DD200367A1 - Vegetabiles strahlmittel und verfahren zu dessen herstellung - Google Patents

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DD200367A1
DD200367A1 DD23339181A DD23339181A DD200367A1 DD 200367 A1 DD200367 A1 DD 200367A1 DD 23339181 A DD23339181 A DD 23339181A DD 23339181 A DD23339181 A DD 23339181A DD 200367 A1 DD200367 A1 DD 200367A1
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DD23339181A
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Rita Eisenblaetter
Guenther Neumann
Bernd Matthaeus
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Rita Eisenblaetter
Guenther Neumann
Bernd Matthaeus
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Abstract

Die Erfindung betrifft die Verwendung von Kirsch- und Pflaumensteine, insbesondere deren Steinhülle, als Strahlmittel sowie das Verfahren zu dessen Herstellung. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es bisher verwendeter vegetabile Strahlmittel, besonders Walnussschalen- und Mandelschalen-Granulat, zu substituieren. Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, indem Obststeine angebrochen, hydraulisch in seine Bestandteile Mandel und Steinhülle zerlegt werden, der Steinhüllenanteil getrocknet und anschließend auf eine Korngröße von 1-2 mm granuliert wird. Das anfallende Nebenprodukt Mandel kann als ölliefernder Rohstoff oder Futtermittel weiter verwertet werden.

