CH97031A - Einrichtung zur Förderung von feuergefährlichen Flüssigkeiten. - Google Patents
Einrichtung zur Förderung von feuergefährlichen Flüssigkeiten.Info
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Description
Einrichtung zur Förderung von feuergefährlichen Flüssigkeiten. Gegenstand ;der Erfindung ist eine Ein- riehtung zur Förderung von feuergefährlichen Flüssigkeiten aus einem Lagerbehälter, der durch Rückschlagventil mit einem Förder- behälter in Verbindung stellt, aus welchem die Flüssigkeit durch die Druckwirkung eines Schutzgases, das die Flüssigkeit in beiden Behältern überlagert, durch eine Steigleitung herausgedrückt wird.
Bekannten Einrichtungen dieser Art gegenüber unterscheidet sich die vorliegende dadurch, dass die Schutzgasleitun gen und die Steigleitung nicht durch vonein ander unabhängige Absperrorgane beherrscht werden, sondern mit einem gemeinschaftlichen Steuerorgan in Verbindung stehen, welches derart ausgebildet ist, dass in einer Stellung desselben der Förderbehälter unter Druck ge setzt, und gleichzeitig ,der Durchgang der Flüssigkeit durch die Steigleitung in der einen Richtung möglich ist, und in einer andern Stellung-der Druckausgleich zwischen Lager und Förderbehälter und zugleich eine Ent leerung der Steigleitung des. Förderbehälters herbeigeführt wird.
Auf der Zeichnung, die ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes darstellt, ist Fig. 1 eine Ansicht der Einrichtung, wäh rend die Fig. 2, 3, 4, 5 und 6 je zwei zusammen gehörige Querschnitte durch das Steuerorgan zeigen.
Bei der gewählten Ausführungsform be zeichnet 1 einen unterirdischen Lagerbehälter, 2 einen mit demselben durch Leitung 3 und Rückschlagventil 4 in Verbindung- stehenden, tieferliegenden Förderbehälter, 5 die Steig leitung desselben, 6 das in dieselbe einge schaltete Steuerorgan, mit welchem durch Leitung 8, 9 das Messgefäss 10 in Verbin dung gesetzt werden kann.
Mit dem Steuer organ 5 stehen durch Leitung 11 und Druck reduzierventil 12 die Schutzgasflasche 13, durch Leitung 14 der Gasraum des Förderbehälters 2, durch Leitung 15 der Transportbehälter 16 und durch die Leitungen 17 bezw. 18 einer seits der obere Teil des Messgefässes 10 und anderseits die Entlüftungsleitung 19, und der Gasraum des Lagerbehälters 1 in Verbindung. Der Transportbehälter 16 ist durch die Hebel leitung 20 mit dem Lagerbehälter 1 in Ver bindung. Mit 21 ist der Abzapfschlauch be zeichnet, welcher an dem in die Steigleitung 8, 9 eingeschalteten Zweiweghahn 21' ange schlossen ist.
Das Steuerorgan 6 besteht aus einem Hahn, der in zwei hintereinanderliegenden, senkrecht zur Halmachse stehenden Ebenen die Durch gänge für die zu fördernde Flüssigkeit und das Schutzgas aufweist. In den Querschnitt figuren 2-6 sind oben die Kanäle für die Flüssigkeit, und unten die Kanäle für das Schutzgas ersichtlich. In den zusammen gehörenden Querschnitten sind die miteinander übereinstimmenden Stellungen der Flüssig- keits- und Schutzgaskanäle bei ein und der selben Stellung des Hahnkückens gezeigt. Die Stellung des Halmgriffes ist durch je einen kurzen Pfeil angedeutet.
Für den Durchgang der Flüssigkeit besitzt das Hahnkücken 22 zwei sich exzentrisch zu dessen Achse kreu zende, senkrecht zueinander stehende Kanäle 23 bezw. 23', und für den Durchgang des Schutzgases . einen diametralen Durchgangs kanal 24, in welchen in der Kückenachse ein senkrecht zu ihm stehender Kanal 25, und auf der entgegengesetzten Seite ein unter einem Winkel von 45' stehender Kanal 26 einmündet.
