DE10039698A1 - Transporteinrichtung für Tiere - Google Patents

Transporteinrichtung für Tiere

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Transporteinrichtung für Tiere, insbesondere Transporthänger oder -aufleger mit einem kastenförmigen Aufbau oder als Pritsche mit Spriegel und im wesentlichen geschlossener Beplanung. Erfindungsgemäß sind Teile der Beplankung oder Beplanung mit Öffnungsabschnitten versehen, die mit einer gegebenenfalls lösbaren Abdeckung zur Reduzierung der Luftgeschwindigkeit verschlossen sind. Diese Abdeckung besteht aus einem Windschutznetz vorgegebener Porosität.

Description

Die Erfindung betrifft eine Transporteinrichtung für Tiere, insbesondere Transporthänger oder -aufleger mit einem kasten­ förmigen Aufbau oder als Pritsche mit Spriegel und im wesentlichen geschlossener Beplanung gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Transporteinrichtungen für Tiere als ein- oder zweiachsige Hänger, die von einer Zugmaschine bzw. einem Kraftfahrzeug bewegt werden, sind bekannter Stand der Technik.
Problematisch bei geschlossenen Kastenaufbauten, aber auch bei Transporthängern mit Beplankung ist die Belüftung im Inneren des Transportraums.
Üblicherweise vorgesehene, im Front- und/oder Heckbereich vorhandene Belüftungsöffnungen führen bei höheren Fahrge­ schwindigkeiten zu unangenehmen Zugerscheinungen bedingt durch die kaum zu regulierende Strömung. Aus tierphysiologischen Gründen soll ein idealer Windschutz einerseits bei tiefen Temperaturen die Luftgeschwindigkeit bis unter 0,5 m/s reduzieren, andererseits bei hohen Umgebungstemperaturen die Strömung oder den Wind nur wenig bremsen, damit den Tieren die Wärmeabgabe erleichtert wird.
Die bekannten, geschlossenen Transporthänger erfüllen diese Aufgabe nur unzureichend. So wird vom Tierhalter insbesondere bei hohen Außentemperaturen für eine zusätzliche Belüftung dadurch gesorgt, daß im Heckbereich ein Teil der Plane zurückgeschlagen oder eine Heckklappe im oberen Teil geöffnet wird. Bei der Fahrt jedoch entstehen Verwirbelungen an den vorhandenen Abrißkanten, die zu Luftströmungsgeschwindigkeiten im Inneren des Transportraums führen, die für die Tiere abträglich sind.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Transporteinrichtung für Tiere, insbesondere Transporthänger oder -aufleger mit einem kastenförmigen Aufbau oder als Pritsche mit Spriegel und im wesentlichen geschlossener Beplanung anzugeben, die eine optimale Belüftung des Innenraums auch bei höheren Fahrge­ schwindigkeiten ermöglicht und welche in leichter Weise nachrüstbar ist.
Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einer Trans­ porteinrichtung gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen beinhalten.
Der Grundgedanke der Erfindung liegt demgemäß darin, daß Teile der Beplankung oder Beplanung Öffnungsabschnitte aufweisen, die mit einer, gegebenenfalls lösbaren, Abdeckung zur Reduzierung der Luftgeschwindigkeit versehen sind, wobei diese Abdeckung ein Windschutznetz vorgegebener Porosität ist.
Es hat sich gezeigt, daß die Porosität P als Quotient aus der Oberfläche der Öffnungen und der Gesamtoberfläche der Abdeckung multipliziert mit 100% im Bereich zwischen im wesentlichen 10% und 25% optimal ist.
Bei Windschutznetzen mit einer Porosität von bis zu 25% können die Tiere ohne Zugerscheinungen relativ dicht vor dem Netz stehen, was für Transporthänger mit regelmäßig beengten Platz­ verhältnissen von Vorteil ist.
Bevorzugt sind in einer Ausgestaltung der Erfindung die Öffnungsabschnitte an der Rückwand des Aufbaus oder der Beplankung bzw. Beplanung befindlich oder machen Teile dieser aus.
Weiterhin bevorzugt verlaufen die Öffnungsabschnitte über den oberen Bereich der Rückwand oder Beplankung und die Abdeckung kann mit Ösen, Schlaufen oder dergleichen Mitteln am unteren sowie seitlichen Rückwandteil befestigt werden.
Eine bekannte Plane kann im hinteren Bereich mit einer Abdeckung in Form eines Windschutznetzes versehen oder komplettiert werden, so daß auch ein Nachrüsten vorhandener Hänger möglich wird.
Eine an der Rückseite befestigte Abdeckung in Form eines Windschutznetzes kann außen oder innen von einer nicht durchlässigen, üblichen Plane verschlossen werden, wobei zur zugfreien Luftzirkulation der betreffende abdeckende Planenteil oder -abschnitt entfernbar ist oder zurückgeschlagen bzw. zusammengerollt fixiert werden kann.
Von besonderem Vorteil ist die vorgeschlagene Transportein­ richtung bei deren Verwendung zur Beförderung von Tieren, nämlich Pferden, wobei die Abdeckung zur Reduzierung der Luftgeschwindigkeit in Form eines Windschutznetzes an der Oberseite der Rückwand der Beplanung angebracht ist, so daß die beim Fahrbetrieb über die Strömungsabrißkanten erzeugten Wirbel den Innenraum der Einrichtung zugfrei belüften.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbei­ spiels sowie unter Zuhilfenahme einer Figur näher erläutert werden.
Die Figur zeigt hierbei eine Heckansicht eines Pferde-Trans­ portanhängers mit im oberen Bereich der Beplanung vorgesehener Abdeckung in Form eines Windschutznetzes.
Das im Heckbereich angebrachte Windschutznetz kann ähnlich einer üblichen Plane zusammengerollt und mittels Halteschlaufen an der Oberkante des hinteren Spriegels befestigt werden, so daß im Stand genügend Frischluft zugeführt ist.
Beim Fahrbetrieb wird das Windschutznetz an der Oberkante der Heckklappe an dort befindlichen Ösen fixiert.
Es hat sich darüber hinaus gezeigt, daß das im Heckbereich angebrachte Windschutznetz nicht nur eine optimale Möglichkeit gibt, Frischluft und Licht in das Innere des Transporthängers eintreten zu lassen, sondern zusätzlich Schutz gegen Feuchtig­ keit, z. B. Schlagregen oder dergleichen bietet.
Als Windschutznetze können handelsübliche, z. B. mit PVC beschichtete Polyesternetze zur Anwendung kommen, welche UV- stabilisiert sind und die über eine ausreichende Verwitte­ rungsbeständigkeit und Flexibilität verfügen. In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann eine übliche Heckseiten-Beplanung vorgesehen sein, wobei unter dieser das Windschutznetz befind­ lich ist. Bei Leerfahrten ist dann ein vollständiges Schließen durch Herabrollen der äußeren Beplanung möglich.
Beim Tiertransport hingegen wird die äußere Beplanung zusammengerollt und fixiert oder, sofern vorgesehen, gänzlich entfernt.
Wie aus der Figur erkennbar, ist der obere Teil der Beplanung im Heckbereich entfernt worden, wobei ein Windschutznetz 1 die Abdeckung zur Reduzierung der Luftgeschwindigkeit bildet. Im oberen Bildteil ist das Windschutznetz 1 mit seinem unteren Ende 2 am oberen Rand der Heckklappe 3 lösbar befestigt.
Beim Transport, d. h. beim Fahrbetrieb entsteht durch die oberen und seitlichen Abrißkanten am Transporthänger eine Luftwirbel­ bildung, die eine zugfreie Innenbelüftung des Hängerinnenraums aufgrund des Windschutznetzes 1 ermöglicht.
Der untere Bildteil zeigt den aufgerollten Zustand des Wind­ schutznetzes 1, welches mit entsprechenden Schlaufen 4 im Spriegelbereich fixiert ist.
Das Windschutznetz 1 ist zur Erhöhung der Festigkeit und Stabilität mit einem umlaufenden Saum 5 versehen, der darüber hinaus noch Verstärkungs- oder Versteifungsmittel aufweisen kann.
Selbstverständlich besteht ergänzend die Möglichkeit, im seit­ lichen Bereich der Beplanung ebenfalls Öffnungsabschnitte vorzusehen, die mit einem Windschutznetz abgedeckt sind. Es hat sich jedoch gezeigt, daß gerade bei einem Windschutznetz im Bereich des Hecks oder der Rückseite des Hängers eine besonders effektive verwirbelungsfreie Belüftung möglich ist, die auch und insbesondere bei hohen Fahrgeschwindigkeiten für die Gesundheit der Tiere nicht von Nachteil ist.
Bezugszeichenliste
1
Windschutznetz
2
unteres Ende dews Windschutznetzes
3
Heckklappe
4
Schlaufen
5
umlaufender Saum

