DE366357C - Steuerung fuer Anlagen zum Abfuellen von Fluessigkeiten, insbesondere feuergefaehrlichen Fluessigkeiten, mittels eines Pressschutzgases - Google Patents

Steuerung fuer Anlagen zum Abfuellen von Fluessigkeiten, insbesondere feuergefaehrlichen Fluessigkeiten, mittels eines Pressschutzgases

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DE366357C
DE366357C DEH75754D DEH0075754D DE366357C DE 366357 C DE366357 C DE 366357C DE H75754 D DEH75754 D DE H75754D DE H0075754 D DEH0075754 D DE H0075754D DE 366357 C DE366357 C DE 366357C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D7/00Apparatus or devices for transferring liquids from bulk storage containers or reservoirs into vehicles or into portable containers, e.g. for retail sale purposes
    • B67D7/06Details or accessories
    • B67D7/32Arrangements of safety or warning devices; Means for preventing unauthorised delivery of liquid
    • B67D7/3245Arrangements of safety or warning devices; Means for preventing unauthorised delivery of liquid relating to the transfer method
    • B67D7/3263Arrangements of safety or warning devices; Means for preventing unauthorised delivery of liquid relating to the transfer method using a pressurised gas acting directly or indirectly on the bulk of the liquid to be transferred

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Loading And Unloading Of Fuel Tanks Or Ships (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Steuerung für Anlagen zum Abfüllen von Flüssigkeiten, insbesondere feuergefährlichen Flüssigkeiten, mittels eines Preßschutzgases. Es sind durch dass Hauptpatent 293637 Anlagen zum Abfüllen feuergefährlicher Flüssigkeiten mittels eines neutralen Druckgases bekanntgeworden, [bei denen anstatt eines Hahnes zum Abzapfen der Flüssigkeiten eine kolbenartige Steuerung im Zapfventilgehäuse verwendet wird, die einmal die Aufgabe hat, das neutrale Druckgas von dem Lagerbehälter abzusperren, wenn nicht mehr gezapft wird und der die weitere Aufgabe obliegt, in dieser Zeit auch die Förderleitung mit dem Hohlraum des Lagerbehälters durch die Gaseu;fuhrleitung zu verbinden, so daß sich die Förderleiturng von :Flüssigkeit entleert, dagegen mit .Schutzgas erfüllt. Bei solchen Kolbenventilsteuerungen hat sich nun sm Betrieb ergeben, daß ,das an der Steuerungs-stange befindliche Gasventil für die Abstellung des neutralen Druckgases manchmal durch eingeklemmte Fremdkörper nicht vollständig schließt, so daß -doch noch in der Ruhe Schutzgas dem Lagerbehälter bat zuströmen können. Außerdem aber war die Bedienung der Handstange zum Verschieben des Ventils und der :Steuerungen namentlich ,dann unpraktisch, wenn es sich um Zapfstellen handelte, bei denen der Lagerkesjsel über Erde lag und somit die Zapfleitung sich als He(berleiturng ergab, a.n dessen höchster ;Stelle die Kolbenventilsteuerung angeordnet war.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, einmal die im Hauptpatent gekennzeichnete Steuerung weiter auszubilden, um die sich ergebenden Mängel zu (beseitigen. Sodann war es bei derartigen Anlagen bislang üblich, neben dem Zapfventil ein weiteres Inhaltskontrollventil anzuordnen, mittels Üessen der Inhalt des Lagerkessels im rohen beobachtet werden kann. Diese Einrichtung besteht vielfach ,aus einem oder mehreren Röhrchen, die gegeneinander durch besondere Ventile absperrbar sind und sieh im In'haltskontrollventdl vereinigen, so