DE102010064022A1 - Vorrichtung zur Herstellung und/oder Behandlung von Materialbahnen - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (2) zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn, insbesondere Faserstoffbahn (F), mit einem Streifenüberführungssystem (3) zum Überführen eines Streifens (RS) der Materialbahn, umfassend zumindest einen ersten Überführungsbereich (15) frei von einer Seilanordnung und einen, dem ersten Überführungsbereich (15) über einen Übergangsbereich (18) nachgeordneten zweiten Überführungsbereich (16) mit einer Seilanordnung (17), wobei der Übergangsbereich (18) sich von einem Freigabebereich (19) des ersten Überführungsbereiches (15) für den Streifen (RS) bis zu einem von der Seilanordnung (17) des zweiten Überführungsbereiches (16) für den Streifen (RS) gebildeten Klemmbereich (20) erstreckt und im Übergangsbereich (18) Mittel (21) zur Auslenkung des Streifens (RS) aus dem Bahnlaufweg vorgesehen sind. Die Erfindung ist gekennzeichnet, dass die Länge des Bahnlaufweges (S) im Übergangsbereich (18) in Bahnlaufrichtung betrachtet > 3,2 m, bevorzugt > 3,5 m, besonders bevorzugt > 4 m beträgt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn, insbesondere Faserstoffbahn, mit einem Streifenüberführungssystem zum Überführen eines Streifens der Materialbahn, umfassend zumindest einen ersten Überführungsbereich frei von einer Seilanordnung und einen, dem ersten Überführungsbereich über einen Übergangsbereich nachgeordneten zweiten Überführungsbereich mit einer Seilanordnung, wobei der Übergangsbereich sich von einem Freigabebereich des ersten Überführungsbereiches für den Streifen bis zu einem von der Seilanordnung des zweiten Überführungsbereiches für den Streifen gebildeten Klemmbereich erstreckt und im Übergangsbereich Mittel zur Auslenkung des Streifens aus dem Bahnlaufweg vorgesehen sind.
  • Bei der Herstellung einer Materialbahn durchläuft diese innerhalb der Maschine zur Herstellung dieser mehrere in Reihe geschaltete Vorrichtungen zur Bearbeitung und/oder Behandlung der Materialbahn. In Maschinen zur Herstellung von Faserstoffbahnen werden diese Vorrichtungen beispielsweise von einer Pressenpartie, einer Trockenpartie, gegebenenfalls einem Kalander und einer Streichvorrichtung oder Leimpresse gebildet. Derartige Vorrichtungen können verschiedenartig ausgeführt sein. Dabei stellt sich unabhängig von der Ausbildung dieser nach Abriss der Materialbahn oder einem Neustart die Aufgabe, die Materialbahn innerhalb der einzelnen Vorrichtung zur Herstellung und/oder Behandlung von Materialbahnen sowie zwischen diesen sicher zu überführen. Die Funktion des dazu gewählten Überführungssystems beeinflusst die Lauffähigkeit derartiger Vorrichtungen, insbesondere Maschinen erheblich. Grundsätzlich wird bei der Überführung zwischen einer Bahnüberführung und einer Streifenüberführung unterschieden. Bei Materialbahnen mit einem sehr hohen Flächengewicht findet in der Regel ein Streifenüberführungssystem mit Streifenüberführung Anwendung, da die Materialbahn in ihrer Gesamtheit zu schwer wäre, um diese in die nächste Position zu verbringen. Dazu wird ein etwa 20 cm breiter Streifen geschnitten und bis zum Ende dieser Vorrichtung geführt. Anschließend wird der Streifen auf volle Breite gefahren. Bei diesem Streifen handelt es sich dabei in der Regel um einen in Maschinenquerrichtung am Rande der Materialbahn angeordneten Streifen, der auch als Randstreifen bezeichnet wird. Bezüglich der einzelnen bekannten Überführmethoden, welche zum Einsatz gelangen können, wird beispielhaft auf Peter Haider: „Bahn- und Streifenüberführung in Karton- und Verpackungsmaschinen”, twogether, Voith Sulzer Papiertechnik GmbH, 4/07 S. 41 bis 48 verwiesen.
  • Insbesondere im Bereich der Trockenpartie kann es dabei vorkommen, dass hier Überführungsbereiche vorgesehen sind, die frei von einer Seilanordnung, d. h. seillos und teilweise mit Seilanordnung innerhalb dieser betrieben werden. Eine Kombination und die Aufeinanderfolge derart unterschiedlicher Überführungsbereiche ist in der Regel dann erforderlich, wenn beispielsweise eine zweireihige Trockengruppe auf eine einreihige Trockengruppe mit seilloser Überführung umgerüstet wird und durch die verbleibenden nachfolgenden zweireihigen Trockengruppen mittels einer Seilanordnung zu überführen ist. Bei derartigen in Reihe angeordneten unterschiedlichen Überführungsbereichen ist ein Übergangsbereich zwischen den einzelnen unterschiedlichen Überführsystemen vorgesehen, in welchem der Streifen von seiner Position in Durchlaufrichtung der Materialbahn betrachtet in die Seilebene hinein ausgelenkt werden muss, bevor dieser dann zwischen die Seile der Seilführung geklemmt bis zum Ende der Trockenpartie geführt wird. Diese Auslenkung wird mittels entsprechender Einrichtungen, wie Blastischen, unterstützt. Je höher jedoch der Trockengehalt ist, desto größer ist die erforderliche Auslenkung aufgrund der Schrumpfung der Faserstoffbahn. Dabei ist die Lauffähigkeit der entsprechenden Vorrichtung zur Herstellung und/oder Bearbeitung einer Materialbahn im Wesentlichen davon abhängig, ob der Streifen auch erfolgreich bis zum Ende dieser geführt werden kann. Dies hängt maßgeblich von der Qualität der Klemmung des Streifens ab. Sehr starke Auslenkungen können zur Beeinträchtigung des Überführversuchs führen. Insbesondere bei langen Trockenpartien führt der Verlust des Streifens zu großen Zeitverlusten.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn derart weiterzuentwickeln, dass die genannten Nachteile vermieden werden und bei kombinierten Überführungssystemen eine möglichst schonende Auslenkung des Streifens im Übergangsbereich zwischen seilloser Überführung und Überführung mit Seilen gewährleistet wird, um eine sehr gute Qualität der Streifenklemmung zu erreichen.
