DD242548A1 - Dosier- und verteilvorrichtung fuer koernige und pulverfoermige feststoffe - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Dosier- und Verteilvorrichtung fuer koernige und pulverfoermige Feststoffe und findet hauptsaechlich im Bereich der Landwirtschaft als Einzelgeraet bzw. im Rahmen von Kombinationsgeraeten Verwendung. Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum Dosieren und Verteilen von granuliertem und pulverfoermigem, leicht klebendem Streugut zu schaffen. Es liegt die Aufgabe zugrunde, ein sicheres Fuellen und Entleeren des Dosierorganes zu erreichen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe durch eine Dosier- und Verteilvorrichtung geloest, deren kastenfoermiger Vorratsbehaelter zur Vermeidung von Brueckenbildung im Querschnitt nach unten geringfuegig erweitert ist. Der Boden des Vorratsbehaelters wird durch mehrere gegenlaeufig drehende, eckige Austragewalzen gebildet, die proportional zur Fahrgeschwindigkeit einem vorgegebenen Sollwert entsprechend angetrieben werden. Fig. 2
Description
- 2 - Z4Z Ö48 Anwendungsgebiet der Erfindung .
Die Erfindung betrifft eine Dosier- und Verteilvorrichtung für körnige und pulverförmige Feststoffe, insbesondere für granulierte und schwer fließende, zur Brückenbildung neigende Mineraldünger und diverse Zuschlagstoffe und findet hauptsächlich im Bereich der Land- und Forstwirtschaft als Einzelgerät auf einem Fahrgestell, im Rahmen der Kombination von Arbeitsgängen sowie als wahlweise aufbaubare Baugruppe für mobile und stationäre Geräte Verwendung und wird über stationären oder mobilen Fördereinrichtungen und Fließstrecken in entsprechenden Wirtschaftszweigen eingesetzt.
Zum Ausbringen von festen Mineraldüngern und anderen Agrochemikalien sowie zum Dosieren von Zuschlagstoffen sind eine Vielzahl von Streu- und Dosiergeräten bekannt. Geräte, die einen Streufächer erzeugen, sind zur exakten Ausbringung, insbesondere für pulverförmiges Streugut, nicht geeignet. Auch sind sie schwer in Kombinationsgeräten einzuordnen und eine plazierte Düngung, zum Beispiel als Bandablage, ist nicht möglich. Die für diese Zwecke vorgeschlagenen Mineraldüngerstreuer sind in der Regel in Fahrgestelle (DE-OS 2622246) eingebaute Kastenstreuer, die das Streugut mittlerer Zellenräder (DE-PS 3218196), Austrageteller mit Streufingern, Kratzerkette mit Streufingern, mit elastischer Beschichtung versehene Walze (US-PS 2.643.798), sich über einen verstellbaren Schlitz drehenden Taumelscheiben (DE-PS 1260222), sich gegenläufig drehenden Glattwalzen (DE-OS 1457815), mit Mitnehmern versehenen Förderbändern, denen sich entsprechende Streuorgane anschließen (DE-OS 1557900), sich selbst reinigenden nockenartigen Dosierorganen (DE-OS 2208834), in den Luftstrom dosierende Nockenränder (DE-OS 2212769) und mittels horizontaler Schnecke (DE-OS 21 22198) austragen und verteilen. Für Dosierzwecke sind außerdem noch Zellenradschleusen bekannt.
