CH98433A - Binokulares Instrument zur Untersuchung von engen Hohlräumen. - Google Patents

Binokulares Instrument zur Untersuchung von engen Hohlräumen.

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CH98433A
CH98433A CH98433DA CH98433A CH 98433 A CH98433 A CH 98433A CH 98433D A CH98433D A CH 98433DA CH 98433 A CH98433 A CH 98433A
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CH
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mirrors
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Inventor
Wessely Dr Emil
Optische Anstalt C Oesterr-Ung
Original Assignee
Wessely Dr Emil
Oesterr Ung Opt Anstalt Goerz
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      Binokulares    Instrument zur Untersuchung von engen Hohlräumen.    Die     Erfindung        betrifft        binokulare    optische  Instrumente zur Untersuchung enger Hohl  räume, insbesondere des menschlichen und  tierischen Körpers.  



  Instrumente dieser Art wurden bisher aus  zwei Paaren ebener Spiegel, ein Paar für  jedes Auge, aufgebaut, die derartig gegen den  zu betrachtenden Gegenstand geneigt sind,  dass die von ihm divergierend ausgehenden  Strahlen nach Reflexion an den Spiegeln  parallel gerichtet durch Okulare in die Augen  des Beobachters gelangen.  



  Instrumente dieser bekannten Bauart sind  nicht bloss kompliziert und teuer, zudem  schwer zu reinigen und zu sterilisieren - ein  schwerwiegender Nachteil, wenn das Instru  ment chirurgischen Zwecken dienen soll -,  sondern sie sind auch in optischer Hinsicht       mangelhaft,    da das Gesichtsfeld sehr be  schränkt ist und die Strahlen in beide Augen  des Beobachters parallel gelangen, so dass die  Bilder nicht plastisch erscheinen.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein       binokulares    optisches Instrument zur Unter-         suchung    enger Hohlräume, das einfach und  billig in der     Ausführung    ist, leicht gereinigt  und sterilisiert werden kann, und bei dem  die vom betrachteten Gegenstand kommenden  Lichtstrahlen in die beiden Augen des Beob  achters unter einem solchen     Divergenzwinkel     treten, dass das bekannte     Doppeltsehen    des  Objektes ausgeschlossen wird.  



  Zur Erreichung dieses Zweckes wird von  der an sich bekannten Anordnung zweier zur  Symmetrieebene der Pupillen symmetrisch  liegender Paare von Spiegeln Gebrauch ge  macht, welche gemäss der Erfindung derartige  gegenseitige Lage der reflektierenden Flächen  besitzen, dass die von einem in Arbeitsdistanz  befindlichen Objekte ausgehenden, auf die  beiden innern Spiegelflächen divergierend auf  treffenden Lichtstrahlen so reflektiert werden,  dass sie infolge der zweiten     Reflektion    an den  äussern Spiegelflächen unter einem solchen  Winkel divergierend in die Pupillen gelangen,  dass die beiderseits erzeugten     Objektivbilder     in einem gemeinsamen     Objektivbild    in deut  licher Sehweite vereinigt erscheinen.

        Die einfachste     Ausführungsform    der Er  findung besteht darin, dass die zwei Spiegel  jedes Paares gegen den zu betrachtenden  Gegenstand konvergieren.  



  In der Zeichnung zeigt     Fig.    1     schematisch-          die    einfachste Ausführung eines Instrumentes  nach der Erfindung;     Fig.    2 zeigt eine abge  änderte Ausführungsform derselben.  



  In     Fig.    1 bezeichnen     .S1,        Ss    und     S2,    84 zwei  Paare vertikaler ebener Spiegel, jedes für ein  Auge des Beobachters, die symmetrisch zu  seiner Mittelebene angeordnet sind.

   Die -Win  kel a zwischen dieser Symmetrieebene und  den äussern Spiegeln     Si    und     Ss    betragen zweck  mässig nahe     45 ,    und nach der Erfindung sind  die Winkel     7-    zwischen der Symmetrieebene  und den innern Spiegeln     8s    und     S.-    kleiner  als die Winkel<I>a,</I> so dass die Spiegel     Si,     und     S-;    84 jedes Paares nach der Seite des  betrachteten Gegenstandes G zu konvergieren,  der, um die Darstellung zu vereinfachen, in  der erwähnten Symmetrieebene angenommen  wurde.

   Die vom Gegenstand G zu den innern  Spiegeln     S3    und 84 gehenden Strahlen G,     bi     und<I>G</I>     b2    werden in den Richtungen     bi,   <I>ei</I>       bezw.        b::,        c2    und hierauf von den äussern Spie  geln     451,    82 auf den Wegen<B>ei,</B>     Al        bezw.        c2,        A2     in die Augen     Ai,        A2    des Beobachters reflek  tiert.

   Die Geraden<B>ei,</B>     A1    und     c2,        A2    schnei  den sich im Punkte B der Symmetrieebene,  der einen Teil der beiden zusammenfallenden  Bilder     B'i    und     B'2    des betrachteten     ()'regen-          standes    darstellt.