Description

-/
233391 3
der Erfindung Vegetabiles Strahlmittel und Verfahren zu dessen Herstellung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Verwendung von.Obst steinGranulat als Strahlmittel, Das genannte vegetabile Arbeitsmittel ist für das Strahlen von Grauguß-, Aluminiumlegierungen u,ä· Materialien geeignet, besonders für das Entfernen von Ölkohle.
Anwender sind Einrichtungen, die bisher dafür Walnuß- bzw, Mandelschalen-Granulat anwendeten sowie alle Einrichtungen, die keine metallischen und nichtmetallischen Strahlmittel anwenden können, da sie zu unzulässiger Oberflächenaufrauhung führen und ölige Verschmutzungen nicht entfernen können.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Strahlmittel für das Putzstrahlen von öligen Verschmutzungen auf Grauguß- und Aluminiumteilen bekannt. Zur Vermeidung eines Angriffs der Oberfläche werden Strahlmittel wie Hartholzspäne, Huß- und Mandelschalen sowie gekörnte Kunststoffe verwendet. Diese Medien besitzen genügend Masse : mit hinreichender·Energie, um die Korrösionsprodukte und ; weitere Verunreinigungen abzuschlagen, wobei-die' Oberfläche' kaum aufgerauht wird.
Die Lebensdauer der Hartholzspäne ist sehr gering. Sie verursachen während des Strahlvorganges eine starke Staubentwicklung und die Beschaffung ausreichender Mengen ist nicht gewährleistet.
Kunststoffstrahlmittel, sowohl in reiner Form als auch als Mischung mit metallischen oder mineralischen Stoffen (BRD
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aufv/eisen, sind aber ungeeignet ölige Verschmutzungen aufzunehmen, da dem Kunststoff die vegetabilen Strahlmittel^ eigene poröse und demnach saugfähige Struktur .fehlt.
Ziel der Erfindung ;
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die bekannten vegetabilen Strahlmittel, insbesondere Mandelschalen- und Walnußschalen-Granulate, die aus importierten Halbschalen erzeugt werden, durch Strahlmittel auf der Basis einheimischer Rohstoffe, besonders durch Aufbereitung von ungenutzten Sekundärrohstoffen, zu substituieren. Das Substitut muß die gleichen oder bessere Eigenschaften wie die bisher verwendeten Strahlmittel haben., d.h. es muß- Ölkohle, Plugrost, Fettverschmutzung und Dichtungsreste beseitigen, es darf keine Beschädigung an Dichtflächen und Paßsitzen hervorrufens es muß eine gleiche bzw«, kürzere Strahldauer pro Zeiteinheit bei gleichem Putzeffekt aufweisen und es muß einen zumindestens gleichen Widerstand gegen Verschleiß besitzen· . Das Substitut muß in den bisherigen Anwendungsgebieten und eventuell v/eiteren eingesetzt werden können»
Darlegung; des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Strahlmittel zu finden, das Walnuß- und Mandelschalen-Granulat ersetzt« Y/eiterhin ist es Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zu dessen Herstellung zu entwickeln. Erfindungsgemäß ward die Aufgabe gelöst, in dem Obststeine, -die. bei der Herstellung von Fruchtmark .mittels Passier'turbinen und entsteinten Steril«-und, Gefrierkonserven mittels Entsteinmaschine an- · ·.·· fallen und einen geringen Fruchtfleischanteil aufweisen, zu', einem Granulat aufbereitet werden« .
Dies wird erreicht, in dem.Obststeine zunächst mittels Walzenmühlen mit regelbarer Spalteinstellung.angebrochen · werden«, Die Spaltweite ist so zu wählen, daß mindestens 90 % der Steine angebrochen sind* daß sie weder zerquetscht werden: noch, unzerstört bleiben»
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Das Gemisch, welches unterschiedliche Mengenanteile der Steinbestandteile Steinhülle und Mandel erhält, wird mittels Fördereinrichtung einer kontinuierlich arbeitenden Flüssig-Trenneinrichtung zugeführt, in der, bedingt durch die unterschiedlichen Dichten der Hüllen- und Mandelbestandteile unterschiedliche Absetzgeschwindigkeiten ausgenutzt werden· Auf Grund der größeren Dichte der Schalenhülle setzen sich diese schneller ab. Die Mandelbestandteile dagegen werden vom Wasserstrom kontinuierlich ausgetragen. Zur Beschleunigung des Trennvorganges kann anstelle des Wassers eine Salzlösung verwendet werden, in der maximal 26,25 kg Salz pro 10 1 Wasser, zu· lösen sind. Die nach dem beschriebenen Prinzip arbeitende Trenneinrichtung soll einfach in ihrem Aufbau, billig in ihrer Wartung und niedrig in ihrem Wasserverbrauch sein» Der Trennprozeß soll dabei so geführt werden, daß möglichst wenig Hüllenrnaterial in die Mandelfraktion gelangt, um die Verluste gering zu halten. Die abgetrennten feuchten Steinhüllen werden anschließend getrocknet. Das kann durch Ausbreiten auf Trockenflächen oder technische Trocknung realisiert werden. Der anschließend folgende Granulierprozeß kann ebenfalls durch eine Mahltrocknung mit dem vorhergehenden Arbeitsschritt gekoppelt werden»
Das Granulieren der Steinhüllen erfolgt zweckmäßig in Hammermühlen mit Fraktioniersiebeinsalz. Das erzeugte Granulat weist eine Korngröße von 1-2 mm auf.
Die als Nebenprodukt anfallende Mandel kann sowohl als ölliefernder Rohstoff als auch als energiereiches Futtermittel weiter/verwendet werden« Bedingt durch den nassen Trennprozeß kommt es zur Reduzierung des Amygdalin-Gehaltes, so -daß sich die Menge · enzymatisch synthetisierbarer. Blausäure ;.-.. so verringert, daß Tagesrationen von 300 g Mandeln pro 100 krj Lebendmasse Schwein empfohlen werden.

Claims (3)

-Erfindun^sansTjruch
1, Vegetabiles Strahlmittel und Verfahren zu dessen Herstellung dadurch gekennzeichnet, daß als Strahlmittel Obststein-Granulat verwendet wird«
2. Verfahren zur Herstellung von Obststein-Granulat nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß Obststeine angebrochen, hydraulisch in Steinhülle und Mandel getrennt werden, der Steinhüllenanteil getrocknet und anschließend granuliert wird«
3» Verfahren nach Punkt 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß das Nebenprodukt Mandel als beliefernder Rohstoff oder Futtermittel weit erverwendet wird« . .· . .
DD23339181A 1981-09-18 1981-09-18 Vegetabiles strahlmittel und verfahren zu dessen herstellung DD200367A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2000047370A1 (en) * 1999-02-12 2000-08-17 Michigan Biotechnology Institute Method for stripping paint using hard shell pits

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