  • Die erfindungsgemäße Lösung ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 charakterisiert. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
  • Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn, insbesondere Faserstoffbahn, mit einem Streifenüberführungssystem zum Überführen eines Streifens der Materialbahn, umfassend zumindest einen ersten Überführungsbereich frei von einer Seilanordnung und einen, dem ersten Überführungsbereich über einen Übergangsbereich nachgeordneten zweiten Überführungsbereich mit einer Seilanordnung, wobei der Übergangsbereich sich von einem Freigabebereich des ersten Überführungsbereiches für den Streifen bis zu einem von der Seilanordnung des zweiten Überführungsbereiches für den Streifen gebildeten Klemmbereich erstreckt und im Übergangsbereich Mittel zur Auslenkung des Streifens aus dem Bahnlaufweg vorgesehen sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Bahnlaufweges im Übergangsbereich in Bahnlaufrichtung betrachtet > 3,2 m, bevorzugt > 3,5 m, besonders bevorzugt > 4 m beträgt.
  • Unter einer Materialbahn im Sinne der Erfindung wird insbesondere eine Faserstoffbahn, die in Form einer Papier-, Karton- oder Tissuebahn vorliegen kann, verstanden. Andere Ausbildungen der Materialbahn sind ebenfalls denkbar.
  • Unter einem Streifen wird insbesondere ein streifenförmiger Teilbereich der Materialbahn geringer Breite, insbesondere im Bereich von 50 mm .bis 500 mm verstanden, welcher von der Materialbahn abgetrennt wurde. Bei diesem handelt es sich vorzugsweise um einen Randstreifen.
  • Der Bahnlaufweg beschreibt den Führungsweg der Bahn durch die Vorrichtung zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn. Die Bahnlaufrichtung beschreibt die Richtung des Führungsweges und kann Änderungen unterworfen sein. Demgegenüber entspricht die Durchlaufrichtung der Materialbahn der Grundrichtung der Bewegung dieser durch die Vorrichtung zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn und fällt damit mit der Maschinenrichtung, d. h. Längsrichtung der Maschine zusammen.
  • Der Freigabebereich des ersten Überführungsbereiches entspricht der letzten Position des Streifens der Materialbahn in Bahnlaufrichtung vor der Auslenkung in die nachgeordnete Seilanordnung und damit der letzten Position im ersten Überführungsbereich. Der Freigabebereich wird an einer Einrichtung, insbesondere Komponente oder einem Bauteil im ersten Überführungsbereich gebildet, an welcher der Streifen hinsichtlich seiner Position eine direkte Abstützung, beispielsweise an einer Walze und/oder Bespannung erfährt.
  • Unter einer Seilanordnung wird eine Anordnung aus zwei oder mehr endlosen Seilen verstanden, welche zu einer Seilschere unter Ausbildung eines Klemmbereiches zusammenführbar sind.
  • Die erfindungsgemäße Vergrößerung des Übergangsbereiches zwischen Freigabebereich des ersten Überführungsbereiches und Klemmbereich der nachgeordneten Seilanordnung und damit Verlängerung des Bahnlaufweges ermöglicht eine sehr schonende und feinfühlige Auslenkung des Streifens bei gleichem oder größerem Auslenkweg gegenüber den Ausführungen aus dem Stand der Technik unter Verringerung des Auslenkwinkels. Dadurch wird der Streifen weniger stark beansprucht und kann sicher in die Seilanordnung eingeschossen werden. Die durch Verlängerung des Bahnlaufweges im Übergangsbereich bedingte sanfte Auslenkung führt zu einer Verbesserung der Klemmqualität zwischen den Seilen der Seilanordnung.
  • Durch die wählbare relativ lange Auslenkstrecke in Maschinenrichtung betrachtet können auch sehr große Auslenkwege für die Streifen realisiert werden und damit eine optimale Anpassung an die konkreten Gegebenheiten und Einsatzerfordernisse erfolgen.
  • In einer vorteilhaften Ausbildung beträgt die Auslenkung des Streifens aus dem Freigabebereich in die Seilanordnung in Maschinenquerrichtung und damit der gegenüber einer durch die Maschinenrichtung und einer Senkrechten in Vertikalrichtung charakterisierten Ebene gebildete Auslenkwinkel im Bereich zwischen jeweils einschließlich 1° bis 5°, vorzugsweise 2° bis 4°. Dieser geringe Auslenkwinkel bedingt geringe Richtungsänderungen in der Führung des Streifens im Übergangsbereich und ermöglicht dadurch eine stabile Führung.
  • Durch die Verlängerung des Bahnlaufweges ist es möglich, den durch die Erstreckung einer Senkrechten quer zur Laufrichtung der Materialbahn zu einer durch den Freigabebereich gelegten und durch die Maschinenrichtung und eine Senkrechte in Vertikalrichtung charakterisierten Ebene beschreibbaren Auslenkweg auf > 150 mm, vorzugsweise > 175 mm, besonders bevorzugt > 200 mm bei geringem Auslenkwinkel zu realisieren. Dies bietet konstruktive Vorteile, insbesondere im Hinblick auf Bauraum..
