DD300969C4 - Entstapel- und Transportvorrichtung fuer Platienen - Google Patents
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Description
Hierzu 5 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entstapeln und Transportieren von Platinen in den Arbeitsraum, insbesondere den Transfermechanismus, einer Bearbeitungsmaschine.
Gemäß DE-PS 2 534 819 „Vorrichtungen zum Entstapeln und Transportieren von Platinen" ist bekannt, dass bei dieser Vorrichtung die Platinen von je einem Platinenstapel mittels Hubeinrichtung, insbesondere Saugerbrücken, an den jeweiligen Hängeförderer übergeben werden, der die Platinen über eine Doppelplatinenkontrolleinrichtung einer Zentrierstation zuführt, von der die in ihrer Lage zentrierten Platinen ggf. über eine Zwischenstation in den Arbeitsraum übergebbar sind. Nachteilig ist der hohe Aufwand, da jedem Hubwagen ein separat antreibbarer Hängeförderer zugeordnet ist und dass ein weiterer nach der Doppelplatinenkontrolleinrichtung eine Doppelplatinenablage überspannender kontinuierlich angetriebener Hängeförderer vorgesehen ist.
Ein weiterer Nachteil dieser Lösung ist, dass sie nur durch einen sehr aufwendigen und grundsätzlichen Umbau auf veränderte Werkzeugmaße und Einlaufhöhen einstellbar ist, wodurch die Vorteile flexibler Transferpressen mit möglichem häufigen Werkzeugwechsel nicht zum Tragen kommen. Weiterhin ist ein Platinenlader bekannt, der der Platinenzuführung mit konstantem Schritt für ein Federsystem einer Ziehpresse dient. Die Lösung besteht aus zwei, zum Beladen mit Platinenstapeln verfahrbaren Hubwagen und einer Doppelplatinenkontrolleinrichtung, denen ein gemeinsamer Hängeförderer mit Hubeinrichtung zugeordnet ist. Die Übergabe der Platinen an die Zentrierstation erfolgt direkt an der Schnittstelle zwischen dem zweiten Hubwagen und der Zentrierstation in einfach auf den Rollenförderer kippender Lage, d. h., die Platine rollt sich vom Hängeförderer auf den Rollenförderer ab. Der Rollenförderer der Zentrierstation besitzt eine konstante Auflagefläche. Die
Auflageweite ist durch an den Längsseiten des Rollenförderers quer verstellbar angeordnete Leisten veränderbar. Gleichzeitig sind schwenkbare Anschläge vorgesehen, die in Transportrichtung und auf die Größe der Platinen einstellbar sind. Diese Anschläge dienen dem Beidrücken der Platine an den eigentlichen Anschlag. Besonders nachteilig an dieser Lösung ist die Undefinierte Übergabe der Platinen von einem „hängenden" auf einem „liegenden" Förderer. Weiterhin können mit dieser Lösung keine unterschiedlichen Vorschubschritte des Rollenförderers realisiert werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, wahlweise eine oder zwei Platinen durch eine automatisierte Zuführeinrichtung verschiedenen Übergabepunkten des Transfers zur Verfügung zu stellen.
Erfindungsgemäß wird das durch die in den kennzeichnenden Teilen des Patentanspruches 1 beschriebenen Merkmalen erreicht. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 und 3 beschrieben.
Besonders vorteilhaft an dieser Lösung ist das Übergreifen des Hängeförderers auf die Zentrierstation, wodurch eine definierte Übergabe der Platine an den liegenden Förderer durch senkrechten Platinenabwurf erfolgt. Durch die Verfahrbarkeit der Zentrierstation beim Werkzeugwechsel werden unterschiedliche Vorschubschritte des Auflageförderers der Zentrierstation realisiert und damit den unterschiedlichen Vorschubschritten des Transfers und den Stufenzahlen der Werkzeuge angepasst. Vorteilhaft ist auch die Möglichkeit der gleichzeitigen Verarbeitung von zwei Platinen, indem diese lagegerecht hintereinander positioniert werden, um in einem Transferschritt gemeinsam in die 1. Arbeitsstufe der Transferpresse transportiert zu werden. Eine zweckmäßige Form der Realisierung der Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: eine vereinfachte Darstellung der Entstapel- und Transportiervorrichtung für Platinen,
Fig. 2: einen Ausschnitt „A" gemäß Fig. 1,
Fig. 3: eine Draufsicht gemäß Fig. 1,
Fig. 4.1: eine Stellung der Entstapel- und Transportiervorrichtung für Platinen beim Einsatz eines dreistufigen
Werkzeugsatzes, Fig. 4.2: eine Stellung der Entstapel- und Transportiervorrichtung für Platinen beim Einsatz eines siebenstufigen Werkzeugsatzes,
Fig. 5: eine vereinfachte Vorderansicht der Zentrierstation,
Fig. 6: eine Ansicht „B" gemäß Fig. 5,
Fig. 7: eine Ansicht „C" gemäß Fig. 6.
