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Die Erfindung betrifft einen Handfeuerlöscher mit
den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
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Ein derartiger Handfeuerlöscher ist
aus der
DE 195 18
790 A1 bekannt. Im bekannten Fall ist der Handfeuerlöscher ausschließlich für den Zweck
des Feuerlöschens
konzipiert.
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Aus der
US 6 173 908 B1 ist eine
Düsenanordnung
zur Erzeugung von Löschschaum
bekannt. Der Löschschaum
wird aus Wasser und einem Schaumkonzentrat gebildet. Erwähnt wird,
dass das Schaumkonzentrat mit einem Dekontaminationsmittel ergänzt werden
kann. Ferner wird erwähnt,
dass im Fall der chemischen Dekontamination Schaumkonzentrat und
Dekontaminationsmittel zueinander verträglich sein müssen. Die
Düsenanordnung
ist zur Bekämpfung
von Großbränden ausgelegt.
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Die
DE 42 24 891 A1 offenbart einen weiteren
gattungsgemäßen Handfeuerlöscher.
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Die
US 5 161 621 A zeigt einen Feuerlöscher, der
auch für
Dekontaminationszwecke verwendet werden kann. In dieser Veröffentlichung
findet sich kein Hinweis darauf, dass es sich um einen Handfeuerlöscher handelt
und dass die Komponenten Wasser, Schaumkonzentrat, Treibmittel und
Dekontaminationsmittel zusammengebracht werden.
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Die
FR 2 722 416 A1 betrifft einen Pulverhandfeuerlöscher, bei
dem innerhalb des Feuerlöschbehälters zwei
verschiedene Zusatzstoffe mit Löschpulver
und Treibmittel zusammengebracht werden. Bei den Zusatzstoffen handelt
es sich jeweils nicht um ein Dekontaminationsmittel.
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Die
GB 395 994 A bezieht sich auf eine Vorrichtung
zur Abgabe eines unter Druck stehenden Fluids. Hierbei weist ein
Behältnis
flexible Wandungen auf, die sich zusammenziehen können, wenn das
Fluid austritt. Als Fluid kann ein Löschmittel verwendet werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen gattungsgemäßen Handfeuerlöscher so
auszubilden, dass er neben der Funktion als Feuerlöscher auch
für einen
weiteren Zweck einsetzbar ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Hiernach weist der Handfeuerlöscher ein
bis zur Benutzung verschlossenes Dekontaminationsmittelbehältnis mit
einem Dekontaminationsmittel gegen biologische und/oder chemische
Kampfstoffe auf. Das Dekontaminationsmittelbehältnis weist eine Öffnungseinrichtung
auf. Der Handfeuerlöscher
weist Mittel zum Zusammenbringen der Komponenten Dekontaminationsmittel,
Wasser, Schaumkonzentrat und Treibmittel auf. Mit den vorgenannten
Merkmalen erreicht man, dass der Handfeuerlöscher neben dem Zweck des Feuerlöschens auch
für den
weiteren Zweck des Dekontaminierens gegen biologische und/oder chemische
Kampfstoffe einsetzbar ist.
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Fortgefahren wird mit den Ausgestaltungen der
Erfindung.
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Eine erste Variante hinsichtlich
der Anordnung des Dekontaminationsmittelbehältnisses besteht darin, das
Dekontaminationsmittelbehältnis
außerhalb
des Löschbehälters anzuordnen
und dem Dekontaminationsmittelbehältnis und dem Löschschlauch
eine gemeinsame mechanische Schnittstelle zuzuordnen. Die mechanische
Schnittstelle kann so ausgebildet sein, dass das Dekontaminationsmittelbehältnis erst
vor einem Dekontaminationseinsatz an den Löschschlauch anschließbar ist.