Bei allen Streuern und Dosierorganen ist nachteilig, daß ein sicheres Nach rutschen von pulverförmigen, leicht klebenden, zur Brückenbildung neigenden Mineraldünger nicht gegeben ist, daß das Dosierorgane sich leicht zusetzt und über der Arbeitsbreite das Streugut sehr ungenau, in zum Teil unregelmäßigen Intervallen, ausstreut. Nachteilig ist weiterhin, daß eine gleichzeitige Eignung für körniges und pulverförmiges, leicht klebendes Fördergut nicht vorhanden ist. Weitere Nachteile bestehen darin, daß die Dosierorgane ein sicheres und exaktes Ausbringen dieses Streugutes, zum Beispiel nach einer durch Bordcomputer vorgegebenen Regel-oder Führungsgröße nicht ermöglichen.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum Dosieren und Verteilen von granuliertem und pulverförmigem, leicht klebendem Streugut zu schaffen, die ein genaues Ausbringen und Verteilen des Streugutes breitwürfig oder plaziert zum Teil in Kombination mit anderen Geräten, Maschinen oder Arbeitsorganen und das dosierte Aufgeben auf einen Gut- bzw. Flüssigkeitsstrom zwecks Mischen oder gemeinsamen Ausbringen ermöglicht und dadurch zu einer Einsparung von Material, Energie und Arbeitszeit bei reduzierter Druckbelastung des Ackerbodens sowie zur Rationalisierung von stationären Prozessen führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch ein besonders gestaltetes Austrage- und Dosierorgan in Verbindung mit dem darüber angeordnetem Behälter ein sicheres Füllen und Entleeren desselben zu erreichen und eine einfache, kostengünstige und flexible einsetzbare Dosier-und Verteilvorrichtung zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Dosier- und Verteilvorrichtung gelöst, deren kastenförmiger Vorratsbehälter zur Vermeidung von Brückenbildung im Querschnitt nach unten geringfügig erweitert und der Beginn dieser Erweiterung zur gegenüberliegenden Seitenwand versetzt ist. Der Boden des Vorratsbehälters wird durch eine oder mehrere, dann zwangsweise gegenläufig drehenden, eckigen Austragewalzen gebildet, die beim Durchlauf durch das Streugut dieses im unteren Teil, in besonders extremen Fällen zusätzlich auch darüber angeordnete Lockerungswerkzeuge, zum Beispiel Ketten, unterstützt, bewegen und so ein sicheres Füllen der sich zwischen Austragewalze und seitlicher Ummantelung bildenden Förderzellen erreicht wird. Aus Sicherheitsgründen kann die seitliche Ummantelung der Austragewalzen bei Überlastung abklappen und im oberen Teil des Vorratsbehälters ist ein Sieb herausnehmbar angeordnet. Werden mehrere Austragewalzen verwendet, so kann der Behälter durch eine einsetzbare Wand geteilt werden, so daß mehrere Streugutarten gleichzeitig ausgebracht werden können. Die Austragewalze wird mechanisch, hydraulisch oder elektrisch proportional zur Fahrgeschwindigkeit bzw. zu dem darunter bewegten Gutstrom und/oder einem vorgegebenen Sollwert entsprechend angetrieben, so daß über die zeitliche Folge der Förderzellen das Streugut dosiert wird. Über einen Bordcomputer oder stationäre Informationseinheit bzw. anderweitige Sollwertvorgabe ist eine schnelle Anpassung der Dosierung an unterschiedliche Erfordernisse gegeben. Die Austragewalze fördert das Streugut über ein zur Verhütung von Rieselverlusten leicht nach oben ansteigendes und bei Überlastung wegschwenkendes Austrageblech zu einem Streuschlitz, der in seiner lichten Weite etwa der durchschnittlichen Höhe einer Förderzelle entspricht und an den sich nach oben ein beweglicher Abstreifer anschließt. Zwischen Austragewalze und Streuschlitz bildet sich ein Pufferraum, der die unterschiedliche Fördermenge einer Förderzelle in Verbindung mit dem Rückstau des Streuschlitzes ausgleicht. Das gleichmäßige Abbrechen des Streugutes am Streuschlitz kann durch eine obere Überlappung, die eine Verschiebung des ausgetragenen Gutbalkens bewirkt, ein vibrierendes Austrageblech oder mit dem Abstreifer bewegte Schaber bzw. durch eine rotierende oder hin- und herdrehende Verteilwalze unterstützt werden. Es ist auch möglich, daß das Streugut von den Austragewalzen auf einen Gutsammler gegeben wird. Die in diesesm Falle verwendete Austragewalze ist ebenso wie die mit starrem Material beplankte, eine Stabkonsttuktion, die jedoch auch mit einer flexiblen Bespannung aus beschichtetem Gewebe mit im Inneren angeordneten Klopfeinrichtungen, zum Beispiel abrollende Kugeln oder ballige Walzen versehen sein kann, so daß anhaftendes Streugut abfällt. Der Gutsammler ist ein zwischen zwei Stäben schlaff befestigtes, beschichtetes Gewebe, das das von der Förderzelle in Intervallen ungleichmäßig abgegebene Streugut aufnimmt und sich zwischen Ende und Beginn der Entleerung der Förderzellen um 180° dreht, so daß, durch ein
Umstülpen des Gewebes unterstützt, das Streugut auf das darunterliegende Streuorgan fällt. Das Streuorgan ist eine herkömmliche mit starren oder elastischen Mitnehmern versehene Verteilwalze, die das Streugut von oben aus einer Sammelwanne austrägt. Diese Sammelwanne wird, zum Beispiel über Nocken, langsam an die Verteilerwalze herangeführt und zum Füllen durch den Gutsammler kurz vorher zurückgeschwenkt.
