CH98340A - Winkelmessinstrument. - Google Patents

Winkelmessinstrument.

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CH98340A
CH98340A CH98340DA CH98340A CH 98340 A CH98340 A CH 98340A CH 98340D A CH98340D A CH 98340DA CH 98340 A CH98340 A CH 98340A
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      winkeImessinstrument.       Durch die Schweiz. Patentschrift Nr. 38603  ist ein     Winkelmessinstrument    bekannt ge  worden, bei dem im Gesichtsfelde eines Ab  lesemikroskops gleichzeitig zwei einander  gegenüberliegende Stellen eines Teilkreises  derart abgebildet sind, dass die beiden Skalen  bilder parallel nebeneinander verlaufen und  einander entlang einer Grenzlinie berühren.  Die     Ablesung    erfolgt durch ein für beide  Skalenbilder gemeinsames Mikrometer, das  sowohl aus einer festen Skalenplatte, als auch  aus einer verschiebbaren     Marke    mit äusserer       Messvorrichtung    bestehen kann.

   Ergeben die  beiden gegenüberliegenden     Teilkreisstellen     nicht genau einen Unterschied von I80 , liegt  also beispielsweise ein     Exzentrizitätsfehler     zwischen Kreisteilung und Drehachse vor, so  kann mit Hilfe des     3Tikrometers    an beiden  Skalen je eine getrennte     Ablesung    gemacht  werden;

   der richtige Wert ergibt sich dann       unter    Berücksichtigung des Unterschiedes von  180  als das Mittel aus beiden     Einzelab-          lesungen.    Dabei ist, wie in der     genannten     Patentschrift auseinandergesetzt, besonders    wichtig, die Abbildung der beiden Teilkreis  stellen so herbeizuführen, dass der einer fort  laufenden Gradzählung entsprechende Rich  tungssinn in den beiden Skalenbildern nach  der gleichen Seite verläuft. In der Regel er  folgt die Gradzählung     durchlaufend    über den  ganzen Umfang; es müssen also dann in  beiden Skalenbildern die Gradzahlen nach der  selben Seite hin zunehmen.  



  Bei den der vorliegenden Erfindung vor  ausgegangenen Untersuchungen hat sich her  ausgestellt, dass man bei     Instrumenten    der  geschilderten Art eine weit vorteilhaftere An  ordnung erreichen kann, wenn man die Ab  bildung der beiden     Teilkreisstellen    derart  bewirkt, dass in den beiden Skalenbildern im  Gesichtsfeld des     Ablesemikroskops    der der  fortlaufenden Gradzählung entsprechende Rich  tungssinn nach entgegengesetzten Seiten ver  läuft, also bei einer von 0  bis 360  durch  laufenden     Bezifferung    die     Bezifferungen    der  beiden     Skalenbilder    einander entgegengesetzt  verlaufen. Die Begründung hierfür ergibt sich  aus folgendem.

   Man wird auch bei grösster      Sorgfalt in der Ausführung und Handhabung  nie erreichen     Minnen,    dass beide gegen  überliegenden Kreisstellen stets genau die  gleiche     Ablesung    ergeben; man will vielmehr  gerade durch das an sich mühsamere Ver  fahren der     jedesmaligen        Ablesung    zweier  gegenüberliegender Stellen der     Kreisteilung     die unvermeidlichen     Instrumentenfehler    aus  gleichen. Laufen nun die beiden Skalenbilder  nach der gleichen Seite, so hat man stets  beide Skalen getrennt abzulesen und sodann  aus den beiden     Ablesungen    rechnerisch das  Mittel zu bilden.

   Verlaufen dagegen die bei  den     Skalenbilder    nach entgegengesetzten  Seiten, so kann sogleich die     Ablesung    des  Mittels beider Winkelwerte, auf das es ja  allein ankommt, ohne Zuhilfenahme eines  Mikrometers oder eines Fadenkreuzes dadurch  erfolgen, dass man     diejenige    Stelle des Ge  sichtsfeldes aufsucht, an der die beiden Ab  lesungen genau um 180  sich unterscheiden.  Dies ist für die ganzen Grade und die in der  Kreisteilung vorhandenen Unterteilungen der  selben ohne weiteres möglich. Die     Fig.    1 der  Zeichnung mag dies verdeutlichen. Es sind  dort zwei sich berührende Skalenbilder dar  gestellt, die im entgegengesetzten Sinne ver  laufen; die Grade sind in Drittelgrade unter  teilt.

