DE102010034098A1 - Siebrechenvorrichtungen und Verwendung - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Siebrechenvorrichtung (10) zum Aussieben und Ausheben von Feststoffen aus Abwasser bei einer Abwasseraufbereitung, mit einem mit Sieböffnungen (30) und Sieböffnungsbegrenzungen (32) versehenen Siebelement (16) zum Bilden einer Siebfläche (34) und einer Räum- und Transporteinrichtung (18), wobei die Räum- und Transporteinrichtung (18) wenigstens eine Abräumeinrichtung (70) zum Abräumen und Wegtransportieren von an der Siebfläche (34) des Siebelements (16) zurückgehaltenen Feststoffen und eine Antriebseinrichtung (36) zum linearen Bewegen der wenigstens einen Abräumeinrichtung (70) entlang der Siebfläche (34) in einer Linearrichtung, die mit wenigstens einer Richtungskomponente vertikal ausgerichtet ist, aufweist, wobei die wenigstens eine Abräumeinrichtung (70) mit einem Angriffsbereich (148) zum Angreifen an der Siebfläche (34) versehen ist. Um bei geringem maschinellen Aufwand und hoher Durchsatzleistung einen größeren Feststoffaustrag auch kleinerer Partikelgröße zu erreichen wird vorgeschlagen, dass der Angriffsbereich (148) flexibel ausgebildet ist, so dass er bei Angriff an der Siebfläche (34) in die Sieböffnungen (30) eingreift, aber an den Sieböffnungsbegrenzungen (32) ausweicht.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Siebrechenvorrichtung zum Aussieben und Ausheben von Feststoffen aus Abwasser bei einer Abwasseraufbereitung, mit einem mit Sieböffnungen und Sieböffnungsbegrenzungen versehenen Siebelement zum Bilden einer Siebfläche und einer Räum- und Transporteinrichtung, wobei die Räum- und Transporteinrichtung wenigstens eine Abräumeinrichtung zum Abräumen und Ausheben von an der Siebfläche des Siebelements zurückgehaltenen Feststoffen und eine Antriebseinrichtung zum linearen Bewegen der Abräumeinrichtung entlang der Siebfläche in einer Linearrichtung, die mit wenigstens einer Richtungskomponente vertikal ausgerichtet ist, aufweist, wobei die Abräumeinrichtung mit einem Angriffsbereich zum Angreifen an der Siebfläche versehen ist. Außerdem betrifft die Erfindung ein mit einer solchen Siebrechenvorrichtung durchführbares Verfahren zum Aussieben von Feststoffen aus fließenden Abwässern.
  • Eine solche Siebrechenvorrichtung ist aus der DE 10 2007 035 081 A1 bekannt.
  • Als erste Stufe in einer Kläranlage werden die ankommenden Abwässer von mitgeschwemmten Feststoffen befreit. Hierzu sind in Kläranlagen in der Regel Siebrechenvorrichtungen vorgesehen. Die Siebrechenvorrichtungen weisen – wie dies beispielsweise aus der DE 10 2007 035 081 A1 bekannt ist – ein Siebelement mit einer Siebfläche auf, die durch das hereinfließende Abwasser durchströmt wird. Hierzu ist die Siebfläche meist in ein Abwassergerinne eingelassen. Die Siebrechenvorrichtungen weisen eine Räum- und Transporteinrichtung auf, mit der die an dem Siebelement zurückgehaltenen Feststoffe abgeräumt und ausgehoben werden können. Beispielsweise ist hierzu als Antriebseinrichtung eine Umlaufeinheit vorgesehen, mit der mehrere Abräumelemente in einer Endlosschleife umlaufen. Die Abräumelemente haben in der Regel Haken oder dergleichen, mit denen sie in die Sieböffnungen eingreifen und so die Sieböffnungen von anhaftenden Feststoffen befreien. Die Siebelemente sind in der Regel durch Siebgitter in der Form von Stabrosten mit Gitterstäben ausgebildet. Die Gitterstäbe begrenzen die Sieböffnungen, die als Schlitze zwischen den Gitterstäben oder Siebstäben vorhanden sind. Bei den sogenannten Harkenumlaufrechen sind die Abräumeinrichtungen mit Harken versehen, die jeweils in den Raum zwischen den Siebstäben eingreifen und durch die umlaufende Antriebseinrichtung parallel zu den Siebstäben geführt werden, um so sicher die Zwischenräume zwischen den Siebstäben von Feststoffen zu befreien. In der Regel werden die Abräumeinrichtungen hierzu entlang der Siebfläche nach oben geführt, so dass die an der Siebfläche anhaftenden Feststoffe nach oben geführt, aus dem Abwasser herausgehoben werden und an einer oberhalb angeordneten Abwurfstelle abgeworfen werden. Anschließend wird der Lauf der Abräumeinrichtungen umgelenkt, auf der anderen Seite wieder nach unten geführt, am unteren Ende der Siebfläche dann erneut umgelenkt, um dann wiederum durch den Gitterrost hindurch zu fahren. Es gibt aber auch Siebrechenvorrichtungen, bei denen die Abräumeinrichtungen entlang der Siebfläche nicht nach oben, sondern nach unten fahren. Das abgeräumte Rechengut wird dann unten abgesaugt oder auf der gegenüberliegenden Seite herausgehoben. Allgemein laufen bei Siebrechenvorrichtungen die Abräumeinrichtungen in einer im Wesentlichen vertikal gerichteten (meist schräg nach oben oder schräg nach unten) Linearbewegung an der Siebfläche entlang.
  • Diese Art Siebrechenvorrichtung hat sich bewährt und als grundlegende Bauart von Siebrechen durchgesetzt. Allerdings hat sie den Nachteil, dass die Abstände zwischen den Gitterstäben eine Mindestgröße haben müssen, um Platz für ausreichend stabile Harken zu lassen. Will man Feststoffe mit einer Partikelgröße aus den Abwässern aussondern, die kleiner als dieser Mindestabstand ist, muss man zusätzlich zu dem Siebrechen, der als Grobstufe wirkt, noch eine Feinsiebstufe vorsehen, die maschinell meist aufwändiger aufgebaut sein muss.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Siebrechenvorrichtung zur Verfügung zu stellen, der es bei einfachem maschinellen Aufbau ermöglicht, Feststoff kleinerer Partikelgröße als bei den bekannten Harkenumlauf-Siebrechenvorrichtungen aus dem Abwasser auszusondern.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Siebrechenvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Die Erfindung schafft eine Siebrechenvorrichtung zum Aussieben und Ausheben von Feststoffen aus Abwasser bei einer Abwasseraufbereitung, mit einem mit Sieböffnungen und Sieböffnungsbegrenzungen versehenen Siebelement zum Bilden einer Siebfläche und einer Räum- und Transporteinrichtung, wobei die Räum- und Transporteinrichtung wenigstens eine Abräumeinrichtung zum Abräumen und Ausheben von an der Siebfläche des Siebelements zurückgehaltenen Feststoffen und eine Antriebseinrichtung zum linearen Bewegen der Abräumeinrichtung entlang der Siebfläche in einer Linearrichtung, die mit wenigstens einer Richtungskomponente vertikal ausgerichtet ist, aufweist, wobei die Abräumeinrichtung mit einem Angriffsbereich zum Angreifen an der Siebfläche versehen ist, wobei der Angriffsbereich derart flexibel ausgebildet ist, dass er bei Angriff an der Siebfläche in die Sieböffnungen eingreift, aber an den Sieböffnungsbegrenzungen ausweicht.
