DD220321A1 - Lackpflege-, reinigungs- und konservierungsmittel - Google Patents

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DD220321A1
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Goetz Bauerfeind
Ruth Becker
Wolfgang Helbig
Guenter Hildebrand
Ullrich Klett
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Petrolchemisches Kombinat
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Abstract

DIE ERFINDUNG BETRIFFT EIN LACKPFLEGEMITTEL ZUR REINIGUNG, PFLEGE UND KONSERVIERUNG VON LACKIERTEN WERKSTOFFEN. DAS ERFINDUNGSGEMAESSE LACKPFLEGEMITTEL WIRD AUS 0,5 BIS 2 MA.-TEILEN MONTANWACHS, 0,1 BIS 1,0 MA.-TEILEN EINES NATUERLICHEN BZW. KUENSTLICHEN HARZES ODER HARZESTERS. 1 BIS 5 MA.-TEILEN EINES MONTANWACHSRAFFINATES, 1 BIS 8 MA.-TEILEN EINES GEMISCHES AUS HARTPARAFFIN UND TEILVERESTERTEN MIT TRIETHANOLAMIN ANVERSEIFTEN MONTANWACHSRAFFINAT, 1 BIS 3 MA.-TEILEN EMULGATOR, 1 BIS 5 MA.-TEILEN METHYLSILIKONOEL, 30 BIS 45 MA.-TEILEN BENZINKOHLENWASSERSTOFFE, 35 BIS 45 MA.-TEILEN ENTMINERALISIERTES WASSER UND 0,5 BIS 10 MA.-TEILEN EINER ALKALISEIFE VON FETTSAEUREN HERGESTELLT.

