CH93754A - Motorpflug. - Google Patents
Motorpflug.Info
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Description
Motorpflug. Vorliegende Erfindung hat zum Gegen stand einen Kleinmotorpflug, weicher eine Kombination eines-Trag- und Schleppfluges aufweist. undwsich insbesondere für kleinere Ausführung mit 1, 2, 3 und eventuell 4 Scharen eignet.
In der Zeichnung sind verschiedene Aus führungsbeispiele eines solchen Motorpfluges dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Aus führungsform eines solchen Motorpfluges mit Kettenantrieb und Spindelsteuerung in Seiten ansicht, Fig. 2 eine andere Ausführungsform mit Zahnradantrieb und Handhebelsteuerung in Draufsicht, Fig. 3 eine weitere Ausfüh rungsform in Seitenansicht, Fig. 4 eine Band bremse für das eine Triebrad.
Fig. 5 eine Draufsicht zu Fig. 3 und Fig. 6 einen Schnitt nach Linie a-b der Fig. 5.
Das Fahrzeuggestell des in Fig. 1 ver anschaulichten Ausführungsbeispieles des Klein-Motorpfluges besteht aus einem Rahmen :1, welcher an seinem vordern Teil auf der Achse B der Triebräder C und an seinem hintern Ende auf einem unter dem Führer sitz angeordneten Lenkrad D ruht.
Auf dem nach vorn über die Triebradachse B hinaus ragenden Teil trägt der Rahmen A den Motor E, durch dessen Gewicht das Fahrzeuggestell auf der Triebachse annähernd ausbalanciert ist, wodurch auch bei niederem Eigengewicht einerseits der grösstmögliche Adhäsionsdruck und damit die grösstmögliche Zugkraft an den beiden Triebrädern erzeugt werden kann, anderseits das hintere Lenkrad vom Gewicht entlastet und so die Lenkung des Pfluges erleichtert wird.
Der die Pflugkörper (Scharen) cc tragende Grindel b ist am vordern Ende bei c an einem mit dem Fahrgestellrahmen t1. mittelst einer Feder e verbundenen und mittelst eines Hebels d höher oder tiefer einstellbaren, unter der Achse B gelegenen Zugpunkt so ange hängt, dar die beiden Triebräder gewisser- massen gleichzeitig die Führungsräder des Schleppfluges bilden.
Das Lenkrad (welches durch den vorn gelagerten Notor schon vom Gewicht entlastet ist) wird hierbei auch vom Seitenschub der Pflugkörper (der bei allen Tragpflügen sehr erheblich ist) befreit und die Lenkung dieses Klein-3Totorpfluges ganz bedeutend erleichtert.
Die Steuerung des Lenkrades geschieht nach Fig. 1, zum Bei spiel wie bei andern Motorpflügen, mittelst einer Handradspindel il, i2 und einer, an der Schraubenmutter derselben und an der Lenkachse Dl angreifenden Lenkerstange i3. Wesentlich einfacher, solider und billiger ist aber die in Fig. 9., 3 und 5 dargestellte Handhebel-Steuerung des Lenkrades D, wel che gerade weil das Lenkrad vom Gewicht fast ganz entlastet und vom Seitenschub dei- Pflugkörper auch befreit ist,
wie die Versuche gezeigt haben. ein überraschend leichtes Lenken und vor allem ein schnelles Wenden ermöglicht.
Zum Einsetzen und Ausheben der Pflug körper, sowie zur Regulierung des Scharen eingriffes wird bei diesem Kleinpflug nur der Anhinge- und Gelenkpunkt c des Pfluggrindels zum Beispiel mittelst des Hebels d höher oder tiefer eingestellt. Zum Ausheben der Pflugscharen auf dem Vorgewende und beim Heimfahren kann auch der hintere Teil des Pfluggrindels an der Welle des Handrades h hochgezogen werden.
