DE658663C - Zeitschalteinrichtung - Google Patents

Zeitschalteinrichtung

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DE658663C
DE658663C DEW97910D DEW0097910D DE658663C DE 658663 C DE658663 C DE 658663C DE W97910 D DEW97910 D DE W97910D DE W0097910 D DEW0097910 D DE W0097910D DE 658663 C DE658663 C DE 658663C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F1/00Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid-Driven Valves (AREA)

Description

  • Zeitschalteinrichtung Die Erfindung betrifft eine Zeitschalteinrichtung, insbesondere für das Ein-, Aus- und Umschalten elektrischer Stromkreise, bei der eine pneumatische Kammer, die mit Lufteinend -auslaßventil versehen ist, durch Zusammendrücken luftleer gemacht wird.- und nach ihrer Freigabe sich durch den Wiedereintritt der Luft zuerst allmählich und schließlich plötzlich für die Aus- oder Umschaltung ausdehnt. Gegenüber bekannten Einrichtungen dieser Art kommt es gemäß der Erfindung darauf an, daß das Ventil, das beim Zusammendrücken der pneumatischen Kammer die Luft herausläßt und zufolge Freigabe der Kammer wieder geschlossen und bei dem folgenden Rücklauf in geschlossenem Zustand mitgenommen wird, während des Rücklaufs derart rechtzeitig geöffnet wird, ((aß durch die schnell eindringende Luft die plötzliche Überführung der pneumatischen Kammer in den voll ausgedehnten Zustanl und dadurch die Aus- oder Umschaltleistung verstärkt wird. Auf diese Weise wird ermöglicht, daß während derjenigen Zeit, wo bei Verwendung der Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten der elektrische Stromkreis durch die Betätigung der Einrichtung geschlossen gehalten werden soll, auch das Ventil, welches den Aus- und Eintritt der Luft für die pneumatische Kammer regelt, geschlossen gehalten wird und so eine sehr genaue Regelung der Schaltzeit ermöglicht wird, wohingegen durch die Öffnung jenes Ventils am Ende des Zeit-Z, ein schnelles Einströmen der Luft in die pneumatische Kammer ermöglicht und dadurch die plötzliche kräftige Bewegung verursacht wird, die für die Aus- und Umschaltung des elektrischen 'Schaltorgans erforderlich ist. Das schnelle Einströmen der Luft beim öffnen jenes Ventils wird hier also für die selbsttätige Schaltbewegung wirksam ausgenutzt, während andererseits für eine vollkommene Gleichmäßigkeit und Genauigkeit des Zeitmeßweges Sorge getragen ist.
  • Bei einer bekannten Vorrichtung der eingangs angegebenen Art erfolgt hingegen die Öffnung des den Lufteinlaß zur pneumatischen Kammer steuernden Ventils, dessen Gehäuse in diesem Falle übrigens feststeht, so da.ß das Ventil nicht als Ganzes im geschlossenen Zustande mitgenommen werden kann, nicht bereits am Ende des Zeitmeßwegs, d. h. vor Betätigung des elektrischen Schaltorgans, sondern erst nachher, d. h. nachdem die Schaltbewegung selbst schon vorüber ist. Hier wird also das Einströmen der Luft in die pneumatische Kammer bei Öffnung des Ventils nicht für die Schaltbewegung selbst ausgenutzt.
  • Bei einer andern bekannten Vorrichtung besitzt die pneumatische Kammer lediglich die Bedeutung eines Luftkissens, das die Abwärtsbewegung eines in diesem Falle vorgesehenen, durch eine Spule anziehbaren Ankers hemmt. Hier wird durch die Öffnung des Ventils der pneumatischen Kammer gegen Ende jener Abwärtsbewegung daher auch nur bewirkt, daß nun die Luft aus der Kammer unter der Wirkung des Gewichts des Ankers schnell ausströmen kann, indem der Anker nun schneller sinkt als vor Öffnung des Ven--, tils und so die Ausschaltung plötzlicher ert., folgt. In diesem Falle ruht übrigens der-Ventilkörper nur lose auf seinem Sitz, so däß. hier ein vollkommen dichter Abschluß der pneumatischen Kammer durch dieses Ventil überhaupt nicht mit Sicherheit erzielbar ist.