Claims (6)

1. Transporteinrichtung für Tiere, insbesondere Transporthänger oder -aufleger mit einem kastenförmigen Aufbau oder als Pritsche mit Spriegel und im wesentlichen geschlossener Beplanung, dadurch gekennzeichnet, daß Teile der Beplankung oder Beplanung Öffnungsabschnitte auf­ weisen, die mit einer gegebenenfalls lösbaren Abdeckung zur Reduzierung der Luftgeschwindigkeit versehen sind, wobei die Abdeckung ein Windschutznetz vorgegebener Porosität ist.
2. Transporteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Porosität P als Quotient aus der Oberfläche der Öffnungen und der Gesamtoberfläche der Abdeckung multipliziert mit 100% im Bereich zwischen im wesentlichen 10% und 25% liegt.
3. Transporteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der oder die Öffnungsabschnitte an der Rückwand des Aufbaus oder der Beplanung befinden oder Teile dieser ausmachen.
4. Transporteinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsabschnitte über den oberen Bereich der Rückwand oder Beplanung verlaufen und die Abdeckung mit Ösen, Schlaufen oder dergleichen Mittel am unteren sowie seitlichen Rückwand­ teil befestigt ist.
5. Transporteinrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung von einer nicht durchlässigen, üblichen Plane außen oder innen verschließbar ist, wobei zur zugfreien Luftzirkulation der betreffende Planenteil oder -abschnitt entfernbar, zurückgeschlagen oder zusammengerollt fixierbar ist.
6. Transporteinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch Verwendung bei der Beförderung von Tieren, nämlich Pferden, wobei die Abdeckung zur Reduzierung der Luftgeschwindigkeit in Form eines Windschutznetzes an der Oberseite der Rückwand der Beplanung angebracht ist, so daß die beim Fahrbetrieb über die Strömungsabrißkanten erzeugten Wirbel den Innenraum der Einrichtung zugfrei belüften.
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EP1967415A1 (de) 2007-03-07 2008-09-10 Böckmann Fahrzeugwerke GmbH Tiertransporteinrichtung

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