DE102016012899A1 - Patrizenteil eines Druckknopfs und Druckknopf mit einem solchen Patrizenteil - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Patrizenteil eines Druckknopfes.
Erfindungsgemäß weist es mindestens zwei Werkstoffe auf, nämlich einen Kunststoffwerkstoff und Metall. (1 )
Erfindungsgemäß weist es mindestens zwei Werkstoffe auf, nämlich einen Kunststoffwerkstoff und Metall. (
Description
- Die Erfindung betrifft ein Patrizenteil eines Druckknopfs. Bisher bekannte Patrizenteile weisen nur einen einzigen Werkstoff auf, in den meisten Fällen entweder Kunststoff oder Metall. Ein Patrizenteil eines Druckknopfes hat jedoch unterschiedliche Funktionen zu erfüllen und muss unterschiedliche Einflüsse aushalten, insbesondere während des Gebrauchs und beim Waschen. Diese zahlreichen Anforderungen werden von herkömmlichen Patrizenteilen von Druckknöpfen nicht erfüllt.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Patrizenteil eines Druckknopfs derart zu verbessern, dass es zahlreichen Anforderungen gleichzeitig gerecht werden kann.
- Nach der Erfindung wird die obige Aufgabe durch ein Patrizenteil eines Druckknopfs gelöst, das mindestens zwei Werkstoffe aufweist, nämlich einen Kunststoffwerkstoff und einen Metallwerkstoff, z.B. Acrylnitrilbutadienstyrol (ABS), Polyamid (PA) und/oder Polyoxymethylen (POM) sowie Aluminium, Messing und/oder (rostfreien) Stahl.
- Die obige Kombination von Werkstoffen resultiert in einer gesteigerten Zahl von Optionen im Vergleich mit Patrizenteilen aus nur einem einzigen Werkstoff, so dass den zahlreichen und unterschiedlichen Anforderungen gleichzeitig Rechnung getragen werden kann.
- Vorzugsweise weist das Patrizenteil mindestens zwei Teile auf, wobei ein erster Teil den Kunststoffwerkstoff und ein zweiter Teil den Metallwerkstoff aufweist. Zum Beispiel kann ein Teil des Patrizenteils mit einer komplizierten Form aus Kunststoffwerkstoff sein, wohingegen ein anderer Teil, der weniger empfindlich sein soll, aus Metallwerkstoff sein kann.
- Nach einem weiter bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung hat der erste Teil einen Eingriffsansatz zum Zusammenwirken mit einer Öse eines Matrizenteils des Druckknopfes. Ein solcher Eingriffsansatz muss zahlreichen Anforderungen gerecht werden und sollte eine Form haben, die für den Schnappeingriff perfekt ist, so dass es im Vergleich mit Metall einfacher ist, dieses erste Teil auf der Basis eines Kunststoffwerkstoffs herzustellen. Insbesondere kann das erste Teil durch Spritzgießen hergestellt werden.
- Der Eingriffsansatz ist bevorzugt flexibel. Dadurch ist der Schnappeingriffvorgang verbessert und das Schließen des Druckknopfs ist vereinfacht.
- Insbesondere ist der Eingriffsansatz vorzugsweise elastisch im Sinne eines Eindrückens verformbar. Er ist also dazu ausgelegt, sich zumindest teilweise nach innen zu bewegen, um den Schnappvorgang zu vereinfachen.
- Der genannte zweite Teil ist bevorzugt zwischen einer Halteeinrichtung zum Halten des Patrizenteils an einem Träger und dem ersten Teil angeordnet. Dadurch kann der zweite Teil zum Abschirmen des ersten Teils gegen Beeinträchtigungen dienen, die daraus resultieren können, dass die Halteeinrichtung direkt an dem ersten Teil anschlägt.
- Um die Stabilität zu verbessern, ist es bevorzugt, dass der zweite Teil zwischen der Halteeinrichtung und dem ersten Teil eingeklemmt ist.
- Die Halteeinrichtung kann in Form eines Nietschaftes realisiert sein. Dies ist ein einfacher und preisgünstiger Weg, das Patrizenteil an einem Träger anzubringen.
- Nach einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat der zweite Teil die Form einer ringförmigen Unterlegscheibe. Das ist eine sehr einfache Form und daher einfach herzustellen.
- Zusätzlich zu dem oben beschriebenen Patrizenteil betrifft die Erfindung auch einen Druckknopf mit einem solchen Patrizenteil sowie mit einem passenden Matrizenteil, wobei eine eine Öse zum Einsetzen eines Eingriffsansatzes des Patrizenteils definierende ringförmige gebogene Wand des Matrizenteils nicht flexibel ist. Der Grund dafür ist, dass es sehr einfach und kostengünstig ist, eine entsprechende die Öse definierende Wand herzustellen.
- Schließlich ist es bevorzugt, dass die Wand einen Metallwerkstoff aufweist. Wiederum gilt, dass es einfach und kostengünstig ist, die Wand auf der Basis von Metall herzustellen.