daßman mit Hilfe dieser rohen Kontrolle den Zeitpunkt bestimmen kann, wann wieder neue Flüssigkeit in dem Lagerbehälter nachgefüllt werden muß. Die Ventile dieser Kontrallrohre müssen jeweils geöffnet sein, damit geprüft werden kann, ob die in: den Lagerbehälter verschieden tief eintauchenden Rohrenden noch von Flüssigkeit umspült werden. Tritt Flüssigkeit aus dem Kontrollventil aus, so ist dies ein Zeichen, daß sie sich noch Über dem betreffenden Rohrende befindet. Tritt aber aus dem Ventil Gas aus, so ist die über dem jeweiligen Rohrende befindliche Flüssigkeit, deren Menge bekannt ist, schon entnommen. Lästig und nachteilig ist bei einer solchen Rohkontrolle, daß sie neben der Zapfung besonders bedient werden muß, so daß es sehr leicht vorkommen :kann, daß die über dem jeweiligen Rohrende stehende Flüssigkeit schon längst verbraucht ist, bevor die Kontrolle .ausgeübt wird, wodurch sie unsicher wird. Ein weiterer Übelstand ist aber auch der, daß für die .bei der Kontrolle austretende Flüssigkeit nicht immer Verwendung zorhanden ist. Es wird nunmehr angestrebt, mit der weiteren Fortbildung des Zapfsteuerorgans die rohe Inhaltskontrolle mit diesem zu vereinigen, derart, daß sich ein überschreiten der Inhaltsgrenze für das betreffende Meßrohr während der eigentlichen Zapfung der Flüssigkeit selbständig am Zapforgane anzeigt und damit gleichzeitig das Abzapfen so lange untexibricht, bis das jeweilige Kontrollröhrchen geschlossen ist.
  • Die Abb. i .und 2 der Zeichnung veranschaulichen zwei Schnitte durch das Steuerorgan, einmal in der Ruhelage, das andere Mal während des Zapfens. Sie zeigen wie das Zapforgan nicht mehr durch eine Handstange, sondern durch den Druck des neutralen Druckgases geöffnet und geschlossen wird und wie die Inhaltskontrolle mit dem Zapforgan verbunden ist.
  • Abb. 3 und q. geben zwei mit Preßschutzgas arbeitende Benzolförderanlagen wieder, bei denen das durch Gasdruck gesteuerte Zapforgan mit dem Inhaltsanzeiger verbunden ist. Auf eine Darstellung der Anordnung des Zapforgans auf dem höchsten Punkte ,einer zur Heberleitung .gewordenen Förderleitung wurde verzichtet, da die erstrebten Wirkungen auch hier die gleichen !sind.
  • Die bis zum Boden des Lagerkessels 16 oder des Meßbebälters 2o eintauchende Steigeleitung i i für die feuergefährliche Flüssigkeit führt zum Zapforgan i, von dem auch die zur Decke ,des Lagerkessels oder des Meßbehälters führende Preßschutzgasleitung io ausgeht. In die von dem Schutzgasvorratsbehälter 15 nach dem Zapforgan i gehende Preßgasleitung 7 ist ein Druckminderventil 14 und ein Absperrventil 13 eingebaut: .das Druckminderventil hat das hochgespannte ächutzgas aus dem Vorratslbehälter 15 auf einen Mitteldruck gegenüber dem eigentlichen Förderdruck eingestellt. Zwischen die Mitteldruckgas.leitung 7 und die Förderdruckgasleitung io ist das durch das Hauptpatent 293637 bekannt gewordene Zapforgan mit seiner Kolbensteuerung eingeschaltet. Zum Unterschied von diesem ist aber 'hier der Kolben 3 mit dem Flüssigkeitsabsperrventil 6 nicht mehr durch eine Handstange in der einen Richtung verschiebbar, sondern wird durch den Druck des eigenen Schutzgases gesteuert, nachdem das Ventil 13 geöffnet ist. Wird die Schutzgaszufuhr aber durch das Ventil 13 wieder .albgestellt, so wird die Verschiebung des Kolbens 3 und damit auch der Schluß des Zapfventils 6 in der anderen Richtung durch die Feder q. bewirkt.
