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TECHNISCHES GEBIET
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Die vorliegende Offenbarung bezieht sich auf ein elektrisches Fahrzeugladesystem und Verfahren. Aspekte der Erfindung beziehen sich auf Folgendes: ein elektrisches Fahrzeugladesystem, eine Steuervorrichtung, ein Fahrzeug, ein Verfahren zum Betreiben eines Fahrzeugs, ein Computerprogramm, ein nichtflüchtiges computerlesbares Speichermedium und ein Signal.
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STAND DER TECHNIK
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Verschiedene Fahrzeuge wie Plug-In-Hybridfahrzeuge und batterieelektrische Fahrzeuge können durch eine geeignete Verbindung mit einer Fahrzeugladestation aufgeladen werden. Typischerweise ist ein Ladestecker an einer Fahrzeugladestation bereitgestellt, und eine Ladebuchse ist an dem Fahrzeug bereitgestellt.
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Wenn der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, ist es wünschenswert, dass das Fahrzeug daran gehindert wird, sich nicht durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht zu bewegen. Ohne eine solche Verhinderung können Schäden am Fahrzeug und/oder an der Fahrzeugladestation auftreten (z. B. durch ungesteuertes und/oder unbeabsichtigtes Abstecken). Daher sind herkömmliche Fahrzeuge so konstruiert, dass sie dort immobilisiert werden, wo der Ladestecker als in die Ladebuchse eingesteckt erfasst wird.
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Es gibt jedoch Fälle, in denen die Erfassung, dass der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, falsch sein kann. Es kann beispielsweise sein, dass Flüssigkeit (z. B. Wasser) in die Ladebuchse eindringt (und insbesondere ein Detektor zum Erfassen des Ladesteckers), zu einer falschen Erfassung des Ladesteckers führen kann. Solche Schwierigkeiten können häufiger bei Fahrzeugen auftreten, die dafür ausgelegt sind, durch Gewässer zu waten. Ein weiteres Beispiel für eine möglicherweise falsche Ursache für das Erfassen eines Ladesteckers kann sich aus schändlichen Gründen ergeben (z. B. das Platzieren eines Dummy-Steckers in die Ladebuchse, um das Fahrzeug zu immobilisieren).
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Es ist daher wünschenswert, dass ein elektrisches Fahrzeugladesystem besser in der Lage ist, eine falsche Erfassung eines in eine Ladebuchse eingesteckten Ladesteckers zu unterscheiden, um eine unnötige und/oder unpassende Wegfahrsperre des Fahrzeugs zu vermeiden.
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Es ist eine Aufgabe von Ausführungsformen der Erfindung, wenigstens eines oder mehrere der Probleme des Standes der Technik zu mildern.
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KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Aspekte und Ausführungsformen der Erfindung stellen Folgendes bereit: ein elektrisches Fahrzeugladesystem, eine Steuervorrichtung, ein Fahrzeug, ein Verfahren zum Betreiben eines Fahrzeugs, ein Computerprogramm, ein nichtflüchtiges computerlesbares Speichermedium und ein Signal, wie in den angehängten Patentansprüchen beansprucht.
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Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein elektrisches Fahrzeugladesystem bereitgestellt, das eine Ladebuchse, die angeordnet ist, um einen Ladestecker aufzunehmen, und ein Detektormittel umfasst, das angeordnet ist, um darauf zu schließen, ob der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, und ein Erfassungssignal auszugeben, das anzeigt, ob der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist,
und wobei das Fahrzeugladesystem ferner eine Steuervorrichtung umfasst, die so angeordnet ist, dass sie ein Steuersignal ausgibt, um eines oder mehrere der Fahrzeugsysteme zu steuern, um zu verhindern, dass das Fahrzeug in einen Zustand eintritt oder diesen aufrechterhält, in dem das Fahrzeug durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht in Abhängigkeit vom Erfassungssignal, das anzeigt, dass der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, bewegt werden kann.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein elektrisches Fahrzeugladesystem bereit gestellt, das eine Ladebuchse, die angeordnet ist, um einen Ladestecker aufzunehmen, und ein Detektormittel umfasst, das angeordnet ist, um darauf zu schließen, ob der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, und ein Erfassungssignal auszugeben, das anzeigt, ob der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist,
und wobei das Fahrzeugladesystem ferner eine Steuervorrichtung umfasst, die so angeordnet ist, dass sie ein Steuersignal ausgibt, um eines oder mehrere der Fahrzeugsysteme zu steuern, um zu verhindern, dass das Fahrzeug in einen Zustand eintritt oder diesen aufrechterhält, in dem das Fahrzeug durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht in Abhängigkeit vom Erfassungssignal, das anzeigt, dass der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, bewegt werden kann,
und wobei die Steuervorrichtung so angeordnet ist, dass sie die Verhinderung in Abhängigkeit davon, dass sich ein Sperrkörper in einer ersten Konfiguration befindet, überschreibt, wobei der Sperrkörper, wenn in der ersten Konfiguration, angeordnet ist, um die Handlung des Einsteckens des Ladesteckers in die Ladebuchse zu verhindern.
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Eine Wegfahrsperre des Fahrzeugs, bei der das Erfassungssignal anzeigt, dass der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, kann wünschenswert sein, um eine Beschädigung des Fahrzeugs und/oder der Ladeeinrichtung zu vermeiden. Wenn sich der Sperrkörper jedoch in der ersten Konfiguration befindet, kann darauf geschlossen werden, dass der Ladestecker tatsächlich nicht vorhanden ist und dass sein angezeigtes Vorhandensein die Folge eines Fehlalarms ist. Solche Fehlalarme können zum Beispiel aufgrund einer nassen Ladebuchse (möglicherweise infolge eines Fahrzeugwatens) oder der Verwendung eines Dummy-Ladesteckers auftreten, der zu schädlichen Zwecken eingesetzt wird. Unter solchen Umständen und obwohl das Erfassungssignal weiterhin anzeigt, dass der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, bedeutet das Überschreiben, dass das Fahrzeug nicht daran gehindert ist, sich durch seine eigene Leistung und/oder sein eigenes Gewicht zu bewegen.
