Anordnung zur gleichzeitigen elektrischen Zeichenübermittlung zwischen zwei Stellen, die je in einem geschlossenen Stromkreis liegen, unter Zwischenschaltung von Kathodenröhren. Die elektrische Zeichenübermittlung zwi schen zwei Stellen, insbesondere die Telepho- nie mit Draht, erfordert oft die Verstärkung der elektrischen Ströme. Die Einschaltung von Kathodenröhren als Verstärker brachte jedoch bisher die Schwierigkeit mit sich, dass ein Gegensprechen ohne weiteres nicht möglich ist, da eine Kathodenröhre als Reläis._virkt und beim Gegensprechen daher eine Umschal tung, erforderlich ist.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, me chanische Verstärker in die Leitungen ein zuschalten. Abgesehen von der geringfügigen Wirkung solcher Verstärker wurden hierbei die in beider Richtung gehenden Impulse verstärkt und eine Art Rückkopplung her beigeführt. Gemäss der Erfindung wird dies dadurch vermieden, dass KathocTlenröhren- verstärker angewendet werden. von denen je einer in einer Richtung wirkt, wobei je ein Ausgangskreis und ein Eingangskreis dieser Verstärker in Gegensprechschaltung mit dem einen Zweig der Leitung verbunden sind, da- mit die von dem Ausgangskreis des einen Verstärkers abgegebenen Stromimpulse auf den Eingangskreis des andern Verstärkers nicht einwirken und so das Selbsttönen ver hindert wird.
In den Fig. 1 bis 3 der Zeich nungen sind beispielsweise *Ausführungs- formen der Erfindung dargestellt.
Im Beispiel der Fig.1 ist von der Stelle II die Leitung 2 zur Vermittlungsstelle geführt. Hier ist jedoch eine Stromverzweigung über zwei Spulen 11, 12 vorgesehen, in deren einem Zweig in Hintereinanderschaltung etwa, mit der Spule 11 die Kopplungsspule 5 mit dem Ausgangskreis s des Verstärkers .-! ange ordnet ist. Die von den Spulen 11, 12 er zeugten Felder sind untereinander mit der Spule 9, welche den Eingangskreis für den nicht gezeichneten Verstärker B darstellt, verkettet. Im Beispiel ist hierfür ein ge schlossener Eisenkern 13 angeordnet, auf dem die drei Spulen 9, 11, 12 aufgebracht sind. Die gezeichnete Form ist jedoch nicht die ein zig mögliche.
Es kann auch ein dreizinkiger Bern gewählt werden und die Anordnung der Spulen gegeneinander kann verschieden- artig gewählt werden, um die im Folgenden beschriebene Wirkung zu erzielen.
Die Verkettung der Spulen 9, l1, 12 hat in der Weise zu erfolgen, dass beim Eintritt eines Impulses aus dem Ausgangskreis 8 des Verstärkers A in die Spule 5, welche der Verzweigung des 'Stropakreises 2 angehört, die von den Spulen 11, 12 erzeugten Felder einander entgegenwirken und aufheben. Es sei angenommen, dass die augenblickliche Stromrichtung in solchem Fall in der Spule 5 durch den ausgezogenen Pfeil dargestellt sei. Der Strom wird daher seinen Weg in der ausgezogenen Pfeilrichtung über die Spule 1.1 und sodann einerseits über die Leitung 2 und den Empfänger auf der Stelle 1I und ander seits parallel hierzu über die Spule 1.2 neh inen.
Der Wicklungssinn und dio Windungs- zahl der Spulen 11, 12 ist so zu wählen, dass die beabsichtigte Aufhebung der durch die Spulen 11, 12 hervorgerufenen Felder erfolgt. Es wird dann durch einen in den Stromkreis 2 übertretenden Stromimpuls die Wicldung 9 des Eingangskreises des zweiten Verstärkers nicht erregt und eine Rück kopplung daher ausgeschlossen.
Geht jedoch ein Stromimpuls von der Stelle II aus und habe dieser in einem bestimmten Augenblick: die gleiche Richtung wie im zuerst beschrie I>enen Fall, so wird dieser in der gestrichel ten Pfeilrichtung verlaufende Stromimpuls :
die Spulen 5 und 11 wohl in gleicher Eich- tung passieren wie im ersten Fall, die Spule 12 jedoch in entgegengesetzter Richtung durchfliessen als zuvor. Die Felder der bei den Spulen 11, 12 heben einander daher nicht auf, sondern unterstützen einander, und es -wird daher die Spule 9 des Eingangskreises des andern Verstärkers B kräftig erregt.