  • In einer Ausbildung umfasst der Übergangsbereich zumindest einen Bereich, in welchem die Bahnführung frei von Mitteln zur mittelbaren oder unmittelbaren Abstützung der Materialbahn ist. Dies bietet Vorteile hinsichtlich stabilem Bahnlauf.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausbildung sind im Übergangsbereich zumindest zwei Walzen zur zumindest teilweisen Ausbildung des Bahnführungsweges vorgesehen, wodurch dieser durch fest definierte Bahnpositionen charakterisiert ist, an welchen eine Abstützung des Streifens erfolgt. Durch die zumindest teilweise Ausbildung des Bahnlaufweges an zwei Walzen kann die Führung des Streifens bei der Überführung in die Seilanordnung optimiert werden. Die einzelne Walze kann dabei je nach Erfordernis und Anordnung beheizbar oder unbeheizt ausgeführt sein.
  • Bei den genannten Walzen selbst kann es sich gemäß einer ersten bevorzugten Ausführung um Walzen von Behandlungs- oder anderen Funktionseinrichtungen der Vorrichtung zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn selbst handeln oder aber gemäß einer zweiten Ausführung um separate, d. h. für diesen Fall zusätzlich vorgesehene Walzen. Denkbar ist bei besonders vorteilhafter Anwendung der erfindungsgemäßen Lösung in Vorrichtungen, die eine Trockenpartie umfassen, die Ausbildung zumindest einer Walze von einem Trockenzylinder. Des Weiteren kann die zumindest eine Walze der zumindest zwei Walzen von einer Leitwalze einer Bespannung gebildet werden. Der Vorteil der Ausbildungen gemäß der ersten Ausführung besteht in der hohen Funktionskonzentration unter Vermeidung zusätzlicher Komponenten. Diese können mit geringem Modifizierungsaufwand in bestehenden Vorrichtungen nachgerüstet oder mit geringem Aufwand durch die intelligente Ausnutzung ohnehin erforderlicher Komponenten konstruktiv umgesetzt werden.
  • In einer vorteilhaften Weiterentwicklung sind im Übergangsbereich weitere, die Bahnführung wenigstens mittelbar beeinflussende Funktionskomponenten und Einheiten vorgesehen. Diese können sowohl für sich allein als auch in Kombination mit anderen derartigen Funktionskomponenten und Einheiten in der Vorrichtung zum Einsatz gelangen.
  • In einer vorteilhaften Ausbildung ist im Bereich einer freien Strecke der Bahnführung im Übergangsbereich zumindest eine Abschlagvorrichtung für den Streifen vorgesehen. Diese Ausbildung bietet den Vorteil, dass ausgehend von dieser Position der Überführvorgang neu gestartet werden kann, falls der Streifen nicht bis zum Ende der Seilanordnung im Streifenüberführungssystem in den Seilen geklemmt verbleibt. Dies führt zu einer erheblichen Zeitersparnis gegenüber anderen Streifenüberführungssystemen.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausbildung sind im Übergangsbereich Mittel zur Stabilisierung der Bahnführung vorgesehen.
  • Der Streifen wird vorzugsweise mittels Hilfsmitteln in die Seilschere des Seilführungssystems geschossen. Bei derartigen Hilfsmitteln handelt es sich vorzugsweise um Blaseinrichtungen und/oder Vakuumbänder.
  • Bei Vorsehen eines Vakuumbandes ist dieses vorzugsweise oberhalb des Maschinenbodens angeordnet. Das Vakuumband kann dabei in besonders vorteilhafter Ausbildung aus seiner Funktionsstellung beim Einschießen des Streifens in die Seilschere herausbewegbar, insbesondere in eine Parkstellung verbringbar ausgeführt sein.
  • Derartige Kombinationen und die Ausbildung von Streifenüberführungssystemen mit kombinierter seilloser und Seilüberführung können in besonders vorteilhafter Weise in Vorrichtungen zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn mit einer Trockenpartie, insbesondere der Trockenpartie eingesetzt werden. Dabei kann die Kombination der in Reihe angeordneten Überführungsbereiche mit seilloser Überführung und Seilüberführung innerhalb einer einzelnen eine Trockengruppe bildenden Trockenanordnung oder in hintereinander geschalteten Trockengruppen bildenden Trockenanordnungen zum Einsatz gelangen. In einer besonders vorteilhaften Ausbildung erfolgt die Anordnung des Streifenüberführungssystems in in Reihe geschalteten Trockengruppen, wobei der Übergangsbereich des Überführungssystems im Trennbereich zwischen den beiden Trockengruppen angeordnet wird. Dies bietet den Vorteil einer Variation des Zugs des Streifens auf einfache Art und Weise. Die Vorrichtung umfasst dazu eine Trockenpartie mit zumindest zwei in Reihe hintereinander angeordneten Trockenanordnungen, wobei dass Streifenüberführungssystem derart angeordnet ist, dass dieses in einer in Durchlaufrichtung der Materialbahn ersten Trockenanordnung einen Überführungsbereich frei von einer Seilanordnung bildet und in einer dieser Trockenanordnung nachgeordneten Trockenanordnung einen Überführungsbereich mit einer Seilanordnung bildet, wobei der Übergangsbereich zwischen den beiden Überführungsbereichen im Übergangsbereich zwischen den Trockenanordnungen angeordnet ist.