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Es versteht sich, dass das Überschreiben vor oder nachdem die Verhinderung eingeleitet worden ist, auftreten kann. Darüber hinaus kann das Überschreiben einfach keine Verhinderung (z. B. das Fehlen der Verhinderung), sondern notwendigerweise einen Gegenbefehl einer eingeleiteten oder noch nicht eingeleiteten Verhinderung darstellen. Somit kann das Überschreiben als eine Ausnahme von einer Standardreaktion auf das Erfassungssignal angesehen werden, das anzeigt, dass der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist
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In einigen Ausführungsformen umfasst das Detektormittel einen Detektor, der angeordnet ist, darauf zu schließen, ob der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, und ein Erfassungssignal auszugeben, das anzeigt, ob der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist. Ein solcher Detektor kann beispielsweise ein elektrischer Widerstandsdetektor, ein elektrischer Schalter oder ein elektrischer Drucksensor sein.
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In einigen Ausführungsformen ist die Ladebuchse angeordnet, um an dem Fahrzeug installiert zu werden. In alternativen Ausführungsformen ist die Ladebuchse angeordnet, um an einer Ladestation installiert zu werden. Im letzteren Fall kann der Ladestecker angeordnet sein, um am Fahrzeug installiert zu werden.
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In einigen Ausführungsformen ist das elektrische Fahrzeugladesystem angeordnet, um an dem Fahrzeug installiert zu werden.
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In einigen Ausführungsformen schließt die Steuervorrichtung darauf, dass sich der Sperrkörper in der ersten Konfiguration in Übereinstimmung mit dem Fahrzeugbetriebszustand und/oder der Konfiguration eines oder mehrerer der Fahrzeugsysteme, die die Konfiguration des Sperrkörpers angeben, befindet. Es kann zum Beispiel sein, dass der Einsatz des Sperrkörpers für die erste Konfiguration durchgeführt wird, wenn die Fahrzeugsysteme so konfiguriert sind, dass sie zulassen, dass sich das Fahrzeug durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann, oder wenn das Fahrzeug eine vorbestimmte Geschwindigkeit erreicht. Zusätzlich oder alternativ dazu kann das elektrische Fahrzeugladesystem einen Sperrkörpersensor umfassen, der ein Sperrsignal an die Steuervorrichtung sendet, das anzeigt, ob sich der Sperrkörper in der ersten Konfiguration befindet.
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In einigen Ausführungsformen ist der Sperrkörper, wenn in der ersten Konfiguration, so angeordnet, dass er den Ladestecker verriegelt, der in die Ladebuchse eingesteckt ist, um sein Entfernen zu verhindern. Dies kann bedeuten, dass der Sperrkörper eine zusätzliche Funktion erfüllt (d. h. das Zurückhalten des eingesetzten Ladesteckers), die effizient sein kann. Es kann jedoch andeuten, dass der Sperrkörper, der sich in der ersten Konfiguration befindet, nicht zuverlässig das Fehlen des Ladesteckers aus der Ladebuchse bestimmt. Insbesondere kann der Sperrkörper, der sich in der ersten Konfiguration befindet, andeuten, dass der Ladestecker nicht in die Ladebuchse eingesteckt ist oder dass ein Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist und dort gesichert ist. Somit kann es in solchen Ausführungsformen wünschenswert sein, dass es ein oder mehrere zusätzliche Kriterien gibt, die erfüllt sein sollten, bevor die Steuervorrichtung die Verhinderung überschreibt, dass das Fahrzeug in einen Zustand eintritt oder diesen aufrechterhält, wodurch es sich durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann.
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In einigen Ausführungsformen ist das Überschreiben der Verhinderung davon abhängig, dass die Fahrzeugsysteme so konfiguriert sind, dass sich das Fahrzeug durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann. Dies kann in Kombination damit, dass sich der Sperrkörper in der ersten Konfiguration befindet, bestimmen, dass kein Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist. Es kann beispielsweise sein, dass es nur dann auftreten kann, dass sich der Sperrkörper in der ersten Konfiguration befindet, wenn kein Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, oder wenn ein Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist und dort durch den Sperrkörper gesichert ist. Ferner kann es sein, dass im letzteren Fall die Steuervorrichtung verhindert, dass das Fahrzeug in einen Zustand eintritt oder diesen aufrechterhält, in dem es sich durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann. Wenn die Steuervorrichtung so konfiguriert ist, dass sie dem Fahrzeug erlaubt, sich durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht zu bewegen, und sich der Sperrkörper in der ersten Konfiguration befindet, kann daraus geschlossen werden, dass es nicht möglich ist, dass ein Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt wird. Unter solchen Umständen, in denen das Erfassungssignal trotzdem anzeigt, dass ein Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, kann es demnach sein, dass die Steuervorrichtung die Verhinderung überschreibt (und die Folgerung des Erfassungssignals somit effektiv ignoriert wird). Das Wissen, dass sich das Fahrzeug in einem Zustand befindet, in dem es sich durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann, kann auf dem Erfassen oder einer alternativen Bestimmung des Zustands des Fahrzeugs und/oder seiner Systeme beruhen. Es kann zum Beispiel bestimmt werden, dass sich das Fahrzeug in einem Zustand befindet, in dem es sich gemäß einer Getriebeauswahl oder dem Zustand eines Bremssystems des Fahrzeugs durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann.
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In einigen Ausführungsformen wird eine Bestimmung, dass die Fahrzeugsysteme so konfiguriert sind, dass sich das Fahrzeug durch die eigene Leistung oder das eigene Gewicht des Fahrzeugs bewegen kann, in Übereinstimmung mit einem Gangauswahlmechanismus getroffen, der in einem Bewegungsgang oder -modus konfiguriert ist oder sich in einer neutralen Konfiguration befindet. Somit kann eine Bestimmung, dass die Fahrzeugsysteme so konfiguriert sind, dass sich das Fahrzeug bewegen kann, beispielsweise getroffen werden, wenn ein Vorwärtsgang, ein Rückwärtsgang, ein Fahrmodus (optional mit einem Sport-, Schneemodus oder einem anderen zugehörigen Modus) oder Neutral ausgewählt ist. Dies kann besonders praktisch sein, wenn das Getriebe von der Steuervorrichtung als der Mechanismus verwendet wird, durch den es eine Bewegung des Fahrzeugs durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht verhindern kann, z. B. indem das Fahrzeug in „Parken“ gezwungen wird.
