DE10037C - Vorrichtung zur Entfernung des Kesselsteins von Siederöhren - Google Patents
Vorrichtung zur Entfernung des Kesselsteins von SiederöhrenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
- F28G—CLEANING OF INTERNAL OR EXTERNAL SURFACES OF HEAT-EXCHANGE OR HEAT-TRANSFER CONDUITS, e.g. WATER TUBES OR BOILERS
- F28G3/00—Rotary appliances
- F28G3/10—Rotary appliances having scrapers, hammers, or cutters, e.g. rigidly mounted
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Description
1879.
49.;■
H, MEIER in AERZEN. Vorrichtung zur Entfernung des Kesselsteins von Siederöhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. November 1879 ab.
Die in nachfolgendem beschriebenenMaschinen reinigen die Rohre auf dem inneren oder
äufseren Umfange mittelst scharf verzahnter Räder.
i. !Maschine zum Reinigen der Rohre auf dem '<■ ■ äufseren Umfange.
In einem Rahmen β, Fig. 1 bis 3, sind zwei Wellen b gelagert, welche mittelst der beiden
Rie;mscheiben c und eines über beide gelegten Riemens in rasche gleichgerichtete Umdrehungen
versetzt werden. Dieser Antrieb kann selbstredend auch durch Zahnräder oder andere
Mechanismen bewirkt werden. Jede dieser Wellen trägt ein Rad d von möglichst hartem
Material, wie Hartgufs oder Stahl, welches mit der aus der Zeichnung, Fig. 4 und 5, näher ersichtlichen
Verzahnung versehen ist. Die Kanten dieser Zähne sind nicht parallel der Axe, sondern
gegen dieselbe schwach geneigt, und zwar auf jeder Hälfte in entgegengesetztem Sinne, wie
auf der anderen, so dafs man diese Räder als aus zwei mit entgegengesetzt geneigten Zähnen
versehenen Rädern zusammengesetzt ansehen kann.
Möglichst in der Mitte über diesen beiden
Rädern ist in einem durch Gewicht oder sonstwie belasteten Hebel f ein drittes Rad e um
einen Bolzen g drehbar gelagert, dessen Axe in geringem Grade derart mittelst einer Mutter h
verstellt werden kann, dafs dieselbe nicht mehr parallel mit den beiden Wellen b läuft, sondern
mit denselben einen Winkel bildet.
Das ebenfalls aus hartem Material bestehende Rad e ist auf seiner Peripherie mit einer Anzahl
rundlaufender Schneiden versehen; dasselbe kann jedoch auch mit einer anderen, den vorbeschriebenen
Rädern ähnlichen Verzahnung versehen sein.
Wird nun ein mit Kesselstein incrustirtes Rohr 0 zwischen diese drei Räder gelegt, und
der-Hebel soweit herabgelassen, dafs das Rad e
auf demselben aufruht, so wird dasselbe durch die beiden rundlaufenden Räder mit in Umdrehung
versetzt und überträgt diese Umdrehung auch auf das Rad e. Da die Drehaxe dieses
letzteren jedoch nicht parallel den beiden Wellen b und dem Rohre 0 liegt, sondern einen Winkel
mit denselben bildet, werden die Schneiden des Rades e auf dem Rohre auch keine in sich
selbst zurücklaufenden Kreise beschreiben, sondern fortlaufende Spirallinien bilden, und sich
in der Längenrichtung des Rohres auf demselben fortzubewegen bestrebt sein. Da das Rad e
aber an dieser Fortbewegung verhindert ist, schiebt dasselbe seinerseits das Rohr ο in entgegengesetzter Richtung vorwärts.
Wie aus vorstehendem leicht ersichtlich, hängt also die Geschwindigkeit, mit welcher das Rohr
zwischen den drei Rädern hindurchgeht, ganz von der mehr oder weniger grofsen Neigung
ab, welche der Bolzen g mit der Richtung der Wellen b bildet. Da nun dieser Winkel mittelst
der Mutter h und eines länglichen Loches im Hebel/beliebig verstellbar ist, so hat man es
völlig in der Gewalt, das Rohr nur so rasch hindurchgehen zu lassen, dafs unter der Einwirkung
der Schneiden der drei Räder, welche mit einer dem Gewicht / entsprechenden Kraft
gegen das Rohr geprefst sind, sämmtlicher Kesselstein von demselben abspringt.
Der ganze Apparat kann auf einen Tisch oder, wie in der Zeichnung angegeben, auf ein
entsprechendes Holzgestell befestigt werden.
Die Gabeln m und η dienen zur Führung des
Rohres 0. Es sind hier die Wellen zweier Räder mit der Rohraxe parallel gelegt und nur die
dritte geneigt zu derselben angeordnet, wodurch der Vorschub mit genügender Sicherheit vor
sich geht, doch ist nicht ausgeschlossen, dafs alle Wellen den gleichen Winkel mit der Rohraxe
bilden können, falls sich dieses als nothwendig herausstellen sollte. Auch könnte das
Rohr feststehend und die Räder um dasselbe herumlaufend angeordnet werden, oder ersterem
nur die fortschreitende Bewegung zugetheilt werden.
