CH96080A - Elektrische Sicherung. - Google Patents

Elektrische Sicherung.

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CH96080A
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Illingworth William Henry
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Illingworth William Henry
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  Elektrische Sicherung.    Gegenstand der Erfindung ist eine elek  trische Sicherung, welche hauptsächlich für       Stromverteilungstafeln    für geringe     Stromstär-_          ken,    zum Beispiel für Lichtnetze, bestimmt ist,  jedoch auch für alle Stromkreise verwendbar  ist, in denen eine geringe Stromstärke herrscht.  Der Hauptzweck der Erfindung ist, die Ver  wendung von     Abschmelzdrähten    unnötig zu  machen, welche den Nachteil besitzen, dass  sie oft ersetzt werden müssen und Unfälle  verursachen, wenn zum Beispiel' ein direkter  <B>Ab</B>     schmelzdraht    oder ein solcher von höherem  Schmelzpunkt an Stelle des richtig wirkenden  eingesetzt wird.

   Ein weiterer Zweck besteht  darin, die Bogenbildung und das Auftreten  von- plötzlichem Strom in     einem.honstanten          Kurzschlussstromkreis    zu vermeiden.  



  Erfindungsgemäss bildet eine auf einem  gewissen Teil ihrer Länge stark eingeengte       Quecksilbersäule    die elektrische Verbindung  zwischen zwei Kontaktstellen, die jedoch an die  sem Teil unterbrochen wird, wenn der Strom  eine bestimmte Stärke überschreitet, wobei  ein Rohr aus Isoliermaterial für die Aufnahme  dieser, Quecksilbersäule an. seiner obern Öff-         nung    von so geringer Weite ist, dass das     Einflie-          ssen    des Quecksilbers in das Rohr. und- das Füllen  desselben durch die Schwere verhindert ist,  während das Einpressen desselben in das Rohr.  durch einen zur Sicherung gehörenden Kolben  bewirkt werden kann.  



  Die Zeichnung zeigt einige Ausführungs  formen des Erfindungsgegenstandes.  



       Fig.        1.    zeigt einen     Achsialschnitt    der Siche  rung,       Fig.    2 eine Einzelheit, und.  



       Fig.    3 einen     Achsialschnitt    einer andern  Ausführungsform;       Fig.    4 ist eine Ansicht einer     Stromvertei-          lungstafel    mit abgenommenem Deckel;       Fig.    5 ist eine Vorderansicht des     Hinter-    .  teils eines Isolierhalters;       Fig.    6 ist dessen Endansicht mit einge  setzter Sicherung;       Fig.    7 zeigt eine Draufsicht,       Fig.    8 einen Schnitt ohne- Sicherung.

    Mit Bezug auf die     Fig.    1 und 2 ist die       Quecksilbersäule    in einem Rohr A aus Isolier  material, welches vorzugsweise feuerfest ist,  enthalten., Der .das     Quecksilber    enthaltende      Kanal ist bei a eingeengt, wobei der Durch  messer und die Länge des Kanals, sowie  dessen Abstand vom Ende des Rohres derart  gewählt sind, dass bei einer bestimmten Strom  stärke die Quecksilbersäule abreisst. Das Rohr  ist mit einem Hals     a1    versehen, gegen welchen  zwei metallische Schuhe oder Fassungen B,       B1    anliegen, welche den obern und den untern  Kontakt C,     Cl    tragen.

   Jede Fassung weist  eine Muffe b auf, welche dicht auf das be  treffende Ende des Rohres passt und gegen  den Hals     angepresst    wird. Der Kontakt C  besteht aus Kupfer und ist als ein Becher  oder Behälter ausgebildet, und dessen kleiner,  rohrförmiger     Fortsatz    c (s.     Fig.    3) tritt in eine  entsprechende Aushöhlung am Ende des     Iso-          lierrohres    ein, und zwar bis zur Berührungs  stelle mit dem eingeengten Kanalteil     a,    wobei  der Durchmesser der lichten Öffnung des  kupfernen     Fortsatzes    c etwas grösser als der  Kanalteil     a    ist.

   Von einer Seite des Bechers  ragt ein Arm     e1    vor, welcher durch die Fas  sung dringt und eine Klemmschraube     c2    oder  eine andere, geeignete Klemme trägt.  