  • Anstelle der sonst üblichen Harken an dem Angriffsbereich der Abräumeinrichtung sieht die Erfindung bei der nach oben oder unten linear beweglichen Abräumeinrichtung einen flexiblen Angriffsbereich vor, der durch die Siebfläche entsprechend verformbar ist. Dort wo die Sieböffnungsbegrenzungen angreifen, weicht der Angriffsbereich entsprechend aus, während der verbleibende Bereich in die Sieböffnungen eingreift. Hierdurch kann einerseits jede Sieböffnungsbegrenzung von anhaftendem Feststoff befreit werden, andererseits wird auch an den Sieböffnungen anhaftender Feststoff entsprechend erfasst und lässt sich mit der Abräumeinrichtung entsprechend mitbewegen.
  • Vorzugsweise ist hierzu als Angriffsbereich eine Bürstenleiste oder eine Abstreiferleiste vorgesehen.
  • Der Vorteil eines solchen flexiblen Angriffsbereichs ist, dass die Sieböffnungen nicht mehr als Spalte mit Mindestgröße ausgebildet sein müssen, sondern dass ganz unterschiedliche Sieböffnungsformen und Sieböffnungsgrößen von Feststoff befreit werden können. Es können demnach Gitterroste oder Siebgitter mit Siebstäben vorgesehen sein, die eine sehr geringe Spaltweite haben. Insbesondere kann eine Spaltgröße kleiner 4 mm vorgesehen sein. Alternativ kann auch eine Siebplatte mit unterschiedliche geformten Sieböffnungen, beispielsweise runden oder sonst wie geformten Sieblöchern, oder mit ganz unterschiedlich geformten Siebspalten vorgesehen sein.
  • Vorzugsweise ist das Siebelement der Siebrechenvorrichtung entsprechend austauschbar. Je nach Bedarf kann ein Siebgitter mit jeweils passendem Gitterabstand eingesetzt werden, oder es kann eine Siebplatte, beispielsweise in Form einer Sieblochplatte oder in Form einer Siebspaltplatte vorgesehen werden.
  • Mit der erfindungsgemäßen Siebrechenvorrichtung lässt sich gegenüber bekannten Siebrechenvorrichtungen eine feinere Feststoffabscheidung erreichen. Vorzugsweise ist die Räum- und Transporteinrichtung hierzu als Bürstenumlaufrechen ausgebildet. Anstelle mehrerer in seitlichen Förderketten eingespannter Harken, wie bei den marktbekannten „Harkenumlaufrechen” vorgesehen, sind bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung Bürstenleisten vorgesehen. Beispielsweise sind an Abräumeinrichtungen in Form von Räumbalken, wo sonst beim Harkenumlaufrechen Harken mit Zähnen befestigt sind, Bürsten vorgesehen. Bürsten haben den Vorteil, dass sie sehr feine Spalten von z. B. 1 mm bis 4 mm reinigen können. Ein wesentlicher Vorteil von Bürsten ist weiterhin, dass sie auch Loch- oder Spaltsiebe reinigen können. Es müssen aber nicht unbedingt Bürsten vorgesehen sein, wenngleich diese derzeit bevorzugt sind. Zum Reinigen von unterschiedlichen Siebelementen eignen sich auch Abstreifer, beispielsweise mit einer Gummileiste, mit Schwammmaterial oder weichem Kunststoff oder mit einer Kunststoffleiste.
  • Vorzugsweise ist eine Kombination vorgesehen, wobei nebeneinander eine Bürste als auch ein Abstreifer, beispielsweise aus Kunststoff, vorhanden ist.
  • Wie dies grundsätzlich bereits bekannt ist, ist bevorzugt, dass die Siebfläche an ihrem unteren Bereich entgegen einer Strömrichtung des hereinkommenden Abwassers nach vorne vorstehend ausgebildet ist. Insbesondere geht dieser untere vorstehende Bereich bogenförmig in einen ebenen Spaltbereich über. Durch einen vorstehenden Bereich lässt sich leichter verhindern, dass sich Feststoffe am unteren Bereich der Siebfläche festsetzen und nicht abgeräumt werden können. Hier wirkt einerseits die Strömung des hereinströmenden Abwassers entgegen, die die Feststoffe entlang des gekrümmten Bereichs nach oben drängen; andererseits lässt sich durch einen am unteren Ende der Räum- und Transporteinrichtung umgelenkten Abstreifer der Feststoff entsprechend des unteren vorstehenden Bereichs zunächst mehr in Strömrichtung und dann mehr nach oben gerichtet, abräumen. Vorzugsweise ist der ebene Bereich der Siebfläche – wie dies grundsätzlich bereits marktüblich ist – schräg nach oben geneigt.
  • Demgemäß ist bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das Siebelement an der Seite, wo sich die Siebfläche befindet, einen vorstehenden unteren Bereich hat, der bogenförmig in einen darüber angeordneten ebenen Bereich übergeht.
  • Weiter ist bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Antriebseinrichtung eine Umlaufführung für die wenigstens eine Abräumeinrichtung mit wenigstens zwei Umlenkelementen und einer in eine im Wesentlichen geradlinige Aufwärtsrichtung verlaufende Schleppführung dazwischen aufweist.
  • Besonders bevorzugt ist, dass der vorstehende untere Bereich kreisbogenförmig um ein unteres Umlenkelement herum verläuft und dass bei Umlenkung der wenigstens einen Abräumeinrichtung um das untere Umlenkelement herum dessen Angriffsbereich den vorstehenden unteren Bereich daran angreifend vollständig abfährt.
  • Zum Abfördern des von der Siebfläche abgeräumten Feststoffes zu einer weiter oberhalb angeordneten Abwurfstelle ist weiter bevorzugt, dass sich oberhalb der Siebfläche eine parallel verlaufende geschlossene Schleppfläche anschließt, wobei die Abräumeinrichtung dazu ausgebildet ist, mit dem Angriffsbereich über die Siebfläche und anschließend an der Schleppfläche angreifend bis zu einem oberen Auswurfbereich zu fahren. Die Schleppfläche ist entsprechend geschlossen ohne Sieböffnungen ausgeführt. Dementsprechend braucht der Angriffsbereich hier nicht in Sieböffnungen einzugreifen. Es reicht daher aus, wenn der Angriffsbereich lockerer an der Schleppfläche angreift. Um Verschleiß an dem Angriffsbereich zu verringern, ist daher bevorzugt, dass die Siebfläche auf der Seite, an der die Abräumeinrichtung angreift, über die Schleppfläche vorsteht und dass zwischen der Siebfläche und der Schleppfläche ein gekröpfter Übergangsbereich vorgesehen ist.
  • Die besonders bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Siebrechenvorrichtung mit Bürsten, beispielsweise mit einem Bürstenumlaufrechen, hat insbesondere den Vorteil, dass ein größerer Freiheitsgrad bei der Auswahl der Siebelemente gegeben ist. Insbesondere können weitaus geringere Sieböffnungsgrößen als bisher ausgewählt werden. Dadurch lässt sich eine feinere Feststoffabscheidung als bisher erreichen. Jedoch ergibt sich bei Loch- oder Spaltsieben bei einer Bürstenumlaufreinigung oder einer Reinigung mit Abstreiferleisten eine mögliche Problematik einer Verzopfung oder Verfilzung von Lochsieben oder Spaltsieben durch Faserstoffe.