Das Halmgehäuse 27 besitzt für den Anschluss der Leitungen 5 und 8 zwei sich gegenüberliegende Stutzen 28 und 29, und für den Anschluss der Gasleitungen vier Stutzen 30, 31, 32 und 33, von denen die ersten drei senkrecht zueinander versetzt sind, während 33 unter einem Winkel von 45 zu der Verbindungslinie zwischen den sich dia- inetral gegenüberliegenden Stutzen 30 und 32 steht, und zwar um 90 versetzt gegenüber der Stellung des Kanals 26 zum Kanal 24.
In der Stellung des Hahnes nach Fig. 2 ist der Schutzgasbehälter 13 über das Druck reduzierventil 12, Leitung 11, Stutzen 30, Kanäle 26, 24, Stutzen 33 und Leitung 14 mit dem obern Teil des Förderbehälters 2 in Verbindung, während die Steigleitung 8, 5 über den Kanal 23 offen ist. Das Schutzgas drückt die Flüssigkeit aus dem Behälter 2 in das Messgefäss, aus welchem sie durch Lei tung 9, Hahn 21' und Schlauch 21 abgezapft werden kann.
Durch Einstellen des Hahnes 6 in die Stellung nach Fig. 3 kann das zum Herausdrücken der Flüssigkeit aus dem För- derbehälter benützte Schutzgas durch Leitung 14, Kanäle 25 und 26 und Leitungen 17 und 18 einerseits von oben in den Mess- behälter 10 und anderseits in den Lager behälter 1 und in die Auspuffleitung (Ent lüftungsleitung) 19 gelangen, während die allfällig noch im Messgefäss und in der Steig leitung enthaltene Flüssigkeit über den Ka nal 23' in den Förderbehälter 2 zurückfliessen kann.
Zwischen dem Gasraum des Förder- behälters und demjenigen des Lagerbehälters findet ein Druckausgleich und ein Austritt von überschüssigem Gas durch die Entlüf tungsleitung statt, so dass aus dem Lager behälter unter atmosphärischem Druck wieder Flüssigkeit durch Leitung 3 und Ventil 4 in den Förderbehälter fliessen kann, bis dieser vollständig gefüllt ist. Weil das Schutzgas auch von oben in das Messgefäss und durch dieses hindurch in die Steigleitung 9, 8, 5 dringen kann, werden das Messgefäss und die Steigleitung entleert, indem die Flüssigkeit durch ihre eigene Schwere zurück in den Förderbehälter fliessen kann.
Es befindet sich also nachher keine Flüssigkeit in der Instal lation über dein Erdboden, bezw. Hahn 6, weder im Messgefäss noch in der Steigleitung; beides ist jedoch mit Schutzgas angefüllt. Sollte der Förderbehälter 2 vom Lagerbehäl ter 1 aus gefüllt sein, bevor alle Flüssigkeit aus dem Messgefäss und dem obern Teil 8, 9 der Steigleitung durch den Hahn 6 hindurch abgelaufen ist, so kann die genannte Flüssig keit durch eine kleine Bohrung 34 des Hahn gehäuses und eine achsiale Nut 35 des Hahn- kückens hindurch in die Leitung 18 und von da in den Lagerbehälter 1 zurückfliessen.
Durch Einstellen des Hahnes in die Stel lung gemäss Fig. 4 ist die Steigleitung unter brochen, dagegen die Schutzgasflasche mit dem Transportbehälter über Kanal 24 in Ver bindung gesetzt, zum Zwecke der Einleitung der Heberwirkung in der Leitung 20. Hat die Heberwirkung eingesetzt, so wird der Hahn eingestellt in die aus Fig. 5 ersieht- liche Stellung, in welcher die Steigleitung geschlossen und der Schutzgasdruckausgleich zwischen Transportbehälter und Lagerbehälter hergestellt ist.
Da die .Leitung 18 durch die EntNiftungsleitung 19 mit der Aussenluft in Verbindung steht, herrscht nach erfolgtem Schutzgasdruckausgleich im Transportbehäl ter und Lagerbehälter nur atmosphärischer Druck.
Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass die Förderung von Flüssigkeit aus dem För- derbehälter in das Messgefäss, beziehungsweise an die Abzapfstelle, die Einleitung der För derung aus dem Transportfass in den Lager behälter, die Entleerung des Messgefässes und der Steigleitung, der Schutzgasdruckausgleich einerseits zwischen Förderbehälter und Lager behälter und anderseits zwischen Lagerbehälter und Transportfass durch entsprechendes Ein stellen eines einzigen Absperrorganes, des Hahnes 6, erzielt werden kann.