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In einigen Ausführungsformen erlaubt der Sperrkörper, wenn in einer zweiten Konfiguration, den freien Durchgang des Ladesteckers, um die Handlungen des Einsteckens und des Herausziehens aus der Ladebuchse zu ermöglichen.
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In einigen Ausführungsformen ist das Detektormittel angeordnet, um zu bestimmen, ob der Ladestecker in die Ladebuchse in Übereinstimmung mit einer Widerstandsmessung eingesteckt ist, die sich in Übereinstimmung damit ändert, ob der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist oder nicht. Dies kann eine passende Weise sein, um zu bestimmen, ob ein Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist oder nicht. Trotzdem kann es etwas anfällig für falsche Messungen sein, wenn Wasser oder andere Flüssigkeiten auf mindestens einem Teil des Detektormittels vorhanden sind. Daher kann das zuvor diskutierte Überschreibungssystem in Kombination mit solchen Detektoren von besonderem Nutzen sein, damit Fehlalarme gemildert werden können.
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In einigen Ausführungsformen umfasst das Detektormittel einen ersten Teil eines elektrischen Schaltkreises, der so angeordnet ist, dass er nur dann einen vollständigen Schaltkreis mit einem zweiten Teil des elektrischen Schaltkreises bildet, wenn der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, und wobei das Detektormittel ein Widerstandsbestimmungsmittel umfasst, das angeordnet ist, um den Widerstand im ersten Teil des elektrischen Schaltkreises, wenn der Ladestecker nicht in die Ladebuchse eingesteckt ist, und im vollständigen elektrischen Schaltkreis zu bestimmen, wenn der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist. Da ein solches System dazu neigt, zu verlangen, dass ein Objekt (wie ein Ladestecker), das speziell zum Abschließen des elektrischen Schaltkreises angeordnet ist, eingesteckt werden muss, damit das Erfassungssignal einen eingesteckten Ladestecker anzeigt, kann das Detektormittel weniger fehleranfällig sein als alternative Detektorarten.
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In einigen Ausführungsformen umfassen die Fahrzeugsysteme eines oder mehrere der Folgenden: eines Getriebesystems, eines Bremssystems, eines Antriebssystems, eines Batteriesystems, eines Motors, eines Computersystems und eines Kraftstoffsystems.
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In einigen Ausführungsformen ist der Sperrkörper ein Stift. Der Stift kann federbelastet sein und/oder kann wahlweise ausfahrbar und einziehbar sein.
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In einigen Ausführungsformen steuert die Steuervorrichtung die Ausgabe einer Fahrerwarnung, wenn die Überschreibung ausgelöst wird. Dies kann einen Fahrer des Fahrzeugs unterstützen, anzeigend, dass das Fahrzeug trotz des Erfassungssignals, das anzeigt, dass ein Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegt werden kann. Ferner kann es dem Fahrer anzeigen, dass wenigstens ein Teil des elektrischen Fahrzeugladesystems (z. B. die Ladebuchse) überprüft und/oder gewartet werden sollte.
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In einigen Ausführungsformen ist das elektrische Fahrzeugladesystem zum Laden eines Plug-In-Hybridfahrzeugs oder eines batterieelektrischen Fahrzeugs angeordnet.
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Gemäß noch einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Fahrzeug bereitgestellt, das das elektrische Fahrzeugladesystem des vorherigen Aspekts umfasst.
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In einigen Ausführungsformen ist das Fahrzeug ein Plug-In-Hybridfahrzeug oder ein batterieelektrisches Fahrzeug.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst eine Steuervorrichtung für ein elektrisches Fahrzeugladesystem, wobei das elektrische Fahrzeugladesystem eine Ladebuchse, die angeordnet ist, einen Ladestecker aufzunehmen, und ein Detektormittel umfasst, das angeordnet ist, um darauf zu schließen, ob der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, und ein Erfassungssignal auszugeben, das anzeigt, ob der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, wobei die Steuervorrichtung Folgendes umfasst:
- ein Eingabemittel, das angeordnet ist, das Erfassungssignal zu empfangen;
- ein Ausgabemittel, das so angeordnet ist, dass es ein Steuersignal ausgibt, um eines oder mehrere der Fahrzeugsysteme zu steuern, um zu verhindern, dass das Fahrzeug in einen Zustand eintritt oder diesen aufrechterhält, wodurch sich das Fahrzeug durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann; und
- ein Steuermittel, das zum Steuern des Ausgabemittels, um das Steuersignal in Abhängigkeit von dem Erfassungssignal auszugeben, das anzeigt, dass der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt ist, und zum Überschreiben der Ausgebe des Steuersignals angeordnet ist, wenn sich ein Sperrkörper in einer ersten Konfiguration befindet, wobei der Sperrkörper, wenn in der ersten Konfiguration, angeordnet ist, um die Handlung des Einsteckens des Ladesteckers in die Ladebuchse zu verhindern.
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In einigen Ausführungsformen umfasst das Eingabemittel eine elektrische Eingabe zum Empfangen des Detektorsignals, das Ausgabemittel umfasst eine elektrische Ausgabe zum Ausgeben des Steuersignals, und das Steuermittel umfasst eine oder mehrere Steuervorrichtungen, wie beispielsweise elektronische Verarbeitungsvorrichtungen.