  • Weitere Einzelmerkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Einzelbeschreibung an Hand der Zeichnung. In dieser ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in einem senkrechten Schnitt durch die Vorrichtung veranschaulicht, und zwar zeigen die Fig. i bis 3 die Vorrichtung in verschiedenen Zeitpunkten der Betätigung.
  • In der Mitte einer Bodenplatte i erhebt sich senkrecht eine Hülse oder Büchse 2, die als Führung sowohl für das bewegliche Ventilgehäuse als auch für den mit ihm zusammenwirkenden Ventilkörper dient. Im Innern dieser Hülse 2, die in beliebiger Weise auf der Bodenplatte i befestigt sein kann, sitzt eine Feder 3, während um die Hülse 2 eine zweite Feder 15 gelegt ist.
  • Gegen letztere stützt sich das untere Ende 22 des beweglichen Ventilgehäuses 6. Im Innern dieses Gehäuses ist der Ventilsitz 7 in Form eines nach unten gerichteten, zweckmäßig mit Schneidkanten versehenen Flansches oder Vorsprungs ausgebildet. Oberhalb dieses Ventilsitzes ist die Auslaßöffnung für das Ventil in Form einer Querbohrung 2o ausgebildet. Oberhalb dieser setzt sich der Teil 6 noch in, einem verjüngten röhrenförmigen Stück zi fort. Alle diese beweglichen Teile der Vorrichtung, d. h. das Ventilgehäuse 6 mit dem Ventilsitz 7, dem in die pneumatische Kammer eintretenden unteren Ansatz 22 und dem oberen röhrenförmigen Ansatz 2i, sind zweckmäßig aus einem einzigen Stück gearbeitet, derart, daß L7ndichtigkeiten hier nicht auftreten können, wodurch die Sicherheit der Wirkung der Vorrichtung gewährleistet wird.
  • Auf die in der Führungshülse 2 angeordnete Feder 3 stützt sich das verdickte untere Ende 4 einer Ventilstange 16, die etwa in der Mitte den Ventilkörper 5 trägt, der zweckmäßig mit einer elastischen Dichtungsein-bzw. -auflage versehen sein kann. An ihrem oberen Ende ist die Führungshülse 2 geschlossen und nur mit einer, Durchtrittsöffnung für die Ventilstange 16 versehen bzw. mit einem nach innen gerichteten Flansch 18 ausgerüstet, der als Anschlag für das verdickte untere Ende q. der Ventilstange bei deren Aufwärtsbewegung dient. Das obere Ende der Ventilstange 16 ragt in den röhrenförmigen oberen Ansatz 2r des Ventilgehäuses 6 hinein, endet aber, wenn sich die Vorrichtung in dem Ruhezustand befindet, der in Fig. i veran-Jschaulicht ist, innerhalb dieser Röhre 21.
  • = Zur Bildung der pneumatischen Kammer i9 dient einei Membran 9, die aus beliebigem geeignetern Material bestehen kann. Sie kann 'beispielsweise auch aus elastischem Material. wie Kautschuk, bestehen und die Form eines zusammendrückbaren, auf Wunsch mit Versteifungen im Innern versehenen Gummiballs besitzen, etwa wie dies im Patent 573 325 angegeben ist. Man kann aber auf Wunsch an Stelle einer solchen Membrankammer auch einen durch einen beweglichen Kolben abgeschlossenen Raum als pneumatische Kammer ausbilden.