  • In einer besonders bevorzugten konkreten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Siebrechenvorrichtung ist als Lösung zu dem möglichen Problem einer Verzopfung oder Verfilzung vorgesehen, dass die wenigstens eine Abräumeinrichtung im Vorwärtsbetrieb und Rückwärtsbetrieb arbeitet.
  • In bevorzugter Ausgestaltung bewegt die Antriebseinrichtung im Vorwärtsbetrieb die wenigstens eine Abräumeinrichtung entlang der Siebfläche linear nach oben gerichtet an. Im Rückwärtsbetrieb läuft die Abräumeinrichtung dann entlang der Siebfläche linear nach unten.
  • Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Antriebseinrichtung dazu ausgebildet ist, automatisch nach einem Vorwärtslauf über eine erste Strecke oder eine erste Zeit hinweg einen Rückwärtslauf über eine zweite Strecke oder über eine zweite Zeit hinweg durchzuführen, wobei die zweite Strecke vorzugsweise kürzer als die erste Strecke bzw. die zweite Zeit vorzugsweise kürzer als die die erste Zeit ist.
  • Bei einer konkreten praktischen Ausführung arbeiten z. B. Bürstenräumbalken im Vorwärtsbetrieb und Rückwärtsbetrieb – z. B. im Pilgerschrittverfahren: zwei Schritte vor, einen Schritt zurück. Beim Vorwärtslauf wird das beispielsweise durch ein Siebblech gebildete Siebelement durch die Borsten der Bürste (oder die Abstreifleisten) gereinigt und das Rechengut zum Abwurfpunkt gefördert. Durch zeitabhängige oder streckenabhängige Rückwärtsläufe wird das Sieb entgegengesetzt gereinigt. Die Borsten oder Abstreifleisten kippen in die entgegengesetzte Richtung und dringen dadurch tief in die Sieböffnungen ein. Ein weiterer Vorteil des Rückwärtslaufes sind Verwirbelungen entgegen der Stromrichtung, welche einen Auswascheffekt der lösbaren Stoffe bewirken.
  • Ein weiteres Problem beim Austauschen der bisher üblichen Harken durch Bürsten oder Abstreifer kann eine ungenaue Führung der Abräumeinrichtungen sein. Um eine einfach aufgebaute Antriebseinrichtung zu bilden, sind bei einer konkreten praktischen Ausgestaltung beispielsweise zwei Förderketten als Umlaufführung vorgesehen. Die Förderketten laufen parallel und sind an ihren Umlaufpunkten um Kettenräder gespannt. Förderketten sind aufgrund der großen möglichen Traglasten bevorzugt. Jedoch ergibt sich beim Umlenken aufgrund der Kettenglieder sowie der unrunden Kettenräder eine stetige Veränderung des Abstandes zwischen den Kettengliedern und der Siebfläche. Aufgrund von Spiel in der Kettenführung und des unrunden Bewegungsablaufes aufgrund der Kettensterne ergibt sich somit eine stetige Veränderung des Abstandes der an den Förderketten geführten Abräumeinrichtung zu der Siebfläche. Dies ist bei Harkenumlaufrechen problemlos, da dies nur bedeutet, dass die Harken etwas weiter oder weniger weit zwischen den Gitterstäben eingreifen. Nimmt man aber einen flexiblen Angriffsbereich zum Abstreifen der Siebfläche, bedeutete dies einen ungleichmäßigen Anpressdruck entlang des Weges der Abräumeinrichtung. Der Angriffsbereich kann eventuell von der Siebfläche ein Stück abheben und so ungenügend reinigen oder es entsteht ein zu großer Anpressdruck der die Gefahr eines zu großen Verschleißes oder einer Beschädigung des Angriffsbereichs mit sich bringt.
  • Zur Egalisierung dieses ungleichmäßigen Anpressdrucks ist bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Räum- und Transporteinrichtung auf die Siebfläche zu und von ihr weg bewegbar gelagert ist.
  • Besonders bevorzugt ist, dass die Räum- und Transporteinrichtung dazu ausgebildet ist, durch Fließdruck von durch die Siebfläche strömender Flüssigkeit, durch Schwerkraft und/oder durch ein Kraftspeicherelement auf die Siebfläche zu vorgespannt zu werden.
  • Bei einer praktischen bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen,
    • a) dass die Räum- und Transporteinrichtung an einem oberen Schwenklager auf die Siebfläche zu und von dieser weg schwenkbar gelagert ist und/oder
    • b) dass die Räum- und Transporteinrichtung an einer unteren Verschiebeführung begrenzt relativ zu der Siebfläche bewegbar gehalten ist.
  • Bei dieser Ausgestaltung mit beweglicher Führung der Abräumeinrichtung lässt sich insbesondere eine Exzenterbewegung eines als Abräumeinrichtung eingesetzten Räumbalkens sowie einer daran als Angriffsbereich vorgesehenen Bürstenleiste oder Abstreiferleiste erreichen.
  • Zum Entfernen der Feststoffe von der wenigstens einen Abräumeinrichtung ist bevorzugt, dass an einem oberen Abwurfbereich für die Feststoffe eine Abstreifeinrichtung zum Abstreifen der Abräumeinrichtung und/oder des Angriffsbereichs vorgesehen ist, um durch die Abräumeinrichtung nach oben beförderte Feststoffe in den Abwurfbereich hinein abzustreifen.
  • Bei einem längeren Betrieb mit Bürsten kann es vorkommen, dass die Bürsten mit der Zeit verfilzen. Hierzu ist bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Siebrechenvorrichtung eine Kämmeinrichtung vorgesehen, die vorbeifahrende Bürsten durchkämmt und hierzu beispielsweise mit feinen Zähnen ausgebildet ist. Besonders bevorzugt ist, dass die Abstreifeinrichtung eine Kämmeinrichtung zum Durchkämmen der daran vorbeifahrenden Bürste aufweist.
  • Vorzugsweise ist die Kämmeinrichtung an der Abstreifeinrichtung vorgesehen. Insbesondere weist die Kämmeinrichtung eine austauschbare Zahnleiste an der Abstreifeinrichtung auf. Beispielsweise ist die Zahnleiste mit einer an dem Angriffsbereich angreifenden Zahnreihe versehen. Besonders bevorzugt ist, dass die Zahnleiste aus einem Set von Zahnleisten ausgewählt ist, die jeweils zueinander unterschiedliche Zahnreihen aufweisen. Insbesondere sind ansonsten identische Zahnleisten mit zueinander um einen von dem Abstand der Zähne verschiedene Strecke versetzte Zähne auf. Alternativ sind Zahnleisten mit unterschiedlichen Zahnabständen vorgesehen. Durch den gelegentlichen Austausch der Zahnleisten lässt sich so der Ort des Angriffes der Zähne an der wenigstens einen Abräumeinrichtung verändern, um Verschleiß zu verringern.
  • Besondere Vorteile bevorzugter Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Siebrechenvorrichtung werden im Folgenden noch einmal kurz erläutert.
  • Bei üblichen Harkenumlaufrechen sind Stababstände eines Siebelements minimal 4 mm. Dies ist dadurch bedingt, dass die Harken zwischen die Stäbe eingreifen und eine bestimmte Stärke aufweisen müssen.