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Gemäß noch einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben eines Fahrzeugs bereitgestellt, das ein elektrisches Fahrzeugladesystem umfasst, wobei das Verfahren Folgendes umfasst:
- i) darauf Schließen, ob ein Ladestecker in eine Ladebuchse des elektrischen Ladesystems eingesteckt ist;
- ii) Steuern eines oder mehrerer der Fahrzeugsysteme, um zu verhindern, dass das Fahrzeug in einen Zustand eintritt oder diesen aufrechterhält, wodurch sich das Fahrzeug durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht in Abhängigkeit davon bewegt, dass darauf geschlossen wird, dass der Ladestecker in die Ladebuchse eingesteckt wird;
- iii) Überschreiben der Verhinderung in Abhängigkeit davon, dass sich ein Sperrkörper in einer ersten Konfiguration befindet, wobei der Sperrkörper in der ersten Konfiguration angeordnet ist, um das Einstecken des Ladesteckers in die Ladebuchse zu verhindern.
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In einigen Ausführungsformen umfasst das Verfahren das Schließen darauf, dass sich der Sperrkörper in der ersten Konfiguration befindet, in Übereinstimmung mit dem Fahrzeugbetriebszustand und/oder der Konfiguration eines oder mehrerer der Fahrzeugsysteme, die die Konfiguration des Sperrkörpers anzeigen.
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In einigen Ausführungsformen ist das Überschreiben der Verhinderung davon abhängig, dass die Fahrzeugsysteme so konfiguriert sind, dass sich das Fahrzeug durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann.
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In einigen Ausführungsformen wird eine Bestimmung, dass die Fahrzeugsysteme so konfiguriert sind, dass sich das Fahrzeug durch die eigene Leistung oder das eigene Gewicht des Fahrzeugs bewegen kann, in Übereinstimmung mit einem Gangauswahlmechanismus getroffen, der in einem Bewegungsgang oder -modus konfiguriert ist oder sich in einer neutralen Konfiguration befindet.
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In einigen Ausführungsformen umfasst das Verfahren das Ausgeben einer Fahrerwarnung, wenn die Überschreibung ausgelöst wird.
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Gemäß noch einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Computerprogramm bereitgestellt, das, wenn es von einem Computer ausgelesen wird, die Durchführung des Verfahrens bewirkt.
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Gemäß noch einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein nichtflüchtiges computerlesbares Speichermedium bereitgestellt, das computerlesbare Anweisungen umfasst, die, wenn sie von einem Computer ausgelesen werden, die Durchführung des Verfahrens bewirken.
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Gemäß noch einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Signal bereitgestellt, das computerlesbare Anweisungen umfasst, die, wenn sie von einem Computer ausgelesen werden, die Durchführung des Verfahrens bewirken.
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Jegliche hierin beschriebene Steuervorrichtung oder Steuervorrichtungen können geeigneter Weise eine Steuereinheit oder eine Computervorrichtung mit einem oder mehreren elektronischen Prozessoren umfassen. Demnach kann das System eine einzige Steuereinheit oder eine einzige elektronische Steuervorrichtung umfassen, oder alternativ dazu können verschiedene Funktionen der Steuervorrichtung in verschiedenen Steuereinheiten oder Steuervorrichtungen verkörpert oder untergebracht sein. Wie hierin verwendet soll der Begriff „Steuervorrichtung“ oder „Steuereinheit“ sowohl eine einzige Steuereinheit oder eine einzige Steuervorrichtung als auch mehrere Steuereinheiten oder Steuervorrichtungen enthalten, die gemeinsam betrieben werden, um eine beliebige angegebene Steuerfunktionalität bereitzustellen. Um eine Steuervorrichtung zu konfigurieren, kann ein geeigneter Satz aus Anweisungen bereitgestellt werden, die, wenn sie ausgeführt werden, bewirken, dass die Steuereinheit oder die Computervorrichtung die hierin angegebenen Steuertechniken implementiert. Der Satz aus Anweisungen kann geeigneter Weise in dem einen oder in den mehreren elektronischen Prozessoren eingebettet sein. Alternativ dazu kann der Satz aus Anweisungen als auf der Computervorrichtung auszuführende Software bereitgestellt sein, die in einem oder mehreren mit der Steuervorrichtung verknüpften Speichern gespeichert ist. Eine erste Steuervorrichtung kann in auf einem oder mehreren Prozessoren ausgeführter Software implementiert sein. Eine oder mehrere andere Steuervorrichtungen können in auf einem oder mehreren Prozessoren, optional auf demselben einen oder denselben mehreren Prozessoren wie die erste Steuervorrichtung, ausgeführter Software implementiert sein. Andere geeignete Anordnungen können ebenfalls verwendet werden.
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Innerhalb des Umfangs dieser Anmeldung wird ausdrücklich beabsichtigt, dass die verschiedenen Aspekte, Ausführungsformen, Beispiele und Alternativen, die in den vorhergehenden Absätzen, in den Patentansprüchen und/oder in der folgenden Beschreibung und den Zeichnungen dargestellt werden, und insbesondere deren individuelle Merkmale, unabhängig voneinander oder in einer beliebigen Kombination berücksichtigt werden können. Dies bedeutet, dass alle Ausführungsformen und/oder Merkmale einer beliebigen Ausführungsform auf beliebige Weise und/oder in beliebiger Kombination kombiniert werden können, sofern diese Merkmale nicht inkompatibel sind. Der Anmelder behält sich das Recht vor, jeden beliebigen ursprünglich eingereichten Patentanspruch zu ändern oder jeden beliebigen neuen Patentanspruch entsprechend einzureichen, einschließlich des Rechts, jeden beliebigen ursprünglich eingereichten Patentanspruch zu verändern, um von einem beliebigen Merkmal eines beliebigen anderen Patentanspruchs abzuhängen und/oder dieses zu integrieren, obwohl es auf diese Art und Weise zuvor nicht beansprucht wurde.