  • Durch die Membran oder elastische Kappe9 wird die Verbindung zwischen der Bodenplatte i und dem beweglichen Relaisteil oder Zrentilgehäuse 6 hergestellt. Zu diesem Zweck ist bei der gezeigten Ausführungsform das untere Ende der Membran oder Kappe 9 mittels eines Schrumpfringes io luftdicht auf einem Ansatz 23 der Bodenplatte befestigt. In dem durch diesen Ansatz 23 umschlossenen Hohlraum endigt der in der Bodenplatte i ausgebildete Kana12.I für die einstellbare Lufteinlaßdüse 12 sowie ferner ein Kanal 25 für ein besonderes Entlüftungsventil 13 zur Handbedienung. Das obere Ende der Kappe 9 ist mittels eines starken Ringes i i zwischen diesen und das untere verdickte Ende 22 des beweglichen Ventilgehäuses 6 eingeklemmt. Der Ring i i ist an seinem oberen abgesetzten Ende mit Innengewinde versehen und mit dessen Hilfe auf eine Verdickung 26 an der Außenfläche des Ventilgehäuses 6 aufgeschraubt und dadurch gegen dieses Gehäuse verstellbar. Das abgerundete untere Ende des starken Ringes i i dient gleichzeitig als Druckkörper zum Eindrücken der Kappe 9, und deswegen ist dieser Ring in seiner Höhe verstellbar angeordnet. Die Form 'des Ringes oder Druckkörpers i i ist so gehalten, daß er beim Zusammenpressen der Kappe 9 den Holilrauin der pneumatischen Kammer zum erliebliclien Teil ausfüllt, wodurch eine gesteigerte Luftentleerung dieser Kammer herbeigeführt werden kann.
  • Auf dem röhrenförmigen Ansatz 21 des beweglichen Ventilgehäuses 6 ist ein Druckorgan 8 in Form einer zweckmäßig auch am unteren Ende geschlossenen Kappe verschiebbar angeordnet. Im Innern, dieser Kappe 8 befindet sich eine starke Feder 1.4, deren oberes Ende sich gegen den Boden 17 der Kappe 8 stützt, während das untere Ende sich gegen einen Teil des beweglichen Ventilgehäuses 6 legt. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist hierfür an der Außenfläche der röhrenförmigen Verlängerung 21 dieses Gehäuses ein Ringansatz 27 vorgesehen. Die Feder 14 ist stärker als die Federn 3 und 15 und evtl. die Federkraft der Kappe 9 zusammengenommen.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende Bei der Ruhestellung befinden sich die Teile in der aus Fig. i ersichtlichen Stellung zueinander. Wird ein Druck auf das Druckorgan oder die Kappe 8 ausgeübt, so wird dadurch infolge der Stärke der Feder 14 im Verhältnis zu derjenigen der Federn 3 und 15 zunächst nicht die Feder 14 zusammengedrückt, sondern es erfolgt zunächst nur eine Zusammendrückung der Federn 3 und 15, d. h. die Verbindung zwischen der Druckkappe 8 und dem Röhrenansatz 21 des beweglichen Relaisteils 6 wirkt zunächst als eine starre, so daß sich die Kappe 8 und der Relaisteil 6 unter der Wirkung des ausgeübten Drucks gleichmäßig nach unten bewegen, wobei zunächst nur die Hilfsfeder 15 zusammengedrückt wird. Gleichzeitig beginnt auch schon die Zusammendrückung der pneumatischen Kammer i9. Solange das Ein- und Auslaßventil offen ist, kann bei dieser Zusammendrückung die überschüssige Luft durch die Bohrung 20 des Ventilgehäuses 6 entweichen. Bei der Weiterbewegung setzt sich dann der Ventilsitz 7 .auf den Ventilkörper 5 auf, und das Ventil wird dadurch geschlossen. Unter dem weiter ausgeübten Druck auf die Kappe 8 wird nun durch den Anschlag des Ventilsitzes 7 des Gehäuses 6 gegen den Ventilkörper 5 dieser sowie seine Stange 16 mitgenommen, und es wird dadurch nun auch die Feder 3 zusammengedrückt. Diese Zwischenstellung der Teile ist in Fig.2 veranschaulicht. Auch beim Beginn dieser weiteren Abwärtsbewegung bleibt die relative Stellung der Druckkappe 8 zum Ventilgehäuse 6 noch unverändert, da die Kraft der Feder 14 größer ist als die Kraft der Federn 3- und 15 gemeinsam. Erst wenn die infolge der Schließung des Ventils 5,7 erfolgende Zusammendrückung der Luft in der pneumatischen Kammer i9 einen solchen Grad erreicht hat, daß der dadurch bewirkte Gegendruck in Verbindung finit demjenigen der zusammengedrückten Federn 3 und 15 größer geworden ist, als der Stärke der Feder 14 entspricht, wird nun diese bei der weiteren Druckausübung auf die Kappe 8 zusammengedrückt, indem sich die Kappe 8 auf dem röhrenförmigen Ansatz 2i ein kleines Stück nach unten bewegt.