  • Anstelle von eingreifenden Stäben ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung eine Siebrechenvorrichtung in Form eines Umlaufrechens mit flexiblen Angriffsleisten zum Angreifen an der Siebfläche vorgesehen. Besonders bevorzugt ist ein Umlaufrechen mit Bürsten vorgesehen. Dadurch kann das Siebelement ganz unterschiedlich gestaltet sein, es lassen sich auch sehr geringe Spaltabstände einsetzen oder es lassen sich Lochbleche oder dergleichen Platten als Siebelement einsetzen. Wenn sich Feststoffe in dem Lochblech festsetzen und eine Bürste immer in die gleiche Richtung bürstet, dann kann das Lochblech verfilzen. Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung löst dieses Problem dahingehend, dass man die Bürste ein Stück rückwärts laufen lässt. Dadurch wird eine Reinigung in zwei Richtungen erreicht, so dass ein sich festharkender Feststoff durch die rückwärts laufende Bürste wieder gelöst wird. Dies löst auch das Problem, dass Feststoffe verfilzen, wenn man stets in eine Richtung bürstet. Dadurch lassen sie sich schlechter mit der Bürste erfassen und somit schlechter von der Siebfläche entfernen. Führt man dagegen frühzeitig einen Rückwärtslauf durch, bevor die Feststoffe völlig verfilzen, lassen sich diese leichter aus dem Sieb lösen.
  • Bei einem flexiblen Angriffsbereich anstelle von Harken ist weiter ein möglichst gleichmäßiger Anpressdruck vorteilhaft. Weiter kann es zu Beschädigungen des Lochbleches durch Gegenstände, wie beispielsweise Steine oder ein scharfkantiges Metallstück kommen, wenn dieses durch eine starr geführte Abräumleiste bewegt wird. Zum Lösen dieser Probleme ist bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass der umlaufende Bereich schwingend gelagert ist. Beispielsweise gibt es am unteren Bereich eine Verschiebeführung.
  • Die Verschiebeführung ist bei einer bevorzugten Ausführungsform durch eine Langlochführung realisiert. Im oberen Bereich ist der Umlaufmechanismus bevorzugt an einer Achse gelagert. Dadurch kann der gesamte untere Bereich der Räum- und Transporteinrichtung nach vorne und nach hinten verschoben werden, und zwar verschwenkbar um die obere Achse. Da sich der untere Bereich der Räum- und Transporteinrichtung dem fließenden Abwasser entgegen streckt, wird zunächst eine Anpressung durch den Wasserdruck erreicht. Weiter wird ein Anpressdruck durch die Schräglage der Räum- und Transporteinrichtung und das Eigengewicht erreicht. Dadurch erhält man stets einen ordentlichen Anpressdruck des Angriffsbereichs – der beispielsweise mit einer Bürste oder einer Abziehleiste versehen ist, selbst wenn der Angriffsbereich abgenutzt sein sollte. Kommen Gegenstände in den Bereich zwischen Umlaufmechanismus und Siebbleche, kann der Umlaufmechanismus ausweichen.
  • Ein weiteres Problem bei der Benutzung von Bürsten kann eine Verfilzung an den Bürsten sein. Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Siebrechenvorrichtung hat hierzu ein Abstreifer feine Zähne. Der Abstreifer greift oberhalb eines Abwurfbereiches, in dem die Feststoffe abgeworfen werden, an der Abräumeinrichtung an und streift die Feststoffe davon derart ab, dass sie in den Abwurfbereich abgeworfen werden. Der Abstreifer streift hierzu bei Bewegung der Bürste nach oben durch die Bürste hindurch. Aufgrund der Zähne wird die Bürste durchkämmt und das Material wird abgestriffen.
  • Vorzugsweise hat der Abstreifer hierzu eine Zahnleiste. In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist hierzu eine Leiste vorgesehen, die auf beiden Seiten Zähne hat. Wird die erste Seite von Zähnen verschlissen, kann man den Abstreifer herumdrehen und auf der zweiten Seite benutzen.
  • Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Trennen von Feststoffen aus einem fließenden Abwasser mit den Schritten Hindurchleiten des von Feststoffen zu befreienden Abwassers durch ein Siebelement einer Siebrechenvorrichtung, welche eine Räum- und Transporteinrichtung mit wenigstens einer Abräumeinrichtung aufweist, und Erhöhen des Flüssigkeitspegels vor einer Siebfläche des Siebelements durch Aufwärtsbewegung der Abräumeinrichtung.
  • Das Verfahren wird vorzugsweise mit einer erfindungsgemäßen Siebrechenvorrichtung durchgeführt, lässt sich aber auch mit anderen Siebrechenvorrichtungen, wie beispielsweise einem Harkenumlaufrechen durchführen.
  • Die Abräumeinrichtungen der entsprechenden Siebeinrichtung sind vorzugsweise derart gestaltet, dass sie Flüssigkeit im Bereich der Siebfläche nach oben transportieren können.
  • Dieses Verfahren hat mehrere Vorteile. Zum einen lässt sich bei einem relativ niedrigen Pegelstand dennoch eine vergrößerte Siebfläche, nämlich auch ein Bereich oberhalb des normalen Pegelstandes zum Durchtritt und Sieben nutzen. Zum anderen erhöht sich der Wasserdruck im unteren Siebbereich durch den im Bereich der Siebfläche höheren Wasserpegel. Beides erhöht die Durchsatzleistung beträchtlich, so dass trotz kleinerer Sieböffnungen ein großer Durchsatz erreichbar ist. Weiter lässt sich der Pegel lokal nur am Sieb erhöhen, so dass am Sieb der Pegel erhöht ist, ohne dass das Abwasser durch zuvor angeordnete Überlaufkanäle abfließt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt:
  • 1 eine Vorderansicht einer in ein Abwassergerinne eingesetzten Siebrechenvorrichtung in Fließrichtung des Abwassers gesehen;
  • 2 eine geschnittene Seitenansicht der in 1 dargestellten Siebrechenvorrichtung;
  • 3 eine Detailansicht des in das Abwassergerinne eingreifenden unteren Bereichs der Siebrechenvorrichtung und
  • 4 eine Draufsicht von zwei Zahnleisten, die als Kämmeinrichtung an einem Abstreifer der Siebrechenvorrichtung der 1 bis 3 dienen.
  • In 1 ist eine Siebrechenvorrichtung 10 zum Aussieben und Ausheben von Feststoffen aus einem Abwassergerinne 12 dargestellt.
  • Die Siebrechenvorrichtung 10 hat ein Gehäuse 14, an dem ein Siebelement 16 und eine Räum- und Transporteinrichtung 18 gelagert ist. Das Gehäuse 14 ist mit Befestigungswinkeln 20 an der Begrenzung 22 des Abwassergerinnes 12 derart befestigt, dass ein unterer Gehäusebereich 24 den Querschnitt des Abwassergerinnes 12 im Wesentlichen ausfüllend in das Abwassergerinne 12 eingreift.
  • Das Siebelement 16 dient zum Aussieben von Feststoffen aus dem entlang des Abwassergerinnes 12 fließenden Abwassers. In der in 1 dargestellten Ausführungsform ist das Siebelement 16 als Sieblochplatte 26 in Form eines Sieblochblechs 28 ausgebildet.
  • Das Siebelement 16 weist somit Sieböffnungen 30 und Sieblochöffnungsbegrenzungen 32 auf. Die Sieböffnungen 30 sind durch die Löcher in dem Sieblochblech 28 gebildet, wobei die Begrenzungen des Sieblochblechs 28 um die Sieblöcher herum die Sieblochöffnungsbegrenzungen 32 bilden.