2. Maschine zum Reinigen der Rohre auf dem inneren Umfange.
Diese arbeitet nach demselben Princip, nur ist' die Anordnung der Maschine soweit geändert,
dafs sie in das Rohr eingeführt werden kann und die Maschine sowohl die laufende
als auch die fortschreitende Bewegung macht, so dafs die Rohre gleich an Ort und Stelle im
Kessel verbleiben und die Maschine mittelst Hand oder Kraftantrieb hindurchgedreht wird.
Die in Fig. 6 und 7 dargestellte Maschine besteht aus drei den bei voriger Maschine be-
schriebenen ganz gleichen Rädern d und e, welche sich um Zapfen drehen, die an einem
Kopf/ befestigt sind. Zwei dieser Zapfen sind unmittelbar in entsprechende Warzen eingeschraubt,
der dritte bildet den einen Arm eines Winkelhebels g, dessen anderer Arm durch eine
Feder'/* herausgedrückt wird, so dafs das auf dem Zapfen sitzende Rad mit einer entsprechenden
Kraft an die Wände des Rohres angedrückt wird.
Der Kopf ist mit einer der Rohrlänge entsprechend langen hohlen Welle / versehen, durch
welche eine zweite dünne Stange i hindurchgeht. Diese trägt an ihrem äufseren Ende eine
Flügelmutter k, mittelst welcher die Feder h zusammengedrückt werden kann, damit man die
Maschine leicht in das Rohr hinein- oder herausbringen kann.
Beim Arbeiten bleibt diese Mutter gelöst, damit die Feder ihre volle Kraft auf die Rollen
übertragen kann!
Auch hier ist eine geringe Neigung der Drehzapfen gegen die Rohraxe erforderlich, um einen
selbstthätigen Vorschub der Maschinen zu bewirken, und es ist der Einfachheit wegen von
einer Verstellbarkeit dieses Winkels abgesehen, vielmehr sollen die Zapfen eine durch Proben
zu bestimmende feste Neigung erhalten. Falls mittelst dieser Maschine losgenommene Rohre
vom Kesselstein befreit werden sollen, kann die Bewegung in der Weise getheilt werden, dafs
die Maschine die drehende und das Rohr die fortschreitende Bewegung macht oder auch umgekehrt,
je nachdem dieses in Bezug auf den Antrieb oder die Handhabung wünschenswerth
erscheint.
2 a. Maschinen zum Reinigen von Rohren bei
Root'schen Kesseln.
Bei einigen Wasserrohrkesseln, wie z. B. dem Root'schen Kessel, ist die Oeffhung zum Einbringen
des Apparates verhältnifsmäfsig klein, so dafs letzterer, um in das Rohr eingeführt
werden zu können, mehr zusammengelegt wermufs, wie dieses mit dem unter 2. beschriebenen
Apparat möglich ist.
Der in Fig. 8, 9 und 10 dargestellte Apparat entspricht nun diesen Anforderungen.
Die Maschine besteht aus drei Rädern d, Ci1
,und e, welche denen der vorherbeschriebenen Maschine gleichen. Die beiden unteren derselben,
d, sind etwas näher zusammengerückt, so dafs sie ohne Schwierigkeit durch die vorgeschriebene
Oeffnung gebracht werden können. Die dritte Rolle e dreht sich um den Zapfen
des Hebels g, welcher seinen Drehpunkt bei 0 hat. Die Zugstange i greift bei m an.
Die Feder h liegt hier im anderen Ende der hohlen Stange / und stützt sich einerseits gegen
die Mutter k, andererseits gegen einen Ring n. Letzterer trägt einen Knopf/, welcher durch
einen Schlitz der Stange / herausragt. Um dem Ringe η den zur Anspannung nöthigen Halt zu
geben, wird der Stiel des Knopfes in eine rechtwinklige Abzweigung des Schlitzes gedrückt.
Die Maschine ist dann zum Arbeiten ausgespannt, indem der Druck der Feder h die Rolle e
gegen die Wand des zu reinigenden Rohres andrückt. Beim Einführen oder Herausnehmen
hingegen wird der Knopf/ möglichst weit in dem Schlitze nach dem Apparate zugeschoben,
der Ring η stöfst dann gegen einen Bund q auf der Stange i und schiebt diese vor, wodurch
der Hebel g mit der Rolle e in die punktirte Lage kommt.
Der Apparat ist dann ohne Schwierigkeit durch die vorgeschriebene Oeffnung herein- und
herauszubringen.
Claims (2)
1. Die Verwendung des bei Steinbearbeitungsmaschinen
bekannten Princips der scharfverzahnten rollenden Räder, behufs Reinigung
der Rohre vom Kesselstein, und zwar sowohl bei Wasser- wie bei Flammrohren.
2. Die Bewirkung des Vorschubes durch Neigen eines oder mehrerer der Drehaxen gegen
' die Mittellinie des zu bearbeitenden Gegenstandes in den im vorstehenden näher beschriebenen
Constructionen und zum angegebenen Zweck.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10037C true DE10037C (de) |
Family
ID=287358
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT10037D Active DE10037C (de) | Vorrichtung zur Entfernung des Kesselsteins von Siederöhren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10037C (de) |
-
0
- DE DENDAT10037D patent/DE10037C/de active Active
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