DE1028568B - Verfahren zur Herstellung von 1-(Aminomethyl)-1-cycloalkanolen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 1-(Aminomethyl)-1-cycloalkanolenInfo
- Publication number
- DE1028568B DE1028568B DEP16731A DEP0016731A DE1028568B DE 1028568 B DE1028568 B DE 1028568B DE P16731 A DEP16731 A DE P16731A DE P0016731 A DEP0016731 A DE P0016731A DE 1028568 B DE1028568 B DE 1028568B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- hydrogenation
- cycloalkanols
- acetic acid
- aminomethyl
- pressure
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C2601/00—Systems containing only non-condensed rings
- C07C2601/12—Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
- C07C2601/14—The ring being saturated
Landscapes
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt, l-(Aminoalkyl)-l-cycloalkanole aus den entsprechenden l-(Nitroalkyl)-l-cycloalkanolen
durch Reduktion mit Raney-Nickel als Katalysator herzustellen. Die Durchführung dieser Hydrierung
wurde bisher bei verfaälrtaismäßig niedrigen, 35° C
nicht übersteigenden Temperaturen und niedrigen, nicht über 1,7 at liegenden Drücken vorgenommen,
eine Arbeitsweise, die selbst bei kleinen Mengen an Ausgangstnaterial und trotz Verwendung von verhältnismäßig
umständlich herzustellenden Spezial- ίο typen von Raney-Nickel-Katalysatoren sehr lange
Hydrierzeiten erfordert. So werden beispielsweise für die Hydrierung von l-(Nitromethyl)-l-cyelohexanol
zu l-(Aminomethyl)-!-cyclohexanol bei 25 bis 35° C und 0,7 bis 1,7 at 15 bis 18 Stunden benötigt. Die mit
dieser Hydrierweise erreichbaren Ausbeuten an den Aminoverbindungen betragen bei Anwendung von
Äthanol oder Methanol als Lösungsmittel etwa 35% und bei Anwendung von Eisessig 60 bis 91% der
Theorie. Höhere Reaktionstemperaturen und Drücke sollen bei den bekannten Verfahren wegen der Gefahr
einer Zersetzung der Ausgangsprodukte und einer Inaktivierung des Katalysators und der damit
einhergehenden beträchtlichen Ausbeuteverminderung vermieden werden. Beschrieben wurde auch die Reduktion
von !-(Nitromethy^-l-cyclohexanol mit
Wasserstoff und Raney-Nickel bei etwa 80° C und hohen Drücken bis etwa 1500 at unter Verwendung
von Methanol als Lösungsmittel. Diese Arbeitsweise führt nach Sstündiger Hydrierdauer aber nur zu
einem überwiegend sekundäres Amin enthaltenden Amingemisch, aus dem sich 1 -(Aminom ethyl) 1-cyclohexanol
nicht isolieren läßt.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß sich die Hydrierung von l-(Nitromethyl)-1-cycloalkanolen
mit Raney-Nickel zu den entsprechenden l-(Aminomethyl)-l-cycloalkanolen unter Verwendung
von Eisessig als Lösungsmittel auch bei wesentlich höheren Temperaturen und Drücken als den bisher
angewendeten mit genauso guten' Ausbeuten, jedoch
in wesentlich kürzerer Zeit durchführen läßt. Es gelingt z. B., die Hydrierung innerhalb weniger
Minuten zu Ende zu führen. Die Erfindung schlägt demgemäß vor, die Hydrierung von l-(Nitromethyl)-l-cvcloalkaiiOlen
bei eimer Temperatur von 50 bis 80 ' C, vorzugsweise 60 bis 70° C, und bei einem
Druck von 60 bis 180 at, vorzugsweise 80 bis 150 at, durchzuführen, wobei, wie von der Hydrierung bei
niedrigem Druck und niedriger Temperatur her an sich bekannt, als Lösungsmittel Eisessig oder ein
Ei'seseig-Alkohol-Gemisoh dient. Aus dem Hydrieruugsgemisch
werden die l-(Aminomethyl)-l-cycloalkanole in Form ihrer essigsauren Salze gewonnen.
Diese Arbeitsweise ergibt auch bei großen Ansätzen Verfahren zur Herstellung
von 1 - (Aminomethyl) -1 -cy cloalkanolen
von 1 - (Aminomethyl) -1 -cy cloalkanolen
Anmelder:
Phrix -Werke Aktiengesellschaft,
Hamburg 36, Stephansplatz 10
Hamburg 36, Stephansplatz 10
Dr. Albert Kuhn, Neumünster (Holst.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
an Ausgangsmaterial in kurzer Zeit befriedigende Ausbeuten an Hydrierungsprodukten, ohne daß unerwünschte
Zersetzungsprodukte entstehen.
