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Kalendermechanismus Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung
eines bekannten Kalendermechanismus, der versehen ist mit einem durch die Stundenzeigerwelle
eines Uhrwerkes oder von Hand beweglichen, um eine Achse drehbaren oder hin und
her schwenkbaren Antriebsarm mit einer Mitnehmerklinke, die nach bestimmten Anzahlen
von Umdrehungen oder Schwingungen des Antriebsarmes hinter Anschlagzähne an den
Peripherien mindestens dreier hinter dem Zifferblatt oder einer Frontplatte um diese
Achse drehbar angeordneter Scheiben greifen und diese Scheiben um gewisse Winkel
mitnehmen kann, welche Scheiben die Namen der Wochentage, die Datumnummern bzw.
die Namen der Monate tragen und jedesmal mit einem dieser Namen bzw. einer dieser
Nummern hinter dem Fenster des Zifferblattes oder der Frontplatte erscheinen, wobei
die Tagescheibe und die Monatscheibe an ihren Peripherien sieben bzw. zwölf an jeder
Scheibe in gleichen Winkelabständen angeordnete gleiche Zähne besitzen und die Nummerscheibe
mit einunddreißig Zähnen versehen ist, die Durchmesser dieser Scheiben, gemessen
über die Köpfe der Zähne, in der erwähnten Reihenfolge kleiner werden, die Mitnehmerklinke
während einer wirksamen Umdrehung oder Schwingung des Antriebsarmes durch eine Führung
an der Peripherie einer zu den erwähnten Scheiben koaxialen festen Scheibe geführt
wird, welche feste Scheibe einen oder mehrere Teile mit einem Außenhalbmesser, der
größer ist als derjenige der Tagescheibe, aufweist und über einen Teil ihrer Peripherie
eine Aussparung besitzt, deren Boden die Führung für die Mitnehmerklinke bildet
und eine derartige Form hat, daß die Zähne der Tagescheibe um einen Bogen und innerhalb
dieses Bogens sowohl die Zähne der Nummerscheibe um einen Bogen als auch die Zähne
der Monatscheibe um zwei Bogen unbedeckt sind, derart, daß die Mitnehmerklinke,
wenn sie dem Boden der Aussparung der Führung folgt, mindestens hinter einen Zahn
der Tagescheibe und hinter einen Zahn der Nummerscheibe greift und diese Scheiben
um einen Schritt weiterdreht, die Monatscheibe Löcher aufweist, die in einer der
Tageanzahl der Monate entsprechenden Verteilung auf einem Kreis um die Achse der
Scheiben liegen, und die Nummerscheibe mit einer von einer Feder belasteten Klinke
versehen ist, die für das Zustandebringen einer Kupplung zwischen der Nummerscheibe
und der Monatscheibe in eins der Löcher der Monatscheibe treten kann, welche Kupplung
zustande kommt, wenn die Nummerscheibe weitergedreht wird, nachdem sie mit der Nummer
des letzten Tages des entsprechenden Monats hinter dem Fenster des Zifferblattes
oder der Frontplatte gestanden hat, aber wieder gelöst wird, wenn die Nummerscheibe
mit ihrer Nummer 1 hinter das Fenster gebracht wird, durch welche Kupplung die Monatscheibe
mit einem ihrer Zähne in den Bogen gebracht wird, so daß sie durch die bei ihrer
weiteren Bewegung hinter diesen Zahn greifende Mitnehmerklinke um einen Schritt
weitergedreht wird, und es der Nummerscheibe ermöglicht wird, von der Nummer des
letzten Tages des abgelaufonen Monats auf die Nummer 1 gedreht zu werden.