Ebenso kann die mechanische Schnittstelle so ausgebildet sein, dass
das Dekontaminationsmittelbehältnis
fest am Löschschlauch
angeordnet ist. Das Dekontaminationsmittelbehältnis ist nach dem Öffnen seiner Öffnungseinrichtung
fluidisch über
eine Düse
mit dem Inneren des Löschschlauches
verbunden. Mit der Düse
dosiert man das Dekontaminationsmittel in das Löschmittel. Die Öffnungseinrichtung
ist ein manuell betätigbares
Absperrventil. Nach einem Öffnen
des Absperrventils ist das Dekontaminationsmittel fluidisch über die
Düse mit
dem Inneren des Schlauches verbunden. Das Dekontaminationsmittelbehältnis weist
flexible Wandungen auf. Dadurch kann sich bei austretendem Dekontaminationsmittel
das Dekontaminationsmittelbehältnis
zusammenziehen. Beim Heraustreten des Dekontaminationsmittels aus
dem Dekontaminationsmittelbehältnis
entsteht ein Unterdruck im Innern des Dekontaminationsmittelbehältnisses.
Das Zusammenziehen des Dekontaminationsmittelbehältnisses wirkt dem entstehenden
Unterdruck entgegen. Um dem entstehenden Unterdruck entgegen zu
wirken ist es alternativ möglich,
das Dekontaminationsmittelbehältnis
starr auszubilden und mit einem Druckausgleichsventil zu versehen.
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Eine zweite Variante hinsichtlich
der Anordnung des Dekontaminationsmittelbehältnisses besteht darin, dem
Dekontaminationsmittelbehältnis eine
eigene Treibmittelpatrone zuzuordnen.
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Zunächst ist es möglich, das
Dekontaminationsmittelbehältnis
und die zugeordnete Treibmittelpatrone im Löschbehälter anzuordnen. Hierbei kann die
Treibmittelpatrone des Dekontaminationsmittelbehältnisses über einen eigenen Auslöseknopf
auslösbar
sein. Ebenso ist es möglich,
das Dekontaminationsmittelbehältnis
und die zugeordnete Treibmittelpatrone außen am Löschbehälter anzuordnen. Zwischen Dekontaminationsmittelbehältnis und Löschbehälter ist
ein mechanisches Absperrventil angeordnet. Dieses Absperrventil
trennt das Dekontaminationsmittel des Dekontaminationsmittelbehältnisses
und das Wasser des Löschbehälters, bis
es zu einem Einsatz kommt. Da dem Dekontaminationsmittelbehältnis eine
eigene Treibmittelpatrone zugeordnet ist, umfasst die Öffnungseinrichtung
des Dekontaminationsmittelbehältnisses
eine Berstscheibe, welche ein kostengünstiges Bauteil darstellt.
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Eine dritte Variante hinsichtlich
der Anordnung des Dekontaminationsmittelbehältnisses besteht darin, das
Dekontaminationsmittelbehältnis ohne
eigene Treibmittelpatrone im Inneren des Handfeuerlöschers anzuordnen.
Die Öffnungseinrichtung
des Dekontaminationsmittelbehältnisses
ist eine Berstscheibe, die nach einem Auslösen der Treibmittelpatrone
fluidisch mit dem Treibmittel verbunden ist. Die Berstscheibe des
Dekontaminationsmittelbehältnisses
spricht auf die bereits vorhandene Treibmittelpatrone an. Das Schaumkonzentratbehältnis und
das Dekontaminationsmittelbehältnis
sind derart angeordnet, dass nach einer Auslösung der Treibmittelpatrone
das Treibmittel zunächst
durch den einen und dann durch den anderen Behälter strömt. Diese Maßnahme stellt
sicher, dass die Komponenten Treibmittel, Schaumkonzentrat, Dekontaminationsmittel
und Wasser gut miteinander vermischt werden.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung
werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Die Zeichnungen
stellen jeweils Prinzipskizzen dar. Dabei zeigen:
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1 einen
Handfeuerlöscher
in der Vorderansicht im Schnitt, wobei das Dekontaminationsmittelbehältnis über eine
mechanische Schnittstelle am Löschschlauch
angeordnet ist;
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2 einen
weiteren Handfeuerlöscher
in der Vorderansicht im Schnitt, wobei ein Dekontaminationsmittelbehältnis mit
eigener Treibmittelpatrone innerhalb eines Löschbehälters angeordnet ist;
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3 einen
weiteren Handfeuerlöscher
in der Vorderansicht im Schnitt, wobei das Dekontaminationsmittelbehältnis mit
einer eigenen Treibmittelpatrone außerhalb eines Löschbehälters angeordnet ist;
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4 einen
weiteren Handfeuerlöscher
in der Vorderansicht im Schnitt, wobei das Dekontaminationsmittelbehältnis im
Inneren des Löschbehälters angeordnet
ist und auf die bereits vorhandene Treibmittelpatrone ansprechen
kann.