Es wird des halb mit der beschriebenen und dargestellten Einrichtung gegenüber Anordnungen mit mehreren Steuerorganen eine erhebliche Ver einfachung der ganzen Rohrinstallation und der Bedienung erzielt. Es wird ferner eine grössere Betriebssicherheit und eine Ersparnis an Schutzgas erreicht, weil kein Irrtum durch unrichtiges Einstellen des Steuerorganes für die Flüssigkeit zu demjenigen für das Schutz gas möglich ist und Stellen, die undicht wer den können, auf ein Minimum reduziert sind.
Übersteigt das Fassungsvermögen des Förder- behälters dasjenige des Messbehälters um ein Vielfaches, so ist es nicht erforderlich, dass nach jeder Füllung des letzteren Druckaus gleich zwischen Lagerbehälter und Förder- behälter hergestellt wird; es kann vielmehr der Förderbehälter unter dem Drucke des Schussgases belassen, und das Messgefäss mehr mals hintereinander abgefüllt und entleert werden, bis der Förderbehälter leer ist. Der Hahn 6 wird in diesem Falle in der Stellung nach Fig. 2 belassen und nur der Zweiweg hahn 21' umgestellt.
Hierdurch kann erheb lich an Schutzgas und Zeit erspart werden, da die Flüssigkeit im Gegensatz zu bekann ten Einrichtungen mit Schutzgasinjektoren nicht bei jedem Abzapfen in die Höhe ge trieben werden muss.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Einrichtung zur Förderung von feuer gefährlichen Flüssigkeiten aus einem Lager behälter, der durch Rückschlagventil reit einem Förderbehälter in Verbindung steht, aus wel chem die Flüssigkeit durch die Druckwirkung eines Schutzgases, das die Flüssigkeit in bei den Behältern überlagert, durch eine Steig leitung herausgedrückt wird, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schutzgasleitungen und die Steigleitung mit einem gemeinschaftlichen Steuerorgan in Verbindung stehen, welches derart ausgebildet ist, dass in einer Stellung desselben der Förderbehälter unter Druck gesetzt und gleichzeitig der Durchgang der Flüssigkeit durch die Steigleitung in der einen Richtung möglich ist,und in einer andern Stellung der Druckausgleich zwischen Lager und Förderbehälter und zugleich eine Ent leerung der Steigleitung des Förderbehälters herbeigeführt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Steuerorgan eine Entlüftungsleitung des Lagerbehälters in Verbindung steht, so dass nach erfolg tem Druckausgleich der Lagerbehälter und der Förderbehälter unter atmosphärischem Druck stehen. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, bei welcher an der Steig leitung des Förderbehälters ein Messgefäss angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil des Messgefässes mit der Schutzgasdruckausgleich- und Ent lüftungsleitung irr Verbindung steht, zum Zwecke, mit der Steigleitung auch das Mess- gefäss entleeren und letzteres mit Schutz ges füllen zu können. 3.Einrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1-2, dadurch gekennzeich net, dass als Steuerorgan ein Hahn dient, welcher für den Durchgang der zu fördern den Flüssigkeit und das Schutzgas in zwei senkrecht zur Längsachse des Hahnkückens liegenden Ebenen, Kanäle aufweist, und zwar für die Flüssigkeit zwei sich exzen trisch zur Halmachse kreuzende, senkrecht zueinander stehende Kanäle, und für das Schutzgas senkrecht und im Winkel sich schneidende Kanäle..1. Einrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1-3, dadurch gekennzeich net, dass von einem Kanal für den Durch gang von Schutzgang eine achsiale Nut nach der Seite der Flüssigkeitskanäle hin führt, und daselbst in der Stellung des Hahnes für den Schutzgasdruckausgleich zwischen Lagerbehälter und Förderbehäl- ter mit dem Flüssigkeitsweg des Hahn gehäuses in Verbindung steht,so dah Flüssigkeit aus der Steigleitung oberhalb des Hahnes durch die Druckausgleich leitung hindurch in den Lagerbehälter ab- flielJ,en kann.
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|---|---|---|---|
| CH97031D CH97031A (de) | 1921-08-02 | 1921-08-02 | Einrichtung zur Förderung von feuergefährlichen Flüssigkeiten. |
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- 1921-08-02 CH CH97031D patent/CH97031A/de unknown
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