   Man     erkennt    ohne weiteres,     daL>    die ge  strichelte Linie, die ungefähr das erste Drit  tel des Bereiches zwischen 32  40' und 33   abgrenzt, die gesuchte Stelle andeutet, an der  die gegeneinander laufender. Skalenbilder ge  rade den um 180  verschiedenen Wert an  zeigen; dieser Wert stellt bereits das Mittel  dar zwischen zwei Einzelwerten, die auf ge  wöhnliche Weise mit einem     Mikrometer    oder  dergleichen erhalten worden wären.

   Falls es  also gelingt, ausser den durch die Kreisteilung  ohne weiteres ablesbaren     ganzen    Einheiten  der     Skalen    - im Falle der     Fig.    1 32  40'   auch die Bruchteile der Skalenwerte - in       Fig.    1 der mit x bezeichnete Wert - in ein  facher Weise mit der nötigen     Genauigkeit    zu  ermitteln, so ist damit ein Instrument ge  schaffen, das die für eine bestimmte Messung  erforderliche Anzahl von     Ablesungen    auf die  Hälfte vermindert, dabei den mit jeder Mes-         sung    verbundenen     Ablesefehler        wesentlich     herabsetzt und zugleich die Verwendung eine,

         Mikrometers    oder einer gleichwertigen Ein  richtung entbehrlich macht. Dies wird gemäss  der Erfindung dadurch erreicht, dass man ein  Instrument der geschilderten Art, das wenig  stens in der Bildmitte parallel nebeneinander,  jedoch nach entgegengesetzten Richtungen  verlaufende Skalenbilder erzeugt,     rnit    einer       mechanischen    oder optischen Einrichtung ver  bindet, die die beiden     Skalenbilder    längs der  Berührungslinie     um    ablesbare Beträge gegen  einander zu verschieben gestattet.

   Man hat  sodann bei jeder     Ablesrrng    die beiden Skalen  bilder so lange gegeneinander zu verschieben,  bis die einzelnen     Skalenstriche    genau über  einstimmen, also die Striche der einen Tei  lung mit denen der andern Teilung zur Be  rührungslinie     senkrechte    Gerade bilden. Die       Ablesung    der     Teilkreiseinheiten    erfolgt darin  unmittelbar an den beiden Skalenbildern durch  Aufsuchen der Stelle, an der der Unterschied  beider Werte gerade 180  beträgt, während  die dazu gehörige     Feinablesung    durch das  Mass der gegenseitigen Verschiebung der bei  den     Teilkreisbilder    gegeben ist.

   Man wird       zweckmässigerweise    die zur     Ablesung    der  Grösse dieser Verschiebung dienende Skala  unmittelbar nach Untereinheiten der     Kreis-          teilung        beziffern.    Welches der beiden Skalen  bilder dabei     verschoben    wird, bleibt sich  gleichgültig. Man erhält eine     besonders    vor  teilhafte     Anordnung,    wenn man die dazu  dienende Einrichtung derart gestaltet,     dah    die  beider) Skalenbilder entlang der Berührungs  linie symmetrisch verschoben werden können.

    Dadurch wird erreicht, dass die Stelle, an der  die beiden     Ablesungen    sich gerade um 180   unterscheiden, ihren Ort für Gesichtsfelde des       Ableseokulars    stets unverändert beibehält.  Man kann also diese Stelle durch eine be  sondere, feste Marke kenntlich machen, die  zwar nicht zur eigentlichen     Ablesung    erfor  derlich ist, jedoch das Aufsuchen der richtigen  Stelle erleichtert.

   Wollte man nur eines der  beiden Skalenbilder verschieben, so würde die  die     Ablesung        bestimmende    Stelle, an der der  Winkelunterschied     150     beträgt; je nach dem           @Ia@    der erfolgten Verschiebung ihren Ort im  Gesichtsfelde wechseln, was unter Umständen  zu     Irrtümern    Anlass geben könnte.  



  Eine symmetrische Verschiebung der bei  den Skalenbilder kann auf verschiedene Weise  erzielt werden. Eine einfache, rein mecha  nische Lösung besteht darin, dass man zwischen  Teilkreis und     Ablesemikroskop    eine gegen  seitige Verdrehung herbeiführt, d. h. beispiels  weise, dass man den Teilkreis gegenüber dem  Instrumentenunterteil um einen kleinen,     mess-          baren    Betrag drehbar anordnet. Da diese Ver  drehung jedoch sehr gering ist, erfordert die       Ableseeinrichtung    eine sehr starke mecha  nische Übersetzung.

