DE1019012B - Elektromagnetisches Rundrelais mit pneumatischer Hubverzoegerung - Google Patents
Elektromagnetisches Rundrelais mit pneumatischer HubverzoegerungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Rundrelais mit pneumatischer Hubverzögerung.
Verzögerungsrelais sind an sich bekannt. Es ist auch bekannt, die Hubbewegung des Ankers durch
einen pneumatischen Körper in beiden Richtungen zu verzögern.
Die bekannten Relais sind jedoch in ihrem Aufbau verhältnismäßig verwickelt, und weiterhin haben sie
auch einen verhältnismäßig großen Strombedarf.
Die Erfindung betrifft nun die Ausgestaltung eines solchen Relais, welches einen einfachen Aufbau ermöglicht
und daher in der Herstellung außerordentlich wirtschaftlich ist, wobei auch durch den einfachen
Aufbau eine weitgehende Dauerarbeit ohne Störung gewährleistet wird.
Zu diesem Zweck wird nach der Erfindung ein Rundrelais in der Weise ausgebildet, daß der gegen
den Federdruck elektromagnetisch anziehbare Tauchanker auf seinem Rückweg gegen ein nachlassendes
Luftpolster arbeitet.
Nach einer vorteilhaften Ausführung wird hierbei der Spulenkörper der Erregerspule als Luftzylinder
für einen kolbenartigen Tauchanker ausgebildet und weiterhin der Zylinder mit einem Ventil für einen ungehemmten
schlagartigen Luftaustritt und. einer vorzugsweise regelbaren Öffnung mit gedrosseltem Durchlaß
versehen. Der Einzug des Ankers erfolgt dabei lediglich unter Spannung der Feder, während durch
den freien Luftaustritt keine pneumatische Hemmung erfolgt, so daß für diesen Vorgang kein zusätzlicher
Strombedarf auftritt.
Der Rückzug erfolgt dann unter Wirkung der Feder gegen den nunmehr verschlossenen Luftkolben, wobei
durch den gedrosselten einstellbaren Austritt die gewünschte Verzögerung des Rücklaufes erhalten wird.
Ein Relais dieser Ausführung bietet die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten und ist gegenüber
den bekannten Relaisausführungen außerordentlich einfach und betriebssicher.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform besteht
in der Ausbildung eines solchen Relais als Selbstunterbrecher. Zu diesem Zweck wird nach der
Erfindung an dem Anker ein mit Spiel innerhalb des Hubes mitnehmbares Kontaktschiebeteil und an dem
Spulenkörper eine mit dem Kontaktschiebeteil zusammenarbeitende Kontakteinrichtung für den Erregerkreis
derart angeordnet, daß das Kontaktschiebeteil während des Anzughubes in dem Spiel von der
Kontakteinrichtung angehalten wird, während im Resthub das Kontaktschiebeteil die Kontakteinrichtung
unter Öffnung des Erregerkreises erfaßt und von ihr weiterhin während des Rücklaufes des Ankers
unter Überwindung des. Spieles gehalten wird. Während des restlichen Rücklaufes des Ankers wird dann
Elektromagnetisches Rundrelais
mit pneumatischer Hubverzögerung
mit pneumatischer Hubverzögerung
Anmelder:
Hermann Nier K. G.,
Hohenlockstedt (Holst.)
Wolfgang Priesemuth, Itzehoe,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
das Kontaktschiebeteil wieder von der Kontakteinrichtung getrennt, wodurch wiederum die Schließung
des Erregerstromkreises erfolgt und der Arbeitskreis wieder von neuem beginnt.
An Hand der Zeichnungen soll der Gegenstand der Erfindung sowie noch weitere Einzelheiten und Ausführungsformen
näher erläutert werden.
Abb. 1 zeigt schematisch im senkrechten Schnitt ein Rundrelais mit Tauchkolben, während
Abb. 2 einen Querschnitt durch die Kontaktebene darstellt;
Abb. 3 zeigt den senkrechten Schnitt eines Rundrelais mit Selbstunterbrecher, während
Abb. 4 wiederum einen Querschnitt durch die Kontaktebene darstellt;
Abb. S bis 7 zeigen eine andere Ausführungsform eines Rundrelais entsprechend Abb. 3 und 4.