Neben der Reaktionsbeschleunigung, welche die Herstellung der in Frage stehenden Verbindungen in
technischem Maßstab überhaupt erst wirtschaftlich gestaltet, bietet das Verfahren der Erfindung, für
welches an sich jede Art von Raney-Nickel verwendet werden kann, den Vorteil, daß sich für die Hydrierung
ein normaler, auf übliche Weise hergestellter Raney-Nickelkatalysator verwenden läßt, während
die bekannten, bei niedrigen Temperaturen und Drücken arbeitenden Verfahren zur Hydrierung der
l-(Nitromethyl)-l-cycloalkanole Spezialtypen dieses Katalysators verlangen, deren Bereitung sich umständlicher
gestaltet.
Das Verfahren nach der Erfindung wird im folgenden an einer Reihe von Beispielen in seinen Einzelheiten
erläutert.
5 Mol (795 g) l-(Nitromethyl)-l-cyclohexanol werden zusammen mit 1,8 1 Eisessig und 20 bis 30 g
Raney-Nickel, dessen Bereitung weiter unten beschrieben ist, in einen 5-1-Schüttelautoklav gegeben,
worauf man 150 at Wasserstoff aufdrückt. Der Autoklav wird innerhalb von 15 Minuten bei rascher
Schüttelbewegung auf 50° C erwärmt. Der Wasserstoffdruck
nimmt beim Anheizen im allgemeinen nicht zu, sondern hält sich auf dem Anfangswert. Bei weiterem
Erwärmen auf 60 bis 65° C findet innerhalb weniger Minuten eine rasche Druckabnahme statt, die
nach etwa 20 bis 30 Minuten den für vollständige
809 5G7/425
Hydrierung berechneten Endwert erreicht hat. Nach dem Abkühlen wird der Autoklav entspannt und
dier Inhalt vom Katalysator abgesaugt. Das hellgrüne Filtrat wird im Vakuum auf dem Dampfbad
vom Lösungsmittel befreit und der Eimdampfrückstand nach heiß in 2 Teile Essiigsäureäthylester eingerührt,
wobei nach wenigen Minuten das essigsaure Salz des !-(Aminomethy^-l-cyclohexanols vom
Schmp. 118 bis 121° C ausfällt. Die Ausbeute beträgt 85 bis 90% der Theorie.
Der verwendete Katalysator ist normales Raney-Nickel, das wie folgt hergestellt wird:
250 g einer Aluminium-Nickel-Legierung (50% Al,
50% Ni) werden in kleinen Portionen in 1000 ml eiskalte 25%ige Natronlauge eingetragen. Dann wird
das Gemisch auf 90 bis 100° C erhitzt und bis zum Nachlassen der Wasserstoffentwicklung auf dieser
Temperatur gehalten. Man läßt den Niederschlag dann absitzen, dekantiert und wiederholt die Behandlung
noch zweimal mit je 1 1 frischer Lauge. Nun so wird der Nickelniederschlag mit Wasser bis zum Erhalten
eines pg-Wertes von 8 gewaschen und der Katalysator nach dem Abdekantieren des Wassers unter
Alkohol aufbewahrt. Er kann auch auf eine geeignete Trägersubstanz, wie Kieselgur, aufgebracht werden.
50 g l-(Nitromethyl)-l-cyclopentanol, 120 ml Eisessig, 20 ml Äthanol und etwa 3 bis 5 g Raney-Nickel,
das wie im Beispiel 1 beschrieben hergestellt wurde, werden in einen 0,5- bis 1-1-Schüttelautoklav gegeben
und 120 at Wasserstoff aufgepreßt. Innerhalb von 15 Minuten wird der Autoklav bei rascher Schüttelbewegung
auf 65° C erwärmt. Die bald einsetzende, unter raschem Druckabfall vor sich gehende Hydrierung
ist nach 201 Minuten beendet. Die Heizung wird abgestellt und der Autoklav bis zum Abkühlen auf
Zimmertemperatur geschüttelt. Nach dem Entspannen wird dier Autoklavinihalt abgesaugt, auf dem Dampfbad
im Vakuum eingeengt und mit Essigsäureäthylester oder Äther das essigsaure Salz des !-(Aminomethyl)-l-cyclopentanols
vom Schmp. 120 bis 121° C gefällt. Ausbeute: 80 bis 85% der Theorie.