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Die Erfindung hat die Aufgabe, diese bekannte Konstruktion zu vereinfachen
und derart auszuführen, daß sie zu Störungen weniger Veranlassung gibt. Sie besteht
darin, daß die drei nacheinanderfolgenden Zähne der Nummerscheibe für die Verdrehung
der Scheibe von den Datumnummern 29, 30 und 31 zu den Datumnummern 30, 31 bzw. 1
in gleichen Winkelabständen von weniger als 10°, z. B. 9°, und die übrigen Zähne
in gleichen, aber größeren Winkelabständen angeordnet sind, der Bogen a sich höchstens
um einen Winkel von `=/7 - 360° erstreckt, der Bogen b höchstens dem Doppelten des
Winkelabstandes der Zähne mit Winkelabständen kleiner als 10° entspricht und die
Bogen c, d je höchstens 30° betragen und entweder aneinander anschließen oder durch
einen Bogen von 30° voneinander getrennt sind, und daß die Klinke wie ein Stift
ausgeführt ist, der für das Zustandebringen der Kupplung zwischen der Nummerscheibe
und der Monatscheibe durch eine Nut
der festen Scheibe hindurch
nahezu spielfrei in eines der Löcher der Monatscheibe greifen kann, von welchen
Löchern zwei für den Monat Februar bestimmt sind, derart, daß nach dem Zustandekommen
der Kupplung zwischen der Nummerscheibe und der Monatscheibe nach dem Ablauf der
Monate mit weniger als 31 Tagen zunächst die Monatscheibe durch die mittels der
Mitnehmerklinke um einen Schritt weitergedrehte Numlnerscheibe mitgenommen wird
und danach die Monatscheibe durch die Mitnehmerklinke gegriffen und in die folgende
Stelle gedreht wird und während dieser Verdrehung ihrerseits die Nummerscheibe mitnimmt,
bis die Nummer 1 in das Fenster gedreht ist.
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Die Wichtigkeit der neuen Bauart wird klar sein, wenn man bedenkt,
daß beim bekannten Mechanismus die Monatscheibe um 1/12 - 360° = 30° und die Hummerscheibe
um 3/a1 - 360° = etwa 35° durch den Mitnehmerarm für die Verdrehung des Kalendermechanismus
vom 29. Februar auf den 1. ,März mitgenommen werden mußte. Dazu wurde zunächst die
Hummerscheibe in normaler Weise vom Mitnehmerarm nach der Stelle 29. Februar mitgenommen
und wurde während dieser Bewegung ein Kupplungsorgan in eine Aussparung der Monatscheibe
gedrückt. Durch dieses Kupplungsorgan wurde ein Anschlag in die Bahn des Mitnehmers
gesetzt, so daß die Hummerscheibe bei der weiteren Bewegung des Mitnehmerarmes -weitergedreht
wurde und am Ende eines bestimmten freien Schlages die Monatscheibe um einen kleinen
Winkel mitnahm, wodurch einer der Zähne der Monatscheibe frei gemacht und auf dem
weiteren Weg des Mitliehmerarmes durch diesen gegriffen wurde. Dadurch wurde zunächst
die Hummerscheibe auf die Nummer 1 und wurde danach die Monatscheibe in die nächste
Stelle gedreht. Für die Ausführung dieser Verdrehung war es daher nicht nur nötig,
eine Kupplung zwischen der Hummerscheibe und der Monatscheibe herzustellen, sondern
mußte die Hummerscheibe auch noch gesondert mit dem Mitnehmerarm gekuppelt werden.
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Der erfindungsgemäße Mechanismus weist nun die besondere Kupplung
zwischen der Hummerscheibe und dem Mitnehmerarm nicht auf. Wird dabei die Hummerscheibe
in normaler Weise vom 28. auf den 29. Februar gedreht, so fällt der an der Hummerscheibe
angeordnete Stift spielfrei in ein Loch der Monatscheibe und wird letztere um einen
kleinen Winkel, z. B. nur um 3°, mitgenommen, um einen ihrer Zähne in die Bahn des
Mitnehmers zu bringen Die Monatscheibe wird danach in normaler Weise durch den sich
weiterbewegenden Mitnehmerarm gegriffen und daher noch um 27° weitergedreht. Während
dieser Verdrehung bleibt der Kupplungsstift im Loch, so daß auch die Hummerscheibe
um noch 27° weitergedreht wird. Hat man nun die Winkelabstände der entsprechenden
Zähne 9° gewählt, so wird die Hummerscheibe nach der Datumnummer 29. Februar noch
drei Stellen oder Schritte weitergedreht werden und deshalb wieder auf die Nummer
1 kommen.