  • Die Länge der Ventilstange 16 ist nun so bemessen, daß das obere Ende dieser Stange dann, wenn das Ventil 5, 7 geschlossen ist, ein kleines Stück über das obere Ende des röhrenförmigenAnsatzes 2 i hinausragt, :etwa so weit, daß sie den Boden 17 der Druckkappe gerade berührt (s. Fig.2), Bei Beginn der Zusammendrückung der Feder 14., also der Abwärtsbewegung der Kappe 8 relativ zu dem Ventilgehäuse 6, wird infolgedessen die Ventilstänge 16 ein kurzes Stück nach unten gedrückt, entweder bis sie mit dem oberen finde des röhrenförmigen Ansatzes 2 i bündig liegt oder so weit, wie es die Zusammendrükkung der Feder 14 zuläßt. Dadurch wird das Ventil 5, 7 ein wenig geöffnet, und nun kann die in der pneumatischen Kammer i9 zusaininengepreßte Luft schnell durch die Bohrung 2o entweichen. Diese Stellung ist in Fig.3 veranschaulicht. Die pneumatische Kammer i9 wird dabei vollständig zusammengedrückt und zum erheblichen Teil von dem Druckring i i ausgefüllt. Wird nun das Druckorgan 9 freigegeben, so entspannt sich die Feder 1.4, die Kappe 8 wird im Verhältnis zu dem beweglichen Relaisteil oder Ventilgehäuse wieder ein kurzes Stück gehoben, und das Ventil 5, ; schließt sich von neuem.
  • Nun kann die Arbeitsbewegung des Zeitrelais beginnen: Durch die Regulierdüse 12, die in an sich bekannter Weise beliebig eingestellt werden kann, kann von außen her Luft langsam und innerhalb einer vorher bestimmten Zeit durch den Kanal 24 in die pneumatische Kammer i9 eintreten, die sich dadurch allmählich und unter der Mithilfe der Federn 3 und 15 wieder ausdehnt. Besteht die Kappe 9 aus elastischem Material, wie Kautschuk, so trägt auch sie zur Wiederaufrichtung und Ausdehnung bei. Bei dieser Arbeitsleistung der Teile werden die beweglichen Relaisteile, also das Ventilgehäuse 6 und die mit diesem verbundenen Teile, - ein wenig angehoben, und es wird gleichzeitig auch unter der Wirkung der Feder 3 der Ventilkörper 5 mit angehoben, so daß das Ventil 5, 7 zunächst noch geschlossen bleibt. In diesem Zustand setzt sich die Bewegung fort, bis das verdickte untere Ende 4. der Ventilstange 16 gegen das obere Ende oder den Flansch 18 der Führungshülse 2 gestoßen ist und dadurch festgehalten wird. Bei der weiteren Aufwärtsbewegung des Ventilgehäuses, 6 geht also der Ventilkörper 5 nicht mehr mit, und es erfolgt nun die Öffnung des Ventils 5, 7. In diesem Augenblick kann durch die Bohrung 2o die Luft schnell in das Innere des Ventilgehäuses 6 und von da in die pneumatische Kammer i9 strömen. Dadurch wird infolge der aufgespeicherten Kräfte eine schnelle, kurze Schlußbewegung für die beweglichen Relaisteile, also insbesondere. das Ventilgehäuse 6 und die Druckkappe 8, hervorgerufen, und diese schnelle, kurze und kräftige Schlußbewegung dient zur BeWifkung der gewünschten Betätigung, also beispielsweise zur Bewirku-ng der Ausschaltung ,oder Umschaltung des elektrischen Stromes. Die beschriebene Anordnung und Ausbildung ermöglicht es, sehr große Genauigkeiten des Zeitmeßweges zu erzielen, wobei während dieses Weges das Relais keinerlei äußere Arbeit zu leisten hat und der Zeitmeßweg von dem eigentlichen Arbeitsweg