  Oberhalb des Bechers bildet der Innen  raum der Fassung eine zylindrische Kammer     b1,     welche mit     Öffnungen        b2    versehen ist. Am Kopf  der Kammer ist eine Kappe     b'        (Fig.    2) in  lösbarer Weise befestigt, welche eine mittlere  Öffnung     b4    für den Durchtritt einer Hülse<I>D</I>  besitzt, in welch letzterer ein Kolben     E    frei  verschiebbar gelagert ist. Der Kolben     E    be  sitzt einen solchen Durchmesser, dass er in  den Becher dicht eintreten kann.

   Die Hülse  besitzt einen Bund d, welcher in die Kam  mer     b1    passt und eine oder mehrere Kehlen     dl     aufweist, durch welche Luft beim Nieder  drücken der Hülse austreten kann. Ferner  besitzt die Hülse einen abgeschrägten Rand     d2,     welcher bestimmt ist, gegen den Sitz     bl    an  gedrückt zu werden, wenn die Hülse nieder  gedrückt wird. In ihrer Ruhelage wird die  Hülse durch eine Feder d3 gehalten.  



  Der Kolben ist mit einem radialen Zapfen e  versehen, welcher durch einen Schlitz     d4    in  die Hülse dringt und in seiner äussersten Lage  durch die Feder     e1,    welche zwischen der  Hülse und dem Knopf     e2    eingeschaltet ist,    gehalten wird. Beim Niederdrücken des Kol  bens wird die Hülse mit ihrem Rand     d'    gegen  den Sitz     bl    angedrückt, wodurch eine Ab  dichtung gegen das Heraustreten des Queck  silbers geschaffen ist, wonach der Kolben in  den Becher eintritt und den beim Abreissen  der Quecksilbersäule aus dem Rohr ausge  tretenen Tropfen in das letztere     einpresst,    wo  durch die Säule und der Kontakt wieder her  gestellt sind.  



  Der untere Kontakt     Cl    enthält eine Kupfer  stange, welche auf einem Teil ihrer Länge  in den Kanalteil     a3    von grösserem Durch  messer des Isolierrohres passt und an ihrem  untern Ende mit dem Kopf     c'    versehen ist,  welcher dicht in eine Aushöhlung der Metall  fassung     BI    passt. Die Stange ist bei     c4    mit  einem schmäleren Ansatz versehen, so dass  ein ringförmiger Hohlraum     as    entsteht, in  welchem Quecksilber eintritt und einen siche  ren Kontakt ermöglicht. Dieser Ansatz könnte  auch mit Rippen, Rillen oder dergleichen ver  sehen sein, um die Kontaktfläche zu vergrössern.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    3  kommen die metallischen Fassungen B,     BI     in Fortfall und der einheitliche Körper     Bs    ist  aus formbarem Isoliermaterial gebildet, wobei  der obere     .Kontakt    darin eingebettet ist. Auch  der Kern A könnte in Fortfall kommen und  der Kanal für das Quecksilber und die Kon  takte könnten dann in dem Körper     Bg    an  geordnet sein.  



  Für die Anwendung der Sicherung bei       Stromverteilungstafeln    für Lichtleitungen be  sitzt der Kopf des untern Kontaktes eine  Rille     c5,    welche zur Aufnahme der Sammel  schiene     cl;    dient, und zwar gemeinschaftlich  mit der Kappe c', welche eine ähnliche Rille     c'     besitzt und mittelst der Schrauben     c'    fest  geschraubt ist. Anstatt der runden Sammel  schiene könnte eine anders geformte gewählt  werden.  



  Bei der     Stromverteilungstafel    gemäss     Fig.    4  ist jedes Rohr A zwischen zwei Hälften eines  Isolierhalters F,     F1    mittelst Bolzen f und       gerändelter        Muttern    f 1 eingeklemmt. Die  Bolzen f befestigen die Hinterteile der Halter  an das Gehäuse, während die Mutter f 1 die           Festklemmung    und die     Förtnahme    der Vorder  teile der Halter F ohne Verstellen der Hinter  teile ermöglichen. Der Vorderteil kann den  Stempel des besonderen     Stromkreises    tragen,  welcher durch die Sicherung kontrolliert wird,  und dient hauptsächlich zum Schutze der  metallischen Hauptteile der Sicherung.

   Jeder  Teil des Halters ist mit einer Nut f 2     (Fig.    5, 6)  für den Durchtritt der Sammelschiene cl ver  sehen; das untere Ende des Vorderteils weist  ferner eine Zunge f 3 auf, um das untere  Ende der Sicherung zu decken. Entlang dem  Kopf des Hinterteils ist eine Rippe<B>/"-</B> mit  einer Öffnung f 5 für den Durchtritt des  Drahtes cl" zu der Klemme     c2    vorgesehen,  wobei hinter der Rippe ein Kanal.     f',    zur Auf  nahme der Leitungsdrähte verläuft.     c"    ist  das Hauptkabel, dessen beide Enden an jede  Sammelschiene     css    angeschlossen sind.  