  • In einer besonders vorteilhaften Ausführung umfasst die Vorrichtung eine Trockenpartie mit zumindest in Reihe angeordneter ein- und zweireihiger Trockengruppe, wobei der Übergangsbereich des Streifenüberführungssystems im Übergangsbereich zwischen beiden Trockengruppen angeordnet ist.
  • In einer vorteilhaften Ausbildung ist die erste Walze im zweiten Überführungsbereich optional beheizbar und/oder beschichtet ausgeführt.
  • In einer weiteren Ausführung kann der Zug des Streifens im Übergangsbereich eingestellt werden. Dazu sind die in Durchlaufrichtung der Faserstoffbahn letzte Walze im ersten Überführungsbereich und die in Durchlaufrichtung erste Walze im zweiten Überführungsbereich zumindest mittelbar derart antreibbar ausgeführt, dass diese geeignet sind, mit unterschiedlicher Geschwindigkeit betrieben zu werden.
  • Besonders vorteilhaft ist die Verwendung des erfindungsgemäßen Überführungssystems in Trockenpartien, in welchen im zweiten Überführungsbereich mehr als 40 Walzen, insbesondere Trockenzylinder, vorzugsweise mehr als 50 Walzen, insbesondere Trockenzylinder) angeordnet sind.
  • Der Übergang von seillos auf Seilführung erfolgt vorzugsweise bei einem Trockengehalt des Streifens größer 55%, besonders bevorzugt größer 60%, ganz besonders bevorzugt größer 65%.
  • Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend anhand von Figuren erläutert. Darin ist im Einzelnen Folgendes dargestellt:
  • 1 verdeutlicht anhand eines Ausschnitts aus einer Bearbeitungsvorrichtung in Form einer Trockenpartie die Anordnung und Ausbildung eines erfindungsgemäßen Überführungssystems;
  • 2 verdeutlicht in einer Ansicht auf die MD/CD-Ebene der Vorrichtung die Auslenkung des Streifens charakterisierende Kenngrößen im Vergleich zwischen der erfindungsgemäßen Lösung und einer Ausführung gemäß dem Stand der Technik.
  • Die 1 verdeutlicht in schematisiert stark vereinfachter Darstellung anhand eines Ausschnittes aus einer Trockenpartie 1 für den Einsatz in einer Vorrichtung 2 zur Herstellung einer Materialbahn, insbesondere Faserstoffbahn F in Form einer Papier-, Karton- oder Tissuebahn, einen besonders vorteilhaften Anwendungsfall und eine vorteilhafte Ausbildung eines Streifenüberführungssystems 3 zur Überführung eines Streifens RS dieser Faserstoffbahn F.
  • Zur Verdeutlichung der einzelnen Richtungen ist ein Koordinatensystem an die Trockenpartie 1 angelegt. Die X-Richtung beschreibt dabei die Längsrichtung der Vorrichtung 2. Diese fällt mit der grundsätzlichen Durchlaufrichtung der Faserstoffbahn F durch diese zusammen und wird daher auch als Maschinenrichtung MD bezeichnet. Die Y-Richtung beschreibt die Richtung senkrecht zur Maschinenrichtung MD. Diese charakterisiert die Breitenrichtung innerhalb der Maschine und wird daher auch als Maschinenquerrichtung CD bezeichnet. Die Z-Richtung beschreibt die Höhenrichtung.
  • Das Streifenüberführungssystem 3 findet insbesondere bei Faserstoffbahnen F mit hohem Flächengewicht und/oder langen Trockenpartien Verwendung. Bei dieser Art der Überführung wird im seitlichen Randbereich der Faserstoffbahn F ein Streifen RS vordefinierter Breite, beispielsweise von etwa 20 cm, geschnitten und in Durchlaufrichtung zur von der Faserstoffbahn F zu passierenden nachfolgenden Position innerhalb der Vorrichtung 2 geführt. Anschließend wird der Streifen RS auf volle Breite und damit Faserstoffbahnbreite gefahren.
  • Die Trockenpartie 1 umfasst im dargestellten Fall eine einreihige Trockenanordnung 4 und eine dieser in Maschinenrichtung MD nachgeordnete zweireihige Trockenanordnung 5. Die einreihige Trockenanordnung 4 umfasst eine Vielzahl von Trockenzylindern TZ4.n bis TZ4.n+1 mit n ≥ 1, im dargestellten Fall beispielhaft TZ4.1 bis TZ4.4. Die einzelnen Trockenzylinder TZ4.n bis TZ4.n+1 sind in Maschinenrichtung MD betrachtet hintereinander beabstandet zueinander angeordnet und in vertikaler Richtung vorzugsweise frei von Versatz zueinander. Die Führung zwischen den einzelnen in Durchlaufrichtung der Faserstoffbahn F hintereinander angeordneten Trockenzylindern TZ4.n und TZ4.n+1 erfolgt über zwischengeordnete Umlenkwalzen 6, welche vorzugsweise besaugbar sind. Bei diesen kann es sich um innen- oder von außen besaugbare Walzen handeln. Dazu ist einer einzelnen Umlenkwalze 6 zumindest mittelbar eine Saugvorrichtung 7 zugeordnet. Im dargestellten Fall sind beispielhaft von außen besaugbare Walzen 6 vorgesehen. Diese sind in vertikaler und horizontaler Richtung zu den Trockenzylindern TZ4.n und TZ4n+1 versetzt angeordnet. Die Anordnung erfolgt insbesondere in vertikaler Richtung versetzt auf Lücke zu zwei in Durchlaufrichtung nacheinander zu passierenden Trockenzylindern TZ4.n und TZ4.n+1.