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Nachfolgend wird die erste Variante
beschrieben, bei der das Dekontaminationsmittelbehältnis über eine
mechanische Schnittstelle am Löschschlauch
angeordnet ist:
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Die 1 zeigt
einen Handfeuerlöscher 1, der
einen Löschbehälter 10 und
einen Löschschlauch 20 umfasst.
Im Löschbehälter 10 befindet sich
Wasser 11 und im Löschbehälter 10 ist
ein bis zur Benutzung verschlossenes Schaumkonzentratbehältnis 30 mit
einem Schaumkonzentrat 31 und eine bis zur Benutzung verschlossene
Treibmittelpatrone 40 mit einem Treibmittel 41 angeordnet.
Der Handfeuerlöscher
umfasst Mittel zum Öffnen
der Treibmittelpatrone 40, Mittel zum Öffnen des Schaumkonzentratbehältnisses 30 und
Mittel zum Zusammenbringen der Komponenten Wasser 11, Schaumkonzentrat 31 und
Treibmittel 41.
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Um zusätzlich zu der Funktion des
Feuerlöschens
auch für
die Funktion des Dekontaminierens gegen biologische und/oder chemische
Kampfstoffe verwendbar zu sein, umfasst der Handfeuerlöscher ein
bis zur Benutzung verschlossenes Dekontaminationsmittelbehältnis 50 mit
einem Dekontaminationsmittel 51 gegen biologische und/oder
chemische Kampfstoffe. Das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 weist
eine Öffnungseinrichtung
auf. Der Handfeuerlöscher
weist Mittel zum Zusammenbringen der Komponenten Dekontaminationsmittel 51,
Wasser 11, Schaumkonzentrat 31 und Treibmittel 41 auf.
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Auf Einzelheiten eingehend, ist das
Dekontaminationsmittelbehältnis 50 außerhalb
des Löschbehälters 10 angeordnet.
Ferner weist das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 und der Löschschlauch 20 eine
gemeinsame mechanische Schnittstelle auf. Die mechanische Schnittstelle
kann dabei so ausgebildet sein, dass das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 fest
am Löschschlauch 20 angeordnet
ist. Alternativ kann das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 erst vor
einem Einsatz an den Löschschlauch 20 angeschlossen
werden. Das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 ist nach
dem Öffnen
seiner Öffnungseinrichtung
fluidisch über
eine Düse 70 mit
dem Inneren des Löschschlauches 20 verbunden.
Die Öffnungseinrichtung
stellt ein manuell betätigbares
Absperrventil 71 dar. Das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 weist
flexible Wandungen auf, damit es sich bei austretendem Dekontaminationsmittel 51 zusammenziehen
kann. Das Zusammenziehen des Dekontaminationsmittelbehältnisses 50 wirkt
dem entstehenden Unterdruck entgegen, wenn sich das Dekontaminationsmittel 51 im
Dekontaminationsmittelbehältnis 50 über die
Düse 70 entleert.
In Abweichung zum dargestellten Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, das
Dekontaminationsmittelbehältnis
starr auszubilden und mit einem Druckausgleichsventil zu versehen.
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Hinsichtlich der biologischen und/oder
chemischen Dekontamination ergibt sich folgender Funktionsablauf.