Auf zwei Hubwagen 1 werden abwechselnd Platinenstapel der Entstapel- und Transportiervorrichtung zugeführt. Ein gemeinsamer Hängeförderer 3, welcher aus im Abstand zueinander verstellbaren und mit Magneten hinterlegten Transportbändern besteht, überspannt die Hubwagen 1, eine Doppelplatinenkontrolleinrichtung 5 und einen Doppelplatinenabwurfwagen 2. Die Platinen 19 werden über eine mit Feinpolmagneten ausgebildete Hubeinrichtung 4 je Hubwagen 1 entstapelt und dem Hängeförderer 3 zugeführt. Der Transport erfolgt taktweise in Abhängigkeit vom Arbeitstakt der Bearbeitungsmaschine. An der Übergabestation 11 wird die Platine 19 auf einem aus zwei mit Magneten hinterlegten Transportbändern bestehenden Auflageförderer 8 der Zentrierstation 6 übergeben. Zur Verstellung der Auflageweite des Auflageförderers 8 ist an jeder Längsseite eine stufenlos und quer zur Transportrichtung verstellbare Leiste 9 angeordnet, welche als Rollenleiste ausgebildet ist. Die Verstellung erfolgt synchron über eine Spindelantriebseinheit 14, die mit einem Wegmesssystem 15 gekoppelt ist, welches die Istlage zur Längsachse des aus einem Schubrahmen 7.1 und einem Schwenkrahmen 7.2 bestehenden Gestells der Zentnerstation 6 definiert. Die Verstellweite ist konstruktiv festgelegt und im Bereich zwischen Q1 und Q2 (Fig. 5) frei wählbar.
Zur Realisierung unterschiedlicher Werkzeugstufenzahlen (Fig. 4.1, 4.2) und unterschiedlicher Transportschritte des Transfers S1, S2 (Fig. 4.1, 4.2) ist die Zentrierstation 6 innerhalb des Bereiches Δ11 längsverstellbar. Die Längsverstellung wird über ein Vorschubgetriebe 12, bestehend aus einer Zahnstangen-Ritzelkombination, realisiert. Der Antriebsmotor mit dem Ritzel und einem die Istlage zur Bearbeitungsmaschine definierendem Wegmesssystem 13 sind maschinenstandortfest angeordnet, die Zahnstange ist am Schubrahmen 7.1 fest angeordnet. Somit ist bei konstanter Lage der Übergabestation 11 die durch den Werkzeugsatz der Bearbeitungsmaschine festgelegte Taktschrittvorschubgröße auf der Zentrierstation 6 im Bereich zwischen V1 und V2 (Fig. 4.1, 4.2) stufenlos einstellbar. Über eine zwischen dem Schubrahmen 7.1 und dem Schwenkrahmen 7.2 auf dem zur Bearbeitungsmaschine weisenden Enden angeordnete Hubspindeleinheit 22.1 ist die Übergabehöhe in dem Transfer stufenlos und innerhalb konstruktiv festgelegter Grenzen im Bereich zwischen H1 und H3 (Fig. 4.1,4.2) verstellbar. Über eine zwischen dem Schubrahmen 7.1 und dem Schwenkrahmen 7.2 auf dem zur Übergabestation 11 ausgerichteten Ende angeordnete Hubspindeleinheit 22.2 ist die Übergabehöhe zum Hängeförderer 3 stufenlos und innerhalb konstruktiv festgelegter Grenzen im Bereich zwischen H2 und H4 (Fig. 4.1, 4.2) verstellbar. An jeder Leiste 9 ist an der einander zugewandten Seite je eine Grundplatte 16 mit zwei Anschlägen 10.1, 10.2 ausgebildet. Der zur Übergabestation 11 weisende Anschlag 10.2 ist beim Einplatinentransport nicht aktiviert und wird zu diesem Zweck aus der Transportebene geschwenkt. Beim Zweiplatinentransport wird der Anschlag 10.2 bei jedem Takt jeweils nach Passieren der ersten Platine zum Zentrieren der zweiten Platine in die Transportebene geschwenkt. Das Schwenken des Anschlages 10.2 erfolgt über ein Hebelgetriebe 17 und einen pneumatisch betätigbaren Arbeitszylinder 18, welcher mit einem von der Platine 19 betätigbaren Sensor 20 wirkverbunden ist. Zur Längsverstellung der Anschläge 10.1, 10.2 sind diese mit einer an der jeweiligen Grundplatte 16 angeordneten und elektromotorisch verstellbaren Spindelantriebseinheit 21 verbunden, an welcher jeweils ein die Istlage zur Querachse des Gestells definierendes Wegmesssystem 23 angeordnet ist. Die Verstellung der Anschläge 10.1, 10.2 ist innerhalb konstruktiv festgelegter Grenzen für den Anschlag 10.2 um die Strecke Δ14 und für den Anschlag 10.1 um die Strecke Δ13 (Fig. 6) möglich. Damit erfolgt summarisch eine neue Qualität der räumlichen Anpassung einer Entstapel- und Transportiervorrichtung an den Transfer einer Bearbeitungsmaschine einschließlich Werkzeug, bei gleichzeitiger Realisierung größter Flexibilität im technologischen Teiledurchlauf.