hm das seitliche Kippen des Pfluges zu verhindern, sind am Pfluggrindel zu beiden Seiten desselben Fusstritte g so angebracht, dass der Pflugführer durch die auf diesen Tritten ruhenden Füsse beziehungsweise durch Druck. auf den einen oder andern Tritt den richtigen Gang des Pfluges und eventuell auell den Tiefeingriff (ähnlich wie beim Ge- spannpflug durch Druck auf die Holme) regeln kann. Der Antrieb der Triebräder erfo:gt zum Beispiel mit Hilfe eines Ketten getriebes<I>t, 1.</I>
Bei dem in Fig. 2 veranschaulichten Aus führungsbeispiel wird der Zug vom Fahrzeug- ge#ztell auf den Pfluggrindel 11 mit Hilfe eines Bügels li übertragen und erfolgt der Antrieb der Rüder mittelst eines Zahnradgetriebes z2, z3. Im Gegensatz zum vorgeschriebenen Aus- führungsbeispiel,
bei welchem das Lenkrad unter dem Führersitz angeordnet ist und in der 1 ützteri Fur@lie läuft, ist das durch den Hand liebel I' steu@ri>are Lenkrad<I>D</I> an der linken Seite des Fahrgestellrahmens angeordnet und läuft auf ungepflügtem Land, was die Len kung dez Pfluges erheblich erleichtert.
Nach dem in Fig. 3-6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der vordere Teil des durch den Bügel rc2 am Fahrgestellrahnien angehängten Pfluggrindels atl durch einen Lenker C2 und der hintere Teil durch ein über zwei Rollen Cl geführtes Zugorgan mit der an der Handradapindel l2 angeordneten Schraubenmutter e1 so verbunden,
dass der Pfluggrindel annähernd parallel zu sich selbst gehoben und gesenkt werden kann, ohne dass das seitliche Ausschwenken des Pfluges ver hindert oder beeinträchtigt wird. Das Heben des Pfluges wird erleichtert durch eine Feder d, welche auf eine vertikale Stange e auf wärts wirkt, die mit ihrem untern Ende am Bügel a\ angelenkt ist.
Das Seitwärtskippen des Pflugea wird durch den an seinen freien Schenkelenden bei g1, g2 artgelenkten, an seinem Steg in Führungen /r.1, lt' geführten Bügel<I>f,</I> welcher in Verlängerung des Steges zwei Fussrasten f 1 besitzt, verhindert. Der Bügel ist so breit (vergleielie Fig. 5), da1:, beim Rund- pflügen der Pflug genügend seitlich aus weichen kann.
Der Steg dieses Bügels f muss den Pflug immer genau horizontal bezw. parallel zum Acker führen. Da die Haupt axe, je nachdem das Furchenrad in tieferen oder seichteren Furchen läuft, mehr oder weniger schräg zu liegen kommt; ist der eine Drehpunkt g1 dieses Bügels f in mehreren übereinanderliegenden Löchern (vergleiche Fig. 3) nach Bedarf zu verstellen.
Der Steuer hebel des Lenkrades kann üedueui vom Sitz aus mit der linken Hand bedient werden, während gleichzeitig finit der rechten Hand die Aushebe-Vorrichtung zum Beispiel während der Fahrt zur Regelung des Tiefeneingriffes oder am Anfang und Ende der Furche zum Niederlassen oder Ausheben der Pflugkörper betätigt werden kann.
Zum kurzen Wenden des Pfluges zum Beispiel am Ende einer Furche kann der Führer des Motorpfluges infolge der Anordnung des Sitzes rechts vor dem Lenkrad, oberhalb und hinter den Pflug körpern und links hinter den Stetierliebeln mit der linken Hand den Lenkrad-Steuer- hebel nach aussen drücken (vergleiche Fig. 15 punktierte Stellung)
lind gleichzeitig finit der rechten Hand den Breinsliebel iia' zurück ziehen, und zwar nm so stärker, je mehr er sich beim Lenken seitlich und rückwärts hinauslehnen muss.
Das rechte Triebrad wird beim Tief pflügen mit zwei Scharen zweckmäl:,ig in der Vorfurche (vergleiche Fig. 5) gefahren, beim Seichtpflügen beziehungsweise beim Stoppel stürzen und Schälen finit 3 oder 4 Scharen (wie in Fig. 2 puril@tiert angedeutet) dagegen neben der Vorfurche.
Der Einbau des Motors und des neben demselben angeordneten Getriebes in einem einteiligen, das heisst aus einem Stück ge gossenen Fahrgestellrahmen, an welchen bei Zahnradantrieb auch gleich die Allgen (Fig.