Das als Schleier, abgegebene Streugut kann wahlweise über einen bekannten Masse-oder Kontrollsensor geleitet werden ohne daß das Verteilbild negativ beeinflußt wird.
Das Streugut wird unter wahlweiser Verwendung einer Prallwand nach unten geleitet und breitwürfig oder mittels trichterförmiger Sammler oder dachförmiger Abweiser in ein nach hinten offenes Schar oder als Band abgelegt. Die Dosier- und Verteilvorrichtung kann auf ein separates Fahrgestell, wo sie zu Transportzwecken längsgeschwenkt wird, auf unterschiedliche landwirtschaftliche Geräte und auf Förderbänder oder dergleichen vorzugsweise mittels Schnellverschluß aufgesetzt werden. Dabei können zwischen dem Rahmen der Dosier- und Verteilvorrichtung und dem tragenden Gerät oder Gestell bekannte Lastsensoren angeordnet werden, so daß über Massedifferenzmessung die pro Zeiteinheit ausgetragene Streugutmenge erfaßt und somit geregelt werden kann.
Die Verwendung der Dosier- und Verteilvorrichtung ermöglicht die Kopplung der Verteilung von Mineraldünger mit einer Vielzahl anderer Maschinen, Geräte oder Arbeitsorgane sowie das genaue dosierte Aufgeben entsprechender Zuschlagstoffe auf Gut-und Flüssigkeitsströme vorwiegend in stationären Anlagen. Die'Arbeitsbreite ist durch wahlweise Anordnung einzelner Dosier- und Verteilvorrichtungen nebeneinander in gegebenen Stufen variierbar und zum gleichzeitigen Ausbringen mehrerer Streugutarten sind auch Einzelbaugruppen der Dosier- und Verteilvorrichtung in Arbeitsrichtung koppelbar.
Ausführungsbeispiel
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen beschrieben. Darin zeigen:
Figur 1: einen Querschnitt der Dosier- und Verteilvorrichtung mit einer Austragewalze (schematisch) Figur 2: einen Querschnitt der Dosier- und Verteilervorrichtung mit zwei Austragewalzen (schematisch) Figur 3: einen Querschnitt der Dosier- und Verteilvorrichtung mit einer Austragewalze und nachgeordneten Streuorganen und
Streugutleiteinrichtungen (schematisch) -
Figur 4: die zu Figur 3 gehörende Längsansicht (schematisch).
Nach Figur 1 bis 4 besteht die Dosier- und Verteilvorrichtung aus einem in einen Rahmen (1) angeordneten Vorratsbehälter (2), dessen in Förderrichtung zeigende Längswand (3) in unterschiedlicher Höhe zur gegenüberliegenden Seite nur wenige Grad schräg nach außen bis gerade gestellt ist. Der Boden des Vorratsbehälters wird durch eine oder mehrere sich drehende Austragewalzen (4), über die wahlweise zusätzliche Lockerungselemente angebracht werden können, gebildet. Die in Förderrichtung zeigende seitliche Ummantelung (5) der Austragewalzen kann bei Überlastung ganz oder teilweise abklappen und im oberen Teil des Vorratsbehälters ist ein herausnehmbares Sieb (6) angeordnet. Werden mehrere Austragewalzen verwendet, so kann in den Vorratsbehälter eine Trennwand (7) eingesetzt werden. Die Austragewalze wird in bekannter Weise mechanisch, hydraulisch (8), elektrisch oder dergleichen unter Verwendung einer herkömmlichen Steuerung oder Regelung angetrieben. Der Austragewalze ist als Verlängerung der seitlichen Ummantelung ein leicht nach oben geneigtes Austrageblech (9), das zweckmäßigerweise mit dem darüber angeordneten und gewichts- oder federbelasteten beweglichen Abstreifer (10) einen Streuschlitz (11) bildet, nachgeordnet.