Description

Lackpflege-, Reinigungs- und Konservierungsmittel
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Lackpflegemittel, das zur Reinigung, Pflege und Konservierung von lackierten Werkstoffen, wie z. B. Autokarosserieblechen, kunststoffbeschichtete Flächen an Möbeln, lackierten Holzflächen und lackierten Leder- und Kunstlederoberflächen, einsetzbar ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Autolackpflegemittel sollen nicht nur zur visuellen Glanzerhöhung des Lackes beitragen, sondern in erster Linie auch einen wirksamen Langzeitschutz gegen Witterungserscheinungen aller Art und so die Alterungsbeständigkeit der hochglänzend lackierten empfindlichen Karosserieoberflächen zu erhöhen. Zur Reinigung, Pflege und Konservierung von Autolacken sind bereits eine Vielzahl von Pflegemitteln auf Emulsionsbaeis und nicht wäßriger Basis bekannt. Sie enthalten in den unterschiedlichsten Kombinationen und Mengenverhältnissen, entsprechend ihrer Verträglichkeit untereinander, natürliche synthetische oder partia!synthetische Wachse und Paraffine, Lösungsmittel, Emulgatoren,, Wasser sowie Hilfe- bzw. Zusatzstoffe zur Verbesserung ihrer Gebrauchseigenschaften, wie z. B. Silikonöle und zur Verbesserung des Hydrophobierungseffektes und der Polierbarkeit und Schleifmittel zur Erhöhung der Reinig ungswirkung.
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Pflegemittelemulsionen auf reiner Viasserbasis können nach längerer Feuchtigkeitseinwirkung reemulgieren und ein Lösen des Schutzfilmes eintreten, was zwangsläufig eine Einschränkung der Konservierungseigenschaften zur Folge hat. Um diesen Mangel herabzusetzen, werden in neuester Zeit solchen Produkten Copolymere zugesetzt, die zwar die Wasserfestigkeit verbessern, oder andererseits den Poliervorgang erschweren bzw. zu Streifen- oder Schichtenbildung auf dem Lack führen können, die sich nicht oder nur schwer beseitigen lassen. ,
Bei Pflegemitteln auf reiner Lösungsmittelbasis wird nicht die gewünschte den Emulsionsprodukten eigene Glanztiefe und leichte Polierbarkeit bei gleichzeitiger guter Haltbarkeit erreicht. ,
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, die nach dem Stand der Technik bekannten Nachteile auszuschalten und ein Lackpflege-, Reinigungsund Konservierungsmittel zu finden, das für lackierte Oberflächen verschiedener Werkstoffe universell anwendbar ist und sich gut mit Wasser vermischt· Besonders bei der Anwendung zur Pflege, Reinigung und Konservierung von lackierten Autokarosserieteilen kann es unverdünnt aber auch mit Wasser verdünnt eingesetzt werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lackpflege-, Reinigungs- und Konservierungsmittel zu entwickeln, das die Vorzüge von Pflegemitteln auf Emulsionsbasis in sich vereint und für den vorgesehenen Verwendungszweck einsetzbar ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Emulsion gelöst, die aus 0,5 bis 2 Ma.-Teilen eines Rohmontanwechsea, 0,1 bin 1,0 Ma.-Teilen eines natürlichen bzw. künstlichen Ha rise a und Harzesters, 1 bis 5 Ma»-Teilen eines hellen, modifizierten Montanwachsraffinates, 1 bis 8 Ma.-Teilen eines Gemisches, das im Verhältnis 1 : 1 ein Hartparaffin der Gradation 52 bis 62 0C und ein teilverestertes mit 0,5 bis 1,5 Ma.-Teilen Triethanolamin anverseiftes Montanwachsraffinat enthält, 1 bis 3 Ma.-Teilen eines Emulgators auf der Basis oxethylierter Alky!polyglykolether,. 1 bis 5 Ma,-Teilen Methylsilikonöl mit einer Viskosität von 50 bis 500 cSt bei 20 0G,. 30 bis 45 Ma.-Teileneines Benzinkohlenwasserstoffes der Siedelage 1Ό0 bis . 200 0C, 35 bis 45 Ma.-Teilen entmineralisiertes Wasser und 0,5 bis 10 Ma.-Teilen einer Alkaliseife von gesättigten oder ungesättigten, natürlichen oder synthetischen Fettsäuren oder deren Gemische der C-Kettenlangenverteilung von C^q bis C^q, bei denen der freie Fettsäureanteil zu 30 bis 70 Ma.-Teilen mit Alkalioxid,- hydroxid,- karbonat oder -hydrogenkarbonat verseift ist und eine Säurezahl von 45 bis 175 mg KOH/g aufweist, besteht. Die schutzfilmbildende Y/achskombihation besteht aus hellen modifizierten Montanwachsraffinaten, Paraffinkohlenwasserstoffen der Gradation 52 bis 62 0C, Rohmontanwachs bzw. Kolophonium oder Kolophoniumester. Als Emulgator wird oxethylierter Polyglykolether verwendet.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung können dem Lackpflegemittel 3 bis 10 Ma.-Teile einer Poliertonerde > 15000 VES zugesetzt werden.
Dabei wurde gefunden, daß sich die beschriebene Alkaliseife von Fettsäuren als Konsistenzregulator gut eignet· Die konsistenzbeeinflussende Wirkung der Alkäliseife von Fettsäuren ist so stark ausgeprägt, daß es möglich ist, ohne Veränderungen der Anteile der schutzfilmbildenden Wachskombination und nur durch die Variieruhg des Anteils der Alkaliseife von Fettsäuren, ein Pflegemittel herzustellen, welches eine Konsistenzspanne von halbflüssig über cremartig bis dick pastös aufweisen kann.
Ausfuhrungsbeispiele
1· 2,5 Ma«-Teile mit 1,3 Butylenglykol teilverestertes helles . Montanwachsraffinat
3,5 Ma.-Teile Gemisch im Verhältnis 1 : 1 aus Hartparaffin der Gradation 52 bis 62 0O und eines teilveresterten mit 0,5 bis 1,5 Ma.-Teilen Triethanolamin anverseiften Montanwachsraffinates 0,5 Ma·-Teile Rohmontanwachs 0,5 Ma«-Teile Kolophoniumester 2,0 Ma.-Teile Silikonöl (360 cSt/20 0C) 1,0 Ma.-Teile Emulgator
1,0 Ma.-Teile Alkaliseife von Fettsäuren mit einer Säurezähl von 80 mg KOH/g
40 Ma.-Teile Testbenzin der Siedelage 100 bis 200-0C 49 Ma.-Teile entmineralisiertes Wasser
Die Wachs-Wasser-Emulsion kann sowohl nach der Wasser in Wachs wie auch nach der Wachs in Wasser-Methode hergestellt werden. Im ersteren Fall werden die Wachs-, Paraffin- und Harzkomponenten gerneinsam mit dem Emulgator auf 105 bis 110 0C erwärmt. Mach dem Erreichen der homogenen Schmelze wird unter Rühren zunächst langsam, wegen der Schaumbildung, das auf 95 0C erwärmte entmineralisierte Wasser zugegeben. Im zweiten Fall, der sogenannten Einstreumethode, wird das Wasser auf Siedetemperatur erwärmt und unter Rühren werden zunächst der Emulgator und danach die Wachs-, Paraffin- und Harzkomponenten nacheinander oder gemischt in fester Form zugegeben. Die fertige Emulsion läßt man in beiden Fällen noch einmal kurz aufkochen. Entstehende Brüden werden am Rückflußkühler kondensiert.
Zur heißen Emulsion (90 bis 100 0C) gibt man die Alkaliseife der Fettsäure und rührt bis zur völligen Auflösung der Seife Wach einer kurzen Homogenisierungsphase und Abkühlungszeit (15 Min.) werden das Silikonöl und das Testbenzin zugegeben. Es ist vorteilhaft beide Komponenten im Gemisch und auf 60 0C vorgewärmt zuzugeben. Danach wird noch 30 Minuten bei 75 0C
weitergerührt bis der Behälterinhalt eine homogene glatte Struktur aufweist. Nach einer durchschnittlichen Abkühlungszeit Vl füllt.
zeit von 90 Minuten wird bei 45 0C das Pflegemittel abge-
. 1,5 Ma»,-Teile mit 1,3 Butylenglykol teilverestertes helles
Montanwachsraffinat 2,0 Ma.-Teile helles Montanwachsraffinat (Säurewachs mit einer
Säurezahl von 95 mg KQH/g)
3,5 Ma.-Teile Gemisch im Verhältnis 1:1 aus Hartparaffin rn.it.ddr Gradation 52 bis 62 0C und teilvereatertes mit 0,5 bis 1,5 Ma.-Teilen Triethanol-, amin anverseiften Montanwachsraffinat 0,8 Ma.-Teile Rohmontanwachs 0,2.Ma.-Teile Kolophonium 1,8 Ma.-Teile Silikonöl (360 cSt/ 20 0C) 1,2 Ma.-Teile Emulgator 3,0 Ma.-Teile Alkaliseife von Fettsäure mit einer Säurezahl
110 mg KOH/g
4,0 Ma.-Teile Poliertonerde
38,0 Ma.-Teile Testbenzin der Siedelage 100 bis 200 0C 44,0 Ma.-Teile entmineralisiertes Wasser
Die Herstellungstechnologie ist analog wie im Beispiel 1 beschrieben. Die Zugabe der Poliertonerde erfolgt gemeinsam mit dem Testbenzin. Sie kann aber auch separat nach der Testbenzinzugabe erfolgen.