für die Triebachse angeordnet sind, ergibt den Vorteil, dass einerseits bei einfacher Her stellung eine kurze Baulänge erzielt wird, anderseits dieser Gusseisen-Rahmen sich nicht verwinden kann und so die gefürchteten Kleininungen in den Motor-Getriebe- oder Achslagern sicher versindert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Motorpflug, gekennzeichnet durch eine Kombination aus Trag- und Schleppflug in der Weise, dass einerseits die Zugmaschine (wie bei Tragpflügen) finit vor der Triebachse gelagertem Motor und dadurch erzeugtem grossen Triebraddruck und entlastetem Lenk rad ausgebildet ist, während anderseits der Pfluggrindel unter dem Fahrgestell,an einem unter oder nahe unter der Triebachse liegen den, zwecks Einstellung des Tiefeneingriffes der Pflugkörper (wie bei Schleppflügen) in der Höhe verstellbaren Zugpunkt frei ge zogen wird, so dass die Triebräder der Zug- niasehine gleichzeitig die Fiihriingsräder des Schleppfluges bilden.UN'TERANSPRüCHE 1.Motorpflug naeli Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet. d ass de i- Zug vom Fahr zeuggestell auf den Pfluggrindel durch ein vor der Triebachse am Fahrgestell abgelenktes Zugorgan übertragen wird.'?. Motorpflug nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfluggrindel an seinem vordern Ende ausser an dem vorn ain Fahrzeuggestell angelenkten Zugorgan mit einem auf- und abwä rtsschwingbaren Hebel verbunden ist, uni die Pflugkörper lieben und senken zu können.3. Motorpflug nach Patentanspruch und Unter ansprucli 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfluggrindel an seinem vordern Ende anL>er an dem am Fahrzeuggestell ange- lenkten Zugorgan mit einer in der Höhen richtung verstellbaren Schraubenmutter in Verbindung steht.-1. Motorpflug nach Patentanspruch und Unter- ansprnch 1. dadurch gekennzeichnet, dass der Pfluggrindel an seinem hintern End- teil mit dem gleichen Organ, das zur Höhen- bezw. Tiefenregulierung der Pflug körper dient, noch so verbunden ist.dass der Pfluggrindel annähernd parallel ge hoben und gesenkt werden kann, ohne dass das beün Lenken und Rundpflügen notwendige seitliche Ausschwenken des letzteren gestört wird.5. Uotorpflu- nach Patentanspruch, dadurch gekeiiiizeiclinet, daf,) zur Verhinderung des Kippens des Schleppfluges am Pfluggrindel zu beiden Seiten desselben zwei Fusstritte angeordnet sind, um durch entsprechenden Druck auf dieselben den Pflug führen und den Tiefeneingriff der Scharen regeln zu können. ö. Dlotorpflug nach Patentanspruch, dadurch gel:ennzeiclinet, dass zur Verhinderung des Kippgins des Schleppfluges am Fahrgestell ein Bügel mit seinen freien Schenkelenden angelenkt und finit seinem Steg am Pflug in Schlitzführungen desselben gleiten kann, wobei der Bügel so breit ausgebildet ist, dass das seitlicheAusschwenken des Pfluges nicht behindert wird. i.Motorpflug nach Patentanspruch und Unter- anspruch ti, dadurch gekennzeichnet, dafi der Drehpunkt (g') dieses Bügels höher oder tiefer eingestellt werden kann, um für alle Scharen gleiche Furchentiefe zu erhalten. 8.-Motorpflug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Lenkrad bezie hungsweise dessen Steuerachse mit einem Handsteuerhebel versehen ist, um den Pflug rasch wenden und lenken zu können. 9.Motorpflug nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 6 und 7, dadurch gekenn zeichnet, dass der Führersitz in bezug auf die Fahrtrichtung rechts neben und vor dem Lenkrad, sowie hinter und oberhalb der Pflugkörper und hinsichtlich deren Aushebevorrichtung so angeordnet ist, dass der Führer mit der linken Hand lenken und gleichzeitig mit der rechten Hand die Pflugkörper ausheben und niederlassen und durch Fussdruck die Pflugkörper be lasten kann. 10.Motorpflug nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1, 4, 6, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Handhebel zum Bremsen des rechten Triebrades auf der rechten Seite des Fahrgestelles neben der Aushebe-Vorrichtung angeordnet ist, so dass bei Rechtswendungen das Lenkrad mit der linken Hand und der Bremshebel mit der rechten Hand gleichzeitig bedient werden können. 11. Motorpflug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor, sowie die Lager für das C etriebe und die Lager für die Triebachse in einen aus einem Stück gegossenen Rahmen angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE93754X | 1917-09-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH93754A true CH93754A (de) | 1922-03-16 |
Family
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Family Applications (1)
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| CH93754D CH93754A (de) | 1917-09-06 | 1918-09-27 | Motorpflug. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH93754A (de) |
-
1918
- 1918-09-27 CH CH93754D patent/CH93754A/de unknown
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