  • Die Faserstoffbahn F wird gestützt an einer Bespannung, insbesondere in Form eines Trockensiebbandes 8, durch die Trockenanordnung 4 geführt. Das Trockensiebband 8 umschlingt dabei die einzelnen Trockenzylinder TZ4.n bis TZ4.n+1 mäanderförmig, was durch die Führung über die zwischen den einzelnen Trockenzylindern angeordneten Umlenkwalzen 6 realisiert wird.
  • Die der einreihigen Trockenanordnung 4 nachgeordnete zweireihige Trockenanordnung 5 ist durch eine zweireihige Anordnung von Trockenzylindern charakterisiert. Die einzelnen Reihen 9 und 10 sind in vertikaler Richtung zueinander versetzt angeordnet. Die Anordnung der Trockenzylinder TZ9.n bis TZ9n+1 mit n ≥ 1 der einzelnen Reihe 9, hier TZ9.1 bis TZ9.3 und TZ10.n bis TZ10.n+1 mit n ≥ 1 der Reihe 10, hier TZ10.1 bis TZ10.3 erfolgt dabei in Maschinenrichtung MD betrachtet jeweils mit Versatz zueinander. Im Einzelnen sind die einzelnen Trockenzylinder innerhalb der Reihen 9, 10 und der Reihen 9, 10 untereinander in Maschinenrichtung MD versetzt zueinander angeordnet. Die Faserstoffbahn F wird wechselweise und mäanderförmig um die Trockenzylinder TZ9.n bis TZ9.n+1, TZ10.n bis TZ10.n+1 jeweils der oberen und unteren Reihe 9, 10 durch die Trockenanordnung 5 geführt. Die einzelnen Trockenzylinder TZ9.n bis TZ9.n+1 mit n ≥ 1 der einzelnen Reihe 9, hier TZ9.1 bis TZ9.3 und TZ10.n bis TZ10.n+1 mit n ≥ 1 der Reihe 10, hier TZ10.1 bis TZ10.3 sind dazu jeweils von einer endlos umlaufenden Bespannung in Form eines Trockensiebbandes 11, 12 umschlungen. Die Führung der Bespannung zwischen den einzelnen Trockenzylindern TZ9.n bis TZ9.n+1 und TZ10.n bis TZ10.n+1 in den einzelnen Reihen 9, 10 erfolgt jeweils über Leit- und Umlenkwalzen 13, 14, 24. Die Faserstoffbahn F wird wechselweise entlang des Außenumfanges der einzelnen Trockenzylinder der einzelnen Reihen 9, 10 geführt, wobei jeweils eine Faserstoffbahnseite mit der Oberfläche der einzelnen Trockenzylinder TZ9.n bis TZ9.n+1 und TZ10.n bis TZ10.n+1 innerhalb jeweils einer einzelnen Reihen 9, 10 in Kontakt gelangt. Die jeweils andere Faserstoffbahnseite wird vom Trockensiebband 11 beziehungsweise 12 gestützt.
  • Zur Überführung nach Abriss der Faserstoffbahn F oder einem Neustart der Vorrichtung 2 ist ein Streifenüberführungssystem 3 vorgesehen. Dieses dient der Überführung eines Streifens RS in Form eines Randstreifens zwischen den einzelnen Komponenten und Funktionseinrichtungen der Trockenpartie 1. Innerhalb der einzelnen Trockenanordnungen 4 und 5 kann die Überführung grundsätzlich mittels eines seillosen Überführsystems oder einer Seilführung erfolgen. Bei einer seillosen Streifenüberführung ist es dabei vorteilhaft, dass jeder der einzelnen in das Streifenüberführungssystem 3 eingebundenen Trockenzylinder beschabt ist. Beispielhaft sind Schaber 32 an den Trockenzylindern TZ9.n bis TZ9.n+1 angeordnet wiedergegeben. Die Überführung in der einreihigen Trockenanordnung 4 wird dabei vorzugsweise durch eine seillose Überführung für den Randstreifen realisiert.
  • In der zweireihigen Trockenanordnung 5 finden Seilführungssysteme Verwendung. Das Streifenüberführungssystem 3 umfasst dazu zumindest einen ersten Überführungsbereich 15 der frei von einer Seilanordnung ist und einen, dem ersten Überführungsbereich 15 über einen Übergangsbereich 18 nachgeordneten zweiten Überführungsbereich 16 mit einer Seilanordnung 17, wobei der Übergangsbereich 18 sich von einem Freigabebereich 19 des ersten Überführungsbereiches 15 für den Streifen RS bis zu einem von der Seilanordnung 17 des zweiten Überführungsbereiches 16 für den Streifen RS gebildeten Klemmbereich 20 erstreckt und im Übergangsbereich 18 Mittel 21 zur Auslenkung des Streifens RS aus dem Bahnlaufweg vorgesehen sind. Bei diesen handelt es sich vorzugsweise um einen Blastisch 29 und/oder ein Vakuumband 28.
  • Die Seilanordnung 17 umfasst zwei oder mehr über Laufrollen geführte Seile, die zu einer Seilschere zusammengeführt werden. Hier dargestellt sind das Seil 31 und die vor dem Einlauf in die Seilschere angeordnete Laufrolle 30. Die Seilanordnung 17 ist in Maschinenquerrichtung CD im seitlichen Randbereich der Vorrichtung 2 angeordnet.