Claims (2)

Erf in.d u ng s an s ρ r u c h
1. Lackpflege-, Reinigungs- und Konservierungsmittel auf Emulsionsbasis, g β k e η η ζ e i c h η e t durch ein Gemisch aus 0,5 bis 2 Ma.-Teilen eines Rohmontanwachses, 0,1 bis 1,0 Ma.-Teilen eines natürlichen bzw. künstlichen Harzes und Harzesters, 1 bis 5 Ma.-Teilen eines hellen, modifizierten Montanwachsraffinates, 1 bis 8 Ma,-Teilen eines Gemisches, das im Verhältnis 1 : 1 ein Hartparaffin der Gradation 52 bis 62 0C und ein teilverestertes mit 0,5 bis
,k 1,5 Ma.--Teilen Triethanolamin anverseiftes Montanwachsraffinat enthält, 1 bis 3 Ma.-Teilen eines Emulgators auf Basis oxethylierter Alky!polyglykolether, 1 bis 5 Ma.-Teilen Methylsilikonöl mit einer Viskosität von 50 bis 500 cSt bei 20 0C, 30 bis 45 Ma.-Teilen eines Benzinkohlenwasserstoffes der Siedelage 100 bis 200 0C, 35 bis 45 Ma.-Teilen entmineralisiertes V/asser und 0,5 bis 10 Ma.-Teilen einer Alkaliseife von gesättigten oder ungesättigten, natürlichen oder synthetischen Fettsäuren oder deren Gemische der C-Kettenlängenverteilung von C^q bis CUq, bei denen der freie Fettsäureanteil zu 30 bis 70 Ma.-Teilen mit Alkalioxid,-hydroxid-, karbonät oder -hydrogenkarbonat verseift ist und eine Säurezahl von 45 bis 175 mg KOH/g aufweist.
2. Lackpflege-, Reinigungs- und Konservierungsmittel nach Punkt 1, dadurch g e k eη η ζ β i c h,n et, daß die Emulsion 3 bis 10 Ma.-Teile einer Poliertonerde 7-150Q0 VES enthält.
DD25692883A 1983-11-21 1983-11-21 Lackpflege-, reinigungs- und konservierungsmittel DD220321B1 (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5045119A (en) * 1990-09-11 1991-09-03 Pennzoil Products Company Telephone cable cleaning and restoration fluid
WO1992004167A1 (en) * 1990-09-03 1992-03-19 Shell South Africa (Proprietary) Limited Method of producing metal soap
RU2192442C2 (ru) * 2000-09-29 2002-11-10 Андрейчикова Галина Емельяновна Состав полирующий, консервирующий, чистящий
DE102004055673A1 (de) * 2004-11-18 2006-05-24 Baerlocher Gmbh Verfahren und Zusammensetzung zur Reinigung von Kunststoffoberflächen mit einem Gehalt an halogenierten Polymeren

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