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Figurenliste
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Eine oder mehrere Ausführungsformen der Erfindung werden nun nur beispielhalber unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, hierbei zeigen:
- 1 eine schematische Querschnittsansicht eines elektrischen Fahrzeugladesystems gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;
- 2 eine Perspektivansicht eines Fahrzeugs in Übereinstimmung mit einer erfindungsgemäßen Ausführungsform; und
- 3 Verfahrensschritte in Übereinstimmung mit einer erfindungsgemäßen Ausführungsform.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Zunächst unter Bezugnahme auf 1 ist ein elektrisches Fahrzeugladesystem im Allgemeinen bei 10 gezeigt. Das System 10 weist einen Ladestecker 12 und eine Ladebuchse 14 auf.
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Der Ladestecker 12 weist positive 16 und negative 18 Ladestifte auf, die über eine Fahrzeugladestation (nicht gezeigt) mit entsprechenden Polaritäten einer elektrischen Ladestromquelle (nicht gezeigt) verbunden sind.
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Der Ladestecker 12 weist auch positive 20 und negative 22 Detektorstifte auf, die durch Verdrahtung 24 und einen Widerstand 26 verbunden sind. Die positiven 20 und negativen 22 Detektorstifte, die Verdrahtung 24 und der Widerstand 26 bilden zusammen einen ersten Teil 28 eines elektrischen Detektorschaltkreises aus, der selbst einen Teil eines Detektors ausbildet (nachstehend näher beschrieben).
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Die positiven 20 und negativen 22 Detektorstifte und der erste Teil 28 des elektrischen Detektorschaltkreises werden von einem Ladesteckergehäuse 30 relativ zueinander gehalten und positioniert.
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Die Ladebuchse 14 weist positive 32 und negative 34 Ladeanschlüsse auf, die mit entsprechenden Polaritäten einer elektrischen Stromspeichervorrichtung (nicht gezeigt) eines Fahrzeugs 36 verbunden sind (siehe 2). In dieser Ausführungsform ist die elektrische Stromspeichervorrichtung eine Batterie.
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Die Ladebuchse 14 weist ebenso positive 38 und negative 40 Detektoranschlüsse auf, die durch eine Verdrahtung 41, eine elektrische Detektorstromquelle (nicht gezeigt) und ein Widerstandsbestimmungsmittel (in diesem Fall einen Widerstandsdetektor 42) verbunden sind. Die positiven 38 und negativen 40 Detektoranschlüsse, die Verdrahtung 41, die elektrische Detektorstromquelle und der Widerstandsdetektor 42 bilden einen zweiten Teil 44 des elektrischen Detektorschaltkreises aus. Der Widerstandsdetektor 42 weist einen Erfassungsausgang 46 auf, über den er ein Erfassungssignal, das den vom zweiten Teil 44 des elektrischen Detektorschaltkreises angetroffenen Widerstand angibt, an ein Eingabemittel (in diesem Fall einen Erfassungseingang 48) einer Steuervorrichtung 50 überträgt.
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Die Ladebuchse 14 weist ebenso einen Sperrkörper (in diesem Fall einen Stift 52) und einen Aktuator 54 auf. Der Aktuator 54 wird durch die Steuervorrichtung 50 zur wahlweisen Betätigung des Stiftes 52 zwischen einer ersten Konfiguration, in diesem Fall einer ausgefahrenen Sperrposition (wie in 1 gezeigt), und einer zweiten Konfiguration, in diesem Fall einer zurückgezogenen Zugangskonfiguration, gesteuert.
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Die positiven 32 und negativen 34 Ladeanschlüsse, der zweite Teil 44 des elektrischen Detektorschaltkreises und der Stift 52 und der Aktuator 54 werden von einem Ladebuchsengehäuse 56 relativ zueinander gehalten und positioniert.
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Der Ladestecker 12 ist zum Einstecken in die Ladebuchse 14 angeordnet. Bei korrekter Ausrichtung des Ladesteckers 12 und der Ladebuchse 14 zueinander sind die positiven 16 und negativen 18 Ladestifte jeweils an den positiven 32 und negativen 34 Ladeanschlüssen ausgerichtet. Die positiven 32 und negativen 34 Ladeanschlüsse sind angeordnet, um die jeweiligen positiven 16 und negativen 18 Ladestifte in dieser Ausrichtung aufzunehmen. Bei gleicher Ausrichtung des Ladesteckers 10 und der Ladebuchse 14 sind die positiven 20 und negativen 22 Detektorstifte jeweils an den positiven 38 und negativen 40 Detektoranschlüssen ausgerichtet. Die positiven 38 und negativen 40 Detektoranschlüsse sind angeordnet, um die jeweiligen positiven 20 und negativen 22 Detektorstifte in dieser Ausrichtung aufzunehmen. Bei gleicher Ausrichtung des Ladesteckers 12 und der Ladebuchse 14 ist eine äußere Passform 58 des Ladesteckergehäuses 30 an einer aufnehmenden Passform 60 des Ladebuchsengehäuses 56 ausgerichtet und die aufnehmende Passform 60 ist zum Aufnehmen der äußeren Passform 58 angeordnet.
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Wenn er sich in der ausgefahrenen Sperrposition befindet, erstreckt sich der Stift 52 in die aufnehmende Passform 60 hinein, wodurch das Einstecken des Ladesteckers 12 in die Ladebuchse 14 verhindert wird.
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Die Ladebuchse 14 und die Steuervorrichtung 50 sind an dem Fahrzeug 36 montiert.
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Die Steuervorrichtung 50 weist eine weitere Eingabe in Form einer Fahrzeugsystembenachrichtigungseingabe 62 auf. Die Steuervorrichtung 50 weist ebenso ein Ausgabemittel (in diesem Fall eine Fahrzeugsystemsteuerausgabe 64) und ein Steuermittel (nicht gezeigt) auf.
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Im Gebrauch kann das elektrische Ladesystem 10 zum Laden der Batterie des Fahrzeugs 36 verwendet werden, bei dem es sich um ein Plug-In-Hybridfahrzeug handelt, bei dem die Batterie verwendet wird, um zu der auf die Räder des Fahrzeugs 36 aufgebrachten Antriebskraft beizutragen. Es versteht sich, dass das Fahrzeug 36 in anderen Ausführungsformen zum Beispiel ein batterieelektrisches Fahrzeug sein kann.