Das Austrageblech kann bei Überlastung abschwenken und wahlweise selbst mit einem Vibrator. (12) verbunden sein. Nach dem Streuschlitz kann eine meist mit dem Abstreifer verbundene obere Überlappung (13) oder eine spezielle Verteilwalze angeordnet sein. Im Bereich des Streuschleiers sind wahlweise je nach Erfordernis ein oder mehrere und in Höhe und Winkel verstellbare bekannte Masse- oder Kontrollsensoren (14) angeordnet. Weiterhin können im Bereich des Streuschleiers eine Prallwand (15) und variabel anbaubare dachförmige Abweiser (16) befestigt werden. Anstelle des Streuschlitzes kann den Austragewalzen ein sich kurzzeitig um 180° drehender Gutsammler (17) aus flexiblem Material und ein aus einer durch Nocken (18) bewegten und im Fassungsvermögen der Förderzelle (19) entsprechenden Sammelwanne (20) und einer mit Mitnehmern versehenen rotierenden Verteilwalze (21) bestehendes Streuorgan nachgeordnet werden. Die in diesem Falle verwendete Austragewalze ist dann ebenso wie die mit starrem Material, zum Beispiel Holz beplankte, eine Stabkonstruktion, die jedoch auch mit einer flexiblen Bespannung aus beschichtetem Gewebe, an den Kanten mit Schonblechen (22) versehen, und mit wahlweise im Inneren angeordneten Klopfeinrichtungen (23), zum Beispiel im bestimmten Bereich beweglichen Kugeln oder balligen Walzen, versehen ist. Der Antrieb von zwei Austragewalzen kann über ein Zahnradpaar gemeinsam bzw. bei größerem Abstand zueinander jede für sich erfolgen. Die Dosier-und Verteilervorrichtung kann auf ei η separates Fahrgestell, wo sie zu Transportzwecken längs geschwenkt wird, auf unterschiedliche landwirtschaftliche Geräte, auf Förderbänder, alle kontinuierlich fördernden Maschinen und Anlagen oder dergleichen fest oder mittels Schnellverschluß, wahlweise unter Zwischenschaltung von Lastsensoren (24), aufgesetzt werden. Diese Dosier- und Verteilvorrichtung kann gleichermaßen zur Dosierung von pulvrigen Schüttgütern in Flüssigkeitsströme, zum Beispiel über offene Kanäle, Abwasseranlagen oder dergleichen, eingesetzt werden. Das in den Vorratsbehälter gegebene Streugut wird mittels der Austragewalzen (4) vertikal bewegt und rutscht an den leicht schräg gestellten Wänden ab, so daß ein sicheres Füllen der Förderzellen erreicht wird. Im Streugut vorhandene Fremdkörper oder Klumpen werden durch das Sieb (6) zurückgehalten bzw. durch die abklappbare Ummantelung (5) der Austragewalzen (4) nach außen gegeben. Über den Streuschlitz (11) und unter Einbeziehung des vorgelagerten Pufferraumes (25) erfolgt eine Vergleichsmäßigung des Gutstromes und ein dosiertes Abgeben des Streugutes. Durch entsprechende Einrichtungen wird ein gleichmäßiges Abbrechen des Streugutes erreicht. Es ist auch möglich, das von den Förderzellen diskontinuierlich abgegebene Streugut mittels eines Gutsammlers (17) kurzzeitig zu sammeln und durch eine Drehung des Gutsammlers (17) um 180° dieses der darunter angeordneten Sammelwanne (20) zu übergeben. Die Sammelwanne (20) führt das Gut im bestimmten Verhältnis zur Drehzahl der Austragewalze (4) der Verteilwalze (21) zu, so daß das Gut von oben entnommen werden kann. Die dem Streuschlitz (11) oder Streuorgan wahlweise nachgeordneten und stark variierbaren Streugutleiteinrichtungen bewirken eine den Erfordernissen entsprechende Ablage des Streugutes. Durch die wahlweise an- bzw. einbaubaren Last- (24) und/oder Massestromsensoren bzw. solchen, die der Kontrolle und/oder Messung des Gutstromes dienen, können die Anzeige bzw. Regelung des Massegutstromes und die Funktionskontrolle realisiert werden.