Dieser von der Stelle II ausgehende, Strom impuls kann daher in den Verstärker B und über diesen in den nicht gezeichneten Strom kreis 1 übertreten. Da, auf der andern Ver- stärkerseite, die mit dem Stromkreis 1 ge koppelt ist, die gleiche Sehaltungsweise an- ge,vs>en.det ist, besteht auch keine Rückkopp- lungsgefahr dieses aus dem Stromkreis 1 in den Stromkreis 2 übertretenden Impulse.
Es bedarf keiner weiteren Erläuterung, dass die gleichen Verhältnisse in der andern Halb welle des Wechselstromimpulses mit ent gegengesetzter Stromrichtung als der betrach teten auftreten.
Fig. 2 zeigt eine Weiterbildung der grundsätzlichen Schaltungsanordnung nach Fig. 1. Hier sind in dem einen Stromzweig. in dem die Kopplungsspule mit dem z#us- gangskreis des Verstärkers A nicht liegt.
MTiderstandskombinationen 1.4 und gegebenen falls 15, weleli letztere zusammen mit der Spule 12 wirkt, vorgesehen, um eine genaue Kompensation dieses Zweiges mit dem paral lel liegenden unv erzweigten Teil des Strom kreises 2 zu erzielen, da der letztere Ohm- sehen, induktiven und kapazitiven Wider stand besitzt..
Es wird also in der bei anders gearteten Gegenspreehsehaltungen mit Draht ohne Verstärker an sich bekannten Weise die Stromphase im Zweig über die Spule 12 in Übereinstimmung gebracht mit derjenigen im unverzweigten Kreisteil 2.
Fig. 3 zeigt; eine weitere Ausbildung der Erfindung mit kombinierter konduktiver und induktiver Kopplung der beiden geschlossenen Stromkreise, zwischen denen die Zeichen übermittelt werden sollen, und einem Ein gangs- und Ausgangskreis je eines der beiden Verstärkeraggregato zwecks Verhinderung der R.ückkopplun,.;
-. Hier ist die Leitung 2 mit der Stelle II mit drei Widerständen ge eigneter Art 1.6, 17, 18 hintereinander geschaltet, um eine Brückenschaltung zu er möglichen. Der Energiezweig (sonstiger Bat teriezweig) ist an die Verbindungsstelle der Leitung 2 mit dem Widerstand 16 einerseits und die Verbindungsstelle 17, 18 anderseits gelegt und enthält als Energieduelle die Spule 5, welche mit dem Ausgangskreis (@ des Verstärkers A gekoppelt ist.
Der zweite Brückenzweig (sonstiger @usgleichsz@ce.i@i enthält eine Spule 19, welche mit der Spule 9 im Eingangskreis des nicht gezeichneten Verstärkers B gekoppelt ist.
Durch entspre- ehende Abgleieliung und Wahl der Wider- -,tände 16, 17. 18 kann erreicht werden, dass die Anschlusspunkte der Spule 19 an die Wi derstandskombination 16, 17, 18 mit der Lei tung 2 gleiches Potential herrscht, wenn ein entsprechend verstärkter Stromimpuls aus dem Verstärker Il in die Spule 5 und damit in den geschlossenen Empfangskreis übertritt.
Die Spule 19 bleibt daher urerregt, und es ist damit ausgeschlossen, dass eine Rückkopp lung über den Eingangskreis 9 des zweiten Verstärkers im früher beschriebenen Sinne uuftrift. Geht aber umgekehrt ein Strom impuls von der Stelle II aus, so wird dieser die Brücke 19 wegen der dann vorhandenen Unsyminetrie der Anschlusspunkte der Spule 19 durchfliessen und der Stromimpuls aus ,dem Kreis 2 tritt in den Eingangskreis 9 des Verstärkers B und aus diesem in den Strom-. kreis 1 über.
Eine Rückkopplung dieses ver stärkten Impulses ist ausgeschlossen, da auf der andern Seite der Verstärker im Strom kreis 1 die gleiche Schaltung vorgenommen ist.
Die in Fiel o-. 1 bis 3 dargestellte Verstärker- und Schaltungskombination ist in einer Ver mittlungsstelle aufgestellt zu denken, wobei die Leitungen 2 nach Bedarf an- und ab geschaltet werden können. Es kann daher ein solches Aggregat zur Verstärkung in ver schiedene miteinander zu verbindende Lei tungen eingeschaltet werden, wobei höchstens eine Nachregulierung der Kombinations- tviderstände erforderlich werden kann.
Hierzu kann nach Bekanntsein der betreffen den Werte entweder eine selbsttätige Vor richtung angewendet werden, welche die Einstellung etwa gleichzeitig mit der An- schaltung der betreffenden Leitungen besorgt, oder es kann die Einstellung beim Zusam menschalten nach ein für allemal vorgenom menen Aufzeichnungen rasch vorgenommen werden.