50 g !-(Nitromethyty-l-cycloheptanol werden zusammen
mit 130 ml Eisessig, 20 ml 80%igem Äthanol und etwa 3 bis 5 g Raney-Nickel hergestellt, wie im
Beispiel 1 beschrieben, im 0,5-1-Schüttelautoklav bei
120 at Wasserstoffanfangsdruck auf etwa 65° C erwärmt. Nach dem Einsetzen der Reaktion wird die
Temperatur nicht weiter erhöht. Die Druckabnahme erreicht bei rascher Schüttelbewegung nach kurzer
Zeit den berechneten Endwert. Nach dem Entspannen wird der Katalysator abgesaugt und das Filtrat im
Vakuum auf dem Dampfbad eingeengt. Der Rückstand wird mit Essigsäureäthyl ester oder Äther gefällt.
Man erhält das essigsaure Salz des l-(Atninomethyl)-l-cycloheptanols
in fast farblosen Kristallen mit 85%iger Ausbeute. Schmp. 124 bis 126° C.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung von 1-(Αιηίηο-methyl)-1-cycloalkanolen durch Druckhydrierung der entsprechenden l-(Nitromethyl)-l -cycloalkanole in Eisessig oder einem Eisessig-Alkohol-Gemisch als Lösungsmittel unter Verwendung von Raney-Nickel als Katalysator, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrierung bei einer Temperatur von 50 bis 80° C, vorzugsweise 60 bis 70° C, und bei einem Druck von 60 bis 180 at, vorzugsweise 80 bis 150 at, durchführt und aus dem Hydrierungsgemisch die l-(Aminomethyl)-1-cycloalkanole in üblicher Weise in Form ihrer essigsauren Salze gewinnt.In Betracht gezogene Druckschriften:
J. Am. Chem. Soc, Bd. 73, 1951. S. 2359 bis 2361; Bd. 66, 1944, S. 1968;
J. Chem. Soc, 1947, S. 1519;
Bull. Soc. Ghim. France, 1949, S. 160 bis 164;
J. Org. Chem., Bd. 15, 1950, S. 782 bis 784.© 80S 507/425 4.5β
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP16731A DE1028568B (de) | 1956-07-30 | 1956-07-30 | Verfahren zur Herstellung von 1-(Aminomethyl)-1-cycloalkanolen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP16731A DE1028568B (de) | 1956-07-30 | 1956-07-30 | Verfahren zur Herstellung von 1-(Aminomethyl)-1-cycloalkanolen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1028568B true DE1028568B (de) | 1958-04-24 |
Family
ID=7366183
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP16731A Pending DE1028568B (de) | 1956-07-30 | 1956-07-30 | Verfahren zur Herstellung von 1-(Aminomethyl)-1-cycloalkanolen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1028568B (de) |
-
1956
- 1956-07-30 DE DEP16731A patent/DE1028568B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1226567B (de) | Verfahren zur Herstellung von trans-Hexahydroterephthalsaeure | |
| DE2742981C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von SerinoK 13-Dihydroxy-2-amino-propan) | |
| DE1028568B (de) | Verfahren zur Herstellung von 1-(Aminomethyl)-1-cycloalkanolen | |
| DE952442C (de) | Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Caprolactam | |
| DE767186C (de) | Verfahren zur Herstellung von Aminen | |
| DE893341C (de) | Verfahren zur Herstellung von N-Aralkyl-ª-phenyl-isopropylaminen | |
| DE937952C (de) | Verfahren zur Herstellung analeptisch wirksamer 2-Aminoindanverbindungen | |
| US2526859A (en) | Catalytic hydrogenation of betanaphthol to produce beta-tetralone | |
| DE966024C (de) | Verfahren zur Herstellung von Py-Tetrahydro-ª‰-carbolinen | |
| DE833648C (de) | Verfahren zur Herstellung von Pyridyl-3-carbinol | |
| DE946439C (de) | Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 3-Amino-acroleins | |
| DE625477C (de) | Verfahren zur Herstellung von Tetrahydrofurfuralkohol | |
| DE1903201C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-amino-cumaranen | |
| DE925166C (de) | Verfahren zur Herstellung von AEpfelsaeure-dialdehyd | |
| DE1085161B (de) | Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus 1, 4-Diazin-Derivaten und deren Kernhydrierungsprodukten | |
| DE848952C (de) | Verfahren zur Herstellung von organischen Verbindungen | |
| AT144989B (de) | Verfahren zur Darstellung von Hydrierungsprodukten des Follikelhormons. | |
| DE830049C (de) | Verfahren zur Herstellung von d, 1-Valin | |
| DE1618295C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Ketonitrilen | |
| AT203005B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Estern des Piperidyl-(2)-phenylcarbinols und von deren Salzen | |
| DE1668909C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von 2-Methylamino-cumaranen | |
| DE1239689B (de) | Verfahren zur Herstellung von epsilon-Caprolactam | |
| DE1670521A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Piperidonen-(2) | |
| DE1055535B (de) | Verfahren zur Herstellung von N-Methyl-alpha-phenylsuccinimid | |
| CH508582A (de) | Verfahren zur Herstellung von Diaminen |