Nach Betätigung
des Auslöseknopfes 44 stößt ein Dorn 43 durch
die Durchbrechungsscheibe 42, wodurch das Treibmittel 41 der
Treibmittelpatrone 40 austreten kann. Aufgrund des Druckes des
Treibmittels 41 wird die erste Berstscheibe 32 des
Schaumkonzentratbehältnisses 30 zerstört. Dadurch
baut sich im Schaumkonzentratbehältnis 30 ein
Druck auf, wodurch die zweite Berstscheibe 33 die Öffnung freigibt. Über das
Steigrohr 2 gelangt das erhaltene Schaummittel in den Löschschlauch 20, das
bei geöffneter
Absperreinrichtung 21 aus dem Schaumrohr 3 austreten
kann. Ist das Absperrventil 71 geöffnet, wird das Dekontaminationsmittel 51 über die
Düse 70 dem
Löschmittel
zudosiert. Bei austretendem Löschmittel
stellt sich im Innern des Löschschlauches 20 gegenüber dem
Dekontaminationsmittelbehältnis 50 ein
Unterdruck ein, der die Zudosierung des Dekontaminationsmittels 51 bewirkt.
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Nachfolgend wird eine zweite Variante
beschrieben, bei der das Dekontaminationsmittelbehältnis mit
eigener Treibmittelpatrone innerhalb oder außerhalb eines Löschbehälters angeordnet
ist:
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Die 2 und 3 zeigen einen Handfeuerlöscher 1,
der einen Löschbehälter 10 und
einen Löschschlauch 20 umfasst.
Im Löschbehälter 10 befindet
sich Wasser 11 und im Löschbehälter 10 ist
ein bis zur Benutzung verschlossenes Schaumkonzentratbehältnis 30 mit
einem Schaumkonzentrat 31 und einer bis zur Benutzung verschlossene
Treibmittelpatrone 40 mit einem Treibmittel 41 angeordnet.
Der Handfeuerlöscher
umfasst Mittel zum Öffnen
der Treibmittelpatrone 40, Mittel zum Öffnen des Schaumkonzentratbehältnisses 30 und
Mittel zum Zusammenbringen der Komponenten Wasser 11, Schaumkonzentrat 31 und
Treibmittel 41. Um zusätzlich
zu der Funktion des Feuerlöschens
auch für
die Funktion des Dekontaminierens gegen biologische und/oder chemische
Kampfstoffe verwendbar zu sein, umfasst der Handfeuerlöscher ein
bis zur Benutzung verschlossenes Dekontaminationsmittelbehältnis 50 mit
einem Dekontaminationsmittel 51 gegen biologische und/oder
chemische Kampfstoffe. Das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 weist
eine Öffnungseinrichtung
auf. Der Handfeuerlöscher 1 weist
Mittel zum Zusammenbringen der Komponenten Dekontaminationsmittel 51,
Wasser 11, Schaumkonzentrat 31 und Treibmittel 41 auf.
Auf Einzelheiten eingehend, ist dem Dekontaminationsmittelbehältnis 50 eine
eigene Treibmittelpatrone 60 zugeordnet. Die eigene Treibmittelpatrone 60 ermöglicht es, das
Dekontaminationsmittelbehältnis 50 nur
dann einzusetzen, wenn eine biologische und/oder chemische Dekontamination
erforderlich ist.
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Die 2 betrifft
die Anordnung, bei der das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 und
die zugeordnete Treibmittelpatrone 60 im Löschbehälter 10 angeordnet
sind. Die Treibmittelpatrone 60 des Dekontaminationsmittelbehältnisses 50 ist über einen
eigenen Auslöseknopf 61 auslösbar.
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Hinsichtlich der biologischen und/oder
chemischen Dekontamination ergibt sich folgender Funktionsablauf.
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Nach Betätigung des Auslöseknopfes 44 stößt ein Dorn 43 durch
die Durchbrechungsscheibe 42, wodurch das Treibmittel 41 der
Treibmittelpatrone 40 austreten kann. Aufgrund des Druckes
des Treibmittels 41 wird die erste Berstscheibe 32 des Schaumkonzentratbehältnisses 30 zerstört. Dadurch baut
sich im Schaumkonzentratbehältnis 30 ein Druck
auf, wodurch die zweite Berstscheibe 33 die Öffnung freigibt. Über den
Auslöseknopf 61 löst man die
Treibmittelpatrone 60 des Dekontaminationsmittelbehältnisses 50 aus.