   Die Geraden     bi,    ei und     b2,        c2     sind Teile der bei Konstruktion der reflek  tierten Strahlen in     Fig.    1 in der     bekannten     Weise benützten Hilfslinien     Bi,        hi    und     B2,        1s:

  .1.     Wie aus     Fig.1    sofort erkennbar, ist der Winkel  <B>--1<I>1,</I></B><I> B,</I> A 2, den die vom Bild<I>B zu</I> den  Augen     Al,        A2    des Beobachters gehenden Strah  len einschliessen, beträchtlich grösser als der  Winkel     bi,   <I>G,</I>     b2    der entsprechenden, vom  Punkt G kommenden Strahlen, und der Be  obachter sieht daher den betrachteten Gegen  stand, als ob dieser nicht in einer engen  Höhlung verborgen wäre, sondern     offen    vor  seinen Augen läge.

   Durch geeignete Wahl  der Winkel<I>a</I> und<I>r</I> können die zusammen  fallenden Bilder     B'i    und     B'2    beliebig nahe    an den Gegenstand G herangebracht werden,  und daher wird der Beobachter das betrach  tete Objekt wie mit     unbewaffnetem    Auge.  aber     offen    vor sich sehen.

   In     Fig.1    bestehen  die Spiegel     S1,        172,        S3,        S.-    aus Metall oder ver  silbertem Glas, in     Fig.    2 ist jedes Spiegel  paar     81,        S2    und     Sa,    84 durch ein Glasprisma  von entsprechendem     trapezoidischem    Quer  schnitt ersetzt.

   Die vom Gegenstand G     kom-          inenden    Strahlen werden an den einander  gegenüberliegenden Seiten     Si,        S3        bezw.        8,     jedes Prismas total     reflektiert,    während die  beiden andern Seiten so zu schleifen sind.

    dass die vom Gegenstand G kommenden  Strahlen senkrecht zu diesen Seiten bei     a.i     und     a2    in die Prismen eintreten und sie bei       dl    und     d2    wieder senkrecht zu den betreffen  den Grenzflächen verlassen, um die Wirkung  der Zerstreuung, Dispersion, auf ein     14Iinimum     zu bringen. Im übrigen bleibt die Konstruk  tion dieselbe wie in     Fig.    1.

   Da die Strahlen  bei der in     Fig.    2 dargestellten Ausführung  einen beträchtlichen Weg in Glas zurück  legen, werden die Punkte     Bi>        B2    aus den  Stellungen     hi        bezw.        h2,    die sie bei Anwen  dung von Metall- oder versilberten     (Ilasspie-          geln    einnehmen würden, etwas verschoben.  Ebenso werden die Punkte     Pi,        P.,    in welchen  von G aus die Augen des Beobachters ge  sehen würden, aus den Stellungen     pi,        1)::    ge  rückt, die der Anwendung von Spiegeln ent  sprechen.  



  Diese geringen Abweichungen müssen bei       Bestimmung    der genauen Abmessungen des  Instrumentes in Rechnung gezogen werden.  



  Natürlich können zwischen die Spiegel  paare     undAugen    des Beobachters     nachWunsch     passende Okulare     geschaltet    werden. Ferner  kann man die Spiegelpaare nach dem Pu  pillenabstand der Augen des Beobachters ein  stellbar machen.     Ausserdem    kann der Unter  schied der Winkel<I>a</I> und<I>r</I>     stellbar    gemacht  werden, um das     Instrument    den Augen ver  schiedener Beobachter anzupassen. In der  Regel wird das     Instrument    ohne irgendwelche  Okulare gebraucht werden, besonders bei Ope  rationen in engen Hohlräumen.

   In diesem  Fall wird man es mit grossem Vorteil anwen-      den, da es einfach, leicht und billig ist, leicht  gereinigt und sterilisiert werden kann, und  ausserdem gestattet, den Gegenstand ebenso  klar und deutlich wie mit     unbewaffnetem    Auge  zu sehen, was jede Operation bedeutend er  leichtert.  



  Die beiden Spiegelpaare oder Prismen  können auf irgendwelche bekannte Weise an  einem geeigneten Gestell zweckmässig be  festigt werden; durch entsprechende Mittel  wird auf den untersuchten Gegenstand ein  Lichtbündel geworfen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Instrument zum binokularen Betrachten von Körperhöhlen, bei der durch reflektie rende Flächen die menschliche Pupillendistanz scheinbar reduziert wird, dadurch gekenn zeichnet, dass die von einem in Arbeitsdistanz befindlichen Objekte ausgehenden, auf die beiden innern Spiegelflächen divergierend auf treffenden Lichtstrahlen so reflektiert werden, dass sie infolge der zweiten Reflexion an den äussern Spiegelflächen unter einem solchen Winkel divergierend in die Pupillen gelangen, dass die beiderseits erzeugten Objektivbilder in einen gemeinsamen Objektivbild in deut licher Sehweite vereinigt erscheinen.
    UNTERANSPRUCH: Instrument nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkel zwischen den innern spiegelnden Flächen und der Symmetrie ebene kleiner sind als jene zwischen den äussern spiegelnden Flächen und dieser Sym metrieebene.
CH98433D 1920-12-16 1921-11-08 Binokulares Instrument zur Untersuchung von engen Hohlräumen. CH98433A (de)

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AT98433X 1920-12-16

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CH98433D CH98433A (de) 1920-12-16 1921-11-08 Binokulares Instrument zur Untersuchung von engen Hohlräumen.

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