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In einem bestimmten Szenario kann sich das Fahrzeug 36 in der Nähe der Fahrzeugladestation befinden, und ein Benutzer kann einen Gangauswahlmechanismus, z. B. ein Getriebesystem des Fahrzeugs 36, auf „Parken“ schalten. Die Steuervorrichtung 50 empfängt ein Signal von einer Getriebesteuervorrichtung des Fahrzeugs 36 über die Fahrzeugsystembenachrichtigungseingabe 62, dass das Getriebesystem in „Parken“ ist. In Reaktion darauf steuert die Steuervorrichtung 50 den Aktuator 54, um den Stift 52 in seine Zugangskonfiguration zurückzuziehen. Somit kann ein Benutzer dann den Ladestecker 12 in die Ladebuchse 14 einstecken. Der Benutzer kann den Ladestecker 12 und die Ladebuchse 14 richtig ausrichten und den ersteren in den letzteren einstecken.
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Wenn der Ladestecker 12 in die Ladebuchse 14 eingesteckt ist, und insbesondere die positiven 20 beziehungsweise die negativen 22 Detektorstifte in die positiven 38 und negativen 40 Detektoranschlüsse eingesteckt sind, werden der erste 28 und der zweite 44 Teil des elektrischen Detektorschaltkreises zur Bildung eines vollständigen Detektorschaltkreises kombiniert. Ferner nimmt der vom Widerstandsdetektor 42 gemessene Widerstand ab und ein diesbezügliches Erfassungssignal, aus dem geschlossen wird, dass der Ladestecker 12 in die Ladebuchse 14 eingesteckt ist, wird vom Widerstandsdetektor 42 über den Erfassungsausgang 46 und den Erfassungseingang 48 an die Steuervorrichtung 50 gesendet. In Reaktion darauf sendet die Steuervorrichtung 50 ein Steuersignal über die Fahrzeugsystemsteuerausgabe 64 an die Getriebesteuervorrichtung.
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Das Steuersignal, das von der Steuervorrichtung 50 gesendet wird, zeigt der Getriebesteuervorrichtung an, dass keine Änderung des Getriebezustands erlaubt sein soll (d. h. das Getriebesystem sollte in „Parken“ bleiben). Auf diese Weise steuert die Steuervorrichtung 50 das Getriebesystem, um zu verhindern, dass das Fahrzeug 36 in einen Zustand gelangt, in dem es sich durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Steuervorrichtung 50 das Fahrzeug 36 immobilisiert.
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Darüber hinaus steuert die Steuervorrichtung 50 den Aktuator 54, um den Stift 52 in seine Sperrposition zu bringen. Auf diese Weise ist der Ladestecker 12 in der Ladebuchse 14 verriegelt, da der Stift 52 in eine zusammenwirkende Aussparung (nicht gezeigt) in dem Ladesteckergehäuse 30 eintritt.
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Wenn der Ladestecker 12 in die Ladebuchse 14 eingesteckt ist und insbesondere die positiven 16 beziehungsweise negativen 18 Ladestifte in die positiven 32 und negativen 34 Ladeanschlüsse eingesteckt sind, fließt elektrischer Strom von der elektrischen Ladestromquelle zur Batterie des Fahrzeugs 36.
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Nach Abschluss des Ladevorgangs kann ein Benutzer anweisen, dass die Steuervorrichtung 50 den Aktuator 54 steuert, um den Stift 52 in seine Zugangskonfiguration zurückzuziehen, wodurch der Benutzer den Ladestecker 12 von der Ladebuchse 14 trennen kann. Die Steuervorrichtung 50 wird durch den Erfassungsschaltkreis darauf hingewiesen, dass der Ladestecker 12 von der Ladebuchse 14 abgezogen wird. Insbesondere nimmt der vom Widerstandsdetektor 42 gemessene Widerstand zu und ein diesbezügliches Erfassungssignal, aus dem geschlossen wird, dass der Ladestecker 12 abgezogen ist, wird vom Widerstandsdetektor 42 über den Erfassungsausgang 46 und den Erfassungseingang 48 an die Steuervorrichtung 50 gesendet.
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In Reaktion darauf steuert die Steuervorrichtung 50 den Aktuator 54, um den Stift 52 in seine Sperrposition zu erstrecken. Auf diese Weise wird das Einstecken eines Ladesteckers in die Ladebuchse 14 verhindert. Ferner sendet die Steuervorrichtung 50 ein Steuersignal über die Fahrzeugsystemsteuerausgabe 64 an die Getriebesteuervorrichtung. Das von der Steuervorrichtung 50 gesendete Steuersignal zeigt der Getriebesteuervorrichtung an, dass der Getriebezustand von „Parken“ geändert werden kann. Auf diese Weise steuert die Steuervorrichtung 50 das Getriebesystem, um zuzulassen, dass das Fahrzeug 36 in einen Zustand gelangt, in dem es sich durch seine eigene Leistung oder durch sein eigenes Gewicht bewegen kann.
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Danach kann ein Benutzer das Getriebesystem aus einem „Parken“ in einen alternativen Zustand bringen (z. B. „Fahren“, „Rückwärts“, „Neutral“ oder „Sport“). Irgendwann nach einer solchen Einstellung kann es sein, dass der Widerstandsdetektor 42 über den Erfassungsausgang 46 und den Erfassungseingang 48 ein Erfassungssignal an die Steuervorrichtung 50 sendet, woraus geschlossen wird, dass der Ladestecker 12 in die Ladebuchse 14 eingesteckt ist. Wäre dies der Fall, nachdem der Benutzer das Getriebesystem wieder auf „Parken“ eingestellt hätte, würde die Steuervorrichtung 50 wie oben beschrieben entsprechend reagieren, einschließlich des Sendens eines Steuersignals an die Getriebesteuervorrichtung über den Fahrzeugsystemsteuerausgang 64, das der Getriebesteuervorrichtung anzeigt, dass eine Änderung des Getriebezustands nicht erlaubt ist.