In den Abbildungen ist α der Spulenkörper mit der
Erregerwicklung b, der eine zylinderartige Bohrung aufweist. Am Boden des Zylinders befindet sich eine
öffnung c, welche durch eine Ventilplatte d abgedeckt
ist. Die Ventilplatte d kann aus nachgiebigem Material, wie Gummi, bestehen oder aus einem dünnen
Metaliblättchen, das infolge seiner Eigenfederung oder mittels einer zusätzlichen Feder auf dem Spulenkörper
anliegt und die Öffnung c nach Art eines Rückschlagventils abdeckt. Die Öffnung ist so dimensioniert, daß
ein freier Luftaustritt erfolgt, während ein Lufteintritt verhindert wird. In dem Zylinder bewegt sich der
kolbenartig ausgebildete Anker e, und zwar gegen eine Feder f. An dem Anker e sitzt fest ein Kontaktkopf g.
An dem Spulenkörper angebrachte Arbeitskontakte i und h werden von dem Kontaktkopf g in der Einzugsstellung betätigt.
Sobald der Erregerkreis geschlossen wird, wird der Tauchanker e unter Spannung der Feder f zugezogen,
wobei durch die Ventilöffnung c die Luft ungehindert
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aus dem Zylinder entweicht. Dieser Vorgang erfolgt im wesentlichen ohne Verzögerung und ohne Belastung
durch eine Luftkompression. Wenn nach öffnung des Erregerstromkreises der Tauchanker e unter der
Wirkung der Feder zurückgeht, ist dagegen die Ventilöffnung geschlossen, so daß eine entsprechende
Verzögerung erfolgt. Für einen gedrosselten Lufteingang ist zusätzlich eine kleinere Öffnung, vorzugsweise
mit einer Regelschraube, vorgesehen. Es ist aber auch möglich, den gedrosselten Lufteintritt für den Rücklauf
durch entsprechende Bemessung des Tauchkolbenankers und des Zylinders mit einem gewissen Spiel zu
erzielen.
Das Rundrelais mit Selbstunterbrecher nach Abb. 3 entspricht im wesentlichen der Abb. 1 mit dem Unterschied,
daß auf der verlängerten Kolbenstange k der Kontaktkopf i verschiebbar mit einem gewissen Spiel
angeordnet ist. Der Kontaktkopf i sitzt in seiner Bohrung verschiebbar auf der Kolbenstange und wird mit
Spiel durch die Schraube r gehalten. Die Kontakteinrichtung
besteht dabei aus zwei an dem Spulenkörper seitlich zur Achse gegenüberliegend angeordneten
Kontaktfedern / und m, welche mit seitlichen Kontaktarmen
η und 0 gegeneinanderdrücken und hierdurch die Kontaktverbindung für den Erregerstromkreis
bilden. Beim Anziehen des Tauchankers e legt sich der Kontaktkopf i zunächst an die Enden der
Federn / und m an und wird von denselben innerhalb
des Verschiebungsspieles, d. h. während des größten Teiles des Anzughubes gehalten, worauf dann während
des restlichen Hubes der Kontaktkopf i in das Federpaar / und m eingreift, wodurch die Kontaktarme η
und 0 getrennt werden. Der Erregerstromkreis wird geöffnet, und der Kolben beginnt seinen Rücklauf.
Während dieses Rücklaufes wird jedoch der Kontaktkopf i von den Federn / und m innerhalb des Spieles
zunächst gehalten, bis in der Endstellung während des Restrücklaufhubes die Freigabe erfolgt und wiederum
die Kontaktarme 11 und 0 zum Anliegen kommen. Der Erregerstromkreis wird erneut geschlossen, und der
Arbeitszyklus beginnt von neuem.
Zwischen dem Kontaktkopf i und der Schraube r
zur Begrenzung" des Arbeitsspieles kann vorteilhaft noch eine Feder p vorgesehen sein, um ein Flattern
des verschiebbaren Kontaktkopfes zu vermeiden. Durch Verstellung der Schraube r kann das Spiel verschieden
eingestellt werden. Hierdurch ergibt sich eine entsprechende Einstellung der Verzögerung, ebenso
wie durch die erwähnte Regelung des Luftzutrittes eine Einstellung der Verzögerung bewirkt werden
kann. Es können dabei beide Möglichkeiten der Regelung zusammen oder auch nur eine vorgesehen sein.