   Eine praktisch günstigere  Einrichtung erhält man auf optischem Wege,  wenn man die Verschiebungen der beiden  Skalenbilder mit Hilfe von zwei drehbaren  planparallelen Platten herbeigeführt, von denen  je eine in den Strahlengang eines der beiden  Skalenbilder geschaltet ist und die zu glei  cher, aber entgegengesetzt gerichteter Drehung  miteinander gekuppelt sind.

   Diese Anordnung  hat zugleich den Vorteil, dass die ganze zur  Verschiebung der Skalenbilder dienende Ein  richtung sich sehr gedrängt zusammenbauen  lässt und dass sich je nach der Dicke der  Platten eine beliebig grosse Übersetzung er  reichen     @        lässt.    Um ein bequemes Handhaben  des Instruments zu ermöglichen, empfiehlt es  sich ferner, die Einrichtung so zu     treffen,    dass  zusammen mit den beiden Bildern der Kreis  teilung auch die Grösse der gegenseitigen Bild  verschiebung im Gesichtsfelde des     Ableseoku-          lars    sichtbar gemacht ist, so dass stets beide  Teile einer     Ablesung    gleichzeitig überblickt  werden können.  



  Die Verwirklichung des Erfindungsge  dankens lässt sich um so leichter mit der  nötigen Genauigkeit erreichen, je weniger von  einander getrennte optisch wirksame Teile zur  Erzeugung der beiden Skalenbilder erforder  lich und je unveränderlicher diese Teile im  Instrument gelagert sind. Insbesondere hat  man darauf zu achten, dass nicht auch durch  ungewollte Lageränderungen dieser Teile in  folge von Erschütterungen,     Temperaturein-          flüssen    und dergleichen eine Verschiebung der    beiden Skalenbilder im Gesichtsfelde herbei  geführt wird.

   Man erhält daher eine für die  Erfindung besonders günstige Anordnung,  wenn man die von den beiden     Teilkreisstellerr     kommenden, zur Erzeugung der Skalenbilder  dienenden     Strahlenbüschelsysteme    bereits vor  den die Abbildung bewirkenden Teilen durch  höchstens je zwei Spiegelungen in das In  nere der hohlen     Teilkreisachse    leitet.

   Dadurch  entsteht der grosse Vorteil, dass man für die       Bildererzeugung    und die Weiterleitung der  beiden     Strahlenbüschelsysteme    entweder ge  meinsame optische Glieder- benützen kann,  durch deren Anwendung naturgemäss eine feh  lerhafte gegenseitige Verschiebung der beiden  Skalenbilder ausgeschlossen ist, oder dass man  zwar getrennte, jedoch dicht nebeneinander  angeordnete und durch eine gemeinsame Fas  sung fest miteinander verbundene Glieder ver  wenden kann, die mit Sicherheit stets eine  unveränderliche gegenseitige Lage behalten.  Nebenbei bietet die Unterbringung von     sol-          cben    Teilen in der hohlen Achse auch eine  grosse Sicherheit gegen schädliche äussere Ein  flüsse.

   Ein weiterer Vorteil ergibt sich dann,  wenn man die     Kreisteilung    auf der Innen  seite einer Zylinder- oder Kegelfläche anbringt  und die Beobachtung der Teilung in unge  fähr radialer Richtung von innen her vor  nimmt. In diesem Falle gelingt es, mit nur  zwei, im Innern des die Teilung tragenden  Mantels angeordneten Spiegeln oder Spiegel  prismen auszukommen, die - man, um eine  gegenseitige Lageränderung zu verhüten, in  einem gemeinsamen Fassungsstück lagern  wird:

   Es gelangt sodann durch diese beiden  Spiegelflächen jedes der beiden von der Kreis  teilung kommenden     Strählenbüschelsysteme     bereits mit einer einzigen Spiegelung unmit  telbar in den Hohlraum der     Teilkreisachse,     so dass man sämtliche Teile für die Bilder  zeugung und     Weiterleitung    der Strahlen  büschelsysteme dicht nebeneinander anordnen  oder überhaupt, soweit möglich, für beide       Strahlenbüschelsysteme    die gleichen Glieder  benützen kann. Dabei kann als Träger der  Kreisteilung auch ein ringförmiger Glaskörper  dienen, der die Teilung auf seiner äussern           Mantelfläche    trägt, so dass die Beobachtung  der Teilung von der Achse aus durch den  Glaskörper hindurch erfolgt.  