  • Das zur Bestandskontrolle erforderliche Meßrohr 9 mündet an seinem oberen Ende in das F.lüssigkeitssteigerohr i i oder in die Flüssigkeitgkam,mer des Kolbengehäuses i, während es mit seinem unteren Ende im Lagerkessel 16 bis zu derjenigen Bestandsgrenze eintaucht, die unter Kontrolle gestellt werden soll. Das Rohr 9 kann auch, wie es die Abb. 3 zeigt, einfach oder mehrfach gegabelt und von verschiedener Länge sein, so daß jeder Gabelteil eine andere Bestandsgrenze kontrolliert. Jedes der Bestandsrohre ist dann mit einem Ventil versehen, um jedesmal, wenn eine Bestandsgrenze überschritten ist, das betreffende Rohr absperren zu können. Diese Einrichtung dient zur Kontrolle des Flüssigkeitsstandes im Lagerkessel, wobei die auszugebende Flüssigkeit nicht besonders nachgemessen wird.
  • Wird aber die Flüssigkeit in nachgemessenen Teilmengen mittels eines Meß'behälters 2o abgegeben und gleichzeitig damit die fast drucklose Überlagerung oder Flüssigkeitsmenge im Lagerkessel 16 vorgenommen (Abb. 4.), so geht das Meßro'hr 9 Nebenfalls in das als Druckbehälter ausgebildete, z. B. ioo 1 Inhalt aufweisende, Meßgefäß 2o. Durch entsprechende Gabelung, z. B. in vier solcher Meßrohre, kann der Inhalt des Meßbehälters 2o in Bestandsgrenzen von z. B. 25, 50, 75 und ioo 1 zerlegt werden, wobei dann sämtliche N eßrohre für sich absperrbar -sein müssen. Über diesen .Absperrventilen, die ebenso wie die mehrteiligen Meßrohre in der Abb. q. nicht gezeichnet sind, zweigt von Hauptmeßrohr einbesonderes Gabelrohr 18 ohne Ventil nach dem oberen Teil des Lagerkessels 16 .ab.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist die folgende: Soll Flüssigkeit gefördert werden, so wird das Schutzgasventil 13 geöffnet, wodurch der auf dem oberen Teil seiner Länge undichte Kolben 3 des Zapforgans unter dem Schutzgasdrucke von z. B. fünf Atmosphären aus der Ruhelage nach Abb. i in die Förderstellung nach Abb. 2 ,unter Zusammendrücken der Feder q. verschoben und in dieser Stellung so lange erhalten wird, bis das Ventil 13 wieder geschlossen wird. Hierdurch wird in bekannter Weise der Ringkanal 8 des Kolbens 3 mit der Niederdruckgasleitung io und durch diese mit dem Hohlraum des Lagerkessels 16 oder des Meßbehälters 2o in Verbindung gebracht. Das Schutzgas strömt in den Lagerkessel bzw. den Meßbehälter und fördert aus diesem die feuergef'ä'hrliche Flüssigkeit durch das Steigerohr i i zum Auslaufstutzen 12 des Kolbengehäuses i. Die feuergefährliche Flüssigkeit wird gleichzeitig auch in den Meßrohren 9 hochgedrückt, die die Flüssigkeit parallel zu dem Steigerohr ii in den Auslaufstutzen 12 fördern, mithin noch den Vorteil gewähren, daß mehr Flüssigkeit gefördert wird. Dieses Parallelfördern ,geht so lange vor sich, bis das freie Ende eines der Bestandsrohre g von Flüssigkeit entblößt wird. Dann tritt iSchutzgas an der Zapfstelle aus und"zeigt hierdurch an, .daß der betrieffende Bestand an Benzin o. dgl. aus denn Lagerkessel 16 oder dem Meßbehälter 2o verbraucht ist. Jetzt wird die Zapfung unterbrochen und das zugehörige Ventil am '.Meßrohr 9 geschlossen. Bei einer der folgenden Zapfungen wird dann -ein erneutes Ausblasen von Gas am Zapfventi112 den Verbrauch an B,enzin bis zur zweiten Be= standsgrenze anzeigen usw.