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Wenn jedoch das von der Steuervorrichtung 50 empfangene Signal von der Getriebesteuervorrichtung nicht anzeigt, dass sich das Getriebesystem in „Parken“ befindet, sendet die Steuervorrichtung 50 kein Steuersignal an die Getriebesteuervorrichtung, um anzuzeigen, dass eine Änderung des Getriebezustands nicht erlaubt ist. Auf diese Weise kann der Benutzer den Getriebezustand weiterhin ändern und das Fahrzeug 36 kann in einem Zustand verbleiben und/oder in diesen versetzt werden, in dem es sich durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann. Die Steuervorrichtung 50 überschreibt dadurch ihr normales Senden eines Steuersignals an die Getriebesteuervorrichtung als Reaktion auf eine Erfassung, dass ein Ladestecker 12 eingesteckt ist. Insbesondere sendet die Steuervorrichtung 50 kein derartiges Steuersignal, das anzeigt, dass eine Änderung des Getriebezustands nicht erlaubt ist. Sie überschreibt das Senden dieses Steuersignals in Abhängigkeit davon, dass das Getriebesystem so konfiguriert ist, dass es dem Fahrzeug 36 erlaubt, sich durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht zu bewegen, und in Abhängigkeit davon, dass sich der Stift 52 in seiner ausgefahrenen Sperrposition befindet (auf die in diesem Fall in Anbetracht der Tatsache, dass sich das Getriebesystem nicht in „Parken“ befindet, geschlossen wird).
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Der Grund für das Überschreiben der Steuervorrichtung 50 liegt darin, dass die Steuervorrichtung 50 darauf schließt, dass, obwohl das von dem Widerstandsdetektor 42 an die Steuervorrichtung 50 gesendete Erfassungssignal darauf schließt, dass der Ladestecker 12 in die Ladebuchse 14 eingesteckt ist, kein Ladestecker in die Ladebuchse 13 eingesteckt ist. Eine solche falsche Erfassung kann zum Beispiel durch ein Waten des Fahrzeugs 36 oder eine böswillige Manipulation der Ladebuchse 14 verursacht werden. Die Steuervorrichtung 50 kann darauf schließen, dass die Erfassung falsch ist, da es nicht möglich sein sollte, dass sich in der Ladebuchse 14 ein Ladestecker befindet, bei dem sich sowohl der Stift 52 in der ausgefahrenen Sperrposition befindet als auch das Getriebesystem konfiguriert ist zu erlauben, dass das Fahrzeug in einen Zustand eintritt oder diesen aufrechterhält, in dem es sich durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann.
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Somit kann die Steuervorrichtung 50 gemäß 3 einen Vorgang ausführen, wodurch sie:
- i) in Schritt 70 darauf schließt, ob ein Ladestecker in die Ladebuchse 14 eines elektrischen Ladesystems eingesteckt ist;
- ii) in Schritt 72 das Getriebesystem des Fahrzeugs 36 steuert, um zu verhindern, dass das Fahrzeug 36 in einen Zustand eintritt oder diesen aufrechterhält, durch den das Fahrzeug durch seine eigene Leistung und sein eigenes Gewicht bewegt werden kann, wenn darauf geschlossen wird, dass der Ladestecker in die Ladebuchse 14 eingesteckt wird;
- iii) in Schritt 74 die Verhinderung in Abhängigkeit davon überschreibt, dass sich der Stift 52 in seiner ausgefahrenen Sperrposition befindet und dass das Getriebesystem so konfiguriert ist, dass das Fahrzeug in einen Zustand eintritt oder diesen aufrechterhält, in dem das Fahrzeug durch seine eigene Leistung und sein eigenes Gewicht bewegt werden kann.
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Wenn die Steuervorrichtung 50 ihr Senden eines Steuersignals, das anzeigt, dass eine Änderung des Getriebezustands nicht erlaubt ist, an die Getriebesteuervorrichtung überschreibt, steuert sie auch die Ausgabe einer Fahrerwarnung in Form einer visuellen und akustischen Benachrichtigung im Fahrzeug.
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Es versteht sich, dass verschiedene Modifikationen von der oben beschriebenen Ausführungsform möglich sind. Beispielsweise können verschiedene Teile des elektrischen Fahrzeugladesystems an dem Fahrzeug 36 und/oder der Fahrzeugladestation installiert sein (z. B. kann der Ladestecker 12 an dem Fahrzeug 36 und die Ladebuchse 14 an der Ladestation installiert sein). Bei einer solchen Anordnung sind der Stift 52, der Aktuator 54 und die Steuervorrichtung 50 an dem Fahrzeug installiert. Der Ladestecker 12 umfasst den Stift 52, wobei der Stift 52 konfiguriert ist, um die oben beschriebene Funktionalität bereitzustellen. Das heißt, der Stift 52 kann zumindest das Einstecken des Ladesteckers 12 in die Ladebuchse 14 sperren. Der Ladestecker 12 kann auch die Steuervorrichtung 50 umfassen, oder die Steuervorrichtung 50 kann sich an anderer Stelle im Fahrzeug 36 befinden.
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In einer solchen modifizierten Anordnung umfasst das Fahrzeug 36 auch das Detektormittel. Das Detektormittel ist so angeordnet, dass das Fahrzeug 36 den Widerstandsdetektor 42 umfasst. In einigen Anordnungen kann der Ladestecker 12 den Widerstandsdetektor 42 umfassen. Der erste Teil 28 des oben beschriebenen elektrischen Detektorschaltkreises kann sich in der Ladebuchse 14 befinden und der zweite Teil 44 des oben beschriebenen elektrischen Detektorschaltkreises kann sich im Ladestecker 12 befinden.