  • Der erste seillose Überführungsbereich 15 erstreckt sich innerhalb der einreihigen Trockenanordnung 4. Der Übergangsbereich 18 erstreckt sich vom Freigabebereich 19 am letzten Trockenzylinder TZ4.n der einreihigen Trockenanordnung 4 bis zum Klemmbereich 20 der Seilanordnung 17, welche der zweireihigen Trockenanordnung 5 zugeordnet ist. Die bei der Führung des Streifens RS die Länge des Bahnlaufweges charakterisierende Strecke S zwischen der Freigabe am Freigabebereich 19 am Ende des ersten Überführungsbereiches 15 bis zum Klemmbereich 20 des Streifens RS in der Seilanordnung 17 weist erfindungsgemäß eine Länge > 3,2 m, vorzugsweise > 3,5 m, besonders bevorzugt > 4 m auf. Der Freigabebereich 19 ist dabei am letzten Trockenzylinder TZ4.4 der einreihigen Trockenanordnung 4 angeordnet und ist durch die Trennung des Trockensiebbandes 8 von der Bahn, insbesondere dem Streifen RS charakterisiert. Die Strecke S ist dabei durch den, durch den Streifen RS frei von der Stützung durch das Trockensiebband 8 definierten Umschlingungsbereich am Trockenzylinder TZ4.4, der frei von einer Stützung durch das Trockensiebband 17 definierten Umschlingungsbereich an einer in Durchlaufrichtung ersten Walze, hier in Form des ersten Trockenzylinders TZ9.1 der zweiten Trockenanordnung 5 und die freie Strecke zwischen dem Ablaufbereich 22 vom Trockenzylinder TZ4.4 der einreihigen Trockenanordnung 4 und dem Auflaufbereich 23 am Trockenzylinder TZ9.1 der zweiten Trockenanordnung 5 charakterisiert.
  • Innerhalb der zweireihigen Trockenanordnung 5 wird der zwischen den Seilen geklemmte Streifen RS jeweils mäanderförmig abwechselnd durch die Trockenzylinder der oberen und unteren Reihe geführt..
  • Die Einführung in den Spalt zwischen dem Trockensiebband 11 und dem in Bahnlaufrichtung ersten Trockenzylinder der Trockenanordnung 5, insbesondere dem Trockenzylinder TZ9.1 der unteren Reihe 9, erfolgt mittels der Seilanordnung 17. Die Gewährleistung einer sicheren Bahnführung trotz Verlängerung des Bahnlaufweges im Übergangsbereich 18 und damit des möglichen Auslenkbereiches zwischen dem Freigabebereich 19 am letzten Trockenzylinder TZ4.4 der einreihigen Trockenanordnung 4 und dem Klemmbereich 20, welcher im Wesentlichen im Bereich des Spaltes zwischen Trockensiebband 11 und Trockenzylinder TZ9.1 gebildet wird, erfolgt durch die Führung des Streifens RS zwischen dem Trockenzylinder TZ4.4 und dem Trockenzylinder TZ9.1 an zumindest zwei Walzen, hier dem Trockenzylinder TZ4.4 und der Leitwalze 24. In einer besonders vorteilhaften Ausbildung wird dazu eine ohnehin vorhandene Leitwalze 24 der zweireihigen Trockenanordnung 5 zum Einsatz gelangen, die dazu hinsichtlich ihrer Anordnung in den Übergangsbereich 18 zwischen einreihiger und zweireihiger Trockenanordnung 4, 5 verlagert wird. Die Leitwalze 24 ist im dargestellten Fall in vertikaler Richtung zwischen dem Trockenzylinder TZ4.4 der Trockenanordnung 4 und dem Trockenzylinder TZ9.1 der zweireihigen Trockenanordnung 5 und damit in MD-Richtung betrachtet versetzt zu beiden zwischen diesen angeordnet.
  • Die Anordnung des Übergangsbereiches 18 erfolgt hier im Bereich des Überganges zwischen den beiden Trockenanordnungen 4, 5, d. h. im Bereich der Trockengruppentrennung, wodurch der Bahnzug variiert werden kann. Die Freigabe des Streifens RS im den ersten Überführungsbereich 15 bildenden seillosen Überführungssystem und Führung bis zum Klemmbereich 20 der Seilanordnung 17 kann über zumindest eine freie Strecke realisiert werden. In dieser freien Strecke, die hier mit 25 bezeichnet ist, ist eine Abschlagvorrichtung 26 vorgesehen. Die Abschlagvorrichtung 26 ist der Leitwalze 24 in Bahnlaufrichtung nachgeordnet. Vorzugsweise ist die Abschlagvorrichtung 26 der Leitwalze 24 direkt zugeordnet.
  • Zur Stabilisierung der Bahnführung ist in besonders vorteilhafter Ausführung vorgesehen, dem Freigabebereich 19 eine Bahnstabilisierungseinrichtung 27 nachzuordnen. Diese Bahnstabilisierungseinrichtung 27 ist im Übergangsbereich 18 von der Ablösung am Trockenzylinder TZ4.n zur Leitwalze 24 angeordnet.
  • In einer besonders vorteilhaften Weiterentwicklung ist es vorgesehen, die Überführung des Streifens RS in die Seilanordnung 17 mittels eines Vakuumbandes 28 zu unterstützen. Dieses ist oberhalb des Bodens der Vorrichtung 2 angeordnet. Das Vakuumband 28 ist dem Klemmbereich 20 unmittelbar vorgeordnet.
  • Das Vakuumband 28 kann dabei optional verschwenkbar angeordnet sein. Die Verschwenkbarkeit erfolgt zumindest zwischen einer Funktionsstellung und einer Parkposition. Dadurch wird während des Betriebes bei nicht benötigtem Streifenüberführungssystem 3 eine störungsfreie Betriebsweise gewährleistet.
  • Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterentwicklung kann der erste Trockenzylinder, welcher mit der Oberseite der Faserstoffbahn F in Berührung gelangt, optional mit einer Beschichtung ausgeführt sein. Die Überführung mittels Seil und damit die Ausbildung der Seilanordnung 17 erfolgt vorzugsweise über eine Vielzahl von Trockenzylindern, vorzugsweise mehr als 30 Trockenzylinder, besonders bevorzugt mehr als 40 Trockenzylinder, im Besonderen mehr als 50 Trockenzylinder.