  • Die der Strömung des Abwassers entgegen gerichtete Vorderseite des Siebelements 16 bildet eine Siebfläche 34, an der Feststoffe ausgesiebt und entsprechend zurückgehalten werden.
  • Die Räum- und Transporteinrichtung 18 dient zum Entfernen der an der Siebfläche 34 anhaftenden Feststoffe und zum Ausheben dieser Feststoffe in einen später noch näher erläuterten Feststoffabwurfbereich hinein.
  • Hierzu ist die Räum- und Transporteinrichtung 18 als Umlaufrechen 50 mit einer Antriebseinrichtung 36 versehen. Die Antriebseinrichtung 36 weist einen Motor 38 mit Getriebe 40 auf, welcher eine Antriebswelle 42 antreibt.
  • An seitlichen Bereichen des Gehäuses 14 sind Schmiermittelbehälter 44 zum Versorgen der Antriebseinrichtung 36 und des Umlaufrechens 50 mit Schmiermittel vorgesehen. Weiter ist das Gehäuse 14 auf der Vorderseite mit einer Serviceabdeckung 46 mit Sichtfenster 48 versehen. Die Serviceabdeckung 46 kann zu Wartungszwecken abgenommen werden.
  • Im Folgenden wird der innere Aufbau der Siebrechenvorrichtung 10 anhand der Darstellung in 2 näher erläutert.
  • Wie 2 zeigt, ist die Siebrechenvorrichtung 10 mit der als Umlaufrechen 50 ausgebildeten Räum- und Transporteinrichtung 18, dem Siebelement 16 mit der Siebfläche 34, einem sich oberhalb des Siebelements 16 an die Siebfläche 34 anschließenden geschlossenen Schleppbereich 52, der durch eine geschlossene Rückwand 54 des Gehäuses 14 gebildet wird, einem sich an den Schleppbereich 52 oberhalb anschließenden Abwurfbereich 56 zum Abwerfen der Feststoffe sowie mit einer Abstreifeinrichtung 58 versehen.
  • Der Abwurfbereich 56 weist einen Abwurftrichter 60 sowie eine Feststoffabführleitung zum Abführen des ausgesonderten Feststoffes zur weiteren Bearbeitung, insbesondere zum Abführen in eine Rechengutwaschanlage (nicht dargestellt), sowie eine hintere Serviceklappe 64 auf.
  • Der Umlaufrechen 50 weist mehrere Abräumeinrichtungen 70 auf, die durch die Antriebseinrichtung 36 umlaufend angetrieben sind. Hierzu weist die Antriebseinrichtung 36 einen Umlaufmechanismus 72 mit einer Umlaufführung 74 auf. Die Umlaufführung 74 hat ein oberes Umlenkelement 76 zum Umlenken der Bewegung der Abräumeinrichtung 70 und ein unteres Umlenkelement 78 zum weiteren Umlenken der Bewegung der Abräumeinrichtungen 70. Die Abräumeinrichtungen 70 werden zwischen dem unteren Umlenkelement 78 und dem oberen Umlenkelement 76 entlang der Siebfläche 34 und entlang des sich daran anschließenden Schleppbereichs 52 linear nach oben oder aufwärts geführt, anschließend an dem oberen Umlenkelement 76 erneut umgelenkt und auf der entgegen der Fließrichtung des Abwassergerinnes gerichteten Vorderseite der Räum- und Transporteinrichtung 18 nach unten geführt.
  • Als Umlaufführung 74 weist die Antriebseinrichtung 36 hierzu zwei seitliche Förderketten 80 auf, von denen in 2 nur eine teilweise dargestellt ist. Das obere Umlenkelement 76 weist die Antriebswelle 42 sowie zwei seitliche Kettensterne 82 auf, auf denen die Förderketten 80 geführt sind. Das untere Umlenkelement 78 weist eine frei drehende untere Welle 84 auf, an deren seitlichen Bereichen zwei untere Kettensterne 86 zum Umlenken der Förderketten 80 angeordnet sind.
  • Der Umlaufmechanismus 72 der Räum- und Transporteinrichtung 18 weist weiter einen Rahmen 88 auf, in dem die beiden Wellen 42, 84 drehend gelagert sind.
  • Der Rahmen 88 ist relativ zu dem Gehäuse 14 und somit relativ zu dem Siebelement 16 schwingend derart gelagert, dass der untere Rahmenbereich mit dem unteren Umlenkelement 78 auf die Siebfläche 34 zu und von dieser weg bewegbar ist. Hierzu ist der Rahmen 88 an einem oberen Schwenklager 90 um eine Schwenkachse 92 herum schwenkbar gelagert. Am unteren Ende des Rahmens 88 ist eine Verschiebeführung 94 vorgesehen, an der der untere Bereich des Rahmens 88 zu der Siebfläche 34 hin und von dieser weg geführt gehalten ist.
  • Die Abstreifeinrichtung 58 dient zum Abstreifen von durch die Abräumeinrichtungen 70 von der Siebfläche 34 über den Schleppbereich 52 nach oben geförderten Feststoffen von den Abräumeinrichtungen 70. Die Abstreifeinrichtung 58 weist hierzu einen Abstreifer 100 auf, der an einem freien Ende eines nach oben schwenkbaren Abstreifhebelelements 102 angeordnet ist. Das Abstreifhebelelement 102 ist an einem Lager 104 um eine horizontale Schwenkachse nach oben schwenkbar gelagert und weist zwei seitliche Arme oder Träger 106 und ein den Großteil des Abstreifhebelelements 102 überdeckendes Laufflächenblech 108 auf.
  • Die Relativbewegung des Rahmens 88 zu dem Gehäuse 14 wird durch die untere Verschiebeführung 94 und durch ein mit Spiel versehenes Begrenzungslager 110, welches mit Abstand zu dem Schwenklager 90 angeordnet ist, begrenzt.
  • Weiter ist in 2 noch ein seitliches Sichtfenster 112 an dem Gehäuse 14 dargestellt.
  • Die Ausbildung des Siebelements 16 sowie der zum Reinigen dessen Siebfläche 34 vorgesehenen Abräumeinrichtungen 70 wird im Folgenden anhand der Darstellung in 3 näher erläutert.
  • Das Siebelement 16 ist an dem Gehäuse 14 mittels seitlichen Haltern 120 und mit einer Reihe von unteren und oberen Verschraubungen 122, 124 austauschbar an dem Gehäuse 14 gehalten. Wie im dargestellten Beispiel ist das Siebelement durch das Sieblochblech 28 gebildet. Das Sieblochblech 28 kann auch durch ein entsprechend geformtes Siebgitter mit in der Bewegungsrichtung der Abräumeinrichtungen verlaufenden parallelen Siebstäben (nicht dargestellt) oder durch ein Siebspaltblech mit sich in Bewegungsrichtung der Abräumeinrichtungen erstreckenden Siebspalten ersetzt werden. Der Abstand der Siebgitter und der Siebspalte kann kleiner als 4 mm sein und liegt z. B. im Bereich zwischen 1 mm und 4 mm. Bei dem dargestellten Sieblochblech 28 beträgt der Durchmesser der Sieböffnungen zwischen 1 mm und ca. 5 mm.