  Da die beiden im     Okulargesichtsfelde    sicht  baren     Skalenbilder    von zwei getrennten     Strah-          lenbüschelsystemen    erzeugt werden; deren jedes  eine eigene Eintrittspupille besitzt, so ent  stehen infolgedessen auf der     Strablenaustritts-          seite    im allgemeinen auch zwei räumlich von  einander getrennte Austrittspupillen, so dass  man nur dann beide Skalenbilder gleichzeitig  deutlich sehen kann, wenn beide Austritts  pupillen noch innerhalb der Augenpupille des  Beobachters liegen.

   Diesen Übelstand     kann     man dadurch vermeiden, dass man den beiden       Strahlenbüschelsysteinen    durch Ablenkungs  mittel eine geringe, unveränderliche Neigung  gegeneinander erteilt, derart, dass die zuge  hörigen beiden Austrittspupillen     einander    über  decken.  



  Die Anordnung des Teilkreises auf der  Innenseite einer zylindrischen oder kegel  förmigen Fläche ergibt auf der einen Seite  die     Möglichkeit,    den die Teilung tragenden  Körper nach aussen allseitig abzuschliessen  und damit vor nachteiligen     äussern    Einflüssen  gut zu schützen, erfordert jedoch auf der an  dern Seite eine besondere Beleuchtung der zur       Ablesung    benützten Stellen.

   Dies kann bei  einem Instrumente der vorliegenden Art in  vorteilhafter Weise dadurch geschehen, dass  man durch die hohle Achse hindurch ein von  der Seite     kommendes    Strahlenbüschel zuführt  und dasselbe durch zwei im Hohlraum der  Achse angeordnete Spiegel oder Spiegelpris  men in ungefähr radialer Richtung je zur  Hälfte nach den beiden     Messstellen    leitet. Da  durch entsteht der Vorteil,     dal3    man diese  beiden Beleuchtungsspiegel mit den zur Ab  bildung benützten Spiegeln in feste Verbin  dung bringen oder im Falle von Spiegelpris  men damit verkitten kann.  



  Für besondere Zwecke kann es erforder  lich sein, dass man für eine gegebene Instru  mentenstellung mehrere Paare von gegenüber  liegenden Stellen eines Teilkreises ablesen  kann; beispielsweise in zwei     zueinander    senk  rechten Richtungen. Ferner wird man häufig    bei Instrumenten, die sowohl einen Horizontal  kreis; wie auch einen Höhenkreis besitzen,  die     Erfindung    bei beiden Kreisen     anwenden     wollen. Für solche Fälle erhält man eine be  sonders einfache Handhabung     desInstrumentes,     wenn die einzelnen Paare von     Skalenbildern     im Gesichtsfelde desselben     Ableseokulars    ab  gebildet werden.

   Dies     kann    namentlich dann  ohne     Schwierigkeiten    geschehen, wenn die  einzelnen     Strahlenbüschelsysteme    durch die  zugehörige hohle Kreisachse weitergeleitet  werden. Dabei lässt sich ferner eine konstruk  tive Vereinfachung herbeiführen, wenn man  für die verschiedenen     Bilderpaare    zur Ab  lesung der     Grölie    der gegenseitigen Verschie  bung der Bilder die gleiche Anzeigevorrichtung  benützt.

   Man kann dann allerdings nicht  gleichzeitig für zwei verschiedene Bilder paare  eine Einstellung vornehmen, sondern     null    je  weils an einem     einzigen;    doch bedeutet dies  für die     Benutzung    des Instrumentes keinen  Nachteil.  



  Auf der Zeichnung ist als     Ausführungs-          beispiel    der Erfindung ein     Winkelmessinstru-          ment    dargestellt, das mit einem Horizontal  kreis und einem     Hühenkreis    ausgestattet ist  und bei dem von beiden Kreisen je ein Paar  gegenüberliegender Stellen der Teilung neben  einander im gleichen     Okulargesichtsfeld    ab  gebildet werden. Die erforderliche     Bildver-          schiebungseinrichtung    ist für beide Kreise zu  einem einheitlichen Mechanismus zusammen  gebaut; die     Ableseeinrichtung    ist für beide  Kreise gemeinsam.