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Zur Erläuterung dient die Zeichnung, darin zeigt Fig. 1 eine Hinteransicht
des wichtigsten Teiles des Kalendermechanismus, Fig. 2 einen Querschnitt nach der
Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 eine Hinteransicht des Zifferblattes oder der Frontplatte
des Kalendermechanismus, Fig. 4 eine Hinteransicht der Scheibe mit den Namen der
Wochentage, Fig. 5 eine Hinteransicht eines Zwischenringes, Fig.6 eine Hinteransicht
der Scheibe mit den Namen der :Monate, Fig. 7 eine Hinteransicht der festen Scheibe
mit einer Führung und Fig. 8 eine Hinteransicht der Scheibe mit den Datumnummern.
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Um eine am Zifferblatt oder an der Frontplatte 1 befestigte Büchse
2, durch welche die Zeigerwellen eines Uhrwerkes (nicht gezeichnet) hindurchgehen
können, ist ein Antriebsarm3 hin und her schwenkbar angeordnet. Dieser Arm wird
im vorliegenden Falle von einem an einem Rad (nicht sichtbar) befestigten Stift
4 angetrieben. Dieses Rad wird durch das Uhrwerk einmal in 24 Stunden gedreht. Der
Antriebsarm 3 schwenkt daher einmal in 24 Stunden um einen festen Winkel hin und
her. An seinem Ende trägt er eine Mitnehmerklinke 5, 6, die während der Schwingung
des Armes 3 mit ihrem Stift 6 längs dem Boden einer Aussparung an der Peripherie
einer festen ringförmigen Scheibe 7 (Fig. 7) bewegt und durch eine Feder 8 gegen
den Boden dieser Aussparung gedrückt gehalten wird.
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Um eine am Zifferblatt 1 befestigte ringförmige Nabe 9 sind, gerechnet
vom Zifferblatt ab, eine ringförmige drehbare Scheibe 10 mit den Namen der Wochentage
und mit sieben in gleichen Winkelabständen liegenden Zähnen 11 (Fig.4), ein fester
Trennungsring 12 (Fig. 5), eine ringförmige drehbare Scheibe 13 mit den Namen der
Monate und mit zwölf in gleichen Winkelabständen liegenden Zähnen 14 (Fig. 6), die
feste ringförmige Scheibe 7 (Fig. 7) mit der Führung für die Mitnehmerklinke 5,
6 und eine ringförmige drehbare Scheibe 15 mit den Datumnummern und mit einunddreißig
Zähnen (Fig. 8) angeordnet, von denen die Zähne 16, 17, 18 in Winkelabständen von
9° und die übrigen Zähne 19 in Winkelabständen von 333°/28 liegen.
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Das Zifferblatt 1 ist mit Fenstern 20, 21, 22 versehen, hinter welchen
der Name eines Wochentages, eine Datumnummer bzw. der Name eines Monats erscheint.
Die Tagescheibe 10 weist Aussparungen 23 auf, die den Fenstern 21 und 22 entsprechen.
Die Monatscheibe 13 hat Aussparungen 24, die dem Fenster 21 entsprechen und die
feste Scheibe 7 ist mit einem Fenster 25 versehen, das hinter dem Fenster 21 liegt.
Die Sichtbarkeit der Kalenderdaten hinter den Fenstern 20, 21, 22 des Zifferblattes
ist dadurch gesichert.
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Die Tagescheibe 10, die Monatscheibe 13 und die Hummerscheibe 15 haben
Durchmesser von x, x-y bzw. x-y-z, gemessen über die Köpfe ihrer Zähne.
Die Aussparung an der Peripherie der festen Scheibe 7, längs deren Boden der Stift
6 der Mitnehmerklinke 5, 6 bewegt wird, hat nun über einen Bogen a (Fig. 1), der
größer als ein Siebentel, aber kleiner als zwei Siebentel des Kreisumfanges
ist, einen Halbmesser, der kleiner als 1/2 x ist, so daß die Zähne der Tagescheibe
10 innerhalb dieses Bogens nicht durch die feste Scheibe 7 bedeckt werden. Die Form
der Aussparung der Scheibe 7 ist weiter so, daß die Zähne der Hummerscheibe 15 nur
über einen Bogen b, der größer als 9°, aber kleiner als 18° ist, unbedeckt sind,
während die Zähne der Monatscheibe 13 nur Tiber einen Bogen c, der kleiner als 30°
ist, und einen sich daran anschließenden Bogen d von genau 30° aus dem Profil des
Bodens der Aussparung der festen Scheibe vorspringen. Im Punkt26 zwischen den Bogen
c und d ist der Halbmesser des Bodens der Aussparung 1/2 (x-y), so daß in diesem
Punkt die Anschlagkante eines Zahnes 14 der Monatscheibe 13
gerade
für den Stift6 der Mitnehmerklinke unerreichbar ist. Innerhalb des Bogens d von
30° bleiben die Zähne der N ummerscheibe 15 bedeckt.
