Pulver versehenes Brett in Draufsicht und Fig. 5 a dasselbe im Querschnitt.
Auf einer Grundplatte A sind zwei parallele Brettchen α α angeordnet, welche mit oberen, einwärts vorstehenden Leisten a1 versehen sind. Diese Leisten a1 sind in bestimmten Abständen mit Einkerbungen a2 versehen, welche zur Aufnahme der Kanten der aufrechtstehenden Kapseln b dienen. Die Entfernung zwischen je zwei einander gegenüberliegenden Einkerbungen d1 ist etwas geringer, als die Breite der Kapseln b beträgt, so dafs letztere, wenn sie in die Einkerbungen eingebracht werden, sich selbstthätig öffnen.
Die leeren Pulverkapseln sind am vorderen Ende der Vorrichtung angeordnet, und zwar legt sich die vorderste Kapsel gegen zwei auf den Brettchen α α sitzende Stifte c c, während ein unter dem Druck einer Schraubenfeder/stehender Schieber d das Umfallen der Kapseln verhindert. Eine analoge Vorkehrung ist am anderen Ende des Apparates zur Aufnahme der gefüllten Pulverkapseln getroffen, nur sind hier an Stelle der Stifte c c zwei Federn g g angeordnet, welche die Kapseln b wohl austreten lassen, ein Zurückspringen aber verhindern. An Stelle dieser Federn g kann man indefs auch Holzstöpsel verwenden, damit die Kapseln nicht beschädigt werden.
Um Kapseln verschiedener Breite in der Vorrichtung füllen zu können, ist das vordere Brettchen α verstellbar angeordnet. Durch j Knöpfe h kann es in seinen verschiedenen Lagen i, 2, 3 festgestellt werden. Man kann auch die Leisten a1 mittels Scharniere auf den Brettchen α befestigen und durch Verstellen der Leisten das Arbeiten mit breiteren Kapseln ermöglichen.
Bei Massenherstellung von Pulvern derselben Gröfse kann man auch beliebig viele feststehende Brettchen α hinter einander anbringen.
Zum leichteren Füllen der aufgestellten Kapseln dienen Trichter z, die in einem Brettchen j angeordnet sind, welches von an Ständern B der Vorrichtung drehbar angebrachten Hebeln k getragen wird. Die Trichter i sind derart angeordnet, dafs ihre unteren Enden beim Umlegen der Hebel k nach vorn in die geöffneten Kapseln b eingreifen (Fig. 1 und 4).
Oberhalb der Trichter i ist ein zweites Brett m angeordnet, welches ebenfalls in drehbaren Hebeln η ruht und dazu bestimmt ist, die einzelnen in die Kapseln einzufüllenden Pulver aufzunehmen. Zu diesem Zweck ist das Brett mit einer Anzahl muldenförmiger Vertiefungen ο versehen, welche eine ganz bestimmte Menge Pulver aufnehmen können. Die Mulden 0 können in beliebiger Weise gefüllt werden. An Stelle der Mulden kann man natürlich auch eine entsprechende Anzahl Pulverschiffchen auf dem Brett m anordnen.
Die Handhabung der Vorrichtung geschieht auf folgende Weise: Nachdem die Kapseln b geknickt und in dem linksseitigen Behälter aufgestellt worden sind, greift man mittels eines Falzbeines oder dergl. in den oberen Ausschnitt der vordersten Pulverkapsel b ein, schiebt die Kapsel etwas zurück und lä'fst sie dann in schräger Richtung zwischen den Brettchen α hingleiten und in die Einschnitte a2 einspringen, worauf die Kapseln in geöffnetem Zustande stehen bleiben (Fig. 3).
Sind sämmtliche Kapseln b aufgestellt, so senkt man das die Trichter i tragende Gestell derart, dafs die Trichter in die geöffneten Kapseln b eintreten (Fig. 1 und 4). Hierauf senkt man das mit Pulvern versehene Brett m und lä'fst durch entsprechendes Neigen desselben die Pulver durch die Trichter i in die Kapseln b gleiten, welche auf diese Weise sämmtlich auf einmal gefüllt werden.
Nachdem man dann das Brett m und das Trichtergestell in die frühere Lage zurückgebracht hat (Fig. 2), kann man die gefüllten Kapseln in den rechtsseitigen Behälter schieben, wobei die Federn g g (Fig. 3) wohl ein Vorbeigleiten derselben gestatten, ein Zurückspringen aber wirksam verhindern.
Bei langen Füllvorrichtungen ordnet man vortheilhaft die Kapseln in einem besonderen Behälter an, welcher auf den Leisten a1 allmälig zurückgeschoben wird, da das Befördern der Kapseln von dem festen Behälter aus zu den äufsersten Kerben a2 zu mühsam sein würde.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Füllen medicinischer Pulverkapseln, dadurch gekennzeichnet, dafs man die Kapseln zwischen zwei mit Einkerbungen versehenen Brettchen oder dergl. so einstellt, dafs die Kapseln offen stehen, um alsdann durch Trichter oder sonstwie mit Pulvern gefüllt zu werden, wobei die Brettchen, der Breite der Kapseln entsprechend, in beliebiger Entfernung von einander festgestellt werden können.
2. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs oberhalb der Kapseln ein mit Trichtern versehenes Gestell derart drehbar angeordnet ist, dafs beim Senken desselben die Trichter in die offen stehenden Kapseln eintreten und diese somit bequem gefüllt werden können.
3. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs oberhalb der Kapseln bezw. des Trichtergestelles ein mit Pulverschiffchen oder Mulden zur Aufnahme der Pulver versehenes Brett oder dergl. drehbar angeordnet ist, zum Zweck, alle Kapseln gleichzeitig füllen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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