   Dabei sind alle für die  Erfindung nebensächlichen Teile solcher In  strumente, wie beispielsweise Feststellschrau  ben und Feinbewegungen für beide     Kreise,     Fernrohr, Libellen,     Justiereinrichtungen    usw.,  weggelassen, da diese Teile in beliebiger, be  kannter Weise verkörpert sein     können.        Fig.    2  zeigt den Aufbau des ganzen Instruments in  einem lotrechten Schnitt: die     Fig.    3, 4 und 5  veranschaulichen Einzelheiten des Instrumentes  im Schnitt nach den entsprechenden Schnitt  linien der     Fig.    2, und     Fig.    6 gibt das im Ge  sichtsfeld des     Ableseokulars    dargebotene Bild  wieder.

   Das     Instrument    besitzt in bekannter  Weise     einen    durch drei Schrauben     a    einstell-           liareii        Uiderteil    b, in dem ein den     Vernro$r-          träger    darstellender oberer Teil c mit Hilfe       eines    konischen, hohlen Zapfens c' drehbar  gelagert ist. Der     Unterteil    b bildet ein nach       auPaen    allseitig geschlossenes, zur Achse des  Zapfens     cl    zentrisches Gehäuse, in das ein  ringförmiger Glaskörper d fest eingesetzt ist.

    Der Glasring d ist der Träger des Horizontal  kreises; die Kreisteilung ist auf der äussern       -@ylindrisehen    Fläche d' des Ringes eingeätzt       mid    durch einen auf dieser Fläche d' nieder  geschlagenen Spiegelbelag geschützt. In dem  von dem Glasring d umschlossenen Hohlraum  befinden sich zwei Spiegelprismen e und zwei  mit denselben verkittete kleinere Spiegelpris  men e', die in einem gemeinsamen, mit dem  Zapfen e' fest verschraubten Gehäuse     e=     gegenseitig unverrückbar gelagert sind.

   Durch  ein auf der Unterseite des Teils b angebrachtes  Spiegelprisma     e3    wird ein von aussen kom  inendes     Beleuchtungsstrahlenbüschel    durch  eine zentrale     Öffnung    b' hindurch auf die  beiden Prismen     e1    geleitet und gelangt von  hier aus je zur Hälfte auf zwei gegenüber  liegende Stellen der die Kreisteilung tragen  den Fläche d'. Infolge des auf dieser Fläche  befindlichen Spiegelbelages werden die auf  treffenden Strahlen ungefähr radial zurück  geworfen und machen dadurch die Kreisteilung  dunkel auf hellem Grunde sichtbar.

   Die in  der Achse zusammenstossenden geneigten  Flächen der beiden Prismen e spiegeln die  von den beiden     Teilkreisstellen    zurückkom  menden Strahlen mit einer geringen gegen  seitigen Neigung in den Hohlraum des Zap  fens     cl,    wo sie zunächst ein gemeinsames,  das Objektiv des     Ablesemikroskops    verkör  perndes Linsensystem f durchsetzen und so  dann durch ein ebenfalls gemeinsames Spiegel  prisma f 1 in ungefähr     wagrechter    Richtung  weitergeleitet werden.  



  Die gleiche     Einrichtung,    wie sie vorstehend  für den Horizontalkreis erläutert wurde, ist  in entsprechender Weise auch für den Höhen  kreis vorgesehen. Auf dem     Fernrohrträger    c  ist ein Teil g um eine zur Achse des Zap  fens     cl    senkrechte Achse drehbar gelagert,  an den das Fernrohr angebaut zu denken ist.    Auf der Zeichnung ist dieses nur     durch    eine  im Teil g vorgesehene Bohrung g' angedeutet.  Unmittelbar neben dem Fernrohr ist der  Teil g als allseitig geschlossenes Gehäuse aus  gebildet, in das wiederum ein die     Höhenkreis-          teilung    tragender Glasring     lt    fest eingesetzt  ist.

   Im Innenraum des Glasringes     lt    befindet  sich ein der     Prismenanordnung    des Horizontal  kreises genau     entsprechendes        Prismensystem     <I>i, i'.</I> Die Zuführung des     Beleuchtungsstrahlen-          büschels    erfolgt durch ein in den hohlen Dreh  zapfen eingesetztes Spiegelprisma     i2.    Die von  den beiden beleuchteten     Teilkreisstellen    kom  menden Strahlen werden durch die beiden  Prismen i wiederum in den hohlen Achsen  raum des Teils g gespiegelt, durchsetzen ein  gemeinsames,

   das     Mikroskopobjektiv    darstel  lendes Linsensystem kund gelangen sodann  mit Hilfe eines Spiegelprismas     k'    durch den  hohlen Arm des     Fernrohrträgers    c hindurch  nach unten zu einem aus zwei Teilen     zusam-          niengekitteten        Prismensystem    d, das die Strah  len dicht unterhalb der vom Horizontalkreis  kommenden     Strahlenbüschelsysteme    ungefähr  parallel zu diesen weiterleitet.