Claims (3)
- Patentansprüche:1. Entstapel- und Transportiervorrichtung für Platinen, welche in den Arbeitsraum einer nachgeordneten Bearbeitungsmaschine übergeben werden, wobei in Transportrichtung der Platine hintereinander mindestens zwei Platinenstapel auf jeweils quer zur Förderrichtung verfahrbaren Hubwagen gelagert sind, von denen die Platinen an einen Hängeförderer, der mit Hubeinrichtungen versehen ist, übergeben werden, welcher sie über eine Doppelplatinenkontrolleinrichtung einer Zentrierstation zuführt, von der die in ihrer Lage zentrierten Platinen im Takt der Bearbeitungsmaschine in den Arbeitsraum derselben übernehmbar sind, wobei die Zentrierstation als höhenverstellbares Gestell mit Auflageförderer bei konstanter Auflagefläche ausgebildet ist, dessen Auflageweite über je eine an den Längsseiten des Auflageförderers angeordnete quer zur Transportrichtung verstellbare Leiste veränderbar ausgebildet ist, und Anschläge angeordnet sind, die in Transportrichtung auf die Größe einer Platine einstellbar sind, dadurch gekennzeichnet,- dass allen Hubwagen (1), der Doppelplatinenkontrolleinrichtung (5), einem Doppelplatinenabwurfwagen (2) und zumindest in den Abmaßen der möglichen Platinengröße zwecks senkrechten Abgebens der Platine der Zentrierstation (6) ein gemeinsamer Hängeförderer (3) zugeordnet ist,- dass das Gestell der Zentrierstation (6) in Teiletransportrichtung verfahrbar ist,- dass im Abstand hintereinander auf dem zur Bearbeitungsmaschine weisenden Ende jeder Leiste (9) in Transportrichtung zwei verstellbare Anschläge (10.1, 10.2) angeordnet sind, wobei der zur Übergabestation (11) weisende Anschlag (10.2) für eine zweite Platine zusätzlich aus der Transportebene schwenkbar ausgebildet ist und- dass die Leisten (9) als Rollenleisten ausgebildet sind, die zur synchronen Querverstellung mit einer gestellfesten Spindelantriebseinheit (14) verbunden sind, an welcher jeweils ein die Ist-Lage zur Längsachse des Gestells definierendes Wegmesssystem (15) angeordnet ist.
- 2. Entstapel- und Transportiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,- dass zur Verstellung der Zentrierstation (6) das Gestell mit einem maschinenstandortfesten Vorschubgetriebe (12) verbunden ist, an welchem ein die Ist-Lage zur Bearbeitungsmaschine definierendes Wegmesssystem (13) angeordnet ist.
- 3. Entstapel- und Transportiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,- dass an jede Leiste (9) an der einander zugewandten Seite je eine Grundplatte (16) mit mindestens zwei Anschlägen (10.1, 10.2) ausgebildet ist, wobei der schwenkbare Anschlag (10.2) mit einem Hebelgetriebe (17), einem Arbeitszylinder (18) und einem von der Platine (19) betätigbaren Sensor (20) in Wirkverbindung steht, und- dass zur Längsverstellung der Anschläge (10.1, 10.2) diese mit einer an der jeweiligen Grundplatte (16) angeordneten Spindelantriebseinheit (21) verbunden sind, an welcher jeweils ein die Ist-Lage zur Querachse des Gestells definierendes Wegmesssystem (23) angeordnet ist.
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