  • Wird das Schutzgasventil 13 nach beendeter Zapfung geschlossen, .so entweicht das Druckgas über dem oben undichten Kolben 3 durch den Ringkanal 8 und die Leitung io nach dem Lagerkessel 16 oder dem Meßbehälter 2o. Der Kolben wird durch die Feder q. in seine Rühelage (Abb. i) zurückgeführt, das mit dem Kolben 3 verbundene Zapfventil6 wird geschlossen, und die Niederdruckgasleitung io wird jetzt mit dem Steigeröhr i i und mit. dem oder den Meßrdhren 9 in Verbindung gebracht. Infolge des Druckausgleiches wird daher sowohl die Flüssigkeit aus der Steigeleitung i i als auch aus den Meßrohren 9 in den Lagerkessel 16 bzw. in den Meßbehälter 2o zurückfließen.
  • Bei der Umfüllvorrichtung nach Abb. q., bei der das Benzin im Lagerkessel 16 unter einem drucklosen ,Schutzgas lagert, ,muß durch das Rohr io nach dem Schließen des Zapfv entils 6 .zunächst das Druckgas aus !dem Meßbehälter 20 nach .dem Lagerkessel 16 überführt werden, was ohne weiteres auf dem Wege vom Rohr io zum Kolbengehäuse i, Meßrohr 9 und Meßrohr 1:8 vor sich geht. Gleichzeitig fällt auch in der Steigeleitung i i und dem Meßrohr 9 die Flüssigkeit zurück und der Meßbehälter 20 wird durch das Rückschlagventil2i hindurch in bekannter Weise wieder .aus dem Lagerkessel 16 aufgefüllt. Um zu vermeiden, daß bei vollständiger Entleerung des Meßbehälters 2o Schutzgas durch das weite Steigeröhr i i über das Zapfventil6 ins Freie strömt, endigt das längste Meßrohr 9 etwas höher in dem Meßbehälter 2o als das Steigerohr i i, so daß dieses stets noch in Flüssigkeit eintauchen wird, bevor deren Ausfließen aufhört.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Steuerung für Anlagen zum Abfüllen von Flüssigkeiten, insbesondere £euergefährlichen Flüssigkeiten, mittels eines Preßschutzgases nach Patent 293637, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Preßschutzgasledtung angeordnete Kolben (3) nabst Zopfventil (6) durch den Druck des eigenen Schutzgases aus der Ruhelage in die Zopfstellung nach Öffnen eines besonderen Gasventils (13) überführt wird.
  2. 2. iSteuerung für Anlagen - nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere, einzeln absperrbare, unmittelbar arm Zopfventil (6) in das Flüssigkeitssteigerohr (il) oder in den Flüssigkeitsraum des Zopfventils (6) einmündende enge Meßrohre (9) mit dem iSteigerohr (i i) parallel geschaltet sind und mit ihrem unteren Ende verschieden tief in den Lagerkessel (16) oder in das Meßgefäß (2o) hineinragen, so daß die Meßrohre beim Zapfen außer dem Steigerohr (ii) ebenfalls Flüssigkeit fördern, solange ihr unteres Ende in die Flüssigkeit eintaucht, daß sie aber, sobald der Flüssigkeitsspiegel unter ihr unteres Ende gesunken ist, die Zapfung durch Einlassen von .Gas in das Steigerohr unterbrechen, wodurch erkannt wird, daß der jeweils darüberlie@gende, nach seinem Inhalt bekannte Behälterraum flüssigkeitsleer ist.
  3. 3. Steuerung nach Anspruch i, bei der das Meßrohr in den Meßbehälter führt, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Meßrohr (9) ein Rohr (18) abzweigt, das nach dem Oberteil des Lagerkessels (16) f'u'hrt und das beim Schließen des Zopfventils (6) das in dem Meßbehälter (2o) angesammelte Preßschutzgas in den Hohlraum des Lagerkessels (16) auspuffen läßt, in dem das Schutzgas die feuergefä'hrliche Flüssigkeit im wesentlichen drucklos überlagert, während sich der Meßbehälter (2o) sofort wieder durch ein Rückschlagventil (21) in bekannter Weise mit feuergefährlicher Flüssiä z-eit anfüllt.
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