Der Druck des Treibmittels der Treibmittelpatrone 60 bewirkt,
dass zunächst
die Berstscheibe 63 zerstört wird. Dadurch baut sich
im Dekontaminationsmittelbehältnis 50 ein
Druck auf, wodurch die zweite Berstscheibe 64 die Öffnung freigibt. Über das
Steigrohr 2 gelangt das erhaltene Schaummittel mit dem
zugesetzten Dekontaminationsmittel 51 in den Löschschlauch 20,
das bei geöffneter
Absperreinrichtung 21 aus dem Schaumrohr 3 austreten
kann.
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3 zeigt
die andere Möglichkeit,
bei der das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 und die zugeordnete
Treibmittelpatrone 60 außen am Löschbehälter 10 angeordnet
sind. Zwischen Dekontaminationsmittelbehältnis 50 und Löschbehälter 10 ist
ein mechanisches Absperrventil 62 angeordnet. Die Öffnungseinrichtung
des Dekontaminationsmittelbehältnisses 50 ist
eine Berstscheibe 63.
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Hinsichtlich der biologischen und/oder
chemischen Dekontamination ergibt sich folgender Funktionsablauf.
Nach Betätigung
des Auslöseknopfes 44 stößt ein Dorn 43 durch
die Durchbrechungsscheibe 42, wodurch das Treibmittel 41 der
Treibmittelpatrone 40 austreten kann. Aufgrund des Druckes des
Treibmittels 41 wird die erste Berstscheibe 32 des
Schaumkonzentratbehältnisses 30 zerstört. Dadurch
baut sich im Schaumkonzentratbehältnis 30 ein
Druck auf, wodurch die zweite Berstscheibe 33 die Öffnung frei
gibt. Nach dem Öffnen
des mechanischen Absperrventils 62 betätigt man den Auslöseknopf 61.
Aufgrund des Druckes des Treibmittels der Treibmittelpatrone 60 wird
die Berstscheibe 63 des Dekontaminationsmittelbehältnisses 50 zerstört. Dadurch
hat das Dekontaminationsmittel 51 Zugang zum Inneren des
Löschbehälters 10. Über das
Steigrohr 2 gelangt das erhaltene Schaummittel mit dem zugesetzten
Dekontaminationsmittel 51 in den Löschschlauch 20 und
tritt bei geöffneter
Absperreinrichtung 21 über
das Schaumrohr 3 aus.
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Nachfolgend wird eine dritte Variante
beschrieben, bei der das Dekontaminationsmittelbehältnis im
Inneren eines Löschbehälters angeordnet ist
und die bereits vorhandene Treibmittelpatrone ausgenutzt wird: Die 4 zeigt einen Handfeuerlöscher 1,
der einen Löschbehälter 10 und
einen Löschschlauch 20 umfasst.
Im Löschbehälter 10 befindet
sich Wasser 11 und im Löschbehälter 10 ist
ein bis zur Benutzung verschlossenes Schaumkonzentratbehältnis 30 mit
einem Schaumkonzentrat 31 und einer bis zur Benutzung verschlossene
Treibmittelpatrone 40 mit einem Treibmittel 41 angeordnet.
Der Handfeuerlöscher 1 umfasst
Mittel zum Öffnen
der Treibmittelpatrone 40, Mittel zum Öffnen des Schaumkonzentratbehältnisses 30 und
Mittel zum Zusammenbringen der Komponenten Wasser 11, Schaumkonzentrat 31 und
Treibmittel 41. Um zusätzlich
zu der Funktion des Feuerlöschens
auch für
die Funktion des Dekontaminierens gegen biologische und/oder chemische
Kampfstoffe verwendbar zu sein, umfasst der Handfeuerlöscher 1 ein
bis zur Benutzung verschlossenes Dekontaminationsmittelbehältnis 50 mit
einem Dekontaminationsmittel 51 gegen biologische und/oder
chemische Kampfstoffe. Das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 weist
eine Öffnungseinrichtung
auf. Der Handfeuerlöscher
weist Mittel zum Zusammenbringen der Komponenten Dekontaminationsmittel 51,
Wasser 11, Schaumkonzentrat 31 und Treibmittel 41 auf.