  • Durch die Anordnung des Übergangs zwischen seillosem Überführungsbereich 15 und Überführungsbereich 16 mit Seilanordnung 17 zwischen den einzelnen Trockenanordnungen 4, 5, insbesondere im Übergangsbereich zwischen den Trockengruppen, ist eine Einstellung des Bahnzuges möglich. Ferner besteht dadurch die Möglichkeit der Anordnung von Abschlagvorrichtungen 26 sowie die Anordnung von Vakuumbändern 28.
  • Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht aufgrund der relativ großen Länge des Bahnlaufweges vom Ablauf am Trockenzylinder TZ4.4 bis zur Seilanordnung 17 eine sanfte Auslenkung in die Seilebene. Durch diese sanfte Auslenkung kann eine sehr gute Klemmqualität des Streifens zwischen den einzelnen Seilen der Seilanordnung 17 realisiert werden
  • Die einzelnen Trockenzylinder der zweiten Trockenanordnung 10 sind vorzugsweise beschabt. Dazu sind den Trockenzylindern TZ9.n bis TZ9.n+1 und TZ10.n bis TZ10.n+1 der einzelnen Reihen 9, 10 jeweils Schaber 33, 34 zugeordnet.
  • Die 2 verdeutlicht dabei einander gegenübergestellt die Auslenkung des Streifens in Form des Randstreifens gemäß einer Ausführung aus dem Stand der Technik und die Auslenkung des Streifens RS gemäß der erfindungsgemäßen Lösung. Der Streifen der Ausführung gemäß dem Stand der Technik ist mittels unterbrochener Linie dargestellt und mit RS' bezeichnet. Dies gilt in Analogie auch für den Freigabebereich 19' und den Klemmbereich 20'. Der Streifen, wie er gemäß der erfindungsgemäßen Lösung eine Auslenkung erfährt, ist mit RS bezeichnet. Beide Streifen sind in die MD-/CD-Ebene projiziert dargestellt. Erkennbar ist die Identität der Freigabebereiche 19, 19'. Der Auslenkweg, welcher die erforderliche Auslenkung zwischen dem Freigabebereich 19 bzw. 19' und dem Klemmbereich 20 bzw. 20' beschreibt, ist mit a, a' bezeichnet. Dieser ist für beide Ausführungen identisch. Erkennbar ist hier, dass der Auslenkwinkel α der Ausführung gemäß der erfindungsgemäßen Lösung gegenüber α' der Ausführung aus dem Stand der Technik erheblich verringert ist. Der die Länge des Bahnlaufweges S beschreibende Abstand zwischen dem Freigabebereich 19 und dem Klemmbereich 20 wurde dazu verlängert. Die Länge des Bahnlaufweges gemäß der Erfindung ist mit S bezeichnet, während die Länge des Bahnlaufweges gemäß dem Stand der Technik mit S' wiedergegeben ist. Aus dem längeren Bahnlaufweg ergibt sich damit eine erheblich feinfühligere Auslenkung.
  • Die erfindungsgemäße Lösung ist für jegliche Art der Überführung zwischen einem seillosen Überführungssystem und einer Seilanordnung 17 einsetzbar. Die Länge des den Auslenkweg charakterisierenden Abstand a zwischen MD/Z-Ebene und Klemmbereich 20 wird dabei gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung größer als 150 mm, vorzugsweise größer als 175 mm, besonders bevorzugt größer als 200 mm gewählt. Der Übergang von einer Überführung seillos auf eine Seilüberführung erfolgt dabei vorzugsweise bei einem Trockengehalt von größer 55%, vorzugsweise größer 60%, besonders bevorzugt größer 65% am Streifen.
  • Die erfindungsgemäße Lösung ist nicht auf die Anwendung in einer Trockenpartie beschränkt. Denkbar ist jedoch der Einsatz in jeder Vorrichtung, in welcher eine Kombination aus seilloser Überführung und einer Überführung mittels einer Seilanordnung vorgesehen ist.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Trockenpartie
    2
    Vorrichtung zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn
    3
    Streifenüberführungssystem
    4
    einreihige Trockenanordnung
    5
    zweireihige Trockenanordnung
    6
    Umlenkwalze
    7
    Saugvorrichtung
    8
    Bespannung, Trockensiebband
    9
    Reihe
    10
    Reihe
    11
    Trockensiebband
    12
    Trockensiebband
    13
    Umlenkwalze
    14
    Umlenkwalze
    15
    erster Überführungsbereich, insbesondere seilloser Überführungsbereich
    16
    zweiter Überführungsbereich
    17
    Seilanordnung
    18
    Übergangsbereich
    19
    Freigabebereich
    19'
    Freigabebereich Stand der Technik
    20
    Klemmbereich
    20'
    Klemmbereich Stand der Technik
    21
    Mittel zur Auslenkung des Streifens
    22
    Ablaufbereich
    23
    Auflaufbereich
    24
    Leitwalze
    25
    freie Strecke
    26
    Abschlagvorrichtung
    27
    Bahnstabilisierungseinrichtung
    28
    Vakuumband
    29
    Blastisch
    30
    Laufrolle
    31
    Seil
    32
    Schaber
    33
    Schaber
    34
    Schaber
    F
    Faserstoffbahn
    TZ4.n–TZ4.n+1
    Trockenzylinder
    TZ9.n–TZ9.n+1
    Trockenzylinder
    TZ10.n–TZ10.n+1
    Trockenzylinder
    RS
    Randstreifen
    RS'
    Randstreifen Stand der Technik
    a
    Auslenkweg
    a'
    Auslenkweg gemäß dem Stand der Technik
    S
    Länge des Bahnlaufweges im Übergangsbereich
    S'
    Länge des Bahnlaufweges im Übergangsbereich gemäß dem Stand der Technik
    MD
    Maschinenrichtung
    CD
    Maschinenquerrichtung
    α
    Auslenkwinkel
    α'
    Auslenkwinkel Stand der Technik

Claims (14)

  1. Vorrichtung (2) zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn, insbesondere Faserstoffbahn (F), mit einem Streifenüberführungssystem (3) zum Überführen eines Streifens (RS) der Materialbahn, umfassend zumindest einen ersten Überführungsbereich (15) frei von einer Seilanordnung und einen, dem ersten Überführungsbereich (15) über einen Übergangsbereich (18) nachgeordneten zweiten Überführungsbereich (16) mit einer Seilanordnung (17), wobei der Übergangsbereich (18) sich von einem Freigabebereich (19) des ersten Überführungsbereiches (15) für den Streifen (RS) bis zu einem von der Seilanordnung (17) des zweiten Überführungsbereiches (16) für den Streifen (RS) gebildeten Klemmbereich (20) erstreckt und im Übergangsbereich (18) Mittel (21) zur Auslenkung des Streifens (RS) aus dem Bahnlaufweg vorgesehen sind; dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Bahnlaufweges (S) im Übergangsbereich (18) in Bahnlaufrichtung betrachtet > 3,2 m, bevorzugt > 3,5 m, besonders bevorzugt > 4 m beträgt.