   Die vom Hori  zontalkreis kommenden Strahlen gehen dabei  durch den     obern,    planparallelen Teil des     Pris-          mensystems        d    in gerader Richtung hindurch.  Die nunmehr ungefähr in gleicher Richtung  nebeneinander verlaufenden vier Strahlen  büschelsysteme durchsetzen hinter dem     Pris-          mensystem        l    je eine von vier dicht übereinander  befindlichen planparallelen Glasplatten m',  <B><I>94</I></B> 2,     m3    und     m4,    die paarweise an zwei;

   um  zwei lotrechte Zapfen     7z'    und     n2    drehbare  Bügel     n3    und n4 derart     angekittet    sind, dass  bei einer     gegenläufigen    Drehung der beiden  Bügel     n3    und n4 um ihre gemeinsamen Dreh  zapfen sowohl die zwei Bilder des Horizontal  kreises, wie auch diejenigen des Höhenkreises  je eine nach entgegengesetzten Seiten ge  richtete Verschiebung erfahren.

   Der eine Bügel       7z3    trägt zu diesem Zwecke die beiden mitt  leren planparallelen Platten     m2    und     giz3,    wäh  rend an dem zweiten Bügel n4 die oberste  und die unterste Platte     m'    und     m4    befestigt  sind. Die in der     Strahlenrichtung    gemessene       Dicke    der planparallelen Platten ist dabei dein           lIasse        derjeweils    gewünschten Bildverschiebung  angepasst.

   Die erforderliche     entgegengesetzt     gerichtete, aber     gleicligrosse    Drehung der  beiden Bügel     ia'    und     it'    erfolgt durch zwei  verschiebbare Stifte o, die auf entsprechende       .Ansätze        -ic'    und     ü''    der Bügel     drücken.    Zwei  gegen     Vorsprünge    des Gehäuses sich stützende  Federn o' sorgen dabei für dauerndes An  liegen der Ansätze w\ und     iz\'    an den Stiften o.

    Die     gleichmässige    Verschiebung der beiden  Stifte o wird eingeleitet durch ein mit     einer          geraubten    Scheibe     p'    fest     verbundenes    Zahn  rad     p,    das gleichzeitig in zwei,     gleichaelisig     mit den Stiften o gelagerte Zahnräder q ein  greift und dadurch beide zu     gleichgrosser    und  gleichgerichteter Drehung kuppelt.

   Jedes der  beiden Zahnräder     q    bildet ein     Stück    mit einer  Büchse q', mit Hilfe deren es     ini    Gehäuse  gelagert ist und die mit einem Hohlgewinde  versehen ist, in das der rückwärtige Teil des  Stiftes o eingreift. Durch einen auf dem Stift n  befindlichen Bund o', der an einer Seite ab  geplattet ist und damit entlang einer Füh  rungsfläche b' des Gehäuses gleitet, ist der  Stift o gegen Drehung gesichert, so dass also  durch Drehen der geraubten Scheibe p' die       Planparallelplatten        qn',   <I>na=,</I>      i3    und     qja4    paar  weise die gewünschte symmetrische Drehbe  wegung erhalten.

   Hinter dem System der       Planparallelplatten    werden sämtliche vier       Strahlenbüschelsysteme    durch ein aus zwei  Teilen zusammengesetztes     Prismensy    stein<B>7 -</B>  um ungefähr 90  nach oben abgelenkt und  damit in das     Ableseokular    geleitet.

   An der       Strahleneintrittseite    besitzt dieses     Prisinen-          sy    stein     r    sowohl für das     Bilderpaar    des Hori  zontalkreises, als auch für dasjenige des       Höhenkreises    je zwei Dachflächen, die den  Zweck haben, die beiden Skalenbilder eines  jedes Paares einander so weit zu nähern, dass  sie sich in der richtigen Weise berühren.

