DE100142C - - Google Patents

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DE100142C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B23/00Obtaining nickel or cobalt
    • C22B23/04Obtaining nickel or cobalt by wet processes
    • C22B23/0407Leaching processes
    • C22B23/0415Leaching processes with acids or salt solutions except ammonium salts solutions
    • C22B23/0423Halogenated acids or salts thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
THOMAS STORER in GLASGOW.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Juni 1897 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Nickel aus seinen Erzen und die Erzeugung von Farben, welche aus Eisenoxyden bestehen, durch den gleichen Procefs. Das Verfahren ist besonders für solche Erze geeignet, welche Silikate oder hydratisirte Silikate des Nickels enthalten, wie die bekannten Nickelerze von Neu-Caledonien, ferner für Erze, welche Oxyde oder hydratisirte Oxyde des Nickels enthalten.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird das Erz in fein v.ertheiltem Zustande (vortheilhaft so zerkleinert, dafs es durch ein Sieb mit 60 Maschen auf 2,4 cm hindurchgeht) mit einem Eisensalz, vortheilhaft Eisenchlorid (Fe Cl&), in Lösung in einem geschlossenen Gefäfs, welches mit Dampfheizung ausgerüstet sein kann, bei einer Temperatur von ungefähr 1870C. unter entsprechendem Druck behandelt. Durch ein derartiges fünf- bis achtstündiges Erhitzen findet eine Doppelumsetzung statt, das Nickel geht als Chlorid in Lösung und das Eisen wird als Oxyd in Form eines schönen rothen Farbstoffes von hoher Qualität niedergeschlagen.
Nachdem die Reaction beendet ist, wird das Gefäfs entleert, die Nickelchloridlösung abfiltrirt und das unlösliche Eisenoxyd gewaschen und getrocknet, worauf es dann zur Verwendung bereit ist. Das Nickel kann aus der Lösung electrolytisch niedergeschlagen oder als Oxyd oder Hydroxyd durch Alkalihydroxyd oder in anderer Weise gefällt werden.
Das so gewonnene Nickeloxyd kann in bekannter Weise zu Metall reducirt oder mit Säuren auf Salze verarbeitet werden. Man erhält gute Resultate, wenn man eine Lösung von Eisenchlorid, die 26,5 pCt. trockenen Chlorides enthält, benutzt, wovon man ungefähr 760 kg pro Tonne Erz verwendet. Diese Mengenverhältnisse können abgeändert werden, je nach der Art des Erzes, doch sind die erwähnten Verhältnisse besonders für Erze mit 5 bis 8 pCt. Nickel geeignet. Auch die Temperatur, bei welcher das Erz behandelt wird, und die Stärke der Chloridlösung kann abgeändert werden, wobei die Abänderung der Farbennüance des erhaltenen Eisenoxydes eintritt.
Das folgende Beispiel zeigt die praktische Ausübung des Verfahrens:
ι Gewichtstheil des fein gemahlenen neucaledonischen Nickelerzes und 2,75 Theile (Gewichtstheile) der Eisenchloridlösung von einer Stärke von 26,5 pCt. werden in einem starken verschlossenen Gefäfs vortheilhaft aus emaillirtem Eisen oder Stahl, das mit Rührern und einer Heizvorrichtung versehen ist, auf etwa 1870 C. erhitzt, wobei ein entsprechender innerer Druck erhalten wird. Nach etwa fünfstündigem Erhitzen, währenddessen die Masse von Zeit zu Zeit umgerührt wird, wird der Inhalt des Gefäfses entleert und das ungelöste Eisenoxyd von der Nickellösung entweder durch Absetzen und Decantation oder durch Filtriren und dergl. getrennt.
Die Lösung wird in bekannter Weise zur Gewinnung des Nickels behandelt und das Eisenoxyd mit Wasser gewaschen.
Die Nickellösung kann einen kleinen Gehalt von Eisensalz enthalten, der leicht durch Behandeln mit etwas Kalkcarbonat vor der Gewinnung des Nickels zu entfernen ist.
Durch die beschriebene Arbeitsweise kann der ganze Nickelgehalt in Lösung erhalten werden, während das gestellte Eisenoxyd von glänzendster rother Farbe ist.
Obgleich für das vorliegende Verfahren auch andere Eisensalze als das Chlorid verwendet werden können, so verdient das Eisenchlorid doch den Vorzug, da das aus letzterem Salz gefällte Eisenoxyd besonders glänzend ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von Nickel aus seinen natürlich vorkommenden Silikaten oder hydratisirten Silikaten unter gleichzeitiger Erzeugung von Eisenoxydfarben, bestehend in der Behandlung der Erze mit einer Eisenchloridlösung bei einer Temperatur von mindestens 1800C.
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