  2. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die Auslenkung des Streifens (RS) aus dem Freigabebereich (19) in die Seilanordnung (17) beschreibende und gegenüber einer durch die Maschinenrichtung (MD) und einer Senkrechten in Vertikalrichtung charakterisierten Ebene gebildete Auslenkwinkel (α) im Bereich zwischen jeweils einschließlich 1° bis 5°, vorzugsweise 2° bis 4° beträgt.
  3. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Erstreckung einer Senkrechten quer zur Laufrichtung der Materialbahn zu einer durch den Freigabebereich (19) gelegten und durch die Maschinenrichtung (MD) und eine Senkrechte in Vertikalrichtung charakterisierten Ebene beschreibbare Auslenkweg > 150 mm, vorzugsweise > 175 mm, besonders bevorzugt > 200 mm, beträgt.
  4. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergangsbereich (18) zumindest einen Bereich (25) umfasst, in welchem die Bahnführung frei von Mitteln zur mittelbaren oder unmittelbaren Abstützung der Materialbahn ist.
  5. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergangsbereich (18) zumindest zwei Walzen (TZ4.4, 24) zur zumindest teilweisen Ausbildung des Bahnführungsweges vorgesehen sind.
  6. Vorrichtung (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelne Walze (TZ4.4, 24) beheizbar ist.
  7. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Walzen (TZ4.4, 24) zur zumindest teilweisen Ausbildung des Bahnführungsweges von einer Leitwalze (24) einer Bespannung (12) der Vorrichtung (2) zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn gebildet wird.
  8. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergangsbereich (18) zumindest eine der nachfolgenden Einrichtungen angeordnet ist: – eine Abschlagvorrichtung (26) – Mittel zur Bahnstabilisierung (27) – eine Blaseinrichtung (29) – in Vakuumband (28), welches dem Klemmbereich (20) unmittelbar vorgeordnet ist.
  9. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Trockenpartie (1) mit zumindest zwei in Reihe hintereinander angeordneten Trockenanordnungen (4, 5) umfasst, wobei dass Überführungssystem (3) derart angeordnet ist, dass dieses in einer in Durchlaufrichtung der Materialbahn ersten Trockenanordnung (4) einen Überführungsbereich (15) frei von einer Seilanordnung bildet und in einer dieser Trockenanordnung (4) nachgeordneten Trockenanordnung (5) einen Überführungsbereich (16) mit einer Seilanordnung (17) bildet, wobei der Übergangsbereich (18) zwischen den beiden Überführungsbereichen (15, 16) im Übergangsbereich zwischen den Trockenanordnungen (4, 5) angeordnet ist.
  10. Vorrichtung (2) nach Anspruch 9,, dadurch gekennzeichnet, dass die in Durchlaufrichtung der Materialbahn erste Trockenanordnung (4) als einreihige Trockenanordnung ausgebildet ist und die dieser Trockenanordnung (4) nachgeordnete Trockenanordnung (5) als zweireihige Trockenanordnung.
  11. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Walze (TZ9.1) im zweiten Überführungsbereich (18) optional beheizbar und/oder beschichtet ausgeführt sein kann.
  12. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die in Durchlaufrichtung der Faserstoffbahn (F) letzte Walze (TZ4.4) im ersten Überführungsbereich (15) und die in Durchlaufrichtung erste Walze (TZ9.1) im zweiten Überführungsbereich (18) zumindest mittelbar derart antreibbar ausgeführt sind, dass diese geeignet sind, mit unterschiedlicher Geschwindigkeit betrieben zu werden.
  13. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Überführungsbereich (18) mehr als 40 Walzen (TZ4.1–TZ4.n), insbesondere Trockenzylinder, vorzugsweise mehr als 50 Walzen (TZ4.1–TZ4.n), insbesondere Trockenzylinder) angeordnet sind.
  14. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass diese derart betrieben wird, dass die Faserstoffbahn im Übergangsbereich (18) durch einen Trockengehalt > 55%, vorzugsweise > 60% charakterisiert ist.
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