Auf Einzelheiten eingehend, ist das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 im Inneren
des Handfeuerlöschers 1 angeordnet.
Die Öffnungseinrichtung
des Dekontaminationsmittelbehältnisses 50 ist
eine Berstscheibe 63, die nach einem Auslösen der
Treibmittelpatrone 40 fluidisch mit dem Treibmittel 41 verbunden
ist. Das Schaumkonzentratbehältnis 30 und
das Dekontaminationsmittelbehältnis 50 sind
derart angeordnet, dass nach einer Auslösung der Treibmittelpatrone 40 das
Treibmittel 41 zunächst
durch den einen und dann durch den anderen Behälter strömt.
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Hinsichtlich der biologischen und/oder
chemischen Dekontamination ergibt sich folgender Funktionsablauf.
Nach Betätigung
des Auslöseknopfes 44 stößt ein Dorn 43 durch
die Durchbrechungsscheibe 42, wodurch das Treibmittel 41 der
Treibmittelpatrone 40 austreten kann. Aufgrund des Druckes des
Treibmittels 41 wird die Berstscheibe 32 des Schaumkonzentratbehältnisses 30 zerstört. Dadurch baut
sich im Schaumkonzentratbehältnis 30 ein Druck
auf, wodurch die Berstscheibe 33 die Öffnung freigibt. Dadurch baut
sich im Dekontaminationsmittelbehältnis 50 ein Druck
auf, wodurch die Berstscheibe 63 die Öffnung freigibt. Aufgrund des
Druckes des Treibmittels 41 und des Hintereinanderschaltens
des Schaumkonzentratbehältnisses 30 und
des Dekontaminationsmittelbehältnisses 50 erzielt
man eine gute Vermischung. Über
das Steigrohr 2 gelangt das erhaltene Schaummittel und
das zugesetzte Dekontaminationsmittel 51 in den Löschschlauch 20 und
tritt bei geöffneter
Absperreinrichtung 21 über
das Schaumrohr 3 aus.
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Alle Ausführungsbeispiele zeigen, dass
sich das Schaumkonzentrat und das Dekontaminationsmittel in getrennten
Behältnissen
befinden. Hierdurch ergeben sich Vorteile hinsichtlich Lagerfähigkeit
und Entsorgbarkeit. Schaumkonzentrat und Dekontaminationsmittel
sind so ausgewählt,
dass sie sich in den zuvor dargestellten Geräten gut miteinander vermischen
lassen. Als Schaummittel eignet sich eine Zusammensetzung bestehend
aus Alkylpolyglykosid, Butyldiglykol, Propylenglykol, organische
Säure, Fettalkohol
und Rest Wasser. Als Dekontaminationsmittel eignet sich eine Zusammensetzung,
die aktives Chlor abgibt. Ebenso kann die Zusammensetzung auch Enzyme
zur biologischen und/oder chemischen Dekontamination aufweisen.
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Der Handfeuerlöscher ist sowohl zum Feuerlöschen als
auch zur biologischen und/oder chemischen Dekontamination von Materialien,
Geräten, Fahrzeugen
und Personen geeignet.
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- 1
- Handfeuerlöscher
- 2
- Steigrohr
- 3
- Schaumrohr
- 10
- Löschbehälter
- 11
- Wasser
- 20
- Löschschlauch
- 21
- Absperreinrichtung
- 30
- Schaumkonzentratbehältnis
- 31
- Schaumkonzentrat
- 32
- Berstscheibe
- 33
- Berstscheibe
- 40
- Treibmittelpatrone
- 41
- Treibmittel
- 42
- Durchbrechungsscheibe
- 43
- Dorn
- 44
- Auslöseknopf
- 50
- Dekontaminationsmittelbehältnis
- 51
- Dekontaminationsmittel
- 60
- Treibmittelpatrone
- 61
- Auslöseknopf
- 62
- Absperrventil
- 63
- Berstscheibe
- 64
- Berstscheibe
- 70
- Düse
- 71
- Absperrventil