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Wenn der Antriebsarm 3 aus der in Fig. 1 gezeichneten Lage linksum
geschwenkt wird, bewegt der Stift 6 der \Titnehmerklinlce 5, 6 vom fingerförmig
vorspringenden Teil 27 der Scheibe 7 ab, durch die Feder 8 gegen den Boden der Aussparung
an der Peripherie dieser Scheibe gezogen, durch einen der Zähne 11, 19 die Tagescheibe
10 bzw. die Nummerscheibe 15. Wird der Stift 6 bis zum Teil 28 der festen Scheibe
7 bewegt, so «erden die Tagescheibe und die Nummerscheihe je um einen Schritt weitergedreht.
Da die Monatscheibe mit keinem ihrer Zähne über das Profil der Aussparung der festen
Scheibe 7 vorspringt, wird sie nicht verstellt werden. Bei der Rückschwenkung des
Antriebsarmes wird der Stift 6 von einem federnden Führungsstreifen 29 geführt,
der am Zifferblatt 1 befestigt ist und verhindert, daß der Stift 6 mit dein folgenden
Zahn der Tagescheibe und demjenigen der Nummerscheibe in Berührung kommt und dadurch
den Kalendermechanismus in Unordnung bringt.
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Nachdem die Nummer des letzten Tages des entsprechenden Monats hinter
dem Fenster gestanden hat, muß bei der nächsten Vorwärtsbewegung des Antriebsarmes
die Monatscheibe einen Schritt weitergedreht und die Nummerscheibe mit der Nummer
1 hinter das Fenster gebracht werden. Zu diesem Zweck werden die llonatscheibe und
die Nummerscheibe mittels eines an der Nummerscheibe 15 angeordneten, durch eine
Feder 30 belasteten Stiftes 31 miteinander gekuppelt, der durch ein Loch 32 der
Nummerscheibe und eine Nut 33 der festen Scheibe 7 hindurch in eins der in einem
Kreis um die Drehungswelle liegenden Löcher 34, 35 bis 46 eintreten kann. Die Nut
33 der festen Scheibe 7 weist einen Einlaufrand 47 und eine Auslaufkante 48 auf,
gegen welche die Feder 30 mit einer schrägen Kante (nicht sichtbar) stoßen kann,
um den Stift 31 wieder aus einem der Löcher34 bis 46 zu drücken und die Kupplung
zwischen der Hummerscheibe 15 und der Monatscheibe 13 zu lösen. Zwischen dem Einlaufrand
47 und der Auslaufkante 48 erstreckt sich die Nut Tiber einen Bogen von 33°. Die
Löcher 34 bis 46 sind derart angeordnet, daß, wenn ein Monat mit 31 Tagen hinter
dem Fenster steht (in Fig. 1 ist dies der Monat Dezember), das Loch 34, 37, 39,
41, 42, 44 oder 46 (in Fig. 1 das Loch 46) der Monatscheibe eine Bogenlänge von
3° vor der Auslaufkante 48 der Nut 33 unter dieser liegt und daß der Stift 31 in
das Loch springt, wenn die Mitnehmerklinke 6 die Hummerscheibe 15 von der Nummer
31 auf die Nummer 1 dreht, und zwar 3°, bevor diese Verdrehung vollendet ist. Durch
die Kupplung zwischen der Hummerscheibe und der Monatscheibe wird die letzte uni
einen Winkel von 3° mit der Hummerscheibe mitgenommen, so daß der sich unter dem
Punkt 26 der Aussparung der festen Scheibe 7 befindende Zahn 14 der Monatscheibe
13 in den Bogen d gedreht wird, dadurch frei kommt und durch die. Mitnehmerklinke