   Um  die dadurch verursachte Ablenkung der ein  zelnen     Strahlenbüschelsysteme    wieder auszu  gleichen, sind auf der     Strahlenaustrittseite     des     Prisinensy        stems        r    Glaskeile<I>r',

  </I>     r=    und     r3     mit den entsprechend entgegengesetzt ge  neigten Dachflächen     aufgekittet.    Dabei ist die  für jedes     Strahlenbüschelsysteiii    durch die    beiden     Dachflächen    bewirkte Parallelversetzung  in Verbindung mit der durch die beiden  Spiegelprisma e     bewirkten    geringen gegen  seitigen Neigung beider     Strahlenbüschel-          systeine    für jedes     Bilderpaar    derart abgestimmt.

    dass die Austrittspupillen sich möglichst voll  ständig     überdeken.    Die aus dem     Prismen-          sy    stein     i-    austretenden Strahlen gelangen in  das     Okularsy    stein, das aus einer     festen    Linse x,  einem mittelst eines Handgriffes     s'    von     aufien     umschaltbaren Spiegelprisma s' und zwei glei  chen, festen     Augenlinsensysteinen        s3    (s.     Fig.    5)  besteht.

   Die doppelte Anordnung des     Augen-          linsensysteins        s3    in Verbindung mit dem um  schaltbaren Prisma     s'    hat den     Zweck,    auch  bei durchgeschlagenem Fernrohr ohne 'Wech  sel des Standpunktes ablesen zu können.

   -Um  die     (srüsse    der durch die     Planparallelplatten     <B>M</B>     i'   <B>2112,</B>     N1,3    und      a4        bewirkten    Bildverschiebung  ablesen zu     können,    ist das Antriebszahnrad     2i     fest mit einer Platte     p'    verbunden, auf der,  gleichachsig mit dem Zahnrad     p,    eine runde  Glasscheibe     p@'        aufgekittet    ist.

   Die Glas  scheibe     p3    trügt auf ihrem zylindrischen Um  fange eine Teilung     p4,    die unmittelbar die  Untereinheiten der Kreisteilungen abzulesen  erlaubt. Ein dazu gehöriger Zeiger befindet  sich auf dem über die Glasscheibe     p3    hin  wegragenden,

   planparallelen Teil der Glas  keilscheibe     r3.    Die zur     Ablesung    erforderliche  Beleuchtung der auf der Scheibe     p'     befind  lichen     Teilungp''    erfolgt durch ein unterhalb  der Scheibe     p3    angebrachtes Spiegelprisma     p'.     das ein seitliches Strahlenbüschel von unten  her durch die     Glasscheibe        j13        hindurchleitet.     



       Fig.        G    zeigt das Bild, das dem Beobachter  im     Okulargesichtsfelde    dargeboten wird. Im  linken Teil des Gesichtsfeldes erscheint das       Bilderpaar    des Höhenkreises, im mittleren  Teil dasjenige des Horizontalkreises, während  auf der rechten Seite     Ablesestrich    und Skala  für die Bildverschiebungen sichtbar sind. Die  beiden Kreisteilungen sind in Drittelgrade ge  teilt.

   Da bei jeder     Ablesung    das Mittel aus  zwei Einzelwerten gebildet wird, so ist von  den Teilungswerten, die zwischen den ent  sprechenden, um 180  auseinander liegenden  ganzen     Clradzahlen    liegen, jeweils die Hälfte      zu     nehmen,    d.     1i.    bei einer Zählung des ganzen       zwischen    den beiden entsprechenden Grad  zahlen vorhandenen Winkels entspricht jeder  Teilungswert einem Winkel von 10 Minuten.  Die     Bildverschiebungsskala    umfasst dement  sprechend den Bereich von 10 Minuten und       läfJ;t    unmittelbar Minuten und Sekunden ab  lesen.

   Ungefähr in der     Mitte    jedes Bilder  paares der Kreisteilungen ist eine     Richtmarke     vorhanden, die die Stelle anzeigt, an der der  Winkelunterschied beider Teilungen gerade  1S0  beträgt. Es ist bei der in     Fig.    6 ge  wählten Stellung der Skala angenommen, dass  eine Messung mit dem Horizontalkreis erfolgt  ist; die beiden Skalenbilder des Horizontal  kreises sind somit durch Drehen der     geraubten     Scheibe     p1    so eingestellt, dass die Teilungen  einander genau gegenüberstehen.