  • Wie gut in 2 und 3 erkennbar, ist der untere Bereich 126 des Siebelements 16 kreisbogenförmig gekrümmt ausgebildet, so dass der untere Bereich 126 entgegen der Fließrichtung des Abwassers nach vorne vorsteht. Die Kreisbogenform des unteren Bereichs 126 ist derart, dass sie in Seitenansicht gesehen von einer im Wesentlichen horizontalen Richtung in einen ebenen Bereich 128 des Siebelements 16 übergeht, der im Wesentlichen geradlinig verlaufend mit einer (größeren) vertikalen Richtungskomponente nach oben und mit einer (kleineren) horizontalen Richtungskomponente in Fließrichtung des Abwassers und somit insgesamt schräg nach oben gerichtet verläuft. An diesen ebenen Bereich 128 des Siebelements 16 schließt sich ein gekröpfter Übergangsbereich 130 und dann der gegenüber der Siebfläche 34 weiter zurück versetzte Schleppbereich 52 an, der sich ebenfalls in der Richtung schräg nach oben erstreckt. Der ebene Bereich 128 sowie der Schleppbereich 52 verlaufen im Wesentlichen parallel zu der geradlinigen Führung der Umlaufführung 74 zwischen dem oberen und dem unteren Umlenkelement 76, 78. Vorzugsweise ist die gesamte Siebvorrichtung 10 mit einem Winkel α von etwa 60 bis 80°, meist bevorzug etwa 75°, gegenüber der Horizontalen geneigt.
  • Die Abräumeinrichtungen 70 weisen Räumbalken 140 auf, deren Endbereiche einerseits an die beiden Förderketten 80 befestigt sind. An der in Vorwärtsbewegungsrichtung gerichteten Seite weist jeder Räumbalken 140 einen zurück versetzten Bereich 142 auf, der bei Angriff an der Siebfläche 34 oder des Schleppbereichs 52 einen Aufnahmebereich 142 für Feststoffe und Flüssigkeit bildet. Am Grund dieses Aufnahmebereichs 142 ist eine quer über die Breite reichende Abstreiferleiste 146 vorgesehen, deren freie breite Kante einen Angriffsbereich 148 zum Angreifen an der Siebfläche 34 bildet.
  • Die Abstreiferleiste 146 ist an diesem Angriffsbereich 148 mit einer Bürste 150 versehen. Zusätzlich ist in Bewegungsrichtung nach der Bürste 150 eine Abstreiferlippe 152 aus Kunststoff vorgesehen. Durch die Bürste 150 – insbesondere deren flexible Borsten – sowie die aus flexiblem Material gebildete Abstreiferlippe 152 ist der Angriffsbereich 148 derart flexibel ausgeführt, dass er bei Anpressen auf die Siebfläche 34 an den Sieblochöffnungsbegrenzungen 32 entsprechend entgegen der Anpressrichtung nach hinten ausweicht, jedoch in die Sieböffnungen 30 hinein eingreift.
  • Der gebogene untere Bereich 126 ist etwa konzentrisch zu der unteren Welle 84 vorgesehen, so dass bei Umlenkung der Abräumeinrichtungen 70 um das untere Umlenkelement 78 herum der Angriffsbereich 148 entlang des gesamten kreisförmig gebogenen unteren Bereichs 126 und anschließend entlang des ebenen Bereichs 128 fährt. An dem Übergangsbereich 130 vergrößert sich der Abstand des Schleppbereiches 52 zu dem Angriffsbereich 148, so dass der Angriffsbereich 148 mit geringerem Anpressdruck entlang der Fläche des Schleppbereiches 52 fährt.
  • Bei dem hier eingesetzten Sieblochblech 28 ist eine ausreichende Stabilität gegen diesen Anpressdruck vorhanden. Um bei Verwendung von Siebrostgittern mit filigraneren Siebstäben genügend Widerstand für alle Siebstäbe zur Verfügung zu stellen, ist an dem Siebelement 16 weiter noch eine Stabilisierung 132 in Form einer Querstange zum Stützen der Siebgitterstäbe vorgesehen.
  • 4 zeigt zwei unterschiedliche Zahnleisten, die als Abstreifer 100 an dem Abstreifhebelelement 102 austauschbar befestigt werden können. Die Zahnleisten 160 weisen an beiden Längskanten Zahnreihen 162 mit einer Reihe von Zähnen 164 und Zahnzwischenräumen 166 auf.
  • Die Zahnreihen 162 bilden eine Kämmeinrichtung 168 zum Durchkämmen der Bürsten 150 im Verlauf des Abstreifvorgangs.
  • Im Folgenden wird die Funktion der Siebrechenvorrichtung 10 anhand der Darstellung in 2 näher erläutert. Das Sieblochblech 28 ragt mit seinem nach vorne gebogenen unteren Bereich 126 entgegen der Fließrichtung in einen Abwasserkanal hinein. Das Abwasser strömt so durch das Siebelement 16, wobei Feststoffe an der Siebfläche 34 zurückgehalten werden. An seitlichen Ketten befindet sich in einigen Abständen jeweils eine Querleiste, die den Räumbalken 140 bildet. An der Querleiste ist die Abstreiferleiste 146 mit der quer über deren Länge durchgängig vorhandenen Bürste 150 vorhanden. Die Bürste 150 geht mit ihrer gesamten Länge über das Siebelement 16 und reinigt dieses. Die Bürste 150 ist zwischen einer die Abstreiferlippe 152 aufweisende Kunststoffleiste und einer Trägerleiste eingespannt.
  • Der untere Bereich des Rahmens 88 ist schwingend gelagert, so dass der Anpressdruck der Bürste 150 auf der Siebfläche 34 durch Wasserdruck sowie durch Eigengewicht des schräg gehaltenen Umlaufmechanismus 72 zur Verfügung gestellt wird. Auf diese Weise kann der Umlaufmechanismus 72 bei Eintreten von Fremdkörpern nach links in 2 (entgegen der Fließrichtung des Abwassers) ausweichen und sich bei Abnutzung des Angriffsbereichs 148 entsprechend nach rechts in 2 (auf das Siebelement 16 zu) nachstellen. Bei einer nicht näher dargestellten weiteren Ausführungsform ist zum Schaffen eines zusätzlichen Anpressdrucks ein Kraftspeicher vorgesehen, beispielsweise in Form einer oder mehrerer Federn. Ist relativ wenig Wasseranlauf vorhanden, dann könnte dies für einen ordentlichen Anpressdruck sorgen.
  • Werden die Abräumeinrichtungen 70 in Vorwärtsrichtung – dies ist bei der Darstellung in 2 entgegen dem Uhrzeigersinn – angetrieben, dann laufen die Angriffsbereiche 148 zunächst bogenförmig entlang des unteren Bereichs 126 nach oben, dann linear entlang des ebenen Bereichs 128 aufwärts und anschließend entlang des Schleppbereiches 52 aufwärts und fördern so innerhalb des Aufnahmebereichs 142 die Feststoffe nach oben, bis der Abstreifer 100 mit der Zahnreihe 162 an der Abstreiferleiste 146 der Abräumeinrichtung 70 angreift.