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist es, daß ein genaues Verteilen von sowohl granuliertem als auch billigem, energiearmen, pulverförmigen bis leicht klebenden Streugut möglich ist. Außerdem wurde mit der Dosier- und Verteilvorrichtung eine beliebig aufbaubare Funktionseinheit vorgeschlagen, die in effektiver Weise ein dem gutartenspezifisch vorgewähltem Sollwert entsprechendes fahrcjeschwindigkeits- bzw. gutstromabhängiges automatisch geregeltes exaktes Dosieren und Verteilen von Streugut zuläßt und die eine Teilbreitenschaltung ermöglicht. Durch den Einsatz dieser Vorrichtung bei der Kombination von Arbeitsgängen und die Möglichkeit, daß mehrere Streugutarten gleichzeitig ausgebracht werden können, sowie daß unterschiedliche Verteilarten wie Breit-, Band- sowie Tiefenablage realisierbar sind, tritt eine erhebliche Ertragssteigerung bei geringem Material-, Kosten- und AKh-Aufwand sowie reduzierter Befahrdichte des Bodens und Umweltbelastung ein. Auch wird das Auftragen von Zuschlagstoffen auf Förderströme beträchtlich vereinfacht.
Claims (10)
- Erfindungsanspruch:1. Dosier- und Verteilvorrichtung für körnige und pulverförmige Feststoffe, die auf ein Fahrgestell oder als Baugruppe, beispielsweise mittels Schnellverbindung, vorzugsweise auf land- oder forstwirtschaftlichen Geräten und über stationäre oder mobile Fördereinrichtungen oder Fließstrecken und dergleichen angeordnet wird, dessen Dosierorgan durch einen im variierbaren Verhältnis fahrgeschwindigkeits- oder gutstromabhängig, wahlweise per Voreinstellung, bei der• unterschiedlichen Gutartendichte berücksichtigt werden kann, geregelten hydraulischen, mechanischen oder elektromotorischen Antrieb betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden eines besonders gestalteten kastenartigen Vorratsbehälters (2) ganz oder teilweise durch eine oder mehrere Austrage-und Dosierorgane in Form von eckigen Austragewalzen (4), über denen wahlweise zusätzliche bewegliche Ketten oder dergleichen angeordnet sein können, gebildet wird, denen ein Streuschlitz (11) oder ein spezielles Streuorgan (17,18, 20,21) folgt und dem wahlweise spezielle Streugutleiteinrichtungen (15,16) nachgeorcfnet werden können.
- 2. Dosier- und Verteilvorrichtung für körnige und pulverförmige Feststoffe nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (2) wenigstens an der Förderseite der Austragewalze und parallel zu dieser eine im unteren Bereich vorzugsweise bis in unterschiedliche Höhe zur gegenüberliegenden Seite reichende, leicht schräg nach außen bis gerade gestellte Längswand (3) hat, daß die in Förderrichtung liegende seitliche Ummantelung (5) der Austragewalzen gegen Feder- und Schwerkraft ganz oder teilweise wegschwenkbar ist, daß im oberen Teil des Vorratsbehälter ein Sieb (6) angeordnet ist und bei Vorhandensein mehrerer Austragewalzen'eine Trennwand (7) eingesetzt werden kann.
- 3. Dosier- und Verteilvorrichtung für körnige und pulverförmige Feststoffe nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragewalze (4) vorzugsweise eine mit starrem Material, zum Beispiel Holz, beplankte bzw. mit flexiblem Material bespannte Stabkonstruktion oder dergleichen ist, deren äußere Kanten nach Bedarf mit Schonblechen (22) versehen sind. und die im Inneren wahlweise mit Klopfeinrichtungen (23), wie beispielsweise ballige Walzen oder Kugeln, die beweglich fixiert sind, ausgerüstet werden kann.
