DE101112C - - Google Patents

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DE101112C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62MRIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
    • B62M1/00Rider propulsion of wheeled vehicles
    • B62M1/14Rider propulsion of wheeled vehicles operated exclusively by hand power

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Steering Devices For Bicycles And Motorcycles (AREA)

Description

... . ■■■■■■ "
KAISERLICHES
PATENTAMT.
.-K
Die vorliegende Neuerung hat einen modificirten Kurbelantrieb für das Vorderrad zum Gegenstand, welcher der anatomischen Bauart der Hände und des Handgelenkes in vollkommener Weise Rechnung trägt und ihnen eine der Fufsbewegung entsprechende Kraftbethätigung ermöglicht.
Während die Füfse die Tretkurbel zum Theil durch Neigen der Fufsspitzen hinabdrücken und die Beine infolge dessen der Kurbelbewegung nicht in ganzem Umfange zu folgen brauchen, müssen die Hände wegen der geringeren Ausschlagsfä'higkeit des Handgelenkes bei umklammerten Kurbelgriffen diesen auf ihrem ganzen Wege folgen. Hierdurch wird, namentlich bei schnellem Tempo, der Arm bis zum Achselgelenk hinauf in einer dem Gesammtorganismus nicht zuträglichen Weise beeinflufst, und es hat sich aus diesem Grunde der einfache Kurbelantrieb für die Hände in seiner gegenwärtigen Form nicht als lebensfähig erwiesen.
Um nun den Händen zu ermöglichen, in der durch die Praxis festgelegten, einzig richtigen Kraftlinie x-x (Fig. 6) zu verharren und dennoch den Anknüpfungspunkt k auf seiner kreisförmigen Bahn dauernd zu beherrschen, ist die dargestellte Vorrichtung angeordnet, welche sich in ihrem Kern gleichsam als eine dem Fufsgelenk entsprechende künstliche Verlängerung des Handgliedes bei geballter Faust darstellt. Die Einfachheit der Construction erweist sich gerade als Bestandtheil des modernen Fahrrades auch aus dem Grunde werthvoll, als hier jeder überflüssige Ballast constructiven Beiwerks, der wegen der Gewichtszunahme von Nachtheil ist, vollkommen entbehrlich wird*
Die lediglich mittelst Verbindungsgliedes c in der Kurbel α hängende Lenkstange b wird von den Händen derart beherrscht, dafs ein Führungshebe] oder dergl. vollkommen überflüssig ist, vorausgesetzt, dafs die Verbindung zwischen Angriffspunkt und der Lenkstange die halbe Länge der letzteren nicht wesentlich überschreitet.
Hierbei ist es von gröfster Wichtigkeit, dafs die Griffe der Lenkstange zu der Richtung des Verbindungsgliedes (Pleuelstange) in einem solchen Winkel stehen, dafs der Angriffspunkt der Kraft in der durch den Mittelpunkt des Handgriffes gelegten und zu diesem senkrecht stehenden Ebene liegt.
In dieser Lage ruht der Körper am besten in der Stützlage (beim Niedergehen der Lenkstange auf dem Angriffspunkt der Kraft), ohne dafs man die Handmuskeln über Gebühr anzustrengen braucht (siehe die schematische Darstellung Fig. 6).
Fig. 3 veranschaulicht eine Darstellungsform, bei welcher die Lenkstange nur mit einem Verbindungsglied c versehen ist, welches im Punkt k in die gekröpfte Kurbel α α eingelegt ist, während die Kurbel ihrerseits in den beiden Lagern dd rotirt.
Fig. ι und 2 zeigen eine Anordnung, bei der zwei Zahnstangen c c vorgesehen sind, die auf die beiden im Lager d eingelegten Kurbeln α α einwirken. Die letztere Darstellungsform ist besonders dort vorzuziehen, wo ein besonders tiefer Stand -der Lenkstange gewünscht
wird, da hier"eine gekröpfte Kurbel nach Fig. 3, die stets oberhalb des Nackenrohres η schwingen mufs, nicht angängig ist. Der Krafteffect ist fast bei beiden Constructionsformen der gleiche.
Fig. ι "zeigt die Anordnung in Seitenansicht, aus der besonders die Verwendbarkeit derselben auch für Damenräder erhellt.
Eine mehr äufserliche und weniger wesentliche Aenderung des bisherigen Kettenantriebes für das Vorderrad besteht darin, dafs das grofse Uebertragungsrad r3 nicht oben mit der Antriebskurbel verbunden, sondern unmittelbar über das Vorderrad ν gelegt ist. Die weitere Uebertragung zu der Kurbelwelle hinauf geschieht durch eine zweite Kette, welche die beiden kleineren Räder r2 r1 mit einander verbindet und die sich der Structur des Rahmenbaues besser anschliefst.
Aber abgesehen von diesem mehr äufserlichen Gesichtspunkt entspricht die Anordnung eines möglichst kleinen Kettenrades r1 auch einer sehr wichtigen constructiven Rücksicht, da jenes Rad mafsgebend ist für die Länge der Zugstangen c. Wäre nämlich das grofse Uebertragungsrad bei d angeordnet, so müfsten die Zugstangen — wenn die Lenkstange über ein so grofses Rad hinweggleiten soll, so lang werden, dafs die Hände ihre Herrschaft über das künstliche Verlängerungsglied (Zugstangen c) verlieren würden.
Von allen diesen Gesichtspunkten aus stellt sich die dargestellte Constructionsform als ein aus zwingenden Motiven resultirendes, in sich abgeschlossenes Ganzes dar.
Es sei noch bemerkt, dafs das Kettenrad r4 an der Vorderradnabe mit einem Schaltwerk versehen sein kann, so dafs man jederzeit auch während des Fahrens den Handantrieb ausschalten kann, indem man einfach die Hände stillhält. Beginnen die Hände wieder ihre Bewegung , so verkuppelt das Schaltwerk das Kettenrad r4 mit dem Laufrad ν und treibt letzteres in der Vorwärtsbewegung mit herum.
Auch kann eine Sperrvorrichtung zwischen Lenkstange und Fahrradgestell vorhanden sein, um die Lenkstange nach Wunsch am Gestell festzustellen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Handantrieb für Fahrräder, dadurch gekennzeichnet, dafs die Lenkstange (b) ohne weitere Führung mittelst einer oder mehrerer Pleuelstangen (c) an der mit dem Vorderrad durch Kettenantrieb verbundenen Kurbel (a) hängt und das Lager (d) für diese Kurbel oben am Nackenrohr (n) dicht unter der Lenkstange sitzt, zum Zwecke, geradlinige Armbewegungen und geringe Drehungen der Hände bei günstigster Kraftausnutzung zu erzielen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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