  • Der Abstreifer 100 ist an dem großen Abstreifhebelelement 102 gelagert und um die oberhalb angeordnete Schwenkachse schwenkbar. Kommt eine der Bürstenleisten an dem Abstreifer 100 an, greifen die Zähne 164 auf eine in Vorwärtsrichtung gerichtete Fläche (dem Grund des Aufnahmebereichs 142) an den Räumbalken 140 an und streifen in einer zu dem Abwurfbereich gerichteten Querrichtung entlang über diese Fläche. Durch den sich weiter anhebenden Räumbalken 140 wird dann das Abstreifhebelelement 102 nach oben und nach hinten verschwenkt. Dabei streifen die Zähne 164 zunächst über die den Grund des Aufnahmebereichs 142 bildende in Vorwärtsrichtung gerichtete Fläche und anschließend über die Bürste 150 hinweg. Dadurch werden die Feststoffe dann in den Abwurftrichter 60 – der auch als Abwurfschurre bezeichnet wird – hinein abgestreift. Ist die Verschwenkung nach oben derart, dass die Zähne die Bürste 150 passiert haben, fällt das Abstreifhebelelement 102 wieder nach unten. Das zwischen den Trägern 106 angeordnete Laufflächenblech dient zur Abdeckung sowie als Lauffläche für die dann um das obere Umlenkelement 76 herum gelenkten Bürsten 150.
  • Die Bürsten 150 sind mit Platten befestigt. Diese Platten haben Zähne, die in die Bürste noch hinein reichend gebogen sind. Dadurch werden die Bürsten auch büschelweise gehalten. Entlang dieser Platte streifen die Zähne des Abstreifers 100.
  • Der Motor 38 der Antriebseinrichtung 36 ist durch eine nicht näher dargestellte Steuerung derart gesteuert, dass sich eine Zeit einstellen lässt, innerhalb der der Umlaufrechen vorwärts läuft. Hat der Umlaufrechen diese Vorwärtslaufzeit erreicht, wird für eine bestimmte Zeit im Rückwärtsbetrieb gefahren. Danach geht der Rechen wieder auf Vorlaufbetrieb.
  • Mit der Siebrechenvorrichtung 10 lässt sich insbesondere folgendes anhand der Darstellung in 3 erläutertes Verfahren zum Aussieben von Feststoffen aus einem fließenden Abwasser 200 durchführen. Das Abwasser 200 fließt in dem Abwassergerinne 12 auf die Siebfläche 34 zu und durch die Sieböffnungen 32 hindurch. Dabei kommt das Abwasser 200 mit einem bestimmten Fließpegel 202 innerhalb des Abwassergerinnes 12 an. Insbesondere bei geringerem Abwasseranfall wird der Fließpegel 202 relativ gering sein, so dass nur ein unterer Bereich 126 der Siebfläche 34 nutzbar wäre. Durch die entlang der Siebfläche 34 nach oben fahrenden Räumbalken 140 wird aber das Abwasser 200 im Bereich der Siebfläche 34 nach oben gefördert. Insbesondere bei schnellerem Lauf der Antriebseinrichtung 36 und bei mehreren vorzugsweise über die Umlaufführung 74 verteilt angeordneten Räumbalken 140 lässt sich der Pegel 204 im Nahbereich der Siebfläche 34 gegenüber dem ankommenden Fließpegel 202 um einiges deutlich anheben. Dadurch lässt sich auch der Bereich 128 der Siebfläche 34 oberhalb des Fließpegels 202 zum Aussieben nutzen, und der Wasserdruck im unteren Bereich 126 der Siebfläche 34 lässt sich erhöhen. Dadurch lässt sich insgesamt der Abwasserdurchsatz trotz Verwendung kleinerer Sieböffnungen 32 steigern.
  • Dieser Effekt wird noch erhöht durch den Aufnahmebereich 142, der aufgrund der Auflage des Angriffsbereichs 148 an dem Siebelement 16 wie eine Schöpfkelle wirkt.
  • Dieses Siebverfahren unter Erhöhung des Pegels 204 im Bereich vor der Siebfläche 34 ist besonders gut mit der hier beschriebenen Siebrechenvorrichtung 10 durchführbar, lässt sich im Prinzip aber auch bei entsprechend zum Erzeugen eines erhöhten Wasserpegels ausgebildeten Harkenumlaufrechen durchführen.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform werden Ungleichmäßigkeiten im Anpressdruck durch die in der Verschiebeführung 74 gegenüber dem Siebelement 16 unten verschiebbar und oben verschwenkbar gelagerte Räum- und Transporteinrichtung 18 ausgeglichen. Eine Vorspannung hin zu dem Siebelement 16 ist bei der dargestellten Ausführungsform einerseits durch den Fließdruck des Abwassers 200, andererseits durch das Eigengewicht der schräg aufgehängten Räum- und Transporteinrichtung 18 realisiert. Bei einer nicht näher dargestellten weiteren Ausführungsform ist die Räum- und Transporteinrichtung 18 durch einen zusätzlichen Kraftspeicher weiter zu der Siebfläche 34 hin vorgespannt.
  • Durch die bewegbare Lagerung kann die Räum- und Transporteinrichtung 18 auch bei größeren Fremdkörpern ausweichen, so dass die Gefahr von Beschädigungen verringert ist.
  • Ungleichmäßigkeiten im Anpressdruck können unter anderem durch die relativ grobe Kettenführung an den Kettensternen 82, 86 und die relativ groben Kettenglieder der Förderketten 80 und den dadurch im Bereich der Umlenkelemente 76, 78 vorkommenden unrunden Lauf entstehen. Die groben Kettenglieder haben aber Vorteile hinsichtlich Belastbarkeit und Reinigung.
  • Bei einer nicht näher dargestellten weiteren Ausgestaltung der Siebvorrichtung 10 sind die Führungsräder des unteren Umlenkelements 78 gummiert oder aus Kunststoff ausgeführt, um einen gedämpften Lauf zu ermöglichen. Auch können diese Führungsräder anstelle als Kettensterne als einfache Umlenkräder, auf denen die Kettenglieder aufreiten, ohne Vertiefungen für die Kettenrollen ausgeführt. Dadurch lässt sich der ansonsten polygonartige Lauf der Kette im Bereich der Umlenkung glätten.