  Die beschriebene Vorrichtung kann in Ver  bindung mit Schaltern,     Anschlusskontakten     oder andern Ausrüstungen, welche einer Siche  rung bedürfen, zur Verwendung kommen. Sie  kann in einem Porzellangehäuse mit einem  äussern Eisenkasten eingeschlossen sein, wo  bei der Kolbenknopf ausserhalb des Kastens  vorragt. Die Vorrichtung kann ferner für  Verbrauchsleistungen in Häusern     Anwenduug     finden. Die     Stromstärkegrenze    kann durch  Anordnung mehrerer Quecksilbersäulen im  Rohr A in Parallelschaltung oder durch Än  derung der Lage, des Durchmessers und der  Länge des eingeengten Kanalteils bei einer  einzelnen Säule vergrössert oder verringert  werden, wenn es sich um geringere Strom  stärken als 5     Amp.    handelt.

   Die Wirkungs  weise der Vorrichtung ist eine momentane,  so dass Brandausbrüche ausgeschlossen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Sicherung ohne Schmelzpatrone, gekennzeichnet durch ein Rohr aus Isolier material für eine die elektrische Verbindung zwischen zwei Kontaktstellen herstellende, als Leiter der jeweiligen Stromstärke anzu passende Quecksilbersäule, wobei die lichte Weite des Rohres auf einem mittleren Teil seiner Länge eingeengt ist, und eine obere Öffnung von solch geringer Weite ist, dass das Einfliessen des Quecksilbers in das Rohr und Füllen desselben durch die Schwere verhindert ist, während das Einpressen des selben in das Rohr durch einen zur Sicherung gehörenden Kolben bewirkt werden kann. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Elektrische Sicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Teil des Rohres derart eingeengt ist, dass die Säule bei einer bestimmten Stromstärke abreisst, wobei das verdampfte Quecksilber in die Aussenluft durch eine oder mehrere Öffnungen in einer den Kolben aufnehmen den Kammer entweichen kann, während das aus einem Kanalteil oberhalb des ein geengten Rohrteils austretende Quecksilber sich in einem Behälter am Kopf des Kanal teils in Tropfenform ansammeln und zu rück in denselben durch den Kolben zwecks Wiederherstellung des Kontaktes gepresst werden kann. 2.
    Elektrische Sicherung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das Rohr einen Hals zwecks Anlegens von zwei metallischen, den obern und den untern Kontakt aufnehmenden Fassungen aufweist, wobei der obere Kon takt den -Behälter bildet, welcher in das Ende des Isolierrohres eintritt, während der untere Kontakt als eine Stange ausge bildet ist, die auf einem gewissen Teil ihrer Länge in eine weitere Bohrung des Isolierrohres eintritt und an ihrem obern Ende geringeren Durchmesser. besitzt, so dass ein ringförmiger Hohlraum entsteht, wobei der Teil von geringerem Durch messer mit einer vergrösserten Kontakt fläche ausgestattet ist. 3.
    Elektrische Sicherung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende der metallischen Fassung als eine Kammer mit einer oder mehreren nach der Aussenluft führenden Öffnungen ausgebildet ist, wel che Kammer eine gleitende, den Kolben enthaltende Hülse aufnimmt. 4. Elektrische Sicherung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Formkörper aus Isolier material angeordnet ist, in welchem der obere Kontakt eingebettet ist. Elektrische Sicherung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet; dass der Kopf des untern Kontaktes zur Aufnahme eines Teils einer Sammelschiene dient, welche an ihm fest geklemmt wird. 6.
    Elektrische Sicherung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das Rohr zur Aufnahme einer Mehrzahl von parallel geschalteten Queck silbersäulen eingerichtet ist. 7. Elektrische Sicherung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Rohr zwischen zwei Hälften eines Isolierhalters eingeklemmt ist, wobei die hintere Hälfte an einem Gehäuse be festigt ist. 8. Elektrische Sicherung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 7, gekenn zeichnet durch einen Halter entsprechend den Fig. 5 bis B.
CH96080D 1919-10-28 1921-03-30 Elektrische Sicherung. CH96080A (de)

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GB96080X 1919-10-28

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CH96080D CH96080A (de) 1919-10-28 1921-03-30 Elektrische Sicherung.

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