   Die     Ablesung     der Hauptteilung ergibt     den    Winkelwert bis       anf    10 Minuten, mit den in der Figur ein  geschriebenen Zahlen den Wert 10  50'. Den  dazu gehörigen Bruchteil zeigt ohne weiteres  die     Verschiebungsskala,    im gezeichneten Falle  3' 47", so dass eine     Gesamtablesung    von 10   53' 47" zu verzeichnen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Winkelmessinstr ument, bei dem im Gesichts felde eines Ablesemikroskops gleichzeitig zwei einander gegenüberliegende Stellen eines Teil kreises derart abgebildet werden, dass die bei den Bilder der Kreisteilung wenigstens in der Bildmitte parallel nebeneinander verlaufen und einander berühren, gekennzeichnet durch eine derartige Gestaltung und Anordnung der zur Abbildung der beiden Teilkreisstellen dienen den optischen Mittel, dass der der fortlaufen den Gradzählung entsprechende Richtungssinn in den beiden Skalenbildern nach entgegen gesetzten Seiten verläuft, und anderseits durch eine Einrichtung,
    die die beiden Skalenbilder längs der Berührungslinie um ablesbare Be träge gegeneinander zu verschieben gestattet. UNTERANSPRüCHE 1. Winkelmessinstrument nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch eine derartige Gestaltung der zur Verschiebung der bei- den Skalenbilder dienenden Einrichtung, dass die beiden Bilder entlang der Berüh rungslinie symmetrisch verschoben werden können. _ 2. W inkelmessinstrument nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verschiebung der beiden Skalenbilder gegeneinander durch eine gegenseitige Verdrehung zwischen Teilkreis und Ablesemikroskop herbeige führt wird.
    3. Winkelmessinstrument nach Patentan spruch iind Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verschiebung der beiden Skalenbilder gegeneinander durch zwei drehbare planparallele Glasplatten herbeigeführt wird, von denen je eine in den Strahlengang eines der beiden Skalen bilder geschaltet ist und die zu gleicher, aber entgegengesetzt gerichteter Drehung miteinander gekuppelt sind. 4. @Vinkelniessinstrument nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zu sammen mit den beiden Bildern der Kreis teilung auch die Grösse der Bildverschiebung im Gesichtsfelde des Ableseokulars sicht bar gemacht ist.
    5. Winkelmessinstrument nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die von den beiden Teilkreisstellen kommen den, zur Erzeugu ng der Skal en bilder d ienen- den Strahlenbüschelsysteme bereits vor den die Abbildung bewirkenden Teilen durch höchstens je zwei Spiegelungen in das Innere der hohlen Teilkreisachse ge bracht und sodann durch gemeinsame oder getrennte, jedoch dicht nebeneinander an geordnete optische Glieder in das Ablese okular geleitet werden.
    6. Winkelmessinstrurnent nach Patentan spruch und Unteranspruch 5, bei dem die Kreisteilung auf der Innenseite einer Zy linder- oder Kegelfläche angebracht ist und die Beobachtung der Teilung von innen her in ungefähr radialer Richtung erfolgt, gekennzeichnet durch zwei im Innern des die Teilung tragenden Mantels angeord nete Spiegel, die in einem gemeinsamen Fassungsstück gegenseitig unveränderlich gelagert sind und deren jeder ein von der Kreisteilung kommendes Strahlenbüschel- systein durch eine einzige Spiegelung un mittelbar in den Hohlraum der Kreisachse leitet.
    7. Winkelmessinstrument nach Patentan spruch und Unteranspruch b, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Strahlen büschelsysteme durch Ablenkungsmittel eine geringe unveränderliche Neigung gegeneinander erhalten, so dass die zuge hörigen beiden Austrittspupillen einander überdecken.
    S. Wiril@elinefäinstrument nach Patentan spruch und Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Beleuchtung der beiden Teilkreisstellen mittelst eines durch die hohle Teilkreisachse zugeführten Strah- lenbüschels erfolgt; das finit Hilfe von zwei Spiegeln je zur Hälfte in ungefähr radialer Richtung nach den beiden lylessstelleri ge leitet wird.
    9. Winkelmessinstrument nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass meh rere Paare von einander gegenüberliegen den Stellen eines Teilkreises oderpaare sol cher Stellen von verschiedenen Teilkreisen des Instrumentes im Gesichtsfelde desselben Ableseokulars abgebildet werden. 10. Winkelmessinstrument nach Patentan spruch und Unteranspruch 9, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Ablesung der Grösse der gegenseitigen Verschiebung der Skalen bilder bei mindestens zwei Bilderpaaren die gleiche Anzeigevorrichtung dient.
CH98340D 1920-08-28 1921-08-19 Winkelmessinstrument. CH98340A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2409791C1 (ru) * 2009-06-23 2011-01-20 Общество с ограниченной ответственностью Завод "Ферингер и К" Замок

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