des Relais völlig getrennt werden kann. Andererseits ermöglichen die Federn 3 und 15 eine gleichmäßige Spannung der pneumatischen Kammer, die ihrerseits etwaige durch Unterschiede des Luftdrucks, der Temperatureinwirkungen u. dgl. hervorgerufene Ungleichmäßigkeiten kompensieren. Dies wird dadurch erreicht, daß die Spannkraft der genannten Federn wesentlich größer ist als die durch Druckunterschiede, Temperatureinwirkungen, Reibungen u. dgl. hervorgerufenen Gegenkräfte, derart, daß letztere ohne Einfluß auf die gleichmäßige Wirkung der Vorrichtung bleiben. Die Feder 15 hat in der Vorrichtung die Bedeutung einer Hilfsfeder zur Unterstützung der Arbeitsleistung des Zeitrelais für Zwecke, für die höhere Kraftleistungen gefordert werden; sie kann unter Umständen also fehlen, insbesondere wenn die Kappe g aus elastischem Material besteht und gegebenenfalls noch mit Innenversteifungen versehen ist, die ihre selbsttätige Wiederaufrichtung nach der Zusammendrückung begünstigen.
  • Von wesentlicher Bedeutung für die gute Arbeit des Zeitrelais ist auch der zentrische Aufbau der ganzen Vorrichtung und insbesondere ihrer geführten Teile, derart, daß jede seitliche Druckausübung, Verlagerung, Ausweichbewegung und jedes Ecken sicher vermieden bleibt. Infolge dieser zentrischen Anordnung der geführten Teile wird auch ermöglicht, daß eine und dieselbe Führungshülse oder -büchse z sowohl zur Führung des beweglichen Ventilgehäuses 6 als auch zur Führung seiner Ventilstange 16 dienen kann. Das hat zugleich eine erhebliche Vereinfachung der Vorrichtung zur Folge. Als Baustoffe für das Zeitrelais können alle geeigneten Materialien verwendet werden, wie Metall, Isolierpreßmassen, Weich- und Hartgummi u. dgl. m. Das @Tentilgehäuse mit seiner Druckkappe kann noch von einer Schutzhülse überdeckt werden, so daß die empfindlichen Teile vollkommen nach außen abgeschlossen werden.
  • Das Zeitrelais kann mit irgendwelchen Konstruktionsteilen von Arbeitsorganen kombiniert werden, zu deren mittelbarer oder unmittelbarer Bedienung es bestimmt ist, wie z. B. mit mechanischen oder elektrotechnischen Aus- und Umschaltern von Maschinen, Apparaten u. dgl. Es ermöglicht die Ausführung relativgroßer Arbeitsleistungen, bietet aber andererseits infolge seines einfachen Aufbaus den Vorteil sehr geringer Herstellungskosten im Verhältnis zu den bisher für solche Zwecke benutzten, wesentlich komplizierteren Vorrichtungen. Um eine ungewollte Betätigung zu verhindern und Gleichmäßigkeit des aufzuwendenden Arbeitsdrucks zu erzielen, kann man beispielsweise an geeigneter Stelle eine Rast anordnen, durch die die beweglichen Teile des Relais vor Beginn der Einschaltbewegung gesperrt werden, so daß dieser Widerstand erst durch entsprechenden Kraftaufwand überwunden werden muß, bevor die Betätigungsbewegung einsetzen kann, die dann mit der so aufgespeicherten Kraft schnell zu Ende geführt wird. Auch kann man unter Verwendung von Hebeln, Exzentern u. dgl. eine erhöhte Kraftleistung erzielen. Die Betätigung des Relais kann statt von Hand auch auf mechanischem Wege, z. B. elektromagnetisch, mittels Solenoids o. dgl. erfolgen.