  • Bezugszeichenliste
  • 10
    Siebrechenvorrichtung
    12
    Abwassergerinne
    14
    Gehäuse
    16
    Siebelement
    18
    Räum- und Transporteinrichtung
    20
    Befestigungswinkel
    22
    Begrenzung
    24
    unterer Gehäusebereich
    26
    Sieblochplatte
    28
    Sieblochblech
    30
    Sieböffnungen
    32
    Sieblochöffnungsbegrenzung
    34
    Siebfläche
    36
    Antriebseinrichtung
    38
    Motor
    40
    Getriebe
    42
    Antriebswelle
    44
    Schmiermittelbehälter
    46
    Serviceabdeckung
    48
    Sichtfenster
    50
    Umlaufrechen
    52
    Schleppbereich
    54
    Rückwand
    56
    Abwurfbereich
    58
    Abstreifeinrichtung
    60
    Abwurftrichter
    62
    Feststoffabführleitung
    64
    Serviceklappe
    70
    Abräumeinrichtungen
    72
    Umlaufmechanismus
    74
    Umlaufführung
    76
    oberes Umlenkelement
    78
    unteres Umlenkelement
    80
    Förderkette
    82
    obere Kettensterne
    84
    untere Welle
    86
    untere Kettensterne
    88
    Rahmen
    90
    Schwenklager
    92
    Schwenkachse
    94
    Verschiebeführung
    100
    Abstreifer
    102
    Abstreifhebelement
    104
    Lager
    106
    Träger
    108
    Laufflächenblech
    110
    Begrenzungslager
    112
    Sichtfenster
    120
    Halter
    122
    obere Verschraubung
    124
    untere Verschraubung
    126
    unterer Bereich
    128
    ebener Bereich
    130
    Übergangsbereich
    132
    Stabilisierung
    140
    Räumbalken
    142
    Aufnahmebereich
    146
    Abstreiferleiste
    148
    Angriffsbereich
    150
    Bürste
    152
    Abstreiferlippe
    160
    Zahnleisten
    162
    Zahnreihe
    164
    Zähne
    166
    Zahnzwischenräume
    168
    Kämmeinrichtung
    200
    Abwasser
    202
    Fließpegel
    204
    Pegel
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 102007035081 A1 [0002, 0003]

Claims (15)

  1. Siebrechenvorrichtung (10) zum Aussieben und Ausheben von Feststoffen aus Abwasser (200) bei einer Abwasseraufbereitung, mit einem mit Sieböffnungen (30) und Sieböffnungsbegrenzungen (32) versehenen Siebelement (16) zum Bilden einer Siebfläche (34) und einer Räum- und Transporteinrichtung (18), wobei die Räum- und Transporteinrichtung (18) wenigstens eine Abräumeinrichtung (70) zum Abräumen und Wegtransportieren von an der Siebfläche (34) des Siebelements (16) zurückgehaltenen Feststoffen und eine Antriebseinrichtung (36) zum linearen Bewegen der wenigstens einen Abräumeinrichtung (70) entlang der Siebfläche (34) in einer Linearrichtung, die mit wenigstens einer Richtungskomponente vertikal ausgerichtet ist, aufweist, wobei die wenigstens eine Abräumeinrichtung (70) mit einem Angriffsbereich (148) zum Angreifen an der Siebfläche (34) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Angriffsbereich (148) flexibel ausgebildet ist, so dass er bei Angriff an der Siebfläche (34) in die Sieböffnungen (30) eingreift, aber an den Sieböffnungsbegrenzungen (32) ausweicht.
  2. Siebrechenvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Angriffsbereich (148) durch eine Bürste (150) und/oder eine Abstreiferleiste (146) gebildet ist.
  3. Siebrechenvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Siebelement (16) austauschbar ausgewählt ist aus einer Gruppe, die ein Siebgitter, eine Sieblochplatte (26) und eine Siebspaltplatte enthält, wobei das Siebgitter als Sieböffnungsbegrenzungen Siebstäbe, vorzugsweise mit einem Abstand kleiner als 4 mm, hat.
  4. Siebrechenvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Siebelement (16) an der Seite, wo sich die Siebfläche (34) befindet, einen vorstehenden unteren Bereich (126) hat, der bogenförmig in einen darüber angeordneten ebenen Bereich (128) übergeht.
  5. Siebrechenvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Räum- und Transporteinrichtung (18) eine Umlaufführung (74) mit wenigstens zwei Umlenkelementen (76, 78) und zwischen den wenigstens zwei Umlenkelementen (76, 78) eine in eine im Wesentlichen geradlinige Aufwärtsrichtung verlaufende Schleppführung für die wenigstens eine Abräumeinrichtung (70) aufweist.
  6. Siebrechenvorrichtung (10) nach Anspruch 4 und nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der vorstehende untere Bereich (126) kreisbogenförmig um ein unteres Umlenkelement (78) herum verläuft und dass bei Umlenkung der wenigstens einen Abräumeinrichtung (70) um das untere Umlenkelement (78) herum dessen Angriffsbereich (148) den vorstehenden unteren Bereich (126) daran angreifend vollständig abfährt.
  7. Siebrechenvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich oberhalb der Siebfläche (34) eine parallel verlaufender geschlossener Schleppbereich (52) anschließt, wobei die wenigstens eine Abräumeinrichtung (70) dazu ausgebildet ist, mit ihrem Angriffsbereich (148) über die Siebfläche (34) und anschließend an dem Schleppbereich (52) angreifend bis zu einem oberen Abwurfbereich (56) zum Abwerfen der Feststoffe zu fahren; insbesondere derart, dass die Siebfläche (34) auf der Seite, an der die wenigstens eine Abräumeinrichtung (70) angreift, über den Schleppbereich (52) vorsteht und dass zwischen der Siebfläche (34) und dem Schleppbereich (52) ein gekröpfter Übergangsbereich (130) vorgesehen ist.
  8. Siebrechenvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (36) dazu ausgebildet ist, automatisch nach einem Vorwärtslauf über eine erste Strecke oder eine erste Zeit hinweg einen Rückwärtslauf über eine zweite Strecke oder über eine zweite Zeit hinweg durchzuführen, wobei die zweite Strecke vorzugsweise kürzer als die erste Strecke bzw. die zweite Zeit vorzugsweise kürzer als die die erste Zeit ist.
  9. Siebrechenvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Räum- und Transporteinrichtung (18) auf die Siebfläche (34) zu und von ihr weg bewegbar gelagert ist.
  10. Siebrechenvorrichtung (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, a) dass die Räum- und Transporteinrichtung (18) dazu ausgebildet ist, durch Fließdruck von durch die Siebfläche (34) strömender Flüssigkeit, durch Schwerkraft und/oder durch ein Kraftspeicherelement auf die Siebfläche (34) hin vorgespannt zu werden und/oder b) dass die Räum- und Transporteinrichtung (18) an einem oberen Schwenklager (90) auf die Siebfläche (34) zu und von dieser weg schwenkbar gelagert ist und/oder c) dass die Räum- und Transporteinrichtung (18) an einer unteren Verschiebeführung (94) begrenzt relativ zu der Siebfläche (34) bewegbar gehalten ist.
  11. Siebrechenvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem oberen Abwurfbereich (56) für die Feststoffe eine Abstreifeinrichtung (58) zum Abstreifen der wenigstens einen Abräumeinrichtung (70) und/oder des Angriffsbereichs (148) vorgesehen ist, um durch die wenigstens eine Abräumeinrichtung (70) nach oben beförderte Feststoffe in den Abwurfbereich (56) hinein abzustreifen.
  12. Siebrechenvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Angriffsbereich (148) eine Bürste (150) zum Abbürsten der Siebfläche (34) aufweist und dass eine Kämmeinrichtung (168) zum Durchkämmen der Bürste (150) vorgesehen ist.
  13. Siebrechenvorrichtung (10) nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kämmeinrichtung (168) an der Abstreifeinrichtung (58) vorgesehen ist, wobei die Abstreifeinrichtung (58) eine austauschbare Zahnleiste (160) mit einer an zum Angreifen an dem Angriffsbereich (148) ausgebildeten Zahnreihe (162) aufweist, wobei die Zahnleiste (160) vorzugsweise ausgewählt ist aus einer Mehrzahl von Zahnleisten (160) mit jeweils zueinander versetzten Zahnreihen (162).
  14. Verfahren zum Aussieben und Ausräumen von Feststoffen fließendem Abwasser (200) gekennzeichnet durch • Hindurchleiten des Abwassers (200) durch ein Siebelement (16), das eine Siebfläche (34) zum Aussieben der Feststoffe aus dem Abwasser (200) aufweist, und • Anheben des Pegels (204) des Abwassers (200) an dem Siebelement (16) durch Aufwärtsbewegen von auch zum Flüssigkeitstransport nach oben ausgebildeten Abräumvorrichtungen (70) entlang der Siebfläche (34).
  15. Siebrechenvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 oder Harkenumlaufsiebrechenvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass sie zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 14 ausgebildet ist.
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