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Die oben als Teil des ersten Teils 28 des elektrischen Detektorschaltkreises beschriebenen positiven 20 und negativen 22 Detektorstifte können durch positive und negative Detektoranschlüsse ersetzt werden, wenn sie sich in der Ladebuchse 14 befinden. Die oben als Teil des zweiten Teils 44 des elektrischen Detektorschaltkreises beschriebenen positiven 32 und negativen 34 Ladeanschlüsse können durch positive und negative Detektorstifte ersetzt werden, wenn sie sich im Ladestecker 12 befinden. Somit können der Ladestecker 12 und die Ladebuchse 14 beide ihre Anordnung von Stiften und Anschlüssen beibehalten, wie oben in Bezug auf die Anordnung von 1 beschrieben. Der Widerstandsdetektor 42 kann mit einem Erfassungsausgang 46 versehen sein, über den er ein Erfassungssignal überträgt, das den angetroffenen Widerstand angibt, wie oben in Bezug auf 1 beschrieben.
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Als weiteres Beispiel kann die Steuerung darüber, ob das Fahrzeug 36 in einen Zustand eintreten oder diesen aufrechterhalten darf, in dem es sich durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann, mit anderen Mitteln als das oder zusätzlich zu dem Getriebesystem ausgeübt werden. Die Steuervorrichtung 50 könnte beispielsweise ein Bremssystem, ein Antriebssystem, ein Batteriesystem, einen Motor, ein Computersystem, ein Kraftstoffsystem und/oder ein Zündsystem des Fahrzeugs 36 steuern. Darüber hinaus muss die Steuerung der Steuervorrichtung 50 über das Einfahren und Ausfahren des Stiftes 52 nicht auf der Konfiguration des Getriebes des Fahrzeugs 36 basieren und/oder ob der Ladestecker 12 als in die Ladebuchse 14 eingesteckt erkannt wird oder nicht. Es kann zum Beispiel sein, dass das Ausfahren und/oder Einfahren des Stiftes 52 zumindest teilweise auf der Geschwindigkeit des Fahrzeugs 36 und/oder dem Zustand eines oder mehrerer anderer Fahrzeugsysteme basiert. In einigen Fällen kann es möglich sein, den Ladestecker 12 in die Ladebuchse 14 einzustecken, selbst wenn sich das Fahrzeug 36 in einem Zustand befindet, in dem es sich durch seine eigene Leistung oder sein eigenes Gewicht bewegen kann (d. h. weil der Stift 52 nicht einfach ausgefahren werden kann, da sich das Fahrzeug 36 in diesem Zustand befindet). In solchen Fällen kann die Steuervorrichtung 50 verhindern, dass das Fahrzeug 36 diesen Zustand aufrechterhält, sobald erkannt wird, dass der Ladestecker 12 in die Ladebuchse 14 eingesteckt ist, es sei denn, dass der entsprechende Übersteuerungszustand vorliegt (z. B. dass sich der Stift 52 zusätzlich in der ausgefahrenen Sperrposition befindet). Es kann auch sein, dass, anstatt dass auf die Position des Stiftes geschlossen wird, seine Position erfasst wird und ein Signal, das seine Position anzeigt, an die Steuervorrichtung 50 gesendet wird.
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Es wird darauf hingewiesen, dass erfindungsgemäße Ausführungsformen in der Form von Hardware, Software oder einer Kombination aus Hardware und Software ausgeführt werden können. Eine derartige Software kann in der Form von flüchtiger oder nichtflüchtiger Speicherung, wie z. B. einem Speichergerät wie einem ROM, gleich ob löschbar oder überschreibbar oder nicht, oder in der Form von Speicher wie z. B. RAM, Speicherchips, Gerät oder integrierten Schaltkreisen oder auf einem optisch oder magnetisch lesbaren Medium, wie z. B. einer CD, DVD, Magnetplatte oder einem Magnetband, gespeichert werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Speichervorrichtungen und Speichermedien Ausführungsformen von maschinenlesbaren Speichern sind, die geeignet sind zum Speichern eines Programms oder von Programmen, die, wenn sie ausgeführt werden, erfindungsgemäße Ausführungsformen implementieren. Demnach stellen Ausführungsformen ein Programm bereit, umfassend Code zum Implementieren eines Systems oder eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, sowie einen maschinenlesbaren Speicher, auf dem ein derartiges Programm gespeichert ist. Ferner können erfindungsgemäße Ausführungsformen elektronisch über ein beliebiges Medium übermittelt werden, wie etwa als ein Kommunikationssignal, das über eine Draht- oder eine Drahtlosverbindung übertragen wird, und Ausführungsformen schließen entsprechend selbiges ein.
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Alle in dieser Patentschrift (einschließlich jeglicher beiliegender Patentansprüche, der Zusammenfassung und der Zeichnungen) offenbarten Merkmale und/oder alle Schritte eines derart offenbarten Verfahrens oder Vorgangs können in einer beliebigen Kombination kombiniert werden, mit Ausnahme von Kombinationen, in denen wenigstens manche dieser Merkmale und/oder Schritte einander ausschließen.
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Jedes in dieser Patentschrift offenbarte Merkmal (einschließlich jeglicher beiliegender Patentansprüche, der Zusammenfassung und der Zeichnungen) kann durch alternative Merkmale ersetzt werden, die denselben, einen entsprechenden oder einen ähnlichen Zweck erfüllen, sofern nicht ausdrücklich anderweitig angegeben. Demnach ist, sofern nicht ausdrücklich anderweitig angegeben, jedes offenbarte Merkmal ein Beispiel einer allgemeinen Reihe von entsprechenden oder ähnlichen Merkmalen.
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Die Erfindung ist nicht auf die Details beliebiger obenstehender Ausführungsformen beschränkt. Die Erfindung erstreckt sich auf ein beliebiges neues, oder eine beliebige neuartige Kombination, der in dieser Patentschrift (einschließlich jeglicher beiliegender Patentansprüche, der Zusammenfassung und der Zeichnungen) offenbarten Merkmale oder auf einen beliebigen neuartigen, oder eine beliebige neuartige Kombination, der Schritte eines derart offenbarten Verfahrens oder Vorgangs. Die Ansprüche sollten nicht dahingehend ausgelegt werden, dass sie lediglich die vorstehenden Ausführungsformen abdecken, sondern auch jegliche Ausführungsformen, die in den Umfang der Ansprüche fallen.