  • Mannigfache Änderungen bezüglich der Ausführung der Vorrichtung im einzelnen sind möglich, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen. Die Vorrichtung kann auch so ausgebildet werden, daß umgekehrt der bisherige Bodenteil beweglich und dafür das Ventilgehäuse feststehend angeordnet wird. Für die Betätigung des Ventils können auch elektromagnetische oder sonstige Hilfsorgane herangezogen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRLCHE: i. Zeitschalteinrichtung, insbesondere für das Ein-, Aus- und Umschalten elektrischer Stromkreise, bei der eine pneumatische Kammer, die mit Luftein- und -auslaßventilen versehen ist; durch Zusammendrücken luftleer gemacht wird und nach ihrer Freigabe sich durch den Wiedereintritt der Luft zuerst allmählich und schließlich plötzlich für die Aus- oder Umschaltung ausdehnt, dadurch gekeihnzeichnet, daß das Ventil, das beim Zusammendrücken der pneumatischen Kammer die Luft herausläßt, zufolge Freigabe der Kammer wieder geschlossen und bei dein folgenden Rücklauf in geschlossenem Zustand rnftgenommen wird, während des Rücklaufs derart rechtzeitig geöffnet wird, daß durch die schnell eindringende Luft die plötzliche Überführung der pneumatischen Kammer in den voll ausgedehnten Zustand und dadurch die Aus- oder Umschaltleistung verstärkt wird. a. Zeitschalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Ventilgehäuse (6) als auch der Ventilkörper (5) für den Lufteinlaß konzentrisch an einer Führungshülse (z) geführt sind. 3. Zeitschalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Kammer zusammendrückende Teil (8) unter der Wirkung einer sich gegen das bewegliche Ventilgehäuse (6) legenden Feder (14) steht, die derart angeordnet und bemessen ist, daß sie erst am Ende der Einschaltbewegung zusammengedrückt wird. .4. Zeitschalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Zusammendrücken der pneumatischen Kaminer (i9) eine Hilfsfeder (15) gespannt wird, die am Ventilgehäuse (6) abgestützt ist und die Ausdehnung der pneumatischen Kammer (i9) unterstützt. 5. Zeitschalteinr ichtungnach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilgehäuse (6) nebst Ventilsitz (;) und der in die pneumatische Kammer (i9) eintretende Ansatz (22) aus einem Stück gearbeitet sind, das als Widerlager für die Hilfsfeder (15) dient. 6. Zeitschalteinrichtung nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende der Ventilstange (16) sich bei geöffnetem Ventil (5, 7) innerhalb des Ventilgehäuses (6) befindet, bei geschlossenem Ventil (5,;) aber aus dem Gehäuse (6) heraustritt, so daß dann . die Druckeinrichtung (8) auf die Ventilstange (16) wirken kann. j. Zeitschalteinrichtung nach Anspruch i, 3, 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das bei der Einschaltbewegung durch die Druckfeder (8) mitgenommene Ventilgehäuse (6) sich unmittelbar auf den unter schwächerem Federdruck (3) stehenden Ventilkörper (5) aufsetzt und den Ventilkörper (5) mitnimmt, bis die Rücklauffederung (9, 15) den Druck der Feder (14) der Druckeinrichtung (8) überwindet, das Ventilgehixuse (6) zeitweilig stehenbleibt und das Ventil (5, 7) mittels der Ventilstange (16) ,entgegen -der Wirkung der Ventilfeder (3) geöffnet wird, wobei die restliche Luft aus der Kammer (9) ausgestoßen und hierauf bei Freigabe dieser =Kammer (9) das Ventil wieder geschlossen.wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE885267C (de) * 1951-02-01 1953-08-03 Max Bliminger Druckknopfzeitschalter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE885267C (de) * 1951-02-01 1953-08-03 Max Bliminger Druckknopfzeitschalter

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