Die Ausführungsform nach Abb. 5 bis 7 entspricht im wesentlichen derjenigen nach Abb. 3 und 4. Der
Spulenkörper ist noch in eine Eisenumhüllung eingeschlossen. Der Kontaktkopf t ist wiederum auf der
Kolbenstange k durch die Stellschraube r verschiebbar
mit Spiel gehalten. Der Kontaktkopf t trägt zwei seitliche Arme u, vorzugsweise aus nichtleitendem Material,
die mit zwei Paaren von Längsfedern ν und w, welche auf dem Spulenkörper sitzen, zusammenarbeiten.
Die Längsfederpaare ν und w tragen Kontakte x, die sich in Ruhelage berühren und den Erregerstromkreis
schließen. Weiterhin sind Ansätze yx vorzugsweise mit Abrundungen bzw. Abschrägungen,
vorgesehen, welche als Anlage für die Arme u bei der Verschiebung innerhalb des Spieles dienen. Hierbei
spielt sich der oben beschriebene Arbeitszyklus ab.
Das vorstehend beschriebene Rundrelais mit Selbstunterbrecher läßt sich ebenfalls außerordentlich einfach
herstellen und weist trotzdem eine große Betriebssicherheit auf. Es kann daher vorteilhaft für
Blinkschaltungen und auch für viele andere ähnliche Zwecke verwendet werden.
Claims (8)
1. Elektromagnetisches Rundrelais mit pneumatischer Hubverzögerung, dadurch gekennzeichnet,
daß der gegen Federdruck elektromagnetisch anziehbare Tauchanker auf seinem Rückweg
gegen ein nachlassendes Luftpolster arbeitet.
2. Rundrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper der Erregerspule
als Luftzylinder für einen kolbenartigen Tauchanker ausgebildet ist und daß dieser Zylinder mit
einem Ventil für den ungehemmten Luftaustritt und einer vorzugsweise regelbaren öffnung für
gedrosselten Durchlaß versehen ist.
3. Rundrelais mit Selbstunterbrecher, insbesondere nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Anker ein mit Spiel innerhalb des Hubes mitnehmbares Kontaktteil und an dem
Spulenkörper eine mit diesem Kontaktteil zusammenarbeitende Kontakteinrichtung für den
Erregerstromkreis derart angeordnet sind, daß das mitnehmbare Kontaktteil während des Anzughubes
in dem Spiel von der Kontakteinrichtung angehalten, im Resthub die Kontakteinrichtung unter
Öffnung des Erregerkreises erfaßt, von derselben während des Rücklaufes des Ankers unter Überwindung
des Spieles gehalten und im Resthub nach Überwindung des Spieles das Kontaktteil unter
Schließung des Erregerkreises wieder abgezogen wird.
4. Rundrelais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das -verschiebbare Kontaktteil auf
der Achse des Tauchkolbens, vorzugsweise auf einer Verlängerung, mit Spiel angeordnet ist.
5. Rundrelais nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Spiel des verschiebbaren
Kontaktteiles verstellbar ist.
6. Rundrelais nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Spulenkörper zwei
gegenüberliegende Längsfedern mit seitlich abgebogenen, gegeneinanderstoßenden Kontaktarmen
als Kontakteinrichtung zur Anlage und zum Erfassen des verschiebbaren Kontaktkopfes vorgesehen
sind.
7. Rundrelais nach Anspruch 3 und 4. dadurch
gekennzeichnet, daß der verschiebbare Kontaktkopf mit seitlichen Armen, vorzugsweise aus nichtleitendem
Material, zur Zusammenarbeit mit zwei Paaren Längsfedern mit aufeinanderliegenden
Kontakten für den Erregerstromkreis derart ausgebildet ist, daß der verschiebbare Kontaktkopf bei
der Mitnahme nach Überwindung des Spieles die Öffnung des Kontaktes bewirkt und in dieser Lage
innerhalb des Spieles gehalten wird.
8. Rundrelais nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Arbeitskontakte zur Betätigung durch den Kontaktkopf
des Tauchankers vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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