5, 6 gegriffen werden kann. Nachdem die Hummerscheibe auf die Nummer 1 gestellt
worden ist, wird die Monatscheibe während der weiteren Schwingung des Antriebsarmes
3 um einen Schritt weitergedreht. In den Monaten mit 30 Tagen befindet sich das
Loch 38, 40, 43 oder 45 eine Bogenlänge von 3 -f- 333°/28 vor der Auslaufkante 48
der Nut, so daß der Stift 31 bereits bei der Verdrehung der Hummerscheibe von der
Nummer 30 zur Nummer 31 in das entsprechende Loch springt und dadurch zunächst während
der Vollendung der Verdrehung der Nummerscheibe die Monatscheibe um 3° verdreht,
so daß diese durch die Mitnehmerklinke 5, 6 gegriffen und um einen Schritt weitergedreht
werden kann, und während der Verdrehung der Monatscheibe die Nummerscheibe noch
um einen weiteren Winkel von 333°/28, d. h. wieder um einen Schritt mitgenommen
wird. Die N ummerscheibe wird daher während des ersten Teiles der Vorwärtsbewegung
des Antriebsarmes auf die Nummer 31 und während des zweiten Teiles dieser Bewegung,
d. h. gleichzeitig mit der Verdrehung der Monatscheibe, von der Nummer 31 auf die
Nummer 1 gedreht. Schließlich sind für den Monat Februar zwei Löcher 35, 36 in der
Monatscheibe angeordnet. Diese Löcher befinden sich während des Monats Februar um
eine Bogenlänge von 3 -t- 18° = 21° bzw. um eine Bogenlänge von 3 -f- 27° = 30°
vor der Auslaufkante 48. Die Zähne 16, 17, 18 für die Verdrehung der Nummerscheibe
voll den Nummern 29, 30 und 31 auf die Nummern 30, 31 und 1 haben einen Winkelabstand
von 9°, so daß bei der Verdrehung der Nummerscheibe von der Nummer 28 nach der Nummer
29 zunächst die Monatscheibe um einen Winkel von 3° weitergedreht und bei der weiteren
Bewegung des Antriebsarmes, wobei die Monatscheibe auf den Monat März gedreht wird,
die Nummerscheibe um einen Winkel von 27°, d. h. um drei Schritte, weitergedreht
und daher wieder auf die Nummer 1 gestellt wird. Aus diesem Grunde betragen die
Abstände zwischen den Nummern 29, 30, 31 und 1 nur 9° und diejenigen zwischen den
übrigen Nummern 333°/28. Macht man die Bogenlänge des Fensters 21 ungefähr 9°, so
ist diese Unregelmäßigkeit der Verteilung der Nummern auf die Hummerscheibe von
außen her nicht sichtbar.
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In normalen Jahren greift der Stift 31 nach dem letzten Tag des Monats
Februar in das Loch 36 der Monatscheibe. In einem Schaltjahr greift der Stift 31
aber in das Loch 35, da dann das Loch 36 durch den langenArm49 des an sich bekannten
drehbaren Kreuzes bedeckt wird. Dieses Kreuz wird jedes Jahr von einem Stift 50
der Monatscheibe um einen Viertelkreis gedreht. Springt der Stift 31 in das Loch
35, so erfolgt die Verdrehung der Monatscheibe erst nach dem 29. Februar
und wird die Hummerscheibe, nachdem sie auf die Nummer 30 gebracht worden ist, durch
die Monatscheibe nur um einen Winkel von 18°, daher um zwei Schritte, weitergedreht.
Die Hummerscheibe kommt auch danach wieder auf die Nummer 1 zurück.
