DE10141586C1 - Rohrziehnadel, Verfahren und Verwendung für das Vello und Down Draw Verfahren - Google Patents
Rohrziehnadel, Verfahren und Verwendung für das Vello und Down Draw VerfahrenInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rohrziehnadel, die im oberen Bereich der Konen hohl ist und der Schaft in diesem Bereich mit einer Folie ummantelt ist, wobei die Folie aus dem gleichen Material wie die Hülle besteht. Die vorliegende Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Ziehen eines Rohres oder Stabs, wobei die Glasschmelze über eine Rohrziehnadel geführt wird. Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung einer Rohrziehnadel beim Vello und Down Draw Verfahren.
Description
Die Erfindung betrifft eine Rohrziehnadel für das Vello- und Down-Draw-Verfah
ren.
Vello-Rohrziehverfahren ist ein Vertikalziehverfahren für Glasröhren, bei dem
aus einer Ringdüse nach unten abgezogen wird. Im Speiserkanal befindet sich
am Boden eine zylindrische Öffnung mit Düse, durch die die Glasschmelze ü
ber einen in der Höhe verstellbaren, nach unten trichterförmig erweiterten Ver
tikalkegel ausfließen kann. Der Kegel ist hohl und mit einem Verlängerungs
rohr an die Blasluft angeschlossen. Dadurch wird die um den Ventilkörper be
findliche Glasmasse offengehalten und kann als Rohr nach unten in einen
temperaturgeregelten Schacht abgezogen werden. Dies geschieht, bevor das
Rohr freihängend oder mit Hilfe einer Führung in die Horizontale umgelenkt
und von einer Ziehmaschine abgezogen wird.
Das Down-Draw-Verfahren funktioniert genauso wie das Vello-Verfahren mit
dem Unterschied, dass das Rohr nicht in die Horizontale umgelenkt wird, son
dern direkt vertikal nach unten abgezogen wird.
Die herkömmliche Rohrziehnadel besitzt zur Formstabilisierung der Hülle ei
nen Keramikkern. Durch die unterschiedliche, thermische Ausdehnung der
verwendeten Materialien erfolgt eine Verformung der Hülle im Formgebungs
bereich. Dies führt zu rheologischen Störungen, welche optische Beeinträchti
gung im Produkt hervorrufen. Nachteilig bei der zur Zeit verwendeten Rohr
ziehnadel ist der hohe Wärmeentzug im Konusbereich. Der Wärmeentzug
führt zu einer Abkühlung der Grenzfläche Glas/Hülle und dadurch zur partiel
len Entglasung. Die Entglasung führt zu Störungen im Produkt in Form von
Kristallen und Ziehstreifen. Es entstehen üblicherweise Cristobalit-Kristalle.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren
bereitzustellen, womit beim Vello- und Down-Draw-Verfahren die Kristallbildung
im Glas verhindert wird.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird gelöst durch eine Rohrziehnadel,
die im Bereich der Konen hohl ist und der Schaft in diesem Bereich mit einer
Folie ummantelt ist, wobei die Folie aus dem gleichen Material wie die Hülle
besteht. Mit der erfindungsgemäßen Rohrziehnadel werden rheologische
Störungen verhindert. Dadurch werden optische Beeinträchtigungen im Pro
dukt verhindert. Im Konusbereich entsteht ein geringerer Wärmeentzug. Da
durch wird die Abkühlung an der Grenzfläche Glas/Hülle minimiert und eine
partielle Entglasung verhindert. Es wird überraschenderweise ein Produkt
ohne Kristalle und Ziehstreifen erhalten.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung ist eine Rohrziehnadel, wobei
der Konus im unteren Bereich einen Stützring aufweist.
Eine weitere, bevorzugte Ausgestaltung ist eine Rohrziehnadel, wobei die Hülle
der Rohrziehnadel aus temperaturfestem Werkstoff, bevorzugt Metall, beson
ders bevorzugt Edelmetall, besteht. Mit Edelmetall als temperaturfestem Werk
stoff werden sehr gute Ergebnisse erzielt.
Die Aufgabe wird weiter durch ein Verfahren zum Ziehen eines Rohres oder
Stabs gelöst, wobei Glasschmelze über eine erfindungsgemäße Rohrziehna
del geführt wird.
Erfindungsgemäß ist die Verwendung einer Rohrziehnadel beim Vello- und
Down-Draw-Verfahren vorgesehen.
Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung
besteht aus Fig. 1.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnit durch eine erfindungsgemäßen Rohrziehna
del.
Fig. 1 zeigt eine Rohrziehnadel. Die Rohrziehnadel weist einen oberen Ko
nus (2a) und einen unteren Konus (2b) auf. Im Bereich der Konen (2) ist die
Rohrziehnadel hohl. Der Schaft (1) ist im Bereich des oberen Konus (2a) mit
einer Folie (3) ummantelt. Die Folie besteht aus dem gleichen Mate
rial wie die Hülle (4), besonders bevorzugt aus einem Edelmetall wie Platin.
Zwischen dem oberen und unteren Konus (2) befindet sich ein Stützring (5).
Claims (5)
1. Rohrziehnadel, die im oberen Bereich der Konen (2) hohl ist und der
Schaft (1) in diesem Bereich mit einer Folie (3) ummantelt ist, wobei die
Folie aus dem gleichen Material wie die Hülle (4) besteht.
2. Rohrziehnadel nach Anspruch 1,
wobei der Konus (2) im unteren Bereich einen Stützring (5) aufweist.
3. Rohrziehnadel nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Hülle der Rohrziehnadel aus temperaturfestem Werkstoff, be
vorzugt Metall, besonders bevorzugt Edelmetall, besteht.
4. Verfahren zum Ziehen eines Rohres oder Stabs, wobei Glasschmelze
über eine Rohrziehnadel nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3
geführt wird.
5. Verwendung einer Rohrziehnadel nach einem der Ansprüche 1 bis 3
beim Vello- und Down-Draw-Verfahren.
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