- 4. Dosier- und Verteilvorrichtung für körnige und pulverförmige Feststoffe nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Streuschlitz (11) einer leicht nach oben bis horizontal gestalteten und bei Überlastung selbsttätig abklappbaren Verlängerung (9) der seitlichen Ummantelung der Austragewalze (4) nachgeordnet ist, in seiner lichten.Weite der durchschnittlichen Größe der Förderzellen (19) und der Gutart angepaßt ist, sich im oberen Teil zweckmäßigerweise in einen per Feder-oder Gegengewicht angedrückten, beweglichen Abstreifer (10) fortsetzt und daß im wahlweise eine Abbruchoder Verteilhilfe (13), zum Beispiel bogenförmige obere Überlappung, bewegte Schaber, oder eine mit starren bzw. flexiblen Mitnehmern versehene rotierende oder hin- und herdrehende Verteilwalze, nachgeordnet ist bzw. daß die Verlängerung (9) zu großen Teilen selbst ein vibrierendes Blech oder dergleichen darstellt.
- 5. Dosier- und Verteilvorrichtung für körnige und pulverförmige Feststoffe nach Punkt 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das spezielle Streuorgan eine der oder den Austragewalzen (4) nachgeordnete mit starren oder flexiblen Mitnehmern» versehene Verteilwalze (21) ist, die in einer entsprechenden geformten Sammelwanne (20), die in einem durch die Anzahl der Förderzellen pro Austragewalze festgelegten Verhältnis zur Umdrehung dieser zum Beispiel mittels bewegter Nocken (18) ISngsam an die Verteilwaize heran und schnell zurückgeführt wird, rotiert.
- 6. Das Streuorgan nach Punkt 5, dadurch gekennzeichnet, daß es im oberen Teil wahlweise durch einen Gutsammler (17) ergänzt werden kann, die vorzugsweise aus zwei parallelen, an den Enden verbundenen Stäben mit dazwischen schlaff angeordneten flexiblen Material oder aus einem besonders geformten Blech besteht und der zwischen zwei Förderzellen eine halbe Drehung bzw. ein Zurückschwenken oder dergleichen ausführt.
- 7. Dosier- und Verteilvorrichtung für körnige und pulverförmige Feststoffe nach Punkt 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Streuschleier durchgehend oder lückenhaft Massesensoren (4) wie piezoelektrische Impulsmesser oder Wiegeplatten bzw. Kontrpllsensoren wie piezoelektrische Impulszähler, wegklappbare Platten oder schwingende Stäbe bzw. Lichtschranken oder dergleichen wahlweise angeordnet werden können.
- 8. Dosier- und Verteilvorrichtung für körnige und pulverförmige Feststoffe nach Punkt 1 bis 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Verteilgerät und dem darunter angeordnetem Fahrgestell, landwirtschaftlichen Gerät oder Förderer wahlweise Lastsensoren (24) eingebaut werden können.
- 9. Dosier-und Verteilvorrichtung für körnige und pulverförmige Feststoffe nach Punkt 1 bis 5,7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Streugutleiteinrichtung sich vorzugsweise aus einer wahlweise anbaubaren und zum Beispiel aus flexiblem Material, Blech oder Kunststoff bestehenden Prallwand (15) und aus ebenfalls wahlweise in entsprechendem Abstand zueinander an einem herkömmlichen Träger im Streubereich anbaubaren fest oder im Winkel verstellbaren, dach- oder trichterförmigen und aus starren oder flexiblen Material bestehenden Abweisern (16) bzw. Sammlern, denen nach Bedarf geschlossene oder nach hinten offene Schare folgen, zusammensetzt.
- 10. Dosier- und Verteilvorrichtung für körnige und pulverförmige Feststoffe nach Punkt 1 bis 5,7 bis 9, gekennzeichnet dadurch, daß es in den Anwendungsflächen entsprechenden, abgestuften Arbeitsbreiten verfügbar ist und daß es sich leicht quer zur Arbeitsrichtung stellen und wahlweise in dieser sowie in Arbeitsrichtung vorzugsweise durch Schnellverbindung befestigen läßt.Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
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| ENJ | Ceased due to non-payment of renewal fee |