- Im Folgenden ist die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung mit weiteren Einzelheiten näher erläutert. Dabei zeigen
-
1 eine Explosionsdarstellung eines Druckknopfes mit einem Ausführungsbeispiel des Patrizenteils nach der Erfindung, -
2 den Druckknopf aus1 , angebracht an einem Gewebe in geöffnetem Zustand und -
3 die gleiche Ansicht wie2 , jedoch in geschlossenem Zustand. - Der in den Zeichnungen dargestellte Druckknopf weist ein Patrizenteil mit einem Hauptkörper
10 und einer Abdeckung11 auf. Ferner weist der Druckknopf ein Matrizenteil12 auf. Der Hauptkörper10 ist aus einem Kunststoffwerkstoff, wie etwa POM. Die Abdeckung11 sowie das Matrizenteil12 sind aus einem Metallwerkstoff, wie etwa Messing. Es sind Nieten14 ,16 zum Anbringen des Patrizenteils10 ,11 und des Matrizenteils12 an einem Gewebe18 ,20 vorgesehen. - Der Hauptkörper
10 des Patrizenteils weist einen Eingriffsansatz22 zum Zusammenwirken mit einer Öse24 des Matrizenteils12 auf. Der Eingriffsansatz22 hat die Form einer Hülse mit einem Wulst26 auf der radial außen liegenden Oberfläche. Der Wulst26 wirkt mit einer die Öse24 definierenden Wand für den Schnappeingriff des Patrizenteils10 ,11 und des Matrizenteils12 zusammen. - Die Abdeckung
11 dient zum Anbringen des Hauptkörpers10 des Patrizenteils an dem Gewebe18 , weil der Nietschaft15 des Niets14 an der Abdeckung11 anliegt und die Abdeckung11 wiederum an dem Hauptkörper10 des Patrizenteils anliegt. Mit anderen Worten ist die Abdeckung11 zwischen dem Nietschaft15 einerseits und dem Hauptkörper10 des Patrizenteils andererseits eingelegt oder eingeklemmt. Dadurch bewahrt die Abdeckung11 den Hauptkörper10 des Patrizenteils davor, durch Anliegen an dem Nietschaft15 beschädigt zu werden. - Da die Abdeckung
11 aus einem Metallwerkstoff ist, ist sie weniger empfindlich im Vergleich mit Kunststoffwerkstoff, insbesondere im Hinblick auf mechanische Beeinträchtigungen wie Kratzer, die während des Gebrauchs oder während des Waschens auftreten können. Daher schirmt die Abdeckung11 den Hauptkörper10 des Patrizenteils gegen Beeinträchtigungen ab. - Die Abdeckung
11 kann als separates Teil oder an dem Hauptkörper10 des Patrizenteils befestigt ausgeführt sein, beispielsweise durch Kleben, Schweißen oder dergleichen. - Da der Hauptkörper
10 des Patrizenteils aus Kunststoffwerkstoff ist, kann sein Eingriffsansatz22 in einfacher Weise in radialer Einwärtsrichtung beweglich ausgestaltet werden, insbesondere während des Schnappvorgangs. Ferner ist es leicht, den Eingriffsansatz22 mit dem Wulst26 zu versehen, nämlich durch Spritzgießverfahren. - Darüber hinaus ist es einfach, die Abdeckung
11 herzustellen, weil insbesondere bei dem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel die Abdeckung die Form einer Unterlegscheibe hat. - Ferner ist es einfach, das Matrizenteil
12 herzustellen, weil es nicht im Hinblick auf den Schnappvorgang flexibel sein muss, denn der Hauptkörper10 des Patrizenteils kann ausreichend flexibel ausgebildet werden, um einen einfachen Schnappvorgang sicherzustellen. - Wie insbesondere den
2 und3 zu entnehmen ist, hat der erfindungsgemäße Druckknopf eine sehr flache Struktur, weil die Schnappverbindung am Rand des Druckknopfes und nicht etwa in seiner Mitte stattfindet, weshalb die Höhenabmessung des Druckknopfes keinen Raum sowohl für die Schnappverbindung als auch für die Anbringung des Patrizenteils und des Matrizenteils an den jeweiligen Teilen von Materialien zur Verfügung stellen muss, weil sie in demselben Bereich erfolgen. - Schließlich wird darauf hingewiesen, dass die Nieten
14 und16 Anbringungseinrichtungen darstellen und nicht zu den Teilen des Druckknopfs gehören. - Die in der obigen Beschreibung, den Ansprüchen sowie der Zeichnung offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
Claims (11)
- Patrizenteil eines Druckknopfs, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens zwei Werkstoffe aufweist, nämlich einen Kunststoffwerkstoff und einen Metallwerkstoff.
- Patrizenteil nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens zwei Teile aufweist, wobei ein erstes Teil (10) den Plastikwerkstoff und ein zweites Teil (11) den Metallwerkstoff aufweist. - Patrizenteil nach
Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (10) einen Eingriffsansatz (22) zum Zusammenwirken mit einer Öse (24) eines Matrizenteils (12) des Druckknopfes aufweist. - Patrizenteil nach
Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet, dass der Eingriffsansatz (22) flexibel ist. - Patrizenteil nach
Anspruch 3 oder4 , dadurch gekennzeichnet, dass der Eingriffsansatz (22) elastisch im Sinne eines Eindrückens verformbar ist. - Patrizenteil nach einem der
Ansprüche 2 bis5 , dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Teil (11) zwischen einer Halteeinrichtung (14, 15) zum Halten des Patrizenteils (10, 11) an einem Träger (18) und dem ersten Teil (10) angeordnet ist. - Patrizenteil nach
Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Teil (11) zwischen der Halteeinrichtung (14, 15) und dem ersten Teil (10) eingeklemmt ist. - Patrizenteil nach
Anspruch 6 oder7 , dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (14, 15) ein Nietschaft (15) ist. - Patrizenteil nach einem der
Ansprüche 2 bis8 , dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Teil (11) die Form einer ringförmigen Unterlegscheibe hat. - Druckknopf mit einem Patrizenteil (10, 11) nach einem der vorangehenden Ansprüche und einem passenden Matrizenteil (12), dadurch gekennzeichnet, dass eine eine Öse (24) zum Einsetzen eines Eingriffsansatzes (22) des Patrizenteils (10, 11) definierende ringförmige gebogene Wand (28) des Matrizenteils (12) nicht flexibel ist.
- Druckknopf nach
Anspruch 10 , dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (28) einen Metallwerkstoff aufweist.
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