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Zum Richtigstellen von Hand ist der Antriebsarm 3 mit einem Handgriff
51 versehen. Befindet sich der Antriebstift 4 des Uhrwerkes außerhalb der Aussparung
52 des Armes 3, so kann man den Antriebsarm zwischen zwei Endlagen frei hin und
her schwenken. Am Einlaufende der Aussparung der festen Scheibe 7 ist nun eine Nut
53 in der Form eines konzentrisch zur Drehungsachse liegenden Kreisbogens angeordnet,
welche Nut einen Halbmesser von i/2 (x-y-z) hat und daher nicht die Zähne der Hummerscheibe,
aber wohl diejenigen der Monatscheibe freiläßt. Die Bogenlänge dieser Nut ist derart
gewählt, daß der Stift 6 hinter einen Zahn 14 der Monatscheibe greifen kann, wenn
er, nachdem er vom fingerförmigen Teil 27 abgefallen ist, zurückbewegt wird. Diese
Zurückbewegung muß geschehen, bevor der Stift 6 unter dem Ende des federnden Führungsstreifens
29 hindurchbewegt worden ist. Wird der Antriebsarm erst danach zurückgeschwenkt,
so folgt der Stift 6 der Mitnehmerklinke der Außenseite dieses Führungsstreifens
und kommt
wieder auf den Teil 27 zurück, Hinter den Anschlagkanten
der Zähne 14 hat die Monatscheibe einen Durchmesser von mindestens x-y-z, so daß
der hinter einen Zahn 14 greifende Stift 6 nicht mehr hinter einen Zahn der Nummerscheibe
greifen kann und daher nur die Monatscheibe, nachdem die Tagesch.eibe ein wenig
verstellt worden ist, verdreht werden kann.
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Das Richtigstellen geschieht nun wie folgt: Nimmt man an, daß der
Kalendermechanismus Mittwoch, den 12. Oktober, zeigt und daß das richtige Datum
Sonntag, der 27. Dezember, ist, so bewegt man zunächst den Antriebsarm über den
völligen Sch-,venkungswinkel hin und her, bis der Wochentag Samstag hinter dem Fenster
erscheint. Die Tagescheibe ist dann drei Stellen weitergedreht. Da auch die Nummerscheibe
um drei Schritte weitergeschoben ist, so wird die Nummer 15 hinter dem Fenster stehen.
Danach schwenkt man den Arm 3 so weit nach links, daß der Stift 6 gerade vom vorspringenden
Teil 27 abfällt, wonach man den Arm wieder zurückschwenkt. Der Stift 6 dringt dann
in die Nut 53 und greift hinter einen Zahn 14 der Monatscheibe. Schwenkt man darauf
den Antriebsarm 3 hin und her, derart, daß der Stift 6 nicht unter das Ende des
federnden Führungsstreifens 29 hindurch bewegt wird, so wird bei jeder Schwingung
nur die Monatscheibe um einen Schritt weitergedreht. Im vorliegenden Falle braucht
man den Arm nur zweimal in dieser Weise hin und her zu schwenken, um den Monat Dezember
hinter das Fenster zu bringen. Die Tagescheibe ist durch diese Handlung halbwegs
zwischen Samstag und Sonntag gekommen. Nach der Richtigstellung der Monatscheibe
wird nun der Stift 6 innerhalb des Bogens b hin und her bewegt, wodurch bei jeder
Vorwärtsbewegung die Nummerscheibe um einen Schritt -weitergedreht wird. Zeigt sich
diese Scheibe- mit ihrer Nummer 27 hinter dem Fenster, so ist auch sie richtiggestellt
worden. Bewegt man nun nach der letzten Vorwärtsbewegung des Armes denselben ganz
bis zum Ende seines Hubes, so wird die Tagescheibe auf Sonntag gestellt. Schließlich
bringt man den Antriebsarm 3 in die Anfangslage zurück; damit ist der Kalendermechanismus
richtiggestellt worden und kann das Uhrwerk die Verstellung wieder übernehmen.
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Innerhalb des festen Ringes 9 ist um die Büchse eine Zahnscheibe 54
für die Mondphasen angeordnet. Diese Scheibe bewegt ein Bild des Mondes hinter einem
sichelförmigen Fenster 55 des Zifferblattes 1, und sie wird bei jeder Bewegung oder
Schwingung des Antriebsarmes 3 durch einen an diesem Arm befestigten federnden Haken
56 um einen gewissen Winkel mitgenommen. Dieser Winkel ist durch die Aussparung
57 der Platte 58 bestimmt, die die Scheibe 54 für die Mondphasen bedeckt.